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    Forum unterwegs: Das nächste Treffen im Tierpark Bad Pyrmont Anfang Oktober

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    Zoo München

    Mirko Schmidkunz:   Eine der Jaguaranlage wurde für Tejus umgebaut. Die Wildkatzen sind nicht mehr im Bestand. Dort sind die Hornraben untergekommen, die Marabus sind in Anlage gegenüber den Pumas, die zuletzt von einem einzelnen Wildhund bewohnt wurde. Besonders schön war die Gruppe der Silbergibbons zu betrachten, die aus drei unterschiedlich alten Jungtieren besteht.

    (02.09.2010)
    Liz Thieme:   Giovanna und Yoghi sind gestern abend wieder in München eingetroffen. In einer Woche soll die Anlage eröffnet werden.
    (31.07.2010)
    Mirko Schmidkunz:   Der Umbau der Eisbäranlage soll rund 5 Millionen kosten.
    (11.07.2010)
    Liz Thieme:   Was auch interessant an der Sache ist, die Stadt (mit 93% Hauptanteilseigner des Zoos) wird angeblich nicht mehr in den Zoo investieren als bisher, so dass der Betrag über die (nun erhöhten) Eintrittspreise zusammengespart werden muss. Das Giraffenhaus soll bis 2013 entstehen.
    Aber selbst wenn der Wegeverlauf verändert werden soll, dann bleiben die Kontinente ja da wo sie bisher sind und das Giraffenhaus landet dann in Europa, wo auch schon die Mesopotamischen Damhirsche fehl am Platz sind. Oder will man dann eine Luftbrücke oder Seilbahn vom Giraffenhaus nach Afrika bauen?!
    Wenn man den Geozoo noch weiter untersucht, dann leben natürlich auch die Orang-Utans auf der falschen Seite des Zoos. Wenn man sie in Afrika halten würde, wäre die derzeitige Kamelanlage inkl. Reitbahn. Es ist halt etwas störend, dass bei den Pavianen das Restaurant ist, sonst könnte man den Weg da verlagern und die Savanne und Grünflächen auf der anderen Seite verbinden. Aber da es nun auf ein europäisches Afrika hinausläuft, bin ich mal gespannt, was die Wege daran ändern sollen.
    Ist die Fläche zwischen Przewalski und Heckrinder reine "Freifläche" oder leben da abgesehen von Enten/Gänsen irgendwelche Tiere? Sonst könnt man da die Bäume abholzen und dort bauen. Finde ich zwar auch nicht gut, aber das wäre eine Möglichkeit ohne anderen Tierverlust.

    Ein sich dem Ende neigendes Projekt ist das Polarium, welches (Anfang) August eröffnet werden soll. Womit es in Berlin bald Abschied nehmen heißt.
    (10.07.2010)
    Mirko Schmidkunz:   Der Tierparkdirektor hat auch noch extra erwähnt, man wolle das Geokonzept stärken und die Wegeführung verändern. Nach meiner Meinung nach sollte man das Geokonzept begraben. Wenn man sich nur mal ansieht, wie bedrängt der Afrikateil ist, kann man dort nicht auch noch weitere Neubauten unterbringen. Außerdem würde ich auch die europäischen Arten weiter zurückfahren. Mir wären eine Tropenbärart lieber als Europäische Braunbären und die Wölfe könnte man durch Rothunde ersetzen.
    (10.07.2010)
    Michael Mettler:   Und das nennt sich dann noch "Geozoo"...?
    (10.07.2010)
    Mirko Schmidkunz:   In der SZ stand gestern, dass das Giraffenhaus am Isareingang gebaut werden soll, also vielleicht auf dem Gelände der Heckrinder.
    (10.07.2010)
    Michael Mettler:   Soweit ich mich an frühere Beiträge im Forum erinnere, an die Anlagen für afrikanische Steppentiere, so dass die Giraffen wahrscheinlich mit diesen - zumindest teilweise - vergesellschaftet werden würden. Ein später nur teilweise umgesetzter Generalausbauplan des Parks von 1973 sah damals ein begehbares Giraffenhaus zwischen den beiden Afrika-Steppen vor; vielleicht ist dieser Standort nach wie vor ins Auge gefasst.
    (08.07.2010)
    Liz Thieme:   keine Ahnung
    (08.07.2010)
    Sacha:   Wo im Park soll das neue Giraffenhaus gebaut werden?
    (08.07.2010)
    Liz Thieme:   Die Planung für ein neues Giraffenhaus hat begonnen, so dass das Elefantenhaus nach dem Auszug der Giraffen nur noch den Elefanten zur Verfügung stehen soll.
    (07.07.2010)
    Niedersachse:   Das war ja auch nichts gegen die Kompetenz des IZW und es ist mir auch klar dass es um genetische Defekte geht und nicht um die reinen Brüche.
    Das war nur was grundsätzliches.
    (16.06.2010)
    Liz Thieme:   Bei solch einer Untersuchung guckt man ja nicht ob Knochenbrüche vorliegen, sondern wie sie gebrochen sind und wie die Knochenstruktur ist. Es wird ja bei Jamuna vermutet, dass das Calcium nicht richtig eingelagert werden konnte, dies könnte man dann auch bei dem 2005er Kalb feststellen. Außerdem benötigt man eine Genuntersuchung.
    Außerdem dürfte dem IZW die Geschichte des 2005er Kalbs bekannt sein und auf Grund dessen werden sie dann wohl auch mit besonderer Aufmerksamkeit die Untersuchung durchführen.
    (16.06.2010)
    Niedersachse:   Na bei dem 2005er Kalb dürfte es wohl auch Knochenbrüche geben, die auf die schwere Attacke von Panang direkt nach der Geburt zurückzuführen sind.
    (16.06.2010)
    Liz Thieme:   erste Untersuchungsdaten liegen vor: Jamuna Toni hatte zig Knochenbrüchen (manche Medien sprechen von rund 40). Die Pathologen gehen von einer Stoffwechselkrankheit aus. Diese Vermutung sollen noch weitere Blut- und Organuntersuchungen belegen. Es soll wohl noch ein Vergleich mit Panangs anderem Kalb aus 2005 gemacht werden, welches sich im IZW befindet, um eine Erbkrankheit zu bestätigen bzw. auszuschließen.
    (16.06.2010)
    Liz Thieme:   genaue Erklärungen gibt der Zoo derzeit direkt auf der Website: http://www.tierpark-hellabrunn.de/index.php

    (14.06.2010)
    Niedersachse:   Verschobene Wachstumsspalten in den Beinen.
    War so schlimm, dass sie nur noch liegen konnte.
    (14.06.2010)
    Andreas Murmann:   Das Elefantenbaby Jamuna Toni ist tot. Sein Gesundheitszustand hatte sich wohl so verschlechtert, daß man sich zur Einschläferung entschlossen hat.
    (14.06.2010)
    Mirko Schmidkunz:   Zum ersten Mal habe ich im Kinderzoo ein Schild gegenüber von den Borstelschweinen entdeckt, auf dem insgesamt 12 bedrohte Ziegen- und Schafrassen gezeigt werden, die in Hellabrunn gehalten werden. An zwei Stellen waren gemischte Gruppen zu sehen, die aber nur aus Einzeltieren verschiedener Rassen bestehen. Beispielsweise Bulgarenziege, Ouessant-, Soay-, Jakobsschaf, WalliserSchwarzhalsziege. In der Zootierliste fehlt die Jämtlandziege, die ich sicher gesehen habe. Eine weitere neue Art könnte Pommernschaf sein, bei dem bin aber nicht sicher.
    (02.03.2010)
    BjörnN:   Seit Weihnachten gestattet Panang dem Jungtier nicht mehr, zu trinken. Man vermutet eine Wochenbettdepression und ernährt das Jungtier, welches 10kg Gewicht verlor, vorerst mit Ersatzmilch.
    (31.12.2009)
    Liz Thieme:   Panang hat wohl ihre Tochter verstoßen, so wird das Elefantenkalb mit der Flasche aufgezogen.
    (31.12.2009)
    Rüdiger:   Dank BjörnN
    Da kam das Christkindel ja fast pünktlich. Der dritte Veruch möge Glück bringen bei der Aufzucht.
    Gibt es noch Hoffnung auf eine ander trächtige Kuh in München?
    (21.12.2009)
    BjörnN:   Das lang erwartete Elefantenjungtier ist da.
    "Panang" hat am 21.12. um ca. 01:30 ein gesundes weibliches Jungtier zur Welt gebracht, welche auf den Namen "Jamuna Toni" getauft wurde.
    (21.12.2009)
    IP66:   Ich finde es schwer, etwas zu den Überlegungen zu sagen, bevor ich die Pläne einsehen kann. Daß man ohne eine charaktersistche Bepflazung einer Wiese vor einem bewaldeten Steilhang die Anmutung einer Tundra verleihen kann, will sich mir allerdings nicht erschließen.
    (28.10.2009)
    Michael Mettler:   Das Konzept ähnelt also sehr dem der Karlsruher Anlage, nur dass die Münchener Version deutlich größer werden wird.
    (27.10.2009)
    Mirko Schmidkunz:   Ich habe den Bericht in der Süddeutschen gelesen. Darin wurde ausgeführt, dass eben der Erweiterungsteil als Tundra angelegt wird und damit kann man jedem Besucher didaktisch darauf hinweisen, dass Eisbären nicht nur im Zoo leben. Es wurde nichts gesagt, ob die Vegetation wirklich original einer Tundra entspricht. Ich nehme an, dass die alte Moschusochsenanlage überwiegend begrünt wird und damit der Landteil auch prozentual also noch größer als in Nürnberg.
    (27.10.2009)
    IP66:   "Innovativ" hat sich wohl zu einer Antragsvokabel verwandelt, die nurmehr bedeutet, daß das zu fördernde Projekt vom Antragsteller befürwortet wird. "Marode" bietet den Gegenbegriff, der auch nicht mehr heißt, als daß die bewertende Person das so bezeichnete Objekt nicht mag.
    (27.10.2009)
    Michael Mettler:   Geht hieraus leider auch nicht hervor:
    http://www.abendzeitung.de/muenchen/70294
    Wie eigentlich jede irgendwo neu geplante oder eröffnete Anlage ist natürlich auch diese wieder mal "einmalig in Europa". Dass aber ein "Trenngraben" als "störende Barriere" bezeichnet wird und man deshalb lieber auf Komplettverglasung zurückgreift (die durch Spiegelung, Wassertropfen, Schmutz und Kratzer nur selten einen buchstäblich ungetrübten Durchblick erlaubt), finde ich schon etwas kurios.
    (27.10.2009)
    Michael Mettler:   @Mirko Schmidkunz: Was genau soll denn an der "Eisbären-Tundra" die Innovation sein, gab es darüber etwas zu lesen?
    (27.10.2009)
    IP66:   Offiziell soll der Architekt der Altanlage auch die Neudekoration und Erweiterung betreuen - mal schauen, was der vom Werk seiner Reifezeit übrig läßt ...
    (27.10.2009)
    Mirko Schmidkunz:   Zuletzt fand die Grundsteinlegung für den Umbau der Eisbäranlage statt. Die Fläche soll etwa verdreifacht werden. Die Kosten liegen bei 5 Millionen und die Moschusochsenanlage wird als Tundra-Anlage gestaltet, was so noch nie gemacht worden sein soll. Der Beton soll wohl unter Nagelfluh verschwinden.
    (27.10.2009)
    Liz Thieme:   in Bayern 3's Sendung "Zwischen Spessart und Kawendel" wurde gerade ein Abschiedbeitrag zu Henning Wiesner gebracht.

    Neuer ist Andreas Knieriem. Er beginnt offiziel seinen Job am 1.12.2009.
    Nach seiner Approbation war Knieriem zunächst als Stellvertretender Tierarzt der Zoo Duisburg AG tätig. Seit 1996 ist der promovierte Veterinärmediziner der stellvertretende Zoologischer Leiter und leitender Tierarzt bei der Zoo Hannover GmbH.
    (24.10.2009)
    Michael Mettler:   @IP66: Zu den Bäumen auf Gibboninseln siehe Thread "Affenhäuser vor 1945" und darin die Diskussion im Juli/August 2007.
    (09.06.2009)
    Gudrun Bardowicks:   Auch in Hannover leben die Gelbwangengibbons auf einer Insel mit Bäumen, die zu Beginn der Besetzung der Anlage mit den Gibbons auch noch am Leben waren. Leider hielten die Bäume das Annagen und Klettern der Gibbons auf ihnen nicht lange aus, so dass sie leider recht schnell abstarben und die Gibbons in Hannover nun leider nur noch tote Bäume mit künstlichen Kletterlianen zur Verfügung haben. Dadurch wirkt die Anlage dort jetzt leider so unansehnlich unattraktiv. Allerdings gefällt mir die Hannoveraner Gibboninsrel auch aufgrund der geringen Größe nicht besonders gut. Da sind die relativ großzügigen und mit vielen Klettermöglichkeiten ausgestatteten Affeninseln in München sicherlich sehr viel besser für die dort gehaltenen Tiere geeignet. Allerdings finde ich lebende Bäume optisch auch sehr viel schöner als Bambusstangengerüste, weshalb ich mich auch nicht für die Affeninseln in Berlin-Friedrichsfelde für Gibbons und Kattas begeistern kann, auch wenn dort zumindest die Gibbons viele Klettermöglichkeiten haben.
    Affeninseln und auch Gibboninseln mit lebenden Bäumen sind sicherlich die beste Lösung für München-Hellabrunn, alletrdings müssten die ausgewählten Bäume bereits älter sein, wenn sie nicht das Schicksal der hannoverschen Jungbäume teilen sollen, da Gibbon gerne einmal Blätter fressen und die Rinde abfressen. Diese Behandlung durch die Tiere überleben auf Dauer sicherlich nur bisher gesunde ältere Bäume.
    (09.06.2009)
    IP66:   Ich bin mir nicht ganz sicher, ob auf den ersten Gibboninseln, die wir damals ermittelt haben, Bäume standen. Allerdings, und das ist in diesem Zusammenhang vielleicht wichtiger, würde ich auch sagen, daß die Gestaltung von Klettergerüsten als skulpturenartige Gebilde wohl als Nachkriegserscheinung verstanden werden muß, auch wenn es expressionistische Vorformen, etwa in Leipzig gab. Die Gestaltung von Klettergerüsten in Affenkäfigen, vor allem im 19. Jahrhundert, wäre wohl einen eigenen Thread wert, zählen diese in den meisten Bauten doch zu den raumprägenden Elementen.
    (09.06.2009)
    Andreas Knebel:   Nur um keine Verwirrung aufkommen zu lassen: DIESER Entwurf wird NICHT gebaut!
    (06.06.2009)
    Andreas Knebel:   Ein bischen "Mikado" gibt es auch im Entwurf von Oxen+Partner für das neue Menschenaffenhaus der Wilhelma: http://www.oxen-partner.de/projekte/wettbewerbe/06/seite_02/seite_04
    (06.06.2009)
    Michael Mettler:   Meines Wissens ist die Haltung von Gibbons auf baumbestandenen Inseln (und sei es nur ein einzelner Baum) ÄLTER als die auf Inseln mit künstlichen Klettermöglichkeiten bzw. Totholz. Über die Geschichte die Affeninseln hatten wir übrigens irgendwo im Forum schon mal Material gesammelt.
    (05.06.2009)
    IP66:   Ich würde die Bambusklettergerüste in München in einen "abstrakten" Kontext stellen. Die Menschenaffenstation zählt ja zu den wichtigsten faschistischen Tierhausbauten in Deutschland und setzte, nicht zuletzt wegen der Größe der Innenanlagen, haltungstechnisch in der Nachkriegszeit sicherlich noch Standards, die über Frankfurt hinausgingen. Insofern wollte man sie weiter nutzen, aber gerade die Schauseite mit dem monumentalen Rundbogenportal zum Hof ließ sich durch druch eine Reihe solcher Kletterbäume ganz gut und preiswert "entschärfen". Und es gehörte ja nachgerade zum bundesrepublikanischen Grundkonsens, daß abstrakte Kunst nach dem Muster Kandinskys der einzig ware Gestaltungsweg sei, und da nehmen sich Kelettergerüste, die an Skulpturen von Norbert Kricke gemahnen, vielleicht noch heute ganz gut aus, vor allem in Verbindung mit dem grünen Tarnanstrich. Dergleichen Bambus kam allerdings auch weiter östlich zum Einsatz, etwa auf der Gibbonanlage in Friedrichsfelde, oder, als Imitation, bei den Brückengittern in der dortigen Freiflughalle. In mancher Hinsicht mögen die Stangen sogar mehr Klettermöglichkeiten bieten als ein einzelner Baum. Wenn ich es recht übersehe, dürfte Wuppertal neben den Inselhaltungen in Köln und Berlin (im ZOO) sogar auch im europäischen Kontext recht früh die Naturbaumhaltung erprobt haben.
    (05.06.2009)
    Mel:   @M.Schmidkunz: Ich glaube nicht das in Fr. Thieme Ihrem Beitrag die Münchener Anlage als solche,als schlecht betitelt wurde oder abgewertet. die Wertung bezog sich lediglich auf den "Bambusstangenwald" und basiert auf persönlichen optischen empfinden, welches ja bei jedem anders ist. Das war keine Wetrtung der Anlage an sich als solcher. Nur eine optische Wertung des Enrichtments, welches sicherlich mit echten Bäumen um einiges schöner und abwechslungreicher wäre. Ich selbst finde die Münchener Gibbonanlagen vom Grundprinzip und Haltungsmethodik her auch sehr vorbildlich finde aber auch das "Bambus-Mikado" nicht gerade sehr schön.
    (05.06.2009)
    BjörnN:   Die Hellabrunner Gibbon-Anlage ist absolut vorbildlich, meiner Meinung nach ebenso wie die Anlage in der Wilhelma.
    (05.06.2009)
    Mirko Schmidkunz:   Wenn die Hellabrunner Anlage laut Frau Thieme so schrecklich ist, was sagt man dann zu den Gibbons ohne Außenanlage in Köln, was zu den Gibbons in den unansehnlichem Altanlagen in Duisburg, im Berliner Zoo oder in der Wilhema. Und man könnte noch viele andere Anlagen nennen. Insgesamt muss man wohl sagen, dass Hellabrunn seine Affenanlagen in vorbildlichem Zustand hat.

    (05.06.2009)
    Michael Mettler:   Nun stammt das Hellabrunner Bambus-Mikado (daran erinnert mich die Anlage jedenfalls immer) aus einer Ära, in der den Zoos die Funktionalität wichtiger war als der natürliche Eindruck. Zu dieser Zeit hangelten Gibbons in anderen Zoos, die heute naturnähere Anlagen haben, z.T. noch an hölzernen und noch viel künstlicher wirkenden Turnstangen herum. Im Vergleich zur alten Leipziger Anlage z.B. wirkte die Münchener geradezu wie Erlebniszoo :-)
    (04.06.2009)
    Liz Thieme:   jetzt hast du mich ertappt. Bei den Siamangs wurde ich vorbeigezogen, daher hab ich keine Erinnerung daran. Hab aber grad gegooglet, sieht mir mehr nach Baumstämmen als nach lebenden Bäumen aus. Aber ich lass mich gerne auch überzeugen, dass dem nicht so ist.
    Dann wären aber die auch die Einzigen der größeren Affen, die keine Bambusstangen haben.
    (04.06.2009)
    Michael Mettler:   Ist meine Erinnerung veraltet, oder hat nicht sogar München selbst auch Siamangs auf baumbestandenen Inseln...?
    (04.06.2009)
    Matthias:   Planckendael hält Weisshandgibbons auch auf lebenden Bäumen.
    (04.06.2009)
    Liz Thieme:   man muss gar nicht aus Deutschland raus, um Gibbons auf Bäumen zu sehen. In Eberswalde wohnen die Gibbons auf lebenden Bäumen. Müsste nachgucken welche Art, aber ich glaube es waren Eichen. Also schaffen es selbst kleine Zoos diese "Besonderheit".
    Ich habe ja auch nichts gegen vereinzelte solcher Stangen, aber einen Bambusstangenwald, find ich persönlich einfach nur hässlich.

