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    Forum unterwegs: Das nächste Treffen im Tierpark Bad Pyrmont Anfang Oktober

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    Zoo Heidelberg

    Zoo Heidelberg:   Heidelberger Zooschule unter neuer pädagogischer Leitung

    Dr. Arndt Löwenberg, der langjährige Leiter der Heidelberger Zooschule „Initiative Zooerlebnis“ hat die Zooschule Ende Juli verlassen, um sich neuen beruflichen Herausforderungen zu stellen. Zehn Jahre hat der Biologe und Pädagoge die Zooschule aufgebaut und erfolgreich geleitet. Seit 1. August 2010 hat die Diplompädagogin Daniela Vogt die pädagogische Leitung der Zooschule übernommen. Frau Vogt arbeitete sieben Jahre im Landauer Zoo in der dortigen Zooschule und unterrichtete Kinder aller Altersklassen zu unterschiedlichen Themen. Daneben hat sie bei der Öffentlichkeitsarbeit und der Einarbeitung neuer Kollegen aktiv mitgewirkt. Außerdem koordinierte sie von Landau aus das „Netzwerk Umweltbildung Südpfalz“ ehrenamtlich. Zuletzt war sie stellvertretende Leiterin der Umweltstation Reichelshof in Schweinfurt.
    Für Daniela Vogt ist mit ihrer neuen Aufgabe ein Traum in Erfüllung gegangen. „Schon als ich das erste Mal Zooluft geschnuppert habe, ist der Wunsch entstanden, eines Tages im Zoo zu arbeiten“, schwärmt sie.
    Frau Vogt möchte die Arbeit der Zooschule Heidelberg weiter in Richtung „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ aufbauen. Die Zooschule wurde bereits zwei Mal als „Offizielles Projekt der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet.
    Ihre erste große Veranstaltung steigt am Samstag, den 18. September: Die Zooschule feiert ihr 10jähriges Jubiläum mit einem großen Kinderspielfest. Unter dem Motto „Tierisch in Bewegung“ sind alle Kinder mit ihren Familien im Zoo herzlich willkommen. Weitere Informationen gibt es im Internet unter: www.initiative-zooerlebnis.de oder telefonisch unter 06221-3955713.
    (07.09.2010)
    Michael Mettler:   Gibt es demnach keine Hausratten mehr im Zoo?
    (03.09.2010)
    Zoo Heidelberg:   Zoo Heidelberg zeigt „Tiere vor unserer Haustür“ – in neuem Gewand

    Eifrige Besucher des Heidelberger Zoos haben ihn bestimmt schon entdeckt: Der bei Kindern sehr beliebte „Mäusewagen“ zeigt sich in einem neuen Gewand. Das „Studio 68“ aus Mannheim hat den Wagen, in dem zahlreiche Hausmäuse und domestizierte Wanderratten leben, mit lustigen Mäuse-Motiven im Graffiti-Stil verschönt. Jetzt ist das Zuhause der lebhaften Nager ein weiterer Hingucker im Zoo. Die komfortabel eingerichtete Mäusepension besteht aus zwei Zimmern – einer Heuscheune und einer Vorratskammer. Sie zählt zu dem Themenbereich „Tiere vor unserer Haustür“, der dem Zoo besonders am Herzen liegt: Hier stellen sich Wildbienen, Feldhamster, Hermeline und eben auch Ratten und Mäuse in ihren natürlichen Lebensräumen vor. Besucher haben die Möglichkeit, sich den oft als ekelerregend empfundenen Mäusen und Ratten anzunähern und sie beim Fressen, Schlafen und Spielen zu beobachten. Es sind durchaus faszinierende Tiere. Gerade Kinder zeigen sich gegenüber vermeintlich ekeligen Tieren sehr offen und finden großen Gefallen an den quick-lebendigen Nagern.
    Ratten und Mäuse gehören zu den sogenannten Kulturfolgern. Kulturfolger sind Tiere und Pflanzen, die aufgrund von landschaftverändernden Maßnahmen Vorteile erlangen und deshalb dem Menschen in seine Kulturlandschaft (zum Beispiel Äcker, Wiesen, Siedlungen) folgen. Von den typischen Arten der Bauernhöfe, wie Hausmaus, Rauch- und Mehlschwalbe, Schleiereule und sogar die Stubenfliege, gehen heute einige in ihrem Bestand zurück. Kaum zu glauben: Die Hausratte ist in Mitteleuropa vom Aussterben bedroht. Die Wanderratte hingegen ist sehr weit verbreitet.
    (03.09.2010)
    Racool:   Die Binturongs sind bereits da, momentan noch bei den Fossas (linke Anlage).

    Weiß jemand, was mit der alten Adlervoliere geplant ist?
    (23.08.2010)
    Zoo Heidelberg:   Auf Tuchfühlung mit Löwenäffchen

    Es bietet sich ein ungewohntes Bild im Zoo Heidelberg. An drei Tiergehegen stehen junge Menschen mit Klemmbrettern in der Hand und protokollieren jede kleinste Bewegung. Im Zoo findet ein Kurs der besonderen Art für Biologiestudenten der Universität Heidelberg statt. In dem Praktikum Tiergartenbiologie geht es um Verhaltensforschung, Gehegeplanung und darum „wie ein Zoo funktioniert“.

    Bereits im zehnten Jahr findet in diesen Wochen im Zoo Heidelberg das Praktikum „Tiergartenbiologie“ statt. Auf dem Programm stehen Exkursionen durch den Zoo Heidelberg und Frankfurt sowie ein Besuch bei der „Zoologischen Gesellschaft Frankfurt“. Inhalt des freiwilligen Unikurses ist es, neben dem Kennenlernen des Zooablaufs das Verhalten einer ausgewählten Tierart zu erforschen. „Die Studenten haben die Aufgabe, für die Tiere eine geeignete Beschäftigung zu entwickeln, ein ideales Gehege zu planen, eine Schautafel zu entwerfen sowie eine Unterrichtseinheit zu konzipieren“, erklärt die Kuratorin des Zoos und Praktikumsleiterin Sandra Reichler.
    Bereits am Wochenende zuvor hatten sich die Studenten in einem Seminar mit Themen rund um Zoo und Tierhaltung beschäftigt.
    Immer zu dritt befassen sich die Studenten mit einer Tierart. In diesem Jahr sind es die Goldgelben Löwenäffchen, die Varis und die Fossas. Den Löwenäffchen wurde zum Beispiel ein Raubvogel aus Pappe präsentiert. Nach einem schrillen Warnruf hat der Vater seine beiden Sprösslinge sofort gepackt und ist mit ihnen auf den Rücken in den dichter bewachsenen Teil des Geheges geflohen. „Wir möchten mit diesem Versuch Verhaltensweisen hervorrufen, die die Tiere ansonsten in ihrem Zooalltag nicht zeigen müssen“, erklären die Studenten. „Und das ist uns gelungen“. Anschließend wurde ein selbstgebauter Stocherkasten in das Gehege gehängt, den die Tiere mit großer Begeisterung sofort untersucht haben. „Löwenäffchen stochern in freier Wildbahn in Felsspalten und Astlöchern herum. Diese Situation wollten wir nachstellen“ so die Studenten. Wie die Tiere auf diese Einflüsse reagieren, wird alle 30 Sekunden in einem Protokoll festgehalten und im Anschluss ausgewertet.

    Etwa 110 Studenten haben im Laufe der Jahre an dem Kurs teilgenommen. Aber nicht nur die Studenten profitieren von diesem außergewöhnlichen Angebot: Etwa ein Drittel der entwickelten Beschäftigungsideen wurden vom Heidelberger Zoo übernommen. Manche wurden von Mitarbeitern des Zoos auch weiterentwickelt. So wird erreicht, dass der Zooalltag für die Tiere niemals eintönig wird.
    „Das Praktikum war faszinierend und wir haben sehr viel mitgenommen“, betonen die Studenten. Das Praktikum wird auch in den nächsten Jahren stattfinden. Es gibt noch viele Tiere im Zoo, die noch nicht in den Genuss studentischer Einzelbetreuung gekommen sind.
    (19.08.2010)
    Zoo Heidelberg:   SWR Fernsehen zu Gast mit Tatjanas Tiergeschichten im Heidelberger Zoo

    Man muss nicht weit reisen, um exotische Tiere, aber auch faszinierende heimische Arten hautnah zu erleben. Das beweist Tatjana Geßler jede Woche aufs Neue im Fernsehen in ihrer Rubrik »Tatjanas Tiergeschichten« innerhalb der SWR-Landesschau. Auch aus dem Heidelberger Zoo berichtet die beliebte SWR-Moderatorin regelmäßig.
    Nun hat sie, nach dem großen Erfolg der vorgehenden Bücher, ein weiteres Buch zur Serie herausgebracht, im dem sie 25 höchst vergnügliche Exkursionen zu ungewöhnlichen Tieren in Baden-Württemberg präsentiert.
    Am Donnerstag, 12. August ist Tatjana zu Gast im Heidelberger Zoo. Neben Anekdoten aus ihrem Buch „Tatjanas Tiergeschichten – Streicheln, Schauen, Staunen in Baden-Württemberg“ bekommen die Besucher auch einen spannenden Film über ihre bisherigen Erlebnisse im Heidelberger Zoo gezeigt. Die Veranstaltung findet um 15 Uhr in der Scheune des Zoos statt. Ein tierischer Spaß für die ganze Familie. Zeitgleich präsentiert der Zoo im Raubtierhaus einige der schönsten Tierfotos von Rose von Selasinsky.

    Tatjana Geßler, geboren in Heidelberg, ist seit 1998 TV-Journalistin, Filmemacherin und Moderatorin beim SWR in Stuttgart. Seit 2001 moderiert sie »Landesschau – die Woche«, ist im »Treffpunkt« und diversen Sondersendungen wie »Tour de Ländle« oder »Frühlingsrei-se« zu sehen. Seit August 2005 hat sie innerhalb der Landesschau ihre eigene Rubrik: »Tatjanas Tiergeschichten«.
    (06.08.2010)
    Zoo Heidelberg:   Klein, aber oho. Die geheimen Stars des Heidelberger Zoos

    Im Heidelberger Zoo gibt es ab sofort ein neues Programm, das nicht nur Kinder begeistern wird. Täglich um 12.00 Uhr können Zoobesucher die kleinen, geheimen Stars des Heidel-berger Zoos hautnah kennenlernen. Treffpunkt ist das „Kleine Affenhaus“ am Hulman-Gehege.
    Zu den geheimen Stars gehören viele spannende Tiere, die man sonst eher nicht zu Gesicht bekommt, etwa weil sie nachtaktiv sind oder sich gerne hinter den Kulissen aufhalten. Wer nicht weiß, wie zum Beispiel ein Igeltanrek aussieht, wie er sich anfühlt und wo er beheimatet ist, sollte keinesfalls das Angebot versäumen. Gezeigt werden immer zwei bis drei interessante Tiere wie die riesige Aga-Kröte mit ihren großen, dunklen Augen, afrikanische Weißbauchigel, Kugelgürteltiere, verschiedene Großinsekten, Schlangen und die flinken Igeltanreks.
    Vor wenigen Wochen wurden sechs niedliche „Kleine Igeltanreks“ geboren, die in ihrem Äußeren einem kleinen, schlanken Mini-Igel ähneln, mit den uns bekannten Igeln jedoch nur entfernt verwandt sind. Der Igeltanrek kommt wie alle anderen 20 Tanrek-Arten ausschließlich auf der östlich von Afrika liegenden Insel Madagaskar vor und hält sich vor allem in trockenem Buschland auf. Dort lebt er aber nicht nur auf dem Boden, sondern klettert äußerst gewandt zur Nahrungssuche auch auf Sträucher und Bäume.
    Von der Spitze der Schnauze bis zum Hinterteil wird der Igeltanrek maximal 18 Zentimeter lang und wiegt ausgewachsen gerade einmal 230 Gramm. Der Rücken ist mit einem dünnen Stachelkleid aus langen, weißlichen bis grauen Stacheln bedeckt. Gesicht, Bauch und Beine tragen ein kurzes, hellgraues bis weißes Fell. Die Augen sind klein, die runden Ohren liegen dicht am Kopf an.
    Kleine Igeltanreks werden ziemlich alt: Im Zoo können sie ein Alter von bis zu 17 Jahren erreichen. Im Durchschnitt leben sie aber nur sechs bis neun Jahre lang.

    Foto von Heidrun Knigge: Klein aber oho: Die sechs drei Wochen alten „Kleinen Igeltanreks“ passen in eine Hand.
    (30.07.2010)
    Jennifer Weilguni:   @Ronald Masell

    Ja, so wie ich das verstanden habe wird es wohl eine Gemeinschaftsanlage werden. Zu sehen war bei meinem Besuch noch nicht viel davon, es hing nur ein entsprechendes Hinweis-Schild an einem Bauzaun.
    (20.07.2010)
    Zoo Heidelberg:   Es lebe die Vielfalt. Aktionstag Biodiversität im Heidelberger Zoo


    „Es lebe die Vielfalt! Unter diesem Motto veranstaltet der Heidelberger Zoo im Rahmen des „Internationalen Jahres der Biodiversität 2010“ am Sonntag, 25. Juli von 11.00 bis 16.00 Uhr einen Aktionstag. Es finden Führungen zu verschiedenen Themen statt. Um 11.30 Uhr gibt es eine Führung zur „Bewahrung bedrohter Haustierrassen“, um 13.30 Uhr widmet sich eine weitere Führung dem Thema „Ökosystem Tropen“, und um 15.00 Uhr können Besucher viel über „bedrohte Inselarten“ lernen. Bei einer informativen und spannenden Zoo-Rally gibt es schöne Preise gewinnen.
    Was Biodiversität bedeutet und warum es uns alle angeht erfährt man an den Infoständen der Zooschule und des Zoos. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff „Die Vielfalt des Lebens“. Man spricht auch von der „biologischen Vielfalt“. Diese umfasst die Vielfalt an Arten (Tiere, Pflanzen), die Vielfalt an Lebensräumen und Ökosystemen (z.B. Wälder, Seen, Meere) wie auch die genetische Vielfalt innerhalb der einzelnen Tier- und Pflanzenarten.

    Dieses Netzwerk der biologischen Vielfalt macht die Erde zu einem einzigartigen, bewohnbaren Raum für die Menschheit.

    Und welchen Beitrag leistet der Zoo zum Erhalt der biologischen Vielfalt? Der Heidelberger Zoo zeigt ganz unterschiedliche Tierarten aus verschiedenen Lebensräumen und damit einen kleinen Ausschnitt der weltweiten Biodiversität. Weiterhin leben auch zahlreiche Pflanzenarten und einheimische Tiere auf dem Gelände des Tiergartens, wie Frösche, Igel und viele Käfer.
    Mit über 40.000 Euro im Jahr unterstützt der Zoo Heidelberg Projekte zum Schutz bedrohter Tierarten in ihren Heimatländern, z.B. in Uruguay, Kambodscha und auf Madagaskar. Das Artenschutzprojekt für westafrikanische Affen (WAPCA) wird sogar von Heidelberg aus koordiniert. Zahlreiche im Zoo nachgezüchtete Feldhamster werden jedes Jahr auf den Feldern der Rhein-Neckar-Region wieder ausgewildert, damit diese einheimische, einst häufige Tierart bei uns wieder überleben kann.
    Die Europäischen Erhaltungszuchtprogramme (EEPs) der wissenschaftlich geführten Zoos schaffen Ersatzpopulationen für ihre bedrohten Artgenossen im Freiland und bewahren die genetische Vielfalt der Tiere im Zoo. Der Tiergarten Heidelberg beteiligt sich an 17 EEPs und koordiniert die Zucht der Asiatischen Goldkatze in ganz Europa.


    Foto: Rose von Selasinky. Gürtelvari im Heidelberger Zoo. Wie fast alle Tierarten der Insel Madagaskar ist auch der Gürtelvari in seinem Heimatland bedroht. Hauptursache ist die Lebensraumzerstörung vor allem durch Brandrodung. Ist der Wald erst abgeholzt, folgt die Erosion, die den Boden als Lebensraum für Tier und Mensch endgültig zerstört.
    (20.07.2010)
    BjörnN:   Sein linker Stoßzahn wächst ja auch krumm und quer...
    (18.07.2010)
    Liz Thieme:   Nein, nicht schon wieder :( sie sind doch so gut nachgewachsen. So sieht er niemals aus wie sein Vater. Aber, dass es Rangeleien etc zwischen ihnen gibt ist klar. Hoffentlich ist er gut abgebrochen, so dass er auch diesmal gerettet werden kann.
    (18.07.2010)
    zollifreund:   Thai verliert Stoßzahn!

    gestern war ich in Heidelberg, um mir selbst mal das Zusammengewöhnen der drei Jungelefanten anzusehen.
    Die Anlage außen blieb ja eigentlich unverändert, das Elefantenhaus selbst macht einen sehr guten Eindruck. Insgesamt war es sehr interessant, den drei jungen Bullen zusehen. Es war den ganzen Tag über immer was los. Wobei die Interaktionen sich meistens zwischen Voi-Nam und Thai abgespielt haben, Tarak machte irgendwie den Eindruck, dass er ein wenig Abseits stehen würde.
    Voi-Nam lief meistens hinter Thai her oder ging auf ihn zu, woraufhin dieser sich immer auf die Anhöhe hinter der Pflanzeninsel zurückzog und dort, von der erhöhten Position aus, sich Voi-Nam stellte. Dann kam es immer zu kurzen Rangeleien.
    Gegen Abend aber konnte ich einen andere Ablauf beobachten: Thai folgte Voi-Nam und schlug mit dem Rüssel/Kopf auf den Hintern von Voi-Nam ( genau war es nicht zu sehen) - zu hören war aber ein lauter Knall und Thai fehlte der rechte Stoßzahn!
    Er blutet ziemlich an der Abbuchstelle und da er immer mit dem Rüssel danach tastete, war dieser bald blutig. Auch Voi-Nam war sehr am abgebochenen Zahn und der Bruchstelle interessiert. Er berüsselte ihn dort immer. Ob Thai schmerzen hatte, war nicht festzustellen, er ging jedenfalls nicht ins Wasserbecken um die Wunde zu kühlen. ( das hatte damals ja der junge Kölner Elefantenbulle gemacht als er nach dem Kampf mit einer der Thai-Kühen einen Zahn verlor). Offensichtlich war er jedenfalls sehr verstört.
    Die anwesenden Elefantenpfleger haben jedenfalls nicht eingeriffen, sondern nur gemeint, dass das passieren kann und sie sich, nach dem abendlichen Hereinlassen ( ca. 30 min später), den Zahn anschauen werden, um zu sehen, ob Maßnahmen durchgeführt werden müssen.

    Auf dem Bild ist der unglückliche Thai zu sehen und wie sich Voi-Nam mit seiner Trophäe beschäftigt ( hat den abgebrochenen Stoßzahn im Maul).

    @Roland M.:Von der Anlagen für die Zwergotter und Binturongs ist noch nicht viel zu sehen. Links neben dem Eingang sieht man die Grundfläche eines geplanten Geheges, aber ob das für die Binturongs + Otter ist? schien mir sehr klein. Es sollen anscheinend aber auch noch Vogelvolieren neu gestaltet/gebaut werden.
    (18.07.2010)
    Ronald Masell:   @ Jenny, die anlage als Gemeinschaftshaltung? hast du Fotos?
    (15.07.2010)
    Jennifer Weilguni:   Hat das eigentlich schon einer hier erwähnt? Vor dem neuen Elefantenhaus (das wirklich mehr als nur gelungen ist!!!) wird eine Anlage für Zwergotter und Binturongs gebaut. Der Zoo Heidelberg wird immer schöner, spannender, interessanter!!!

    Die drei Bullen scheinen sich auch prima zu verstehen.. was für ein schöner Anblick!
    (14.07.2010)
    Zoo Heidelberg:   Ausstellung mit faszinierenden Portraits afrikanischer und asiatischer Elefanten von Petra Prager

    Kurz nach dem Einzug der jungen Elefantenbullen und der Eröffnung des neuen Elefantenhauses im Heidelberger Zoo gibt es nun auch eine Ausstellung mit beeindruckenden Bildern der größten Landsäugetiere dieser Erde zu sehen.

    Der Zoo präsentiert ab dem 15. Juli fantastische Portraits von afrikanischen und asiatischen Elefanten, die die Berliner Fotografin Petra Prager auf ihren Zooreisen aufgenommen hat. Entstanden sind Aufnahmen, die diese einzigartigen Tiere in ihren ganz speziellen Eigenarten zeigen. Zu sehen sind im Wasser spielende und tollpatschige Babyelefanten, prächtige Elefantenbullen mit gewaltigen Stoßzähnen, wundersame Details von Rüsseln und Landschaften der von tiefen Falten und Runzeln durchfurchten Haut afrikanischer Elefanten.
    „Schon seit meiner Kindheit begeistern mich Elefanten. Diese imposanten, intelligenten, höchst sensiblen, mit einem hohen Familiensinn ausgestatteten Wesen haben jedes für sich eine einzigartige Persönlichkeit“, sagt die Fotografin.

    Petra Prager reiste zu zahlreichen deutschen und europäischen Zoos, um die grauen Riesen zu fotografieren. Entstanden ist ein ansehnliches Archiv, das Petra Prager zu einem Fotolexikon der Zooelefanten im Internet aufgebaut hat. www.elefanten-fotolexikon.eu/

    Der Elefant, der Titan der Tierwelt, ist seit alters her bestaunt wie ein Fabelwesen. Ein einzigartiger Körperbau, besondere Intelligenz und erstaunliches Sozialverhalten haben den sanften Koloss zu einem Lebens- und Überlebenskünstler gemacht.
    Die mit Geduld und Liebe aufgenommenen Fotos, die bis zum 15. Oktober im Afrikahaus des Heidelberger Zoos zu sehen sind, vermitteln dem Betrachter eine intensive Vorstellung dieser großartigen Tiere. Und nur einige Schritte weiter, auf der großen Elefantenaußenanlage, können Besucher die drei „jungen Wilden“ in Ihrer Spielfreude live erleben.

    Foto: Petra Prager; Elefant Letsongmon in Emmen
    (13.07.2010)
    th.oma.s:   auf dem foto sieht die anlage richtig gut aus. glückwunsch!
    (09.07.2010)
    Zoo Heidelberg:   Zoo Heidelberg: Richtungweisendes Elefantenhaus eröffnet

    Am 8. Juli um 15.00 Uhr war es soweit: Nach einem Jahr Bauzeit wurde das neue, richtungweisende Elefantenhaus im Heidelberger Zoo eröffnet. Bei strahlendem Sommerwetter nahmen knapp 500 geladene Gäste an der Eröffnung teil, darunter viele Menschen, die sich besonders für das Elefantenhaus engagiert haben. Das 3,8 Millionen teure Tierhaus ist in vieler Hinsicht innovativ: Metertiefer Sandboden gibt den Elefanten in einer großen Halle sowie in zwei der vier Boxen einen weichen organischen Untergrund. Ein ausgeklügeltes Beschäftigungsprogramm wird Langeweile verhindern. Mit der ersten Jungbullengruppe in Deutschland wird tiergärtnerisches Neuland beschritten, um die Elefantenzucht in Europa weiter voranzubringen. Durch die feierliche Eröffnung erfuhr die wichtigste und umfangreichste Baumaßnahme des Heidelberger Zoos der letzten Jahre ihre Freigabe.
    „Das neue Elefantenhaus des Heidelberger Zoo ist für mich ein Beispiel dafür, was entstehen kann, wenn sich ein motiviertes Team eine Aufgabe stellt und dabei von den Bürgerinnen und Bürgern nachhaltig unterstützt wird“, lobte Heidelbergs Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner.
    Das neue Elefantenhaus bietet den aktuellen Stand der tiergärtnerischen Wissenschaft und trägt den Bedürfnissen der Tiere Rechnung. In der großen Halles des Hauses finden die „Jungen Wilden“ einen komfortablen Innenpool, eine beheizbare Sporthalle mit Sandboden und vielfältigen Beschäftigungsmöglichkeiten, Privatboxen, einen Raum für Körperpflege und Behandlungen und den Zugang zu der 2000 m² großen Freianlage.
    Einige Zahlen geben eine Vorstellung von dem Kraftakt, der hinter den beteiligten Firmen, Architekten, Zoohandwerkern, Gärtnern, Tierpflegern und der Zooleitung liegt: Über 1000m³ Sand, Erde und Steine mussten bewegt werden, ein einziges Stahltor für die Elefanten wiegt über fünf Tonnen. Der künstliche Baum in der 500 m² großen Halle ist sieben Meter hoch und birgt in seinem Innerem Futterautomaten, mit denen die Tiere per Fernbedienung und Schaltuhr auch nachts gefüttert werden können. Einige hundert Tropenpflanzen, Hunderte von Gräsern, Stauden, Sträuchern und Bäumen wurden gepflanzt. Über einen Kilometer an Bewässerungsleitungen, Drainagen, Abwasser und Frischwasserleitungen wurden verlegt. Prachtvolle Flussufer mit Wurzeln und umgestürzten Bäumen wurden als Naturnachbildungen aus Spezialbeton in der Halle und an den Außenwänden des Elefantenhauses gestaltet. Ein großes Badebecken (zirka 500 Badewannen groß) mit zwei sanft abfallenden Ein- und Ausstiegen lädt zum Planschen ein. Die Pläne des auf Zoobauten spezialisierten Architekturbüros Rasbach füllen ein ganzes Bücherregal. „Es war eine sehr anstrengende aber auch schöne Zeit. Wir konnten sehen, wie unsere Ideen nach und nach in Stein, Metall, Holz und anderen Materialien realisiert wurden – das hatte manchmal schon etwas Magisches. Am schönsten ist aber zu sehen, wie sich die Tiere in ihrer neuen Heimat wohlfühlen“, freut sich Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann.
    Auch an die Besucher wurde gedacht, mit verschiedenen Perspektiven, einer Besucherplattform, die es ermöglicht, die Elefanten ganz nah zu beobachten. Völlig neu entwickelt wurden große interaktive Informationselemente, die die Besucher dazu einladen, sich mit diesen großartigen Tieren zu beschäftigen.
    In seinen Schlussworten setzte sich Würzner mit Nachdruck dafür ein, „dass das Erweiterungsgelände dem Zoo bald zur Verfügung stehe. „Dort einen modernen neuen Teil des Zoos zu errichten, der dem Schutz der Biodiversität, der natürlichen Vielfalt auf unserem Planeten gewidmet ist, ist eine spannende Aufgabe. „Ich hoffe“, betonte Würzner, „dass wir in den kommenden Jahren die Mittel haben werden, als Stadt dazu beizutragen. So wie hier beim Elefantenhaus werden auch dort hoffentlich die Heidelbergerinnen und Heidelberger, die Betriebe der Stadt und der Region mithelfen, das Ziel zu erreichen“.
    (09.07.2010)
    Egon Weisz:   Also ganz ehrlich, ich finde an Heidelberg könnten sich manche Zoos eine Scheibe abschneiden. Die Bauzeit des neuen Elefantenhauses ist "vorbildlich", ich will garnicht wissen, wie lange der Opelzoo in Kronberg für sein neues Elefantenprojekt brauchen wird. Wahrscheinlich ist es auch sehr viel teurer , wie so viele Zoobauten. Siehe: Frankfurt neues Gibbonhaus
    (30.06.2010)
    Niedersachse:   Oh ;)
    (26.06.2010)
    Michael Mettler:   ...den Rüssel hochhebt... ;-)
    (26.06.2010)
    Niedersachse:   Bei Tarak sieht man auch keine wenn er den Stoßzahn hochhebt, im Gegensatz zu seinem jüngeren Bruder.
    Tarak kommt dann doch nach seinem Vater.
    (25.06.2010)
    Liz Thieme:   Die drei Jungs haben sich inzwischen kennengelernt und verstehen sich scheinbar schon gut.
    Bilder sind hier zu sehen: http://www.tiergarten-heidelberg.de/inhalt/html/seiten/ele_bad_2010.html

    Schon erstaunlich wie unterschiedlich die drei aussehen. Va auffällig ist, dass Tarak noch keine ersichtlichen Stoßzähne hat.
    (25.06.2010)
    Zoo Heidelberg:   Deutschlandpremiere in Heidelberg: Junge Elefantenbullen ziehen zusammen

    21. Juni 2010 – 19.30 Uhr: Es ist ein bewegender Moment. Ganz vorsichtig tritt „Thai“ im Zoo Heidelberg aus seinem Transportcontainer und nimmt Kontakt mit Christian Wenzel auf. Zart nimmt der junge Elefantenbulle mit seinem Rüssel leckere Begrüßungsäpfel entgegen. Das über vier Jahre gewachsene Band zwischen dem erfahrenen Elefantenpfleger von Hagenbecks Tierpark und „Thai“ bewährt sich: Der junge Bulle läuft voller Vertrauen in seine neue Heimat. „Thai hat die achtstündige Reise von Hamburg nach Heidelberg gut überstanden“, freut sich Wenzel, der den Transport begleitet hat und noch einen Tag bei seinem ehemaligen Schützling bleibt.
    Der fünfjährige „Thai“ ist der erste Bewohner einer Deutschlandpremiere: Des ersten Elefantenhauses, das exklusiv für eine Gruppe junger Elefantenbullen gebaut wurde. „Das war ein kleiner Schritt für einen Elefanten, aber ein großer Sprung für die Elefantenzucht in Europa“, erklärt Heidelbergs Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. „Vor zwanzig Jahren haben viele noch geglaubt, dass die Elefanten in den Zoos mangels Nachwuchs aussterben. Heute beginnen wir spezielle Einrichtungen für Elefantenbullen zu bauen, weil sich die Zucht so erfolgreich entwickelt hat. Wir freuen uns darauf, mit der Haltung einer Jungbullengruppe neue Wege zu gehen und Erfahrungen zu sammeln, die für die Zukunft der Elefantenhaltung wichtig sind.“
    Die koordinierte Zucht von Elefanten läuft in Europa immer besser. Mehr Wissen über die Fortpflanzungsphysiologie, neue Elefantenanlagen, bessere Gruppenstrukturen, exzellent ausgebildete Tierpfleger – viele Faktoren haben dazu beigetragen. Die in den letzten Jahren geborenen Elefanten sind die Basis für die erfolgreiche Zucht der Zukunft. Die jungen Bullen müssen ihre Geburtsgruppen im Alter nach 5-8 Jahren verlassen. In Heidelberg werden sie zu einer Jungbullengruppe zusammengefasst und auf Ihre Rolle als Zuchtbulle einer Elefantenherde vorbereitet. Im Zusammenspiel mit anderen Jungbullen stärken sie ihre Sozialkompetenz.
    Sie lernen mit einem Pfleger zusammenzuarbeiten, der immer durch ein Gitter von Ihnen getrennt ist: „Geschützter Kontakt“ nennt das die Fachsprache. Der direkte Umgang mit pubertierenden Elefantenbullen wäre zu gefährlich. Im Alter von 10-15 Jahren werden die Jungbullen dann ihre Zuchtgruppen in europäischen Zoos übernehmen.
    Das neue Elefantenhaus in Heidelberg trägt den Bedürfnissen der Tiere Rechnung. In der großen Halles des Hauses finden die „Jungen Wilden“ einen komfortablen Innenpool, eine beheizte Sporthalle mit Sandboden und vielfältigen Beschäftigungsmöglichkeiten, Privaträume, einen Raum für Körperpflege und Behandlungen und den Zugang zu der 2000 m² großen Freianlage.
    Nach „Thai“ werden in den nächsten Tagen noch der etwa gleichaltrige „Tarak“ aus Hannover und der achtjährige „Voi Nam“ aus Leipzig an den Neckar ziehen.
    Am Anfang benötigen die jungen Elefantenbullen Zeit und Ruhe, sich in ihrer neuen Heimat einzugewöhnen und einander kennenzulernen. Wann das Dreiergespann dann das erste Mal auf der Außenanlage für Zoobesucher zu sehen sein wird, entscheidet der Integrationsprozess. Auf jeden Fall werden Besucher am Donnerstag, dem 24. Juni nachmittags keine Gelegenheit haben einen Elefanten zu sehen: da ist der Zoo ab 13.00 Uhr geschlossen. Denn an diesem Nachmittag gehört der Zoo exklusiv den chronisch kranken und behinderten Kindern für die der Tiergarten Heidelberg zusammen mit der Aktion Herzenssache einen „Traumtag im Zoo“ ausrichtet.

    (22.06.2010)
    Niedersachse:   Der Hamburger Elefantenbulle Thai ist heute, wie es im TV zu sehen war, ohne Probleme den langen Weg in den Container gegangen. Der Transport konnte pünktlich starten, so dass Thai inzwischen in Heidelberg sein sollte.
    (21.06.2010)
    Zoo Heidelberg:   Kleine „Wächter der Wüste“ – endlich wieder Nachwuchs bei den Erdmännchen im Heidelberger Zoo


    Wonnig rekeln sich vier possierliche Erdmännchen am Bauch von Mama, um gleich darauf neugierig ihre Umgebung zu erforschen. Als das Weibchen vor einigen Wochen plötzlich nur noch zum Fressen seine Erdhöhle verließ, vermuteten die Tierpfleger bereits, dass sich endlich der erhoffte Nachwuchs eingestellt hat. „Das letzte Mal hatten wir 2003 Nachwuchs. Umso mehr freuen wir uns jetzt über unsere gesunde Kinderschar“ erklärt Jörg Kubacki, Leiter des Robben- und Raubtierreviers. Auch wenn sie nicht so aussehen, so handelt es sich bei den Erdmännchen um echte Raubtiere. Zoologisch gesehen gehören sie zu den Schleichkatzen und tatsächlich wird ihr typisches Raubtiergebiss mit Beutetieren bis zur Größe einer Eidechse oder eines Vogels mühelos fertig. Sie fressen aber auch Früchte und Insekten oder graben nach Würmern und Skorpionen.
    Die Kleinen wurden schon am 12. Mai geboren, aber als Nesthocker verlassen die anfänglich noch nackten und blinden Jungtiere den Bau erst mit etwa zwei bis drei Wochen zum ersten Mal. Nun säugt das Weibchen seine Sprösslinge regelmäßig außerhalb der Höhle, während der Vater Mutter und Kinder sorgsam mit den Schneidezähnen putzt. Das zweite Männchen hält währenddessen auf seinem Aussichtspunkt Wache, damit dem jungen Familienglück nichts geschieht. Erdmännchen gehören zu den Lieblingen der Zoobesucher. Es macht einfach großen Spaß, die geselligen Tiere mit ihrem ausgeprägten Sozialverhalten zu beobachten. Die in trockenen Regionen im südlichen Afrika beheimateten Erdmännchen leben in Wohngemeinschaften und machen alles gemeinsam und das je enger desto lieber: Schlafen, scharren, fressen und ausgiebig in der Sonne baden. Beim Schlafen kuscheln sie sich neben- und übereinander, damit möglichst wenig Wärme verloren geht. Ein Erdmännchen hält immer Wache. „Männchen“ machend, oft auf einer erhöhten Position um die gesamte Umgebung im Blick zu haben, hält der Wächter Ausschau nach potentiellen Feinden. Die Schwanzspitze dient dabei als Stütze. Sobald ein Raubvogel oder eine Schlange entdeckt wird, gibt er einen kurzen, schrillen Warnlaut ab, woraufhin die gesamte Gruppe blitzschnell im Bau verschwindet oder Deckung unter Büschen und Wurzeln sucht. Dieses Verhalten ist auch bei den Erdmännchen im Tiergarten Heidelberg zu beobachten, obwohl sie sicher noch nie einem ernstzunehmenden Feind begegnet sind.

    (16.06.2010)
    Zoo Heidelberg:   Auch Frau trägt Schnurrbart
    Wer sie einmal gesehen hat, wird sie nicht mehr vergessen, zumindest ihren langen, prächtigen Schnurrbart. Kaiserschnurrbarttamarine sind neuerdings auch im Zoo Heidelberg zu bewundern.
    Ihren Namen verdanken die kleinen Affen aus Südamerika natürlich ihrem langen weißen Schnurrbart, der an den Deutschen Kaiser Wilhelm II erinnern soll. Doch hier tragen auch die Damen einen Bart, und selbst die Jungtiere bekommen ihn lange bevor sie erwachsen sind.
    Kaiserschnurrbarttamarine gehören zu den Krallenaffen, die ausschließlich in Südamerika vorkommen. Ihre Fingernägel sind zu Krallen umgeformt, mit denen die Tiere nicht nur gut klettern können, sie ritzen damit auch die Rinde von Bäumen an, um an die begehrten Baumsäfte zu gelangen. Auf ihrem Speisezettel stehen aber auch Früchte, Frösche, Vogeleier und Insekten, die sie geschickt mit ihren kleinen Händen fangen. Die hübschen Äffchen durchstreifen die oberen Baumschichten des Regenwaldes in kleinen Familiengruppen von bis zu zehn Tieren. Durch die Zerstörung ihres Lebensraumes werden sie im Freiland immer seltener, in den Zoologischen Gärten gibt es ein Erhaltungszuchtprogramm, das die koordinierte Nachzucht der Tamarine beaufsichtigt.
    Der Zoo Heidelberg hat sich Anfang des Jahres beworben, am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für den Kaiserschnurrbarttamarin teil zu nehmen. Dank der großen Erfahrung und der Erfolge, die der Tiergarten in der Haltung von anderen südamerikanischen Krallenaffenarten vorweisen konnte, stimmte die EEP-Kommission dem Antrag zu.
    Ende April zog das Weibchen „Aurora“ vom Zoo Besancon in Frankreich an den Neckar und knapp drei Wochen später folgte das Männchen „Rinaldo“ aus dem Zoo Twycross in England. Die beiden konnten problemlos zusammen gewöhnt werden und leben nun in einem Gehege im Kleinen Affenhaus neben den Roloway-Meerkatzen. Aber die beiden Kaiserschnurrbarttamarine haben noch mehr Nachbarn, sie teilen sich ihr Gehege derzeit mit einer Familie Zwergseidenaffen, die kleinsten echten Affen, die es auf der Welt gibt. Sie werden in einigen Monaten ein eigenes Gehege in der neu aufgebauten Fasanerie bekommen. Bis dahin ist in der Wohngemeinschaft viel los und für die Zoobesucher gibt es bei den kleinen Affen immer was zu sehen.

    (08.06.2010)
    Zoo Heidelberg:   DIE JUNGEN WILDEN KOMMEN!
    Das bestgehütete Geheimnis Heidelbergs wird gelüftet! Die ersten Elefanten - Jungbullengruppe in einem deutschen Zoo wird aus Voi Nam (8Jahre) aus Leipzig, Thai (5 Jahre) aus Hamburg und Tarak (4 1/2 Jahre) aus Hannover bestehen. Der Einzug in das neue Elefantenhaus soll in 7-8 Wochen stattfinden.
    Manche Bauarbeiter verlassen nach vollendeter Arbeit stolz die Baustelle, andere sind noch voll in Aktion und einige beginnen gerade erst ihr Gewerk – auf der Baustelle des Elefantenhauses herrscht eifrige Betriebsamkeit. Fix und fertig sind bereits die Pläne, wer in das neue Haus einziehen soll. Das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für Asiatische Elefanten hat drei Jungbullen aus Deutschland als Gründungsmitglieder der ersten Jungbullen – WG auf deutschem Boden ausgewählt. Es sind:
    Voi Nam, geboren am 05.04.2002 im Zoo Leipzig
    Thai, geboren am 26.11.2004 im Tierpark Hagenbeck, Hamburg
    Tarak, geboren am 28.10.2005 im Zoo Hannover

    „Wir sind mit der Auswahl des EEP sehr zufrieden.“ freut sich Dr. Klaus Wünnemann, Direktor des Zoo Heidelberg. „Alle drei Tiere kommen aus guten Zuchtgruppen, haben genetisch einen hohen Wert für die Zucht und sind einfach tolle Tiere.“ In den letzten Wochen hat der Zoo Heidelberg mit den Zoos, in denen die drei Elefantenbullen geboren wurden, eine lange Liste von Punkten besprochen. Da spielen Impfungen und Lebenslauf, Organisation der Transporte, Einstellungsverträge, Besuche der Heidelberger Elefantenpfleger bei ihren zukünftigen Schützlingen und viele weitere Details eine wichtige Rolle. Besonders positiv: Da alle Tiere aus Deutschland stammen, sind die Transportzeiten und damit die Belastungen für die Tiere gering. „Dass alle Elefanten seit ihrer Geburt die deutsche Sprache hören ist weniger entscheidend. Eher schon, dass sich die bisherigen und künftigen Pfleger der Elefantenbullen gut verständigen können.“ In Heidelberg werden die Tiere im geschützten Kontakt gehalten werden, das heißt die Pfleger befinden sich nie mit dem Tier im selben Raum. Alle Pflegevorgänge - wie Fußpflege - werden an einer speziellen Trainingswand durchgeführt. Dafür müssen die Heidelberger Elefantenpfleger genau wissen, wie bislang mit den Tieren gearbeitet wurde, welche Kommandos verwendet wurden und vieles mehr. In den nächsten Wochen werden Tierpfleger aus Heidelberg in Hannover, Hamburg und Leipzig all dies lernen und genau dokumentieren.
    Die Jungbullengruppe ist sehr wichtig für die Zucht Asiatischer Elefanten in Europa. Seit einigen Jahren läuft die Zucht der Elefanten in den Zoos Europas immer besser. Dieser große Erfolg des koordinierten Zuchtprogrammes hat Folgen: Für junge Bullen, die ihre Geburtsfamilie verlassen müssen, ist noch zu wenig Platz vorhanden. Die Jungbullengruppe im Zoo Heidelberg wird als Zwischenstation auf ihrem Weg zur Position des Zuchtbullen mit eigener Herde dienen. „Wir wollen die jungen Wilden intensiv betreuen und im geschützten Kontakt so trainieren, dass sie optimal auf ihre spätere Rolle vorbereitet sind. Wenn Sie uns im Alter von ca. 13 Jahren verlassen werden, sollen sie ohne Probleme in die Zuchtgruppen integriert werden können. schaut Dr. Klaus Wünnemann in die Zukunft. „Das bedeutet viel Arbeit, wird aber auch sehr spannend sein, denn es liegen noch sehr wenige Erfahrungen mit solchen Gruppen vor. Und auch für unsere Besucher wird die Beobachtung der jungen Elefantenbullen und ihrer Entwicklung sicher ein faszinierendes Erlebnis werden.“
    (15.05.2010)
    Michael Mettler:   Laut Zeitungsmeldung in der hannoverschen NEUEN PRESSE wird der hiesige Elefanten-Jungbulle Tarak ab Sommer zum Erstbesatz der neuen Heidelberger Anlage gehören und dabei auf je einen Bullen aus Hamburg und Leipzig treffen.
    (15.05.2010)
    Zoo Heidelberg:   Große Freude im Heidelberger Zoo – Roloway-Meerkatzenbaby geboren


    Die kleine Roloway-Meerkatze, die am 21. März das Licht der Welt erblickt hat, gehört zu den gerade mal 32 Tieren, die in den Zoos weltweit gehalten werden. Der Heidelberger Zoo hält mit neun Tieren damit ein Viertel des Weltbestandes der Roloway-Meerkatzen in menschlicher Obhut.
    Nur noch wenige dieser schönen Tiere leben in ihren Heimatländern Ghana und der Elfenbeinküste – die Roloway-Meerkatze steht kurz vor der Ausrottung! Mit seinem Artenschutzprojekt WAPCA e.V. engagiert sich der Heidelberger Zoo seit vielen Jahren für den Schutz der bedrohten Primatenarten vor Ort. Neben kleinen Erfolgen gibt es aber immer wieder Rückschläge. Wildfleisch gehört zur bevorzugten Nahrung nicht nur in Westafrika. Die erlegten Tiere werden weltweit exportiert, es ist ein regelrechter Wildfleischhandel entstanden, der für zahlreiche Tierarten in den Wäldern Afrikas das baldige Aus bedeuten könnte. An wohl kaum einer anderen Tierart lässt sich so gut verdeutlichen, wie wichtig der Zoo für den Arten- und Naturschutz ist. Der Zoo Heidelberg hält zwei Paare Roloway-Meerkatzen, eines lebt im kleinen Affenhaus, das andere bewohnt ein Gehege im Menschenaffenhaus. Mit ihren langen weißen Bärten und ihren flinken Sprüngen durchs Geäst gehören sie zu den beliebtesten und elegantesten Tieren im Zoo. Dazu kommt, dass man sie außer im Zoo Heidelberg nur noch in München und in einigen französischen Zoos sehen kann.
    Deshalb ist die Geburt der kleinen Meerkatze, deren Geschlecht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht feststeht, ein großer Erfolg für das Europäische Erhaltungszuchtprogramm dieser seltenen und ausgesprochen schönen Affenart aus Westafrika. Für Mama Adriana ist es bereits das sechste Kind! Trotz ihrer Gehbehinderung – im Kindesalter musste ihr der rechte Fuß amputiert werden – ist sie eine äußerst fürsorgliche Mutter. In den ersten Wochen klammert sich das Jungtier fast ausschließlich an den Bauch der Mutter. Aber dann wird es seine Umgebung erkunden und die Zoobesucher durch Spielversuche mit den älteren Geschwistern begeistern.
    Nicht nur bei der Zucht in Menschenobhut ist der Heidelberger Zoo führend, auch den Schutz der Tiere in ihren Heimatländern Ghana und Elfenbeinküste hat der Zoo Heidelberg zu seinen wichtigsten Aufgaben gemacht. Doch die Situation in Ghana ist dramatisch, betont Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. „Wenn das Roloway-Jungtier sechs Jahre alt sein wird und damit im fortpflanzungsfähigen Alter, könnten diese wunderschönen Tiere in Ghana bereits ausgestorben sein“.

