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Elefanten in Europa

Vor genau 250 Jahren, am 20. Juni 1771, kam der erste Elefant in einen europäischen Tiergarten. Anlässlich dieses runden Jubiläums ist jetzt die neueste Publikation der European Elephant Group über die Anfänge der Elefantenhaltung in Europa erschienen. Waren die ersten Elefanten in Europa anfangs noch wertvolle Prunkstücke an den Höfen ihrer adligen Herrscher, wurden die grauen Riesen in den aufkommenden Wandermenagerien und Zoologischen Gärten des 19. Jahrhunderts zur Belehrung der gemeinen Bevölkerung zur Schau gestellt. Ein Blick auf diese Epoche, in der die Kommerzialisierung der Tierhaltung stattfand, veranschaulicht die Entwicklung der Elefantenhaltung und deren Umstände in diesen längst vergangenen Zeiten. Nach jahrelangen Recherchen entstand diese umfassende Dokumentation,
deren Hauptaugenmerk neben der Elefantenhaltung in den Anfangstagen der Zoologischen Gärten vor allem auf der Darstellung der damaligen Lebensbedingungen der Tiere in den europäischen und speziell englischen Wandermenagerien sowie deren Reiserouten liegt. Zur Tier- und insbesondere Elefantenhaltung in der Menagerie George Wombwell und ihren Nachfolgemenagerien sind bis dato keine derart ausführlichen Beschreibungen erschienen. Dies betrifft ebenso die Menagerie Manders, welche für einen kurzen Zeitraum zur größten ihrer Art aufgestiegen war. Durch die Aufarbeitung historischer Quellen konnten viele neue Erkenntnisse zu den Elefanten gewonnen werden – aber auch zu weiteren Großsäugern wie Gorillas, Nashörnern, Flusspferden und Giraffen finden sich im Buch eine Vielzahl detaillierter Angaben. Neben zeitgenössischen Abbildungen beinhaltet die Veröffentlichung einen umfangreichen Statistikteil, der unter anderem eine Liste mit von Elefanten direkt und indirekt verursachten Unfällen und eine Aufstellung der Elefantenhalter mit den Lebensdaten nahezu aller einzelnen Individuen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts umfasst. In dem Nachschlagewerk finden Elefantenfreunde gründlich recherchiert und übersichtlich alle Daten zum Thema Elefanten in Europa zu jener Zeit und erhalten darüber hinaus Einsicht in ihre Haltung in einem nun weit zurück liegenden Zeitraum – welche die Umstände, Probleme und Herausforderungen im Umgang mit den intelligenten Riesentieren in menschlicher Obhut, wie sie uns bis in die Gegenwart begleiten, besser verstehen lassen.

435 Seiten
21,4 x 30,3 cm
gebunden
Schüling Verlag 2021

49,80 Euro

Zooarchiv

Initiative für den Erhalt des Erbes unserer Zoos und Tierparks

Es wird Zeit, eine Struktur aufzubauen, die sich dem Erhalt des kulturellen Erbes unserer Zoos und Tierparks annimmt. Zu viele Sammlungen und Archive, sowohl von Tierparks als auch von Privatleuten gehen unwiederbringlich verloren, weil es keine Institution gibt, die Altbestände und Nachlässe sammelt, aufbereitet und bewahrt.
Vorrangig ist dabei an Publikationen wie Zooführer, Jahresberichte, Zuchtbücher oder Plakate sowie Bilder (Dias, Digitalaufnahmen, Photographien, Postkarten) gedacht. Sehr lohnend wären aber auch originär betriebsinterne Unterlagen, Futterpläne, Planungsunterlagen, Korrenspondenz mit anderen Tiergärten und -händlern, etc.
Auf Nachhaltigkeit angelehnt und gemeinnützig motiviert erscheint langfristig die Rechtsform einer Stiftung für dieses Vorhaben die passende zu sein. Ohne Kapitalstock ist es aber vernünftig, das Zooarchiv als gemeinnütziger Verein beginnen zu lassen.
Die Bestände des Zooarchivs sollen öffentlich zugänglich sein, Institutionen wie Privatleute können ihre Bilder und Dokumente in das bestehende Archiv einpflegen.
Eine detaillierte Katalogisierung erlaubt eine Sortierung und Nutzung beispielsweise von Bildern nach Ort, Datum, Photograph, Tierart, Person, etc..
Das Zooarchiv bietet Raum für ehrenamtliches Engagement, wird jedoch auch Kosten verursachen. Diese können aus dem Verkauf von Dubletten und direkten Spenden gedeckt werden.
So werden Nachlässe vor der Vernichtung bewahrt, verbleiben in der Hand von Zoosammlern und tragen dazu bei, langfristig das allgemein zugängliche Zooarchiv aufzubauen.