    Ameisenbären bei denen man die Besonderheiten nicht sieht? Welcher Zoo hat denn so komische Anlagen? Bzw welche Besonderheiten sind dann gemeint, die Miniatur-Wimpern?
    (04.06.2009)
    Holger Wientjes:   Mir fallen noch die Inselhaltung in Wuppertal mit Weisshandgibbons sowie die grosse "Rimba"-Anlage in Arnheim mit Siamangs ein.
    (04.06.2009)
    BjörnN:   Auch Leipzig hält seinen Gibbon mit den Orang-Utans zusammen auf einer Anlage mit lebenden Bäumen, auch wenn diese momentan eine Pause zum Nachwachsen haben...
    (04.06.2009)
    Sacha:   @Mirko Schmidkunz: Dann können dies - mit Verlaub - aber nicht allzu viele gewesen sein. Schmiding in Oesterreich, Emmen in Holland und viele Zoos in den USA (u.a. Metrozoo Miami, Bronx Zoo New York im Sommer) halten Gibbons auf Anlagen mit lebenden Bäumen.
    (04.06.2009)
    Mirko Schmidkunz:   Ich kenne keinen Zoo, den ich gesehen habe, der Gibbons auf Bäumen hält.

    (04.06.2009)
    Holger Wientjes:   @M.Schmidkunz: "...aber mir ist derzeit kein Zoo bekannt, der das umgesetzt hat."
    Bezieht sich das jetzt auf die Bambusstangen oder auf die Gibbonhaltung auf Naturbäumen ?
    (04.06.2009)
    Mirko Schmidkunz:   In der Anlage bei den Pumas ist nur ein Wildhund untergebracht, der wahrscheinlich nicht in die Gruppe integrierbar ist. Ob die Gibbons unbedingt Bäume haben müssen, kann ich nicht sagen, aber mir ist derzeit kein Zoo bekannt, der das umgesetzt hat. Ich wüschte mir bei den Affen, dass die sehr häufig gehaltenen Affen wie Vari, Katta, Mandrill gegen Languren, Stummelaffen, seltene Lemuren eingetauscht werden. Besonders interessant fand ich zuletzt, den Ameisenbären ganz nah durch die Scheibe zu beobachte. Gerade bei diesen Tieren sieht man eben bei den Freianlagen kaum die körperlichen Besonderheiten. Sehr schwach finde ich, dass viele Tiere nicht einer Beschilderung würdig erachtet werden. Vögel und Reptilien im Dschungelzelt, die meisten Wasservögel,etc. Es ist bedenklich, wenn irgendwelche Designvorgaben wichtiger sind als eine selbstverständliche Information der Besucher.
    (04.06.2009)
    Liz Thieme:   Komme gerade aus München wieder.
    Ingesamt habe ich einen ganz guten Eindruck, aber das mag an dem ganzen Grün gelegen haben, keine Ahnung wie ich den Zoo im Winter beurteilen würde. Aber das Gras war so hoch, dass ich keinen Wildhund gesehen habe, aber das Gras hat eindeutige Zeichen gegeben, dass sich da einer drin bewegt.
    Schrecklich finde ich aber einfach diese Bambusstangen-Wälder bei den Affen, besonders bei den Gibbons. warum kann man denen nicht mal Bäme hinsetzen? Andere Zoos schaffen das doch auch :(
    Erschrocken war ich jedoch über das eine Mandrillweibchen, das derzeit auch ein Jungtier betreut. Sie trägt zwei extreme Geschwülste in einem Sack am Hals, erinnert eher an was anderes.
    Bei den Eisbären habe ich nur zwei Tiere anstatt der angeblichen drei gesehen.

    Zu eurer Moschusochsen-Diskussion aus dem Dezember. Sie sind immer noch da.

    Komisch finde ich, dass die Wildhunde an zwei Stellen im Zoo zu finden sind. Zum einen wie im Wegweiser auch gesagt nebenan am Dschungelzelt und zum anderen bei den Pumas in der Nähe (rückwärtig der Schneeleoparden).

    (02.06.2009)
    Mirko Schmidkunz:   Nur kleine Veränderungen: Mongolische Rennmäuse ersetzen die Lemminge, im Elefantenhaus wird eine Anlage für Pythons gerade umgebaut, Nachwuchs bei Wildkatzen, neu sind Sichelpfeifgänse auf der mittleren Känguru-Anlage.
    (21.05.2009)
    Shensi-Takin:   @MM: Mit dem Unterschied, dass in Form des Alaska-Moschusochsen ein "Ueberlebender" vorhanden waere, fuer den es keinen Stellvertreter beduerfte...;)
    @André Haubrich: "Einige Schwaechen" ist noch sehr gelinde ausgedrueckt.
    (05.12.2008)
    André Haubrich:   Wobei München ja auch insgesammt einige Schwächen in seinem Geo-Konzept hat. Aber immerhin etwas geordnet als garnicht.
    Dortmund ließe sich auch zum geozoo machen.

    (04.12.2008)
    Michael Mettler:   @Shensi-Takin: Nun, auch der rezente Bison könnte als überlebender Stellvertreter seines in Alaska verbreiteten Verwandten aus Beringia-(Eis)Zeit betrachtet werden - aus ähnlichen Gründen stehen schließlich in Hellabrunn die Przewalskipferde im Parkteil Europa...
    (04.12.2008)
    Shensi-Takin:   Was die Aldabra-Riesenschildkroeten ( Dipsochelys dussumieri) in der Masoala-Halle angeht: das ist in Hinblick auf Dipsochelys abrupta und D. grandidieri nun wirklich nicht weit herbeigeholt. D. dussumieri ist sozusagen ein ueberlebender "Stellvertreter".
    (04.12.2008)
    Shensi-Takin:   @IP66: Am Ende gelingt vielleicht sogar dank der Moschusochsen der Durch-Bruch...;)
    @MM: Von ein paar Ausnahmen wie Nacktmull und Kongorosenkaefer abgesehen, naehert sich das Muenchner Riesenschildkroetenhaus aber in gewisser Weise dem in unseren Planungsspielen immer wieder gern herbeigewuenschten (und wenigstens in Chester und vielleicht auch bald in Heidelberg realen) Inseltierhaus: nebst der "Hauptdarsteller" im Form der Riesenschildkroeten waeren das z.B. die Grossen Vasa-Papageien, die Anolis, der Neuguinea-Flossenfuss, die Australischen Gespenstschrecken, Phelsumen, Madagaskar-Erdchamaeleon, -Fauchschaben usw. zu nennen. Drueckte man beide Augen zu, koennte man das zoogeographisch grob unter "Inseln" verbuchen. ;)
    (04.12.2008)
    Michael Mettler:   @Sacha, auch wenn die Verbindung zum Threadthema München gerade "entläuft": Präriebisons und -hunde sind in Yukon Bay nachträglich eingeplant worden. Erstere, um sich nicht von der Tierart trennen zu müssen (sind nur ausgelagert) und weil die ursürpnglich geplante Ponyreitbahn entfiel (und somit Platz frei wurde), letztere, weil immer wieder Besucher nach ihnen fragten, so dass man zu ihren Gunsten die Polarfüchse cancelte - die aber vielleicht doch noch "durch die Hintertür" wieder dazukommen könnten. Aber wie war das doch gleich in Zürich mit Seychellenschildkröten in der Madagaskarhalle...? :-)

    Ha, und jetzt kriege ich den Bogen doch wieder hin: Das Schildkrötenhaus in München ist ja auch "alles andere als geo"...
    (04.12.2008)
    IP66:   Immerhin wäre die Moschusochsenhaltung in einer Kunstfelsanlage eine Art Härtetest für Material und Hersteller ...
    (04.12.2008)
    Sacha:   @Michael Mettler: Schwarzschwanz-Präriehunde im Yukon-Gebiet???? - Da stimmt doch etwas nicht.....aber halt, jetzt verstehe ich erst: Eine Gruppe von Präriehunden hat sich beim Graben (wegen der Klimaveränderung?) so verirrt, dass sie Richtung Norden abdriftete und erst im Yukon-Territory an die Erdoberfläche kam. Und weil dort der Lebensraum noch weniger dicht von Menschen besiedelt ist als ihr bisheriger, sind sie gleich dort geblieben (PS: Schöne Grüsse an den nördlichsten Pinguinzoo der Welt, und der Zoo Hannover kann diese Erklärung im Bedarfsfall gleich 1:1 übernehmen).....:)

    Die Waldbison dürften - schaut man sich deren ehemaliges Verbreitungsgebiet an - das Yukon Territory höchstens gestreift haben.... Aber es sind wenigstens Kanadier und keine Präriebisons aus dem Westen der USA, das stimmt schon.
    (04.12.2008)
    Michael Mettler:   @Shensi-Takin: Alternativ hege ich auch immer noch die Hoffnung, dass es für Yukon Bay wenigstens WALDbisons werden - auch die wären ja aus München zu beziehen (zumindest dortige Nachzucht), und falls Hellabrunn in einem Jahr auch ein paar überzählige Präriehunde haben sollte, können sie die gleich mit einpacken...
    (04.12.2008)
    Shensi-Takin:   @MM: War ja klar, dass Ihnen das Moschusochsen-Angebot gefallen wuerde; und dann noch Twist-esk nach einem Nachschlag verlangen...;) Passender als Bisons (oder Pinguin-Tanker) waeren die Moschusochsen allemal.
    @André Haubrich: Bleibt zu hoffen, dass die "Epoche" "architektonischer Wunderwerk(e)" in Hellabrunn mit dem Abgang Wiesners ihr Ende gefunden hat...
    (04.12.2008)
    Michael Mettler:   @IP66: Würde mich auch nicht wundern. Es gab ja auch schon Modewellen mit größeren Gepardengehegen, begehbaren Limikolenvolieren, großen Gorilla-Anlagen, begehbaren Lemurenanlagen (DIE Mode ist immer noch aktuell, Amsterdam baut gerade eine) usw....
    (03.12.2008)
    André Haubrich:   @IP66:
    Knut und Flocke machen´s möglich =)
    Dabei fand ich die Moschusochsenanlage in Hellabrunn sehr gut, wenn die Eisbären den ganzen Platz bekommen, würde die Anlage schon groß.
    Aber vllt baut München ja auch dort noch ein "architektonisches Wunderwerk"
    (03.12.2008)
    Sven P. Peter:   Just heute ist die Vereinszeitung aus München eingetrudelt.

    Im Abschnitt über die Zukunft steht auch ein kleiner Satz wegen den Eisbären.

    "Aufregende Veränderungen die Maßstäbe setzen: Eisbärenanlagen werden immer größer, wir können nur auf begrenztem Raum optimieren [...]"
    (03.12.2008)
    IP66:   Ein wenig beschleicht mich die Ahnung, großflächige Eisbärenanlagen könnten als Modeerscheinung die Monumentalbauten für Rüsseltiere ablösen ...
    (03.12.2008)
    Michael Mettler:   Och, ich hätte nichts dagegen, wenn in Yukon Bay Moschusochsen statt Bisons einziehen würden, auch wenn sich dann die Kosten für die massiven Absperrungen erhöhen. Und dazu dann bitte noch die Lepiziger Dallschafe, die ja dort auch nicht mehr ins Konzept passen :-)
    (03.12.2008)
    Shensi-Takin:   @Sacha: Irgendwie erinnert mich das (mal wieder) an "Wilde Kreaturen"-mit dem Unterschied, dass Rollo Lee Moschusochsen, da potentiell gefaehrlich, wohl als akzeptabel eingestuft haette...;)
    Ich gebe zu: das Moschusochsengehege ist eher ein Ruhepol im Zoo, an dem die meisten Besucher rasch vorbeigehen. Gerade das ist aber auch angenehm zwecks (auch einheimischer) Tierbeobachtung-und mit ein wenig einnehmender Praesentation von sowohl Biber als auch Moschusochse koennte man diese auch fuer den ONB interessanter machen.
    @IP66: Vielleicht ist die Hangerweiterung schon zusaetzlich mit eingeplant?

    Sorry fuer den falschen Artikel im vorherigen Beitrag-hatte Tages"blatt" noch schnell in Tages"zeitung" abgewandelt...
    Welcher Zoo soll die Moschusochsen bekommen? Zurueck nach Berlin? Pilsen? Oder gar zur nachtragelichen "Yukon Bay"- Verstaerkung nach Hannover-frei nach dem Motto: "Ihr kriegt den Knieriem, und wir dafuer Moschusochsen und Kanadabiber". ;)
    (03.12.2008)
    IP66:   Kann man die Eisbärenanlage nicht den Hang hinauf erweitern? Zwei Säugerarten weniger (Moschusochsen und Bieber) fallen auch in München auf, auch wenn im nicht allzuweit entfernden Nürnberg hinkünftig ja auch weniger Tiere mehr Besucher anziehen sollen.
    (03.12.2008)
    Sacha:   @Shensi-Takin: Das lese ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Lachend wegen der Stärkung des Geokonzepts, weinend wegen der Abgabe der Moschusochsen. Wie kann man nur?!? Klar sind es keine Besuchermagneten. Aber wenn ich an unnötige Huftier-Platzhalter (gerade im Haustier- und "Rückzüchtungs"-Bereich) denke, dann sollte für eine echte, unterartenreine Rarität wie die Alaska-Moschusochsen noch ein Gehege frei zu machen sein.
    (03.12.2008)
    Shensi-Takin:   Zurueck zum Thema "Neuer Direktor": Mir ist ein Artikel des kostenlosen "HeuteMuenchen"-Tageszeitung in die Haende gefallen; darin erwaehnt der "Neue" der Presse ggue. u.a., dass er das Hannover-Erlebniszoo-Konzept nicht auf Muenchen uebertragen, staerker auf das Geozoo-Konzept eingehen und sich mehr im internationalen Artenschutz engagieren will. Im anschliessenden Artikel werden auch zukuenftige Bauprojekte erwaehnt: der Aufsichtsrat des Zoos hat "gruenes Licht" fuer die Umgestaltung/Erweiterung der Eisbaerenanlage gegeben. Die derzeitige Moschusochsen-Anlage wird darin integriert werden. Die Moschusochsen selbst werden abgegeben, da "keine Besuchermagneten".
    (03.12.2008)
    IP66:   Ich bin insofern in einer schwierigen Lage, als mir sowohl das Aquarium in München wie auch jenes in Arnheim gefällt. München bietet einen sehr großzügig angelegten Überblick über verschiedene Lebensräume und Fischformen in hier und da in der Tat überbesetzten Becken. Artenvielfalt, Lebensgemeinschaften und vor allem die Unterschiede von Lebensräumen kann man hier sehr gut nachvollziehen. Arnheim hingegen beschränkt sich auf ein Sammelsurium von Fischen und Wirbellosen aus den warmen Meeren, daß sich mehrheitlich aus noch nicht gezüchteten Arten zusammensetzt. Das ist mein Hauptkritikpunkt, ergänzt um die mangelhafte Beschilderung, die es dem Besucher unmöglich macht, einen Fisch zu identifizieren. Die didaktische Lösung, den Besucher in das Meer hinunterzuführen, gefällt mir sehr, die Kunstfelsdekorationen emfpinde ich als akzeptabel, die Einbindung der Becken in den Kontext und vor allem der Effekt eines pelagischen Lebensraums scheint mir dagegen verbesserungsfähig - so sehr, daß ich es leichter finden würde, im münchner Aquarium die Lebensweise pelagischer Formen zu erläutern.
    In München wünschen würde ich mir allerdings einen Neuanstrich und eine der Entstehungszeit angepaßte Deckenverkleidung. Abdunkeln würde ich den Raum nur ungern, und eine Verwendung als Pflanzenhaus scheint mir wegen des Fehlens von Naturlicht problematisch. Überhaupt sehe ich mit einiger Sorge, wie sich, nicht zuletzt in meinem Heimatzoo, die Bepflanzung manches Tierhauses in eine Sterbeklinik für Produkte des Großhandels verwandelt. Ich habe einige Schwierigkeiten, die ethische Verwantwortung Lebewesen gegenüber zu vermitteln, wenn ich inmitten wegen Fehlpflanzung und mangelnder Pflege dahinsterbenden Gewächsen stehe. Eine derartige Pflanzenpalliativanstalt im münchner Aquarium kann mich so nur wenig begeistern.
    (30.11.2008)
    Shensi-Takin:   @Michael Schulz: Stimme da in vielen Punkten ueberein-auch wenn es mir um die POS leid taete...
    Leider scheint der Trend Richtung Nachttierhaeusern in europaeischen Zoos eher abgeflaut zu sein; andernfalls koennte man das Aquarium in ein solches umgestalten. Thematisch liesse sich da auch ein schoener Anschluss an die Primaten (Loris, Galagos, Makis etc.) erstellen-sozusagen als Ergaenzung der Villa Dracula-Fledermausanlage.
    Und wo wir grad mal so schoen beim Planen sind: Loewen weg, statt Riesen-Wassergraben lieber Netzumspannung und dann Anlage als Zweitgehege fuer die Jaguare nutzen. MEn waere das eine bessere Haltung als Loewen auf dem "Dschungel"-Praesentierteller...
    (29.11.2008)
    Michael Schulz:   Ich denke ich spreche nicht nur für mich, wenn ich behaupte, dass trotz diverser Umbauten im Aquarium, doch gerade dieses Gebäude sehr nach Optimierung schreit. Das Becken für die Riffhaie beispielsweise ist nicht nur optisch ein Graus, sondern auch die Größe lässt zu Wünschen übrig. Generell wirkt das Aquarium im Ganzen sehr bedrückend.

    Generell sehe ich hier die Möglichkeit, das Aquarium in eine Reptiliensammlung umzugestalten und den düsteren Keller in eine Art Regenwald zu verwandeln. Würde sich thematisch auch recht gut zwischen den beiden Affen-Komplexen einfügen und die Grundsubstanz des Gebäudes würde nicht angegriffen werden.

    Nächste Baustelle Elefantenhaus. Ich denke auch hier ist man sich einig, dass die Innenanlage, wenn man es so nennen mag für die Giraffen mehr als knapp bemessen ist. Auch die Aussenanlage ist verbesserungswürdig. Hier könnte, oder sollte man vielleicht auf die PO-Schweine verzichten und sowohl Innen-als auch Außenanlage den Giraffen zukommen lassen.

    Der Australienbereich ist größentechnisch eigentlich nicht zu bemängeln, jedoch wird dieser sehr unglücklich präsentiert. Auf gut deutsch gesagt, es würde noch nicht mal auffallen wenn er plötzlich weg wäre.

    Zu den Betonbunkern des Polariums denke ich muss ich nicht mehr viel sagen. Da hilft nur eins, dem Erdboden gleich machen und alles auf Anfang.