    Pressehinweis: Die junge Roloway-Meerkatze im Zoo Heidelberg kann in der alten Zooschule durch die Scheibe oder im Außengehege fotografiert werden.

    Foto: Das Roloway-Jungtier mit seiner Mutter

    (06.05.2010)
    Zoo Heidelberg:   Haustiertag im Heidelberger Zoo am 24. April


    Der Heidelberger Zoo und der Zoofachmarkt „Kölle Zoo“ laden am Samstag, den 24. April zu einem Haustiertag im Zoo ein.

    Von 14.00 bis 18.00 Uhr können sich kleine und große Besucher auf ein vielfältiges Programm freuen. Neben Attraktionen und Aktionen rund um die Zootiere informieren an verschiedenen Ständen Mitarbeiter vom Kölle-Zoo Heidelberg über die artgerechte Haltung, Fütterung und Pflege von Hunden und Katzen, Nagetieren, Vögeln, Fischen und Terrarienbewohnern. Welches Tier passt zu mir? Benötigt mein Tier Gesellschaft oder sollte es alleine gehalten werden? Fragen wie diese aber auch so wichtige Themen wie „Sicherheit und Transport“, „wohin in den Ferien“ und „Erste Hilfe“ werden behandelt.

    Besucher können bei der Schur von Skuddenschafbock „Tony“ schöne Preise gewinnen. Um 16:30 Uhr wird „Tony“ die Hüllen fallen lassen und alle Besucher sind eingeladen, dieses interessante Ereignis nicht nur zu verfolgen sondern auch das Gewicht der geschorenen Wolle zu schätzen. Wie viel Gramm oder Kilogramm an Wolle trägt „Tony“ da die ganze Zeit mit sich herum? Tonys Wolle und die der anderen Schafe wird nach der Schur verwendet, um anderen Tieren wie Tigern oder Luchsen die Gelegenheit zu geben, sich mit Teilen ihrer potentiellen Beutetiere zu beschäftigen. Dabei ist vor allem der Geruch wichtig.

    (20.04.2010)
    Zoo Heidelberg:   Xavier Naidoo drehte Musikvideo im Heidelberger Zoo


    Am Dienstag, den 13. April fanden im Heidelberger Zoo ungewöhnliche Dreharbeiten statt. Diesmal standen ausnahmsweise mal nicht Gorilla, Löwe und Co. im Visier der Kameras. Für seine Single mit dem Titel „Verschieden“ drehte Xavier Naidoo im Heidelberger Zoo seinen neuesten Videoclip und hat sich dafür ein lebendiges Ambiente direkt vor seiner Haustür ausgesucht.
    Soviel sei jetzt schon verraten: Für den Dreh bestieg Xavier eine echte Rikscha, auf der er durch den Zoo und an den Tiergehegen vorbei radelte. Für viele Zoobewohner war das eine kleine Sensation. Auch wenn sie den prominenten Gast auf der Rikscha nicht erkannten, so verfolgten Löwen, Mähnenrobben, Poitou-Esel und Kamele fasziniert das außergewöhnliche Schauspiel. Eine Rikscha hatten sie mit Sicherheit vorher noch nie zu Gesicht bekommen.
    Auch Xavier haben die Aufnahmen sichtlichen Spaß gemacht. Als Sohn Mannheims ist er – wie viele Mannheimer auch – dem Heidelberger Zoo seit seiner Kindheit verbunden. Interessiert verfolgt er die Entwicklung des neuen Elefantenhauses, in das ab Juli drei lebhafte junge Elefantenbullen einziehen werden. Mit der in deutschen Zoos bislang einzigartigen Haltung von jungen Elefantenbullen sorgt der Heidelberger Zoo in Deutschland und auch europaweit für Aufmerksamkeit.

    (Foto: Xavier Naidoo mit Esel)
    (19.04.2010)
    Oliver Jahn:   Gibt es schon neue Informationen zu den Pumas in Heidelberg und ihrer Anlage? Weiß man, ob es unterartreine Pumas werden und steht schon ein Termin?
    (13.04.2010)
    Zoo Heidelberg:   Der Heidelberger Zoo im Fernsehen

    „Tierische Kumpel“ – Der Heidelberger Zoo im ZDF ab Montag, 19. April von 15.15 bis 16.00 Uhr

     

    Im März fanden im Heidelberger Zoo Dreharbeiten für eine neue Staffel in der ZDF-Reihe „Tierische Kumpel“ statt. Das Ergebnis mit spannenden Blicken hinter die Kulissen kann sich jetzt sehen lassen. Die malenden Orang-Utans Ujian und Grisella, Mähnenrobbenbaby Holly beim Planschen im Salzbad, Training mit den Riesenschildkröten und den syrischen Braunbären und viele weitere spannende Geschichten rund um die Tiere und Menschen im Heidelberger Zoo werden ab Montag, den 19. April in der ZDF-Reihe „Tierische Kumpel“  ausgestrahlt. Die Sendung läuft im Nachmittagsprogramm von Montag bis Freitag von 15.15 bis 16.00 Uhr.
    (13.04.2010)
    Zoo Heidelberg:   Ausstellung „Schönheit im Verborgenen – was man mit dem Elektronenmikroskop im Zoo entdecken kann“

    Der Heidelberger Zoo präsentiert ab dem 18. April poetische Mikrofotografien von Organismen, Pollen, Samen und Details von Tieren und Pflanzen unserer Umgebung. Die Ausstellung „Schönheit im Verborgenen – was man mit dem Elektronenmikroskop im Zoo entdecken kann“ in Kooperation mit dem Zoologischen Institut der Universität Heidelberg ist bis zum 18. Juni im Afrikahaus zu sehen. Am Sonntag, 18. April um 11.00 Uhr findet dort auch die Vernissage statt. Den Begrüßungsvortrag hält Professor Volker Storch vom Zoologischen Institut. Besucher sind herzlich willkommen.
    Die Elektronenmikroskopie offenbart einzigartige Kunstwerke, die die Natur beherbergt. Aufnahmen wie diese zeigen uns, wie spannend es ist, den Blick für das Kleine zu öffnen.
    (Foto: Ameise unter dem Mikroskop)
    (12.04.2010)
    Zoo Heidelberg:   Viele bunte Gründe, an Ostern den Zoo zu besuchen

    Rechtzeitig zu den Osterfeiertagen hat der Frühling sich zurückgemeldet. Unter den wärmenden Sonnenstrahlen haben Krokusse, Tulpen und andere Frühlingsboten die Grünflächen in bunte Teppiche verwandelt. Viele Tiere wurden nach Wochen der Kälte wieder richtig munter und genießen wie die Kängurus die warme Jahreszeit im Freien. Löwen und Tiger blinzeln träge in die Sonne und die Kamele sehen bald ziemlich gerupft aus, weil sie die Winterwolle verlieren.

    Kinder aufgepasst: Wer echte Zoo-Osterüberraschungen erleben möchte, der sollte seine Eltern einpacken und sich am Ostersonntag für einen Spaziergang in den Zoo bewegen. Dort wartet Poitou-Eselstute Madeleine mit zwei großen Weidenkörben voller Überraschungseier, die sie zu den Kindern trägt. Natürlich darf Madeleine dann auch mal zum Dank hinter ihren grandiosen Ohren gekrault werden.
    Im Afrikahaus gibt es eine ganz besondere Attraktion zu bestaunen. Pünktlich zur Osterzeit werden aus zahlreichen Hühnereiern goldgelbe Küken schlüpfen. Die flauschigen Federbällchen werden gemeinsam mit Kaninchen und Meerschweinchen in einem großen, zirkuszeltähnlichen Gehege und gebettet auf einem Nest aus Stroh und Hobelspänen ihr erstes Zuhause finden. Im Streichelzoo warten zahlreiche Ziegenjunge auf fröhliche Kinder. Um ihnen den Kontakt zu so richtig schmackhaft zu machen, ist außerhalb des Geheges ein Futterautomat aufgehängt. Vorsichtige Kinder können die Ziegen durch den Zaun hindurch füttern, mutige Naturen nehmen das Futter mit in das Streichelgehege und werden rasch von den neugierigen Ziegen umringt werden.

    Es lohnt sich also, an den Feiertagen im Zoo vorbei zu schauen, zumal nur dort Eltern ihren Kleinen lebende Osterhasen, Osterlämmer und Osterküken zeigen können.

    Ein Besuch im Zoo lohnt sich in jedem Fall. Die Gehege und Wasserbecken erstrahlen nach einem gründlichen Frühjahrsputz in frischem Glanz, die Pelikane sind in ihr Sommerquartier eingezogen und die jungen Skudden-Lämmer hüpfen fröhlich rufend durch ihr Gehege.

    „Erlebnis Baustelle“ im Heidelberger Zoo am Ostersonntag

    Im Zoo Heidelberg entsteht ein neues Elefantenhaus mit einem völlig neuen Haltungskonzept. Mit der in deutschen Zoos bislang einzigartigen Haltung einer Jungbullengruppe, die ab Sommer dort einziehen wird, sorgt der Heidelberg Zoo in Deutschland und auch europaweit für Aufmerksamkeit. Die Haltung einer Jungbullengruppe ist ein wichtiger Baustein innerhalb der europaweit koordinierten Zuchtbemühungen für die bedrohten Asiatischen Elefanten. Und eine Aufgabe, der sich bisher nur wenige Zoos stellen – in Deutschland ist das bislang nur der Heidelberger Zoo.
    Für diejenigen, die schon vor der Eröffnung einen ersten Blick auf das Baugeschehen werfen wollen, bietet der Zoo Heidelberg seit Februar exklusive Baustellenführungen an. Auch am Ostersonntag kann man von 11-12 Uhr unter fachkundiger Leitung eines Elefantenpflegers alles erfahren über Planung und Entwicklung sowohl des neuen Hauses wie auch der Art der Elefantenhaltung. Diese Führung ist nur kurze Zeit möglich, da bereits im Sommer die Jungbullen einziehen – eine einmalige Gelegenheit also!
    Für die Führung erbitten wir eine Spende von 5,- Euro, Kinder bis 12 Jahre sind frei. Jeder Teilnehmer darf sich mit seiner Unterschrift auf einem eigenen Stein im Elefantenhaus verewigen!
    Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Treffpunkt: 11:00 Uhr am Kassencontainer.

    (30.03.2010)
    Zoo Heidelberg:   Nachwuchs im Heidelberger Zoo. Weißes Kamelbaby geboren

    Der Heidelberger Zoo freut sich sehr über die Geburt eines gesunden Kamelbabys. Bereits am 3. März erblickte früh morgens ein hübsches Trampeltier das Licht der Welt. Der kleine Hengst ist wie seine Mutter „Jasmin“ weiß gefärbt, Papa ist der im Jahr 2009 leider verstorbene Hengst „Sharan“. Jasmin ist eine fürsorgliche Mutter mit viel Erfahrung. Sie hat bereits vier Mal für Nachwuchs in den letzten Jahren gesorgt. Vor zwei Jahren gebar sie fast zum gleichen Zeitpunkt „Faya“, die zu einer stattlichen Kameldame herangewachsen ist. Bislang war das kleine Kamel im Stall und vor den etwas widrigen Temperaturen geschützt. Da die Temperaturen aber zunehmend steigen, kann der Kleine bald täglich für ein paar Stunden ins Außengehege und sich dann auch erstmals den Zoobesuchern zeigen.

    Kamelstuten bringen nach einer Tragzeit von 360 bis 440 Tagen in der Regel ein einzelnes Jungtier zur Welt. Dieses ist Nestflüchter und kann innerhalb kürzester Zeit selbständig gehen. Nach rund einem Jahr wird es von der Milch der Mutter entwöhnt und ist nach zwei bis drei Jahren geschlechtsreif. Immer wieder werden die Begriffe Kamel, Dromedar und Trampeltier durcheinander gebracht. Dabei ist es eigentlich ganz einfach. Ein Dromedar hat einen, das Trampeltier hat zwei Höcker und beide gehören zur Familie der Kamele. Im Heidelberger Zoo leben also Trampeltiere. Ursprünglich stammen Kamele aus deutlich extremeren Klimaten als den mitteleuropäischen und haben sich über Millionen von Jahren an starke Temperaturschwankungen wie Hitze und Kälte sowie Wassermangel angepasst. Entgegen verbreiteter Meinung speichern Trampeltiere nicht Wasser in ihren Höckern. Ihre Höcker dienen ihnen als Fettspeicher. Bei der Verwertung von Fett entsteht unter anderem auch Wasser. Damit sind Höcker nur ein indirekter Wasserspeicher.
    (17.03.2010)
    Holger Wientjes:   Ja WIR kennen natürlich die Fossa !!! ;-)

    Schön, das ein weiterer Halter hinzugekommen ist und zunächst einmal wenigstens Platz in DU für weiteren Nachwuchs schafft !
    (17.03.2010)
    Zoo Heidelberg:   Wer kennt die Fossa? Der Heidelberger Zoo beherbergt seit kurzem ein ungewöhnliches Raubtier

    „Foooossaaaaa“! „Hilfe! Die Fossas kommen!“ Wer den Film „Madagaskar“ gesehen hat, wird den gellen Aufschrei der Lemuren kennen. Vermutlich dürften aber nur wenige Menschen dieses faszinierende Tier bislang zu Gesicht bekommen haben. Die Fossa ist eine seltene Raubtierart und gleichzeitig das größte Landraubtier Madagaskars. Es gibt auch nur einige Zoos weltweit, in denen die Fossa gehalten wird. Deshalb freut sich der Heidelberger Zoo sehr, seinen Besuchern diese Tierart vorstellen zu können und sie für deren Schutz sowie für den Erhalt der vielerorts zerstörten Heimat der Fossa zu sensibilisieren. Am 11. März sind drei junge männliche Fossas aus dem Duisburger Zoo an den Neckar gezogen. Neugierig erkunden sie nun ihr neues Gehege, das sich direkt gegenüber dem Flamingosee an der Neckarseite befindet. Die anmutigen Tiere sind acht Monate alt und noch nicht ausgewachsen. Ausgewachsen erreichen sie eine Länge von bis zu 1,5 Meter. Mit maximal 15 Kilogramm Gewicht zählt die Fossa zu den schlankesten und elegantesten Raubtieren überhaupt. Ihr langgestreckter und gleichzeitig kräftiger Körperbau vereint die Merkmale einer Katze mit solchen der Schleichkatzen. Durch den kurzen Gesichtsschädel, die abgerundeten Ohren und ihre großen runden Augen mit den senkrechten Pupillen wirkt sie katzenähnlich. Gleichzeitig erinnert ihre Gestalt an einen dunklen, kurzbeinigen Puma. Die Tiere sind ausgezeichnete Kletterer und können größere Distanzen in den Bäumen springend zurücklegen.

    Die Fossa ist eine sehr alte Tierart, die aufgrund der abgeschiedenen Insellage Madagaskars bis heute überleben konnte. Sie gilt daher auch als „lebendes Fossil“, doch schon bald könnte dieses attraktive Raubtier für immer verschwunden sein. Die viertgrößte Insel der Welt vor der Ostküste Afrikas steht heute vor der Vernichtung großer Teile seiner außergewöhnlichen und einmaligen Artenvielfalt – und binnen kurzer Zeit auch vor dem Verlust vieler seiner natürlich nachwachsenden Rohstoffe. Waldgebiete werden großflächig abgeholzt, um Land für Rinderhaltung und für landwirtschaftliche Ertragsflächen zu gewinnen, und um das wertvolle Holz der Bäume wirtschaftlich zu nutzen. Die Fossas verlieren somit ihren bevorzugten waldreichen Lebensraum. Die Fossa jagt vor allem Vögel und kleinere Säugetiere. Da große Teile ihres natürlichen Lebensraumes vernichtet sind, vergreift sie sich immer wieder an Hühnern und anderen Haustieren. Kein Wunder, dass die ländliche Bevölkerung den „Puma Madagaskars“ jagt. Das meiste, was wir bislang über das Leben der Fossa wissen, stammt von den wenigen Tieren, die in Zoologischen Gärten gehalten werden. Die bedeutendsten Zuchterfolge sind dem Zoo Duisburg zuzuschreiben, dem seit dem Jahre 1980 regelmäßig Nachzuchten gelingen. Der Heidelberger Zoo unterstützt mit dem Erwerb der Fossa auch ein vom Zoo Duisburg koordiniertes Artenschutzprojekt für diese Art auf Madagaskar.
    Übrigens sind im Heidelberger Zoo noch weitere äußerst seltene Tierarten aus Madagaskar zu bewundern: die zu den Raubtieren zählenden Ringelschwanzmungos mit glänzendem weinroten Fell und einem buschigen schwarz-rot gestreiften Schwanz und Gürtelvaris, eine Lemurenart mit wuscheligem, schwarz-weißen Fell.

    Foto (Claudia Kuster, Zoo Duisburg): ausgewachsene Fossa
    (17.03.2010)
    BjörnN:   Eine Goldkatzenanlage war zu Beginn des Jahres leer, es könnte also möglich sein, dass sie dort einziehen.
    (16.03.2010)
    Mirko Schmidkunz:   Weiß schon jemand, in welcher Anlage die Fossas reinkommen. Vielleicht in eine der zwei Goldkatzenanlagen.
    (16.03.2010)
    Oliver Jahn:   Und wieder einmal ist Heidelberg um eine Rarität reicher. Der Zoo bekam 3,0 Fossas aus der Nachzucht des Zoos Duisburg. Der Tierbestand in Heidelberg wird immer erlesener und er bietet mittlerweile auch für Zoofans eine Besonderheit neben der anderen. Wenn dann noch Pumas kommen, dann muss man wirklich sagen, dass Heidelberg wieder in der "Oberliga" spielt.
    (15.03.2010)
    Zoo Heidelberg:   Heidelberger Zoo: Nachwuchs bei den goldgelben Löwenäffchen

    Der Heidelberger Zoo freut sich sehr über seinen jüngsten Nachwuchs. Am 2. März wurden zwei goldgelbe Löwenäffchen geboren. Die Kleinen sind so winzig, dass man zweimal hinschauen muss, um zu erkennen, was sich da auf dem Rücken von Mama oder Papa festkrallt. Eltern der Zwillinge sind „Alfredo“ und „Ilona“. Ilona kam im letzten Jahr aus dem Allwetterzoo Münster nach Heidelberg, um mit Alfredo goldene Kinder zu bekommen. Das hat nun zur großen Freude des Zoo-Teams geklappt, denn das Überleben des Löwenäffchens in freier Wildbahn ist leider hochgradig gefährdet. Schuld an dieser Situation ist in erster Linie der vom Menschen verursachte Lebensraumverlust: Einhergegangen mit der unaufhaltsam voranschreitenden Erschließung Südostbrasiliens ist die großflächige Rodung der örtlichen Regenwälder. Schonungslos wurde dadurch das Löwenäffchen seiner Heimat beraubt, so dass heute alle seine vier Unterarten in ihrem Vorkommen auf wenige isolierte Regenwaldreste beschränkt sind. In Heidelberg sollen die beiden nicht nur für Nachwuchs sorgen, sondern auch die Menschen der Metropolregion auf die Zerstörung der letzten Küstenregenwälder hinweisen und sie für den Schutz dieser Wälder sensibilisieren.

    Gleich nach der Geburt klettern die Neugeborenen auf den Rücken der Mutter. Alle zwei Stunden führt die Reise zurück an den Bauch um zu säugen. Interessanterweise werden die Jungtiere nach wenigen Tagen hauptsächlich vom Vater herumgetragen. Nur zum Stillen kehren sie kurzfristig zur Mutter zurück. Und wenn bereits ältere Kinder in der Familie sind, helfen diese ebenfalls aktiv bei der Betreuung der Jungtiere mit. Die Löwenäffchen lernen so frühzeitig ihre Nahrungsmittel mit den anderen in der Familie zu teilen und kennen untereinander keinen Futterneid. Schon ab der dritten Lebenswoche unternehmen die jungen Löwenäffchen kleinere Ausflüge vom Vater weg und üben sich im Klettern. Etwa im Alter von drei Monaten sind sie dann völlig selbständig.
    Die goldgelben Löwenäffchen sind nur so groß wie eine Grapefruit aber dennoch die größten Vertreter der Krallenaffen, die wirkliche Zwerge der Primatenfamilie darstellen. Deshalb kann man sie auch als Riesenzwerge unter den Affen bezeichnen. Ihr seidiges Fell ist vorwiegend goldgelb gefärbt, die Vorderpfoten und der Schwanz können braun oder schwarz sein. Das dunkle, unbehaarte Gesicht ist von einer Mähne umgeben.

    Interessant zu wissen: Alle Löwenäffchen auf der Welt gehören dem brasilianischen Staat – auch „Ilona“, „Alfredo“ und ihre Kinder. Sie werden von der brasilianischen Naturschutzbehörde an ausgewählte zoologische Gärten verliehen. Löwenaffen gehören auch zu den ersten Tieren, bei denen die Wiederansiedlung zoogeborener Tiere in freier Wildbahn erprobt wurde. Das dabei gewonnene Wissen ist heute die Basis für Wiederansiedlungsprojekte bei den unterschiedlichsten Tierarten auf der ganzen Welt. Inzwischen leben viele zoogeborene Löwenaffen wieder in Brasilien in den letzten Resten ihres Lebensraumes und haben dort schon neue Populationen begründet.

    Foto: Eltern mit ihrem Nachwuchs
    (11.03.2010)
    Zoo Heidelberg:   Ausstellung „Reichtum Regenwald“ im Heidelberger Zoo

    Die Vielfalt der Lebewesen, die unsere Erde bewohnen, ist überwältigend. Die Zahl der uns bekannten Pflanzen- und Tierarten beträgt knapp 1,5 Millionen. Doch wir kennen bisher nur einen Bruchteil der hier lebenden Arten. Vorsichtigen Schätzungen zu Folge leben auf der Erde mindestens 5 Millionen Arten. Forscher, die sich mit der Vielfalt des Lebens beschäftigen, gehen sogar von bis zu 20 Millionen Arten aus! Über zwei Drittel der Arten leben in den Tropischen Regenwäldern. Allerdings sind diese Wälder, die noch vor weniger als einem Jahrhundert mehr als ein Zehntel der Landfläche der Erde bedeckten, inzwischen auf die Hälfte zusammengeschrumpft. Deshalb ist deren Vernichtung die Hauptursache für das katastrophale Ausmaß des Artensterbens auf unserem Planeten. Doch die Vielfalt der Arten, der Gene und Ökosysteme ist eine wichtige Grundlage für unser Leben.

    Das Internationale Jahr der biologischen Vielfalt 2010 macht auf die Bedeutung der natürlichen Vielfalt aufmerksam und ruft alle Menschen auf, sich für den schonenden und verantwortungsbewussten Umgang mit unseren Ressourcen zu engagieren. Der Schutz der Biodiversität ist seit langem auch das Leitthema des Heidelberger Zoos.
    Ab Donnerstag, 4. März, zeigt der Zoo eine spannende Ausstellung „Reichtum Regenwald“ der Tropenwaldstiftung OroVerde mit abwechslungsreichen Informationen zum Thema Regenwald und Umweltschutz. So erfährt der Besucher durch die Tafeln „Reichtum Regenwald“ und „Warum regnet es im Regenwald“ Verschiedenes über den Stockwerkbau und die Biodiversität des Regenwaldes, sowie über die Ökologie des Wasserkreislaufes. „Regenwaldschutz ist Klimaschutz“ stellt die Beziehung zwischen Regenwald und Weltklima dar. Weitere Tafeln stellen den Bezug des „fernen“ Regenwaldes zum Leben des Besuchers her. Sie informieren über den Zusammenhang zwischen dem persönlichen Kaufverhalten und den Tropen: „Regenwald im Einkaufswagen“, „Geist ist geil – Einkauf mit Köpfchen“, „Ich bin doch nicht blöd – Wie Kunden Einfluss nehmen können“ und „Für Klopapier kein Kahlschlag“. Durch konkrete Beispiele für Schutzmaßnahmen erfährt der Betrachter, wie er persönlich ohne großen Aufwand zum Erhalt der Wälder beitragen kann.
    Die Ausstellung ist bis Dienstag, 6. April in der Scheune des Heidelberger Zoos zu sehen.


    (03.03.2010)
    Henry Merker:   @WolfDrei:
    Da ich mich mit Elefantenbullen nicht so auskenne, kann ich auf die Frage nicht antworten...doch vielleicht könnte man das von Ihnen angsesprochene Problem lösen, indem man noch einen Altbullen in die Junggesellengruppe aufnimmt, der die Jungbullen erzieht. Ansonsten gibt es einen Artikel zu dieser Problematik im Elefantenmagazin der EEG von Juli 2008. Dort werden Junggesellengruppen befürwortet, dennoch aber ein Verbleib der Jungbullen in ihrer Ursprungsherde bis zum Abschluss ihres fünften Lebensjahres gefordert. Ob alles im allem dann alles wie erhofft ablaufen wird, müssen die Erfahrungen der Zukunft zeigen...
    (22.02.2010)
    WolfDrei:   Einige Gedanken zu dieser "in Deutschland einmaligen Haltung einer Elefantenjunggesllengruppe". Gibt es denn Erfahrungen, was späterhin diese Junggesllen, wenn sie denn halbstarke Erwachsene sind, für die angedachte Erhaltungszucht wert sind?. Dazu: im Umfolozi-NP/Südafrika, hat man , da Elefanten-frei, derartige Jungbullen nach den Abschußaktionen im Krüger ausgesetzt. Und jene, dann als Erwachsene, nie herdenmäßig durch Altbullen "erzogen", brachten z.B. Breitmaulnashörner um. Gegenwärtig werden deshalb in SA nur "intakte Gruppen", also auch mit "erzogenen" Bullen. umgesiedelt. Reicht also die "Pflegererziehung" aus, um später aus diesen Zuchtbullen erwarten zu können? Oder sind Inder anders als Afrikaner?
    (22.02.2010)
    Zoo Heidelberg:   „Erlebnis Baustelle“ im Heidelberger Zoo ab dem 28. Februar

    Im Heidelberger Zoo entsteht ein neues Elefantenhaus mit einem völlig neuen Haltungskonzept. Mit der in deutschen Zoos bislang einzigartigen Haltung einer Jungbullengruppe, die ab Sommer dort einziehen wird, sorgt der Heidelberger Zoo in Deutschland und auch europaweit für Aufmerksamkeit. Die Haltung einer Jungbullengruppe ist ein wichtiger Baustein innerhalb der europaweit koordinierten Zuchtbemühungen für die bedrohten Asiatischen Elefanten. Und eine Aufgabe, der sich bisher nur wenige Zoos stellen – in Deutschland ist das bislang nur der Heidelberger Zoo.
    Für diejenigen, die schon vor der Eröffnung einen ersten Blick auf das Baugeschehen werfen wollen, bietet der Zoo ab Februar exklusive Baustellenführungen an. Ab Sonntag, 28.02.2010 kann man jeden 2. und 4. Sonntag im Monat von 11:00-12:00 Uhr unter fachkundiger Leitung eines Elefantenpflegers alles erfahren über Planung und Entwicklung sowohl des neuen Hauses wie auch der Art der Elefantenhaltung. Diese Führung ist nur kurze Zeit möglich, da bereits im Sommer die Jungbullen einziehen – eine einmalige Gelegenheit also!
    Für die Führung erbittet der Zoo eine Spende von 5,- Euro, Kinder bis 12 Jahre sind frei. Jeder Teilnehmer darf sich dafür mit seiner Unterschrift auf einem eigenen Stein im Elefantenhaus verewigen!
    Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Treffpunkt: 11:00 Uhr am Kassencontainer.
    Es besteht außerdem die Möglichkeit für Gruppen, eine private Baustellenführung zu buchen. Wir machen Ihnen gerne ein Angebot unter: zooinfo@heidelberg.de

    (22.02.2010)
    Jennifer Weilguni:   Ja, da sollte man doch wirklich die Kirche im Dorf lassen. Erstens kann so etwas mal vorkommen und zweitens ist es doch ein Bär im Eis oder nicht?
    (28.01.2010)
    Henry Merker:   Da es in Heidelberg keine Eisbären gibt, wird es sich um einen Druckfehler handeln, was ja schon mal vorkommen kann.
    (28.01.2010)
    Klaus Wünnemann:   Unsere Mitarbeiter sind sich sicher: Eisbär kommt nicht von uns!
    (28.01.2010)
    Sacha:   @WolfDrei: Ja, aber nicht in der Bildlegende. Oder sonst hätte man den Eisbär zumindest in Gänsefüsschen "" setzen müssen.
    (28.01.2010)
    WolfDrei:   Nicht so schnell - da steht anfangs etwas vom Syrier!
    (28.01.2010)
    Sacha:   @Sven: Oberpeinlich, wenn die Zooleitung diese Meldung und die Bildlegende selber geschrieben hat....
    (28.01.2010)
    Sven P. Peter:   Der Eisbär auf dem Foto sieht verdächtig nach einem Syrischen Braunbären aus. ;)
    (28.01.2010)
    Zoo Heidelberg:   Viele Tiere im Zoo lieben auch den Schnee

    Wer glaubt, dass im Winter im Zoo nichts los ist, liegt falsch. Auch wenn es uns fröstelt, so bietet ein winterlicher Rundgang durch den verschneiten Zoo interessante Einblicke und die Tierhäuser bieten eine angenehme Möglichkeit, sich zwischendurch aufzuwärmen. Viele Tiere sind von der weißen Pracht sichtlich angetan. Die Kälte liebenden Schneeeulen kommen jetzt ganz auf ihre Kosten und die syrischen Braunbären sind putzmunter und genießen ausgelassen das Spiel im Schnee. Ihre flinken Mitbewohner, die hellwachen Korsakfüchse, tragen ihr schönstes dickes Winterfell. Es gibt Tiere, die übrigens in der kalten Jahreszeit sogar aktiver sind, so etliche Vogelarten. Die Wat- und Seevögel im Küstenpanorama sind noch ganz andere, kältere, Temperaturen gewöhnt. Die mächtigen Mähnenrobben lässt Kälte und Schnee vollkommen unbeeindruckt. Sie können sich nun sogar im Wasser aufwärmen. Die beiden Alpakas Pepe und Pia sind in ihre dicke Wolluniform gehüllt und damit bestens gegen Kälte, Schnee und Wind geschützt. Kein Wunder, dass die weiche und warme Wolle dieser hübschen Tiere immer begehrter wird. Die Indios erzeugen aus dieser Wolle seit Jahrhunderten Decken und Ponchos. Doch auch ihr warmer Mantel hält Pepe und Pia nicht davon ab, sich im warmen Heu und Stroh dicht aneinander zu kuscheln. Ihre Nachbarn, die Riesenseeadler, sind vom Schnee sichtlich angetan – stammen sie doch aus Kamtschatka. Auch wenn viele Tiere aus wärmeren Gefilden sich gut an unser Klima anpassen, kann es für einige Tiere manchmal ziemlich kalt werden. Doch die Zoomitarbeiter sorgen dafür, dass die Tiere unwirtliche Wintertage gut überstehen. Die Pelikane bekommen schnell kalte Füße. Da sie sehr empfindlich sind, bringen ihre Pfleger sie in eine wärmere Unterkunft, wo sie den Winter verbringen. Anderen Arten geben die Pfleger Gelegenheit, sich in warme Räume zurückzuziehen. Manche Tiere wie die Kängurus oder die Roten Sichler dürfen selbst entscheiden, ob sie hinaus in die Kälte wollen oder es sich lieber drinnen gemütlich machen. Ein durchaus ungewöhnliches Verhalten zeigen neuerdings die Präriehunde. Eigentlich sollten sie in ihrem Bau verbuddelt ein bisschen Winterruhe halten. Sie werden aber regelmäßig gesichtet, wie sie – vielleicht in Erwartung eines Hauchs von Frühling? – emsig durch ihr Gehege wuseln.
    Empfindlich sind die Tiere, die in Regenwäldern zuhause sind. Flachland-Gorillas, Schimpansen und Orang-Utans bleiben also ganz sicher im warmen, feuchten Haus, wenn draußen die Temperaturen sinken. Und bei ihnen gibt es behagliche Wärme und üppiges Grün, so dass Besucher sich wie in südliche Gefilde versetzt fühlen können. Mitbewohner im tropischen Affenhaus sind auch die flinken Weißgesichtseidenäffchen, die in Brasilien beheimatet sind. Die freilaufenden Tiere kann man wunderbar beobachten und sehr oft kommen sie dem Besucher auch ganz nah – Anfassen und Füttern sollte man die possierlichen Tiere aber auf keinen Fall. Übrigens – viele Tiere zeigen gerade im Winter ihr hübschestes Kleid – so zum Beispiel die Mandarinenten, die wegen ihrer vielfältigen Färbung und Musterung als eine der schönsten Enten der Welt gelten. Und die Hermeline, die sonst eine braune Oberseite tragen, präsentieren sich in strahlendem Weiß.
    Auch im Winter kann man bei einem Zoobesuch immer viel erleben.

    Foto: Eisbär im Schnee (Foto: Heidrun Knigge)
    (28.01.2010)
    Zoo Heidelberg:   Zählen, wiegen und messen – der Heidelberger Zoo macht tierische Inventur

    Einmal im Jahr werden im Zoo nicht nur die Besucher gezählt, sondern auch die Tiere, Futtersäcke, Werkzeuge, Reinigungsmittel und vieles mehr. Während es bei den nicht-lebenden Gegenständen meist wenig Überraschendes gibt, ist die Tierinventur für die Zoomitarbeiter immer wieder spannend. Kein Zoobewohner kann sich verstecken, nicht der kleinste Igeltanrek bleibt unentdeckt.
    „Bei unseren Blessböcken konnten wir uns im letzten Jahre über zahlreichen Nachwuchs freuen“, erklärt Sandra Reichler, wissenschaftliche Assistentin im Zoo und verantwortlich für die Tierinventur. „Auch bei den Kängurus kündigte sich Ende 2009 dreifacher Nachwuchs an, ein Jungtier hüpft bereits über die Anlage“. Sehr erfolgreich verlief auch die Zucht der Kugelgürteltiere. Vier Jungtiere dieser seltenen Tierart wurden geboren. Schmerzlich traf das gesamte Zooteam und viele Freunde und Besucher des Heidelberger Zoos der plötzliche Tod des charismatischen Mähnenrobbenbullen „Henry“, der Anfang Juli an einer Lungenentzündung verstarb. Glücklich konnte der Zoo deshalb über die Geburt von Mähnenrobben-Mädchen Holly sein, die am 25. Juni als Tochter von Henry geboren wurde. Bei den Seychellen-Riesenschildkröten gab es nur Gutes zu berichten. Sie erhielten ein großes Freigehege und bezogen Anfang Januar 2009 ein modernes Schildkrötenhaus. Außerdem bekamen die ältesten Bewohner des Heidelberger Zoos im Laufe des Jahres Gesellschaft von fünf weiteren Artgenossen, so dass die Zoobesucher, wenn das Wetter es bald wieder zulässt, sieben Tiere dieser beindruckenden Art auf der Außenanlage bewundern können.

    Die Tierinventur einmal im Jahr dient dazu, die ständig beobachteten und notierten Veränderungen im Tierbestand mit der tatsächlichen Zählung abzugleichen und eventuelle Abweichungen zu überprüfen. Da kann es schon mal passieren, dass das Geschlecht eines Tieres kurz nach der Geburt doch falsch bestimmt worden war oder dass der Verlust einer Ente durch einen Fuchs erst bei der Inventur bemerkt wird. Mehrere Tage mühten sich die Tierpfleger, um alle Tiere zu erfassen, aber nicht jede Tierart ist dabei so kooperativ wie zum Beispiel ein Zebra. Sicher kann manch ein Tierpfleger die alljährliche Inventur entspannt sehen, da er seine Schützlinge, handelt es sich beispielsweise um Gorillas und Tiger, problemlos zählen kann. Die flinken Rhesusaffen aber wollen nicht stillhalten und entwischen keck in alle Richtungen und die Vögel fliegen natürlich auch alle durcheinander.
    Trotzdem: Alle Tiere müssen sorgfältig aufgenommen werden. Am 31.12.2009 lebten im Zoo Heidelberg insgesamt 1319 Tiere in 159 Arten, das entspricht in etwa dem Bestand vom Vorjahr, obwohl es einige bedeutsame Veränderungen gab. In der großen Ibis-Voliere gab es bei den Braunen und Roten Sichlern zahlreichen Nachwuchs. Mit den Rosa Löfflern, auch Neuzugänge im Zoo 2009 und wie die Sichler südamerikanischer Herkunft, erfreuen prächtig leuchtende Gefieder dieser hübschen Tiere das Auge der Besucher.
    Die beiden Elefantendamen Jenny und Ilona sind Ende des Jahres in den Zoo Karlsruhe umgezogen. Dafür werden im Sommer 2010, wenn des neue Elefantenhaus fertig gestellt ist, drei Elefantenbullen einziehen, um eine Junggesellen-WG zu gründen. Ende des alten und Anfang des neuen Jahres zogen mit zwei Alpakas (eine dritte Alpaka-Dame kommt im Laufe des Januars nach Heidelberg) eine neue und liebenswerte Tierart in den Zoo.
    „Der Tiergarten kann insgesamt auf ein äußerst erfolgreiches Jahr in der Tierhaltung zurückblicken“ so Zoodirektor Dr. Klaus Wünnenmann. „Wir hoffen, dass wir im Jahr 2010 so weitermachen können!“


    (18.01.2010)
    Michael Amend:   Schlechter als z.B. in Karlsruhe oder Hamburg ist die Heidelberger Löwenhaltung nicht.
    (15.01.2010)
    Sven P. Peter:   Na dann hoffentlich aber Chile oder Montanapumas, nicht der Zoomix. Und ich denke bevor eine neue Raubkatzenart kommt sollte man erstmal die vorhandenen vernünftig unterbringen, siehe die Löwen.
    (14.01.2010)
    Michael Amend:   Einfach mal nach unten scrollen, die Alpakas sind nur Platzhalter für eine geplante Puma-Anlage und sollen später im Kinderzoo untergebracht werden.
    (14.01.2010)
    Oliver Jahn:   Ach herrje, na das ist ja ein Tausch. Aber das wird ja wohl hoffentlich nur eine vorübergehende Lösung sein.
    (14.01.2010)
    Sven P. Peter:   Leben dort nicht nun 1,1 Alpakas?!
    (14.01.2010)
    Oliver Jahn:   Und was wird in Zukunft aus der Anlage?
    (14.01.2010)
    Klaus Wünnemann:   Die Mähnenwölfe sind nach Brno abgegeben worden. Nach Tod eines Partners bei uns hatten wir ein Paar für Brno zusammengewöhnt.
    (14.01.2010)
    Klaus Wünnemann:   Es gibt einen neuen Plan des Elefantenhauses, die grundsätzliche Einteilung bleibt aber bestehen, vor allem die Sicherheitsbereiche und der Behandlungsbereich wurden aktualisiert.
    (14.01.2010)
    zollifreund:   genau dieser Plan habe ich bereits 09/2006 in Heidelberg gesehen, damals wurde noch ( wie von Niedersachse geschrieben) für Kühe geplant
    (13.01.2010)
    Mel:   Also mir ist nur dieser Plan bezüglich der geplanten Heidelberger Bullenhaltung geläufig. habe bis jetzt noch nichts anderes gesehen.
    (13.01.2010)
    Niedersachse:   Die Planung sah schon genau so aus, als man noch für Kühe plante, vlt inzwischen modifiziert.
    (13.01.2010)
    Liz Thieme:   der Bau des Elefantenbereichs ist ja nun schon länger im Gange. Hier mal kurz paar Fakten:
    Innenfreianlage mit Badebecken gestaltet als Seeufer, vielfältig strukturierter Sandboden in 70% des Hauses. 4 geräumige Boxen für individuelle Betreuung, Behandlungsstand, vielfältige Vorrichtung zu Beschäftigung. Protected contact & medical training
    Alter der Jungbullen 4-10/12 Jahre
    Architekt: Rasbach

    Ist die Grafik das neue Haus?