Ein vorläufiger Aktionsplan sieht wie folgt aus:

  1. Formulierung der Idee, Sicherung der Domain
    www.zooarchiv.de, Entwicklung eines Logos (erledigt)
  2. Definition der Struktur und Formate zur Digitali­sierung der Archivierung von Bildern und Publikationen, Abstimmung mit bestehenden Sammlungen
  3. Formulierung einer Satzung, Bildung entsprechender Gremien, Vereinsgründung
  4. Formulierung von Projekten und Prioritäten
    (Spendenakquise, Koordination Ehrenamtlicher, technische Ausstattung, etc.)

Noch zu diskutieren ist die Frage, ob sich das Zooarchiv auf die deutschsprachigen Tierparks beschränken oder der Rahmen weitergefasst werden soll.

Wer das Zooarchiv bereits in dieser frühen Phase unterstützen möchte, möge sich bitte mit mir in Verbindung setzen. Dies kann in Form von Sachspenden (Zooführer, Plakate, Bilder) oder Geld erfolgen, aber auch mit Rat und Erfahrung, z. B. in Bezug auf Stiftungen, Datenbanken, Archivierung von Dokumenten etc.
Es geht in dieser Phase darum, die Arbeit zukünftiger Jahre von Anfang an auf ein solides Fundament zu stellen!

Klaus Schüling (Oktober 2021)

Illustrated Checklist of the Mammals of the World (2-Volume set

von Burgin, Wilson, Mittermeier, Rylands, Lacher, Sechrest

Alle Säuger der Welt mit mehr als 7.250 Illustrationen des Handbook of the Mammals of the Word (davon 700 neue), 6.442 Verbreitungskarten und
aktueller Systematik und Bedrohungsstatus.
Alle Artnamen sind auf deutsch, französisch und spanisch angegeben.

zwei Bände
24 x 31 cm
1.166 Seiten, gebunden
Lynx Edicions 2020

210,00 €

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Quantum Verzeichnis 2021

Verzeichnis der europäischen Zoos, Arten-, Natur- und Tierschutzorganisationen

Das Quantum Verzeichnis erscheint auch im Jahr 2021 in aktualisierter Form.
Es umfasst mehr als 460 deutsche Tierhaltungen, weitere 900 Zoos und
Tierparks in ganz Europa bis hin nach Russland und zur Arabischen Halbinsel, Arten-, Natur- und Tierschutzorganisationen, Auffangstationen, mehrere tausend Personen (z.T. mit Durchwahlen und E-Mailadressen), alle EEP- und ESB-Zuchtbuchhalter, alle IUCN/SSC Gruppen sowie gewerbliche Anbieter.

Neuauflage 2021; ca. 470 Seiten; 14,5 x 20,5 cm; Paperback; Schüling Verlag;
ISBN 9783865232830; 18,00 €

Auf die sonst übliche CD-Rom wurde verzichtet, stattdessen ist nun eine digitale Version kostenlos erhältlich.

18,00 EUR

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Matscheis Seltene Säugetiere

Seltene Tiere im Zoo – Säugetiere

von Christian Matschei

Dr. Christian Matschei porträtiert in diesem Buch 111 seltene Säugetier­arten, die schon bald aus unseren europäischen Einrichtungen verschwinden könnten.
Mit ausdrucksstarken Bildern und prägnanten Texten wird dem Leser ein einzigartiger Eindruck vermittelt, der die Neugierde auf jede einzelne dieser zoologischen Kostbarkeiten weckt.

2017, 240 Seiten,
14,8 x 21 cm, 111 farbige Tierporträts,
gebunden, Schüling Verlag

22,80 Euro

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