    Der Kinderzoo wurde schon ausführlich behandelt.
    Grundsätzlich bedarf es im Asienbereich keiner nennenswerten Verbesserungen, hier finde ich die Anlagen sehr gut genutzt und auch wenn das Nashornhaus wirkt als sei das Ufo aus Area 51 nach München transportiert worden, so sehe ich den Komplex doch als relativ modern an im vergleich zu den meisten anderen Zoologischen Einrichtungen in Deutschland.

    Zu guter letzt die Raubtieranlagen im Asienbereich, die ich bereits angesprochen hatte. Hier sehe ich größtenteils eher ein ästhetisches Problem, viele Anlagen wirken wie Provesorien (sorry falls ich es falsch geschrieben habe), so zum Beispiel die ausgelagerten Wildhunde, ehemals Tüpfelhyänen, der Wildkatzenverschlag, ja sogar der Schneeleoparden"käfig" und der versteckte Luchs neben die Vielfraßen.

    Fazit:
    Handlungsbedarf besteht in München schon seit langem. Seit der Eröffnung des Urwaldhauses gab es nicht sehr viele innovative Veränderungen in einem Park, der eigentlich aufgrund seiner landschaftlichen Gestaltung wesentlich größere und bessere Möglichkeiten bietet.
    (28.11.2008)
    André Haubrich:   Den Ocean von Aenheim ist kein Vergleich zum Hellabrunner Aquarium.
    Das ist ähnlich wie das Exotarium oder das Wuppertaler und Kölner und Arnheim ist voller Groß!becken.
    (28.11.2008)
    Sacha:   @IP66: Ich bezweifle, ob Arnheim mit Ozeanarium und Bush tatsächlich weniger Fischarten zeigt als München. Sicher nicht DEUTLICH weniger. Und wenn wir die Wasser-Wirbellosen mitzählen, dann liegt Arnheim vermutlich sogar vorn.
    (28.11.2008)
    Shensi-Takin:   Bzgl. Hellabrunner Zwergesel- und Rinderhaltung: u.a. Platzmangel/-ueberbelegung (s. Hinterwaeldler, Dahomey), nicht optimaler Bodenbelag (s. auch Bockhufe bei Haflinger und Esel), fehlende Environmental Enrichment-Elemente. Da habe ich schon bessere Massentierhaltungen gesehen...
    "immer modische Bedenken"? Ich versuche da immer zuerst die praktischen Vor-und Nachteile fuer Mensch und Tiere zu sehen; erst dann die (subjektive) Aesthetik. "Kalte Suesswasserabteilung"= 1 ueberfuelltes Becken. Gleiches gilt fuer "Grossbecken fuer Grossfische"; die Darstellung von Lebensraeumen haelt sich relativ in Grenzen. Durch den Anschluss ans Menschenaffenhaus kann man von raeumlicher "Abgelegenheit" eher nicht sprechen.
    (28.11.2008)
    IP66:   Ich neige in der Tat dazu, vor eilfertigen Abrissen von Gerbäuden der letzten dreißig Jahre abzuraten - zum einen, weil sie meist nicht so veraltet sind, wie ihre Gegner behaupten, zum zweiten, weil bei ihrer Ablehnung immer modische Bedenken gegen den gerade überwundenen Stil eine Rolle spielen. Beim Nashornhaus spielt da die frühe Postmoderne eine Rolle, beim Raubtierhaus die Nachfolgemodelle der von Tieren bewohnten Glasgebäude, die das münchner Beispiel überholt haben. Ich denke, daß man hier eher verbessern und umbauen sollte, um zeitgemäße Anlagen zu erreichen.
    Was ist an der Zwegesel- und Rinderhaltung denn so problematisch?
    Die Aquariensituation scheint mir so unglücklich nicht: Es gibt sogar eine kalte Süßwasserabteilung, Großbecken für Großfische und einige neue Landschaftsanlagen im Menschenaffenhaus. Sicherlich bietet der Aquarzoo in Düsseldorf mehr, aber die Aquarien in Wuppertal oder Arnheim zeigen deutlich weniger Arten und auch deutlich weniger Lebensräume und Klimalandschaften - und selbst das recht abgelegene alte Aquarium wird von vielen Besuchern aufgesucht, was für eine gewisse Popularität spricht.
    (28.11.2008)
    André Haubrich:   Was ist denn an dem Kinderzoo in München so schlimm? Die Nutztiere haben noch mehr Platz als viele in Massentierhaltung (Ironie).
    Die Pflegergerechtigkeit in Dschungelzelt und Nashornufo kenne ich nicht, aber es ist schon etwas seltsam, Löwen im Regenwald zu sehen.
    Große und moderne Gebäude fügen sich eben in alte Landschaften nicht besonders gut ein, aber zumindest der optische Eindruck hat mich weniger gestöhrt.
    (28.11.2008)
    Shensi-Takin:   @IP66: "Einfache Maßnahmen" schliessen dann wohl auch Vorschlaghammer und Abrissbirne mit ein...Gelassenheit bzw. Schicksalsergebenheit ist bei manchem der genannten Gebaeude wohl fuer direkt betroffene Tier & Mensch nicht unbedingt anzuraten; vielleicht eher von menschlicher Seite das Dingen auf Besserung und Lernen aus Fehlern. Interessant, dass Sie als fast schon obligatorischer Fuersprecher alter Anlagen u.a. ein Tierhaus neueren Datums in Schutz nehmen, fuer das mit ein eigentlich unter Denkmalschutz stehendes Tierhaus weichen musste...
    Nicht nur die Haltung grosswuechsiger (uebrigens keine Riesenesel mehr im Bestand) Haustiere verschlechterte sich-s. Hinterwaeldler-Rind oder Zwergesel.
    Was Tieraerzte und merkantile Kriterien bzw. "Verwaltungs- und Führungkompetenzen" angeht-der Beruf bringt eine gewisse Flexibilitaet auch in dieser Hinsicht mit sich. ;)S.a. Leipzig...

    Wirklich grosszuegige Moeglichkeiten bietet der Aquariumsektor in Muenchen in seinem aktuellen Zustand eher nicht.

    (28.11.2008)
    IP66:   Ich habe erst jetzt die Beiträge im Stellen-Thread gelesen. Den Einwand von Matthias verstehe ich nicht recht: Aufgrund der hannoveraner Ausrichtung - kaufmännischer wie zoologischer Direktor bei starker Betonung merkantiler Kriterien - dürfte es für einen Zootierarzt besonders schwer sein, Verwaltungs- und Führungkompetenzen zu entwickeln, auch wenn er den Leiter des zoologischen Bereiches bisweilen vertritt. Angesichts des münchner Tierbestandes, der Anzahl der Reviere und im zoologischen Bereich Angestellten scheinen mir dergleichen Komptenzen besonders wichtig.
    Im Vogelbereich stehen jenseits der nur für die Haltung bestimmter winterharter Arten geeigneten Großvolieren weitaus weniger Gebäude und Gehege zur Verfügung als in den berliner Zoos, in Köln, Frankfurt oder gar Stuttgart. Bei Reptilien und Amphibien sieht die Lage ein wenig besser aus, der Aquarienbereich dagegen bietet großzügigere Möglichkeiten.
    Gerade im Bereich um das kalte Raubtierhaus gibt es auch noch für Neuanlagen nutzbare Gelände, und bezüglich der derzeit weniger geschätzten Gehege würde ich auch sagen, daß deren Zahl im Verhältnis zur Fläche des Zoos eher gering ist. Das hängt aber auch davon ab, wie man Nashorn- und Raubtierhaus beurteilt, und da verstehe ich, wenn nicht jeder meine Ansicht teilt.
    (28.11.2008)
    IP66:   In der Tat bedeutete für die großwüchsigen Haustierarten der Umzug aus den Ställen des nationalsozialistischen Konzepts eine Verschlechterung. Ich würde mir allerdings wünschen, daß Konzept und Charakter der Kinderzoodörfer erhalten bleibt, wenn man für Riesenesel und Haflingerpferde größere Ausläufe schafft. Bezüglich Raubtier- und Nashornhaus wünsche ich mir von der Zeit, daß sie uns lehrt, gelassener mit diesen Werken der frühen Postmoderne umzugehen und die tierhalterischen Mängel durch einfache Maßnahmen behebt.
    (28.11.2008)
    Shensi-Takin:   @th.oma.s: Bzgl. "ich denke der schlüssel zum erfolg für münchen liegt in der konservation und behutsamen fortentwicklung des historischen konzeptes als landschaftsbezogener geozoo." Dem stimme ich zu-wie ich auch mit @Michael Schulz hinsichtlich dringendem Renovierungsbedarf im Haustierbereich (die Haflinger!) und Polarium einer Meinung bin. Und mit etwas Glueck tun uns Zeit und Wetter einen Dienst und sorgen dafuer, dass Bauten wie Dschungelzelt oder Nashorn-Ufo abgerissen und durch Bauten ersetzt werden, die sowohl mehr im Sinne der Tiere und deren Betreuer sind und sich besser in die Landschaft einfuegen. Man darf ja bekanntlich immer noch auf Zeichen und Wunder hoffen...;)
    (28.11.2008)
    Shensi-Takin:   @IP66: Im Winter war das meiner Erinnerung nach aus eben aus dem Grund der potentiellen Winterruhe-Stoerung das Gebaeude fuer Besucher regelmaessig gesperrt.
    (11.11.2008)
    IP66:   Weg und Bedürfnisanstalt gibt es noch, und Zeichen für Umbauten am Braunbärhaus findet man keine - allerdings war auch bei meinen letzten winterlichen Besuchen in München das Gebäude nicht geöffnet. Vielleicht erweisen sich die Besucher doch als zu störend für die Bären?
    (11.11.2008)
    WolfDrei:   und der Nubier aus New York - Bronx
    (11.11.2008)
    WolfDrei:   Bei dieser Gelegenheit ein Hinweis auf einen (ehemaligen)nubischen Steinbock aus München im Vergleich mit einem Tier aus Wien. Die dunkle Phase soll wohl den afrikanischen entsprechen, die helle den israelischen und arabischen. Für letztere noch ein Bild aus New York, noch hellere sah ich in Singapur, die dunkle in Los Angeles und Paris.
    (11.11.2008)
    Shensi-Takin:   Zum Thema "Braunbaeren-Haus" in Hellabrunn: ich weiss leider nicht, ob dies heutzutage noch in der Form existiert, aber ich kann mich an folgendes erinnern: ueber einen Pfad zwischen dem Gaemsen-und Braunbaergehege gelangte man zu einer Besuchertoilette-und in ein Gebaeude, in dem man ueber eine Glasscheibe in das kleine Baereninnengehege blicken konnte.
    @Jörn Hegner: Sind wirklich schoene Steinboecke. Hab's sie erst dieses Jahr wieder in Bratislava und L.A. gesehen, allerdings in beiden Faellen nur Boecke, keine Geissen. Neuer Halter: Zuerich
    (11.11.2008)
    Jörn Hegner:   schade das es jetzt im tierpark hellabrunn die nubischen steinböcke nicht mehr gibts . die wurden ja zusammen gehalten mit den mantelpavianen . dies sind auch schöne und seltene tiere . man sieht die auch nur in wenigen zoos . anfang dieses jahr habe ich die auch im zoo von paris gesehen beim parc jardin . vor zwei jahren sah ich die im bronx zoo von new york . dort wurden die zusammen gehalten mit dscheladas und klippschliefer . hat denn irgend jemand davon noch erinnerungen , wie z. b. fotos u. s. w. . der tierpark hellabrunn erhielt diese auch aus den zoo von karthum (sudan) habe ich gelesen .
    (10.11.2008)
    Tierpark München Hellabrunn:   Familienzuwachs bei den Mähnenrobben!

    Am 25. Juli brachte unsere Mähnenrobbe „Fergie“ (17 J.), nach einer Tragzeit von 11 Monaten, die kleine „Ina“ auf die Welt. Damit vergrößerte sich unsere schöne Mähnenrobbengruppe auf 10 Tiere. Vater „Mike“ (12 J.) wacht über seinen Harem „Mecki“ (25 J.), „Steffi“ (19 J.), „Dudu“ (14 J.), „Nixi“ (12 J.) und „Tanja“ (11 J.). Die Jungtiere von letztem Jahr „Howie“ und „Molly“ sind die perfekten Spielkameraden. Den Namen verdanken die Mähnenrobben dem Bullen, der über 300 kg schwer werden kann und an seiner Hals- und Brustregion eine auffallende Mähne besitzt. Die Geburt der Jungtiere erfolgt an Land. Kurz nach der Geburt werden die Weibchen wieder gedeckt und dürfen dann danach wieder zur Nahrungssuche ins Wasser zurückkehren. Die Jungtiere gehen erst nach einiger Zeit mit ihren Müttern ins tiefere Wasser. Mähnenrobben leben an der pazifischen und atlantischen Küste Südamerikas und ihr Bestand ist gesichert.
    (02.09.2008)
    Michael Mettler:   Zoologisch korrekt müsste es außerdem inzwischen heißen "EINER der Vorfahren unserer Hauskatzen". Schließlich wurden z.B. Hauskatzenrassen wie Savannah oder Bengal durch Einkreuzung von Serval bzw. Bengalkatze erzeugt.
    (30.07.2008)
    Rattus:   "Die Wildkatze ist der Vorfahre aller unserer Hauskatzen. Sie war in Deutschland so gut wie ausgestorben (...)"

    Das hab ich aber anders in erinnerung
    (30.07.2008)
    Tierpark München Hellabrunn:   Raubtiernachwuchs in Hellabrunn

    Seit langer Zeit hat es bei den Luchsen wieder Nachwuchs gegeben. Mutter „Lodjur“ (geb. 2005) ist 2006 aus dem Stockholmer Zoo zu uns gekommen und brachte am 12. Mai nach einer Tragzeit von ca. 70 Tagen, einen kleinen Kater auf die Welt. Kater „Ebbo“ (geb. 2004) ist 2006 aus der Schweiz zu uns gekommen. Luchse waren in West- und Mitteleuropa heimisch und wurden in den letzten 200 Jahren ausgerottet. Inzwischen versucht man sie wieder anzusiedeln, was aber oft auf erheblichen Widerstand in der Bevölkerung stößt. Um die Reviergrösse und ihre Wanderwege zu erkunden, hat man sie mit Sendern versehen und kann sie so auch gleichzeitig überwachen. Direkt in der Nachbarschaft hat unsere Wildkatze „Hannah“ (geb. 2007) ein weibliches Jungtier geworfen. Die Wildkatze ist der Vorfahre aller unserer Hauskatzen. Sie war in Deutschland so gut wie ausgestorben und erholt sich inzwischen dank der Schutzbestimmungen in einigen Teilen wieder etwas. Nachdem unsere Fischotter Anlage umgebaut worden ist, hat es auch hier wieder Nachwuchs gegeben. Mutter „Daphne“ brachte am 5. Juli ihre Kinder auf die Welt, wir wissen aber noch nicht wie viele es sind. Junge Otter können ja noch nicht schwimmen und müssen dies erst von der Mutter lernen und so können die Kleinen sie noch nicht ins Wasser begleiten.
    (30.07.2008)
    Shensi-Takin:   @Mirko Schmidkunz: Also wirklich "neu" ist keine der genannten Arten in Hellabrunn...Insbesondere Nasenkakadu und Eulenschwalm sind seit laengerem dort angesiedelt. Was die Ozelot-Sichtbarkeit angeht: doch doch, mit etwas Geduld sind die durchaus zu erspaehen-und haben von allen im Dschungelhaus gehaltenen Katzenarten wohl noch die beste Unterbringung.
    (12.07.2008)
    Mirko Schmidkunz:   Wunderschöner Tag in Hellabrunn. Die Ozelots ließen sich so gut wie nie zuvor sehen. Die Nebelparderentscheidung in Frankfurt zeigt ihre Wirkung. Neu sind Baumstachler gegenüber den Schneeleoparden, Eulenschwalme und Nasenkakadus bei den Keas. Besonders schön Nachwuchs bei Sibergibbons. Negativ für mich fehlende Beschilderung des Wasservogelbestandes und der Tirer im Dschungelzelt. Was soll das denn? Riesenflugfüchse, Palmenflughunde und Kantschil sind die einzigen Arten mit Schildern. Dort neu Schildturakos. Der Zooverein möchte ein Südamerikahaus bauen. Weiß jemand mehr dazu? Eselspinguine waren auch neu, die Eisbärenanlage noch nicht im Umbau, Außenanlagen der Gorillas und Schimpansen werden umgebaut.
    (12.07.2008)
    Tierpark München Hellabrunn:   Erstmalig: „Bird Munich 2008“

    Drei Veranstalter: ein Großereignis.

    Premiere in München hat die „Bird Munich“ vom 18. – 20. Juli 2008

    Vorbild dieser Veranstaltung ist die „Bird“ in England, die inzwischen so etabliert und beliebt ist, dass sie 250.000 Besucher anlockt. Für diese Veranstaltung rund um das Thema Vogelkunde ist natürlich der Tierpark unter anderem mit seiner einmalig schönen Vogelvoliere der ideale Ort. Der Landesbund für Vogelschutz (LBV) bereichert die Veranstaltung durch Vorträge und Führungen. Die Firma Foto-Video Sauter konnte alle bekannten Herstellerfirmen ihrer Branche für eine Teilnahme begeistern. Hier können die Besucher die neuesten Ferngläser, Fotoapparate, etc, selber ausprobieren.
    (04.07.2008)
    Tierpark München Hellabrunn:   Unsere „Flossenparade“ hat Zuwachs bekommen

    Eine unserer absoluten Besucherattraktionen ist die Fütterung und Vorstellung unserer Seelöwen.
    Nun hat Seelöwin „Elfie“ (4 Jahre) das erste Jungtier auf die Welt gebracht. Am 26. Mai wurde das weibliche Jungtier geboren und wagt sich schon mutig in das große Schwimmbecken.
    Wahrscheinlich wird sie schon bald einen Spielkameraden bekommen, da „Johna“ (4 Jahre) ebenfalls Nachwuchs erwartet.
    Unsere drei Weibchen, „Molly“ (10 Jahre), „Sandy“ (11 Jahre) und „Goldie“ (20 Jahre) werden im Moment noch von „Elfie“ auf Abstand gehalten.
    „Goldie“ ist inzwischen ja jedem Kindergartenkind innerhalb und außerhalb Münchens durch das „Goldie-Lied“ bekannt, dank der Zahnputzaktion der Bayerischen Landesarbeitsgemeinschaft
    Zahngesundheit.
    Der Kalifornische Seelöwe lebt vor der kalifornischen Küste und Inseln sowie der Küste Mexikos. Er ernährt sich hauptsächlich von Tintenfischen. Die Männchen besetzen Anfang Juni an Land ihre Reviere, die sie gegen Rivalen verteidigen. Die Harems können zwischen 5 bis 20 Weibchen groß sein. Es kommt immer nur ein Jungtier auf die Welt.
    (11.06.2008)
    Michael Mettler:   Da hat der Tierpark doch was Nettes ausgeHECKt... :-)
    (20.05.2008)
    Tierpark München Hellabrunn:   Ein Glücksschwein zum 850. Stadtgeburtstag

    Ein außergewöhnliches Geschenk hat sich der Tierpark zum Stadtgeburtstag einfallen lassen. Er züchtete ein Schwein, dass so aussieht wie ein mittelalterliches Weideschwein. Diese waren hochbeinig, hatten einen langen, wildsauähnlichen Gesichtsschädel, Stehohren und einen Ringelschwanz.