    (13.01.2010)
    Racool:   Wann (und wohin) wurden denn die Mähnenwölfe abgegeben?
    (06.01.2010)
    Zoo Heidelberg:   Nicht nur der Weihnachtsmann hatte was im Beutel ...

    ... auch die Riesenkängurus im Zoo Heidelberg können es nicht mehr verbergen, dass zwei von ihnen Junge im Beutel tragen. Ein drittes Jungtier hüpft bereits neugierig zwischen den Erwachsenen herum. Noch sind die beiden anderen Jungtiere nicht zu sehen. Aber im Beutel der beiden Känguruweibchen wackelt es schon ganz ordentlich. Es dürfte nicht mehr allzu lange dauern, dass mal ein Bein, ein Schwanz oder ein kleiner Kopf – oft gemeinsam geradezu akrobatisch verrenkt – aus dem mollig warmen Beutel von Hotel Mama zum Vorschein kommt.
    Kängurubabies kommen schon zirka 30 Tage nach der Befruchtung als winzige, gering entwickelte Wesen zur Welt. Bei Ihrer Geburt sind sie nicht größer als ein Gummibärchen. In den ersten Lebensstunden müssen die Winzlinge den Weg durch das Fell in den mütterlichen Beutel allein bewältigen. Dort angekommen, saugen sie sich erst einmal an einer der beiden Zitzen fest. Frühestens nach vier Monaten wird dann die Außenwelt aus dem Beutel heraus erkundet, dieser aber noch nicht verlassen. Immer öfter sieht man dann ein kleines Köpfchen neugierig aus dem Beutel blicken. Jetzt kann das junge Känguru schon einmal alles kosten, was die Mutter frisst und sich in der Umgebung orientieren. In wenigen Wochen beginnen die Kleinen dann den „Außendienst“. Von ihren Exkursionen kehren sie aber immer wieder rasch in den mütterlichen Beutel zurück. Erst nach rund 240 Tagen verlassen die Jungtiere den Beutel endgültig. Sie werden bis zu einem Alter von einem Jahr gesäugt und stecken dazu einfach den Kopf in den Beutel der Mutter.
    Im Zoo Heidelberg leben fünf erwachsene Rote Riesenkängurus. Die größten Beuteltiere der Welt stammen aus den trockenen Regionen Australiens. Dort kann es nachts auch kalt werden, aber dafür am Tag in der Sonne wieder richtig warm. Im Zoo ist die Temperatur derzeit umgedreht: Tagsüber haben die Kängurus bei trockenem und nicht zu kaltem Wetter freien Zugang zur Außenanlage. Die Nacht verbringen sie im geheizten Stall. Besonders die Ohren der Tiere sind sehr empfindlich und können leicht erfrieren.

    (05.01.2010)
    Zoo Heidelberg:   Neue Eintrittspreise ab 1. Januar

    Zum Jahresbeginn passt der Zoo Heidelberg einen Teil seiner Eintrittspreise an. Einige Preiskategorien waren seit 5 bzw. mehr als 10 Jahren nicht verändert worden. Die neuen Eintrittspreise (alte Preise in Klammern) sind:
    Einzeleintritte:
    Erwachsene 8,- € (7,- €)
    Kinder (4 – 18 Jahre) 3,50 € (3,- €)
    Ermäßigte 5,- €
    Kleingruppe A (1 Erwachsener mit bis zu 4 Kindern) 12,- €
    Kleingruppe B (2 Erwachsene mit bis zu 4 Kindern) 19,- €
    Jahreskarten:
    Erwachsene 40,- € (38,- €)
    Kinder 12,- €
    Ermäßigte 25,- €
    Familien (beide Eltern mit bis zu 4 Kindern) 75,- €
    Kinder bis 3 Jahre und Inhaber des Familienpasses (künftig Heidelberg-Pass) haben freien Eintritt.
    „Die gestiegenen Kosten zwingen uns in diesem Jahr die Eintrittspreise geringfügig anzuheben,“ begründet Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann die veränderten Preise. „Dennoch bleibt ein Zoobesuch bezahlbar. Vor allem die Jahreskarten für Familien sind ein echtes Schnäppchen: Für 75,- € kann die Familie das ganze Jahr Bären, Löwen und Flamingos erleben und den neuen Spielplatz nutzen. Inhaber des Heidelberg-Passes können den Zoo kostenlos besuchen.
    2010 wird es im Zoo einige Veränderungen geben: Im Sommer wird das neue Elefantenhaus mit voraussichtlich drei jungen Elefantenbullen für Aufmerksamkeit sorgen. Im Zuge der Fertigstellung des Elefantenhauses werden auch neue Volieren an den benachbarten Vogelanlagen entstehen. Einige ältere Gehege werden in den nächsten Monaten renoviert und erneut mit Tieren besetzt werden. Einen Anfang hat bereits das Alpaka „Pablo“ gemacht, das kurz vor Weihnachten im Zoo eingetroffen ist. Mit besonderen Ausstellungen wird der Zoo im Internationalen Jahr der Biodiversität die Bedrohung der natürlichen Vielfalt ins Rampenlicht rücken. „Das Ziel für 2010 ist klar: Wir wollen unsere Aufgaben noch besser erfüllen und jeden Zoobesucher für den Naturschutz begeistern!“ fasst der Zoodirektor zusammen.
    (30.12.2009)
    Zoo Heidelberg:   Neu im Zoo Heidelberg: Alpakas

    Wer ist nicht angetan von ihren großen, schönen Augen, ihrem wuscheligen Fell und ihrem ausgesprochen freundlichen und neugieren Wesen? Alpakas gehören zu den beliebtesten Tieren in zoologischen Gärten und der Heidelberger Zoo freut sich über den jüngsten Neuzugang in seinem Tierbestand. Am 23. Dezember ist der dreijährige Alpakahengst im Zoo eingetroffen und ihm werden noch zwei hübsche Stuten folgen, die mit ihm sein neues Zuhause teilen. Untergebracht sind die sanftäugigen Tiere im ehemaligen Mähnenwolfgehege direkt gegenüber dem Yellowstone-See. Bis das dort geplante Gehege für Pumas finanziert ist, werden die Alpakas hier residieren. Eigentlich ist ihre Planstelle im Kinderzoo angesiedelt, der jedoch erst realisiert werden kann, wenn das Erweiterungsgelände zu Verfügung steht.
    Das Alpaka gehört zu den ältesten Haustieren und ist eine aus den südamerikanischen Anden (Peru, Bolivien und Chile) stammende, domestizierte Kamelform, die vorwiegend ihrer Wolle wegen gezüchtet wurde. Alpakas sind wie alle Kamele soziale Tiere und fühlen sich in Gruppen am wohlsten. Sie sind Pflanzenfresser und ernähren sich fast ausschließlich von Gräsern. Alpakas kommen auch mit spärlicher Nahrung und schwierigem Gelände zurecht und laufen auf weichen Schwielen – ähnlich wie Hundepfoten – statt auf Hufen. Somit haben sie die idealen Voraussetzungen, um auch hügelige, unwegsame Gelände abzugrasen.
    Da Alpakas ein ruhiges und friedliches Wesen haben, werden Sie besonders in Deutschland auch in der tiergestützten Therapie eingesetzt. Dennoch darf man aber nicht vergessen, dass Alpakas keine Kuscheltiere sind. Sie leben am liebsten in ihrer Herde, sind sehr wachsam und ergreifen bei Gefahr die Flucht. Wie alle Kamelarten beherrschen Alpakas die Kunst, Mageninhalt hochzuwürgen und diesen mehr oder minder gezielt zu versprühen. Mit Spucken ist gleich Speichel hat dies nichts zu tun. Zoobesucher brauchen nicht zu befürchten, mit Alpaka-Magensaft Bekanntschaft zu machen – Alpakas sprühen nur, wenn sie massiv geärgert werden.
    (28.12.2009)
    Zoo Heidelberg:   Der Heidelberger Zoo bietet in der weihnachtlichen Zeit viele schöne Perspektiven

    Wer den Heidelberger Zoo ausschließlich in den wärmeren Jahreszeiten besucht, verpasst einiges. Für einen schönen Spaziergang mit Aufwärmen zwischendurch in den Tierhäusern ist der Heidelberger Zoo für kleine und große Gäste auch im Winter und während der Weihnachtsferien ideal. Bis auf den Hamster, der sich zum Winterschlaf ins Heu einbuddelt, und die nordamerikanischen Präriehunde, die sich unter der Erde in ihrem Bau verkriechen, sind alle Heidelberger Zootiere zu erleben.

    Nicht nur die Kälte liebenden Schneeeulen kommen jetzt auf ihre Kosten, auch Tiere aus wärmeren Gefilden passen sich meist gut an unser Klima an. Die Kamele, die in der Wüste Temperaturen zwischen 30 Grad plus und bis zu 40 Grad minus aushalten müssten, legen sich ab Herbst ein schönes und dickes Fell zu und sehen damit noch imponierender aus als sonst. Löwen und Tiger lassen sich durch Kälte kaum stören und freuen sich über Schnee. Die anderen passen sich dem Klima an, wie sie es auch in ihrer Heimat oft tun müssen. Schließlich kann es selbst in Afrika Frost geben. „Mit trockener Kälte haben die meisten Tiere auch keine Probleme“, erklärt Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. Zudem können die Tiere sich wunderbar in ihren Häusern aufwärmen. Viele Tiere sind übrigens in der kalten Jahreszeit aktiver, so etliche Vogelarten und die Robben, die sich nun sogar im Wasser aufwärmen können.
    Empfindlich sind die Tiere, die in Regenwäldern zuhause sind. Flachland-Gorillas und Orang-Utans bleiben also ganz sicher im warmen, feuchten Haus, wenn draußen die Temperaturen sinken. Und bei ihnen gibt es behagliche Wärme und üppiges Grün, so dass Besucher sich wie in südliche Gefilde versetzt fühlen können, wenn sie Gorilla und Co. im Menschenaffenhaus besuchen. Wenn dann noch die beiden Jung-Gorillas Kiki und Banjoko sich von ihrer spaßigsten Seite zeigen, kann einem ein trüber Dezember- oder Januartag nichts mehr anhaben. Im Raubtierhaus können kleine und große Zoobesucher die beliebten Erdmännchen auch bei Kälte und Nässe gut beobachten, vor allem, wenn diese ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen, nämlich im Sand zu buddeln. Im Afrikahaus warten Chamäleon Sandro und ein prächtiger Tigerpython auf neugierige Besucher. Außerdem gibt es dort eine kleine Ausstellung über Tiere und Menschen im Zoo Heidelberg.
    Viele Tiere zeigen gerade im Winter ihr hübschestes Kleid – so zum Beispiel die Mandarinenten. Die männliche Mandarinente gilt wegen ihrer vielfältigen Färbung und Musterung als eine der schönsten Enten der Welt. Vor allem der in verschiedenen Farben metallisch glänzende Scheitel, der leuchtend orangefarbene „Backenbart“, die schwarzviolett schillernde Brust und der hellrote Schnabel mit der weißen Spitze beeindrucken den Besucher. Allerdings besitzen die Männchen ihr Prachtgefieder nur während der Paarungs- und Brutzeit. Und das ist genau die winterliche Jahreszeit. Und die Hermeline, die sonst eine braune Oberseite tragen, präsentieren sich in strahlendem Weiß.
    Für viele Zootiere kommt die eigentliche Bescherung erst nach Weihnachten. Der Zoo erhält jedes Jahr ausgewählte Weihnachtsbäume, die bis zum 23. Dezember nicht mehr verkauft werden konnten. Diese sind selbstverständlich befreit von Lametta und ähnlich schädlichen Dingen und sind eine leckere Überraschung für fast alle Zootiere. Wie jedes Jahr nimmt der Zoo aber ab dem 24. Dezember keine Weihnachtsbäume mehr an! Ab dem ersten Weihnachtstag freuen sich dann Menschenaffen, Kamele, Löwen und Co. über die Bereicherung ihrer Diät. Während manche Tiere nur die Nadeln oder nur die Rinde verzehren, wälzen sich die Löwen mit Vorliebe in den Nadelbäumen, um sich mit dem Harzduft einzuparfümieren. Und die Vögel erhalten zur Weihnachtszeit Mandarinen – es duftet also auch im Zoo ganz und gar weihnachtlich
    Am Mittwoch, den 6. Januar gibt es von 11.00 bis 16.00 Uhr gemütlichen Glühweinstand der Tiergartenfreunde. Winter im Zoo Heidelberg – da kommt erst gar keine Langeweile auf.
    Der Zoo Heidelberg kann in den Wintermonaten November bis Februar an jedem Tag von 9 bis 17 Uhr besucht werden, selbstverständlich auch an den Weihnachtsfeiertagen und an Neujahr. Am 24. Dezember schließt der Zoo um 13.00 Uhr, an Silvester um 14.00 Uhr, letzter Einlass ist jeweils eine halbe Stunde vorher.

    (23.12.2009)
    Zoo Heidelberg:   Frischer Wind in Heidelberger Kamelherde

    Am Wochenende sind zwei neue Kamele in den Heidelberger Zoo eingezogen und bringen frischen Wind in die angestammte Damengruppe. Die beiden Trampeltiere kommen aus dem österreichischen Zoo in Linz. Stute Suleika ist elf Jahre, Hengst Tarma zwölf Jahre alt. Tarma befindet sich gerade in der Paarungszeit, die bis zirka März andauern wird, und begutachtet mit Begeisterung sein neues Harem, das aus fünf Stuten besteht. Auch diese zeigen sich angetan und bekunden freudiges Interesse. In der Paarungszeit können Kamelhengste für Pfleger unberechenbar und sehr gefährlich werden. Deshalb werden sich die Pfleger und Tarma erst nach der Paarungszeit, also im Frühjahr wirklich näher kennenlernen. Bis dahin müssen die Pfleger bei dem wilden Kerl auf Distanz bleiben und ihn immer im Auge behalten. Stute Suleika dagegen ist sanft und zutraulich. „Wir sind sehr glücklich über unseren Zuwachs, weil unser Zuchthengst Sharan leider im Sommer plötzlich verstorben ist“, freut sich Revierleiter Jörg Kubacki. „Die beiden Neuen werden sich sicher schnell in die Herde eingewöhnen und vielleicht können wir bald wieder mit Nachwuchs rechnen“.

    Kamele, Dromedare, Trampeltiere?
    Immer wieder werden diese Begriffe durcheinander gebracht. Dabei ist es eigentlich ganz einfach. Ein Dromedar hat einen, das Trampeltier hat zwei Höcker und beide gehören zur Familie der Kamele. Im Heidelberger Zoo wohnen also Trampeltiere. Ursprünglich stammen Kamele aus wesentlich extremeren Klimagegenden als den mitteleuropäischen und haben sich über Millionen von Jahren an starke Temperaturschwankungen wie Hitze und Kälte sowie Wassermangel angepasst. Entgegen verbreiteter Meinung speichern Trampeltiere nicht Wasser in ihren Höckern. Ihre Höcker dienen ihnen als Fettspeicher. Bei der Verwertung von Fett entsteht unter anderem auch Wasser. Außerdem sind die Höcker das Zentrum einer ausgeklügelten Klimaanlage. In kalten Nächten können Kamele ihre Körpertemperatur auf 34 °C absinken lassen. Der Trick mit dem Absenken der Körpertemperatur bewirkt, dass sich das Kamel am Morgen über eine längere Zeit durch die Außentemperatur aufheizen kann, bevor eine zu hohe Temperatur entsteht und die Wärmeregulation einsetzen muss. Bei keinem anderen Säugetier der Erde wird das Blut so gut mit dem Wassermangel fertig. Das Trampeltier kann fast ein Drittel seines Körpergewichts an Flüssigkeit verlieren, ohne besonders erschöpft zu sein. Dagegen darf der Mensch nicht viel mehr als ein Zehntel seines Körpergewichts an Flüssigkeit verlieren. Das Blut wird dann so dick, dass es nicht mehr durch den Körper fließen kann. Und die Körpertemperatur steigt so hoch, dass er einen Hitzschlag bekommt. Trinkt das Trampeltier auf einen Schlag 120 Liter Wasser, passiert ihm trotzdem nichts. Denn seine roten Blutkörperchen können die Wasserverdünnung gut vertragen. Sie werden einfach größer und nehmen alles auf, ohne zu platzen. Der Mensch aber würde an einer "Wasservergiftung" sterben!

    (16.12.2009)
    Zoo Heidelberg:   Auf Wiedersehen Jenny und Ilona. Die beiden Elefantendamen sind nach Karlsruhe umgezogen

    „Jenny“ und „Ilona“, die beiden Elefantendamen des Heidelberger Zoos, sind am Donnerstag und heutigen Freitag nach Karlsruhe umgezogen. Der Transport fand an zwei aufeinander folgenden Tagen statt, da die Dickhäuter einzeln in einen Spezialcontainer geführt wurden. Dieser Container, der allein ein Gewicht von fünfeinhalb Tonnen hat, wurde dann per Tieflader auf die Reise geschickt.
    Die Reise von Heidelberg nach Karlsruhe sollte für die beiden Tiere möglichst stressfrei ablaufen. Deshalb wurden umfangreiche Vorbereitungen getroffen. Ihre Heidelberger Pfleger begleiteten die beiden beim Transport und werden Jenny und Ilona auch in den nächsten Wochen im Karlsruher Zoo bei der Eingewöhnung in ihr neues Zuhause liebevoll betreuen. In Karlsruhe wird den Tieren viel Zeit gegeben werden, sich an ihr neues Zuhause und ihre künftigen „Mitbewohnerinnen“ zu gewöhnen. „Rani“ und „Shanti“ sind erfahrene Kühe, die vor Jahren noch in einer Vierer-Gruppe lebten.
    Stefan Geretschläger, Leiter des Heidelberger Elefantenreviers, sieht den Abschied von Jenny und Ilona mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „Die beiden liebenswerten Damen sind uns sehr ans Herz gewachsen, weil sie uns durch ihr ausgesprochen freundliches Wesen viel Freude bereitet haben. Auf der anderen Seite ist dies der erste wichtige Schritt zur Eröffnung unserer neuen Bullenhaltung im Jahr 2010“. In Heidelberg entsteht ein neues Elefantenhaus mit einem völlig neuen Haltungskonzept: Hier wird die erste Elefanten-Junggesellengruppe in einem deutschen Zoo gegründet. In den nächsten Wochen wird von dem Koordinator des Erhaltungszuchtprogrammes (EEP) für Asiatische Elefanten aus Rotterdam die Empfehlung eintreffen, welche Jungbullen für Heidelberg vorgesehen sind.
    Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann betont, dass der Karlsruher Zoo alle wichtigen Vorbereitungen getroffen hat, damit Jenny und Ilona ein neues und schönes Zuhause haben werden. „In den letzten Wochen vor Ihrer Abreise erhielten Jenny und Ilona Besuch von ihren zukünftigen Pflegern aus Karlsruhe und konnten diese ausgiebig berüsseln und kennenlernen. Auch ist der Karlsruher Revierleiter mit Ilona vertraut, denn er hat sie bereits im Zoo Hannover einmal betreut.“ Das gesamte Zoo-Team wünscht seinen beiden Elefantendamen alles Gute!

    (Foto von Heidrun Knigge)
    (20.11.2009)
    Zoo Heidelberg:   Die Löwen sind los

    Am Donnerstag, den 15.10.2009,veranstaltet Nussbaum Medien eine Autogrammstunde mit Spielern der Rhein-Neckar Löwen im Heidelberger Zoo.

    Von 14.00 – 15.30 Uhr können Fans und Handballbegeisterte der Umgebung ihre Idole hautnah erleben. Stattfinden wird die gesamte Veranstaltung vor stilechter Kulisse im Raubtierhaus des Heidelberger Zoos, direkt vor – wie sollte es auch anders sein – den „echten“ Löwen.
    (07.10.2009)
    Jennifer Weilguni:   @IP66
    Ja.. die beiden Karlsruher Tiere und eben die beiden Damen aus HD.
    (29.09.2009)
    IP66:   Wie viele Tiere stehen denn schlußendlich im karlsruher Haus - vier?
    (29.09.2009)
    Zoo Heidelberg:   Elefantendamen Jenny und Ilona noch bis November in Heidelberg

    Die beiden Elefantenkühe des Heidelberger Zoos, Jenny und Ilona, werden voraussichtlich erst im November in den Zoo Karlsruhe umziehen. Darüber sind die beiden sicher nicht traurig, denn der Grund ist sehr positiv. Der Zoo Karlsruhe will noch vor Ankunft der neuen Elefanten Veränderungen am Elefantenhaus und dem Außengehege vornehmen, damit alle Elefanten in Karlsruhe noch bessere Bedingungen erhalten. Zur Zeit lässt die beiden Schwergewichte vom Neckar die Baustelle des neuen Elefantenhauses in Heidelberg ziemlich kalt. Gelegentlich wirft vor allem Jenny mal einen interessierten Blick auf Kräne, Bewehrungseisen und Leitungsrohre oder prüft den von den Frühstücksstullen der Bauarbeiter herüber wehenden Duft. Doch ansonsten ist ihnen die Baustelle ziemlich egal. In den nächsten Wochen erhalten die beiden erst einmal Besuch von ihren zukünftigen Pflegern aus Karlsruhe. Das ist für die Elefanten sicherlich viel interessanter als Beton und Stahl. Denn die neuen Pfleger werden sicher nicht versäumen, sich durch reichliche Gaben von Äpfeln und Karotten bei ihren neuen Schützlingen beliebt zu machen – Ilona und Jenny wird´s recht sein.
    In Heidelberg entsteht ein neues Elefantenhaus mit einem völlig neuen Haltungskonzept: Hier wird die erste Elefanten-Junggesellengruppe in einem deutschen Zoo gegründet. In den nächsten Wochen wird von dem Koordinator des Erhaltungszuchtprogrammes (EEP) für Asiatische Elefanten aus Rotterdam die Empfehlung eintreffen, welche Jungbullen für Heidelberg vorgesehen sind.

    Foto: Jenny und Ilona
    (29.09.2009)
    Zoo Heidelberg:   Weibchen werden heiß bebrütet

    Der Heidelberger Zoo freut sich über seinen jüngsten Nachwuchs. Neun winzige, nicht einmal handtellergroße griechische Landschildkröten bewohnen derzeit ein Terrarium, das im Haus ihrer großen Verwandten, den Seychellen-Riesenschildkröten, untergebracht ist. Zoobesucher können die Zwerge beim emsigen Erkunden ihres Geländes durch die Scheibe beobachten.

    Am 12. August sind die ersten drei Landschildkröten geschlüpft, danach folgten ihnen im Abstand von einer Woche sechs weitere. Die frisch aus dem Ei geschlüpften Tiere sind zunächst nach Geschlechtern nicht unterscheidbar. Erst nach vier bis sechs Jahren zeigen sich bei Männchen und Weibchen deutliche Geschlechtsmerkmale. Das Verhältnis der Geschlechter der griechischen Landschildkröten im Zoo ist stark zugunsten der Männchen verschoben: Auf 24 männliche Tiere kommen gerade mal zwei Weibchen. Das soll sich ändern. Deshalb hat der Zoo in die Trickkiste gegriffen und versucht, durch eine höhere Temperatur im Inkubator das Geschlecht zugunsten der Weibchen zu beeinflussen. Eine wärmere Temperatur erhöht nämlich die Wahrscheinlichkeit, dass nach einer Brutdauer von etwa 90 Tagen kleine Weibchen schlüpfen.
    In den ersten Jahren legen die Schildkröten ungefähr einen Zentimeter in der Panzerlänge zu. Dabei bilden sich durch die regelmäßigen Wachstumsperioden an den Schilden des Rückenpanzers deutlich sichtbare Wachstumsringe aus, die zur ungefähren Altersbestimmung herangezogen werden können.
    Griechische Landschildkröten können über 100 Jahre alt werden. Ein Geheimnis ihres hohen Lebensalters ist sicher auch der sparsame Umgang mit Energie.
    Landschildkröten sind in 40 verschiedenen Arten vornehmlich in Afrika, aber auch in Amerika, Europa und Asien beheimatet. Alle Arten haben einen hoch gewölbten, vollständig verknöcherten Panzer. Auffällig sind die massigen Klumpfüße mit fest verwachsenen Zehen und kräftigen Krallen. Kopf, Schwanz und Beine können zum Schutz vor Raubfeinden vollständig in den Panzer eingezogen werden.
    Die in Europa heimischen Landschildkrötenarten sind heute streng geschützt. Vor allem die Zerstörung angestammter Lebensräume durch Baumaßnahmen, Einsatz von Maschinen und Herbiziden und die Überweidung durch Nutztiere (Schafe und Ziegen) entzieht den Landschildkröten, insbesondere den empfindlichen Jungtieren, Nahrung und Schutz vor Austrocknung und vor Fressfeinden. Auch durch den Handel dieser bedrohten Tierarten, der inzwischen verboten ist, sind die Bestände der europäischen Landschildkrötenarten in weiten Teilen Südeuropas beträchtlich zurückgegangen.

    (04.09.2009)
    Oliver Jahn:   @Jenny, Fasching gern, vor allem bei deinen Kostümen! ;-)
    Schläge...neeee, das nun echt nicht...;-)
    Aber zurück zum Thema, im Tiergartenrundbrief 3/06 gab es einen Artikel über die Tiere, danach kamen 3 männliche indische Mungos und ein Paar der Weißschwanzmangusten nach Heidelberg. Über die Todesursachen der Tiere steht dort aber nichts.
    (03.09.2009)
    Jennifer Weilguni:   Jaja, das hättest ihr wohl gerne :-) Ist denn schon wieder Fasching ?

    @Oli
    Na, wenn DU auf Befehle stehst, dann vieleicht auch auf Schläge ???
    (03.09.2009)
    Karsten Vick:   Jenny im Mangustenkostüm, nur echt mit weißem Schwanz... das wär doch das Highlight Anfang Oktober.
    @BjörnN: Auf jeden Fall waren es zu Anfang bei beiden Arten mehrere Tiere, wie man beim Indischen Mungo auch noch in der Zootierliste sehen kann. Verlustursachen???
    (03.09.2009)
    BjörnN:   Welchen Hintergrund hat denn die Einzelhaltung der Mangusten, war ein Import von Zuchtpaaren nicht möglich oder sind die Weibchen nach wenigen Jahren der Haltung bereits unter der Erde?
    (02.09.2009)
    Liz Thieme:   ganz schön große Manguste ....
    Ichneumia albicauda megaweilgurnii ;)
    (02.09.2009)
    Oliver Jahn:   @Jenny, wie könnten wir dich hauen?? ;-) Zur Not ziehst du dir ein Kostüm an und huschst als Manguste durch die Anlage. :-)
    (02.09.2009)
    Jennifer Weilguni:   @Karsten
    Na, von mir aus können wir gerne drei, vier Stunden nur mit Mangustensuche verbringen, aber ich muss dir gleich sagen, dass ich, obwohl ich recht häufig in HD bin diese verflixte Weißschwanzmanguste noch NIE vor die Augen bekommen habe.
    Der Indische Mungo ist da schon bedeutend zeigefreudiger. Aber eine Sichtungsgarantie würde ich auf beide nicht geben :-) Am Ende bekomme ich dann noch Haue, weil ihr doch nichts zu sehen bekommt....
    (02.09.2009)
    Karsten Vick:   @Jenny: Wie siehts aus mit einer Mangusten-Sichtungsgarantie? :-)
    (01.09.2009)
    Oliver Jahn:   Ich habe am Affenhaus auch einen kleinen Käfig neben den Hulmans gesehen, der sehr einen Kleinraubtierkäfig ähnelte, auch von der Einrichtung und dem engen Gitter her. Leider konnte man aber nicht sehen, ob da in der Holzbox im Käfig etwas drin war und ein Schild fehlte leider auch.
    Bei den Gorillas werde ich das nächste mal jetzt auch innen genau schauen! Danke für die Auskunft...ich habe doch echt ewig die Außenanlage abgesucht! ;-)
    (01.09.2009)
    Rattus:   war die weißschwanzmanguste nicht auch mal in einem kleinen innengehege bei den hulmans? ich hab sie dort einmal schlafend gesehen.

    die mungos waren mal zu zweit... einer hatte einen knickschwanz. warum ist jetzt nur noch einer da?
    aber ausgeschildert sind die indischen mungos! genauso wie die ziegen.
    (01.09.2009)
    Racool:   Die Weißschwanzmanguste ist in der Innenanlage der Gorillas, aber nur sehr selten zu sehen.
    Der Mungo lebt auf der Anlage der Rhesusaffen gemeinsam mit zwei Ziegenböcken.
    (01.09.2009)
    Oliver Jahn:   Ich habe sie bei meinem Besuch leider auch nicht gesehen, wusste aber auch nicht so recht, wo ich sie hätte suchen sollen. Sie ist nicht ausgeschildert, genau wie der indische Mungo. Wo genau sind die Tiere denn? Im Haus der Menschenaffen oder auch in der Außenanlage?
    (31.08.2009)
    zollifreund:   @Saki: die Weißschwanzmanguste ist mit den Gorillas vergesellschaftet. Habe sie dieses Mal aber auch zum ersten Mal gesehen ( und ich denke auch nur deshalb, weil alle Gorillas in der Außenanlage waren). Als die Gorillas später wieder drinnen waren, war nichts mehr von der Manguste zu sehen.
    (31.08.2009)
    Saki:   @zollifreund: Wo ist denn die Weißschwanzmanguste in Heidelberg untergebracht?
    (31.08.2009)
    IP66:   In München folgte der Ausstellungs vergleichbarer Mischlingsschweine eine deutliche Aufstockung der Zahl der augestellten Rassen - wenn das in Heidelberg auch passiert, stören mich dergleichen Kreuzungsprodukte nicht. Die in beiden Zoos verwandte Argumentation, anhand dieser Tiere könnte sich der Besucher mittelalterliche Hausschweine vorstellen, halte ich dennoch für kühn. Da wäre die Erhaltung und Ausstellung von Formen, die die Domestikationskundler für besonders ursprünglich halten, wohl ein seriöserer Bildungsansatz.
    (31.08.2009)
    zollifreund:   für die Freunde von ausgesprochenen Raritäten habe ich aus Heidelberg gute Nachrichten: die Weißschwanzmangute und der Indische Mungo sind weiter im Bestand.(lt. Zootierliste wurde die Haltungen bereits beendet). Habe beide gestern beobachten können. Wäre schon toll, wenn für diese Tiere mal Partner zu erhalten wären.

    Hat jemand Infos, was aus dem bisherigen Riesenseeadlerkäfig werden soll? ( aktuell waren hier mehrere Enten untergebracht). Die neue Voliere hat mir übrigens ausgesprochen gut gefallen.
    (30.08.2009)
    Michael Mettler:   Na ja, man kann pro Individuum gleich zwei bedrohte Rassen erhalten :-) Aber was ist eigentlich eine "Mischung aus dem Iberico-Schwein"? Das erinnert ein bisschen an die Scherzfrage "Was ist der Unterschied zwischen einem Krokodil?" (Auf dem Lande läuft es, im Wasser schwimmt es...)
    (28.08.2009)
    Holger Wientjes:   Gute Frage !!!
    (28.08.2009)
    IP66:   Inwiefern ahndelt es sich bei den Tieren, die doch Kreuzungsprodukte eines universitären Experiments vorstellen, um eine "bedrohte Rasse"?
    (28.08.2009)
    Zoo Heidelberg:   Es quiekt und grunzt im Heidelberger Zoo: Drei kleine Schweinchen erkunden ihr Revier

    Sie buddeln, quieken und grunzen mit wahrer Wonne. Drei knapp sieben Wochen alte Ferkel haben vor kurzem im Zoo ihr Quartier bezogen und erkunden neugierig ihre neue Umgebung. Keine Frage: sie fühlen sich sichtlich wohl und machen das, was echte Schweine am liebsten tun: spielen, buddeln und sich suhlen. Dafür werden sie im Zoo ausreichend Gelegenheit haben.
    Die Tiere sind ein Geschenk der Schweineklinik der Ludwigs-Maximilian-Universität München. Mit den drei kleinen Schweinchen erweitert der Zoo seinen Bestand an bedrohten Haustierrassen. Im Zoo leben nicht nur exotische Tiere aus fernen Ländern sondern auch Tiere aus unserem direktem Umfeld, über die wir viel lernen können: Hühner, Ziegen, Esel, Ponys, Schafe und nun auch Schweine.
    Zwei Ferkel sind eine Mischung aus dem bekannten Iberico-Schwein, das dritte im Bunde ist ein niedlicher Mix aus Wildschwein und Wollsau.
    Im Laufe der Jahrhunderte haben sich weltweit verschiedene Schweinerassen entwickelt. Die Züchtungen richteten sich nach den Bedürfnissen der Menschen, der der jeweiligen Zeit und den Umständen. Über viele Rassen gibt es daher nur noch rudimentäre Informationen, einige sind bereits ausgestorben.
    Schweine sind ganz anders als viele Menschen denken. Sie sind neugierige Tiere und erforschen ihre Umgebung sehr genau. Sie sind charmant, intelligent und einfach liebenswert. Wer die süßen Ferkel besuchen möchte, findet sie am Eselgehege in unmittelbarer Nähe des neuen Spielplatzes.

    (18.08.2009)
    Zoo Heidelberg:   Gorilla-Aktionstag im Heidelberger Zoo

    Am Samstag, 15. August veranstaltet der Heidelberger Zoo im Rahmen des „Internationalen Jahres des Gorillas 2009“ einen Gorilla-Aktionstag. Es finden Tierpfleger-Sprechstunden und kommentierte Fütterungen statt. In der Gorilla-„Familienkunde“ wird die Heidelberger Gorillagruppe vorgestellt. Um 14.00 Uhr informiert ein spannender Vortrag „Aus dem Nebel an den Neckar“ unter anderem über die gelungene Gruppenintegration des Gorillamädchens Kiki. Außerdem gibt es bei einem Gorilla-Quiz schöne Preise zu gewinnen. Ein Bücherflohmarkt, mit dessen Erlös Schutzaktionen für Gorillas unterstützt werden, lädt zum Stöbern ein. Und an Infoständen erfährt man mehr über Leben und Bedrohung dieser beeindruckenden Tiere.

    Warum müssen wir Gorillas schützen?
    Gorillas sind vor allem durch die zunehmende Zerstörung ihres Lebensraums stark bedroht. Die rasch wachsende Bevölkerung in Afrika benötigt Land, um sich selbst zu ernähren, und dringt immer weiter in bisher unberührte Gebiete vor. Für den kommerziellen Holzeinschlag werden Straßen tief in die Wälder hineingetrieben, was Wilderern einen Zugang zu Waldgebieten ermöglicht, die sie vorher nicht ausbeuten konnten. Der Wildfleischhandel hat zusammen mit Ebola-Epidemien die Populationen der Westlichen Gorillas in einigen Gebieten mehr als halbiert. Zahlreiche Nationalparks wurden bereits eingerichtet, um die Gorillas zu erhalten. Dort arbeiten Wildhüter, die von den Behörden des jeweiligen Staates angestellt sind. Es genügt jedoch nicht, große Gebiete unter Schutz zu stellen, die Erhaltung der Wälder und ihrer Bewohner kann nur gelingen, wenn die staatlichen Stellen und die Menschen vor Ort diese Bemühungen unterstützen. In manchen Gebieten wird versucht, die Gorillas durch kontrollierten Tourismus zu erhalten.
    Im Heidelberger Zoo leben sechs Westliche Flachland-Gorillas. Silberrücken Bobo führt eine Gruppe aus drei Weibchen (Chuma, Doba und ZsaZsa) und zwei Jungtieren (Banjoko und Kiki).
    (11.08.2009)
    Zoo Heidelberg:   Heidelberger Zoo: Holly lernt schwimmen

    Aufgeregt blickt der kleine Wonneproppen in das Becken, wo Mutter „Lea“ bereits elegant ihre Runden im kühlen Nass dreht und ihrer Tochter aufmunternd zuprustet. Nach einer kleinen Weile traut sich die junge Mähnenrobbe dann doch und springt mutig ins Wasser. Nach einigen schnellen, aufgeregten Schlägen mit den Vorderflossen wird „Holly“ langsam ruhiger. Die zehnjährige Mama bleibt immer an ihrer Seite und gibt ihr Sicherheit. Entgegen der allgemeinen Annahme können junge Seelöwen nicht von Anfang an schwimmen. Die ersten zwei bis drei Wochen wird das Jungtier komplett an Land versorgt. Erst nach dem ersten Haarwechsel fängt es an, der Mutter ins Wasser zu folgen. Inzwischen übt die am 25. Juni geborene Holly im Mutter-Kind-Becken ungestört das Schwimmen und Tauchen. Holly ist das erste Kind von Lea und das erste Mädchen von Papa Henry, der leider vor wenigen Wochen plötzlich verstarb.
    Nach der Geburt werden Mutter und Kind zunächst für einige Wochen im Robbenhaus und auf einer separaten Außenanlage von der übrigen Gruppe getrennt gehalten, um den beiden eine ungestörte Aufzucht zu gönnen und das Risiko eines Unfalls zu vermeiden. Erst dann dürfen Lea und Holly zurück in die Mähnenrobbengruppe. Diese Integration ist jedes Mal mit einigem Risiko verbunden, denn im allgemeinen Tumult einer großen Mähnenrobbengruppe kann es passieren, dass das kleinste Jungtier sich verletzt oder beim Spielen mit den anderen im Wasser ertrinkt. Daher ist es wichtig, dass die junge Robbe sowohl an Land wie auch im Wasser schon möglichst sicher und geschickt ist, bevor es zu den Artgenossen in die Gruppe kommt. Auch im Freiland sondern sich Mähnenrobbenweibchen für die Geburt von ihrer Gruppe ab und kehren erst später mit Jungtier zurück. Mähnenrobbenjunge werden von ihren Müttern ein ganzes Jahr lang gesäugt, bevor die Kleinen lernen müssen, selbst Fisch zu fressen.
    Die Heidelberger Mähnenrobbengruppe ist eine der größten und erfolgreichsten Zuchtgruppen in einem deutschen Zoo. Die mächtigen Meeressäuger gelten im Gegensatz zu den zierlicheren Kalifornischen Seelöwen als aggressiver und schwierig im Umgang. Daher werden sie auch deutlich seltener in Zoos gehalten. In Heidelberg zeigen diese imposanten Tiere nicht nur zweimal täglich bei der Fütterung, zu welchen Kunststücken man sie mit viel Geduld und Fingerspitzengefühl bringen kann, sie sorgen auch seit 1999 regelmäßig für Nachwuchs.

    (24.07.2009)
    IP66:   Wie viel Schildkröten bleiben denn für die gar nicht so kleine duisburger Anlage übrig?
    (22.07.2009)
    Zoo Heidelberg:   Heidelberger Riesenschildkröten bekommen Gesellschaft

    Am Dienstag zogen drei Riesenschildkröten, die einige Jahre im Duisburger Zoo wohnten, zurück in den Heidelberger Zoo und leisten nun „Iulius“ und „Emil“, den beiden Seychellen-Riesenschildkröten, in ihrem neuen Gehege ab sofort Gesellschaft. Emil ist das Patentier der EML Research gGmbH.

    Die Schildkröten wurden dem Zoo im Jahr 2006 von Siegfried Kübe, einem Heidelberger Privathalter geschenkt, der sich sehr intensiv mit der Haltung und Zucht von mehreren Schildkrötenarten beschäftigt hat. Die Tiere, zwei Männchen und ein Weibchen, wurden von Herrn Kübe in seinem Garten an der Bergstraße gut versorgt und im Winter in einem kleinen Gewächshaus gehalten. Bis das neue Gehege für die Schildkröten fertiggestellt war, hat der Zoo die Tiere an den Zoo Duisburg ausgeliehen. Die Duisburger Kollegen sind nun ein wenig traurig, von den Schildkröten Abschied nehmen zu müssen. Umso mehr freut sich der Heidelberger Zoo auf die Vergrößerung seiner Schildkrötengruppe. Aufregend wird es sicherlich auch für „Iulius“ und „Emil“, ihre Artgenossen kennen zu lernen, nachdem sie jahrzehntelang zu zweit unter sich waren. Es ist sicher sehr spannend, die fünf Riesen beim gegenseitigen „Beschnuppern“ zu beobachten.
    (22.07.2009)
    IP66:   Das stimmt - außerhalb Nordrheinwestfalens ist die Seelöwendichte gar nicht so hoch - wobei es hier auch kaum einen Zoo ohne Robben gibt und die Jungtierproduktion der Kalifornier schon etwas karnickelhaftes an sich hat ...
    (13.07.2009)
    Sacha:   @IP66: Interessant ist, dass die Ohrenrobben-Dominanz in Frankreich eher auf die Mähnenrobben zutrifft (kommt auch ein wenig darauf an, welche Institutionen - z.B. Marineparks - man mitzählt).
    (13.07.2009)
    Ralf Seidel:   @Michael, sehe ich genau so, die Tatsache, dass sie im Osten so rar sind ist wohl den wenigen Haltungen geschuldet, während sie in NRW eben wirklich häufig zu sehen sind. Im Osten hingegen hat man die Art schon vor Jahren auslaufen lassen: Erfurt hält keine Robben mehr, Leipzig hat auf die Seebären umgestellt. In Halle hielt man seit Ende 70er/Anfang 80er 1,2 Mähnenrobben, das letzte Weibchen starb Ende der 90er Jahre. Nach dem Umbau und Vergrößerung der Robbenanlage anlässlich des 100. Zoogeburtstages in 2001 die Südam. Seebären.
    Lokal betrachtet hat der IP mit seiner "Seelöwenmonokultur" ja auch recht...
    (13.07.2009)
    Michael Mettler:   @Ralf Seidel: Den Eindruck bezüglich der Kalifornier hatte ich auch schon mal, und er stellte sich als regional gefärbter Trugschluss heraus... Die Zootierliste nennt 15 Halter in Deutschland und damit mehr als von den drei anderen Ohrenrobbenarten zusammen (komplett 14). Kalifornier-Hochburg ist NRW, wo die Art in jedem großen Zoo zum Bestand gehört und nicht weniger als 7 Halter zählt.
    (13.07.2009)
    Ralf Seidel:   @IP66, sooooo häufig findet man die Kalifornier eigentlich gar nicht mehr. Gerade im Osten Deutschlands, wo es nicht gerade viele Robbenhaltungen gibt, fiele mir jetzt spontan eigentlich nur der Zoo Berlin ein. Leipzig und Rostock halten an Ohrenrobben die Südafrikanischen Seebären, Halle die Männergruppe Südamerikanischer Seebären...
    (13.07.2009)
    Jennifer Weilguni:   Das ist eine wirklich sehr bedauerliche Nachricht, vor allem nachdem ja schon Leonardo gestorben ist. Ich habe die beiden "Dicken" sehr oft in Heidelberg gesucht und sie waren wirklich imposante Sympathieträger. Bis der kleine Atos in deren Flossenstapfen treten kann muss er auf jeden Fall noch ordentlich zulegen.
    Ich war schon immer absolut positiv überrascht wie gutmütig sich die Kolosse von ihrem Pfleger während der Fütterungen händeln liessen und wie bereitwillig sie an den Trainingseinheiten teilnahmen. Zwei derartig wunderschöne Bullen auf einer Anlage, das war schon ein ganz besonderes Bild.
    (13.07.2009)
    IP66:   So richtig alt ist das Tier ja nicht geworden - ein Beleg dafür, daß Mähnerobben sich in menschlicher Obhut als hinfälliger erweisen als kalifornische Seelöwen? Mich freut aber, daß der Zoo in Heidelberg sich dennoch nicht der vorherrschenden kalifornischen Seelöwenmonokultur anschließt, die unsere Zoos prägt, sondern an der Haltung der Art festhält und, heilkle Art hin oder her, ja auch gute Zucht- und Haltungserfolge vorzuweisen hat.
    (13.07.2009)
    Zoo Heidelberg:   Mähnenrobbenbulle „Henry“ ist gestorben – seine Kinder tragen sein Erbe im Zoo weiter – Kronprinz „Atos“ wird neuer Chef der Gruppe

    Am Dienstag Nachmittag ist „Henry“, der große Mähnenrobbenbulle des Heidelberger Zoos gestorben. Er war drei Tage krank gewesen. Die Sektion im Institut für Pathologie der Justus Liebig Universität Gießen ergab eine rasant verlaufende Lungenentzündung mit Flüssigkeitserguss in die Brusthöhle als Todesursache. Die eingeleitete Behandlung mit Antibiotika hat ihn nicht mehr retten können.
    Henry war am 18.07.1999 im Zoo Heidelberg geboren worden. In den Folgejahren wuchs er zu einem prächtigen bis über 500 Kilogramm schweren Mähnenrobbenbullen heran, bei seinem Tod wog er 520 kg. Er war der besondere Liebling vieler Zoobesucher, die er mit seiner massigen Erscheinung und seiner aktiven Teilnahme am Trainingsprogramm besonders beeindruckte. „Wir sind über seinen Tod sehr traurig. Er war ein besonders lieber Mähnenrobbenbulle,“ erinnert sich sein Tierpfleger Jörg Kubacki. Seine Gutmütigkeit war vor allem vor einigen Jahren eindrucksvoll zu beobachten, als er von seinem Vorgänger „Leonardo“ bereits die Gruppe übernommen hatte, diesen aber nicht nur ein schönes Rentnerleben, sondern bis zu seinem Alterstod auch ein Lieblingsweibchen überließ.
    „Henry“ hat seine Gene sehr erfolgreich weitergegeben – in den Ruheräumen des Robbenbeckens trinkt sein jüngster Nachwuchs seit zwei Wochen fleißig Muttermilch und eventuell sind noch weitere Robbendamen von ihm tragend.
    Neuer Chef der Mähnenrobbengruppe soll der in Heidelberg am 19.7.2005 geborene „Atos“, das letzte Kind von „Leonardo“, werden. Die Zoobesucher und die Zoomitarbeiter werden „Henry“ trotzdem sicher nie vergessen – er war eine ganz besondere Mähnenrobbe.