    Durch mehrere Kreuzungen alter Hausschweinrassen: Cerdo Iberico/Andalusien, Duroc/Kanada mit Wildschweinen wurden in diesem Mai die erwünschten Ferkel in der 2. Generation geboren. Dieses Zuchtergebnis wurde ermöglicht durch die Duroc von Herrn Prof. M. Förster, Institut für Tierzucht der LMU München, durch die Wildschweine von Herrn J. Festl, Wildpark Poing und die Cerdo Iberico von Herrn B. Wagner. Hierfür bedanken wir uns herzlich.

    Die feierliche Übergabe an das Stadtoberhaupt, unseren Oberbürgermeister Christian Ude, wird begleitet von einer Abordnung aus dem Bayerischen Wald, dem Bürgermeister Franz Löffler aus Waldmünchen und 1. Vorsitzenden der Trenckfestspiele, mit dem Trenckpaar und 2 schwarzen Panduren. Ebenso aus St. Pölten kommt eine Abordnung des Panduren Freicorps, die von 2 Pferden begleitet werden. Mit ihren farbenprächtigen Uniformen geleiten sie den Oberbürgermeister am Dienstag, den 27. Mai 2008 um 11.00 Uhr in einem Festzug zum Gehege unserer „Borstelchen“.

    (20.05.2008)
    Tierpark München Hellabrunn:   Ein Pfingstspaziergang mit Highlights!

    Erstes dieser Highlights ist unser am 25. April geborenes Trampeltier. Für unsere Stute „Susi“ ist es das 7. Jungtier, das sie fürsorglich großzieht. Unsere schöne Trampeltiergruppe ist nun auf 7 Mitglieder angewachsen. Das Wahrzeichen der Trampeltiere sind ihre Rückenhöcker. Diese sind allerdings bei dem kleinen Hengst noch nicht deutlich zu sehen. Die Rückenhöcker sind Energiespeicher und bestehen aus Fettgewebe, es sind keine Wasserspeicher. Bei Wasserknappheit können Kamele wochenlang ohne zu trinken auskommen, dafür aber auf einmal bis zu 150 Liter trinken. Als Wildtier kommt das zweihöckrige Kamel nur noch in einem Bestand von wenigen hundert Tieren im Süden der Wüste Gobi, der Mongolei und in China bis zu einer Höhe von 2000 m vor.
    Gleich mehrfachen Nachwuchs gibt es bei unseren Pinselohrschweinen. Beide Sauen, „Dickes Kind“ als auch „Eskada“ haben am 16. April und 6. April je zwei Jungtiere bekommen. Gemeinsamer Vater ist Eber „Gustl“.
    Die afrikanischen Pinselohrschweine lieben es, von unseren Tierpflegern am Bauch gekrault zu werden und sich mit Nüssen verwöhnen zu lassen.
    Eine ganz besondere Freude war die Geburt unseres kleinen Takins. Seit vielen Jahren leben Takins bei uns aber noch nie wurde ein Jungtier geboren. Am 9. März aber war es so weit.„Ikarus“ erblickt das Licht der Welt. Mutter „Franzi“ zieht ihn problemlos groß. Takins sind durch ihren exponierten Lebensraum als Hochgebirgstier im Himalaya noch sehr unerforscht, obwohl sie schon seit der Antike als „goldenes Vlies“ des Jason bekannt sind.
    Spiel und Spaß kommen natürlich auch an Pfingsten nicht zu kurz. In diesem Jahr besonders passend ist unser Maikäfersuchen. Am Pfingstsonntag und -montag verteilen unsere Tiefpfleger in Maikäferkostümen Schokomaikäfer, und sind so von den Kindern sicher nicht schwer zu finden. Zur Einstimmung können sich die Kinder an den Eingängen und im Zelt wieder schminken lassen und ein kleines Präsent ist am Glücksrad immer zu gewinnen. Von Samstag bis Pfingstmontag dürfen Kasperletheater und Hüpfburg natürlich auch nicht fehlen.
    Am Pfingstmontag kann man das Tipi bei den Braunbären besichtigen und vielleicht dadurch eine Anregung für die nächste Feier bekommen.
    Der Tierpark ist von 08.00 – 18.00 Uhr geöffnet. Die Aktionen finden von 10.00 – 17.00 Uhr statt.
    (09.05.2008)
    Tierpark München Hellabrunn:   Tierpark Hellabrunn senkt Eintrittspreise für Schülerinnen und Schüler der Tierparkschule

    Die Münchener Tierpark Hellabrunn AG hat beschlossen, die Schülerinnen und Schüler, die das Angebot der Tierparkschule nutzen, durch die Senkung der Eintrittspreise für mehrtägige Projekte zu unterstützen. Schülerinnen und Schüler, die an mehrtägigen Projekten der Tierparkschule teilnehmen, müssen zukünftig nur noch einmalig den Eintrittspreis von 3,50 Euro bezahlen, unabhängig von der Dauer des Projektes (die vom Schulreferat erhobene Gebühr bleibt unverändert). Dies ergibt für die Schülerinnen und Schüler eine Ersparnis von bis zu 14,00 Euro. Mit dieser Regelung, die ab 26.05.2008 in Kraft tritt, setzt der Tierpark Hellabrunn sein Engagement für tiergestützte Pädagogik und seine familien- und kinderfreundliche Eintrittspreisgestaltung konsequent fort. Bürgermeisterin Christine Strobl, die als Vorsitzende des Aufsichtsrates der Münchener Tierpark Hellabrunn AG die Entlastung der Schülerinnen und Schüler vorgeschlagen hat, führt dazu aus: „Ich hoffe und wünsche mir, dass die Münchner Tierparkschule auch künftig als außerschulischer Lernort von den Schülerinnen und Schülern angenommen wird und freue mich über die spürbare Entlastung der Familien.“
    (28.04.2008)
    Tierpark München Hellabrunn:   Obwohl Ostern in diesem Jahr mit winterlichen Temperaturen aufwartet, sind die ersten Jungtiere schon auf der Welt.
    Etwas ganz Besonderes ist die Geburt unseres Mähnenwolfs. Seit vielen Jahren sind der 13-jährige „Pierre“ und die 7-jährige „Bobbie“ schon in unserem Tierpark und „Bobbie“ hat am 21. Dezember 2007 ein männliches Jungtier auf die Welt gebracht. Es ist das erste Jungtier dieses Paares. Die typischen Merkmale eines Mähnenwolfs, seine langen Beine und die aufrichtbare schwarze Rückenmähne, hat der kleine zwar noch nicht, aber der typische, eindringliche Geruch ist auch ihm schon eigen. Mähnenwölfe leben in Brasilien, Paraguay, Ostbolivien, Südostperu und Nordargentinien. Ihr Lebensraum ist v.a. die Grassteppe, aber auch Savanne und Trockenbuschwald. Da der Lebensraum durch den Menschen immer mehr verringert wird, sind sie inzwischen bedroht.

    Ein typisches und wichtiges Haustier in den tibetanischen Hochebenen ist der gut an Höhe und Kälte angepasste Yak. Unsere schöne Yakgruppe ist nun um zwei Jungtiere reicher. So brachte am 4. Februar Kuh „Tingri“ (geb. 1997) ein männliches Jungtier auf die Welt, ebenso wie Kuh „Tirpani“ (geb. 1997) am 7. Februar. Zur Gruppe gehören ebenso Vater „Ringo“ (geb. 1996) sowie die Jungtiere von 2006, Kuh „Girlie“ und Bulle „Golum“. Für Leben sorgen außerdem Lämmer und Kitze bei 10 Kamerunschafen, 11 Skudden, 10 Zwergziegen und 5 Damaraziegen.

    Für alle Kinder bis 12 Jahre finden am Ostersonntag und -montag wieder die traditionellen Osterfreuden statt. Der Abenteuerspielplatz am Kindertierpark wird in ein Ostereier-Labyrinth verwandelt, indem die Kinder von 10.00 - 17.00 Uhr auf Eiersuche gehen können. Die Firma Lindt hat wieder 60 000 Schoko-Ostereier gespendet. Dafür unser herzlicher Dank. Damit schon zu Beginn des Tierparkbesuches die richtige Osterstimmung aufkommt, können sich die Kinder an den Eingängen als Osterhasen schminken lassen und ebenso in unserem Zelt am Paviangehege.
    (20.03.2008)
    Tierpark München Hellabrunn:   Obwohl Ostern in diesem Jahr mit winterlichen Temperaturen aufwartet, sind die ersten Jungtiere schon auf der Welt.
    Etwas ganz Besonderes ist die Geburt unseres Mähnenwolfs. Seit vielen Jahren sind der 13-jährige „Pierre“ und die 7-jährige „Bobbie“ schon in unserem Tierpark und „Bobbie“ hat am 21. Dezember 2007 ein männliches Jungtier auf die Welt gebracht. Es ist das erste Jungtier dieses Paares. Die typischen Merkmale eines Mähnenwolfs, seine langen Beine und die aufrichtbare schwarze Rückenmähne, hat der kleine zwar noch nicht, aber der typische, eindringliche Geruch ist auch ihm schon eigen. Mähnenwölfe leben in Brasilien, Paraguay, Ostbolivien, Südostperu und Nordargentinien. Ihr Lebensraum ist v.a. die Grassteppe, aber auch Savanne und Trockenbuschwald. Da der Lebensraum durch den Menschen immer mehr verringert wird, sind sie inzwischen bedroht.

    Ein typisches und wichtiges Haustier in den tibetanischen Hochebenen ist der gut an Höhe und Kälte angepasste Yak. Unsere schöne Yakgruppe ist nun um zwei Jungtiere reicher. So brachte am 4. Februar Kuh „Tingri“ (geb. 1997) ein männliches Jungtier auf die Welt, ebenso wie Kuh „Tirpani“ (geb. 1997) am 7. Februar. Zur Gruppe gehören ebenso Vater „Ringo“ (geb. 1996) sowie die Jungtiere von 2006, Kuh „Girlie“ und Bulle „Golum“. Für Leben sorgen außerdem Lämmer und Kitze bei 10 Kamerunschafen, 11 Skudden, 10 Zwergziegen und 5 Damaraziegen.

    Für alle Kinder bis 12 Jahre finden am Ostersonntag und -montag wieder die traditionellen Osterfreuden statt. Der Abenteuerspielplatz am Kindertierpark wird in ein Ostereier-Labyrinth verwandelt, indem die Kinder von 10.00 - 17.00 Uhr auf Eiersuche gehen können. Die Firma Lindt hat wieder 60 000 Schoko-Ostereier gespendet. Dafür unser herzlicher Dank. Damit schon zu Beginn des Tierparkbesuches die richtige Osterstimmung aufkommt, können sich die Kinder an den Eingängen als Osterhasen schminken lassen und ebenso in unserem Zelt am Paviangehege.
    (20.03.2008)
    Tierpark München Hellabrunn:   Im zarten Alter von einem Monat schon mannshoch!

    Am 1. Februar brachte unsere Netzgiraffe „Kabonga“ (geb. 1993) nach einer Tragezeit von ca. 450 Tagen ein gesundes weibliches Jungtier auf die Welt.
    Das bei der Geburt 160 cm große und 40 kg schwere Jungtier hat dank der guten Betreuung seiner Mutter inzwischen ein Gewicht von 70 kg und ist schon stolze 180 cm groß. Vater Togo (geb. 1991) ist an der Erziehung seiner Tochter nicht beteiligt.
    Eine Giraffengeburt ist immer wieder ein fantastisches Erlebnis, wenn das Kalb bei der Geburt aus ca. 2 m Höhe auf die Erde gleitet.
    (26.02.2008)
    Tierpark München Hellabrunn:   Am Sonntag, dem 17. Februar, wird zur Freude aller Familien unsere Familienkarte eingeführt.

    Aus diesem Anlass ist am Sonntag im Tierpark für Kurzweil gesorgt. Zudem werden unter den Familien drei spannende Abende im indianischen Tipi mit Rahmenprogramm verlost. Der Tierpark hat auf den vielfach geäußerten Wunsch der Besucher nach einer Familienkarte reagiert und ihn in die Tat umgesetzt, so dass Familien in Zukunft bei ihrem Tierparkeintritt finanziell deutlich entlastet werden. Die Familienkarte wird nun in zwei attraktiven Varianten erhältlich sein: Die „Große Familienkarte“ (Preis € 20,00) berechtigt zwei Erwachsene und die dazugehörigen Kinder zum Eintritt in den Tierpark. Auch Patchwork-Familien, Großeltern mit Enkelkindern oder gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften mit Kindern steht das Angebot zur Verfügung. Entsprechend berechtigt die „Kleine Familienkarte“ (Preis € 11,00) eine/n Erwachsene/n mit dazugehörigen Kindern zum Eintritt in den Tierpark.

    Am Wochenende 16./17. Februar beginnt außerdem wieder unsere beliebte Veranstaltungsreihe „Vom Wildtier zum Haustier“.
    Thema sind die Fische unter dem Motto „Multitalent im Schuppenkleid“.
    Von 10:00 – 16:00 Uhr können im Aquarium z.B. die Stammform aller Goldfische, die Karausche, und die daraus gezüchteten Formen bis hin zum Schleierschwanz bewundert werden. Für die Kinder gibt es zusätzliche Unterhaltung.
    (15.02.2008)
    HoyWoy:   Übrigens, ist das nicht der erste Unfall, mit Netzen, bei den Primaten in München!
    Vor Jharen war es ein Gorillababy.

    Wollte ich nur mal so reinwerfen.


    (12.02.2008)
    IP66:   Anscheinend ergeben sich bei den nicht in einfachen geometrischen Konstruktionen angeordneten Gittern immer wieder Probleme, da aufgrund der sphärisch verzogenen Fläche kaum eine einheitliche Maschenweite erzielt werden kann und zudem die komplexe Statik zu weiteren Verzerrungen führt - der klassische Bauhauskäfig oder die Satellitenanlagen der frühen Postmoderne hatten also auch Vorteile.
    (11.02.2008)
    Tierpark München Hellabrunn:   Am 8.2.08 kam es im Münchner Tierpark Hellabrunn durch die Verkettung mehrerer unglücklicher Zustände zu einem tragischen Unglücksfall bei den Orang-Utans. Das kleine Orangmädchen „Anni“ (1 Jahr) war auf die Oberseite des horizontal gespannten Deckennetzes geklettert. Bei dem Versuch wieder zur Mutter „Matra“ (31 Jahre) zurückzukommen, fand sie aber nicht rechtzeitig den richtigen Rückweg. Unglücklicherweise kam ihr nun der Papa „Bruno“ (39 Jahre) zur vermeintlichen Hilfe und versuchte sie durch die Netzmaschen herunter zu ziehen. Unsere Tierpfleger hatten vergeblich
    versucht, ihn mit Wasserduschen davon abzuhalten, so dass unsere Tierärztin Frau Dr. Kempter ihn mit einem Blasrohrpfeil betäuben musste. Da war es allerdings leider schon zu spät. Durch den Hilfeversuch hatte „Bruno“ seiner Tochter das Genick gebrochen.
    Wenn wir am Unglückstag nicht unmittelbar Stellung zu dem tragischen Ende der kleinen „Anni“ genommen haben, so aus dem einen Grund, weil wir die genaue Unfallursache ermitteln wollten.
    Beim heutigen Lokaltermin mit dem Sachverständigen zeigte die genaue Vermessung des Wandabstandes zum Netz, dass an einer Stelle neben dem einen Hubzylinder des mittleren Trenngitters die geforderten 10 cm nicht eingehalten waren. Dadurch bestand eine schmale optisch unauffällige Kluft von 16 cm Länge, durch die „Anni“ hindurch geklettert war, aber durch die „Hilfe“
    von „Bruno“ nicht mehr zurück konnte. Diese wird nun gesichert, ohne die Mobilität des Trenngitters einzuschränken.
    Wir Hellabrunner sind über den so unsinnigen Tod von „Anni“ um so mehr betroffen, als sie doch mit ihren aktiven Kletterkünsten schon als Einjährige bewiesen hat, wie wichtig für die Entwicklung der Jungtiere die dreidimensionale Nutzung des Raumes ist. Diese ist ohne die funktionelle Netzstruktur aber nicht möglich.
    Seit 1969 wurden in Hellabrunn 39 Orang Utans geboren und wir sind trotz dieses traurigen Todesfalles sicher, dass wir diese so lebendige Tradition fortsetzen werden.
    (11.02.2008)
    Tierpark München Hellabrunn:   Hellabrunn hat ein neues Eisbärmädchen!

    Im Rahmen einer Zuchtgemeinschaft mit dem Zoo Pistoia können wir uns über eine Eisbärin freuen. Das Mädchen ist im November 2006 geboren. Wenn sie sich an ihr neues Zuhause gewöhnt hat, wird sie erst Freundschaft mit „Lisa“ schließen und dann erste Kontakte mit „Yoghi“ knüpfen.
    (29.01.2008)
    IP66:   Ist es normal, daß junge Wisente im Winter geboren werden?
    (14.11.2007)
    Tierpark München Hellabrunn:   Auch wenn das Frühjahr allgemein als die hohe Zeit der Geburten gilt, können sich unsere Besucher in der kalten Jahreszeit am Herumtollen unserer Jungtiere erfreuen.
    So gab es bei den Wisenten kurz hintereinander gleich zwei Geburten. Am 08.10.07 brachte Kuh „Henola“ das männliche Kalb „Herbert“ auf die Welt und am 27.10.07 die Kuh „Hedonia“ das männliche Kalb „Helmut“.
    Direkt in der Nachbarschaft vergrößerte sich unsere schöne Przewalski-Herde am 04.11.07 um ein weibliches Jungtier. Diese Geburten sind besonders schön, da sowohl Wisente als auch Przewalski-Urwildpferde kurz vor dem Aussterben standen und durch Erhaltungszucht davor bewahrt worden sind.
    Erst im Juli 2007 hat Hellabrunn zusammen mit dem Nürnberger Tierpark sechs Przewalski-Urwildpferde wieder nach Kasachstan gebracht.
    (14.11.2007)
    Tierpark München Hellabrunn:   Nachwuchs bei Familie Jaguar!
    Am 2. September brachte unser Jaguarweibchen „Sally“ (geb. 1993) nach einer Tragezeit von ca. 100 Tagen ein Jungtier auf die Welt. Nachdem der kleine Jaguar die ersten sechs Wochen seine Wurfkiste nicht verlassen hat,ist er nun immer öfter zusammen mit seiner
    Mutter im Gehege zu sehen.
    Jaguar „Linus“ (geb. 1992) ist im Gehege nebenan, um Mutter und Kind nicht zu stören.
    In Südamerika wird der Jaguar von der spanisch sprechenden Bevölkerung „il tigre“ genannt, was seine ähnliche ökologische Rolle zum Tiger in Asien zum Ausdruck bringt.
    Der Jaguar hat für seine Größe eine außerordentliche Kraftentfaltung. Sein breiter Schädel mit dem gewaltigen Kiefer kann z. B. den Schädel eines Wasserschweins wie eine Nuss
    knacken. In seinem gesamten Verbreitungsgebiet ist der Jaguar aufs äußerste bedroht.
    Zusammen mit Pro Fauna/Venezuela führen wir ein Schutzprojekt für den Jaguar durch. Die Tiere werden auf Farmen, wo sie von Farmern abgeschossen werden, weil sie ihre Rinder fressen, in wildreiche Gebiete umgesiedelt. Ein vom BR Projekt begleitend gedrehter Film
    „Die Jaguar Jäger“ ist in unserem Filmsaal des Tier-, Natur- und Artenschutzzentrums zu sehen.
    (23.10.2007)
    Sacha:   Die Jahresberichte habe ich von 1988 bis 2004 lückenlos. In einem dieser JB fehlt allerdings der Tierbestand (weiss jetzt nicht mehr genau welcher). Bei den Tierparkfreunden fehlt mir das eine oder andere Exemplar. Wie gesagt, es muss in einer Ausgabe der 90er gewesen sein (Ich schau noch mal nach), wo ich den Hinweis auf die Langzüngler gelesen habe.
    (22.10.2007)
    Michael Mettler:   @Sacha: Hast du denn lückenlos Jahresberichte und "Tierparkfreunde" der fraglichen Zeit, oder kann ich dir eventuell durch Nachschlagen in einem dir fehlenden Jahrgang/Heft helfen - wenn ja, in welchem?
    (19.10.2007)
    IP66:   Tut mir leid, über den Spitzmauslangzüngler weiß ich leider auch nichts, was auch wieder meine mangelnde Bildung in Sachen Kleinsäuger unterstreicht.
    Ich werde jetzt aber einen neuen Thread über ertrinkende Menschenaffen eröffnen.
    (19.10.2007)
    Michael Mettler:   @Sacha: Sorry, aber auf deine Frage weiß auch ich keine Antwort, deswegen komme ich wieder zu den Menschenaffen...