    (13.07.2009)
    IP66:   Im Prinzip finde ich das neue Gehege sinnvoll und schön - runzle aber ein wenig die Stirn, weil dort weder Zuchtanstrengungen unternommen noch eine bedrohte Art gehalten wird. Auf der anderen Seite zählen Riesenschildkräten zu den eindrucksvollsten Reptilien, die es gibt, und ich denke, daß sie das Interesse an kleineren Arten wecken können - weniger als "Flagschiffart" im Sinne der Arche-Ideologie, vielmehr als Einstiegsdroge für Zoobesucher, die durch die Begegnung mit dieser Art neugierig auf andere Reptilien werden.
    (01.07.2009)
    Zoo Heidelberg:   Heidelberger Riesenschildkröten genießen Sommer-Feeling pur

    Bei tropischen Temperaturen können die beiden Riesenschildkröten des Heidelberger Zoos nun den Pool ihrer neuen, komfortablen Außenanlage genießen. Nachdem Julius und Cäsar Anfang des Jahres ihr neues Innenquartier mit Sand- und Rindenmulchboden und Badebecken bezogen haben, können Sie nun auch diesen Sommer in vollen Zügen im Freien genießen.
    Wo ehemals Tapire lebten, ist in vielen Stunden harter Arbeit durch die Zoohandwerker und Zoogärtner eine außerordentlich schöne Heimat für die Riesenschildkröten entstanden. „Ich bin begeistert, was aus dem alten Tapirgehege geworden ist“, freut sich Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. Die zirka 380 qm große Schildkrötenanlage ist von Palmen, Bitterorangen und Gräsern umsäumt, ein beheizbares großzügiges Wasserbecken lädt zum Planschen ein und Zoobesuchern bieten sich durch drei Besucherantritte beste Möglichkeiten, die Tiere aus der Nähe zu studieren.
    Die Riesenschildkröten haben sich diesen Komfort aber auch verdient – schließlich sind sie mit über 70 Jahren die dienstältesten Zoobewohner. „Wir wissen nicht ganz genau, wann die Riesenschildkröten zu uns gekommen und wie alt sie sind, aber ein Alter von über 70 Jahren und ungefähr 50 Jahre im Zoo haben sie allemal erreicht“, so Wünnemann.
    Die Riesenschildkröten des Zoos stammen aus dem Indischen Ozean von der Inselgruppe, die die Seychellen und Aldabra (das größte Atoll im Indischen Ozean) umfasst. Auf Aldabra leben noch fast 100.000 Riesenschildkröten. Doch die Verwandten der Aldabra-Riesenschildkröte waren früher auf vielen Inseln des Indischen Ozeans verbreitet. Sie sind alle ausgerottet worden.
    Das neue Quartier stellt trotz all seiner Vorteile eine Übergangsheimat dar. In wenigen Jahren sollen die Schildkröten die Stars eines neuen Tierhauses werden, das sich den bedrohten Tierarten der Inseln unserer Erde widmet. Bis dahin werden sie es in ihrem großzügigen neuen Gehege, gut haben.
    (01.07.2009)
    IP66:   Ich finde, daß die von Herrn Sommerlad genannten Beispiele die Problematik gut umreißen: Ähnlich wie um das Mittelmeer in der Antike oder im Mitteleuropa der frühen Neuzeit erzeugt wirtschaftliche und politische Entwicklung großräumige Landschafts- und Faunenveränderungen, die die Regionen für die nächsten Jahrhunderte prägen werden. In diesem Zusammenhang Reservate zu schaffen, die einen anderen Zustand konservieren, bedarf einer entsprechenden politischen Entscheidung und gesellschaftlichen Akzeptanz - und kulturgeschichtlich wohl die Kehrseite der Entwicklungsmedaille - so wie die Römer gewisse Waldgebiete um größere Villenanlage oder die Barockfürsten ihre Jagdwälder vor den kulturlandschaftlichen Veränderungen schütztten. Ich frage mich dabei, ob es sich bei den Reservaten nicht auch um ein Teil Kulturlandschaft handelt, weil ja die Konservation eben nicht als Folge einer naturgegebenen Entwicklung verstanden werden kann, sondern sich einem ähnlichen Willen verdankt, der auch die Veränderungen bewirkt. das klingt vielleicht ein wenig philosophisch, dürfte aber beim "Betrieb" von Schutzgebieten vielfältig nachvollziehbare und auch bemerkbare Folgen zeitigen.
    (26.06.2009)
    Ralf Sommerlad:   Das stimmt alles, was Jennifer hier sagt- aber in Gegenden wie Borneo und Sumatra, wo bereits riesige Waldgebiete auseinandergerissen sind und auch nie mehr wiederkommen können, muss man diese verbleibenden Inselhabitate eben schützen. Dazu würde es allerdings politischen Willen und Durchsetzungskraft brauchen. Daran aber mangelt es in Indonesien und Malaysia noch, die noch intakte Lebensräume längst an Palmölproduzenten und Holzfirmen verkauft oder verpachtet haben. Das Waldsterben wird also weitergehen. Aus diesem Grunde haben sich Artenschützer in Kalimantan direkt an eine Palmölfirma gewandt und es tatsächlich erreicht, ein wertvolles Habitat aus Süsswassersumpf und Torfwald von 8.000 ha zu sichern.
    (25.06.2009)
    Jennifer Weilguni:   Ich finde man sollte vor allem klar unterscheiden, welche Okösysteme von Natur aus voneinander getrennt sind und solchen, die der Mensch willkürlich auseinanderreißt. Die Tatsache, dass neue Arten entstehen wenn Tiere als Inselpopulationen leben darf nicht zum Anlass genommen werden Lebensräume von Tieren gewaltsam auseinanderzunehmen. Kurz gesagt - es darf nicht dazu führen, dass man sagt : "Och, zerhackstückeln wir doch dieses oder jenes Areal, damit richten wir keinen Schaden an, sondern schöpfen neues Leben". Ebenso unsinnig ist es meiner Meinung nach aber auch Gebiete die eben von Natur aus NICHT zusammenhängen zusammenzuführen. Beides stellt meiner Meinung nach eine gewisse Form von Vergewaltigung der Natur dar, aber darin war die Menschheit ja schon immer gut :-(
    Gebiete die ursprünglich zusammenlagen, vom Menschen getrennt wurden und wieder miteinander verbunden werden sind zumindest eine kleine Form von Wiedergutmachung.
    (25.06.2009)
    IP66:   Sicherlich bedeutet die Evolution neuer Arten eine längere Entwicklung. Auf der anderen Seite, denke ich jedoch, daß die Herausbildung neuer Arten sowohl Isolation wie Veränderung von Lebensräumen voraussetzt und daß es nur in begrenztem Maße ist, Lebensräume zu erhalten. Ich könnte mir beispielsweise vorstellen, daß die Unterart des Abruzzenbären erst dadurch entstanden ist, daß die Rodung der ober- und mittelitalienischen Wälder in der Antike die Anbindung der Propulation an die Tiere in den Alpen und im italienischen Süden unterbrach. In ähnlicher Weise wurde im deutschen Mittelgebirge, wo es hauptsächlich in der Neuzeit große Heidelandschaften gab, der Vogelbestand durch die Aufforstungen im 19. Jahrhundert nachgerade ausgetauscht. Sicherlich vollziehen sich vergleichbare Entwicklungen hier und da beschleunigt und in sehr großem Ausmaß, weshalb mir die zeitweilige Konservation von Beispiellebensräumen durchaus sinnvoll erscheint, doch möchte ich das eher als eine künstliche, gleichsam kulturgeschichtliche Entscheidung verstehen, ähnlich wie den Beschluß, bedrohte Arten durch Erhaltungszucht zu konservieren.
    (24.06.2009)
    Klaus Wünnemann:   Die Abnahme der Artenzahl bei isolierten Lebensräumen ist eine wissenschaftlich erwiesene Tatsache:Wenn die Fläche eines Waldgebietes zum Beispiel halbiert wird, reduziert sich die Zahl der nachgewiesenen Brutvögel. Es werden nicht nur alle Vögel seltener sondern es gehen einige Arten komplett verloren. Das hat nichts mit der Entstehung von neuen Arten auf Inseln etc. zu tun. Das eine ist ein sehr schnell eintretender Effekt und das andere eine über viele Generationen dauernde Entwicklung.
    (24.06.2009)
    IP66:   Ich fürchte, daß der Artikel sehr stark durch daß statische und gewissermaßen konservative Naturverständnis der Arche-Ideologie geprägt wird. Diese sieht, wenn ich Herrn Tudge recht verstanden habe, in bedrohten Formen eine Art Kulturgut, daß man vermittels Erhaltungszucht in Zoos oder Konservieren von Biotopen im Freiland erhalten muß. Das widerspricht natürlich der Entwicklung der natürlichen Umwelt, wie sie das Verständnis evolutionärer Prozesse nahelegt, die ja keinen Verlust, sondern nur die Veränderung von Lebensräumen kennt. Ich sehe es ja auch so, daß es von Vorteil sein könnte, angesichts von Industrialisierung und Verstädterung in manchen Teilen der Welt bestimmte Areale diesen Entwicklungen zu entziehen, aber auch dies ist ein menschengemachter und menschengewollter Prozeß, und es bedarf eines sehr speziellen Naturverständnisses, um hierin einen Erhalt "der Umwelt" zu sehen. Daß letztlich weniger verbreitete Arten einem größeren Risiko des Verschwindens unterliegen, halte ich für eher für eine Binsenweisheit denn für eine wissenschaftliche Erkenntnis.
    (24.06.2009)
    Michael Mettler:   Ähm, wenn inselartige Isolation zum Verlust der Artenvielfalt führen soll, wie konnten dann eigentlich Wallace und Darwin anhand von Insel(!)faunen genau das Gegenteil beweisen und damit die Grundlagen der Evolutionstheorie legen?
    (23.06.2009)
    Zoo Heidelberg:   „Vom Yellowstone zum Yukon“ & „Call of the mountains“ – eine beeindruckende Fotoausstellung im Zoo Heidelberg

    Der Heidelberger Zoo präsentiert ab dem 28. Juni fantastische Naturaufnahmen der renommierten Fotografen Florian Schulz (USA) und Patricio Robles Gil (Mexiko). Die Ausstellung ist bis Anfang September im Afrikahaus zu sehen. Am Sonntag, 28. Juni um 11.00 Uhr findet dort auch die Vernissage statt. Besucher sind herzlich willkommen.

    „Yellowstone to Yukon“ ist das größte Naturschutzvorhaben in Nordamerika. Die Idee von Naturschutzorganisationen ist es, die Schutzgebiete, Nationalparks und verbleibenden Naturgebiete durch Korridore in den nördlichen Rocky Mountains über eine Strecke von 3200 km miteinander zu verbinden, um die Vitalität des Bergökosystems zu erhalten. Dieses Vorhaben basiert auf den Erkenntnissen berühmter Wissenschaftler wie E.O. Wilson oder Robert MacArthur, die herausgefunden haben, dass inselartig isolierte Naturschutzgebiete ihre Artenvielfalt verlieren. Seit über 12 Jahren arbeitet Florian Schulz fotografisch in diesem Gebiet, um mit seinen atemberaubenden Aufnahmen das Großprojekt zu unterstützen. Florian Schulz erhielt als erster Fotograf von der „North American Nature Photographers Association“ den „Visions Award“, eine Auszeichnung für einen Fotografen, der durch seine inspirierende Arbeit im Bereich der Naturfotografie und des Umweltschutzes besonders hervorsticht. Zahlreiche Auszeichnungen in den renommiertesten internationalen Wettbewerben der Naturfotografie wie „BBC Wildlife“ und „Nature’s Best“ dokumentieren die herausragende Qualität seiner Arbeit.
    In der Ausstellung „Call of the Mountains“ zeigt der Mexikaner Patricio Robles Gil die „El Carmen Big Bend“-Region, die grenzüberschreitend zwischen USA und Mexiko liegt. Es handelt sich um ein Wildnisgebiet von bedeutender Größe und biologischer Vielfalt. Durch die Zusammenarbeit verschiedenster Gruppen und den intensiven Einsatz des Fotografen konnte die Region unter Schutz gestellt werden. Patricio Robles Gil ist Gründungsmitglied der International League of Conservation Photographers und Gründer der Naturschutzorganisation Sierra Madre.

    (23.06.2009)
    Liz Thieme:   ui noch mehr ehemalige Hamburger dann bei mir :)
    Bin aber erstaunt, dass sie noch ins alte Elefantenhaus umziehen sollen. Aber nun gut.

    Werde nachher neue Planungsbilder in Karlsruhe einstellen, die ua das neue Elefantenhaus beinhalten. Kann dann auch gerne noch die derzeitige Anlage und Stallungen einstellen.

    Grundsätzlich finde ich die Entscheidung gut und auch mutig. Denn mit Jenny kommt eine temperamentvolle und dominante Kuh nach Karlsruhe. Über die dortigen beiden Kühe weiß ich zu wenig. Mal gucken was Jenny da alles testen wird.
    (04.06.2009)
    Michael Mettler:   Einerseits finde ich die Entscheidung im Sinne des Bullenproblems gut, andererseits ist es aber auch noch gar nicht so lange her, dass der selbe Zoo für seine Entscheidung zum Altersruhesitz für Kühe zu Gunsten der Zuchtprogramme viel (berechtigten!) Applaus bekam - auch die beabsichtigte "Endstation" wird also für die beiden Kühe wieder zum "Umsteigebahnhof".

    Das wird sicherlich nicht der letzte Umzug alter Elefantenkühe in Deutschlands Südwesten sein. Wenn die Bestände dort allmählich aus biologischen Gründen zusammenschmelzen, werden die "alten Damen" aus Karlsruhe, Heidelberg, Stuttgart und Neunkirchen vielleicht noch ein wenig näher zusammenrücken...
    (04.06.2009)
    Holger Wientjes:   Vorbildlich !!!

    Zum letzten Abschnitt des Artikels kann ich nur etwas provokant sagen: Da werden einige froh sein einen "Dummen" gefunden zu haben...
    (04.06.2009)
    Zoo Heidelberg:   Platz für Elefantenbullen in Heidelberg. Jenny und Ilona werden es in Karlsruhe gut haben

    In Europa werden immer mehr Elefanten geboren – das ist eine gute Nachricht. Noch vor wenigen Jahren war fraglich, ob es in dreißig Jahren überhaupt noch Elefanten in Europäischen Zoos geben würde, so gering war die Geburtenrate. Inzwischen sieht sich das Erhaltungszuchtprogramm für Asiatische Elefanten (EEP) mit einem anderen Problem konfrontiert: In den letzten Jahren wurden sehr viele junge Elefantenbullen geboren und für die fehlt bislang der Platz. Zur Entschärfung dieser Situation will der Zoo Heidelberg einen Beitrag leisten: Für die beiden Elefantendamen des Zoos wurde im Zoo Karlsruhe ein guter Platz gefunden und der Zoo Heidelberg wird in seinem neuen Elefantenhaus eine Gruppe junger Elefantenbullen halten.

    „Wir fühlen uns sowohl für unsere beiden Elefantenkühe Jenny und Ilona verantwortlich wie für die Erhaltung der Elefantenpopulation insgesamt,“ schildert Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann die Situation. „Leider sind unsere Elefantenkühe, insbesondere Ilona, und eine Jungbullengruppe nicht miteinander zu halten. Seit Monaten diskutieren wir mit den Koordinatoren des Erhaltungszuchtprogramms, mit Elefantenexperten, mit Kollegen aus anderen Zoos, unseren Tierpflegern und anderen Mitarbeitern welchen Weg wir gehen sollen. In diesen Gesprächen ist die Entscheidung gereift, jungen Elefantenbullen einen Platz geben zu wollen, wenn wir gleichzeitig unsere beiden Elefantenkühe Jenny und Ilona in eine gute Haltung abgeben können. Wir haben die beiden Damen in den letzten Jahren sehr in unser Herz geschlossen und sind sehr froh, dass wir mit dem Zoo Karlsruhe einen guten neuen Halter direkt in der Nähe gefunden haben“. Der Zoo Karlsruhe will alles tun, um den beiden schwergewichtigen Damen den Umzug so leicht wie möglich zu machen und sicherzustellen, dass sie sich in der Fächerstadt wohlfühlen. „Wir freuen uns sehr, dass unsere zwei alten Elefantenkühe so liebe Gesellschaft erhalten“, freut sich die Karlsruher Zoodirektorin, Dr. Gila von Hegel. Für Ilona würde es das Wiedersehen mit einem alten Freund bedeuten. Der Karlsruher Elefantenpfleger Lars Hromniak hat bereits als ganz junger Tierpfleger im Zoo Hannover mit ihr Freundschaft geschlossen. Der Umzug ist für Ende des Sommers geplant, damit die Heidelberger und die Karlsruher Elefanten sich noch bei gutem Wetter im Freigehege ausgiebig „berüsseln“ können.

    Für das Erhaltungszuchtprogramm ist die Heidelberger Entscheidung sehr wichtig: es gibt noch kaum Jungbullengruppen. „Es ihr unser Ziel, dass in Heidelberg aufgewachsene Jungbullen, wenn sie 10-12 Jahre alt werden, für jeden Zoo die erste Wahl sind, wenn ein neuer Zuchtbulle gesucht wird“, betont Dr. Wünnemann. Die Entscheidung wird auch von den Verantwortlichen des Erhaltungszuchtprogramms und der für den Elefantenschutz engagierten European Elephant Group positiv kommentiert:

    Ton Dorrestejin (Vorsitzender des Erhaltungszuchtprogrammes für Asiatische Elefanten):
    “The Asian Elephant EEP has taken notice of the willingness of Heidelberg Zoo to house such a young bull-group in the years to come and can only express its big support for this intention. Of course the EEP will than help Heidelberg Zoo in finding an adequate and good new place for the old ladies which are now living in Heidelberg Zoo. There are, fortunately, many successful examples of the transportation of older elephants to other zoos during the last decennium. (“Das Erhaltungszuchtprogramm für Asiatische Elefanten ist über die Bereitschaft des Heidelberger Zoos, in den kommenden Jahren eine Jungbullengruppe zu halten, informiert und kann nur seine aufrichtige Unterstützung für diese Absicht ausdrücken. Selbstverständlich wird das EEP dem Zoo Heidelberg helfen, adäquate und gute Plätze für die alten Elefantendamen zu finden, die nun in Heidelberg leben. Zum Glück gibt es aus den letzten zehn Jahren viele Beispiele für den erfolgreichen Transport älterer Elefanten“.)

    Jürgen Schilfarth (Vorsitzender der European Elephant Group): „Die Haltung einer Jungbullengruppe ist ein wichtiger Baustein innerhalb der europaweit koordinierten Zuchtbemühungen für die bedrohten Asiatischen Elefanten – und eine Aufgabe, der sich bisher nur wenige Zoos stellen (in Deutschland derzeit noch kein einziger). Nach ihrem Heranwachsen unter Spiel- und Artgenossen können die geschlechtsreif gewordenen Bullen bei Bedarf und unter Berücksichtigung genetischer Gesichtspunkte als Zuchtpartner an andere Haltungsstätten abgegeben werden und dort für Nachwuchs sorgen“.

    Die anderen Elefantenhalter in Europa freuen sich über die Entscheidung des Heidelberger Zoos. „Als wir nur erwähnt haben, dass wir darüber nachdenken, haben die ersten Kollegen schon gefragt, wann sie ihre Jungbullen zu uns bringen können“, berichtet der Heidelberger Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. „In den letzten Jahren hat unser engagiertes Team im Elefantenrevier viel für einen guten Ruf unserer Elefantenhaltung – trotz beengter Räumlichkeiten – getan. Deshalb sind wir sicher, dass wir schöne Jungbullen für unser Haus finden werden.“
    (04.06.2009)
    Oliver Jahn:   Nach einem sehr schönen Besuch in Frankfurt war ich kurzfristig noch mal für einen Kurzbesuch in Heidelberg. Ich habe den Zoo einige Jahre nicht besucht und ich war doch recht positiv überrascht. Die neue Elefantenanlage kannte ich noch nicht, zu Zeit ist sie allerdings noch etwas schlecht einsehbar. Ansonsten war ich begeistert von der Kleinkatzenkollektion. Die alte Tapiranlage wird eifrig für die Schildkröten umgebaut. Außerdem fand ich auch die Anlage der Faultiere sehr gut gelungen und ich bin noch nie Faultieren so nhahe gekommen, noch dazu, da diese Tiere dort ihrem Namen gar keine Ehre gemacht haben, sondern sehr flott unterwegs waren. Selbst der Besatz der ehemaligen Nashornanlage mit den Riesenkängurus gefällt mir recht gut und ist auf jeden Fall besser, als die Emus, die ich zwischenzeitlich dort sah.
    (29.05.2009)
    IP66:   Es spricht nicht eben für Orientierung am Artenschutz, wenn in einem Zoo eine in freier Wildbahn von der Ausrottung bedrohte Art wie der Waldrapp als Brutamme für eine viel gehaltene und häufige Art wie den roten Sichler eingesetzt wird - wobei ich mich zudem frage, weshalb es Abnehmer für die vielenorts gut brütenden roten Vögel geben soll. Auf der anderen Seite wäre es ja auch keine Lösung, wenn man die Waldrappen aufziehen läßt, um sie dann mangels Unterbringungsmöglichkeit zu verfüttern.
    (28.05.2009)
    Zoo Heidelberg:   Auf breiten Schwingen in den Sommer

    Im Zoo Heidelberg steht ein flatternder Sommer ins Haus. In vielen Volieren und Gehegen piept der Nachwuchs: Kolben- und Mandarinenten gibt es gleich Dutzendweise. Ein ornithologischer Leckerbissen ist der junge Milchuhu, der bereits vorsichtig über den Nestrand lugt – die Zucht von Milchuhus gehört zu den besonderen Seltenheiten in Zoologischen Gärten. Eine besondere Wohngemeinschaft hat sich an der Voliere der Waldrappen gebildet: Oben auf der Voliere brütet ein Paar Weißstörche – in der Voliere darunter ein Paar Schwarzstörche. Die schwarzen Waldrappen haben ein nicht weniger besonderes Brutgeschäft zu erledigen. Da an Waldrappen aus der Heidelberger Zucht zur Zeit kein Bedarf ist, haben die Tierpfleger die Eier der Waldrappen gegen solche von Roten Sichlern ausgetauscht. Nun brüten die schwarzen Waldrappen die Eier der Roten Sichler aus und füttern auch die Jungen der lebhaft gefärbten Verwandten, die allerdings als Jungvögel noch schwarz gefärbt sind. Währenddessen haben die Roten Sichler in der Voliere nebenan ein neues Gelege produziert, das sie nun selbst ausbrüten dürfen. „So erzielen wir bei den Roten Sichlern eine höhere Anzahl Jungvögel, auf die andere Zoos schon dringend warten,“ erläutert Tierpfleger Thomas Bersch, Leiter des Vogelreviers im Zoo.
    (28.05.2009)
    Zoo Heidelberg:   GEO-Tag der Artenvielfalt in Heidelberg und Umgebung 12.-14.06.09

    Dieses Jahr ist es wieder soweit: in Heidelberg und Umgebung werden auch 2009 die Tier- und Pflanzenarten erfasst und viele Exkursionen angeboten. Im Jahr 2008 wurden insgesamt 385 Arten gefunden, darunter so ungewöhnliche Namen wie Feenlämpchenspinne, Rotrückige Sklavenameise,
    Kleiner Rauch-Sackträger oder Posthornschnecke. Auch seltene Arten wie Mauereidechse, Säbelschnäbler und Wendehals konnten von den fleißigen Naturkundlern entdeckt werden. Wärme liebende Arten wie die aus dem Süden stammende Mittelmeermöwe und der aus Indien stammende
    Halsbandsittich fühlen sich in der Region pudelwohl. Unter den vielen Pflanzenarten ist der Weiße Maulbeerbaum erwähnenswert, der früher als Nahrung für die Raupen des Seidenspinners angepflanzt wurde und so mit der Textilindustrie verbunden ist. Politisch unerwünscht sind fremdländische Arten, wenn sie negative Auswirkungen auf einheimische Arten haben. Von vielen Naturfreunden werden sie deshalb nicht gerne gesehen. Der schnell wachsende Japanische Staudenknöterich und der Asiatische Marienkäfer sind zwei in Heidelberg gefundene Arten, die zu
    dieser umstrittenen Gruppe gehören. Asiatische Marienkäfer wurden aufgrund ihrer Gefräßigkeit zur Biologischen Schädlingsbekämpfung eingesetzt und konnten sich in den letzten Jahren über die Grenzen der Gewächshäuser hinweg schnell ausbreiten, häufig zur Freude der Gartenbesitzer, denn sie haben einen ordentlichen Appetit auf Blattläuse. Ihre Auswirkungen auf die einheimischen Marienkäfer sind aber bislang nicht ganz klar. Erfreulich ist der Fund der Stechpalme, die in Deutschland zu den seltenen Gewächsen in der freien Natur zählt. Als Gartenpflanze ist die Stechpalme sehr beliebt. Auch Wildformen unserer Gartenpflanzen wurden gefunden, z.B. die Wilde Möhre mit der schwarzen "Mohrenblüte" im Zentrum der Blütendolde. Für Apotheker und Ärzte interessant: der Echte Baldrian, eine beliebte Arzneipflanze, wurde ebenfalls in Heidelberg gefunden.

    Um uns herum gibt es immer noch viel zu entdecken. Universität Heidelberg, NABU, BUND und Stadt Heidelberg laden deshalb ein zum Großen Heidelberger Tag der Artenvielfalt ein. Die Informationen zum letzten Jahr und das aktuelle Programm von 2009 finden Sie unter:

    www.artenvielfalt-hd.de

    Das vielfältige Angebot beinhaltet viele kostenfreie Exkursionen von Experten für Jedermann zum Thema Vögel, z.B. eine Evolutionsgeschichte der Vögel im Luisenpark (auf Englisch), die Vogeloase in der Wagbachniederung, aber auch Führungen zu Amphibien, Insekten, Wassertieren und -pflanzen, Fossilien in Mauer, exotischen und seltenen Pflanzen sind dabei. Gesundheitsthemen werden ebenfalls behandelt, z.B. ein Stand zum Thema Vogelgrippe und eine Heilpflanzenexkursion in den Luisenpark. Artenschutz-Exkursionen auch für exotische Arten gibt es z.B. im Heidelberger Zoo oder im Botanischen Garten. Dieses Jahr werden zudem Nacht- und Abendexkursionen angeboten, die ihren besonderen Reiz haben. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass es einen großen Bedarf an solchen Veranstaltungen gibt, auch bei Familien, Kindern und Jugendlichen. Wir freuen uns auf viele interessierte Teilnehmer! Die genaueren Infos zu den Exkursionen folgen bald und sind dann auch über die Homepage zu finden.
    (13.05.2009)
    Holger Wientjes:   Ich freu mich auch sehr über diese Nachricht. Zeigt sie doch, dass man etwas erreichen kann, wenn man sich nur lang genug dafür einsetzt !
    Solche Nachrichten setzten Signale an alle, die der Meinung sind "bringt ja doch nix..."
    Und für jemanden, der die WAPCA (oder andere Institutionen) z.B. über Spenden ünterstützt hat, sorgt sie für Bestätigung !
    (05.05.2009)
    th.oma.s:   wirklich eine gute nachricht
    (04.05.2009)
    Zoo Heidelberg:   Das wertvollste Waldgebiet Afrikas ist vorerst gerettet!

    Heidelberger Zoo auch im Naturschutz erfolgreich. Palmölgesellschaft gibt Pläne zur Umwandlung in Plantagen auf!

    Es gibt sie noch die guten Nachrichten im Naturschutz: Am 20. April 2009 hat PALMCI, die größte Palmölgesellschaft der Elfenbeinküste bekannt gegeben, dass sie das Projekt zur Nutzung des Tanoe-Waldes aufgibt – es sei „wegen der Einmischung der Naturschützer zu kompliziert“ geworden.

    Der Tanoe-Wald im Osten der Elfenbeinküste beherbergt die letzten lebensfähigen Populationen mehrerer bedrohter Affenarten: Roloway-Meerkatzen und Weißscheitelmangaben sowie wahrscheinlich die einzigen Individuen des Miss Waldrons Rotcolobus die weltweit noch existieren – eine Art, die Anfang dieses Jahrtausends bereits als ausgerottet gemeldet wurde. Genau dieses extrem wertvolle Waldgebiet wollte PALMCI im letzten Jahr in eine Palmölplantage verwandeln.

    Im Frühjahr 2008 erschütterte eine Nachricht die Naturschützer weltweit: Der Tanoe-Wald sollte einer Palmölplantage weichen. 80 km² Sumpfwald voller bedrohter Pflanzen und Tiere drohten verloren zu gehen. In einer Blitzaktion organisierten Naturschützer vor Ort, angeführt von Inza Kone`, der im März 2009 in den Niederlanden den bedeutenden Preis „Future for nature“ erhalten hat, und ihre europäischen Freunde eine Rettungsaktion. In Europa waren es vor allem die im Zoo Heidelberg stationierte WAPCA e.V. (West African Primate Conservation Action), der Zoo Mulhouse, dessen Direktor Pierre Moisson das Zuchtprogramm für die Roloway-Meerkatzen leitet und die Naturschutzorganisationen CEPA sowie „Rettet den Regenwald“, die sich gegen den drohenden Verlust dieses einmaligen Lebensraumes stemmten. „Wir haben in dieser Zeit Tausende von Briefen geschrieben, unser gesamtes Netzwerk von Zoos, Naturschutzorganisationen aber auch umweltbewussten Unternehmen aktiviert, mit den Mehrheitsaktionären von PALMCI – Unilever und später Wilmar – den direkten Kontakt aufgenommen um vor allem klarzumachen: hier gibt es keine Alternative, dieser Wald muss erhalten bleiben“, beschreibt Dr. Klaus Wünnemann, Chairman von WAPCA und Direktor des Zoo Heidelberg die Situation im letzten Jahr. „Wir konnten das Thema bis auf die Biodiversitätskonferenz in Bonn tragen und haben Unterstützung aus vielen Ländern der Erde von Australien bis Kanada erhalten. Wir sind zusammen mit Inza Kone sehr froh, dass dieser wichtige Schritt zum Erhalt des Tanoe-Waldes und seiner Affen gelungen ist. Jetzt gehen wir neu motiviert daran, mitzuhelfen, dauerhafte Perspektiven für den Naturschutz in der östlichen Elfenbeinküste und im westlichen Ghana zu entwickeln und umzusetzen“. Als erstes werden Dr. Inza Kone und Katherine Burns, die Koordinatorin der Arbeit von WAPCA in Ghana, zusammen die wichtigsten Punkte für eine zukunftsfähige weitere Arbeit zusammentragen. „Wir möchten erreichen, dass die Menschen der Region stolz darauf sind, die wertvollsten Wälder Afrikas vor ihrer Haustür zu haben und den Schutz der Wälder zu ihrer Sache machen. Dafür ist es wichtig sich auch Gedanken über die wirtschaftliche Zukunft der Region zu machen. An den Plantagen mit Ölpalmen hätten nur wenige verdient, das ist keine langfristige Hilfe für die Bevölkerung,“ so Dr. Wünnemann.

    WAPCA e.V. arbeitet seit 7 Jahren in Ghana für den Schutz der bedrohten Primatenarten und ist seit drei Jahren auch in der Elfenbeinküste engagiert. Die Wälder dieser als Upper Guinean Forest bezeichneten Region gehören zu den weltweiten Hotspots der Biologischen Vielfalt, den artenreichsten Gebieten unseres Planeten.
    Der Zoo Heidelberg hält mit acht Tieren ein Viertel des Weltbestandes der Roloway-Meerkatzen in menschlicher Obhut. WAPCA e.V. ist das größte Naturschutzprojekt des Zoo Heidelberg, der sich auch für die Wiederansiedlung des Feldhamsters in Nordbaden und den Naturschutz in Mittelamerika und Südostasien engagiert.
    (04.05.2009)
    Zoo Heidelberg:   „Wild Alaska“ – eine beeindruckende Fotoausstellung von Matthias Breiter

    Der Heidelberger Zoo präsentiert ab dem 18. April Aufnahmen des renommierten Naturfotografen Matthias Breiter. Die Ausstellung „Wild Alaska“ im Afrikahaus vermittelt eine fantastische Vorstellung von den grandiosen Bergen, Flüssen, Gletschern, Wäldern und der einzigartigen Tierwelt dieses großflächigen US-Bundesstaates. Die Ausstellung ist bis Ende Juni im Afrikahaus zu sehen. Am Samstag, 18. April um 11.00 Uhr findet dort auch die Vernissage statt. Besucher sind herzlich willkommen.

    Matthias Breiter, Jahrgang 1964, wuchs in der Nähe von Heidelberg auf. Nach dem Studium der Biologie an der Universität Heidelberg und der University of Massachusetts hat er sich als freiberuflicher Fotograf und Autor auf Naturthemen spezialisiert.
    Bislang sind von ihm sieben Bücher in mehreren Sprachen erschienen, von Naturführern bis hin zu Bildbänden. Seine Bilder und Artikel wurden in zahlreichen internationalen renommierten Zeitschriften veröffentlicht. Seit fünf Jahren arbeitet Matthias Breiter überwiegend in Alaska und zählt dort zu den angesehensten Fotografen.
    (08.04.2009)
    Zoo Heidelberg:   Eine neue Voliere für die Riesenseeadler

    Geplant war sie schon lange – jetzt ist die Voliere für die Riesenseeadler des Heidelberger Zoos fertig gestellt und wurde am 7. April 2009 von dem Ersten Bürgermeister Bernd Stadel feierlich eröffnet. Seitdem sitzen die beiden majestätischen Tiere in luftiger Höhe und überblicken den „Heidelberger Yellowstone-See“. Diese Teichanlage wurde bereits 2000 angelegt, die große Greifvogelvoliere an ihrem einen Ende war von Anfang an mit geplant. Aus finanziellen Gründen musste der Bau des Adlergeheges jedoch warten. Dank zahlreicher Spenden von Tierpaten und anderen Zoobesuchern kam genug Geld zusammen, so dass die Voliere nun realisiert werden konnte. Die Handwerker und Gärtner des Zoos haben beim Bau und der Bepflanzung der Adlervoliere hervorragende Arbeit geleistet. Das Gehege ist sechseckig und jede Seite ist neun Meter lang. Dadurch ergibt sich eine Gesamtfläche von 210 qm. Imposant ist vor allem die Höhe von bis zu sieben Meter. Zum See und zur Besucherplattform hin ist ein sogenanntes Harfengitter gespannt, dessen ausschließlich senkrechte Drähte einen fantastischen Durchblick ermöglichen. Im Innenbereich ist aus Natur- und Kunstfelsen, Baumstämmen, Schwemmwurzeln, Krüppelkiefern und weiteren hundert Pflanzen sowie einer schönen Blumenwiese ein großzügiger Lebensraumausschnitt für die größten Adler der Welt entstanden.

    Die Riesenseeadler mit einer Flügelspannweite von 2,80 Meter kommen nur noch an den Küsten im Osten Russlands und den vorgelagerten Inseln vor, in Nordkorea ist der elegante Vogel wahrscheinlich bereits ausgerottet. Ein Hauptverbreitungsgebiet liegt auf der russischen Halbinsel Kamtschatka. Vulkane, Geysire und Fumarole geben Zeugnis von den Aktivitäten unterhalb der Erde. Die Fauna mit Bären, in Millionenscharen wandernden Lachsen, Robben und Walen vor der Küste und natürlich den Riesenseeadlern kann mit dem Tierleben des weitaus bekannteren Yellowstone-Nationalparks mühelos mithalten.

    Die Heidelberger Riesenseeadler leben seit Juli 2006 in Heidelberg. Sie kamen als beschlagnahmte Tiere in den Zoo. Die beiden Vögel stellten sich glücklicherweise als Männchen und Weibchen heraus und sind mittlerweile fast komplett vom Jungtiergefieder auf ihr Erwachsenenkleid umgefärbt. Die neue, großzügige Voliere wird ihnen in den nächsten Jahren hoffentlich den nötigen Impuls zur ersten Brut geben. Ideale Voraussetzungen sind nun geschaffen, jetzt liegt es an den Adlern.