    @IP66: Plantschunterricht wäre gar nicht so schlecht - wobei die Gewöhnung ans Wasser voraussetzen würde, dass den Menschenaffen ein Ausstieg zur falschen Seite unmöglich ist. Dittrich beschrieb schon vor über 40 Jahren in seinem Buch "Auf Safari in Europa" die Freianlagen in Chester (Wiese mit Sumpfzone und Wasergraben), die anscheinend damals in dieser Form - also ohne Betongraben a la Antwerpen - noch einzigartig waren. Der Wassergraben muss sehr flach gewesen sein, denn Dittrich schildert, dass einmal in junger Schimpanse in den Graben geriet und seine Mutter hinterher sprang, um ihn zu retten; beide Tiere erreichten problemlos das Ufer - nur leider das falsche, nämlich die Besucherseite. Danach wurde ein Elektrodraht gespannt (aber m.W. nicht am Ufer, sondern oberhalb des Wasserspiegels über dem Graben). Als rein psychologische Grenze taugt Wasser also nicht.

    Wenn andererseits der Grabenboden so profiliert ist, dass er wie ein Badestrand allmählich abfällt und erst kurz vor der Besucherseite zu tief für die Affen wird, dürfte das manchen Unfall verhindern - nur muss der Graben dann zwangsläufig sehr viel breiter sein, also eher wie bei Tigern oder Bären aussehen.

    In Dokus aus den Heimatländern von Menschenaffen ist hie und da zu sehen, dass sie durchaus freiwillig so weit ins Wasser gehen, bis nur noch Kopf und Schultern herausschauen; z.B. die Flachlandgorillas in Zentralafrika, die in den Gewässern der dortigen Baien mineralreiche Wasserpflanzen fressen und dabei längere Zeit bis zum Hals im Wasser sitzen. Von Orangs und Schimpansen habe ich auch schon ähnliche "Badeszenen" gesehen, sogar ohne Nahrungsanreiz. Ein Menschenaffe, der auf diese Weise an Wasser gewöhnt ist, wird wahrscheinlich mit einem Wassergraben ganz anders umgehen als einer, für den die Fläche "unbekanntes Land" und damit eine viel größere Gefahrenquelle darstellt.
    (19.10.2007)
    Klaus Schüling:   Ich war schon einige Jahre nicht mehr in Apeldorn, aber ich meine mich erinnern zu können, dass man bei der Anlage der Gorilla-Inseln bewußt auf eine feuchtnasse Übergangszone Wert gelegt hat - quasi als Warn- und Bremszone für die Affen.
    Das setzt voraus, dass man den Wasserstand ordentlich reguliert, aber damit kennen sich die Hölländer aus.
    Natürlich kostet ein Sumpfsaum Platz, sieht aber sehr natürlich aus ...

    (19.10.2007)
    Sacha:   Ich will die interessante Diskussion um den Sinn von Wassergräben bei Menschenaffen in diesem Thread ja nicht beenden, befürchte nun aber, dass meine am 17. 10. gestellte Frage mit Zoo-München-Bezug untergegangen ist.

    Also liebe Leut, weiss jemand mehr über Münchens Spitzmaus-Langzüngler?
    (19.10.2007)
    IP66:   Die von Saki als Bild eingestellte Anlage erinnert sehr an Antwerpen, auch wenn alles, was dort seinerzeit elegant verschwungen und sorgsam dekoriert war, hier rechteckig und einfach daherkommt, so daß, wer böse sein will, das Gehege als Kleingärtnerversion beschimpfen mag. Vielleicht suchen die Affen in solch einer kleinen Anlage aber stärker den Kontakt zum Grabenrand, weil sie einfach weniger Platz und weniger Elemente zum untersuchen finden, und vielleicht leben sie gerade deshalb dort nicht so gefährlich wie in einer Großanlage, in der sie dann aufgrund des Stromdrahts von der Grabenkante auch noch getrennt sind. Es heißt ja, daß Menschenaffen vieles lernen können, und vielleicht gilt das nicht nur für Gitterecken, an denen man sich die Finger klemmt oder besonders schmackhafte Gräser, die irgendwo wachsen, sondern auch für Gräben, in die man besser nicht hineinspringen sollte.
    (19.10.2007)
    Michael Mettler:   Und dann wären da - für Menschenaffen insgesamt - z.B. noch Leipzig, Berlin, Hannover, Nürnberg, Münster, Straubing (bin mir nicht ganz sicher, habe aber einen Wassergraben im Hinterkopf), Planckendael, Rotterdam, Arnheim und selbst DER Primatenpark schlechthin, nämlich Apeldoorn... Und bestimmt noch einige mehr.
    (18.10.2007)
    Saki:   Wassergräben meinte ich natürlich.
    (18.10.2007)
    Saki:   In Dvur Kralove zB wird das so praktiziert. Anbei Foto von Schimpansen Anlage dort. Das Seil ragt zwar nicht ganz ins Wasser, kann aber vor ausrutschen bzw. reinfallen schützen. Aber wenn Menschenaffen sowieso keine Rettungsversuche unternehmen, denke ich sollten Waaergräben vermieden werden.
    (18.10.2007)
    IP66:   Das würde ja heißen, daß man den Affen die Begegnung mit dem Wasser in einer Art Plansch- oder Schwimmunterricht näherbringen sollte, wenn man über dergleichen Anlagen verfügt. Anscheinend ist es wieder beliebt, wie weiland in Antwerpen dergleichen Anlagen zu bauen, nicht nur München, sondern auch Gelsenkirchen hält seine Schimpasen auf diese Weise, und ist in Frankfurt nicht ähnliches im Bau?
    (18.10.2007)
    Michael Mettler:   Und da komme ich wieder auf eine Frage zurück, die ich schon früher mal gestellt habe: Hat es irgendwo auf der Welt schon mal einen Fall gegeben, wo ein ins Wasser gefallener Menschenaffe sich durch Taue u.ä. Einrichtungen a, Grabenrand retten konnte, oder ist diese Möglichkeit bisher rein theoretischer Natur und mehr dem Prinzip Hoffnung (und reinerem Gewissen) geschuldet? So weit ich mich erinnere, hieß es bei allen Vorfällen, bei denen Zeugen zugegen waren, dass die Affen nicht mal einen Versuch machten, sich über Wasser zu halten, sondern einfach untergingen (Schock?). Was ja, nebenbei bemerkt, bei (menschlichen) Kleinkindern genauso sein soll.
    (18.10.2007)
    Saki:   Wozu dieser Elektrodraht gut sein soll verstehe ich nicht, denn dass Schimpansen dort drüber kommen hat uns Franzl bewiesen. Dieser Elektrodraht hintert nur ertrinkende wieder zurück auf's rettende Ufer zu gelangen. Wenn schon Wassergraben dann ohne diesen Elektrodraht aber mit Seilen im Beckenboden verankert, welche im Notfall benutzt werden könnten.
    (18.10.2007)
    Michael Mettler:   Zumindest in dem im Bild zu sehenden Bereich dürfte es einem Schimpansen schwerfallen, nach einem Sprung über den Elektrodraht auch den Weg zurück zu schaffen - selbst falls er noch zu einem solchen Versuch in der Lage wäre.
    (17.10.2007)
    Saki:   Für diejenigen welche die Anlage nicht im Kopf haben hier ein Bild von der Münchner Schimpansen Außenanlage.
    (17.10.2007)
    Sacha:   Bin beim Durchsehen meiner Hellabrunn-Sammlung über einen "Tierparkfreund" (ca. 90er) gestolpert, in dem als Neuzuzüger Spitzmaus-Langzüngler (Fledermaus) erwähnt werden. In meinen Jahresberichten konnte ich aber keinen entsprechenden Eintrag im Tierverzeichnis finden. Von wann bis wann lebten diese Tiere in München (Dschungelzelt)? Und warum wurde die Haltung beendet?
    (17.10.2007)
    Michael Mettler:   Ich habe zwar die Münchener Konstruktion nicht in Erinnerung (ähnlich wie in Leipzig?), aber ist die doppelte Absicherung Elektrozaun/Wassergraben nicht sogar ein doppelter Risikofaktor? Mir kam gerade ein Gedanke: Selbst wenn ein Affe es nach einem solchen Sprung schaffen sollte, sich über Wasser bzw. am Ufer zu halten, würde ihn doch der E-Zaun auch daran hindern, seine missliche Situation zu verlassen...?

    Auf diesen Gedanken kam ich, weil mir vor einiger Zeit mal jemand erzählt hat, dass auch der so genannte "unsichtbare Zaun" für Hunde zum Bumerang werden kann. Bei diesem Prinzip wird - wenn ich die Technik richtig verstehe - eine Leitung im Boden versenkt (z.B. quer unter einer Zufahrt zum Haus), und der Hund trägt eine Art Empfänger am Halsband. Nähert er sich dem "unsichtbaren Zaun", wird ein Kontakt ausgelöst und der Hund bekommt "einen gewischt" - was verhindern soll, dass er das Grundstück verlässt. Gerät nun aber ein Hund in einem Erregungszustand (ob Freude oder Aggression) versehentlich über die magische Linie, weil er in diesem Fall den "Schlag" kaum spürt bzw. in Kauf nimmt, ist ihm prompt die Heimkehr in sein erlaubtes Gelände verwehrt, denn auch bei diesem Versuch wird er per Stromschlag bestraft...
    (16.10.2007)
    Ralf Sommerlad:   Mit oder ohe Elektrozaun: Kein Wassergraben für Menschenaffen! Wie gefährlich Wassergräben sind, wissen wir doch schon seit Jahrzehnten, und das Menschenaffen lernen, Elektrozäune zu überwinden, sollte nicht verwundern.
    (16.10.2007)
    IP66:   Das ist ein Beleg dafür, daß sich Schimpansen nicht hinter Elektrozäunen halten lassen und daß Anlagen mit Trockengraben wie in Krefeld nicht so unfallträchtig sind wie die sehr dekorativen Wassergräben in München.
    (16.10.2007)
    Tierpark München Hellabrunn:   Hellabrunn trauert um den Schimpansen „Franzl“

    Bei einem tragischen Unfall ist „Franzl“, der Chef der Schimpansengruppe im Tierpark Hellabrunn, ums Leben gekommen. Der am 30.04.1985 geborene Schimpansenmann ist im Wassergraben, der die Außenanlage von dem Besucherbereich trennt, ertrunken. Rätselhaft ist es, was ihn dazu gebracht hat, über die Elektrozaunabsperrung ins Wasser zu springen. Möglicherweise fühlte er sich durch einen Besucher provoziert und wollte seine Familie verteidigen. Seit der Inbetriebnahme des Urwaldhauses vor sechs Jahren, ist ein derartiges Verhalten bei den Schimpansen niemals beobachtet worden.
    „Franzl“ war eine herausragende Tierpersönlichkeit und der Liebling vieler Besucher. Als Handaufzucht hatte er eine besondere Beziehung nicht nur zu seinen Gruppenmitgliedern, sondern auch zu den Personen, die ihn betreuten. Er suchte an der Scheibe immer gerne Kontakt zu seiner menschlichen Fangemeinde und forderte Kommunikation ein.
    Der tragische Unfall hat im Tierpark Hellabrunn Trauer und Entsetzen ausgelöst. Da von den Tierparkmitarbeitern niemand den Vorgang beobachtet hat, sind wir für Hinweise von Augenzeugen des Vorfalls dankbar (bitte melden unter Tel. 089/62508-11 oder office@tierpark-hellabrunn.de).
    (16.10.2007)
    Affenfan:   Es gibt nur noch ein adultes Pavianmännchen in München ? Oh nein. Was ist mit den anderen geschehen?
    (01.05.2007)
    Chris:   War gestern in Hellabrunn und sah bei den Mantelpavianen nur ein ausgewachsenes Männchen(?), aber einige Halbstarke.
    (30.04.2007)
    Slothlemur:   @ Sven P. Peter
    Das Schild kenne ich jetzt zwar nicht aber es wurde schon öfters bei Führungen angesprochen. Ich hatte sogar mal das Glück einen von mir stehen zu haben. Also außerhalb vom Gehege.
    (15.04.2007)
    Sven P. Peter:   Nach meiner Erinnerung steht am Gehege sogar ein Schild, das die Muntjaks nachts frei im Park herumlaufen, da sie den Graben einfach durchschwimmen.
    (14.04.2007)
    Shensi-Takin:   Na, der Wasserfall(bzw. Wasserfällchen) dient wohl eher dekorativen Zwecken. Die Muntjaks überlegen es sich aber immer recht lange, ob sie zur Halbinsel rüberschwimmen sollen;). Der Elektrozaun bietet ihnen ggf. zusätzlich ein wenig Schutz, sollte Herr Takin mal ungehalten werden.

    (13.04.2007)
    Slothlemur:   Wan genau war den das mit der Fehlgeburt??Die Muntjaks haben zudem eine kleine Insel als Rückzugsmöglichkeit, falls es doch mal zu Konflikten kommen sollte.Zudem wurde ein kleiner künstlicher Bachlauf im Takin Gehege installiert.
    (13.04.2007)
    Shensi-Takin:   @MM: Danke für die Info bzgl. Rotterdam. Ohne überheblich klingen zu wollen: die genannte Konstellation hätte ich persönlich nicht ausprobiert; dazu sind sich Takin & Goral hinsichtlich Raumnutzung zu ähnlich-und Rhesusaffen zu laut und zänkisch. Dass da den sonst eher ruhigen Takinen(wahrscheinlich v.a. der/die Bulle(n)) irgendwann mal der Kragen geplatzt ist, wäre zu erwarten gewesen. Die Münchner Kombi Takin & Muntjak sieht hingegen bislang ganz gut aus-u.a. vermutlich wegen des beiderseits eher ruhigem Naturells und des deutlicheren Größenunterschieds.

    (13.04.2007)
    Michael Mettler:   Rotterdam hatte seine Takine mit Roten Goralen und Rhesusaffen vergesellschaftet. Das mit den Goralen soll nicht funktioniert haben und dementsprechend von kurzer Dauer gewesen sein. Die Rhesus sah ich selbst noch auf der Anlage, hörte aber auch, dass es selbst zwischen den beiden verbliebenen Arten mehr Stress gegeben haben soll als es dem Zoo lieb war. Vielleicht sind da versteckter lebende Gehegepartner a la Muntjak, Moschustier & Co. wirklich eine passendere Wahl.
    (13.04.2007)
    IP66:   Im wuppertaler Gehege liegen einige Äste herum - ich habe allerdings nur gesehen, wie sich die Tiere mit den Vorderbeinen darauf stellten oder versuchten, sie aus der Verankerung zu lösen, selbst das Jungtier ist nie mit allen vier Beinen auf irgend etwas geklettert. Ich könne mir allerdings vorstellen, daß man bei der Möblierung kleinerer Anlagen auch deshalb vorsichtig ist, weil es sich von einem erhöhten Standpunkt aus besser über einen Zaun klettern läßt - jedenfalls ist die frankfurter Takinanlage ja dergestalt massiv mit Stromdrähten gesichert, daß man sich wundert, daß man die Vorbewohner des Geheges ohne diese Maßnahmen nicht ständig auf den Besucherwegen angetroffen hat.
    (13.04.2007)
    Shensi-Takin:   @MM: Na, aber was bedarf es, um überhaupt auf den Ast zu klettern bzw. dort länger & sicher zu verweilen? Richtig-der passenden Anatomie; und da hat bei derart glattpolierten "Riesenstäbchen" wie in Hellabrunn der Aff' den Vorteil.
    Was beim Takin aber bedacht werden sollte: da ist deutlich mehr Gewicht & Statur dahinter als bei Schneeziege, Serau, Gämse u.a.; dementsprechend kann ich mir vorstellen, dass eine derart üppig "nach oben" konstruierte Gehegestrukturierung für Takins weitaus stabiler & großräumiger als für die anderen Arten sein müsste. Und da sich die Takins in freier Wildbahn auch des öfteren in Täler begeben und im Zoo auch mit einer ebenen Fläche durchaus zufrieden sind, kann ich mir ebenso erklären, warum die meisten Takin-Gehege eher "Flachlandcharakter" haben.
    Überhaupt: was die Gestaltung von Takin-Gehegen angeht, habe ich bislang wenig Phantasievolles entdecken können. Allein bei der Vergesellschaftung mit anderen Tieren-da hat München mit o.G. durchaus mal was interessantes probiert. Ggf. ließen sich da noch andere Kombis überlegen-etwa mit Schopfhirschen, Kranichen, Makaken, Gibbons, Moschustieren, Kleinen Pandas(natürlich nicht alles auf einmal) oder-Traum aller Träume-ein "Mixed-Species" Gehege mit Goldenen Takins & Goldstumpfnasen; für letztere könnte dann idT eine "obere" Gehegeebene geschaffen werden-z.B. mit "Riesen-Mikado"-Stäben.;)
    Aber ich schweife ab...zzT
    (13.04.2007)
    Michael Mettler:   @Shensi-Takin: Es ging doch um die Tragfähigkeit von Kletterästen und das Gewicht (nicht die Anatomie) ihrer Benutzer?
    (13.04.2007)
    Shensi-Takin:   @MM: Takins & Gorillas? Warum nicht dementsprechend ebenso Gibbons und Markhore, Thare mit Krallenäffchen oder Schneeziegen und Eichhörnchen miteinander vergleichen? Mit Verlaub: es besteht-allein schon anatomisch gesehen-ein deutlicher Unterschied zw. einem Huftier und einem Primaten resp. arborealen Nager-allein schon der Supination/Pronation der Gliedmaße wegen; so gut auch Takin, Schneeziege & Co. klettern können-hinsichtlich der Gehegegestaltung herrschen da etwas andere Gegebenheiten & Ansprüche vor als bei o.g. Arten. Eine Gebirgswiederkäuern angepasste, sozusagen "3D" Nutzung der Gehegefläche durch Ausbau weiterer Gehegeebenen in die Höhe wäre indes gerade bei kleineren Flächen überdenkenswert. Hierbei müsste aber auch der damit veränderten Sprungmöglichkeiten samt Ausbruch-/Verletzungsgefahr bedacht werden.
    (12.04.2007)
    Michael Mettler:   Viel Ausstattung gibt es da meiner Erinnerung nach nicht, zumal die geringe Fläche kaum etwas in dieser Richtung erlaubt.....
    (12.04.2007)
    Carsten:   Die Wuppertaler Takine leben zumindest in Hanglage, an die Ausstattung der Anlage kann ich mich im Moment nicht mehr so recht erinnern...
    (12.04.2007)
    Michael Mettler:   Ob nun drei Gorillas nebeneinander auf einem Ast (oder einem Klettergerüst) sitzen oder ein Takin drauf steht, macht wenig Unterschied. Und trotzdem bekommen Gorillas Klettermöglichkeiten (oder sollten es zumindest).... Ein "Riesen-Mikado" wie im Münchener Urwaldhaus könnte ich mir z.B. auch auf einer Takin-Anlage vorstellen und wäre nicht überrascht, wenn die Tiere - auch und vor allem die Kälber - es nutzen würden.