    Die Eröffnung der Voliere hat übrigens auch eine geschichtliche Dimension. Vor 75 Jahren wurde der Tiergarten Heidelberg eröffnet. Bekanntestes Bauwerk des jungen Zoos wurde sehr schnell die Großvoliere für Greifvögel, die im Krieg zerstört und später nicht wieder aufgebaut wurde. Mit der Eröffnung der Voliere für Riesenseeadler im Jubiläumsjahr setzt der Zoo die Tradition der Greifvogelhaltung im Zoo Heidelberg mit einem besonderen Akzent fort.
    (07.04.2009)
    Zoo Heidelberg:   Viele bunte Gründe, an Ostern den Zoo zu besuchen

    Kinder aufgepasst: Wer einem echten Osterhasen begegnen möchte, der sollte seine Eltern einpacken und sich am Ostersonntag für einen Spaziergang in den Zoo bewegen. Dort wartet eine besondere Überraschung: ein lebensgroßer Osterhase verwöhnt die jungen Zoobesucher mit schokoladigen Überraschungseiern. Damit auch jedes Kind eines abbekommt, hat der Osterhase zwei fleißige Assistentinnen, die sich ebenfalls durch lange Ohren auszeichnen. Poitou-Eselstuten Madeleine und Resi bekommen zwei große Weidenkörbe umgeschnallt, in denen sie die Überraschungseier zu den Kindern tragen. Natürlich dürfen Madeleine und Resi dann auch mal zum Dank hinter ihren grandiosen Ohren gekrault werden.
    Ein Besuch im Zoo lohnt sich in jedem Fall und bietet etwas für alle Sinne, denn die farbenfrohe Zeit hat endgültig Einkehr gehalten: Tausende Narzissen, Hyazinthen und Tulpen verwandeln die zahlreichen Wiesen des Zoos in prachtvolle Blütenmeere. Die Gehege und Wasserbecken erstrahlen nach einem gründlichen Frühjahrsputz in frischem Glanz, die Störche klappern laut mit ihren Schnäbeln, die Pelikane sind in ihr Sommerquartier eingezogen und die jungen Skudden-Lämmer hüpfen fröhlich rufend durch ihr Gehege.
    Im Streichelzoo warten zahlreiche Ziegenjunge auf fröhliche Kinder. Um ihnen den Kontakt zu so richtig schmackhaft zu machen, ist außerhalb des Geheges ein Futterautomat aufgehängt. Vorsichtige Kinder können die Ziegen durch den Zaun hindurch füttern, mutige Naturen nehmen das Futter mit in das Streichelgehege und werden rasch von den neugierigen Ziegen umringt werden.
    Da mit einem größeren Andrang gerechnet werden kann, ist es ein guter Rat, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und dem Fahrrad zu fahren und den Erwachsenen den Stress mit einem überfüllten Parkplatz zu ersparen. Der Zoo hat an allen Feiertagen von 9.00 bis 19.00 Uhr geöffnet.
    (03.04.2009)
    Onca:   *schmunzel* ihre Rüssel und Kletterkünste hatte Jenny in Hamburg ja zur Genüge unter Beweis gestellt. Sie scheint in gewissen Maß also auch Spaß an ihren damals gelernten Zirkusstückchen zu haben.
    Wobei in Hamburg auch andere (nicht Zirkustiere) gerne mal hoch hinaus wollen. War Anfangs verwundert, aber inzwischen gewöhnt man sich an Elefanten auf zwei Beinen.
    (02.04.2009)
    Klaus Wünnemann:   @MM: Was Jenny kann und was nicht, setzt uns oft in Erstaunen. Es hätte für sie wahrscheinlich auch einen leichteren Weg an den Korb gegeben. Es stehen im Gehege immer mehrere (bis ca. 10) Möglichkeiten zur Verfügung sich Futter zu beschaffen (hoch, tief, mit Rüssel schwierig zu erreichen etc.). Einige werden regelmäßig (Betonröhren, Heunetze)und andere u.a. dieser Korb nur selten bestückt. Damit erzeilen wir sowohl bei der sehr agilen Jenny als auch bei der ruhigen Ilona die besten Resultate. Jeder Elefant nutzt das zuerst was er mag.
    (02.04.2009)
    Michael Mettler:   Schlaues Tier :-)

    Zum ersten Foto hätte ich noch eine Frage an die Heidelberg-Kenner: Können die Elefanten auch von der im Bild rechten Seite her an den Pfahl herantreten (und dann auf Baumstamm und Steine steigen), oder ist das die "Außenkante" der Anlage?
    (31.03.2009)
    zollifreund:   passend zu dem die Diskussion auslösenden Bild eine Aufnahme aus Heidelberg vom Mai 2008: "werkzeuggebrauch bei elefanten"

    um an den Futterkorb zu gelangen, hat die Elefantenkuh zuerst den Ast aus einem anderen Teil der Anlage geholt und dann genau unter den Korb gelegt - somit hat sie sich selbst ein Hilfsmittel organisiert, um sich nicht ohne Abstützgelegenheit aufrichten zu müssen...
    (31.03.2009)
    Michael Mettler:   Da dieses Thema eigentlich zu interessant ist, um es auf Heidelberger Elefanten zu beschränken, würde ich es gern in den Thread "Beschäftigung von Zootieren" verlagern. Denn im Grunde gelten die gleichen Überlegungen z.B. auch für Seelöwen usw.
    (31.03.2009)
    Shensi-Takin:   @MM: Ja, garantiert(sic). Ueberlegen Sie mal: nebst der Vorfuehrungen regelmaessige Trainingssessions (die je nach Tagesform & Naturell der beteiligten Tiere und Menschen auch schon mal laenger ausfallen koennen). Davor noch das Initialtraining fuer "Neueinsteiger" (fuer die trotz jugendlichem Alters die Belastung nach wie vor bestehet). Elefanten bekommen als grossformatige Publikumsmagneten eher Zeit & Raum eingeraeumt als menschliche Akteuere, die ihre Trainingsgestaltung flexibler gestalten koennen. Individuelle Unterschiede in Bezug auf Dauer/Frequenz im jeweiligen Zirkus bestehen durchaus, u.a. hinsichtlich Zirkusausstattung, Elefanten (denn auch ein "alter Hase" bzw. trainierter Elefant sollte die Routine beibehalten), Trainer, Uebung usw. Man koennte auch die Frage stellen, ob einem trainierten Zirkuselefant, aehnlich einem trainierten Menschen im Vergleich zu einem untrainierten, das jeweilige Kunststueck relativ gesehen weniger koerperlich Ungemach bereitet als einem Zooelefanten...
    Was "Kommandos" angeht: impliziert dieser Begriff in seiner Auslegung als [militaerischer] Befehl nicht obligatorischen Zwang seitens eines Hoeherrangigen? Ich glaube kaum, dass in Heidelberg oder anderen Zoos mit derartigen Beschaeftigungsmoeglichkeiten die Tiere zur Nutzung dieser gezwungen werden. Wenn das jeweilige Tier diese Beschaeftigungsoption nicht nutzen will, dann halt nicht-auch wenn die Pfleger ob des Arbeitsaufwands sicher nicht davon begeistert sein duerften...
    (31.03.2009)
    Holger Wientjes:   Reine Dressurnummern, die nur auf Schaueffekte hinzielen, finde ich auch in einem Zoo nicht besser als im Zirkus. Nur kann man ja nicht abstreiten, dass die Tiere dort alleine schon aufgrund der strukturreicheren und grösseren Gehege sowie des nicht ständigen Verladens/Reisens besser untergebracht sind als ihre Artgenossen im Zirkus.
    (31.03.2009)
    IP66:   Ich weiß nicht, ob dergleichen Kunststücke einen Elefanten dauerhaft schädigen. Ich finde allerdings die Überlegungen zu Dressuren interessant: Sicherlich herrschen in einem Wanderzirkus etwas andere Bedingungen, doch scheinen mir sich die Tiervorführungen in den manchenorts vorhandenen Zooarenen von denen im Zirkus allenfalls durch diverse didaktische Einschöbe zu unterscheiden, und ob die dort präsentierten Tiere wirklich so viel besser untergebracht sind als ihre Artgenossen in Privatnunternehmen dieser Art, weiß ich nicht. Mir scheint jedenfalls, daß sich auch mancher der neuen geographisierenden Kunstfelszoos dem Wunsch der Besucher nach in besonderer Weise präsentierten Tieren nicht entziehen kann und das dafür nach langer Pause auch wieder spezifische Bauten errichtet werden.
    (31.03.2009)
    Holger Wientjes:   Die Überlegungen/Argumente klingen interessant ! Vielleicht ist es wirklich nur der fade Beigeschmack den man mit der Haltung/Dressur von Elefanten im Zirkus verbindet und der uns hier dazu verleitet gleiches/ähnliches (freiwilliges) Verhalten der Tiere im Zoo anders zu beurteilen.
    Mal ganz davon abgesehen, dass auch ich der Meinung bin, Elefanten haben in einem Zirkus nichts zu suchen.
    (31.03.2009)
    Michael Mettler:   @Shensi-Takin: "Garantiert"? Meines Wissens gibt ein Circus zwei bis drei Vorführungen am Tag, und der Hochstand eines Elefanten dauert dabei lediglich einige Sekunden. Wobei man da sicherlich noch differenzieren muss zwischen einem freien Hochstand am Platz und dem Gehen auf den Hinterbeinen, wie man es am häufigsten beim Ausmarsch einer Elefantenpyramide sieht (bei der wiederum die Vorderbeine sicher aufliegen) - aufgerichtetes Gehen mit freien Vorderbeinen ist sicherlich die unnatürlichste und belastendste Übung. Was das Üben des Kunststücks betrifft: Angesichts dessen, wieviele Artisten und Dompteure sich die Manege in den Zeiten außerhalb der Vorführungen teilen müssen, dürften die Trainingszeiten in der Reisesaison kurz sein, zumal die Tiere dann ja weitgehend durch die Vorführungen im Training bleiben (nicht umsonst wird doch den Circussen auch vorgeworfen, dass die Tiere außerhalb der Vorführungen kaum Bewegung bekommen). Somit dürfte sich die Zeit aufgerichteten Stehens bei einem bereits trainierten Elefanten (!) in sehr engen Grenzen halten. Ihm diesen Trick beizubringen, erfordert natürlich deutlich mehr Zeit. Das passiert(e) allerdings m.E. auch in jungem Alter und bei erheblich niedrigerer Gewichtsbelastung; dass Jungelefanten zwar nicht frei aufrecht stehen, ihr Gewicht aber beim Beklettern von Spielgefährten sehr wohl - und sogar für mehr als nur Sekunden - ausschließlich auf die Hinterbeine verlagern, lässt sich auch in Zoos häufig beobachten.

    Ich will übrigens keineswegs die Circusverhältnisse schön reden. Nur sehe ich - den Bewegungsablauf und dessen mögliche körperliche Folgen für sich betrachtet - keinen rechten Unterschied zwischen "gutem" und "bösem" Hochstehen und frage mich nun, ob die Kritik an den Tricks eher darauf abzielt, dass der Elefant sie auf Kommando machen muss und nicht selbst entscheiden darf. Da wiederum kann ich mich dann auch fragen, ob eine Enrichment-Maßnahme dem Tier zwar die Entscheidung des "wann" frei lässt, aber die Darbietung von Futter zum Auslösen dieses Bewegungsablaufes nicht auch eine übertragene Form von Kommando darstellt (stell dich auf die Hinterbeine, sonst bekommst du diesen Leckerbissen nicht).
    (31.03.2009)
    Shensi-Takin:   @MM: Garantiert nicht so oft und lange wie Zirkuselefanten beim Kunststueck-Ueben bzw. -Praesentieren.
    (31.03.2009)
    Michael Mettler:   @Shensi-Takin: Keine Sorge, daran habe ich gedacht. Wie oft bzw. wie lange muss sich denn ein Elefant aufrichten, um den abgebildeten Korb zu leeren, und fingert er nicht auch danach noch ab und an hinein, um zu prüfen, ob inzwischen Futter "nachgewachsen" ist - was ja eigentlich der Sinn von Einrichment-Maßnahmen mit Futter ist?
    (31.03.2009)
    Shensi-Takin:   @MM: Als Denkanstoss: Vergleich der Aufrichtungsdauer/haeufigkeit im Heidelberger Zoo und der in Zirkussen (inklusive Trainingssessions)...
    (31.03.2009)
    Michael Mettler:   @Sacha: Genau dieses Argument verwenden auch die Verteidiger des "Kunststückchens"....
    (30.03.2009)
    Sacha:   @MM: Wohl eher (zweit-)Letzteres, da es, wie Filmaufnahmen belegen, auch Elefanten gibt, die sich in freier Wildbahn auf diese Weise strecken, wenn sie ein "Leckerli" nicht anders erreichen können.
    (30.03.2009)
    Michael Mettler:   Bei mir ruft das Bild eher große Verwunderung hervor. Seit Jahren hört man von Elefantenfans wie auch von manchen Zoologischen Gärten als Argument gegen entsprechende Kunststücke in Circussen und Zoos mit Elefantenvorführungen, dass das Aufrichten auf den Hinterbeinen extrem schädlich für den Gelenkapparat von Elefanten ist - je älter der Elefant, umso schlimmer. Und nun DAS als behavioral enrichment? Ist es den Gelenken nicht ziemlich egal, ob sie wegen Nahrungsaufnahme oder wegen Show-Effektes überlastet werden? Oder ist diese Körperhaltung nun doch nicht so gesundheitsschädigend, wie man uns seit Jahren erzählt?
    (30.03.2009)
    Sven P. Peter:   Mal ganz ab von der Meldung zum Bau finde ich das Bild sehr interessant.
    Mit solchen Mitteln könnte man doch auch leicht Elefantenanlagen wie in Krefeld oder Magdeburg aufwerten.
    (30.03.2009)
    Zoo Heidelberg:   Bald geht es los:
    Spatenstich Elefantenhaus am 9. Juni

    Dem Bau des neuen Elefantenhauses im Heidelberger Zoo steht nun nichts mehr im Wege: Am 9. Juni um 14.30 Uhr wird der Heidelberger Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner mit dem Spatenstich den Baubeginn eröffnen.
    In den letzten Monaten wurden die Planungen konkretisiert. Auch die beiden neuen und sehr erfahrenen Leiter des Elefantenreviers haben eigene Ideen beigesteuert. Und wie geht es nun weiter? „Die Ausschreibung läuft bereits und für den Rohbau haben schon viele Firmen angefragt. Selbstverständlich hoffen wir auf gute Angebote“, erklärt Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. In den nächsten Wochen erfolgen weitere Ausschreibungen für Metallbau und Haustechnik. Mit dem neuen Elefantenhaus werden zwei wichtige Ziele des Zoos verwirklicht. Zum einen erhalten die schwersten Landessäugetiere der Erde eine abwechslungsreiche und vielfältig strukturierte Umgebung nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen der Elefantenhaltung. Zum anderen gewinnen die Besucher ein naturnahes Tiererlebnis, das gleichzeitig auch für die Bedrohung dieser beeindruckenden Tiere sensibilisiert.
    Wer für das neue Elefantenhaus spenden und gleichzeitig einen Beitrag zum Schutz dieser Tiere leisten möchte, kann sich telefonisch unter 06221-6455-0 informieren oder überweist die Spende direkt auf das Spendenkonto Tiergarten HD gGmbH, Konto-Nr.: 15911, bei der Sparkasse Heidelberg, BLZ 672 500 20 unter dem Verwendungszweck: „Elefantenhaus“.

    (30.03.2009)
    IP66:   Ich fände es schön, wenn man sich in Heidelberg jenseits wünschenswerter Neubauten auch mit den Denkmalen der 75jährigen Zoogeschichte, etwa der Bärengrube, dem überlieferten Elefantenhaus oder der Schaufensteranlage am Eingang widmen würde. Gerade im an historischen Tierhäusern armen Baden-Württemberg bietet Heidelberg (zumal seit Karlsruhe die letzte Vorkriegsanlage zerstört hat) einen in diesem Bundesland einzigartigen Überblick über verschiedene Tierhaltugnskonzepte, der mehr Aufmerksamkeit verdienen würde, als ihm derzeit geschenkt wird.
    (26.03.2009)
    Zoo Heidelberg:   Am Dienstag, den 7. April um 11.00 Uhr wird zusammen mit dem Ersten Bürgermeister, Herrn Bernd Stadel, die neue Voliere für Riesenseeadler eröffnet.

    Unsere Riesenseeadler kamen als beschlagnahmte Tiere zu uns. Mit der neuen Voliere erhalten sie optimale Bedingungen. Direkt an unserem Yellowstone-See gelegen, bietet die neue Voliere nicht nur genügend Platz, sondern auch interessante Beobachtungsmöglichkeiten für die größten Adler der Welt.  Aus Natur- und Kunstfelsen, Baumstämmen, Schwemmwurzeln und vielen hundert Pflanzen ist ein Lebensraumausschnitt entstanden.

    Die Riesenseeadler vertreten im Zoo Heidelberg einen der faszinierendsten Orte unserer Erde - die Halbinsel Kamtschatka. Vulkane, Geysire und Fumarole geben Zeugnis von den Aktivitäten unterhalb der Erde. Die Fauna mit Bären, in Millionenscharen wandernden Lachsen, Robben und Walen vor der Küste und natürlich den Riesenseeadlern kann mit dem Tierleben des weitaus bekannteren Yellowstone-Nationalparks mühelos mithalten.   

    Wir wollen für dieses Paradies werben, das noch kaum bekannt ist und doch schon durch unreglementierte Ausnutzung von Bodenschätzen bedroht ist.

    Die Eröffnung der Voliere hat aber auch eine geschichtliche Dimension. Vor 75 Jahren wurde der Tiergarten Heidelberg eröffnet. Bekanntestes Bauwerk des jungen Zoos wurde sehr schnell die Großvoliere für Greifvögel, die im Krieg zerstört und später nicht wieder aufgebaut wurde. Mit der Eröffnung der Voliere für Riesenseeadler im Jubiläumsjahr setzen wir die Tradition der Greifvogelhaltung im Zoo Heidelberg mit einem besonderen Akzent fort.
    (26.03.2009)
    Zoo Heidelberg:   Fotoausstellung: Im Fokus – Tierkinder im Heidelberger Zoo

    Der Heidelberger Zoo präsentiert in einer Ausstellung schöne Tierkinderfotos von Rose von Selasinsky. Die mit Tierliebe und viel Geduld aufgenommenen Tierportraits zeigen ein stimmungsvolles Panorama von Tieren und Begegnungen im Heidelberger Zoo. Seit 2005 ist Rose von Selasinsky leidenschaftliche Zoofotografin im Heidelberger Zoo. Zahlreiche ihrer besten Tieraufnahmen sind in Büchern, Magazinen und Zeitschriften veröffentlicht worden.
    Die Fotoausstellung ist vom 29. März bis zum 30. Juni 2009 im Raubtierhaus des Zoos zu sehen. Am Sonntag, den 29. März um 11.00 Uhr findet dort auch die Vernissage statt. Besucher sind herzlich willkommen.
    (20.03.2009)
    Zoo Heidelberg:   DPA - spiegel online: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,614316,00.html

    Pfeifender Orang-Utan begeistert Zoobesucher

    King Louie aus dem "Dschungelbuch" als Vorbild: Ein Orang-Utan im Zoo von Heidelberg unterhält Artgenossen und Pfleger mit seinem Pfeifen. Der Affe Ujian ist eines von nur wenigen Tieren weltweit, dem das Kunststück gelingt, das mittlerweile sogar manchmal nett anzuhören ist.

    Heidelberg - "Im vergangenen Sommer ist uns das erstmals aufgefallen", sagt Zoosprecherin Steffanie Richter. "Inzwischen wird das Pfeifen zunehmend melodiöser." Nach Angaben des Zoos ist der 14 Jahre alte Menschenaffe eines von weltweit drei Tieren seiner Art, das diese besondere Begabung besitzt - und damit musikalisch wie King Louie aus dem Disney-Zeichentrickfilm "Dschungelbuch" ("Ich wär so gern wie du") ist. Das Pfeifen ist nicht das einzige Talent von Ujian: Malen kann er auch, bis Anfang Mai werden seine Bilder versteigert.
    Für Forschungszwecke schickten der Leiter des Heidelberger Affenreviers, Bernd Kowalsky, und sein Team nun Aufnahmen von Ujians Pfiffen zum Great Ape Center in den USA (Iowa).

    Das Pfeifen brachte sich der Orang-Utan ganz alleine bei, beteuert der Zoo. Schuld sein soll der Gemüsehändler, der regelmäßig Obst und Gemüse liefert. Da die Tiere vom Affenrevier aus den Eingang gut im Blick haben, hat Ujian vergangenen Sommer wohl auch mitbekommen, dass der Lieferant spät dran war. Ungeduldig pfiff er dem Mann entgegen. "Der hatte dann zunächst den Leiter des Affenreviers im Verdacht" - was fast zum Streit geführt hätte, berichtete die Zoosprecherin. "Anpfeifen lass ich mich nicht von Ihnen", soll sich der Händler gewehrt haben. Doch Revierleiter Kowalsky beteuerte seine Unschuld.
    Also schauten sich die Zwei um - und sahen Ujian die Lippen schürzen. Gleichzeitig hörten sie Töne. Eine zoologische Sensation war entdeckt. "Ujian macht das richtig gerne", sagte Richter. Natürlich lasse er sich durch Nüsse und Rosinen besonders gerne zu einem Pfeifkonzert bewegen. "Aber er macht das auch von ganz allein und bis zu zwei Stunden lang." Seinen Mitbewohnerinnen im Heidelberger Zoo gefällt's - vor allen Dingen die 20 Jahre alte Puan startet zaghaft erste eigene Versuche.
    Ujian kam 2005 zu den Orang-Utan-Damen in Heidelberg. Zuvor war der Menschenaffe, der in Zürich geboren und in der Aufzuchtstation der Stuttgarter Wilhelmina groß wurde, in Hagenbecks Tierpark in Hamburg.
    In Schweden hatte zuletzt ein Schimpanse für Schlagzeilen gesorgt, der Steine sammelte, um sie Stunden später auf Besucher zu werfen. Er unterhielt sogar mehrere Munitionslager in seinem Freigehege, hieß es.

    Marion van der Kraats, dpa
    (19.03.2009)
    Zoo Heidelberg:   Heidelberger Zoo: Auf neuen Flügeln in den Frühling

    Es hat nicht mit den anstehenden Wahlen zu tun, wenn im Vogelrevier des Heidelberger Zoos die Farben des Frühlings zartrosa und tiefgrün sind – mit Rosa Löfflern und Grünwangen-Amazonen bevölkern zwei attraktive Vogelarten die Volieren des Zoos neu.

    Die große Ibis-Voliere hat seit dem Wochenende sechs neue Bewohner – Rosa Löffler. Die zartrosa gefärbten Reiherverwandten kommen freilebend in der Karibik und Südamerika vor. Das auffälligste Merkmal dieses hübsch gefärbten Vogels ist zweifellos sein langer, an der Spitze löffelförmig verbreiterter Schnabel. Er stellt eine Anpassung an die besondere Ernährungsweise des Vogels dar. In seichten, offenen Gewässern schreitet er bedächtig durch das Wasser auf das Suche nach Beute – Schnecken, Würmern und kleinen Fischen. Im Heidelberger Zoo treffen die Rosa Löffler auf Rote und Braune Sichler, Kuba-Pfeifgänse, Höckerglanzgänse und Rotschultenten – allesamt auch Südamerikaner. Es wird interessant werden, wie sich die Rosa Löffler in den Brutkalender der übrigen Volierebewohner eingliedern werden: Im Frühjahr beginnen die Braunen Sichler mit dem Nestabau, den sie abgeschlossen haben, wenn die Roten Sichler in Brutstimmung kommen. Werden die Löffler die gesittete Nestordnung durcheinanderbringen? Damit ist frühestens nächstes Jahr zu rechnen, denn die Löffler sind allesamt Jungvögel.

    In der großen Regenwald-Voliere des Zoos sind mit Grünwangen-Amazonen die ersten Papageien eingezogen. Die Pflanzen der Voliere mussten erst einmal einige Jahre Fuß – vielleicht besser – Wurzeln fassen, bevor sie mit den kräftigen Schnäbeln der Amazonen Bekanntschaft machen können. Diese Schnäbel werden sicher auch dafür sorgen, dass die possierlichen Weißgesichtsseidenäffchen, die sich mit den Amazonen die Voliere teilen, den neuen Mitbewohnern respektvoll gegenübertreten – was sonst nicht ihrer quicklebendigen Art entspricht. Auch die Zoobesucher, die diese Voliere durchstreifen können, sollten daran denken, dass Wildtiere keine Streicheltiere sind und auf Streicheleinheiten für die grünen Krummschnäbel verzichten.

    P.S. Wer es in Vorwahlzeiten im Zoo lieber andersfarbig mag: Wir warten mit Spannung und voller Vorfreude auf die Geburt eines tiefschwarzen Eselfohlens, auf die Ankunft eines neues strahlend blauen Hyazintharas und dass die leuchtend gelben Webervögel mit ihrer eindrucksvollen Balz und ihrem kunstvollen Nestbau beginnen.
    (19.03.2009)
    Mirko Schmidkunz:   Wo sind eigentlich die Weißschwanzmangusten untergebracht?
    Ich finde die Vergesellschaftung der Indischen Mungos sehr positiv. Ich habe mich gefreut sie zuletzt auch beobachten zu können. Was wird aus dem alten Affenhaus mit den Hulmans?
    (10.03.2009)
    IP66:   Welchem Projekt stand das arme kleine Haus denn im Weg?
    (09.03.2009)
    Klaus Wünnemann:   @IP&&
    Leider waren wir doch in Not, denn die Fläche des Zoos ist nun einmal die kleinste aller "großen" deutschen Zoos. Viele Mängel des alten Schildkrötenhauses sind auf den ersten Blick kaum sichtbar. Falscher Dachaufbau, mangelnde Isolierung, kein Anschluss an Heizungssysteme, kein Anschluss an Kanalisation etc.. Die Instandsetzung wäre teuer geworden, die Haltung von Schildkröten war nicht länger möglich, und eine Tierhaltung an dieser Stelle für die Gesamtgestaltung hinderlich.
    (09.03.2009)
    IP66:   Daß man ohne Not das kleine Schilkrötenhaus beseitigen zu müssen glaubte, spricht nicht für einen achtungsvollen Umgang mit überkommenen Bauten, ganz abgesehen davon, daß dem Zoo ja nur wenig Mittel für Erneuerungen zur Verfügung stehen und sich deshalb der Erhalt manchen Altbaus auch aus ökonomischen Gründen rentiert. Den Eindruck, daß man ansonsten im Umgang mit Gelände und Bestand viele und gute Ideen entwickelt, hatte ich jedoch bei meinem letzten Besuch ebenfalls.
    (09.03.2009)
    Jennifer Weilguni:   @IP66
    Ich war gestern in Heidelberg und muss Dir leider mitteilen, dass es das alte Schildkrötenhaus nicht mehr gibt.

    Auch sonst tut sich ja zur Zeit so einiges in Heidelberg.. die neue Anlage für die Riesenseeadler nimmt immer mehr Gestalt an, es wurde davor nun auch eine Art Beobachtungshütte errichtet. Und dann ist ja auch der neue Kinderspielplatz im Bau.
    Wenig Veränderungen sind hingegen in Sachen Elefantenhaus ersichtlich, aber ich staune doch immer wieder darüber wie sehr man daran arbeitet an allen Ecken und Enden zu verbessern und zu erneuern. Da könnten sich so manch "große" Zoos wahrlich eine Scheibe abschneiden.
    (09.03.2009)
    Zoo Heidelberg:   Heidelberger Affen malen für ein schöneres Zuhause

    Anlässlich des 75jährigen Jubiläums plant der Zoo Heidelberg und sein Affenhausteam wieder eine Versteigerung mit den Werken seiner Menschenaffen. Der Erlös kommt vollständig dem Menschenaffenhaus und seinen Bewohnern zugute. Wie viele Zoofans sicher wissen, sind nicht alle Heidelberger Menschenaffen auch begnadete Künstler. Es sind vor allem die Orang-Utans „Puan“, „Uijan“ und die absolute Topmalerin „Grisella“, die sich kreativ betätigen. Von den Schimpansen haben sich lediglich der neue Gruppenchef Henry und seine Freundin Conny als recht annehmbare Künstler hervorgetan.
    Als Highlight der Versteigerung werden die letzten Werke des 2007 verstorbenen Orangmannes „Nogger“ angeboten. Unvergessen bleibt die damalige, sehr lebendige Versteigerung im Afrikahaus, als besonders die anwesenden Damen um Noggers „Kiss“ um die Wette boten.
    Die Versteigerung findet diesmal auf einem etwas anderen Wege statt, um möglichst vielen Fans eine Möglichkeit zu geben, die Werke intensiv zu betrachten. Ausgesuchte Unikate werden im Zooshop ab Freitag, 27. Februar öffentlich in einer Art Galerie präsentiert. Jeder kann dort persönlich, telefonisch oder per Mail sein Gebot abgeben. Täglich ab 11 Uhr ist das aktuelle Höchstgebot im Zooshop (Tel.: 06221-645522, zooshop@heidelberg.de) zu erfahren.
    Gebots-Deadline ist Donnerstag, der 7. Mai um 12.00 Uhr. Am Freitag findet die Auswertung und Benachrichtigung der Bietsieger statt. Das Bild, welches das höchste Gebot erzielt, ist mit einem exklusiven Highlight verbunden: Eine Malstunde zusammen mit den Orang-Utans!

    Foto: Orang-Utan "Grisella" beim Malen
    (26.02.2009)
    Zoo Heidelberg:   Beispielhafte Familienzusammenführung bei Heidelberger Gorillas erfolgreich

    Der Heidelberger Zoo hat etwas erreicht, was bisher nur zwei weitere Zoos in Europa gewagt haben: Einen nicht von der Mutter aufgezogenen Gorilla sehr früh wieder in seine Geburtsgruppe zurückzuführen, anstatt ihn die ersten Jahre in Menschenobhut aufwachsen zu lassen.
    Die Mühe und Geduld der letzten 1 ½ Jahre hat sich wirklich gelohnt. Die Re-Integration des Gorillaweibchens „Kiki“ in ihre Geburtsgruppe im Heidelberger Zoo ist erfolgreich abgeschlossen. Das Gorillamädchen ist nun Tag und Nacht mit allen anderen Gruppenmitgliedern zusammen und wird als Familienmitglied voll akzeptiert. Der gesamte Integrationsprozess wurde wissenschaftlich begleitet. Alle Daten und Verhaltensweisen wurden genau dokumentiert und zusammen mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für Gorillas ausgewertet. Die Europäische Spezialistengruppe für Gorillas, in der auch die Wissenschaftliche Assistentin des Heidelberger Zoos, Sandra Reichler, Mitglied ist, verfolgte und diskutierte die Integration von Kiki mit größtem Interesse. „Dass Kiki so früh wieder in ihre Geburtsgruppe zurückgeführt werden konnte, ist nicht nur wichtig für sie selbst und ihre weitere Entwicklung“ erklärt Sandra Reichler, „die erfolgreiche Integration ist für das gesamte Gorilla EEP ein großer Fortschritt. Der Heidelberger Erfolg wird sicher dazu beitragen, dass die Aufzucht nicht angenommener Jungtiere in Zukunft neue Wege geht und damit optimiert werden kann. Darauf sind wir stolz.“
    Viele Zoobesucher können sich erinnern: Kiki wurde im Mai 2007 als erstes Kind von Gorillaweibchen „Doba“ geboren. Leider hatte die junge Mutter nicht genug Milch, so dass Kiki nach einer Woche in den Armen ihrer Mutter fast verhungert wäre. Wochenlange intensivmedizinische Betreuung durch Kinderärzte und die Zootierärztin retteten ihr Leben. Doch wie sollte nun die weitere Aufzucht des erst wenige Wochen alten Gorillakindes aussehen? Vor Jahrzehnten wäre der junge Menschenaffe von den Tierpflegern oder dem Zoodirektor wie ein Menschenkind aufgezogen worden. Heute wissen wir, dass diese Art der Aufzucht in Menschenhand im späteren Leben oft große Probleme mit sich bringt. Ohne Kontakt zu Artgenossen kommt es bei handaufgezogenen Affen häufig zu Schwierigkeiten im Sozialverhalten gegenüber anderen Gruppenmitgliedern, es kann Probleme bei der Fortpflanzung geben und oft ziehen Weibchen ihre eigenen Jungtiere nicht auf. Ein erster Fortschritt bei der Aufzucht junger Menschenaffen stellten sogenannte Jungtieraufzuchtstationen dar wie es beispielsweise eine in der Stuttgarter Wilhelma gibt. Hier wachsen mehrere junge Affen, die nicht von ihren eigenen Müttern groß gezogen werden können, gemeinsam in Spielgruppen auf. Dadurch haben die Jungtiere schon früh Kontakt zu – allerdings nur jungen – Artgenossen. Die endgültige Integration in eine natürlich zusammengesetzte Gorillagruppe erfolgt aber erst mit drei bis vier Jahren. Da aber auch bei Menschenaffen, ähnlich wie beim Menschen, bereits die ersten Lebensjahre prägend für die ganze weitere Entwicklung sind, sollte das Jungtier so früh wie möglich Teil einer sozial funktionierenden Affengruppe werden.
    Das Heidelberger Gorillakind Kiki wurde daher sofort nach ihrer Genesung täglich mehrmals von den Tierpflegern an das Gehege ihrer Familie geführt. Es gab freundliche Brummlaute und zarte Berührungen von Seiten der erwachsenen Gorillas. Dadurch brach die Bindung der Gruppe zum Jungtier nie ganz ab und auch Kiki blieb der Kontakt zu erwachsenen Gorillas vertraut. Der nächste Schritt war die Gewöhnung des jungen Gorillas an einen Käfig, der im Gorillagehege installiert war. Hier konnte sie jeden Tag in geschütztem Kontakt zur Gruppe sein, sie beobachten und trotzdem von den Tierpflegern ihre Milchfläschchen bekommen. Später wurde der Käfig zur Gruppe hin geöffnet. Tag für Tag ein wenig länger, bis er nun letztendlich immer offen bleibt und Kiki ihren gesamten Tag gemeinsam mit der Gorillagruppe verbringt.
    Die Rückführung von Kiki in ihre Geburtsgruppe dauerte viele Monate, bedeutete harte Arbeit und viel Geduld für das gesamte Zooteam. „Es war schwierig, immer genau die Balance zwischen Zuwendung und Zurückhaltung zu finden. Aber Kiki zeigt uns jeden Tag, dass wir den richtigen Weg beschritten haben“, beschreibt Bernd Kowalsky, Reviertierpfleger im Affenhaus, seine Arbeit.
    (17.02.2009)
    Zoo Heidelberg:   Neuer innovativer Spielplatz für die kleinen Zoobesucher

    Der große Spielplatz im Zoo ist in die Jahre gekommen. Zum 75. Geburtstag des Zoos schenkt der Zoo sich selbst und seinen kleinen Besuchern eine völlige Neugestaltung des Spielareals, welche zusammen mit dem Planungsbüro Plessing aus Heidelberg konzipiert wurde.
    Unter den Thema „Arche Noah“ entstehen für 650.000 Euro unterschiedliche Landschaftsbereiche, die altersspezifisch gestaltet sind. Um einen zentralen Platz mit behindertengerechtem Karussell und Trampolinen sind der Kleinkinderplatz mit Spielgeräten und landschaftsnahen Einbauten sowie die Themenfelder Steppe und Dschungel angeordnet. Im Zentrum des weiten Sandfeldes liegt die Oase mit Schöpfbrunnen. Daneben entsteht mit vielen Spielmomenten der Abenteuerpfad, welcher über den Kletterwald zum Dschungeldorf führt. „Wir freuen uns auf mehr Spielangebote, die altersgerecht gestaltet werden, die behinderte Kinder integrieren und die Phantasie anregen,“ blickt Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann in die Zukunft. „Mit dem neuen Hauptspielplatz und den verteilten Spielangeboten im Zoo können wir wieder mit Fug und Recht behaupten – der schönste Spielplatz in Heidelberg liegt im Zoo“.
    Der zweite Bauabschnitt wird im wesentlichen durch die Arche definiert, zu der Tierskulpturen streben, welche ein Holzkünstler phantasievoll anfertigt. Kamele, Schildkröten und andere Tiere (ein wenig Überraschung muss bleiben) werden paarweise aus Eichenholz gestaltet. Der Bootsrumpf beinhaltet eine Reihe von Spielnischen, die besonders bei feuchter Witterung ein Anziehungspunkt für kleine Tierfreunde bilden werden. Mit einem neuen Gastronomiezelt, an dem integrierten Waldhaus des Vereins der Tiergartenfreunde und auf einem Picknickplatz werden die verschiedenen Bedürfnisse der Besucher bedient. Die Eltern können praktisch überall sitzen, auf Sonnen- und Schattenplätzen, um ihre Kleinen zu beaufsichtigen. Sonnensegel und neue Bäume ergänzen die vorhandenen Baumschatten des Tiergartens.
    Die Bauarbeiten haben am Montag begonnen. Bis Ostern soll als erster der Kleinkindbereich fertiggestellt sein. Die Planung bezieht eventuelle Änderungen an der Nordgrenze des Tiergartens (Verlegung der Tiergartenstraße wegen Bau der Straßenbahn, Neubau der Zoogastronomie, Bau eines Parkhauses) mit ein.

    (12.02.2009)
    Zoo Heidelberg:   „DEADLINE: Das Meer will leben“
    Eine Ausstellung zur Situation der Weltmeere im Heidelberger Zoo vom 22. Februar bis 9. April 2009

    Das offene Meer stellt den größten zusammenhängenden Lebensraum der Erde dar. Eigentlich gibt es nur ein Meer, denn alle großen Gewässer sind irgendwie miteinander verbunden. Und dieses eine Meer macht 71 % der Erdoberfläche aus und enthält 97,5 % des Wassers der Erde. Das Meer regelt das Klima, liefert Rohstoffe und Nahrung. Der Mensch war, ist und wird auch in Zukunft vom Meer abhängig sein. Inwieweit wir diese Ressourcen auch in Zukunft nutzen können, ist fraglich. Grund dafür ist die Ausbeutung, Belastung und Zerstörung der Meere durch Überfischung, Beifang, Verschmutzung und zunehmenden Schiffsverkehr. Obwohl die Ursache vieler Probleme bekannt ist, haben die letzten Jahre gezeigt, dass uns das Ausmaß der Gefahren, die das Ökosystem Meer bedrohen, nicht richtig bewusst ist.
    Genau hier setzt die Kampagne „Deadline – Das Meer will leben“ an: Sie informiert und zeigt Wege auf, was jeder Einzelne tun kann, um das Ökosystem Meer zu schützen. Die dazugehörige Ausstellung ist im Heidelberger Zoo vom 22. Februar bis zum 9. April zu sehen. Attraktiv gestaltete Banner informieren über die zunehmende Bedrohung der Meere und eine Tierinstallation zeigt die bunte Vielfalt der Meeressäuger. Am Sonntag, 22. Februar um 12.00 Uhr findet dort auch die Vernissage statt. Besucher sind herzlich willkommen.

    „Deadline“ wurde von der "Gesellschaft zum Schutz wasserlebender Säugetierarten Südamerikas - YAQU PACHA e.V.“, dem Weltzooverband WAZA und dem Tiergarten Nürnberg ins Leben gerufen.
    (09.02.2009)
    Zoo Heidelberg:   Heidelberger Zoo: Quicklebendiger Nachwuchs im neuen Jahr und eine Handvoll Kugelgürteltier

    Der erste Nachwuchs im Heidelberger Zoo ist reich an der Zahl und meckert lautstark. Tobend und tollpatschig erkunden 19 quirlige afrikanische Zwergziegen-Kinder ihr Gehege. Einige der bunten Zicklein wurden kurz vor Weihnachten geboren, die jüngsten sind zwei Wochen alt und dank der Ziegenmilch ihrer Mütter kräftig am Wachsen. Die angehenden Stirnwaffenträger rufen mit ihren Kulleraugen, dem zierlichen Näschen und dem kleinen runden Körper unmittelbares Entzücken bei kleinen und großen Zoogästen hervor – Zwergziegennachwuchs verkörpert das Lorenz’sche Kindchenschema in Perfektion. Wenn man ihnen vorsichtig über den Kopf streichelt, kann man sogar schon die kleinen Hörner fühlen. Nur vierzig bis fünfzig Zentimeter groß werden die Zwerge unter den Ziegen und wiegen ausgewachsen gerade mal 25 Kilogramm.
    Im kleinen Affenhaus gibt es Nachzucht bei Kugelgürteltieren und Weißbauchigeln. Die drei Weißbauchigelkinder sind schon recht agil und durchstreifen ihr Gehege auf der Suche nach Nahrung. Das Kugelgürtel-Jungtier wurde Anfang Januar geboren. Kugelgürteltiere stammen aus dem mittleren Südamerika, wo sie Graslandschaften, Buschlandschaften und trockene Waldgebiete besiedeln. Die possierlichen Tiere haben die Fähigkeit, sich bei Gefahr vollständig in ihren Panzer einzukugeln. Zu diesem Zweck verbergen sie die Beine im Inneren und die harte Oberseite des Kopf und des Schwanzes bilden den Verschluss – fertig ist die Kugel. Noch hat das Kleine die Größe von einem Tennisball. Erwachsene Kugelgürteltiere sind zusammengerollt ungefähr so groß wie ein Handball und wiegen rund 1,5 Kilogramm. Eigentlich könnte man die Kugelgürteltiere in Europas Zoos auch mit einem großen „H“ schreiben. Der gesamte Europäische Bestand geht auf die Zuchtgemeinschaft zwischen den Zoos von Halle und Heidelberg zurück. In Heidelberg wurden allein in den letzten zwei Jahren 4 Kugelgürteltiere geboren und aufgezogen. Sowohl Weißbauchigel als auch Kugelgürteltiere sind dämmerungs- und nachtaktive Tiere, die im Zoo auf die Fütterung um 15.30 Uhr konditioniert wurden. So haben Zoobesucher die Möglichkeit, die Tiere zu beobachten. Und am 10. Februar ist der Heidelberger Zoonachwuchs im SWR abends in der Landesschau zu bestaunen.

    (29.01.2009)
    IP66:   Weiß jemand, ob das alte Schildkrötenhaus, das seinerzeit mit einigem Aufwand errichtet wurde, erhalten bleibt?
    (16.01.2009)
    Zoo Heidelberg:   Die ältesten Zoobewohner ziehen um!

    Die Riesenschildkröten im Heidelberger Zoo ziehen am Mittwoch, 21. Januar um 13:30 Uhr in ein neues, schickes Quartier. Wo ehemals Tapire lebten, ist in vielen Stunden harter Arbeit durch die Zoohandwerker eine schöne neue Heimat für die Riesenschildkröten entstanden.
    „Ich bin begeistert, was aus dem alten Tapirstall geworden ist“, freut sich Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. Die Riesenschildkröten des Zoos erhalten ein komfortables Zuhause mit Sand- und Rindenmulchboden, Badebecken und mehr als vier Mal soviel Platz wie zuvor. „Den Tapiren konnten wir hier leider keine wirklich ansprechende Haltung bieten. Für die nicht immer sozialen Schabrackentapire hätten wir mindestens zwei Gehege benötigt, und das war aus Platzgründen nicht möglich. Deshalb haben wir uns schweren Herzens entschlossen, die Tapire abzugeben und für die Riesenschildkröten etwas richtig Gutes zu schaffen.“
    Die Riesenschildkröten haben es sich aber auch verdient – schließlich sind sie wahrscheinlich die dienstältesten Zoobewohner. „Wir wissen nicht ganz genau, wann die Riesenschildkröten zu uns gekommen und wie alt sie sind, aber ein Alter von über 70 Jahren und ungefähr 50 Jahre im Zoo haben sie allemal erreicht.“

    Die Riesenschildkröten des Zoos stammen aus dem Indischen Ozean von der Inselgruppe, die die Seychellen und Aldabra (das größte Atoll im Indischen Ozean) umfasst. Auf Aldabra leben noch fast 100.000 Riesenschildkröten. Doch die Verwandten der Aldabra-Riesenschildkröte waren früher auf vielen Inseln des Indischen Ozeans verbreitet. Sie sind alle ausgerottet worden.

    Die neue Unterkunft für die Riesenschildkröten ist erst zum Teil fertig: Bis zum Sommer, wenn die Temperaturen für die kolossalen Reptilien warm genug sind, wird noch das Außengehege umgebaut, damit die Riesenschildkröten dann auch richtig laufen können.
    Das neue Quartier stellt trotz all seiner Vorteile eine Übergangsheimat dar. In wenigen Jahren sollen die Schildkröten die Stars eines neuen Tierhauses werden, das sich den bedrohten Tierarten der Inseln unserer Erde widmet. Bis dahin werden sie es im alten Tapirhaus, das jetzt Schildkrötenhaus heißt, gut haben.

    (16.01.2009)
    IP66:   Ich finde es schön, wenn ein Zoo am Ende des Jahres dergestalt öffentlich Bilanz zieht. Noch sinnvoller erschiene es mir allerdings, einen vollständigen Jahresbericht zu publizieren, der umfassend alls Veränderungen dokumentiert.
    (15.01.2009)
    Zoo Heidelberg:   Zählen, wiegen und messen – der Heidelberger Zoo macht tierische Inventur

    Einmal im Jahr werden im Zoo nicht nur die Besucher gezählt, sondern auch die Tiere, Futtersäcke, Werkzeuge, Reinigungsmittel und vieles mehr. Während es bei den nicht-lebenden Gegenständen meist wenig Überraschendes gibt, ist die Tierinventur für die Zoomitarbeiter immer wieder spannend. Kein Zoobewohner kann sich verstecken, nicht der kleinste Igeltanrek bleibt unentdeckt.
    „Bei unseren Weißgesichtsseidenäffchen konnten wir uns auch in diesem Jahr wieder über zahlreichen Nachwuchs freuen“, erklärt Johannes Peschke, wissenschaftlicher Assistent im Zoo und verantwortlich für die Tierinventur. „Leider haben wir unsere beiden züchtenden Weibchen an einer Darminfektion verloren, so dass wir nun wieder eine stabile Zuchtgruppe aufbauen werden, damit es in diesem Jahr erneut quirligen Nachwuchs gibt“. Sehr erfolgreich verlief auch die Zucht der Kugelgürteltiere. Drei Jungtiere dieser seltenen Tierart wurden geboren. Schmerzlich traf das gesamte Zooteam und viele Freunde und Besucher des Heidelberger Zoos der plötzliche Tod des Schimpansenmannes Max, der am 10. Oktober an einem Herzproblem verstarb.
    Die Tierinventur einmal im Jahr dient dazu, die ständig beobachteten und notierten Veränderungen im Tierbestand mit der tatsächlichen Zählung abzugleichen und eventuelle Abweichungen zu überprüfen. Da kann es schon mal passieren, dass das Geschlecht eines Tieres kurz nach der Geburt doch falsch bestimmt worden war oder dass der Verlust einer Ente durch einen Fuchs erst bei der Inventur bemerkt wird. Mehrere Tage mühten sich die Tierpfleger, um alle Tiere zu erfassen, aber nicht jede Tierart ist dabei so kooperativ wie zum Beispiel ein Trampeltier. Sicher, manch’ einen Tierpfleger kann die alljährliche Inventur eher kalt lassen, kann er doch seine Schützlinge problemlos zählen: ein Tiger, zwei Tiger, sechs Gorillas und so fort. Die flinken Rhesusaffen aber wollen nicht stillhalten und entwischen keck mal hierhin und dorthin, die Vögel fliegen durcheinander und gleichen sich dabei sehr, trotzdem: Alle Tiere müssen sorgfältig aufgenommen werden, auch wenn das schon mal ein paar Nerven kostet.
    Am 31.12.2008 lebten im Zoo Heidelberg insgesamt 980 Tiere in 162 Arten, das entspricht in etwa dem Bestand vom Vorjahr, obwohl es einige bedeutsame Nachzuchten oder Neuzugänge gab. Das Zweizehenfaultierweibchen „Wilma“ bekam mit „Fred“ einen flotten Partner an ihre Seite und seitdem sind die beiden die erklärten Stars der begehbaren Südamerika-Voliere im Vogelrevier. Außerdem sind zwei Sonnenrallen, eine Vogelart aus den Tropen Lateinamerikas, seit Anfang des Jahres neue Bewohner der Voliere. Die zahlenmäßig größte Gruppe machten auch im Jahre 2008 mit insgesamt 98 Arten die Vögel aus. Bei den gefiederten Zoobewohnern gab es ebenfalls einige erwähnenswerte Nachzuchten im letzten Jahr, so bei den Waldrappen und den braunen Sichlern.
    Ende des alten und Anfang des neuen Jahres gab es mit den Zwergziegen bereits zahlreichen niedlichen Nachwuchs. Die Kleinen werden im Streichelgehege zu sehen sein, sobald die Temperaturen nicht mehr ganz so eisig sind. „Der Tiergarten kann insgesamt auf ein äußerst erfolgreiches Jahr in der Tierhaltung zurückblicken“ so Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. „Wir hoffen, dass wir im kommenden Jahr so weitermachen können!“

    (14.01.2009)
    Nabu Heidelberg:   Sittich-Suche im Rhein-Neckar-Raum

    Zu den auffälligsten und mittlerweile bekanntesten Vögeln im
    Rhein-Neckar-Gebiet gehören sicherlich die grünen Halsbandsittiche mit
    dem roten Schnabel, bei denen die Männchen ein schwarz-rosafarbenes
    Halsband tragen. Die erste Brut im Rhein-Neckar-Gebiet fand 1974 im
    Schlosspark von Neckarhausen statt. Seitdem haben sich die Tiere kräftig
    vermehrt und brüten in Heidelberg seit 1990, wo erstmals auf dem Gelände
    des Zoos entdeckt wurden.

    Seit 2006 wurden in Heidelberg in Neuenheim und im Neuenheimer Feld
    insgesamt 173 Halsbandsittiche für eine brutbiologische Studie in
    Nistkästen gefangen, vermessen und beringt. Der Bestand der indischen
    langschwänzigen Papageien hat sich im Jahr 2008 auf über 800 Tiere
    vermehrt. Konkurrenz mit einheimischen Arten scheint bislang nicht zu
    bestehen.

    Die Halsbandsittiche breiten sich aktuell im Bereich der Bergstraße (bis
    Weinheim im Norden und Nußloch/Wiesloch im Süden) und in die Hänge des
    Odenwaldes (Handschuhsheim, Emmertsgrund, Boxberg) aus. Da nun die
    Wintersaison wieder beginnt und die Sittiche vermehrt an Futterstellen
    auftauchen, sind alle Vogelfreunde aufgerufen, Sittiche zu melden und –
    wenn möglich auch die Ringnummern abzulesen. Das Ablesen erfordert
    allerdings ein gutes Fernglas oder eine gute Kamera, ist von einer
    geringen Distanz aber möglich. Die Ringnummern fangen mit UA…. („breite
    Serie“ von 2006) oder UH…. („schmale Serie“ seit 2007) an. Die
    Metallringe sind keine Züchterringe, sondern stammen von der Vogelwarte
    Radolfzell am Bodensee, wo sie für wissenschaftliche Arbeiten zu
    Wildvögeln zur Verfügung gestellt wurden.

    Seit über einem Jahr lebt auch ein Großer Alexandersittich in der
    Gruppe. Er ist mit 58 cm deutlich größer als die Halsbandsittiche (42
    cm) und hat einen roten Schulterfleck. Auch ein Halsbandsittich-Männchen
    mit gelben Gefiederbereichen lebt seit einiger Zeit zusammen mit den
    normal gefärbten Halsbandsittichen und konnte mehrfach am Schlafplatz
    der Sittiche beobachtet werden. Da es sich nur um ein Tier handelt,
    wären Informationen zum Tagesaufenthalt des auffälligen Tieres auch sehr
    interessant, um Informationen zum Raumbedarf von Halsbandsittichen zu
    bekommen. Bilder unter:
    http://hd-birding.jimdo.com/galerie_2008_jan-juli.php

    Wenn Sie die Ringnummer an Michael Braun mitteilen (auch bei Fund von
    toten Tieren möglich), erhalten Sie Informationen zum Geschlecht, zum
    Schlupfdatum, zur Anzahl der Geschwister und zum Nistkasten, wo das Tier erbrütet wurde. An der Pflegeheimat St. Hedwig gibt es einen Nistkasten mit Webcam:

    http://pflegeheimat.de/aktuell/webcam_video.htm

    Im NABU-Zentrum Heidelberg gibt es Nistkästen für Halsbandsittiche noch
    zu kaufen, welche an Hausfassaden angebracht werden können (Schröderstr.
    24, Tel: 06221/600705).

    Die nächste Sittich-Exkursion findet statt am *08.01.2009* um *14.30*
    Uhr. Treffpunkt vor dem Haupteingang der Pflegeheimat St. Hedwig,
    Mönchhofstr. 28, 69120 Heidelberg. Ende voraussichtlich 17.00 Uhr.
    Unkostenbeitrag 5 € für Erwachsene, 2,50 € für Kinder bis 18 Jahre, 10 €
    für Familien. Anmeldung nicht erforderlich.
    (13.11.2008)
    Zoo Heidelberg:   Manche mögen es kalt: Die Schnee-Eulen im Heidelberger Zoo lieben dieses Mistwetter

    „So ein Mistwetter aber auch“, dürfte nicht Wenige dieser Tage denken. Umso wichtiger ist, nach draußen zu gehen und die frische Luft zu genießen. Es gibt Tiere im Heidelberger Zoo, die können es gar nicht erwarten, dass die Tage kürzer und die Witterung kühler wird oder es sogar Schnee regnet. Das ist die Zeit der Schnee-Eulen. Auch das Pärchen im Heidelberger Zoo genießt das Wetter und beäugt gelassen und aufrecht sitzend den Zoobesucher, der seinen Schal um den Hals drapiert.
    Schnee-Eulen sind besonders hübsche Eulen mit einem dichten Federkleid, das bei ausgewachsenen Männchen fast ganz weiß wird, während das der Weibchen und jüngeren Vögel schwarzbraune Flecken und Bänder aufweisen. Mit einer Länge von bis zu 66 Zentimetern und einer Flügelspannweite von 140 bis 165 Zentimetern ist die Schnee-Eule fast so groß wie der Uhu und gehört zu den Riesen der Eulenordnung. Wussten Sie, dass die Schnee-Eule der offizielle Vogel der kanadischen Provinz Québec ist? Dass Hedwig, die kluge Eule von Harry Potter, eine Schnee-Eule ist? Im Film wird Hedwig aber von einer besonders schönen strahlend-weißen Schneeeule verkörpert – einem Männchen.
    Die Schnee-Eule lebt, wie der Name es schon vermuten lässt, in den kalten Klimazonen, in den Tundrengebieten von Island, Nordeuropa, Sibirien, Alaska, Kanada und Grönland und sie ist mit ihrem dichten und langen Gefieder wie kaum eine andere Vogelart an das Leben in arktischen Regionen angepasst. Wenn die Schnee-Eule beim Laufen die Zehen spreizt, wirkt die dichte Befiederung an den Läufen wie ein Schneeschuh und so kann sie auch im Schnee ihre Beute einzuholen. Diese besteht vor allem aus Lemmingen, das sind Wühlmäuse des hohen Nordens. Die Tiere sind dämmerungsaktiv, aber anders als die meisten übrigen Eulen jagen sie auch tagsüber. Die Tiere lieben es, bewegungslos auf Hügeln, Steinen oder Baumstämmen zu sitzen und stundenlang mit ihren gelben Augen die Gegend zu beobachten. Besucher im Zoo können sich von diesem inspirierenden und der Witterung trotzenden Gleichmut überzeugen lassen.

    (30.10.2008)
    Rattus:   Also bei den Weißschwanzmangusten bin ich mir im Unklaren, wieviele es gewesen sein sollen. Ich habe nur einmal ein Tier in der Gorillaanlage gesehen. Nachdem eine Manguste allerdings irgendwie in die Schimpansenanlage geraten ist und von selbigen erbeutet wurde, war die Mäusevertilgung durch Mangusten vorüber. Ich glaube, dass jetzt noch ein Einzeltier in einem Nebengehege des Hulmanhauses wohnt.

    Mit den Indischen Mungos hattest du scheinbar Pech, ich konnte sie immer beobachten, wenn ich da war.
    (14.10.2008)
    IP66:   Die Mungs sind schon einige Jahre mit den Rhesusaffen vergesellschaftet, und ich hatte bei meinen Besuchen in Heidelberg sehr oft das Glück, sie auch zu sehen, freilich eher gegen Abend als in den Mittagsstunden.
    (14.10.2008)
    Mirko Schmidkunz:   Ich war letztes Jahr zum ersten mal in Heidelberg und habe damals die Indischen Mungos nicht gesehen. Rattus, weißt Du vielleicht, seit wann sie bei den Rhesusaffen sind? Ich habe bisher angenommen, dass die Tiere, die ja wohl die einzigen in den europäischen Zoos sind, hinter den Kulissen gehalten werden. Weißt Du auch, wo die Weißfußmanguste ist?
    (14.10.2008)
    Zoo Heidelberg:   Heidelberger Zoo: Trauer um Schimpansen Max

    Freitag morgen ist „Max“, der „Chef“ der Schimpansengruppe im Heidelberger Zoo, gestorben. Als die Tierpfleger morgens die Schimpansen in ihr Gehege lassen wollten, wurde Max kurz bewusstlos, wachte aber wieder auf. Daraufhin bekam er von Affenrevierleiter Bernd Kowalsky ein kreislaufstärkendes Mittel verabreicht. Doch Max erholte sich nicht und wurde erneut bewusstlos. Die eilig herbeigerufene Zoo-Tierärztin Dr. Julia Scharpegge konnte nichts mehr für ihn tun und nur noch den Tod feststellen. Max starb an plötzlichem Herzversagen. Auch die anschließende Sektion zeigte Anzeichen einer Vorschädigung des Herzens.
    Max wurde 1972 in Zentralafrika geboren, kam über den damals noch möglichen Tierhandel im jugendlichem Alter in den Zoo nach Darmstadt und lebte seit 1985 im Heidelberger Zoo. Er war ein besonders schöner Schimpansen-Mann mit einem sehr ausdrucksvollen Gesicht, der sich durch ein angenehmes und selbstbewusstes Wesen auszeichnete. Vor allem war er ein die Schimpansengruppe sehr positiv beeinflussender Charakter. Wie die anderen Schimpansen nun mit der neuen Gruppensituation umgehen werden, kann das Zooteam bislang noch nicht absehen.
    Für Max war es ganz offenbar ein wichtiges Ritual, die Zooleitung morgens auf der Runde lautstark zu begrüßen. „Unter unseren Dauerbesuchern hatte Max viele Freunde, besonders Frauen, die gerne und lange mit ihm durch die Glasscheibe kommunizierten, erklärt Affenrevierleiter Bernd Kowalsky. „Wir sind alle sehr traurig über seinen Tod und werden Max vermissen“, betont Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann.
    Max wird dem gesamten Zooteam und vielen Zoobesuchern immer im Gedächtnis bleiben.
    (13.10.2008)
    Rattus:   Also vor etwa 1 Jahr waren es noch zwei. Einer von beiden hatte einen Knickschwanz
    (13.10.2008)
    Mirko Schmidkunz:   Ich konnte einen Indischen Mungo im Gehege der Rhesusaffen ziemlich lange beobachten. Ist es das einzige Tier?
    (13.10.2008)
    Michael Amend:   Na, das ist doch mal ein schöner Zuchterfolg. Gibt es denn nettere Tierbabies als kleine Antilopenkälbchen ?
    (01.10.2008)
    Zoo Heidelberg:   Nachwuchs mit großen Ohren im Heidelberger Zoo
    Der jüngste Nachwuchs im Heidelberger Zoo ist zum Verlieben: Aus einem zarten Gesicht blicken einem große, braune Augen aufmerksam an und majestätisch große Ohren beeindrucken den Betrachter. Das Jungtier ist ein „Großer Kudu“. Der große Kudu mit einer Schulterhöhe von zirka 150 Zentimeter ist eine Antilopenart Afrikas, der Buschsteppen und Grasland vom Nil bis an die südliche Spitze Afrikas bewohnt. Die Kudubullen tragen ein markantes, schraubenförmiges Gehörn, das bis zu 180 Zentimeter lang werden kann. Auffällig sind die großen beweglichen Ohren. „Kudus müssen im unübersichtlichen Gelände immer wachsam sein. Dabei helfen den Tieren die großen beweglichen Ohren“ erläutert Tierpfleger Tobias Kremer.
    Der Heidelberger Kudu-Nachwuchs wurde am 31. August geboren. „Die ersten 3 Tage waren für uns sehr aufregend“ berichtet Kurator Johannes Peschke. „Das Jungtier hatte kurz nach der Geburt Schwierigkeiten aufzustehen und wir mussten die Hinterbeine des Kalbs stabilisieren“. Mutter Claudia, etwas erschöpft durch die Geburt, ließ das kleine Kudu-Mädchen zunächst nicht an das Euter. Um Mutter und Kalb auch nachts zu beobachten, wurde eine Kamera im Gehege installiert. Am dritten Morgen konnten dann alle Beteiligten aufatmen: Die Videoaufzeichnung der Nacht zeigte eindeutig Mutter und Kind beim Säugen. Seitdem hat das mit 17 kg geborene Kudu-Mädchen stetig zugenommen und bringt heute bereits 25 kg auf die Waage. Bisher war die Kleine mit ihrer Mutter im Haus untergebracht. „Da die Entwicklung in den letzten drei Wochen normal verlief, haben wir uns jetzt entschlossen, Mutter und Tochter auf die Außenanlage mit den anderen Tieren zu lassen“, erklärt Tierpfleger Stefan Geretschläger.
    „Das Jungtier wird in den nächsten Wochen eine ganz neue Welt kennen lernen und wir können gespannt sein, welche Abenteuer das Kleine gemeinsam mit Zebras, Blessböcken und Pelikanen im Heidelberger Zoo erleben wird“.

    (01.10.2008)
    Zoo Heidelberg:   „Sesam öffne Dich“ –
    Ein Wochenende mit Blick hinter die Kulissen des Heidelberger Zoos

    Am 11. und 12. Oktober zwischen 10.00 Uhr und 17.00 Uhr findet im Zoo Heidelberg wieder das beliebte Wochenende unter dem Motto „Sesam öffne Dich“ statt. Zoobesucher sind herzlich dazu eingeladen, hinter die Kulissen des Zooalltags zu schauen, mit den Pflegern über das Lieblingstier zu reden und viel über die Arbeit eines Zoologischen Gartens zu erfahren. Die Türen mit dem bekannten Schild „Zutritt nur für Zoomitarbeiter“ werden an diesem Wochenende für die Besucher geöffnet. Die Tierpfleger haben sich viele Gedanken gemacht, wie sie etwas von ihrer täglichen Arbeit zeigen und erklären können. Da gibt es Führungen in den Kamelstall, auf den Heuboden und in die Kühlkammer. Im Vogelrevier lässt sich der Pfleger bei der Zubereitung der Futterschalen für über 600 Vögel auf die Finger schauen. Um 15.00 Uhr gibt es zum ersten Mal eine spannende Flugschau mit Uhu & Co. Und natürlich werden so häufige Fragen wie „Geht der Pfleger zu den Löwen ins Gehege?“, „Warum braucht ein Kamel Streicheleinheiten?“ und „Wie viel frisst ein Elefant?“ gerne beantwortet. Große und kleine Gäste können selbst Hand anlegen – so müssen z.B. die Esel und Ponys gestriegelt und Schimpanse und Co. beschäftigt werden. Das Elefanten- und das Affenrevier zeigen, dass es nicht reicht, den intelligenten Schützlingen einfach nur mundgerechte Futterportionen zu reichen, sondern dass die Tiere beschäftigt werden müssen: da wird Futter versteckt, der elefantengerechte Heusack gefüllt, Nüsse in einer Kiste verschlossen und Honig in Bambusröhrchen gefüllt. Und bei all dem dürfen die Besucher natürlich mithelfen.
    Die Zooschule (Initiative Zooerlebnis e.V.) ist auch wieder aktiv. Die Mitarbeiter stehen den ganzen Tag über für Fragen jeglicher Art zur Verfügung, bieten Führungen zu den Zooschultieren an und berichten über ihre Angebote wie Kindergeburtstage, Zoo-Ferien und Zoo-Kurse.
    Für „Sesam öffne Dich“ ist an beiden Tagen nur der normale Zooeintritt zu entrichten.

    (01.10.2008)
    Zoo Heidelberg:   It´s time to say goodbye

    Wenn die beiden am 16.07.2007 geboren jungen Sumatratiger “Chandra” und “Tibor” nächste Woche nach Schottland reisen wird das im Zoo neben traurigen Gesichter auch Erleichterung verursachen. Natürlich trennen sich Tierpfleger, Zooleitung und Besucher nicht gerne von den liebgewonnen Pfleglingen, die in den letzten 14 Monaten viel Leben auf die Tigeranlage gebracht haben. Doch die Heidelberger Tiergärtner sind auch froh mit dem Zoo Edinburgh eine sehr gute neue Heimat für die seltenen Großkatzen gefunden zu haben. Der Umzug wurde in den letzten Wochen täglich dringender: “Die Streitigkeiten um das Futter wurden immer heftiger und ihre Mutter „Kim“ lässt ihnen schon lange nicht mehr den Vortritt. Dabei ist „Kim“ eine vorbildliche Mutter und hat ihre Jungen wunderbar versorgt, solange sie klein waren,“ berichtet Revierleiter Jörg Kubacki. Während der Vater: Tigermann „Timophi“ sich auch liebevoll um den Nachwuchs gekümmert hat. Aber jetzt sind die jungen Wilden dem alten Herren mit seinen 17 Jahren schon etwas zu anstrengend geworden. Überfälle von hinten, Attacken auf den väterlichen Schwanz und ähnliche Temperaments-ausbrüche sind nichts mehr für ihn.
    Die neue Tigeranlage hat die Bewährungsprobe blendend überstanden. „Als die Pflanzen noch klein waren, haben die Jungtiger die Bambushaine und Sträucher beim Spielen arg geschädigt. Nun ist alles so gut angewachsen, dass wir selbst nach diesem Sommer voller Action die Vegetation zurechtschneiden müssen.“
    „Chandra“ und „Tibor“ sind Teil des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) für Sumatratiger. Sie werden später mit genetisch wertvollen Artgenossen verpaart und sollen dann selbst zur Erhaltung der Sumatratiger beitragen. In Sumatra sind die Tiger aufs höchste von der Ausrottung bedroht. Ihr Lebensraum, der artenreiche Regenwald, wird immer noch abgeholzt. Auf ganz Sumatra leben weniger als 500 Tiger – Tendenz fallend.
    An diesem Wochenende besteht die letzte Möglichkeit sich von „Chandra“ und „Tibor“ im Zoo Heidelberg zu verabschieden und ihnen eine gute Reise zu wünschen.

    (25.09.2008)
    Onca:   Ich würde gerne wissen, wie es mit dem Umbau der Elefantenanlage bzw Haus aussieht?
    (19.09.2008)
    IP66:   Wenn ich eine brasilianische Dame wäre, würde ich nur ungern mit rundlichen Pampelmusen verglichen werden - doch vielleicht sieht man das in Westfalen anders ...
    (19.09.2008)
    Zoo Heidelberg:   Goldene Löwenriesenzwerge

    Im Zoo Heidelberg ist eine brasilianisch-westfälische Schönheitskönigin namens „Ilona“ angekommen: Ein weibliches Goldgelbes Löwenäffchen. Goldgelben Löwenäffchen sind nur so groß wie eine Grapefruit aber dennoch die größten Vertreter der Krallenaffen, die wirkliche Zwerge der Primatenfamilie darstellen. Deshalb kann man sie auch als Riesenzwerge unter den Affen bezeichnen.. Ihre Heimat sind die letzten Reste des brasilianische Küstenregenwaldes. Die in Heidelberg angekommene Affendame ist jedoch im Allwetterzoo Münster in Westfalen geboren. In Heidelberg soll „Ilona“ mit dem seit drei Jahren am Neckar residierenden „Alfredo“ goldene Kinder bekommen.
    Löwenaffen sind Symboltiere des Naturschutzes: Sie sind Botschafter für den atlantischen Küstenregenwald, einen der artenreichsten und am stärksten bedrohten Lebensräume unseres Planeten. Alle Löwenäffchen auf der Welt gehören dem brasilianischen Staat – auch „Ilona“ und „Alfredo“. Sie werden von der brasilianischen Naturschutzbehörde an ausgewählte zoologische Gärten verliehen. In Heidelberg sollen die beiden nicht nur für Nachwuchs sorgen sondern auch die Menschen der Metropolregion auf die Zerstörung der letzten Küstenregenwälder hinweisen und sie für den Schutz dieser Wälder sensibilisieren.
    Löwenaffen gehören auch zu den ersten Tieren bei denen die Wiederansiedlung zoogeborener Tiere in freier Wildbahn erprobt wurde. Das dabei gewonnene Wissen ist heute die Basis für Wiederansiedlungsprojekte bei den unterschiedlichsten Tierarten auf der ganzen Welt. Die ersten Ansiedlungen von zoogeborenen Tiere in Brasilien verliefen wenig erfolgreich: Die goldgelben Löwenäffchen fanden sich in ihrer zwar angestammten aber doch ungewohnten neuen Heimat nicht zurecht. Heute werden die Löwenäffchen intensiv auf die Freiheit vorbereitet, ja selbst bei der Haltung in Zoologischen Gärten wird bereits ein wenig Regenwald simuliert. Statt starrer Kletterstangen gibt es beweglich aufgehängte Äste, möglichst viel natürliche Vegetation, Vergesellschaftung mit anderen Tierarten, damit die Zoowelt für Löwenäffchen viele Herausforderungen stellt, die das Leben im Regenwald auch für sie bereithält. Inzwischen leben viele zoogeborene Löwenaffen wieder in Brasilein in den letzten Resten ihres Lebensraumes und haben dort schon neue Populationen begründet.

    (18.09.2008)
    Zoo Heidelberg:   Leben live erleben- die Zoo-Kurse im Heidelberger Zoo
    Ein Angebot für Kinder und Jugendliche, die schon immer etwas mehr über Biologie, Tiere und den Zoo erfahren wollten


    In der Heidelberger Zooschule startet nun die Anmeldephase für die diesjährigen Zoo-Kurse. Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren besuchen über ein halbes Jahr einmal pro Woche den Zoo, um in einer festen Kleingruppe viel über die Tiere und deren Lebensweise zu erfahren. Bei diesem deutschlandweit einmaligen Angebot kommen auch die Aktivitäten bei den Tieren nicht zu kurz. In der Zeit von Mitte Oktober bis Ende März werden unter anderem Gehege gereinigt, Präriehunde beschäftigt, Nistkästen gesäubert und Tierpfleger besucht. Die Teilnehmer lernen dabei die Vielfalt und die Verhaltensweisen der Tiere kennen und erhalten Einblicke in die Haltung von Wild- und Haustieren. Die Terrarientiere der Zooschule, zum Beispiel die Schlangen, Echsen und Insekten, werden von den Kindern selbst gepflegt.


    Die Zoo-Kurse kosten € 150,- pro Kind und Halbjahr, Geschwister erhalten 15% Rabatt. Informationen und Anträge gibt es bei der Heidelberger Zooschule unter info@zooschule-heidelberg.de oder unter 06221 3955715 (Mo und Do, 14 bis 16 Uhr).

    Abdruck honorarfrei. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Dr. Arndt Löwenberg, Tel: 06221 3955716.

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    Hintergrundinformationen zur Initiative Zooerlebnis e.V.

    Die Initiative Zooerlebnis e.V. ist die erste privat geführte Zooschule im deutschsprachigen Raum. Sie ist als gemeinnütziger Verein unter ehrenamtlichem Vorsitz organisiert. Mit einer Vollzeit-, zwei Teilzeitstellen sowie einer Helferin im freiwilligen ökologischen Jahr wird ein großes Team von ca. 45 Zoobegleitern ausgebildet und organisiert. Diese "Info-Ranger" führen einen Großteil einer großen Angebotspalette durch, mit der jährlich über 17.500 Kinder und Jugendliche durch den Zoo begleitet werden. Inhaltliche Schwerpunkte sind die Bereiche Tiere, Natur und Umwelt, Bedrohung und Schutzstrategien.
    Die Heidelberger Zooschule stellt einen bedeutenden außerschulischen Lernort dar. Jährlich werden über 500 Schulklassen von speziell ausgebildeten Zooschul-Lehrern themengebunden unterrichtet bzw. von den Info-Rangern mit inhaltlichen Schwerpunkten durch den Zoo geführt. Im Freizeitbereich besteht ein riesiges Angebot (Kindergeburtstage, erlebnisreiche Rundgänge, Übernachtungen), wobei insbesondere die einwöchigen Zoo-Ferien mit 560 Kindern pro Jahr eines der größten Angebote der Region darstellt. Die Zoo-Ferien bestehen aus drei unterschiedlichen Wochenprogrammen mit den inhaltlichen Schwerpunkten Zoologie, Ökologie und Tierhaltung. Ein in der deutschsprachigen Zoopädagogik einmaliges Angebot sind die Zoo-Kurse, bei denen sich feste Kleingruppen über ein halbes Jahr lang einmal pro Woche im Zoo treffen. Spezifisch für das Angebot der Initiative Zooerlebnis e.V. ist das Engagement für geistig- und körperlich behinderte Menschen sowie für finanziell förderbedürftige Schüler. Über ein besonderes Sponsoringmodell ist es möglich, pro Jahr 150 Gruppen mit dem ÖPNV kostenlos in den Zoo zu bringen und sie ohne Eintritt und Gebühren zoopädagogisch zu betreuen. Die Kosten übernimmt eine Stiftung für Tier- und Artenschutz, das Angebot wurde in diesem Jahr mit dem Umweltpreis der Stadt Heidelberg ausgezeichnet. Ein weiteres Angebot sind die Zoo-Schwärmer, ein Team der Info-Ranger, das mit besonderen Zootieren Kinder besucht, die selbst nicht in den Zoo kommen können, z.B. in Kindergärten und der Heidelberger Kinderklinik.
    Insgesamt stellt das Gesamtprojekt ein innovatives und erfolgreiches Modell dar. Auf der einen Seite werden sehr viele Kinder in kleinen Gruppen intensiv betreut, auf der anderen Seite finanziert sich das Projekt aus der Vielfalt der Angebote und den daraus entstehenden Einnahmen zu einem hohen Anteil selbst. Die inhaltlichen Schwerpunkte der Welt- Zoo- Naturschutzstrategie und dem nachhaltigen Umgang mit Natur und Umwelt erreichen auf diese Weise eine Vielzahl an Kindern und Jugendlichen in der Metropolregion.
    Für die Jahre 2008 und 2009 wurde die Initiative Zooerlebnis e.V. von der UNESCO als „Offizielles Projekt der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet.

    (11.09.2008)
    Zoo Heidelberg:   Ausstellung: Zootiere laufen Sprache
    Kompositionen aus Fotografie, Zeichnung und Sprache

    Der Heidelberger Zoo präsentiert vom 7. September bis 31. Oktober eine Ausstellung mit Bildern der Zoofotografin Rose von Selasinsky und Texten und Grafiken des Künstlers Branko Stahl.
    Die großformatigen Werke der beiden Künstler zeigen Kompositionen aus Bildern von Zootieren, Zeilen und Zeichnungen, die auf ungewöhnliche Weise zu einem Gesamtkunstwerk miteinander verbunden sind.

    Rose von Selasinsky aus Heppenheim war 30 Jahre als Lehrerin an Grund,- Haupt- und Sonderschulen tätig. Fotografieren ist für sie schon immer mehr als nur ein Hobby. Seit 2005 ist die Tierfreundin leidenschaftliche Zoofotografin im Heidelberger Tiergarten. Zahlreiche ihrer schönsten Tieraufnahmen sind in Büchern, Magazinen und Zeitschriften veröffentlicht worden. Genau getroffene Momente einer bestimmten und oft lang herbei gesehnten Situation charakterisieren die Aufnahmen von Rose von Selasinsky.
    Branko Stahl kommt aus einer Künstlerfamilie. Sein Vater ist Maler und Kupferstecher, sein Ur-Opa war Designer der Porzellanmanufaktur Villeroy & Boch. Bis vor wenigen Jahren war er als promovierter Physiker in der Materialforschung tätig. Heute beschäftigt er sich mit den gesellschaftlichen Prozessen aus Sicht des Physikers und Künstlers. Seine Schwerpunkte sind Zeichnungen, Bildhauerei und Malerei. Er entwickelte eine neue malerische, textile Flocktechnik (UnikatFlock) für samtige Bilder und Objekte zum Anfassen und hat sich jüngst mit dem Unternehmen „MacroFlock“ selbständig gemacht.

    Auftakt der Kunstausstellung ist eine offene Vernissage am Sonntag, den 7. September um 11.00 Uhr im Raubtierhaus in Anwesenheit der beiden Künstler.

    (22.08.2008)
    Zoo Heidelberg:   Bei Wilma und Fred wird Faulheit groß geschrieben

    Wer würde bei diesem Wetter nicht gerne gemütlich abhängen, hin und wieder etwas Leichtes zu sich nehmen und sodann in ein wohliges Nickerchen gleiten? Wer in diesen Tagen den Heidelberger Zoo besucht, wird sich beim Anblick von Wilma und Fred wünschen, wenigstens einmal im Leben ein richtiges Faultier zu sein! Wilma und Fred heißen die beiden Zweifinger-Faultiere, die sich gerade im Freibereich der Südamerika-Voliere eingewöhnen dürfen. Partner Fred ist vor kurzem aus dem Tierpark Nordhorn nach Heidelberg gekommen. Beide sieht man nun einträchtig – wenn auch mit einem gewissen Abstand – dösend im Baum hängen. Sollten sie diesen Abstand langsam aber sicher überwinden, dann könnte auch Nachwuchs die Folge sein, der dann vermutlich „ Pebbels“ getauft würde.
    Faultiere gehören zur sehr alten Säugtierordnung der Nebengelenktiere, die vor ca. 20 Millionen Jahren im Miozän den Höhepunkt ihrer Entwicklung erlebten. Heute bilden nur noch wenige Arten von Faultieren, Gürteltieren und Ameisenbären ein Relikt dieser einstmals artenreichen Tiergruppe.
    „Wilma“ und „Fred“ machen ihrem Namen wirklich alle Ehre: 20 Stunden am Tag wird im Halbschlaf geruht oder richtig geschlafen! Faultiere werden bis zu 30 Jahre alt und hängen in dieser Zeit meist tagsüber an ihren bis zum 7,5 cm langen Sichelklauen als zusammengedrücktes Bündel, den Kopf zwischen den Vorderarmen auf die Brust gelegt, in einer Astgabel. Ihren einprägsamen Namen haben die Tiere aber aufgrund ihrer extrem langsamen Bewegungsweise erhalten, mit der sie sich, wahrhaft in Zeitlupentempo, durch das Geäst der Bäume hangeln. Sie hilft ihnen nicht aufzufallen, damit Jaguare und vor allem Harphyien, die riesigen Urwaldadler Südamerikas, nicht auf sie aufmerksam werden. Im Regenwald treiben Faultiere diese Tarnung sogar zur Perfektion. Dort lebt eine Alge in Fell der Faultiere, die dadurch grünliche Fellpartien bekommen und dann im grünen Blätterdach fast nicht zu entdecken sind. Faultiere bewohnen die Baumkronen der tropischen Regenwälder von Mittelamerika und dem Amazonasbecken bis zum südlichen Brasilien. Da in diesen Gegenden ihre Nahrung vor allem an jungen Blättern, Blüten und Früchten stets und in ausreichender Menge um sie herum wächst, haben sie gar keine Veranlassung, sich schnell zu bewegen. Soweit die Nahrung nicht mit dem Maul unmittelbar erreichbar ist, wird sie mit den Krallen herangezogen und gemächlich abgefuttert. In ihrer Heimat Brasilien sind Faultiere inzwischen gesetzlich geschützt. Da Faultiere aber auf die tropischen Regenwälder als Lebensraum angewiesen sind, werden sie durch die Abholzung der Wälder auch direkt in ihrer Existenz bedroht.
    (31.07.2008)
    Zoo Heidelberg:   Buchpremiere mit Fernsehmoderatorin Tatjana Geßler
    im Zoo Heidelberg

    Man muss nicht weit reisen, um exotische Tiere, aber auch faszinierende heimische Arten hautnah zu erleben. Das beweist Tatjana Geßler jede Woche aufs Neue im Fernsehen in ihrer Rubrik »Tatjanas Tiergeschichten« innerhalb der SWR-Landesschau. Auch aus dem Zoo Heidelberg berichtet Tatjana Geßler regelmäßig.
    Nun hat sie, nach dem großen Erfolg des vorhergehenden Bandes, ein weiteres Buch zur Serie herausgebracht, im dem sie 25 höchst vergnügliche Exkursionen zu ungewöhnlichen Tieren in Baden-Württemberg präsentiert.
    Am 6. August 2008 um 15.00 Uhr stellt die SWR-Moderatorin ihr neues Buch zur Serie in der Heuscheune des Heidelberger Zoos vor. Zoofotografin Rose von Selasinsky hat zahlreiche Bilder für das Buch zur Verfügung gestellt, die für die Buchpräsentation ausgestellt werden. Neben der Lesung wird Tatjana Geßler einige noch nicht veröffentlichte Ausschnitte aus der Fernsehserie zeigen. Ein tierischer Spaß für die ganze Familie.

    (24.07.2008)
    Michael Schulz:   So selten sind Rehe in deutschen Zoos gar nicht. Gut, die größeren Einrichtungen verzichten meist auf Rehe. Aber laut zootierliste gibt es in Deutschland allein 35 Halter von Rehen, darunter auch Einrichtungen wie Neuwied, Rostock und Schwerin...
    (21.07.2008)
    IP66:   Somit gehört auch Leipzig zu den rühmlichen Ausnahmen. Wenn man aber das Vorhandensein von Rehen mit dem von Zebras in größeren Zoos vergleicht, wird man feststellen, daß die exotische Art weitaus häufiger auftaucht. Dies gilt allerdings nicht in gleichem Maße für "einfachere" einhemische Arten wie Wildschwein oder Rothirsch.
    (21.07.2008)
    BjörnN:   @Sven und IP66
    ....und züchtet jährlich.....
    (20.07.2008)
    Sven P. Peter:   @IP66: Auch Leipzig hält Rehe.
    (20.07.2008)
    IP66:   So richtig häufig sind "schwierigere" einheimische Arten ja auch in den europäischen Zoos nicht: Ich denke da an das Reh und mir fällt nur die rühmliche Ausnahme Dortmund ein, an das Birk- oder an das Haselhuhn, die heimischen Marderarten. Und ich weiß nicht, ob zentralaslaitische Arten, die ich jetzt einmal mit den südamerikanischen in den USA parallelisierte, eine so große Rolle in den mitteleuropäischen Zoos spielen.
    (18.07.2008)
    Shensi-Takin:   @Sacha: Hinsichtlich Suedamerika-Wildfaenge: kommt ganz darauf an, von welchen Arten wir reden und ob mit "Amis" nur die Zoos oder auch diverse Tierhaendler und -privathalter gemeint sind. Die meisten Saeuger, die amerikanische Zoos aus Suedamerika bekommen, stammen aus dortigen Zoos, meist im Sinne von bereits bestehenden Austausch-bzw. Zuchtprogrammen. Woher die ihre Tiere (z.B. Tierschmuggel-Konfiskate...) haben, ist eine andere Sache. Leicht macht US Fish & Wildlife die Sache natuerlich nicht, ganz im Gegenteil (s. Herrn Gatz's Hinweis), so dass bei manchen suedamerikanischen Arten (witzigerweise anscheinend auch beim Zwergseidenaeffchen...) das US-Zoo-Kontingent eher begrenzt ist.
    (18.07.2008)
    Sacha:   Das nenne ich doch mal Licht ins Dunkel zu bringen. Vielen Dank.
    (18.07.2008)
    Volker Gatz:   @Sacha Sorry, ich werde hier keinen Zoo nennen, es ist jedem Zoo selbst überlassen, seine Projekte öffentlich zu machen oder nicht. Zu den USA: Ja, mit Dallas ist das Dallas World Aquarium gemeint. Jacksonville hält zur Zeit zwei Männer aus der Philadelphia Zucht. Philadelphia züchtet seit 2004 Riesenotter (mit Tieren die genetisch identisch zu den Dortmundern sind). Auf Grund der Verwandschaftsverhältnisse der Tiere macht es momentan noch wenig Sinn, Tiere aus Europa (die hier gebraucht werden) in die USA zu schicke, oder umgekehrt.
    Zum Import: es ist allgemein so gut wie unmöglich Riesenotter Wildfänge zu importieren. Das ist für amerikanische Zoos genauso schwer, wenn nicht schwerer (der Nachweis für ein Naturschutz Projekt des importierenden Zoos für die betreffende Art muß dort vorhanden sein). Nur Dortmund und Dallas (DWA) haben seit den 80er Jahren ein bzw. zwei beschlagnahmte Wildfänge erhalten. Einer ganzen Reihe nahmhafter Zoos (auch die werde ich hier nicht nennen)ist das nicht gelungen. Los Angeles versucht seit 2003 Tiere aus der Zucht von Cali zu importieren, bisher ebenfalls ohne Erfolg.

    (18.07.2008)
    Sacha:   @Volker Gatz: Vielen Dank, dass sich auch eine mit dem Fachgebiet bestens vertraute Person an dieser Diskussion beteiligt.
    Dabei drängt sich allerdings die Frage auf, welche der in diesem Forum genannten Zoos tatsächlich "falsch" sind (also genannt wurden, ohne dass sie als Spekulation/Vermutung z.B. durch ein Fragezeichen gekennzeichnet wurden)?
    Und wäre es möglich, einen europäischen Zoo zu nennen, der zwar gerne Riesenotter hätte, der aber noch nicht die Voraussetzungen dafür erfüllt (damit wird ja noch kein Zoo diskreditiert)?
    Zur Sicherheit: Mit "Dallas" nehme ich an ist das "Dallas Worldaquarium and Zoo" gemeint?

    @Allgemein: Ich habe noch mehr Zoos in den USA mit Riesenotter-Projekten gefunden - dem gerade erhaltenen neuen Nyhuis "Americas best Zoos", 2007, sei Dank. So besitzt der Zoo in Jacksonville in Florida bereits Riesenotter und der Zoo in Los Angeles plant, für seinen künftigen Amazonas-Komplex welche anzuschaffen. Im gleichen Buch findet sich übrigens die Bemerkung, dass kürzlich die Zucht in Philadelphia doch geklappt hat.

    Zu guter letzt möchte ich die von IP66 gestellte Frage resp. geäusserte Bemerkung wiederholen: Ist es für die Amis tatsächlich leichter, Wildfänge aus Südamerika zu importieren als Zoonachzuchten aus Europa zu holen (Frage gilt insbesondere Shensi-Takin)?
    (18.07.2008)
    Onca:   schade ist das mit den Tapiren schon, finde diese Tiere sehr schön. Wobei ich die Argumente mit den Anlagen sehr gut finde. Ich habe in den letzten Jahren immer wieder in HH bei den Flachländern gesehen, dass dies notwendig ist. Und man sollte dies auch unterstützen, wenn es möglich ist oder von vornherein lassen, wenn es nicht möglich ist.

    @Gudrun, dann besuchen Sie doch einfach mal die Hannoveraner in HH. Da haben sie auch die Möglichkeit.

    Bin gespannt wo die RO in Heidelberg dann ihr Zuhause finden. Vielleicht kriege ich es dann mal hin, auch dort wieder aufzutauchen.
    (18.07.2008)
    IP66:   Es freut mich, daß viele Zoos den Wunsch geäußert haben, Riesenotter zu halten, und daß es nicht die allergrößten und reichsten Einrichtungen sind, die die wagen - trotz des Aufwands. In Heidelberg sehr ich die Umwidmung des Hauses für Riesenschildkröten unter ähnlichen Aspekten wie den Neubau des Elefantenhauses: Die Tiere sind vorhanden, Zuchterfolge sind unwahrscheinlich bzw. nicht vorgesehen. Doch wenn in Heidelberg auch Riesenotter einziehen, so werden ja beide Ziele verfolgt: Verbeserte Anlagen für vorhandene Exemplare und die Aufnahme bedrohter und interessanter Arten.
    (18.07.2008)
    Gudrun Bardowicks:   Es gibt auch in den Niederlanden Überlegungen, Riesenotter in Zukunft zu halten, z.B. in Rotterdam und im Aquazoo Friesland in Leeuwarden. Die Anlage in Leeuwarden ist ab 2010 geplant. Diese Informationen habe ich aus den im Internet zu findenden Masterplänen der genannten Zoos entnommen, die allerdings noch abgeändert werden können.
    Zu den Dickhäutern: Meiner Meinung nach gehören auch die Asiatischen Elefanten, die in Heidelberg gehalten werden, zu den Dickhäutern und sind für Otto Normalzoobesucher sicher attraktiver als Schabrackentapire, die meistens den lieben langen Tag in einer Ecke liegen und schlafen, da sie dämmerungs- und nachtaktiv sind. Dieses Verhalten behalten sie leider auch in großzügigen, modernen und naturnah eingerichteten Anlagen bei, wie ich bei meinen Zoobesuchen immer wieder feststellen musste. Ich bedauere auch ,dass mit Heidelberg ein weiterer deutscher Zoo die Haltung von Schabrackentapiren aufgegeben hat, finde aber auch, dass Riesenschildkröten ebenso gefährdet sind. Außerdem sind Riesenschildkröten für das Publikum attraktiver, da sie zumindest dann, wenn sie auch eine schön eingerichtete Außenanlage zur Verfügung haben, besonders an warmen Tagen auch sehr häufig aktiv sind und sich vom Publikum sogar gelegentlich anfassen lassen, wenn die Möglichkeit an einer Stelle des Geheges gegeben ist. Diese Erfahrung habe ich immer wieder im Zoo Hannover gemacht, als dieser noch Riesenschildkrötten hielt.