    Schon interessant, dass Takine in unseren Zoos überwiegend "flach" gehalten werden. Haben die Rotterdamer Tiere eigentlich die alte Kunstfelsanlage in der Höhe genutzt? Ich sah sie vor Jahren leider an einem heißen Tag, und da lagen sie japsend im Schatten und vermieden jede unnötige Bewegung.
    (12.04.2007)
    Shensi-Takin:   @MM: Takins sind zwar durchaus flexibel, was das Klettern angeht-aber sind das unseren heimischen Äste auch? Bei bis zu 350 kg Tiermasse(nicht eingerechnet, dass da mehrere Tiere auf einen Ast stehen) würde ich das Risiko zugunsten der Takine(und Äste;) nicht unbedingt eingehen. Man bedenke auch der Besucher: wie die erschrecken würden, wenn da plötzlich ein 350 kg Tier vom Baum plumpst! Das wollen wir den armen Leutchen(und Bäumen) doch lieber nicht zumuten, oder? ;)
    (12.04.2007)
    Michael Mettler:   @Shensi-Takin: Das mit den Kletterästen für Takine wäre zumindest einen Versuch wert. Ich denke da an Dittrichs Schilderung, dass der in den 60ern kurzzeitig in Hannover gehaltene Takin gern oben auf der Trennwand zweier Stallboxen stand.... Das bärenartige Aussehen scheint über die Gewandtheit hinweg zu täuschen, ähnlich wie bei Schneeziegen.
    (12.04.2007)
    Shensi-Takin:   Auch wenn manchmal ein anderer Eindruck entstehen mag-Auswilderungen v.a. größerer Säuger sind eher die Ausnahme denn die Regel. Bei den Takins z.B. ist eher die Bewahrung der schrumpfenden Habitate von Bedeutung.
    Was auffällt: womöglich dank den Berliner Zuchterfolgen ist der Mishmi-Takin in Europa keine Rarität mehr; die anderen Unterarten sind hingegen weitaus seltener vertreten, wobei mW die Sichuan Unterart in den USA und CDN häufiger gehalten wird; die Bhutan Unterart habe ich bislang noch nicht in einem Zoo gesehen. Da die Tiere nicht gerade kleinwüchsig, besonders "publikumswirksam" und v.a. die Bullen im Umgang nicht eben ungefährlich(wie ich aus eigener Erfahrung weiß) sind, verwundert es nicht, dass die Kapazitäten für diese wie auch die anderen Unterarten in den Zoos irgendwann erschöpft ist. Dennoch erscheint es mir sinnvoller, "überschüssige" Exemplare zu euthanasieren (und ggf. zu verwerten) als sie in schlechte Haltungen unterzubringen.
    Was die "Klettermöglichkeiten" angeht-zum Klettern auf Bäumen & Ästen dürften Takins eher etwas zu stämmig gebaut sein...;) Im Ernst: Strukturierungen des Geheges mit Felsen, Baumstämmen etc. kommen Takins-wie auch anderen Tieren- durchaus zugute.

    (12.04.2007)
    Stefan:   Zu den hier gemeldeten Tötungen der überzähligen Takin-Nachzuchtbullen: Es ist noch gar nicht einmal so lange her, dass deutsche Zoos freudig jede erfolgreiche Nachzucht dieser Tierart vermeldeten. Die Anfänge der tiergärtnerischen Takin-Nachzuchtwelle machte der TP Berlin, dem sich schließlich immer mehr Haltungen angeschlossen haben. Interessant zu sehen, dass die Kapazitätsgrenzen für diese Art in so kurzer Zeit bereits erreicht zu sein scheinen. Gibt es keine Alternative wie Auswilderungen in Schutzgebieten?
    (12.04.2007)
    Jonas M.:   Danke für die Information. Wann war die Fehlgeburt??? Ich meinte mal gelesen zu haben, dass die Tiere auch kletter möglichkeiten brauchen. Das mit dem Tierpark wusste ich gar nicht.
    (12.04.2007)
    ?:   Eine Geburt bei den Takinen gab es bereits,es war aber eine Totgeburt. So schlimm finde ich die Anlage nicht, keinesfalls ist sie schlechter als beispielsweise die neuen Takin-Anlagen im Tierpark Berlin. In drei deutschen Zoos mußten bereits überzählige Nachzuchtbullen geschlachtet werden, weil sich keine Abnehmer für sie gefunden haben.
    (12.04.2007)
    Shensi-Takin:   Soweit ich weiß: 1,2
    Der mangelnde "Kindersegen"-v.a. im Vergleich zum benachbarten Augsburg, wo fast ständig gekalbt wird-ist idT erwähnenswert, dürfte aber mit dem Alter der Münchner Tiere bzw. der Gruppenkonstellation zusammenhängen; die Kombi mit den Chin. Muntjaks & Schwanengänsen finde ich allerdings durchaus gelungen.
    (12.04.2007)
    Jonas M.:   Weiß jemand von euch welches Geschlecht die drei Takine haben?? Ich habe leider noch nie mit bekommen, dass sie gezüchtet haben. Zudem ist die Anlage auch nicht wirklich Takin freundlich finde ich.
    (12.04.2007)
    Michael Mettler:   Merkwürdig ist es doch eigentlich nur, wenn ein Pfleger über seine "eigenen", aktuell vorhandenen Tiere nicht Bescheid weiß - soll es ja auch geben. Ein guter Tierpfleger = Praktiker kann er trotzdem sein, und das ist noch immer die Hauptsache!
    (06.04.2007)
    Shensi-Takin:   Da muss ich Herrn Mettler recht geben; ich kam zufällig an dem betreffenden Pfleger in Hellabrunn vorbei, der gerade eine Gruppe Journalisten ob der neu eingetroffenen Eselspinguine unterwies. Als die Rede dann auf die Haltung von Königs-und Kaiserpinguinen fiel, dachte ich mir-probierst Du einfach mal Dein Glück, womöglich hat da das eine oder andere wissensdurstige Mitglied dieses Forum was davon; vielleicht weiß der betreffende Tierpfleger zufällig Bescheid. Wusste er zwar nicht, aber war dennoch ein netter Kerl, der das eine oder andere Interessante erzählen konnte.
    (06.04.2007)
    Michael Mettler:   Obwohl ich auch schon entsprechende Erfahrungen mit Pflegern gemacht habe wie ?, muss ich doch fairerweise sagen: Das gibts doch wahrscheinlich in jedem größeren Betrieb irgendeiner Branche. Wer in einem Kaufhaus, einer Behörde oder einer Klinik arbeitet, bekommt ja auch nicht zwangsläufig alles mit, was in einer anderen Abteilung/Station passiert - ganz abgesehen davon, ob es ihn/sie überhaupt interessieren würde. Und man frage mal in einem Kaufhaus, ob sie einen bestimmten Artikel vor dem 2. Weltkrieg im Sortiment hatten... :-)
    (06.04.2007)
    Sebastian Dahl:   Hier zwei Artikel, die mit Eisbären zu tun haben und Bilder aus dem Scandinavisk Dyrepark enthalten:
    http://www.zoo-koeln.de/fileadmin/images/aktuelles/Kolter_S_155_1761.pdf
    http://www.zoo-koeln.de/fileadmin/images/aktuelles/Schiedges_S_179_196.pdf
    (05.04.2007)
    ?:   @Niedersachse. Der Park hat einen unaussprechlichen Namen, irgendwie mit Skaninavie Dierenpark oder so ähnlich. Habe ich auch noch nie zuvor etwas davon gehört, dem Namen nach zu urteilen, hat er wohl überwiegend nordische Tierarten.
    @Shensi-Takin. Leider ist das die Erfahrung, die ich schon überraschend oft gemacht habe,und manchmal habe ich das Gefühl,das es Tierpfleger gibt, die sich gar nicht dafür interessieren,was sich außerhalb ihres Reviers im eigenen Zoo so tut.Wie oft hieß es,wenn ich jemanden etwas fragte."Tut Mir Leid, nicht mein Revier."
    (05.04.2007)
    IP66:   Mir wäre eine zweite Teilungsmöglichkeit der nürnberger Anlage ganz recht gewesen - wobei ich dran erinnere, daß die Karlsruher trotz neuer Anlage an ihre Zuchterfolge auf der alten Anlage -einer der von "?" kritisierten - bislang nicht anknüpfen konnten.
    (05.04.2007)
    cajun:   Ich finde die Eisbärenanlage in Nürnberg- von außen betrachtet- eigentlich sehr gelungen!
    (05.04.2007)
    Shensi-Takin:   @?: Bzgl(Zitat): "Einen Tierpfleger nach Tieren zu fragen, die vor dem 2. Weltkrieg in seinem Zoo gehalten wurden,dürfte in den seltesten Fällen Erfolg haben, viele wissen nicht einmal, was AKTUELL in ihrem Zoo passiert." Na, besten Dank für derlei weise Worte...Doch Ausnahmen bestetigen mitunter recht löchrige Regel-und dementsprechend versuchte ich einfach mein Glück.
    (05.04.2007)
    Niedersachse:   @?: Welcher Zoo in Dänemark ist das denn??
    (04.04.2007)
    ?:   Einen Tierpfleger nach Tieren zu fragen, die vor dem 2. Weltkrieg in seinem Zoo gehalten wurden,dürfte in den seltesten Fällen Erfolg haben, viele wissen nicht einmal, was AKTUELL in ihrem Zoo passiert ( Echt ? Wir haben Nebelparder ? )
    Habe heute tolle Bilder von einer 2006 eröffneten Eisbären-Anlage in einem dänischen Tierpark gesehen, 2,5 HA !!!! Naturboden und ein Badebecken, so groß wie 3 deutsche Elefantenhäuser zusammen....Ich glaube, ich schaue mir in keinem deutschen Zoo mehr Eisbären an.Schade,das solche Anlagen nur in ausländischen Zoos möglich sind.Hierzulande müßen die Tiere ja in blödsinnigen, terrassierten "Beton-Eisberg-Anlage, inklusive Absturzgefahr, hinvegitieren. Und soetwas nennt sich dann ein"Fortschritt"in der Eisbären-Haltung,Ha,Ha. Für die Besucher-Optik vielleicht, für die Bären NICHT. Dazu man nach Dänemark fahren.
    (04.04.2007)
    Shensi-Takin:   München-News: 10 Eselspinguine aus dem Loro Parque mit den Königspinguinen vergesellschaftet; des weiteren ostafrikanische Höhlengrillen & Peruanische Gespenstschrecken im Schildkrötenhaus; die dortige Bulldoggenameisenkolonie scheint sich aufzulösen...

    Zu der Frage bzgl. der Kaiserpinguine aus Berlin zur Zeiten des WW2 wusste der Pfleger nichts zu sagen; "Kaiserpinguine in München? Nie und nimmer!"
    (04.04.2007)
    Michael Mettler:   Seien wir doch froh über den Knut-Trubel. Die letzten Nachrichten, die sich überregional mit Eisbären befassten, kamen schließlich aus Bremerhaven und waren alles Andere als positiv...
    (26.03.2007)
    Frank-Walter Büschner:   Ja, die Münchner sind nicht doof, wenn sie Glück haben, bekommen sie ja vielleicht doch noch etwas von der "Knut-Mania" ab, versuchen kann man es ja mal ;-)
    (26.03.2007)
    Sven P. Peter:   Dann hätten aber auch Mutter und Sohn gezüchtet, oder von wem war damals "Lars"?
    (26.03.2007)
    Slothlemur:   Hallo habe heute in der Münchner Tageszeitung einen Artikel gelesen, das endlich wieder ein Männlicher Eisbär in den Zoo kommt. Nachdem ja jahrelang Mutter und Sohn gehalten wurde und in diesem oder letzten Jahr leider der Sohn gestorben ist.
    (26.03.2007)
    Shensi-Takin:   @Ronald Masell: Mit Verlaub, die Angabe der Bücher via Amazon erfolgte allein der Einfachheit halber; so konnte "Okapi" die benötigten Daten(Autor, Verlag, ISDN-Nummer etc.) besser erfassen. Wo wer welche Bücher kauft, sollte jedem selbst überlassen werden.
    @Okapi: Den Fowler muss man nicht zwangsläufig kaufen; in der Veterinärmedizinischen Bibliothek von München z.B. stehen einige Exemplare zur Ansicht & Kopierzwecken bereit. Die veterinärmedizinische Abteilung von Nürnberg z.B. hat ihn sicher auch im Schrank stehen...;)
    (14.03.2007)
    Ronald Masell:   He Leute, warum fragt Ihr nicht beim Doc nach?
    Zufälligerweise verkauft er auch Bücher!
    Das Forum macht er nebenbei und nicht hauptberuflich.
    amazon ist schon dick genug im Geschäft.
    (14.03.2007)
    Okapi:   Vielen Dank Shensi-Takin. Das Fowler Buch kann ich mir beim besten Willen nicht leisten.
    Das andere werde ich mir bestellen. Danke!
    Dann wird das bestimmt der Zoo gewesen sein!
    1863-1866. Dachte den hätte es länger gegeben!
    (14.03.2007)
    Shensi-Takin:   @Okapi: Was Fowler angeht: das ist sozusagen ein Zootiermedizin-"Guru";) und als Herausgeber ebensolcher Fachbücher/-beiträge bekannt. S.a.:
    http://www.amazon.de/Wild-Animal-Medicine-Murray-Fowler/dp/0721694993/ref=sr_1_8/303-6531345-4279436?ie=UTF8&s=books-intl-de&qid=1173885014&sr=8-8

    Was die Münchner Zoos angeht, so gibt es dafür das Buch "Nilpferde an der Isar": da steht alles drin-auch über den 2. Münchner Zoo.
    http://www.amazon.de/Nilpferde-Isar-Michael-Kamp/dp/3934036198/ref=sr_1_1/303-6531345-4279436?ie=UTF8&s=books&qid=1173885187&sr=8-1
    (14.03.2007)
    Okapi:   Danke Shensi-Takin.
    Aber gab es da nicht einen bis ca. 1900?
    Und länger als 3 jahre?

    @Shensi-Takin: Off Topic *entschuldigung* Sie haben im Thread Zulassungsarbeit über die Pinselohrschweine und dessen Krankheiten was geschrieben und siehe Fowler darunter gesetzt. Könnte ich bitte eine genauere Quelle bekommen? Ich finde unter dem Namen Fowler nichts wertvolles.
    (14.03.2007)
    Shensi-Takin:   Nun, der Zoo von Benedict von 1863-66 lag ganz in der Nähe der Münchner Tiermedizinischen Fakultät im Englischen Garten; ein winziger Bruchteil davon, nämlich ein Überrest der "Eulenburg", ist noch vorhanden.
    (14.03.2007)
    Okapi:   Weiß jemand wo genau der alte Tierpark in München war?
    Ich habe irgendwo mal gelesen Bogenhausen. Stimmt das? Wo dort genau?
    Und von wann bis wann gab es ihn dort?
    Wer hat den betriben? Privat? Die Stadt?
    (14.03.2007)
    Michael Mettler:   Nun ja, statt der Giraffen hätten sich dann eben Nashörner im Warmhaus gedrängelt, das wäre mindestens genauso eng geworden.

    Welche Afrika-Anlage ist denn für die Giraffen angedacht, die Zebraseite oder die Mhorrgazellenseite?
    (12.02.2007)
    Langhals:   Sehr bedauerlich , denn dieses Konzept klingt phantastisch. Im Übrigen sollen iregndwann die Giraffen auf die Afrika-Anlage kommen, das Haus dazu soll auf aber nicht auf die Polariums-Seite kommen, sondern auf die andere Seite des Baches und soll etwas tiefer gelegt werden , da auf dieser Seite des Auer Mühlbaches die Gebäude eine gewisse Höhe nicht überschreiten dürfen. Es ist auch dringend notwendig , die Giraffenhaltung zu verbessern. Kaum zu glauben, das im Warmhaus teilweise bis zu 8 Giraffen gehalten wurden.
    (12.02.2007)
    Michael Mettler:   Ich erhielt gerade eine Kopie des Münchener Jahresberichtes für 1973, der einen Generalausbauplan enthielt - der Entwurf weicht teilweise erheblich von der späteren Verwirklichung ab.

    Z.B. hätte das Warmhaus tatsächlich ein reines Dickhäuterhaus werden sollen, denn auf diesem Masterplan steht auf der Giraffenfläche "Ind. Nashorn" und auf der Fläche der heutigen Elefantenbullenanlage "Afrik. Nashorn" - dazwischen steht das "Zwe." mit Sicherheit für Zwergflusspferd. Für das damalige Nahornhaus findet sich als Planung "Kaffernbüffel", die Giraffen hätten zusammen mit Zebras und Antilopen auf der jetzigen Mhorrgazellenanlage unterkommen sollen, zwischen den beiden großen Afrika-Anlagen wäre ein begehbares Giraffenhaus entstanden.

    Ebenfalls begehbar war ein Pinguinhaus im neuen Polarium geplant, und neben der Eisbäranlage sollte ein Vogelfelsen entstehen, neben den Robbenanlagen dafür die Gehege für Moschusochsen und Rentiere.

    Amerika wäre etwas vielfältiger geworden: Für die Bisonanlage waren als Zweitbesatz Gabelböcke geplant. Statt der Großvoliere hätte es Gehege für Weißwedelhirsche, Pumas, Jaguare (mit eigenem Raubtierhaus für diese beiden Arten, Mähnenwölfe und Tapire/Capybaras sowie ein begehbares Amerikahaus gegeben. Auf der Fläche der Wolfsanlage hätten "amerikaseitig" ein Wapitigehege und kleine Anlagen für Waldhunde, Otter und Waschbären entstehen sollen, "europaseitig" solche für Füchse, Dachse und Luchse. Gegenüber den "Auerochsen" waren Wildschweine eingeplant, für die Storchenwiese die "Tarpane", statt der Gemsen Mufflons und Rehe (die Rehanlage wäre fast dreimal so groß geworden wie das Wapitigehege...). Den Elchen wäre eine Wolfsanlage vorgelagert gewesen (also neben den Braunbären).