    Wie weit ist eigentlich die Planung für das neue Elefantenhaus in Heidelberg. Stehen der Baubeginn und ein anvisierter Eröffnungstermin schon fest?
    (17.07.2008)
    Klaus Wünnemann:   Sorry,

    dass ich Sie so lange im Dunkeln gelassen habe aber ich war in Brasilien. Auch um mir den Lebensraum der Riesenotter anzusehen und die sehr eindrucksvolle Anlage in Cuaiba. Wir halten an der Planung für Riesenotter weiter fest - nur an anderer Stelle im Zoo (Wo steht noch nicht 100% fest). Die Planung ist für 2009 vorgesehen - Baubeginn? Für Tapire reicht der Platz definitv nicht aus: Unserer Auffassung von der Haltung von Schabrackentapiren entsprechend müssten wir zwei Aussengehege haben, damit auch (temporär) unverträgliche Tiere gleichzeitig jeweil ein Außengehege nutzen können. Und der Platz ist dort nicht verfügbar. Deshalb halten wir die Besetzung mit Riesenschildkröten für eine gute Zwischenlösung - und unsere Schildkröten haben schnellstmöglich eine Verbesserung ihrer Haltung verdient.
    (17.07.2008)
    Volker Gatz:   Angesichts der Diskussion und der vielen Gerüchte über Riesenotter in Europa und speziell in Deutschland ist es vielleicht doch mal Zeit für ein paar klärende Worte. Man darf den am Riesenotter EEP beteiligten Zoos und den Zuchtbuchführenden schon etwas Vertrauen entgegen bringen. Wir haben sicher nicht z.T. 20 Jahre an einer erfolgreichen Riesenotterzucht gearbeitet, um die raren Tiere dann zu euthanasieren. Für die Unterbringung der Jungtiere ist entweder gesorgt oder es wird daran gearbeitet. Um welche Zoos es sich dabei im Einzelnen handelt wird natürlich aus verschiedensten Gründen nicht immer sofort öffentlich bekannt gegeben, viele der hier und anderenorts gehandelten sind allerdings falsch oder sie haben ihr Interesse dem EEP bisher nicht gemeldet. Riesenotter sind oft nicht kurzfristig unterzubringen, aber sie sollen ja auch nicht in den erstbesten Park, nur um Platz zu schaffen, dafür ist die viel Art zu selten. Ältere Jungtiere sind der Gruppe sind wichtig für das Sozialleben der Otter und sie tragen bei guter Haltung auch zu erfolgreichen Aufzuchten bei. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Riesenotterzucht eine höchst fragile Angelegenheit ist, nur Brasilia hat seit über 30 Jahren immer mal wieder Zuchterfolge. Daher gehen alle Anstrengungen dahin, die Zucht auf eine breitere Basis zu stellen und mit demnächst fünf bis sechs Paaren in Europa sind die Voraussetzungen nicht so schlecht wie in der Vergangenheit. Auch in den USA wurden zuletzt neue Paare zusammen gestellt (Miami und Dallas), so dass es auch international durchaus Grund für etwas Optimismus gibt. Also bitte Vorsicht bei allzu wilden Spekulationen !
    (17.07.2008)
    Onca:   Riesenotter leben sozusagen im Matriachat. Eine reine Weibchengruppe, wie von BjörnN angedacht, würde nicht funktionieren. Mit Ausnahme vielleicht, wenn die Tiere Wurfgeschwister sind und auch da wird es bei zuvielen zu größeren Problemen kommen. Daher sollte man auf soetwas verzichten, wenn man die raren Tiere nicht durch Streitigkeiten dezimieren möchte.
    Wie es in einer reinen Männergruppe zugehen würde ist schwer zu sagen.

    Mich würde interessieren, wo Riesenotter euthanisiert wurden, da es Absatzprobleme gab?
    (17.07.2008)
    Jennifer Weilguni:   @Onca
    Gleichgeschlechtliche Gruppen zu halten, würde zumindest mal bedeuten, dass potentielle Zuchttiere einen festen Platz haben und von dort aus ja auch immer wieder abrufbar wären, falls an anderer Stelle ein Tier benötigt wird. Übrigens dienen Zootiere in erster Linie IMMER dem Besucher, denn Zoos sind in erster Linie eben für Menschen gebaut. Oder andersrum könnte man sich auch fragen.. wem dient eine gut gehende Riesenotterzucht in Deutschland, wenn man überzählige Tiere einer stark bedrohten Art dann letztendlich euthanasieren muss, weil eine Auswilderung zu kompliziert und kostspielig wäre. Immerhin können aber in Zoos gezeigte Riesenotter stellvertretend für ihre wildlebenden Vettern "Werbung" machen und der eine oder andere setzt sich dann vieleicht aktiv für entsprechende Projekte ein. In dem Sinne würde éine gleichgeschlechtliche Gruppe ebenso nützlich sein, wie eine Zuchtgruppe.



    Ich werde später mal in meinem Archiv nachstöbern, vieleicht habe ich sogar ein Foto von dem alten Tapirhaus Heidelberg.
    (17.07.2008)
    Niels Gruël:   Riesenschldkröten als Nachnutzer von Schabrackentapiranlagen scheinen ja langsam Mode zu werden. Hat das Dresden nicht auch so gemacht?
    (16.07.2008)
    Oliver Jahn:   Es ist der alte Tapirstall, welcher sicher auf nicht sehr vielen Fotos sein wird. Allerdings fand ich schon damals an dem Bau recht gut, dass man durch eine große Glasscheibe hineingucken konnte. Das konnte man z.B. bei den Nashörnern nicht. Aber es war und ist eben nur ein einfacher Stall, nichts spektakuläres.
    (16.07.2008)
    BjörnN:   Selbstverständlich akzeptiere ich das....

    Das nächste Mal einfach als Quelle: "Expertenwissen unter der Hand" angeben, dann weiß ich sofort, dass ich mir Nachfragen zum Zwecke der Klarstellung von vorn herein sparen kann.... (-:

    Gibt es denn vom Heidelberger Haus Bilder, welches die Schildkröten zukünftig nutzen sollen, Bilder??
    (16.07.2008)
    IP66:   Wenn Leipzig anders als Heidelberg bei seiner Entscheidung bleibt, wird sich ja zumindest ein weiterer Halter finden und vielleicht werden andere Zoos, die größere Urwaldhäuser planen, sich am leipziger Besatz orientieren. Andererseits zeigen Dortmund, Duisburg und Stellingen, daß die Art auch unterhalb des Riesenhallenmaßstabes gut ausgestellt werden kann und, zumindest wenn man nicht noch Gelder an ein Zuchtprogramm abführen muß, auch in kleineren Einrichtungen gut gehalten werden kann.
    (16.07.2008)
    Onca:   Ich erlaube mir mal für Niedersachse zu antworten und damit dann das Thema Leipzig hier endgültig zu beantworten.

    Die Informationen sind unter der Hand geflossen und daher werden die auch noch nicht bekannt gegeben. Weil ich ungern Leuten in den Rücken falle und mir meine Kontakte nicht kaputt machen möchte.
    Ich hoffe du akzeptierst das.
    (16.07.2008)
    Oliver Jahn:   Hier geht es um Heidelberg. Für alles andere gibt es eigenen Threads.
    Ich finde es noch immer schade, dass man nicht umgebaut hat für neue Schabrackentapire. Nach dem die Nashörner schon weg sind haben die Tapire die "Dickhäuter" allein repräsentiert denn aus dem Haus für Flusspferde und Giraffen ist ja leider auch nie was geworden und ich glaube mal, der Masterplan, der dieses Haus vorsah, ist schon länger nicht mehr aktuell.
    (15.07.2008)
    BjörnN:   @Onca
    Das war nur ein gut gemeinter Vorschlag. Sicherlich ist die Zucht bei einer derart gefährdeten Art wichtig, doch macht eine Expansion der Zucht keinen Sinn, wenn man keinen Platz für die Nachzuchten findet und irgendwann wegen der Anzahl der schlecht vermittelbaren Jungen die Zucht einstellen muss.

    Ich freue mich natürlich, wenn in Leipzig ein Zuchtstandort aufgebaut wird, doch hat gesundes Misstrauen noch nie geschadet.

    @Niedersachse
    Welche Tiere werden denn ins Gondwanaland einziehen??
    (15.07.2008)
    Onca:   ich kann da Niedersachse nur zustimmen. Man sollte nicht etwas dauernd in Frage stellen, manchmal wissen manche mehr über eine Art, weil sie sich damit beschäftigten und nachfragen.

    Riesenotter ist eine komplizierte Angelegenheit. Das dauert bis ein Zoo Tiere bekommt.
    Und was hat es für ein Sinn eine Weibchengruppe zu halten. Die Zucht ist wichtig und die "überflüssigen" Weibchen sind wichtig für die Aufzucht der jüngeren Geschwister, sie nehmen den Eltern viel Arbeit ab.
    Eine geschlechtsreine Gruppe ware nichts weiter als Schauobjekt. Wozu dient sie? Zu nichts, außer für den Besucher! Heutzutage geht es aber um mehr, als um den Besucher zu erfreuen! Va bei solch einer Art, bei der die Einfuhr etc mehrere zigtausend Euro kosten.
    (15.07.2008)
    Niedersachse:   Die ist sicher die Behauptung da sie von höhster Riesenotterstelle kommt. Die Tiere für Leipzig stehen ja auch schon fest!!

    Heidelberg gehört den Riesenotter-Ring an, in dem sich die Zoos die Riesenotter halten wollen/halten zusammen geschlossen haben. Das kostet meine ich auch was. Von daher geh ich davon auch aus, dass irgendwann welche dort einziehen.
    (15.07.2008)
    BjörnN:   @Niedersachse
    Das sind doch bisher nur Vermutungen, die noch von keiner Seite bestätigt worden sind.

    1,5 Jahre vor der Eröffnung wäre ich vorsichtig mit "absolut sicher" - Behauptungen.

    Zu Heidelberg:
    Ohne Heidelberg anzuklagen, ich finde es schade, dass man sich die Möglichkeit entgehen lässt, eine solch seltene und exklusive Art zu halten. Wäre der Wille vorhanden, wäre sicher auch die Beschaffung finanzieller kein allzu großes Problem....
    (15.07.2008)
    Niedersachse:   Für Leipzig ist definitiv 1,1 vorgesehen. Mindestens ein Tier wird aus Deutschland kommen, wenn nicht sogar beide. Das ist schon mal ganz sicher!

    @Sacha: Doue la Fontaine hat ne neue Anlage gebaut und 1,1 Tiere aus Südamerika importiert. Diese kamen direkt nach Hamburg. Das Männchen Maku hat Hagenbeck behalten dürfen, ist jetzt der Zuchtmann. Das Weibchen Yakuna hat man nach Dortmund abgegeben. Dafür bekam Hamburg das Weibchen Beni (jetziges Zuchtweibchen). Yakuna wurde 2007 nach Doue la Fontaine gebracht, zusammen mit Diego der 2004 in Dortmund geboren wurde.

    Die weiteren Riesenotter in Europa:
    Duisburg 1,1: 1,0 Malechito (geb. 2007 in HH), 0,1 Amana (geb. 2005 in Dortmund)

    Hagenbeck neben Beni und Maku:
    0,1 Panambi (2007) 1,0 Gordito (2007) 1,0 Jao und 0,1 Icana (2008)

    Dortmund
    1,1 Zuchtpaar Sol und Rufus + 6 Jungtiere

    Chesnut, England
    1,0 Manoki, geb. 2005 in Dortmund

    In Skandinavien gibt es wohl auch nen Zoo der mit Riesenotter plant.
    (15.07.2008)
    BjörnN:   @Sascha
    Nachwuchs gab es in Europa in den letzten Jahren nur in Dortmund und Hamburg, wobei Dortmund auch erst seit 2004 erfolgreich züchtet, alle Würfe von 1996 bis 2004 überlebten nicht länger als 3 Monate.

    Leipzig wird ab 2009/2010 Riesenotter im Gondwanaland halten. Ich könnte mir gut vorstellen, dort eine reingeschlechtliche Gruppe aus 2-4 Weibchen aus Dortmunder und Hamburger Zucht zu halten. Falls die Abgabesituation weiterhin so mau bleibt, könnte eine solche Strategie die züchtenden Halter wirkungsvoll entlasten.
    (15.07.2008)
    IP66:   Sehr nützlich finde ich den Hinweis, daß die Riesenotterzucht noch immer auf zwei Schultern ruht, und davon eine ein halbprivater Zoo ist. Doch wo auch immer Neubauten für Riesenotter errichtet werden, sie müssen sich in Dortmund oder Stellingen um Tiere gemühen, tun es aber nicht - woraus man schließen könnte, der Bedarf sei gedeckt, zumal Dortmund ja nun wirklich fleißig internationale Kontakte pflegt. Reimporte in die USA sind natürlich kostspielig, und da die Art vom benachbarten Halbkontinent geliefert werden kann, dürften sie auch kaum naheliegen. Insofern zeigt sich, daß bei einer relativ zaghaften Haltungspolitik auch bei einer schon fast aus unseren Zoos verschwundenen und nicht unbedingt unattraktiven Art zwei Züchter Absatzprobleme bekommen können.
    (15.07.2008)
    Sacha:   Ehrlich gesagt glaube ich nicht so recht, dass sich für Riesenotter keine Abnehmer finden lassen.

    In Frankreich ist vor wenigen Jahren in Doué la Fontaine eine neue Anlage entstanden (die aber m. W. mit Export-Tieren aus Südamerika besetzt wurde). In Spanien (Fuengirola?, Madrid?) gibt es auch Bestrebungen, Riesenotter zu halten. Ebenso in den USA (Metrozoo Miami, Tiere sind schon da). Philadelphia wäre vielleicht an einem Austausch interessiert, da dort meines Wissen nur ansatzweise eine Zucht oder sogar noch gar kein Nachwuchs zustande kam. Nicht zu vergessen dass auch Hamburg wieder mit dabei ist. Also alles in allem gibt es schon Möglichkeiten, den Dortmunder Nachwuchs unterzubringen. Man müsste halt ein wenig über die Landesgrenzen blicken und nachfragen....

    @IP66: Welche Zoos ausser Hamburg und Dortmund (und ausserhalb Südamerikas) haben in den letzten 5 bis 10 Jahren Zuchterfolge mit Riesenottern vermelden können?

    Bei Heidelberg frage ich mich, ob eine TIERGERECHTE Riesenschildkrötenanlage tatsächlich soviel günstiger kommt als eine Anlage für Riesenotter. Gut, immerhin kann man argumentieren, dass die Riesenschildkröten schon länger im Bestand sind und darum ein gewisses Vorrecht geniessen...
    (15.07.2008)
    IP66:   Mir scheint, daß die Zuchterfolge bei den Riesenottern zu spät kommen, so daß die "Planstelle" Otter in den meisten Zoos durch Zwerg- oder europäische Otter bereits besetzt wurde. Zudem ist die Haltung wegen der Notwendigkeit eines Warhmhauses aufwendig und die überlieferten Flußmarderanlagen in der Regel zu klein. Hinzu kommt der Effekt, für vorhandene Arten Großanlagen errichten zu wollen, die bei beschränkten Mitteln die Möglichkeiten für neue Arten einschränken - wie die ja gut nachvollziehbare heidelberger Entscheidung zeigt. Raubtierauswilderungen sind keine so einfach Sache, ich fürchte aber, daß schon der Reimport in Europa gezüchteter Tiere an Seuchenbestimmungen und nationalen Eigenheiten scheitern wird. Auf der anderen Seite hat die dortmunder Otterschwemme auch ihre Vorteile: Selbst wenn man das ein oder andere Tier eunthanasieren müßte, so züchtet man die Art mittlerweile an vielen Stellen erfolgreich und mit Duisburg hat sich dank dieser Erfolge ja auch eine Investition in eine ältere Anlage, auf der die Art aussterben sollte, gelohnt.
    (15.07.2008)
    Jennifer Weilguni:   @Sven P. Peter
    Oh smile an Dich dachte ich dabei ganz ehrlich gesagt gar nicht :-) Sorry.
    Stell Dir mal unter der neuen "Großvoliere" nichts exorbitantes vor, nach einem besonders teurem Vorhaben sieht das nicht aus und Heidelberg hat ja auch schon in der Vergangenheit gezeigt, dass sich mit wenig finanziellem Aufwand oftmals viel erreichen lässt (Mähnenrobbenanlage).
    @IP66
    Dann habe ich Sie vieleicht ein bisschen falsch verstanden. Entschuldigung. Für mich ist es generell nicht ganz nachvollziehbar, dass sich irgendwo Riesenotter stapeln können, eigentlich müssten sich ja vor allem größere Einrichtungen um solche Tiere prügeln. Natürlich müssen aber eben auch immer die Mittel und Möglichkeiten da sein, die Tiere angemessen unterzubringen. Was ich mich allerdings gefragt habe... besteht für den Dortmunder "Überschuss" nicht die Möglichkeit, durch Zusammenarbeit mit der ZGF Tiere eventuell wieder auszuwildern ?
    (15.07.2008)
    Michael Mettler:   @Sven: Taufen wir das doch einfach in "Schwarzer Panther" um. Der ist ja heute in der Zoowelt auch eher ungeliebt :-)
    (14.07.2008)
    Sven P. Peter:   Irgendwie mag ich den Begriff "Schwarzer Peter" nicht ;)
    Finde es aber auch schade drum. Grade wenn man eine neue Großvoliere baut kann das Geld ja nicht soooo kanpp sein.
    Aber begrüßen tue ich trotzdem, dass die Schildkröten aus dem Staubding rauskommen.
    (14.07.2008)
    IP66:   Irgendwie beschuldigen wollte ich den heidelberger Zoo nicht - eher schon darauf aufmerksam machen, daß auch für bedrohte Arten Halter fehlen und man nirgendwo grenzenlos großflächige Anlagen bauen kann. Die Entscheidung für eine größere Schildkrötengruppe ist ja vernünftig, auch wenn das alte Häuschen Teil der heidelberger Zoogeschichte ist.
    (14.07.2008)
    Jennifer Weilguni:   @IP66
    Jetzt aber Heidelberg den schwarzen Peter hierfür zuzuschieben ist sicherlich falsch. Erstens lassen sich die Riesenschildkröten ohne große und aufwendige Umbauten auf der ehemaligen Tapiranlage halten und zweitens darf eine EVENTUELL vorgesehene Haltung ja auch nicht zum Zwang werden.
    Dann müsste man jedem Zoo auf die Finger klopfen, der keinen Platz für die gestapelten Dortmunder Riesenotter anbietet. Weniger bedrohte Tierarten in kostspieligen Anlagen gibt es schliesslich in jedem Zoo.
    (14.07.2008)
    Zoo Heidelberg:   Großes Elefantenfest im Zoo Heidelberg für die ganze Familie

    Am Sonntag, den 20.07.2008 dreht sich im Zoo Heidelberg von 11.00 bis 18.00 Uhr wieder alles um die grauen Riesen. Der Zoo, die Initiative Zooerlebnis und der Verein der Tiergartenfreunde laden gemeinsam zum großen Elefantenfest für die ganze Familie ein. Schon in den letzten Jahren war das Fest mit mehreren Tausend Besuchern ein Riesenerfolg. Und auch in diesem Jahr warten wieder viele Attraktionen auf unsere großen und kleinen Besucher.

    Vergleichen Sie Ihre Kraft mit der eines Elefanten beim Baumstammziehen. Wie viele Kisten muss man stapeln, um auf Augenhöhe mit einem Dickhäuter zu sein? Sind Sie mit Ihren Händen genauso geschickt wie der Elefant mit seinem Rüssel? Wie viele Menschen bringen das Gewicht eines grauen Riesen auf die Waage? Das alles und noch viel mehr können die Gäste an den zahlreichen Stationen der Elefanten-Rallye testen. Die Heidelberger Feuerwehr hilft beim „Spritzen wie ein Elefant“ und die Firma „der baum braun“ bringt kletterfreudige Kinder mit deren eigener Muskelkraft und Seilen in luftige Baumwipfel. An jeder Station gibt es einen Stempel für gezeigte Leistung und im Ziel warten zahlreiche spannende Gewinne.
    Über das geplante Elefantenhaus kann sich der interessierte Zoobesucher am Elefanten-Infostand u.a. bei Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann erkundigen. Ein toller Zauberer, eine große Tombola, ein Stand mit Elefantensouvenirs und Waffelverkauf runden den Familienspaß ab und bringen hoffentlich viele weitere Spenden für das neue Elefantenhaus zusammen.

    (14.07.2008)
    IP66:   Wenn ich bedenke, wie sich in Dortmund die Riesenotter stapeln, wird die Entscheidung für die Schildkröten eine solche für einen Zuchtstopp oder sogar für die Euthanasie einzelner Tiere bei den Ottern bedeuten ...
    (14.07.2008)
    Jennifer Weilguni:   Neues aus Heidelberg:
    Die Riesenschildkröten sollen auf das ehemalige Tapirgelände umziehen, weitere Tiere sollen dazukommen. Schön, dass das alte Gehege neue Bewohner bekommt, auch wenn das wohl heisst, dass erstmal keine Riesenotterhaltung mehr geplant ist.
    Schräg gegenüber von der Mähnenwölfen wird zur Zeit eine große Fluganlage für die Riesenseeadler gebaut und es freut mich, dass diese Tiere bald etwas mehr ins Rampenlicht gerückt werden. Der Ansatz des Anlage sieht wirklich gut aus. Allerdings sollte man sich dann vieleicht wirklich endlich mal von dem ursprünglichen Südamerikakonzept für diese Ecke verabschieden.

    (14.07.2008)
    Shensi-Takin:   @Sacha: Na ja, das Ganze ist je nachdem gute oder schlechte Reklame...;)
    (26.06.2008)
    Sacha:   Interessant auch, wieviel Wert die Zoos dieser nichtfachmännischen (und das sage ich als Medienschaffender!) Bewertung beimessen.....
    (26.06.2008)
    IP66:   Ich hätte in der Kategorie Vogelhaltung wegen der gewaltigen Artenreduktion schlechte Noten verliehen - aber daran merkt man, wie sehr gewisse modeorientierte Entscheidungen durch dergleichen "Rankings" erzwungen werden
    (26.06.2008)
    Zoo Heidelberg:   Der Heidelberger Zoo im Zootest des Magazins „stern“

    Zu Recht zählen die Zoos mit über 30 Millionen Besuchern im Jahr zu den beliebtesten Freizeitzielen der Deutschen. Das Hamburger Magazin stern hat die 27 wichtigsten und größten zoologischen Gärten Deutschlands besucht und bewertet.
    „Wir sehen das Ergebnis mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, äußert sich Dr. Klaus Wünnemann zu der Bewertung des Heidelberger Tiergartens. Mit einer Durchschnittsnote von 2,26 liegt der Heidelberger Zoo auf Platz 18 von den 27 großen Zoos in Deutschland. Sehr positiv an dem Ergebnis ist, dass sich der Heidelberger Zoo seit dem letzten Stern-Test vor 10 Jahren um 12 Plätze nach oben verbessert hat. In verschiedenen Kategorien hat der Tiergarten gute Noten bekommen. So bewegen sich die Bewertungen für den „Zooshop“, die Beschilderung und die familienfreundlichen Eintrittspreise weit im oberen Drittel. Auch der Besucherservice und die Tierhaltung werden gut bewertet.
    „In den Bereichen, wo wir schlechtere Bewertungen erhalten haben, sind wir bereits dabei, diese deutlich zu optimieren“, erklärt Klaus Wünnemann. Die relativ schlechte Note bei der Elefantenhaltung bestätigt der Direktion in den kurz vor der Verwirklichung stehenden Plänen: Den Bau eines neuen Elefantenhaus, das den Tieren eine abwechslungsreiche und vielfältig strukturierte Umgebung nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen der Elefantenhaltung bietet. Auch die Haltung der Riesenschildkröten wird zu recht schlecht bewertet. Die gepanzerten Riesen beziehen jedoch noch in diesem Jahr ein neues Quartier.

    „Für uns nicht verständlich ist, dass in der Bewertung im Stern-Test auf die exzellente und engagierte Arbeit unserer Tierpfleger nicht eingegangen wird“, erklärt Klaus Wünnemann.
    So bietet der Heidelberger Zoo eines der besten Beschäftigungsprogramme für Tiere in deutschen Zoos überhaupt. „Dadurch ist die Qualität der Tierhaltung auch in nicht ganz optimalen Anlagen wesentlich besser, als es der Test ausdrückt“, so Wünnemann.
    Eine Tierhaltungskategorie ist der Zooleitung ganz unverständlich. „Bei der Bewertung von Fischen stehen wir ganz unten, dies hat auch das Gesamtergebnis nach unten gedrückt. Nur, wir halten in unserem Zoo keine Fische, es sei denn, damit ist das kleine, aber gepflegte Hobby-Aquarium unserer Tierpfleger im Raubtiergehege gemeint“, schmunzelt Wünnemann.

    (26.06.2008)
    Zoo Heidelberg:   Partyalarm im Zoo Heidelberg mit tollen Preisen

    Am letzten Sonntag, den 22. Juni 2008 ging es vor allem für die kleinen Gäste rund im Zoo. Ein großes Kinderfest mit zahlreichen Aktionen lockte viele zu einem Besuch in den Tiergarten. Organisiert wurde die Kinderparty zugunsten des Elefantenhauses des Heidelberger Zoos von Lehrern und Schülern der Ehrhart-Schott-Schule Schwetzingen. Die Schüler des Berufskolleg im Fach Kommunikationsdesign sollten so an einem praktischen Beispiel lernen, eine Veranstaltung zu organisieren, durchzuführen und zu reflektieren. Hierbei wurden sie von Studienrätin Frau Claudia Brinker und ihrem erfahrenen Kollegen Peter Mohr maßgeblich unterstützt. Das Ziel sollte dabei sein, die aufkommenden Kosten durch Sponsoren zu decken und noch einen Überschuss als Spende für den Neubau des Elefantenhauses zu erwirtschaften; dank einer großen Spende und den Einnahmen konnte die Ehrhart-Schott-Schule ca. 1600,- Euro dem Zoo übergeben.
    Mit Hilfe der vielen Sponsoren gab es beim „Partyalarm“ große Gewinne und viele Trostpreise, so dass kein Kind mit leeren Händen nach Hause gehen musste. Die Heidelberger Volksbank sponserte das Rüsselzopfflechten und Kinderschminken. ToysRus sponserte nicht nur einen riesengroßen Plüschhund zur Versteigerung, sondern auch zahlreiche Gewinne für den Malwettbewerb. Die schönsten Bilder malten Emil Adam (3-4 Jährige), Milena Paral (4-5 Jährige), Julian Adam (6-7 Jährige), Mary Wilson (7-8 Jährige), Verena Meyer und Timo Draler (8-9 Jährige) und Nico Walter (10-11 Jährige). Der Hauptsponsor war, wie auch schon im letzten Jahr, Heidelberg Cement, die sich überaus großzügig an den Gewinnen bei den verschiedensten Ständen beteiligt haben. So z.B. auch bei dem bunten Pinatabaum, wo es von HD Cement wertvolle Siku-Bagger als Preise zu gewinnen gab. Auch beim Elefantenzauber und dem Mallwettbewerb gab es tolle Preise von Heidelberg Cement und der Sparkasse Heidelberg.
    Der Höhepunkt in diesem Jahr war die große Verlosung zum Ende des Kinderfestes. Das Autohaus Krauth stellte mehrere MINI- und BMW-Bobbycars sowie ein BMW-Kids-Bike für etwa 1000,- Euro zur Verfügung. Die glücklichen Gewinner durften sich ihre Preise bei Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann, Stadtrat Klaus Weirich und Frau Krauth persönlich abholen.
    Für Unterhaltung sorgten neben den anderen Aktivitäten der Musikverein Nussloch e.V., der BIS-Choir mit Bernhard Bentgens und für die kleinen Besucher die vom Racket Center Nussloch gesponserte Hüpfburg neben dem Spielplatz. Der Golf Club St. Leon stellte eine Puttanlange zur Verfügung.
    Nach diesem wirklich gelungenem Kinderfest freuen sich Zoo und die Erhart-Schott-Schule schon jetzt auf den nächsten Partyalarm.

    (25.06.2008)
    Zoo Heidelberg:   GEO-Tag der Artenvielfalt in Heidelberg und Umgebung am Samstag, 21.06.08

    Es ist wieder soweit: alle zwei Jahre wird in Heidelberg und Umgebung der Tag der Artenvielfalt veranstaltet. In Anlehnung an die Aktion der Zeitschrift GEO werden Tiere und Pflanzen in und um Heidelberg gesammelt, bestimmt und beobachtet. Dieses Jahr gibt es eine besonders breite Auswahl verschiedener Exkursionen, für die sich jeder Interessent anmelden kann unter:
    www.artenvielfalt-hd.de
    Bereits am Freitag Abend (20.06.08) gibt es mehrere Vorträge im Zoologischen Institut (Im Neuenheimer Feld 230, 69120 Heidelberg) über Pinguine in der Antarktis, die Vielfalt der Lebewesen in den Meeren sowie eine Exkursion zu den Halsbandsittichen. Insgesamt werden 29 Veranstaltungen rund um die Artenvielfalt angeboten, oder wie man heute sagt zum Thema „Biodiversität“. Aktuelle Änderungen sind möglich, deshalb bitte auf die Homepage schauen.
    Das vielfältige Angebot beinhaltet Exkursionen zum Thema Vögel (z.B. Vogelstimmen, Wagbachniederung), Amphibien, Reptilien, Insekten, Wassertiere und –pflanzen, Fossilien in Mauer, exotische und seltene Pflanzen, aber auch Gesundheitsthemen sind dabei, z.B. ein Stand zum Thema Vogelgrippe, eine Ausstellung zu Parasiten und eine Heilpflanzenexkursion in den Luisenpark. Artenschutz-Exkursionen auch für fremdländische Arten gibt es z.B. im Heidelberger Zoo oder im Botanischen Garten.
    Schirmherr der Aktion ist Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner.
    Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass es einen großen Bedarf an solchen Veranstaltungen gibt, auch bei Familien. Wir freuen uns auf viele interessierte Teilnehmer!

    Veranstalter:
    Prof. Dr. M. Wink & Dipl. Biol. M. Braun
    Institut für Pharmazie und Molekulare Biotechnologie
    Abteilung Biologie
    Im Neuenheimer Feld 364
    69120 Heidelberg
    Email: artenvielfalt@gmail.com
    Telefon: 06221/544880 (Mo-Fr 9-16.00)

    NABU Heidelberg
    Email: info@nabu-heidelberg.de
    Tel: 06221/ 600705 (Mo-Do 10-12.00 Uhr & 16-18.00 Uhr; Fr 16-18.00 Uhr)

    für tatkräftige Unterstützung bedanken wir uns bei den Sponsoren & Partnern:
    Sparkasse Heidelberg
    100SEE
    Stadt Heidelberg
    Rotary Club Schwetzingen-Walldorf
    (09.06.2008)
    Zoo Heidelberg:   Partyalarm im Zoo Heidelberg

    Am Sonntag, den 22. Juni 2008 von 11.00 bis 17.00 Uhr geht es rund im Heidelberger Zoo – ein großes Kinderfest mit zahlreichen Aktionen lockt Groß und Klein in den Zoo.
    Organisiert wird das Fest von den Schülern und Lehrern der Ehrhart-Schott-Schule Schwetzingen. Nachdem bereits im letzten Jahr die Gewerbeschule im Zoo ein erfolgreiches Kinderfest auf die Beine gestellt hat, haben Lehrer und Schüler erneut das Heidelberger Elefantenhaus als Projekt ausgewählt. Durch den direkten Bezug zu einem realen Projekt wird der Unterricht für die Schüler interessanter und lehrreicher. Gleichzeitig freut sich der Heidelberger Zoo über die hervorragende Unterstützung für das große Projekt Elefantenhaus.
    Es werden tolle Stationen geboten: Für die modebewussten Kleinen und Großen gibt es ausgefallenes Kinderschminken, Nageldesign, Rüsselzopfflechten und einen Kosmetikstand. Am großen Malstand kann man sich selbst Buttons mit Zoomotiven herstellen und bei der Schnitzeljagd durch den Zoo werden tolle Gewinne verlost. Neben einem Putt-Putt-Wettbewerb, Mini-Car-Rennen, Känguruweitsprung und Elefanten-Hüpfburg können die Kinder mit Stöcken solange auf eine Piñata schlagen, bis die Kugel endlich platzt und der heißersehnte Preis herausfällt. Und es gibt zwei musikalische Highlights: Es spielen auf die Jugendkapelle des Musikvereins 1875 Nußloch e.V und es singen Bernhard Bentgens und die BIS-Kids. Doch ohne die Unterstützung von Sponsoren könnte ein solches Fest nicht gestemmt werden:
    HeidelbergCement, Capri Sonne, die Sparkasse und die Volksbank Heidelberg, die Firma Krauth, der Racket Center Nußloch und der Golf Club St. Leon Rot, ToysRus und City-Druck – sie alle stellen unter anderem auch tolle Preise zur Verfügung! Die Aktionen werden gegen kleine Spenden angeboten, die alle ausnahmslos dem neuen Elefantenhaus des Heidelberger Zoos zu gute kommen. „Es ist beeindruckend, mit welchem Engagement die Schüler und Lehrer der Erhart-Schott-Schule sich in das Projekt Elefantenhaus gestürzt haben“, freut sich Zoodirektor Dr. Wünnemann. „Wir hoffen sehr, dass soviel Engagement am 22. Juni beim Kinderfest durch gutes Wetter und zahlreiche Besucher belohnt wird.“
    (09.06.2008)
    Zoo Heidelberg:   Heidelberger Zoo bei UN-Biodiversitätskonferenz in Bonn

    In Bonn findet die wichtigste Naturschutzkonferenz der Welt statt. Dabei geht es vor allem um den Erhalt der natürlichen Vielfalt. Der Heidelberger Zoo, der sich seit langem aktiv für den Schutz der Vielfalt des Lebens einsetzt, ist einer von zwei Zoos weltweit, der sich auf der „Expo der Vielfalt“ vom 27. bis 30. Mai anlässlich der UN-Biodiverstätskonferenz in Bonn präsentiert.

    Das Programm des Heidelberger Zoos auf der „Expo der Vielfalt“ bietet ein besonderes Highlight. Ein Team von Zoo- und Zooschul-Mitarbeitern hat mehrere Bonner Schulklassen an den Messestand eingeladen, die die einmalige Möglichkeit erhalten, lebendige Rieseninsekten, Riesenschnecken, Vogelspinnen, Schlangen und Echsen hautnah zu erleben. Im Mittelpunkt stehen Aspekte der Lebensweise und der biologischen Vielfalt. „Unserem Zoo ist es ein besonderes Anliegen, Kindern und Jugendlichen die Zusammenhänge begreifbar zu machen, und zu zeigen, warum es für unsere Zukunft überlebenswichtig ist, die Artenvielfalt zu schützen“, erklärt Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. Der Schutz der Biodiversität ist seit langem das Leitthema der Zukunftsentwicklung des Heidelberger Zoos. Zahlreiche Programme zur Arterhaltung werden von ihm betreut. Das vom Zoo gegründete Artenschutzprojekt WAPCA (West African Primate Conservation Action) setzt sich für den Schutz der hochbedrohten Affenarten im Westafrikanischen Regenwald ein. Im Biodiversity Hotspot Upper Guinean Forest werden unterschiedliche Maßnahmen zum Schutz der bedrohtesten Affenarten Afrikas durchgeführt. Über die Auffangstation für diese Tiere, das Monitoring der Schutzgebiete, die praktische Hilfe für Ranger und die Menschen vor Ort informiert der Zoo mit eindrucksvollen Postern, Broschüren und Bildern. Ein weiteres Projekt ist das Wiederansiedlungsprojekt für den Europäischen Feldhamster im Rhein-Neckar Raum. In einer Zuchtstation im Zoo wird eine Ersatzpopulation gehalten, deren Nachwuchs unter wissenschaftlicher Kontrolle in ausgewählten Lebensräumen ausgesetzt wird, um den stark bedrohten Nager wieder heimisch werden zu lassen.
    Der Zoo möchte mit seiner Präsentation auf dieser bedeutenden Konferenz mit dazu beitragen, Heidelberg in der Naturschutzwelt bekannt zu machen. Kinder und Tiere, was könnte das Thema besser transportieren helfen?

    Weitere Informationen zu den kostenlosen und frei zugänglichen Veranstaltungen unter www.plaza-der-vielfalt.de.
    (20.05.2008)
    Racool:   Ich habe mal ein paar Fragen zu HD.
    Weiß jemand, was aus der Blockhütte zwischen Elefanten und Feldhamstern werden soll?
    Was wird zwischen Yellowstone-See und den Kronenkranichen gebaut?
    Joseph ist inzwischen übrigens mit der Löwengruppe zusammen.
    (10.05.2008)
    Zoo Heidelberg:   Lebendige Kinderstube im Heidelberger Zoo – dreifacher Nachwuchs bei den Keas und ein Poitou-Fohlen

    Krallen wie Steigeisen, ein Schnabel wie ein schmaler Eispickel und ein eher unscheinbares, überwiegend olivfarbenes Gefieder – das ist der Kea, der einzige alpine Papagei der Erde. Im Heidelberger Zoo sind zwischen Ende Februar und Anfang März gleich drei junge Keas geschlüpft, die die letzten Wochen weitgehend geschützt vor den Augen der Besucher in der Bruthöhle bei Mama aufwuchsen. Nun lockt das schöne Wetter sie nach draußen und die Zoobesucher können immer häufiger das muntere Trio zu Gesicht bekommen. Die Keas sind wahre Spaßvögel mit einem ausgeprägtem Spieltrieb und gelten in ihrer Heimat Neuseeland als die Clowns der Berge.
    Die äußerst intelligenten Papageien sind in der Lage, Werkzeuge zu nutzen und haben ein sehr gutes technisches Verständnis. So gelingt Ihnen das Öffnen von versperrten Mülltonnen mühelos und was von neuseeländischen Touristen unbewacht liegengelassen wird, wird von ihnen untersucht und sorgfältig zerlegt.
    Und eine weiterer, quicklebendiger Nachwuchs ist zu bewundern. Poitou-Fohlen Monique erblickte am 24. April das Licht der Welt und kann seit ein paar Tagen im Freien besucht werden. Für Mama Resi, die selbst im Heidelberger Zoo geboren wurde, ist es das dritte Fohlen. Sie ist eine perfekte Mutter, die sich liebevoll um ihre Kleine kümmert und ihren großen Appetit stillt. Das schöne Wetter ist für das Jungtier geradezu ideal, um seine Gegend zu erkunden und mit den anderen Jungtieren zu tollen. Später wird aus der Kleinen eine echte Riesin, denn die Poitou-Esel, die ursprünglich aus der Region Poitou in Westfrankreich stammen, gehören zu den größten Esel-Rassen weltweit. Im letzten Jahrhundert war es üblich, diese Rasse mit Pferdestuten zu kreuzen und so geduldige und widerstandsfähige Arbeitstiere, die Maultiere, zu züchten. Sogar als Zugtier für Löschzüge wurden die robusten Kreuzungen eingesetzt und zum Schutz ihr langes Haar benässt.

    (09.05.2008)
    IP66:   So überaus glücklich bin ich über das Kampagnewesen in unseren Zoos nicht. Sicher sind die Absichten ehrenwert, der Rummel um eine Tiergruppe erinnert mich aber ein wenig an Hagenbecks Völkerschauen: Wir schaffen eine Sensation, die Besucher anzieht, gewissen Moden Rechnung trägt und gegen die derzeit wenig einzuwenden ist, und nach einer Saison ist alles vorbei. Mir scheint ein Engagement für chutzbedürftige Arten über längere Zeit sinnvoller, insbesondere dann, wenn durch die Ausstellung verschiedenartiger Formen nebeneinander der Sinn für Biodiversität geweckt wird. Im ersten Punkt würde ich auf das münsteraner Schildkrötenprojekt verweisen, das aber in Hinblick auf das Sinnfälligmachen der Biodiversität Mängel erkennen läßt.
    (17.04.2008)
    Ralf Sommerlad:   Ich freue mich sehr, dass sich die Heidelberger an der Amphibienkampagne aktiv beteiligen.Genau genommen betrachte ich es als eine Schande, wenn sich ein Zoo heraushält...
    (17.04.2008)
    Zoo Heidelberg:   Zoo Heidelberg unterstützt weltweite Kampagne zur Rettung bedrohter Amphibien. Froschtag im Zoo

    Fast jeder von uns erkennt Frösche und Kröten, wenn er sie sieht. Es sind jene außergewöhnlichen Wirbeltiere, die sich durch die Metamorphose vom Ei über das Larvenstadium (Kaulquappen) hin zum ausgewachsenen Tier entwickeln.
    Es gibt eine unglaubliche Vielfalt von Amphibien und sie bevölkern alle nur vorstellbaren Lebensräume zu Wasser und zu Lande, mit Ausnahme der Ozeane und Polarregionen. Sie sind den Menschen so sehr vertraut, dass sie Teil unserer Mythen, Legenden und Märchen geworden sind. Noch besiedeln Amphibien in einer faszinierenden Artenvielfalt verschiedene Lebensräume. So ist es kaum vorstellbar, dass die Geschwindigkeit, mit der sie von unserem Planeten verschwinden, dramatische Ausmaße annimmt. Bereits ein Drittel bis die Hälfte der über 6000 Frösche, Kröten, Unken, Salamander, Molche und Blindwühlen sind vom Aussterben bedroht; über 120 Arten sind in den letzten Jahren ausgerottet worden. Zerstörung der Lebensräume stellt für die davon betroffenen Arten die größte Bedrohung dar; aber auch die Verschleppung einer Pilzerkrankung durch den Menschen über den gesamten Erdball ist aufgrund ihres Potentials, schnell eine Art auszulöschen, von großer Bedeutung. Die Folgen für den Menschen sind nicht absehbar. Amphibien halten zum Beispiel die Bestände zahlreicher krankheitsübertragender Insekten in Grenzen und leisten damit wichtige prophylaktische Dienste für den Menschen.
    Um auf das dramatische Verschwinden der Amphibien reagieren zu können, haben der Weltverband der Zoos und Aquarien (WAZA) und die Weltnaturschutzunion (IUCN) die Amphibian Ark (AArk) gegründet, die Zoos, Aquarien und andere teilnehmenden Institutionen darin unterstützen, so viele Amphibienarten wie möglich zu retten.
    Unter dem Titel „Jahr des Frosches 2008“ startet eine weltweit koordinierte Kampagne der Naturschützer und Zoologischen Gärten, bei der der Zoo Heidelberg aktiv involviert ist.
    Am 1. Mai veranstaltet der Zoo von 11.00 bis 17.00 Uhr einen Aktionstag für Groß und Klein rund um das Thema Frosch. Geboten werden eine Ausstellung verschiedener Amphibien, Spiele, Märchenstunde, Kinderschminken und vieles mehr. Für Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann liegt eine zentrale Aufgabe der Zoos im Artenschutz. „Nur durch die globale Zusammenarbeit aller Zoos kann es gelingen, das Aussterben bedrohter Arten zu verhindern bzw. ein Stück weit einzudämmen“, betont Wünnemann.