    In Asien wäre neben Nilgau & Co. ein begehbares Asienhaus gebaut worden, an das zur anderen Seite ein Gehege für Onager/Kropfgazellen anschließen sollte, daneben dann noch eins für Davidshirsche. Die jetzigen Kiang- und Yak-Anlagen waren für Barasinghas und Sambars gedacht. Statt der heutigen Villa Dracula hätte es eine Greifvogelvoliere geben sollen, und außen herum wären wie heute Gebirgswiederkäuer, allerdings geografisch den angrenzenden Parkteilen zugeordnet: Alpensteinböcke und Gemsen für Europa, Sibirische Steinböcke, Markhore, Argalis und Tahre für Asien.

    Bleibt also festzustellen, dass neben einigen verwirklichten Plänen (z.B. Przewalskipferde, Elche, neues Polarium, neues Affenhaus, Australienbereich, Geparden- und benachbarte Antilopenanlage) sehr viele Ideen nicht über das Planungsstadium hinaus kamen.
    (12.02.2007)
    ?:   Die Karlsruher Eisbären-Anlage ist eben nicht perfekt , der Naturbodenteil ist viel zu groß,die Tiere nutzen ihn nicht. Den hätte man besser betonieren sollen. Ist harter Boden für Bären nicht ohnehin besser als Naturboden, gerade für Eisbären, die in der Freiheit ja auf harten Eisschollen laufen ? Das obere Badebecken hätte man noch höher machen müßen, damit die Tiere, wenn sie beim Spielen in das untere Becken fallen, sich beim Aufschlagen auf der Betonkante noch mehr verletzen. Ironie beiseite, die Anlage ist furchtbar. Terrassierte , betonierte Eisbären-Anlagen, Kopfschüttel.Wenn ich den Eisberg im Wald sehe, mit seinem Gittertor, denke ich,da fehlt nur noch die Titanik.
    (22.01.2007)
    IP66:   Ist denn die Struktur der heutigen Afrika-Anlagen der von 1958? Beim Nashornhaus finde ich die Einbindung in den Landschaftspark durchaus gelungen, daß ja die kalte Raubtierstation der NS-Zeit anschließt, also ohnedies ein architektonisch sinnvoll gegliedeter Bereich vorlag.
    (22.01.2007)
    Dennis K.:   Passt nicht ganz hier herein.. aber zu den Eisbnären: Ist da die Karlruher Anlage nicht perfekt? Ich finde, das dies die optimalste Eisbärenanlage Deutschlands ist. Große Fläche, Unterwassereinblick, Beton und Naturboden und zashlreiche Spielmöglichkeiten sowie zwei abtrenngehege.
    (20.01.2007)
    Shensi-Takin:   Hat man einen alten Tierparkführer von Hellabrunn(z.B. wie der just vor mir liegende von 1958), so kann man nur bewundernd-bedauernd mit der Zunge schnalzen; schöne Anlagen für Wiederkäuer(z.B. Weißschwanzgnus) samt interessanter Artenpräsentation/-kombination sowie fortschrittlichem Gedankengut im Klappentext(statt seltener Einzeltierkollektion sozial funktionierende Tierverbände, weitgehend linientreue Befolgung des zoogeographischen Konzepts etc.). Auch der damalige Gedanke, einen Haustierbereich in Zusammenarbeit mit der tiermedizinischen Fakultät zu errichten, ist sehr ansprechend. Zum Schmunzeln lädt nur der Passus ein,d emzufolge man bessere Fotos erzielt, wenn ein Bekannter die Tiere anfüttert...;) Wie oft es damals wohl zu Kolik-Vorfällen gekomen ist? Von diesen alten Anlagen hat München zwar durchaus noch einiges zu bieten und erhalten-etwa z.B. die Mhorrgazellen-oder Nyala-Anlage(wobei bei beiden der Besatz rel. neueren Datums ist), die Großvoliere, das ehemalige Holten-Haus aka "Villa Dracula" mit seiner orginellen Nager-Gemeinschaftsvergesellschaftung usw.; doch in anderen Aspekten muss ich meinen Vorrednern recht geben. Die Tierhäuser-mit Ausnahme des Riesenschildkrötenhaus, das ich durchaus recht gelungen finde(obwohl hier stattdessen vielleicht das Thema "Inselfauna" konsequenter verfolgt werden könnte & die Beschreibungen Lücken aufweisen) passen sich wirklich nicht harmonisch in die Umgebung ein(von ihrer "Zweckdienlichkeit" wurde anderweitig schon gesprochen), die aufgrund praktischer Gründe sicher nicht konsequent durchhaltbare, aber didaktisch gesehen leider nicht linientreue Einhaltung der "Geo-Zoo"-Idee sowie einiger Schwachstellen in der Haltung(nebst des Kinderzoos & Polarium z.B. auch die Gaur-Anlage)stimmt ein wenig wehmütig in einem ansonsten durchaus ansprechenden Tierpark in einer landschaftlichen schönen Umgebung samt interessanten heimischen Wildbestand(u.a. Eisvögel). Vielleicht hätte man sich in Hinblick auf die neuen Tierhäuser mehr auf eine bessere Eingliederung ins Gesamtbild sowie z.B. beim "Dschungelzelt" oder "Nashorn-Ufo"(ein wirklich putzig-kauziger, doch zutreffender Name;) mehr auf die Wünsche/Bedürfnisse der tierischen Dauerinsassen denn auf Besuchervorteile/"Futuristischer Look" orientieren sollen. Das finde ich z.B. im benachbarten Salzburger Tierpark Hellbrunn stimmiger umgesetzt. Anstatt alle alten Anlagen radikal mit möglichst architektonisch modernen Tierhäusern zu ersetzen, hätte man das eine oder andere vielleicht durchaus für die Mitgestaltung einer neuen, weniger "futuristischen" Anlage nutzen können. So hätten die Löwen von ihrer alten säulengeschmückten Anlage bei Erweiterung & Strukturierung letzterer wahrscheinlich mehr gehabt als von ihren jetztigen Rasenfleckerl samt ungenutzten Riesen-"Swimming-Pool".
    (19.01.2007)
    IP66:   Ich habe mich natürlich über den Abriß der historischen Raubtierterassen geärgert und fand das alte Raubtierhaus für seine Entstehungszeit recht elegant. Noch schlimmer finde ich allerdings das Galimathias, das mittlerweile zwischen Großtierhaus und dem Beginn der Afrikaanlagen entstanden ist - hier kann von Park keine Rede mehr sein, und Situation mit der historischen Achse war ungleich gelungener - zumal ja der Abriß auch damit begründet wurde, man wolle hier eine den Park verbindende Freifläche schaffen.
    Leider habe ich mich nie systematisch mit der münchner Zoogeschichte befaßt, ich kenne eigentlich nur die historischen Zustände von Großtier- und Raubtierhaus. Meine Kinderbesuche in München waren noch durch die Verzeihung! - faschistischen Altbauten geprägt, den alten Haustierpark jenseits der Menschenaffenstation, dieser selbst, dem erwähnten Raubtierhaus, dem Hortenhaus mit Vogelmassenhaltung etc. Es wurde gerade der Masterplan umgesetzt, bei dem das Polarium entstand - damals fanden es alle ganz umwerfend - aber auch die zahlreichen Huftierställe, die Braunbärenanlage, die Außenanlagen des Großtierhauses. Krönender Abschluß war das niedere Affenhaus, das allerdings schon nicht mehr im Polygon-Stil des Polariums gestaltet wurde, sondern ein wenig organischer und mit damals sensationell unaffälligen Glasbegrenzungen der Käfige.
    Rein architektonisch finde ich das Raubtierhaus innovativ, aber unbrauchbar - es versuchte, die Käfigreihen nach wuppertaler oder stuttgarter Muster durch die Zentralbauform, Glasabgrenzungen und die Gewächshaushalle zu neutralisieren, die Außenkäfige rezipieren die frühe Postmoderne vor der Kunstfelsenzeit. Das Nashornhaus kam für seine Gattung schon recht spät, es belebt allerdings den Zentralbaugedanken, wobei die meisten Ideen, wenn auch in anderer Form, schon im nürnberger Tapirhaus vorweggenommen werden. Haltungstechnisch ist es sicher problematisch, aber man darf nicht vergessen, daß der große Wandel in der Panzernashornhaltung so alt noch nicht ist.
    Auch wenn ich damit manchen unangenehm berühre, wofür ich um Entschuldigung bitte: Es ist wohl schon so, daß die meisten Großanlagen, vor allem im europäischen Zooteil, das Konzept von Lutz Heck und damit letztlich faschistische Ideen umgesetzt haben. Ich habe nie ganz genau eruiert, wie viel davon übrig ist und wie viel nur mit den neuen Ställen und Häusern umdekoriert wurde, denke aber, daß das eine interessante Aufgabe wäre. Ich hatte allerdings bei dem Matserplan der 60er und 70er den Eindruck, es ginge darum, möglichst viele Erinnerungen zu tilgen.
    (19.01.2007)
    Michael Mettler:   @Langhals: Wenn 1982 die Tierparkleitung schon in den gleichen Händen war wie heute, dann sind das aber auch nicht "wenige Jahre" (wie von dir im Nashornthread gesagt), in denen der Park umgestaltet wurde - 25 Jahre sind eine ganze Tiergärtnergeneration! Die Gnus waren auch 1982 schon weg, die Hirschsammlung existierte ebenfalls nicht mehr, und die Gebirgswiederkäuerkollektion hat sich in diesem Zeitraum nicht großartig verändert; meiner Erinnerung nach gab es damals zusätzlich noch Mähnenschafe (bei den Pavianen) und Kreta-Bezoarziegen (am Horten-Pavillon), dafür aber keine Schneeziegen. Statt Mesopotamischer Damhirsche und Abruzzengemsen gab es noch "gewöhnliche" Rothirsche und Alpengemsen, statt Panzernashörnern die allgegenwärtigen Breitmaulnashörner, statt Pinselohrschweinen die damals ebenfalls überall zu sehenden Zwergflusspferde, statt Netzgiraffen Unterartmischlinge.... Natürlich vermisse auch ich die eine oder andere Art, gerade bei den Antilopen, aber sooo sehr hat die "Qualität" des Tierbestandes seit meinem ersten Besuch nicht "gelitten". Allerdings hinterlassen bei einem Zoofan - da nehme ich mich nicht aus - die Abgänge etablierter Arten fast immer eine stärkere Wirkung als die Tatsache, dass dafür oft genug neue kamen.
    (19.01.2007)
    Langhals:   Wiesner muß 1982 schon an der Macht gewesen sein, dennoch war der Park damals schöner als heute,weil es die ganzen furchtbaren Neubauten noch nicht gab und die Parklandschaft auf der Warmhaus-Seite des Auermühlbachs intakter war als heute.Aber nicht nur wegen der Parklandschaft war Hellabrunn sehenswerter als heute, der Tierbestand war einfach vielflältiger, es gab mehr Antilopen,Hirsche,Rinder,Katzen,Gebirgswiederkäuer und Primaten zu sehen. Davon ist nicht mehr viel übrig, und heute hat auch Hellabrunn fast nur noch die Arten, die es in jedem Zoo zu sehen gibt. Auch haben sich die alten Anlagen viel harmonischer in die Parklandschaft eingefügt, die Nashorn-Anlage und die Rappenantilopen-Anlage ( dort steht heute die Kamel-Anlage )seien als Beispiele genannt. Zusammen mit dem Löwenhaus und der Gnu-Anlage bildete die Nashorn-Anlage einen harmonischen Abschluß des Parkteils Afrika, heute wird er abrupt von Kleinen Pandas unterbrochen und das Dschungelzelt und das Schildkrötenhaus zerstören das Gesamtbild. Anstelle dieser Häuser hätte ich das alte Löwenhaus abgerissen und gegen ein schlichtes, nicht sichtbares Haus für Löwen und Hyänen ( in getrennten anlagen )ersetzt, um am Ende von Afrika dem Besucher zwei der wichtigsten Beutegreifer Afrikas vorzustellen. Auch das Nashornhaus hätte ich gegen einen Neubau ersetzt, hätte aber aus Platzgründen wieder Spitzmaulnshörner angeschafft. Die Kamel,-und Yakanlagen hätte ich unangetastet gelassen und auch die Wasserbüffel hätte ich
    behalten, deren Anlage war landschaftlich eine der reizvollsten in Hellabrunn. Die Menschenaffenhaltung war sicherlich ein Knackpunkt, viel besser ist sie durch das neue, mißlungene Haus samt seiner beschämenden Außenanlagen nicht geworden. Natürlich war und ist das Polarium eine der furchtbarsten Tieranlagen in einem europäischen Zoo, eine Betonwüste, die schwere Athrosen bei den Eisbären verursacht hat,und viele Pinguinküken ihr Leben durch Ertrinken lassen mußten ,aber das ist ein anderes Thema, es geht ja nur um die Optik, und da ist dieser Komplex an Häßlichkeit kaum noch zu überbieten. Das alte Polarium hatte sicherlich tierpflegerische Mängel, diese sind aber im neuen Polarium genauso vorhanden, aber zumindestens optisch war das alte Polarium ansehlicher.Und wie erwähnt, der einstige , phantastische Tierbestand ist es, was ich so in Hellabrunn vermisse. Die so bösen Gnus, eine Traditionsart für Hellabrunn verschwanden genauso wie fast alle anderen Antilopen, von der einstigen Hirsch-Sammlung ist kaum noch etwas vorhanden und auch die meisten Gebirgswiederkäuer sind weg. Hellabrunn ist heute zwar auch noch sehr reizvoll, aber der gesamte Neubauteil inklusive Nashornufo hat den park verhunzt.
    (19.01.2007)
    Marco:   Nichts gegen Betonanlagen für Steinböcke ;-) Wie mir Frau Jantschke auf einer Führung in Augsburg erklärte, haben die Steinböcke auf der Betonanlage nie Probleme mit den Hufen. Nebenan, auf den Anlagen mit Naturboden, sei Moderhinke an der Tagesordnung und die Tiere müssten mindestens einmal jährlich narkotisiert werden.
    Über die Gestaltung kann man sicher streiten, wobei ich die Münchner Anlage garnicht so schlimm finde.
    (18.01.2007)
    Michael Mettler:   Ich greife hier mal die Bemerkung von Langhals im Nashorn-Thread auf, der Münchener Tierpark sei vor der Ära des jetzigen Direktors und des derzeitigen Architekten schöner gewesen. Ich bin zwar nicht im Bilde, wann die jetzige Direktionsära begann, mir aber ziemlich sicher, dass der Park bei meinem ersten Besuch 1982 noch unter anderer Leitung stand. War er damals wirklich schöner? Die Anlagen für Alpensteinböcke, Nubische Steinböcke (damals nicht mit den Pavianen zusammen gehalten) und Markhore waren z.B. Betonwüsten, in welche in Abständen einzelne Steinblöcke einbetoniert waren, wohl damit es wenigstens entfernt an einen Berg erinnerte. Kann man sich gut vorstellen, wenn man sich die heute noch bestehende Anlage für Alpensteinböcke in Augsburg ansieht. Mir ist klar, dass man Bergtiergehege früher aus Hygienegründen so gebaut hat, aber sie waren eben nicht schöner als heutige. Die Betonlandschaft des Polariums bestand auch damals schon. Ob man das alte Raubtierhaus "schön" nennen konnte, ist sicherlich Geschmackssache; ich mag das Dschungelzelt nicht sonderlich, weil es für meinen Geschmack zu künstlich für die naturnahe Parklandschaft wirkt (wie alle neueren Bauten), aber streng genommen galt dies für seinen ruinenartigen Vorgänger mit der Löwenbühne genauso. Die Menschenaffen (und nicht nur sie) saßen noch sämtlich in ihren "verglasten Badezimmern". Auch da sage ich: Die neuen Anlagen gefallen mir ganz und gar nicht - aber waren die alten "schöner"? (Zudem waren sie erheblich kleiner.)

    Zusammenfassend gesagt: Mit den neueren Bauten bin auch ich nicht glücklich. Aber dem Ruf "früher war alles besser" würde ich mich nach dem damals Gesehenen nicht anschließen.
    (18.01.2007)
    Shensi-Takin:   MW wurde die Anlage am 20.10.2001 für die Besucher eröffnet. Nachzulesen auf dem Link, Bereich "History"
    (11.01.2007)
    IP66:   Gibt es für Detroit irgendeine Datierungsmöglichkeit? Köln ist in Sachen Eisbärenhaltung recht spannend, weil dort bei einer der ersten Bärenfreianlagen nach dem Krieg eine konsequent abstrakte Gestaltung umgesetzt wurde. Rotterdam kommt als Vorbild nicht in Frage, und andere kenne ich nicht. Nürnberg gehört nicht in die Reihe, weil es sich um eine in den vorhandenen Fels integrierte Anlage handelte bzw. handelt.
    Mir gefällt die Unterwasserbeobachtungsmöglichkeit in Wuppertal recht gut, weil sie hochintelligent in das Nordlandpanorama geschachtelt wurde und den Besucher erkennen läßt, wie geräumig diese doch so kompliziert geschnittene Anlage ist.
    (11.01.2007)
    Shensi-Takin:   @Langhals: Wie sagte doch schon Goethe-"Ironie ist das Körnchen Salz, das das Aufgetischte überhaupt erst genießbar macht." Allerdings sollte man davon absehen, unbedingt jedes Gericht unnötig zu salzen; das macht das Ganze sonst für jeden ungenießbar und schlußendlich nur unbekömmlich.

    Wie das ";)" am Ende ebenjenes Satzes zeigt, war dieser humorvoll gemeint. Dementsprechend wäre zu verstehen gewesen, dass dies nicht als Erziehungsmaßnahme gegenüber untätigen Tierpflegern gewertet werden sollte.

    Vielleicht täte es Not, in weiterer Zukunft derlei "Salzbeigaben" zu reduzieren; sie bringen auf Dauer wirklich mehr Schaden denn Nutzen. TIA
    (10.01.2007)
    Langhals.:   Stimmt. Wenn ich in einem Zoo ein verdrecktes Wasserbecken sehe, kann das nur damit zu tun haben, das die Pfleger ihrer Reinigunspflicht nicht nachkommen.Wie schön, das es Mittel und Wege gibt, die faulen Tierpfleger zu ihrer Arbeit zu zwingen.
    (10.01.2007)
    Shensi-Takin:   Was die Vergesellschaftung von mehreren Eisbären angeht: erst kürzlich las ich in einer Tierschutz-Studie, dass diese Haltungsform durchaus vorteilhaft für Eisbären sein kann; so würde ein weiterer Stimulus zur Aufwertung der eher reizarmen Zooumwelt durch intraspezifische soziale Interaktion geliefert-was allerdings (wie auch bei anderen Arten) manchmal auch arg schief gehen kann...
    Was die "Eisschollen"-Skulpturen etc angeht-auch das ist z.B. in der erwähnten Detroit-Anlage für mich eher ein Minuspunkt-und in Nürnberg eher positiv zu bewerten. So zeigen derlei Anlagen mit größerer Naturbodenfläche dem Besucher, dass Eisbären nicht fortwährend in einer sterilen "Eis"-bzw. Betonwüste leben; den Tieren werden so mehr
    Beschäftigungsmöglichkeiten
    (verschiedene Substrate zum Graben, Erkunden etc.)und erhöhter Komfort(Möglichkeit des Ausweichens auf verschiedene Liege/Laufflächen...) geboten. Ich erinnere mich in diesen Zusammenhang auch an eine ältere Aufnahme, in der eine(kaum als solche erkennbare)Eisbärin quietschvergnügt
    durch ein Naturgehege in einen frz.(?) Zoo turnte.
    Was Unterwasseransichten angeht: solange das Tier davon nicht negativ betroffen ist, sehe ich darin wenig Schwierigkeiten. Nicht selten hatte ich den Eindruck, dass manch ein Eisbär dies auch als weitere Spielmöglichkeit via Besucherinteraktion nutzte-siehe auch letzteren von mir erwähnten Youtube-Link. Des weiteren sind die Pfleger so indirekt zu einer besseren Pflege des Wasserteils gezwungen...;) Im Ernst: ich halte die Option, Eisbären unter Wasser zu beobachten, für eine zoopädagogisch durchaus wertvolle Tierpräsentationsmöglichkeit.
    (10.01.2007)
    IP66:   So glücklich bin ich mit der nürnberger Eisbärenanlage nicht. Das Problem ist, daß auf solch einem Riesengelände dann doch immer mehr Tiere gehalten werden, als es gut für eine im Prinzip ja einzelgängerische Art ist. Vielleicht wären vier Anlagen, die man nach Bedarf zusammenschalten kann, die bessere Lösung gewesen. Auch wenn der Unterwassereinblick für die Besucher interessant ist - den Tieren bringt er wenig. Köln ist, was die Betonanlagen für Eisbären angeht, wohl die Ursprungsanlage - Hellabrun ist und Münster war der Versuch, die dortige Eisschollenskulptur nach Maß und Zahl geometrisch zu ordnen. Den Bären wird es wohl gleichgültig gewesen sein, aber die Architekturkritiker der 70er fanden dergleichen ähnlich umwerfend wie die heutigen Zooplaner Kunstfelden und Urwaldhäuser.
    (10.01.2007)
    Shensi-Takin:   Auf die Gefahr hin, der gängigen Meinung(bzw. dem Sarkasmus)konträr zu handeln: ich halte die Hellabrunner Eisbären-Anlage mitnichten für ein Bsp. einer Zootierhaltung, wie sie im 21. Jhd. in einem modernen Zoo sollte. In diesen Aspekt sind sich die Pfleger
    (eigene Mitteilung)wie auch Herr Wiesner einer Meinung; leider waren andere Bauprojekte(über deren letztendliche Kosten-Nutzen-Relation/ Tier-/Artgerechtheit
    man gerechtfertigterweise durchaus geteilter Meinung sein kann)bislang wichtiger; bleibt zu hoffen, dass sich dies ab 2007 ändert.
    Wie auch bei anderen Tierarten(z.B. bei Huftieren) sowohl in der Nutz-wie auch Zoohaltung haben Betonböden Vor-und Nachteile. Zwar dienen sie durchaus dem Klauenabrieb(im vernachlässigbarem Maße auch den Krallenabrieb...) & sind relativ leicht zu reinigen/desinifizieren; doch unterdrücken sie natürliche Verhaltensweisen(u.a. durch geringen Liegekomfort, fehlende Grabemöglichkeit etc.) & sind nicht selten bei bestimmten Arten für chronische Ballen-und Fußproblem mitverantwortlich zu machen. Des weiteren sollte der negative Eindruck(so vermenschelnd er auch sein mag), den Betonanlagen auf den Besucher machen, nicht unterschätzt werden.
    Ein Manko der Münchner Eisbärenanlage ist des weiteren die fehlende Unterwasseransicht der schwimmenden Bären-ein durchaus beeindruckender Anblick.
    Hierzu auch:
    http://www.detroitzoo.org/Attractions/ARL/Arctic_Ring_of_Life/
    http://www.oregonzoo.org/Exhibits/bears.htm
    http://zoo.pgh.pa.us/zoo.asp?SectionID=13

    Zur Erheiterung;):
    http://www.youtube.com/watch?v=N-itHJ-I_sw&NR
    (09.01.2007)
    Sven P. Peter:   Jap, es hängen einige Zweige über die Anlage. Und bei der Duisburger Anlage bleibe ich bei meiner meinung, denn die Tiere haben keine Stereotypen oder sonst welche störungen ;)
    (09.01.2007)
    Dirk K:   Der gute Herr Peter hat zwar bezüglich Bärenanlagen immer eine komische Meinung (Kodiaks in Duisburg)^^, allerdings halte auch ich die Münchner Anlage für annehmbar, wenn auch nicht optimal. Aber für das Alter des Geheges (und des ganzen Polariums) ist das schon ganz ordentlich. Steht die Anlage nicht auch teilweise unter Bäumen? Dadurch wäre ja, zumindest zeitweise, auch Schatten gegeben.
    Trotzdem finde ich, dass diese Diskussion nicht mit übergroßen Zynismus geführt werden sollte...
    (09.01.2007)
    Sven P. Peter:   Das Männchen, dass im Sommer starb beschäftigte sich immer sehr damit, das z.Z. einzige Weibchen "Lisa" findet an dem Simulator nicht recht gefallen.
    (09.01.2007)
    Niedersachse:   Ich meine gelesen zu haben als ich im September, dass die Eisbären, den Beutesimulator nicht annehmen würden. Hing ein Schild an der Anlage oder war das bei einer anderen Tierart.
    (09.01.2007)
    Sven P. Peter:   In München haben die Eisbären einen Beutesimulator und immer recht viel Spielzeug.
    (09.01.2007)
    Hannes:   Ich habe aus Münster die Info bekommen das sich bei den Bären nach der Umgestaltung keinerlei Veränderung was Verhalten, Wesen und gesundheitszustand angeht eingestellt haben. Bei Bärenhaltung ist das A & O die beschäftigung (sehr löblich in Emmen obwohl Anlage misslungen).
    Schön für Mensch und Tier ist solch eine Umgestaltung jedoch sicherlich.
    (09.01.2007)
    Marco:   Ich würde es so ausdrücken: Unter den Betonanlagen ist die Münchner wohl eine der größten und bei der Erbauung wohl auch eine der Besten. In Münster oder Köln ist es meiner Ansicht nach jedoch bedeutend besser gelungen, Beton-Bärenanlagen durch Naturboden etc zu verbessern. Das kleine Eckchen Naturboden in München ist ja kaum der Rede wert.
    Weiß jemand, wie häufig der Naturboden von den Tieren genutzt wird? Ich erinnere mich noch gut an die Kölner Anlage, welche in den letzten Jahren der Eisbärenhaltung durch einen kleinen Hobelspäne-Bereich ergänzt wurde. Dieser wurde sehr intensiv genutzt, obwohl er sicher noch kleiner war, als das Stückchen Boden in München.
    (09.01.2007)
    Langhals:   Ich habe doch geschrieben, das ich Betonhaltung für Bären nur begrüßenswert finde. Auf Naturanlagen könnten sich die Bären ja niiiiemals die Krallen abnutzen, außerdem sieht man die Bären in solchen Anlagen viel schlechter.Die Münchner Eisbären-Anlage ist meiner Meinung nach die Beste in Deutschland, Nürnberg ist viel zu natürlich und zu wenig betoniert. Dagegen finde ich die Neugestaltung der Beton-Bären-Anlagen in Münster ganz klar einen Rückschritt.
    (09.01.2007)
    Sven P. Peter:   Für alle mal ein Eindruck der Anlage:

    Nebengehege, durchs Haus mit der Freianlage verbunden, die verbindung ist wenn keine Jungtiere da sind immer offen:

    http://img408.imageshack.us/img408/566/kleisbrenanlagehk7.jpg

    http://img120.imageshack.us/img120/1518/kleisbrenanlage2qj7.jpg

    Hauptanlage:

    http://img120.imageshack.us/img120/8052/kleisbrenanlage3oq4.jpg

    http://img120.imageshack.us/img120/1691/kleisbrenanlage4vv1.jpg

    http://img169.imageshack.us/img169/4118/kleisbrenanlage5so4.jpg

    http://img389.imageshack.us/img389/9739/kleisbrenanlage6fd9.jpg

    http://img169.imageshack.us/img169/4146/kleisbrenanlage7ra9.jpg

    @Langhals: Auch du solltest wissen, dass Beton in Bärenanlagen wichtig ist, zur abnutzung der Krallen.

    Ich will nicht sagen, dass es keine bessere Eisbärenhaltung gibt (für mich ist ja die Nürnberger Anlage die tollste), aber schlechtreden werde ich diese gute Anlage auch nicht.
    (09.01.2007)
    Sven P. Peter:   Naturboden, sowie eine kühle Höhle, die immer den Tieren zugänglich ist, Baumstämme und ein riesiger Pool sind vorhanden. Und ob das Tier auf solchem Beton oder modelierten Felsen hockt ist nur für den Besucher relevant.
    (09.01.2007)
    Langhals:   Auch ich finde, das sich Eisbären auf Betonananlagen erstens sehr wohl fühlen, und zweitens auch optisch wesentlich besser zur Geltung kommen als in Naturanlagen. Man muß die Eisbären in den Betonanlagen auch nicht lange suchen. Sehr wichtig für Eisbären ist auch extreme Hitze, die durch den Beton und die Glasscheiben sehr gut reflektiert und gespeichert wird.Nicht zu vergessen ist ein harter Betonboden für Sohlengänger geradezu optimal , denn Bären kommen mit Hüftgelenksproblemen sehr gut zurecht.Außerdem ist Beton wesentlich besser zu reinigen als Naturboden. Auch optisch finde ich die Anlage immer noch modern, ein zeitloser Klassiker eben. Bedauerlich, das der Trend weg geht vom Beton in Richtung Naturboden-Anlagen.Diese bedeuten außerdem noch eine erhöhte Infektion durch Parasiten !
    (09.01.2007)
    Sven P. Peter:   Also ich mag ja die Anlagen des Polariums recht gerne, sind für die Tiere nicht schlecht, sehen eben nur für die Besucher doof aus. Und wie ich schon schrieb, wurde der Kiesstrand in den Robbengehegen wieder zubetoniert.
    (09.01.2007)
    Hans St.:   Weis jemand, wie es definitiv mit dem Polarium weitergehen soll? Ist eine Restaurierung der Eisbärenanlage und Robbenbecken geplant?
    (09.01.2007)
    IP66:   So richtig glücklich bin ich mit dem Nashornhaus auch nicht. Allerdings ist die Aufnahme von Weißbartschweinen schon verdienstvoll, denn der Berliner klagen regelmäßig darüber, daß kaum ein Zoo die Tiere möchte, obgleich sie doch ideal für kleinere Huftieranlagen mit Warmhaus geeignet sind und es durchaus Zoos ohne Tropenschweine gibt.
    (08.01.2007)
    Dirk K:   Stimmt, im Herbst 2006 habe ich sie auch zusammen gesehen.
    (07.01.2007)
    Jennifer Weilguni:   Sind die Tapire in Hellabrunn wirklich dauerhaft getrennt..? Habe die beiden 2006 auf jeden Fall gemeinsam auf der Aussenanlage gesehen und auch fotografiert.
    (07.01.2007)
    Mulan:   Früher gab es ZWEI Tapir-Anlagen im Nashorn-Ufo, weil Tapire Einzelgänger sind.Leider muß man ja, obwohl Hellabrunn ja soooo oft betont, kein Artensammler zu sein, die zweite Tapir-Anlage für Bartschweine genutzt werden und damit schiebt automatisch immer ein Tapir Innendienst. Dem Himmel sein Dank ist das Weibchen nicht mehr zuchtfähig. Wo soll die überhaut ein Kalb aufziehen ? Artgerechte Tapir-Haltung im Jahr 2007.
    (07.01.2007)
    Sven P. Peter:   @Schweizer: Das weibchen sah recht korpulent aus und stand im stall, er war draußen. Pfleger liefen da keine rum. Hab an den 2 Tagen sowieso nur EINEN Pfleger gesehen, und zwar bei den Pumas.
    (07.01.2007)
    Mulan:   @Sven P. Peter. Entweder ,weil er die Pferdehaltung in Hellabrunn nicht als Tierquälerei betrachtet , oder weil er der Meinung ist,das ein Tierarzt, der auch als Zoodirektor fungiert, wissen muß was er tut , oder weil er es nicht weiß, oder weil er seinem Kollegen nicht ins Handwerk pfuschen will. Frage ist, warum die seriösen Tierschutzorganisationen nichts dagegen unternehmen, wahrscheinlich aus dem Grund, weil es auch auf jedem Jahrmarkt noch Ponyreiten gibt.
    (07.01.2007)
    Schweizer:   Sven , ich glaube nicht das bei den Schabrackentapiren in München ein Tier tragend ist, zumal ein Disharmomnie zwischen den Geschlechtern herrschte.
    Haben die Tierpfleger vorort etwas Neues gewusst oder war das Tapirweibchen optisch korpulenter ?
    (07.01.2007)
    Sven P. Peter:   Mein letzer Beitrag bezog sich auf die tötung des Hundes.

    Die Frage ist, warum der Amtstierarzt nicht dieser Pferdequälerei ein ende macht?!
    (07.01.2007)
    Sven P. Peter:   OK; dann hatte ich das falsch verstanden, dachte es wäre aktuell gewesen.
    (07.01.2007)
    Mulan:   @Sven P. Peter. Habe noch etwas vergessen. Ihrer Ansicht zur Münchner Pferdehaltung kann ich nur voll und ganz zustimmen ! Das ist Tierquälerei pur, zumal die Tiere im Winter, wenn der Reitbetrieb eingestellt ist, ganztägig auf einer winzigen Plattform mit Kopfsteinpflaster stehen müßen ! Und wennd as erste Pferd plötzlich den Kopf rumreisst, passiert das allen anderen Pferden auch..Bekannte von mir halten selbst Pferde und waren schokiert von dieser " Haltung "! Leider wird sich diese skandalöse Haltung wohl nie ändern.Und was den Haustierpark angeht, teile ich ebenfalls ihre Meinung voll und ganz. Ein Schwein wird allein gehalten, Rinder angekettet, Tiere in kleinen Anlagen gehalten-furchtbar. Wildhunde werden noch in einem Absperrgehege bei den Mhorrgazellen gehalten. Das Tapirpaar ist ständig getrennt, es ist unverträglich. Das Weibchen ist nicht mehr zuchtfähig. Das einzige, zuchtfähige Weibchen ist vor Jahren an den Berliner Zoo abgegeben worden und ist dort trächtig gestorben.
    Aber was die neuen Primaten-Anlagen angeht, die sind allesamt völlig verbaut und haben mit einer natürlichen Primatenhaltung nichts mehr zu tun. Wieder ein Architektendenkmal mehr in Hellabrunn.
    (07.01.2007)
    Mulan:   Es wurde dfinitv ein Wildhund aus Altersgründen eingeschläfert, und zwar lange vor ihrem Besuch. Die Anlage hinter den Leoparden-Anlagen wurde früher von einem Wildhund-Paar bewohnt, das in die neue Gruppe, die ins Dschungelzelt einzog, nicht integriert werden konnte. Als die Fähe starb, blieb der Rüde ein paar Jahre allein. Dann kam das Angebot, Hyänen aus Südafrika zu übernehmen, und die einzige Anlage, die dafür geeignt war, war eben diese alte Wildhund-Anlage. Der Rüde wurde eingeschläfert und die Hyänen konnten kommen.
    (07.01.2007)
    Sven P. Peter:   So, ich war nun sowohl am 26.12. als auch am 05.01. in Hellabrunn und habe da einiges gesehen, was euch vielleicht auch interessiert.
    - Der einzelne Luchs ist in das Schneeleopardennebengehege gezogen
    - Anders als hier behauptet wurde (ich habe mich mal schlau gemacht) wurde kein Wildhund aus Platzgründen eingeschläfert. Die Wildhunde wurden mittlerweile auf 4 (!!!) Gehege verteilt. Die große Anlage am Dschungelzelt wurde zweigeteilt, auf der einen Seite ein alter Rüde auf der anderen mind. 2 andere Tiere, dann 2 Tiere in der alten Hyänenanlage und mind. 2 Tiere im Gepardennebengehege.
    - Sowohl das ehemalige Pantherinnengehege als auch die Außenanlage sind nun zusätzlich für die Ozelote nutzbar. Nach dem Tod des alten Löwenkaters zog eins der jungen Männchen auf die Freianlage zu den Weibchen, das andere ging nach Augsburg.
    - Nach dem Tod des Eisbärenmannes lebt „Lisa“ vorrübergehend alleine, aus Russland wird ein neues Männchen erwartet.
    - Die erst vor wenigen Jahren eingerichteten Kieslandteile in der Robbenanlage wurden wieder zubetoniert, die Gründe hierfür kenne ich nicht.
    - Im Urwaldhaus leben in dem ehemaligen Gehege des alten Gorillamannes nun die Dianameerkatzen zusammen mit Nördlichen Hornraben.
    - Die umgebaute Gorillaanlage für die Orangs sieht recht nett aus, doch immer noch sehr steril innen. Die 6 (?) Tiere sind in zwei Gruppen aufgeteilt, spielen aber durchs Gitter viel miteinander.
    - Am Rest der Menschenaffenstation wird noch viel gebaut, aber die Gehege für Mandrills und Meerkatzen sehen sehr gut aus.
    - Zwischen den Känguruanlagen ist eine recht große und reich strukturierte Keavoliere entstanden.
    - Die Schabrackentapire im Nashornhaus (UFO) sind getrennt (vielleicht bald Nachwuchs).
    - Die Pumafamilie (nur noch Mutter mit 3 J
    - ungtieren) hält sich meist in einem der Nebengehege auf, da sie sehr scheu sind, doch sie entwickeln sich prächtig. Sie haben rund um die Uhr das ganze Haus und alle 3 Außenanlagen zur Verfügung.
    - Die Pferde zum Kinderreiten sind alle aneinandergebunden (hintereinander) und haben keine Möglichkeit sich abzulegen oder vor der Witterung zu schützen. Wenn kein Kind kommt stehen sie so Stundenlang in einer Reihe. Das ist nichts anderes als Anbindehaltung von Pferden wie sie in Deutschland verboten ist und auch in meinen Augen Tierquälerei. Insgesamt machte der Haustierpark wieder eine sehr schlechten Eindruck.
    - Der neue Spielplatz vor dem Restaurant ist sehr gelungen (nein, ich habe nicht selbst dort gespielt ;) ) und auch ein behindertengerechter Spielplatz ist entstanden.
    - Im alten Löwengraben leben nur noch Kleine Pandas (vorher waren da wie ich meine auch noch Waschbären und Nutrias).
    - Die Elefanten stehen auch bei der Fütterung ohne Ankettung gemeinsam in der Herde (bis auf den Bullen, der das alte Flusspferdinnengehege bewohnt). Das neue Tier hat sich schon gut integriert. Das einzige Manko an der gesamten Elefantenanlage (die nun auch innen ein Badebecken hat) sind die Sturzgräben außen bei der Kuhanlage, die aber sicher auch noch weichen werden.
    - Positiv fallen im Elefantenhaus die großen Innengehege für die Pinselohrschweine aus, die sehr natürlich eingerichtet sind (früher standen darin die Okapis). Dafür ist das Giraffeninnengehege für 3 Tiere geradezu winzig.
    - In der Villa Dracula wurde gerade ein neues Gehege für Steppenlemminge eingerichtet. In einer Voliere in diesem Haus züchten Agaponieden (Rosenköpfchen etc), leider nur Unterartmischlinge.
    - Sehr positiv in der Villa Dracula fallen die großen Gehege für Zebramangusten und für Costa Rica-Hörnchen

    (06.01.2007)

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