    (17.04.2008)
    Jennifer Weilguni:   @IP66
    Ja, genau das meine ich nämlich auch. Heidelberg ist wirklich ein schönes Beispiel dafür, dass es nicht immer Millionen braucht um überdimensionale Prachtbauten zu zaubern, sondern auch mit kleinen Mitteln viel zu erreichen ist. Es hat ja nicht jeder Platz und Geld für Elefantenpark, Yukon Bay und Co, bzw will und kann sich ja nicht jeder für solche Projekte in Schulden stürzen.
    (16.04.2008)
    IP66:   Gleichgültig, wie wir über einzelne Veränderungen denken - alle Beiträge spiegeln eine gewisse Freude über Veränderungen im heidelberger Zoo, und auch ich besuche den Zoo gerne und freue mich, mit wie wenig Geld und vielen Ideen Probleme gelöst werden.
    (15.04.2008)
    Jennifer Weilguni:   @IP66
    Um den Vogelbestand tut es mir auch leid, aber wo gehobelt wird, da fallen eben immer Späne und um das neue Elefantenhaus realisieren zu können, braucht es eben Platz. Trotzdem ist es natürlich schade um die doch recht umfangreiche Vogelsammlung.
    Die Kunstfellsverkleidung der Robbenanlage ist sicherlich Geschmacksache, den Robben ist es ohnehin egal, ob die auf grauem Beton oder liebevoll gestaltetem Kunstfels leben. Für mein Auge aber sieht die Anlage jetzt viel freundlicher aus und ich denke vielen anderen Besuchern geht es ähnlich.
    (15.04.2008)
    IP66:   Was die Großbauten angeht, würde ich, um im Bild zu bleiben, eher von einer Vermeidung des Rades sprechen, obgleich es bereits erfunden wurde. Bei den genannten Beispielen und auch in Bezug auf die Haltungsverbesserungen, bin ich aber durchaus Ihrer Meinung und auch ganz gerne in Heidelberg. Die Kunstfelsverkleidung der Robbenanlage gefällt mir nicht - die wirkte im Altzustand eleganter, und die haltungstechnischen Änderungen hätte man auch in polygonal gegeossenem Beton realisieren können.
    (14.04.2008)
    Shensi-Takin:   Ich muss Jennifer da schon recht geben: was ich da beim letzten Mal gesehen habe, war durchaus interessant & empfehlenswert. Hinsichtlich Einbindung von angewandter Forschung (s. Mähnenrobben-Aktivitätsmonitoring) und Behavioural Enrichment (Elefanten!) könnte sich man ein großer Zoo eine Scheibe abschneiden. Und warum das Rad immer neu erfinden?
    (14.04.2008)
    IP66:   Vielleicht bin ich in der Beurteilung der heidelberger Entwicklung ein wenig befangen, da ich sehr an dem auf dem Gelände der neuen Elefantenanlage untergebrachten Vogelbestand gehangen habe. Andererseits finde ich den geschilderten Befund bei den Großbauten nach wie vor überzeugend, und zwar nicht, weil ich die Elefantenhaltungsidee für problematisch halte, sondern weil mir das neue Haus ähnlich wie jenes für Menschenaffen eine halbe Lösung zu verkörpern scheint, die ich in der Tradition der genannenten Bauten sehe. Andere Entwicklungen gefallen mir recht gut, weniger die in der Robbenanlage als die neue Nutzung der Bärengrube, das Tigeraußengehege sowie die Anlagen für Hermeline und Feldhamster. Diesen Gehegen würde ich auch eine Vorbildwirkung auf andere Zoos zubilligen. Zudem finde ich, das jenseits der problematischen Abgaben im Vogelbereich eine Reihe von Raritäten den Tierbestand erheblich interessanter gemacht haben.
    (14.04.2008)
    Jennifer Weilguni:   Nun muss ich aber doch mal eine Lanze brechen für Heidelberg. Für die dort vorhandenen Möglichkeiten gibt sich er Zoo nun wirklich alle erdenkliche Mühe das beste aus den Gegebenheiten zu machen. Ich verweise nur mal auf den Blitzumbau der Robbenanlage ! Und ich denke nicht, dass man Emmen nun unbedingt mit Emmen vergleichen kann. Ich begrüße Heidelbergs Entscheidung, Elefanten-"Rentner" bei sich aufzunehmen und ehrlich gesagt gefällt mir die Aussenanlage für die Heidelberger Elefanten schon jetzt besser, als zum Beispiel die monströse Anlage in Köln.
    Und selbst aus dem alten Raubtierhaus in HD wurde schon so einiges rausgeholt, die Aussenanlage für die Tiger finde ich sehr beispielhaft, bietet sie den Tieren nicht nur ausreichend Platz, sondern auch reichlich Versteckmöglichkeiten und dennoch interessante Einblicke für die Besucher.
    (14.04.2008)
    IP66:   Ich habe den Eindruck, daß in der heidelberger Zooleitung eine über die Direktoratswechsel hinausreichende Grundneigung gibt, den Entwicklungen großer Zoos eher in provinziellem Maßstab hinterherzuhecheln als auf die eigenen gewachsenen Stärken zu setzen. Das Raubtier- und das Menschenaffenhaus sind ebenfalls Sparversionen zum Zeitpunkt der Entstehung schon ein wenig überholter Bautypen, und das Elefantenhaus wird wohl ähnlich beurteilt werden, wobei ich nicht weiß, ob den älteren Bauten derart viele interessante Arten geopfert wurden. Damit gehört der Zoo am Neckar leider nicht zu den ebenfalls häufig in der Provinz angesiedelten Institute, die neue Wege gehen: Man denke an das krefelder Menschenaffenhaus, die Elefantenhaltung in Emmen oder auch an die ersten Kunstfelsprojekte.
    (11.04.2008)
    Shensi-Takin:   @IP66: Wortwörtlich wurde mir gesagt: "Vom ursprünglichen Vogelbestand kommt 1/3 weg, der Rest bleibt." Offenbar werden noch einige Volieren angebaut...
    Was die (rein fiktiven) Panzernashörner angeht: selbstverständlich wären entsprechende bauliche Veränderungen in Hinblick auf das Haus & Wasserbecken erforderlich. Das dürfte summa summarum aber wahrscheinlich billiger als der geplante Elefantenbau kommen...
    (10.04.2008)
    IP66:   Vielen Dank! Ich weiß allerdings nicht, wie ich Ihre Information verstehen soll: Der Vogelbestand ist ja schon halbiert worden - soll von der letzten Hälfte jetzt noch ein Drittel verschwinden?
    Panzernashörner fände ich natürlich prima, allerdings würde man wohl nicht mehr als ein Tier in dem alten Elefantenhaus unterbringen können, und ein Wasserbecken gibt es dort auch nicht.
    (10.04.2008)
    Zoo Heidelberg:   Pantanal – Ein Paradies in Gefahr

    Wanderausstellung des Global Nature Fund vom 9. April bis 28. Mai 2008 im Heidelberger Zoo.

    Das Pantanal ist das größte Feuchtgebiet der Erde, ein Garten Eden im Herzen des südamerikanischen Kontinents mit einer einzigartigen Vielfalt an Tieren und Pflanzen. Jaguare, Riesenotter, Tapire und Brillenkaimane finden hier ihre Heimat. Das Pantanal ist ein Gebiet von wilder Schönheit, das wegen seines Tierreichtums die „Serengeti“ Südamerikas genannt wird. Dieses Naturparadies ist durch Ethanolfabriken, intensive Viehwirtschaft, großflächige Abholzungen und Monokulturen wie Soja- und Zuckerrohrplantagen bedroht, exemplarisch für viele Lebensräume in den Tropen.
    Die Wanderausstellung der internationalen Stiftung Global Nature Fund mit Fotos und Texten von Günter Ziesler & Angelika Hofer macht auf diese dramatische Situation aufmerksam und ist vom 09. April bis zum 28. Mai 2008 im Afrikahaus des Heidelberger Zoos zu sehen. Die großformatigen Fotos des renommierten Naturfotografen Günter Ziesler zeigen die Wunder des Pantanals in ihrer vollen Pracht, die den Betrachter einen Blick in diese einzigartige Welt ermöglichen. Dazu zählen spektakuläre Aufnahmen des Jaguars, von Kaimanen, Fischottern und Aras in atemberaubender Landschaft.

    (08.04.2008)
    Shensi-Takin:   Übrigens ist noch beim Gespräch im Zoo nach der ZGAP-Tagung inoffiziell eine Wunschart für das kommende "Inseltiere"-Bauprojekt genannt worden: Sifakas-über die "Frankreich"-Konnektion aus Paris...Ob das auch so eine utopische Wunschart wie Leipziger Sumatranashörner sein wird, bleibt abzuwarten.
    Apropos Nashörner: wäre die Heidelberger Elefantenanlage ohne viel Umbauten nicht eigentlich eine prima Panzernashornanlage?;)
    (07.04.2008)
    Shensi-Takin:   @IP66: 1/3 des früheren Vogelbestandes kommt weg, der Rest bleibt erhalten.
    Auf der ehemaligen Tapir-Anlage soll ein Riesenottergehege entstehen. Anstelle der 2.0 sind nun 1.1 Schopfhirsche aus Rotterdam bei den Kleinen Pandas zu sehen.
    (07.04.2008)
    Zoo Heidelberg:   Wie bekommt man einen Elefanten auf eine Waage?

    Durch eine großzügige Spende der Heidelberger Volksbank ist der Heidelberger Zoo um ein wichtiges tiermedizinisches Gerät reicher geworden, eine Elefantenwaage.
    Bisher war es dem Zoo nicht möglich, die schwersten Landsäugetiere der Erde zu
    wiegen. Denn eine Elefantenkuh wie „Jenny“ bringt mindestens 3.500 Kilogramm auf die Waage. Da ist schweres Gerät gefragt. Seit Februar 2008 steht die zirka 4 qm Meter große Waage dank der 2.000 Euro Spende der Heidelberger Volksbank den Zoo-Elefanten zur Verfügung. Die Waage selbst wiegt zirka 500 Kilogramm und ermittelt das Gewicht derer, die auf ihr Platz nehmen, in gemächlichen 2-Kilo Schritten.
    Das Gerät ist für die tiermedizinische Ausstattung des Zoos unentbehrlich. „Für unsere Elefanten bedeutet dies einen großen Fortschritt und wir möchten uns ganz herzlich bei der Volksbank bedanken“, freut sich Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. Die Verwiegung der Elefanten ist für die Zusammenstellung der Futterrationen der Tiere von besonderer Bedeutung. Das regelmäßige Wiegen liefert den Pflegerinnen und der Tierärztin wichtige Hinweise über den Ernährungs- und Gesundheitszustand und das Wachstum der gewichtigen Dickhäuter. Wie aber bewegt man eine Elefantendame dazu, auf eine Waage zu steigen? Die Antwort kennen die Elefantenpflegerinnen Corinna Schmitt und Kim Klene: es bedeutet vor allem sehr viel Geduld und verlangt hohes tierpflegerisches Gespür. Zum einen wird vom Pfleger große Disziplin und Entschiedenheit verlangt, zum anderen muss das zu Lernende stets mit belohnender Hand gefordert und gefördert werden. Im Heidelberger Zoo werden die Elefantendamen „hands-on“ gehalten. Das bedeutet, dass die Pfleger in direktem Kontakt mit dem Tier stehen. Am ersten Tag wurden Jenny und Ilona mit Leckerlis, also Obst und Gemüse gelockt und so an die Waage gewöhnt, erklären die Pflegerinnen. Zweimal am Tag werden die beiden Damen beim Rein- und Rauslaufen über die Waage geführt – und müssen dort 2-3 Sekunden stehen bleiben.
    Elefanten sind die größten landbewohnenden Säugetiere der Erde. Zwei heute noch lebende Arten sind der Asiatische Elefant und der Afrikanische Elefant, der südlich der Sahara lebt. Elefanten sind in Wäldern, Savannen und Flusstälern anzutreffen. Der Asiatische Elefant wird drei Meter, der Afrikanische Elefant vier Meter hoch. Letzterer hat auch die größeren Ohren.

    (03.04.2008)
    Zoo Heidelberg:   Tagung der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz e.V. (ZGAP) in Heidelberg vom 4.-6. April

    Bedrohte Arten ohne Lobby? Wale, Delfine und Tiger kennt jeder. Was aber ist mit den vielen Tierarten, die nicht bekannt, aber ebenfalls von der Ausrottung bedroht sind?
    Vom 4.-6. April tagt in Heidelberg die Jahreshauptversammlung der „Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz e.V.“ (ZGAP), die sich den Schutz vieler, aber wenig oder gar nicht bekannter Tierarten zum Ziel gesetzt hat.

    In gemeinsamer Organisation mit dem Heidelberger Zoo findet am Samstag, den 5. April ab 13.00 Uhr eine auch für die Öffentlichkeit zugängliche Vortragsreihe im Großen Hörsaal des Zoologische Instituts statt. Zur Eröffnung spricht Stadtrat Klaus Weirich.

    Die Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz e. V. (ZGAP) wurde 1982 in München gegründet. Ziel der Gesellschaft ist der Schutz wenig bekannter, aber stark bedrohter Tierarten und ihrer Lebensräume, um so den Erhalt der biologischen Vielfalt zu unterstützen. Denn während dringend notwendige Schutzmaßnahmen für populäre Tierarten wie Berggorillas, Große Pandas oder Tiger bereits wirksam an die Öffentlichkeit getragen wurden, gibt es viele Tierarten, die bislang unbeachtet am Rande der Ausrottung
    stehen. Die ZGAP bietet deshalb weltweit wissenschaftliche und finanzielle Unterstützung für Artenschutzprojekte, die hochbedrohten Tierarten zugute kommen. So unterstützt sie auch das vom Heidelberger Zoo gegründete Artenschutzprojekt WAPCA (West African Primate Conservation Action), das sich für den Schutz der hochbedrohten Affenarten im Westafrikanischen Regenwald einsetzt.

    Einheimische Biologen und Biologiestudenten einzubinden und sie auf die eigenverantwortliche Führung der Projekte vorzubereiten, gehört zu den Grundprinzipien der Gesellschaft. Über die kostengünstige Verwirklichung von Artenschutzvorhaben hinaus, wird damit auch motivierten jungen Leuten die Möglichkeit gegeben, konkret zum Artenschutz in ihrem Heimatland beizutragen. Auf diese Weise werden auch in Zukunft fachkundige Mitstreiter am Ort des Geschehens die nachhaltige Projektführung garantieren. Weitere Informationen, auch zum Vortragsprogramm am 5. April, finden sich auf der Website: www.zgap.de.


    Vortragsprogramm am Samstag, 4. April, ab 13.00 Uhr, Zoologisches Institut
    13:00 Uhr: „Von Nasenaffen und anderen Rüsselträgern - eine fotografische Reise zu den letzten Regenwäldern Nordost-Borneos“, Thiemo Braasch

    13:30 Uhr: „Die Amphibienkrise“, Birgit Benzing

    14:00 Uhr: „Die Antarktis - ein überwältigendes und beängstigendes Erlebnis“, Jörg Adler

    14:30 Uhr: „Zoologisches aus Indonesien, Qatar und den Emiraten“, Roland Wirth

    15:00 Uhr: „WAPCA - Neues vom Artenschutzprogramm für Westafrikanische Affen in Ghana und der Elfenbeinküste“, Sandra Reichler-Danielowski

    15:30 Uhr: Kaffeepause

    16:00 Uhr: „Artenschutz für bedrohte Tauben in der Karibik - hilfreich oder kontraproduktiv“, Guntram G. Meier

    16:30 Uhr: “Tora-Hartebeest-Survey in Äthiopien”, Dr. Jens-Ove Heckel

    17:00 Uhr: „Erfolg und Widerstand in der Erhaltungszucht von Arten aus verschiedenen Tiergruppen in menschlicher Obhut“, Dr. Arnd Schreiber

    17:30 Uhr: „Eindrücke aus China und vom International Galliformes Symposium, Chengdu, Oktober 2007“, René Wüst

    (02.04.2008)
    Zoo Heidelberg:   Die Heidelberger Zooschule eröffnet neue Pforten

    Die neuen Räume für die Zooschule des Heidelberger Zoos sind fertiggestellt und wurden heute von Bürgermeister Dr. Joachim Gerner feierlich eröffnet. In engagierter Eigenregie wurde der Umbau der alten Zoogastronomie in funktionale und großzügige Räumlichkeiten für eine moderne Zoopädagogik gestaltet, die der Zooschule nun noch bessere Angebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene ermöglicht. Schließlich stellt die Heidelberger Zooschule, die für ihre hervorragende Arbeit im Jahre 2007 von der UNESCO als „Offizielles Projekt der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung 2008/2009“ ausgezeichnet wurde, einen bedeutenden außerschulischen Lernort dar.
    Neben einem großen Versammlungsraum, der einer Schulklasse ausreichend Platz für die Vor- und Nachbereitung des Zoobesuches bietet, gibt es nun einen Material- und Terrarienraum, in dem sich einige Tierpräparate, aber auch lebendige Insekten und Reptilien befinden. „Wir sind sehr froh, mit dem neuen Platzangebot und modern ausgestatteten Büros auch die gewachsenen Verwaltungsaufgaben noch besser meistern zu können“, freut sich Dr. Arndt Löwenberg, der Leiter der Zooschule. Immerhin erfordert der Unterricht im Zoo auch einiges Anschauungsmaterial, das in Form von Modellen, Fellen, Federn und Stacheln einen vernünftigen Aufbewahrungsort benötigt. Mit deutlich besseren Zugängen ist es nun sogar möglich, Schulklassen mit Rollis, die im Rahmen des Angebotes „Bildungstag im Zoo“ kostenlos den Zoo und die Zooschule besuchen können, in den neuen Schulungsräumen zu empfangen.

    Die neue Zooschule ist maßgeblich aus Mitteln des Vereins sowie von Fördern mitfinanziert worden. Hinzu kommen unzählige freiwillige Arbeitsstunden, die von Zooschulkräften in den neuen Räumen geleistet wurden, um diese noch in dieser Saison für den täglichen Unterricht nutzbar zu machen. Die über die Region hinaus bekannte Institution, die mittlerweile über 17.500 Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Zoo pädagogisch begleitet, wurde im Jahr 2000 eröffnet. Da die Stelle eines Zoopädagogen im Stellenplan des Heidelberger Zoos nie verankert war, musste im Jahr 2004 ein neues Modell verwirklicht werden. Mit Hilfe einer engagierten ehrenamtlichen Trägerschaft wurde der gemeinnützige Verein „Initiative Zooerlebnis“ gegründet, die erste privat geführte Zooschule im deutschsprachigen Raum. Zooschulen anderer Zoos in Deutschland werden von Stadt, Land oder Bund finanziert. Jährlich werden über 500 Schulklassen von speziell ausgebildeten Zooschul-Lehrern themengebunden unterrichtet bzw. von Info-Rangern mit inhaltlichen Schwerpunkten durch den Zoo geführt. Im Freizeitbereich besteht ein umfangreiches Angebot (Kindergeburtstage, erlebnisreiche Rundgänge, Übernachtungen), wobei besonders die einwöchigen Zoo-Ferien mit über 600 Kindern pro Jahr eines der größten Angebote der Region darstellt. „Mit den beständig wachsenden Teilnehmerzahlen und einem erweiterten Team von Mitarbeitern konnte allerdings weder der Büroraum, noch der Schulungsbereich für die Zoobegleiter und die Zooschüler mithalten“, betont Prof. Dr. Klaus Wayß, der erste Vorsitzende des Vereines.
    „Deshalb freuen wir uns sehr, dass der Verein nun entsprechende Räumlichkeiten zur Verfügung hat, die er aufgrund des großen Erfolges mittlerweile benötigt“, sagt dazu Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann.

    (01.04.2008)
    Zoo Heidelberg:   Artensterben und Artenschutz
    Artenschutzexperte hält Vortrag am kommenden Sonntag

    Den Sumatra-Tiger, den Pandabären oder den Berggorilla kennt heutzutage jeder. Es handelt sich hierbei um sogenannte „Flaggschiffarten“, die große Naturschutzvereine wie der WWF als Symboltiere verwenden, um Mittel für den Artenschutz einzuwerben. Sie stehen als bedrohte Arten stellvertretend für ein ganzes Ökosystem aus vielen verschiedenen Lebensformen, welches durch das Einrichten von Naturschutzgebieten in seiner Gesamtheit geschützt wird. Es gibt darüber hinaus aber noch viele weitere vom Aussterben bedrohte Tierarten, die weniger bekannt sind, und um die sich weit weniger gekümmert wird, wie zum Beispiel den Korallenschnabel-Hornvogel, die Roloway-Meerkatze oder die Nasenfrösche. Sie sind weniger bekannt, aber nicht unbedingt weniger attraktiv. Sie leben in kleinen Lebensräumen, manchmal nur auf einer einzigen kleinen Insel. Sie haben nicht die Symbolkraft einer Flaggschiffart und keine große Lobby, die für sie kämpft.
    Um genau solche Arten, von denen die wenigsten Menschen je in ihrem Leben gehört haben, kümmern sich seit über 25 Jahren sehr erfolgreich die vielen Ehrenamtlichen der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz e.V. (ZGAP).
    Im Rahmen der diesjährigen Jahreshauptversammlung der ZGAP im Heidelberger Zoo und auf Einladung der NABU-Hochschulgruppe Heidelberg referiert der 1. Vorsitzende der ZGAP, Roland Wirth, über „Artensterben und Artenschutz – Hintergründe, Fakten und die Arbeit der ZGAP.“ Der Vortrag findet am Sonntag, 6. April, um 18 Uhr im großen Hörsaal Zoologie, im Neuenheimer Feld 230, statt und wird durch Professor Volker Storch vom Zoologischen Institut moderiert.
    Zudem wird im Zuge der Jahreshauptversammlung der ZGAP vom 4. bis 6. April, außer den üblichen und nötigen Vereinsinterna, auch ein öffentliches Vortragsprogramm geboten. Experten aus Tiergartenbiologie und Artenschutz referieren über Themen, die von Berichten spezieller Arten über verschiedenste Aspekte des Artenschutzes bis hin zu Reiseberichten aus den Lebensräumen der betroffenen Tiergruppen reichen. Wer mehr über die Situation von Nasenaffen, Erdtauben, Ohrfasanen und Kuhantilopen in Äthiopien, Karibik, Antarktis und Indonesien erfahren möchte, ist eingeladen, die Vorträge am 5. April ab 15 Uhr, ebenfalls im großen Hörsaal Zoologie, zu verfolgen.
    Der Eintritt ist jeweils frei. Eine Spende ist willkommen und fließt zu 100% in den Artenschutz!

    (31.03.2008)
    IP66:   Mich würden die Perspektiven im Vogelbestand interessieren, dem ja ein Großteil seiner Unterbringungen durch den Elefantenhausneubau genommen wurden.
    (30.03.2008)
    Shensi-Takin:   Am 5./6.April findet in Heidelberg die ZGAP-Jahresversammlung samt anschließendem Zoobesuch mit Führung durch Zooangestellten statt. Irgendwelche Fragen (z.B. bzgl. Tierbestand) im Vorfeld, die ich den dortigen Personal übermitteln sollte?
    (29.03.2008)
    Zoo Heidelberg:   Nachwuchs im Heidelberger Zoo. Weißes Kamelbaby geboren

    Der Heidelberger Zoo freut sich über seinen jüngsten Nachwuchs: Rechtzeitig zum Frühlingsanfang am 20. März hat ein gesundes, hübsches Trampeltierbaby das Licht der Welt erblickt. Das Jungtier ist wie seine Mutter „Jasmin“ weiß gefärbt, Papa ist der ebenfalls hier im Zoo lebende Hengst „Sharan“. Jasmin ist eine fürsorgliche Mutter mit viel Erfahrung. Sie hat bereits drei Mal für Nachwuchs in den letzten Jahren gesorgt. Kamelstuten bringen nach einer Tragzeit von 360 bis 440 Tagen in der Regel ein einzelnes Jungtier zur Welt. Dieses ist Nestflüchter und kann innerhalb kürzester Zeit selbständig gehen. Nach rund einem Jahr wird es von der Milch der Mama entwöhnt und ist nach zwei bis drei Jahren geschlechtsreif.

    Kamele, Dromedare, Trampeltiere?
    Immer wieder werden diese Begriffe durcheinander gebracht. Dabei ist es eigentlich ganz einfach. Ein Dromedar hat einen, das Trampeltier hat zwei Höcker und beide gehören zur Familie der Kamele. Im Heidelberger Zoo wohnen also Trampeltiere. Ursprünglich stammen Kamele aus wesentlich extremeren Klimaten als den mitteleuropäischen und haben sich über Millionen von Jahren an starke Temperaturschwankungen wie Hitze und Kälte sowie Wassermangel angepasst. Entgegen verbreiteter Meinung speichern Trampeltiere nicht Wasser in ihren Höckern. Ihre Höcker dienen ihnen als Fettspeicher. Bei der Verwertung von Fett entsteht unter anderem auch Wasser. Höcker sind damit nur indirekter Wasserspeicher. Außerdem sind die Höcker das Zentrum einer ausgeklügelten Klimaanlage. In kalten Nächten können Kamele ihre Körpertemperatur auf 34 °C absinken lassen. Der Trick mit dem Absenken der Körpertemperatur bewirkt, dass sich das Kamel am Morgen über eine längere Zeit durch die Außentemperatur aufheizen kann, bevor eine zu hohe Temperatur entsteht und die Wärmeregulation einsetzen muss. Die Trampeltiere im Zoo sind also wahre Kältekünstler: In ihrem Lebensraum schwanken die Temperaturen zwischen minus 44 und plus 40 Grad Celsius - das ist nahe an den extremstem Temperaturschwankungen der Erde. Bei keinem anderen Säugetier der Erde wird das Blut so gut mit dem Wassermangel fertig. Das Trampeltier kann fast ein Drittel seines Körpergewichts an Flüssigkeit verlieren, ohne besonders erschöpft zu sein. Dagegen darf der Mensch nicht viel mehr als ein Zehntel seines Körpergewichts an Flüssigkeit verlieren. Das Blut wird dann so dick, dass es nicht mehr durch den Körper fließen kann. Und die Körpertemperatur steigt so hoch, dass er einen Hitzschlag bekommt. Trinkt das Trampeltier auf einen Schlag 120 Liter Wasser, passiert ihm trotzdem nichts. Denn seine roten Blutkörperchen können die Wasserverdünnung gut vertragen. Sie werden einfach größer und nehmen alles auf, ohne zu platzen. Der Mensch aber würde an einer "Wasservergiftung" sterben!

    Noch ist das kleine Kamelmädchen im Stall und vor den etwas widrigen Temperaturen geschützt. Wenn das Wetter es zulässt, kann es Anfang April ins Außengehege und sich dann auch erstmals den Zoobesuchern zeigen.

    (28.03.2008)
    Zoo Heidelberg:   Viele bunte Gründe, an Ostern den Zoo zu besuchen

    Kinder aufgepasst: Wer einem echten Osterhasen begegnen möchte, der sollte seine Eltern einpacken und sich am Ostersonntag für einen Spaziergang in den Zoo bewegen. Dort wartet eine besondere Überraschung: ein lebensgroßer Osterhase verwöhnt die jungen Zoobesucher mit schokoladigen Überraschungseiern. Damit auch jedes Kind eines abbekommt, hat der Osterhase eine fleißige Assistentin, die sich ebenfalls durch lange Ohren auszeichnet. Poitou-Eselstute Madeleine bekommt zwei große Weidenkörbe umgeschnallt, in denen sie die Überraschungseier zu den Kindern trägt. Natürlich darf Madeleine dann auch mal zum Dank hinter ihren grandiosen Ohren gekrault werden.
    Ein Besuch im Zoo lohnt sich in jedem Fall und wie in jedem Jahr stellt Ostern den klassischen Saisonauftakt für Tiere und Besucher dar.
    Die Gehege und Wasserbecken erstrahlen nach einem gründlichen Frühjahrsputz in frischem Glanz, die Störche kehren zurück an den Neckar, die Pelikane sind in ihr Sommerquartier eingezogen und die jungen Skudden-Lämmer hüpfen fröhlich rufend durch ihr Gehege.
    Im Afrikahaus gibt es eine ganz besondere Attraktion zu bestaunen. Pünktlich zur Osterzeit werden aus zahlreichen Hühnereiern goldgelbe Küken schlüpfen. Die flauschigen Federbällchen werden in einem großen, zirkuszeltähnlichen Gehege und gebettet auf einem Nest aus Stroh und Hobelspänen ihr erstes Zuhause finden.
    Im Streichelzoo warten zahlreiche Ziegenjunge auf fröhliche Kinder, die mit ihnen toben und kleine Leckerlis füttern.
    Der Zoo bietet etwas für alle Sinne, denn die farbenfrohe Zeit hat endgültig Einkehr gehalten: Tausende Narzissen, Hyazinthen und Tulpen verwandeln die zahlreichen Wiesen des Zoos in prachtvolle Blütenmeere.
    Da mit einem größeren Andrang gerechnet werden kann, ist es ein guter Rat, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren und den Erwachsenen den Stress mit einem überfüllten Parkplatz zu ersparen. Der Zoo hat an allen Feiertagen von 9.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

    Bild: Skudden-Lamm mit Mama, Copyright Rose von Selasinsky
    (17.03.2008)
    IP66:   Da bahnt sich doch eine Lösung an, und zwar eine solche, mit der die meisten nicht gerechnet hatten! Vielleicht kann man die Anlage erweitern und auch einen Glasscheibeneinblick ergänzen, ohne den Graben zuzuschütten - ich hatte den Eindruck, daß die Nähe und Absperrungsfreiheit, die die heidelberger Anlage von vielen anderen unterscheidet, von den Besuchern geschätzt wird, und ich könnte mir vorstellen, daß die Löwen sie auch bei einer Vergößerung ihres Lebensbereiches weiterhin nutzen. Die Freianlage Hagenbeck'scher Tradition bedeutet wohl doch ein anderes Tiererlebnis als der Blick durch eine Scheibe.
    (20.02.2008)
    Jennifer Weilguni:   @Klaus Wünnemann
    Auch von mir vielen lieben Dank für die ausführliche Antwort. Es freut mich zu lesen, dass Josef allem Anschein nach in Heidelberg bleiben kann und wohl bald wieder komplett im Rudel integriert sein wird.
    Wenn das neugestaltete Löwengehege ähnlich gut gelingt, wie das der Tiger.. das wäre schön.


    (20.02.2008)
    Sven P. Peter:   Wird der Graben aufgeschüttet und als Abgrenzung Scheiben eingesetzt wird die Anlage für die Tiere größer und die Besucher kommen näher dran.
    (19.02.2008)
    Michael Mettler:   @Sven: Irgendwie beißt sich die Katze bzw. der Löwe da gerade in den Schwanz. Einerseits sollen die Tiere größere Anlagen bekommen, so dass zwangsläufig die Distanz zwischen Tier und Besucher vergrößert wird, aber andererseits soll diese durch Glasscheiben wieder verkleinert werden...?

    Der Königsweg liegt wahrscheinlich in der Mitte, wie z.B. bei der Wolfsanlage im Berliner Zoo: Ein großflächiger Einblick über den Graben und ein kleinerer an anderer Stelle durch Glas. Die freie Sicht ist jedenfalls bei einem Graben deutlich besser: Keine Spiegelung der Umgebung und der anderen Besucher, kein Grünstich (wie bei vielen Scheiben), keine Kratzer und keine Hand- und Pfotenabdrücke - und keine gegen die Scheibe bollernden Besucher...
    (19.02.2008)
    Sven P. Peter:   @Klaus Wünnemann: Danke für die Umfassende Antwort.
    Meine Erfahrung hat mir jedoch gezeigt, dass eine Aufschüttung eines Grabens und ein Einsetzen von Panzerglasscheiben bei Besuchern wesentlich besser ankommen, da man so den Tieren viel näher kommt. Eine erweiterung in den Busch ist soweit interessant, dass man dort eine Gir-Wald-Anlage einrichten könnte, in die grade diese Indischstämmigen Löwen gut passen würden.
    (19.02.2008)
    Klaus Wünnemann:   @Jennifer Weilguni: Der arme Josef (der übrigens die ganze Nacht die Außenanlage nutzen kann) lebt seit ca. 4 Wochen in ständig steigender Dosierung mit der Gruppe. Wegen anfänglicher ernstzunehmender Kämpfe ist zur Zeit Tschatscha abgetrennt wenn die Gruppe zusammen ist. Als nächstes wird dann Tschatscha zu dem nun harmonierenden Paar Banka/Josef (die Löwinnen machen gar kein Problem) zurückgewöhnt. Wir sind im Moment optimistisch, dass er dann die jetzt gewachsene Harmonie nicht wieder zerstört. Es war ein langer Prozeß und wird auch noch einige Zeit dauern, aber wir hoffen sehr dass Mitte des Jahres alle drei Löwenmänner (und die Damen) zusammenleben können.
    Der Weg ins neue Aussengehege der Tiger führt nicht direkt durch das Nebengehege sondern durch eine am Rande des Geheges liegenden Gittergang. So könenn wir alle Tiere aneinander vorbeisperren.
    Das Löwengehege ist in der mittelfrisitgen Finanzplanung - Erweiterung in die Büscche ziehen wir dem Zukippen des Grabens vor.
    (19.02.2008)
    IP66:   Es wird wohl sinnvoll sein, auf der vorhandenen Anlage kein Löwenrudel, sondern ein Löwenpaar zu halten, jedenfalls keine Gruppe, in der Konflikte aufkommen - so könnte man die Vorteile der Anlage nutzen, ohne dauerhaft Tiere absperren zu müssen - allerdings sind die Innenkäfigreihen recht großzügig bemessen und gut unterteilbar, so daß vielleicht auch eine Bestandsreduzierung um die problematischen Tiere sinnvoll sein könnte.
    (19.02.2008)
    Jennifer Weilguni:   Naja, dann hätten die Tiger nur noch eine "Presspackung" als Innengehege, weil man dazu ja ihre Innenanlage unterteilen müsste. Auch nicht gerade das gelbe vom Ei.. wie man es auch dreht und wendet.. immerhin darf Josef ja aber nachts die Aussenanlage benutzen. Besser als sich gar nicht die Beine zu vertreten, aber eine optimale Lösung kann das auf Dauer ja auch nicht sein. Und so weit ich weiss will ja kein anderer Zoo den lieben Josef haben.. jetzt ohne Mähne wohl erst recht nicht mehr.
    (18.02.2008)
    Sven P. Peter:   Wenn die Tiger durch den alten Käfig nur in den Stall kommen, kann man ja für die Zeit den Löwen in eine der Boxen setzen. Ein leicht umzusetzender Plan ;)
    (18.02.2008)
    Jennifer Weilguni:   @Sven
    Falls Du mit Nebengehege das "Tigerspielzimmer" meinst, das dürfte schwer werden, denn soweit ich weiss, ist die große Tigeraussenanlage nur durch eben dieses Nebengehege zu erreichen. Dann müssten die Tiger ja immer durch Josefs Gehege um wieder in ihren Stall zu gelangen. Ein nicht umzusetzender Plan.
    (18.02.2008)
    IP66:   Die Anlage ist nicht nur recht klein, sie hat auch einen relativ schmalen Graben und vermittelt einen viel besseren Blick auf die Tiere als die Anlagen in Köln, Berlin oder Münster - aber selbst der Bau in Dortmund, der die Fehler der früheren Anlagen zu vermeiden suchte, realisiert nicht die große Nähe wie in Heidelberg. Daß dadurch die Anlage noch ein wenig kleiner wirkt, steht außer Frage, das gilt aber auch für die Beliebtheit bei den Besuchern, die man sehr gut nachvollziehen kann, wenn man einmal die Zahlen der Zuschauer vor der neuen Tiger- und der alten Löwenanlage vergleicht.
    (18.02.2008)
    Sven P. Peter:   Die Tigerfamilie lebt doch nun zusammen, könnte er nicht in deren Nebengehege?
    (17.02.2008)
    Jennifer Weilguni:   Vor allem würde ich mir endlich eine Lösung für den mittlerweile kastrierten Kater Josef wünschen. Seit nun schon recht langer Zeit kann er ja erst auf die Freianlage, wenn der Rest des Rudels abends in den Stall kommt und verbringt den Tag bis dahin in seiner doch recht kleinen Innenbox.
    (17.02.2008)
    Sven P. Peter:   Es würde ja reichen den Graben aufzuschütten und aus (cih schätze mal) Deutschlands kleinster Löwenfreianlage ein vernünftig strukturiertes Gehege zu machen. Durch ein Netz über der Anlage könnte man auch noch zusätzlich in die 3. Dimension den Tiere etwas anbieten. Auch könnte man rechts der Anlage etwas in das dortige Unterholz hineinbauen.
    (17.02.2008)
    IP66:   Bei meinem letzten Besuch war die in der Tat nicht sehr große Anlage vor allem sehr dicht besetzt. Ich weiß allerdings nicht, ob eine künftige Erweiterung der historischen Bärengrube zu nahe treten müßte.
    (17.02.2008)
    Sven P. Peter:   Obwohl ja aktuell einiges an Bauten läuft (Elefantenhaus, Riesenotter) würde es mich interessieren ob auch die Löwenanlage irgendwann eine veränderung genießen wird.
    (15.02.2008)
    Zoo Heidelberg:   Vorfrühling lockt viele Besucher in den Heidelberger Zoo

    Das ungewöhnlich schöne und vergleichsweise warme Wetter an den letzten beiden Wochenenden lockte viele Besucher in den Heidelberger Zoo. Allein in den letzten beiden Wochen haben über 10.000 Besucher den strahlenden Sonnenschein für erholsame und anregende Stunden im Zoo genutzt.
    Auch die Gärtner haben Grund zur Freude: Es blühen neben den entzückenden Schneeglöckchen und den Krokussen bereits die Zaubernuss, der Schneeball und die Kornelkirsche in gelb und zartem rosa. Durch die frühe Blüte ist die Kornelkirsche eine besonders wichtige Bienennährpflanze. Frisch gepflanzt wurden mehre japanische Zierkirschen, die in den wärmeren Apriltagen üppig zu blühen beginnen. Die rosafarbenen oder weißen Blüten stehen in Trauben zusammen und entfalten ihre Pracht nur für wenige Tage.
    Auf die Tiere in den Freigehegen hat das vorfrühlingshafte Wetter natürlich auch einen positiven Einfluss. Besonders erfreuen sich die Roten Riesenkängurus an den wärmenden Sonnenstrahlen und gönnen sich ausgiebige Sonnebäder.
    Beginnt die Balz bei den Flamingos normalerweise im März, so lockte der Sonnenschein verfrühtes Werbeverhalten hervor. Bei den geselligen Vögel balzen die Männchen in großen Verbänden zusammen, was im Reich der Tiere ein sehr auffälliges Verhalten ist. Die Balzrituale sind ritualisiert und werden gerne mit einem ballettartigen Tanz verglichen. Es ist faszinierend zuzuschauen, wie die Tiere vollkommen synchron mit den Flügen schlagen, rhythmisch den Kopf nach beiden Seiten wenden und dabei kreischende Laute von sich geben.
    (15.02.2008)
    IP66:   Die Problematik des kleinen Geländes kann ich durchaus nachvollziehen, obwohl es ja kleinere Freiflächen, etwa im Bereich um das Menschenaffen- und das Niederaffenhaus, durchaus gibt. Insofern kann ich den Abriß des Elefantenhauses, das ja wahrlich nicht viel Fläche beansprucht, nicht recht verstehen. Ich würde umgekehrt agrumentieren: Gerade weil der Zoo klein und nicht besonders wohlhabend ist, wird er immer mit Altbauten und Altanlagen leben müssen und sollte versuchen, daraus eine Tugend zu machen, zumal man in Baden-Württemberg wenig tiergärtnerische Altbauten antrifft. Da fände ich es dann schön, wenn an der alten Bärengrube - wenn ich es recht übersehe: der einzigen in Deutschland, in der noch Tierhaltung praktiziert wird - ein Schild stünde, das auf die Anfänge des Parks und die Wiederbelebung dieser Haltungsform hinweist und erläutert, warum man dieses Denkmal erhält. Etwas ähnliches könnte ich mir auch für das Elefantenhaus vorstellen, wo man auf Wirtschaftswunder und die Spendenbereitschaft der Nachkriegsbevölkerung verweisen könnte - besonders spannend, da der Neubau dem alten Gebäude gegenübersteht und der Zoobesucher Wandlungen der Tierausstellung umgehend nachvollzieht. Mir scheint es nützlich, dem Zoobesucher die Zeitgebundenheit von Tiergartenarchitektur zu verdeutlichen, weil nur so eine Akzeptanz für das Gros der Anlagen, das niemals den jeweils aktuellen Moden entspricht, zu erreichen ist.
    (11.02.2008)
    Klaus Wünnemann:   @Oliver Jahn: Die Haltung der Schabrackentapire in diesem Haus und auf der Freianlage entspricht nicht unserer Vorstellung von einer guten Haltung von Schabrackentapiren. Es sind keine zwei Außenanlagen vorhanden oder machbar.Das Badebecken ist nur von einem Stall aus zugänglich. Ein Außenbadebecken ist noch nciht vorhanden-. selbst mit großem Aufwand wäre nur eine durchschnittliche Tapirhaltung machbar - das ist uns zuwenig.
    (11.02.2008)
    Klaus Wünnemann:   @IP66: Die Schopfhirsche (2,0)kamen am 12. Juli 2006 aus Rotterdam.´Nach dem Tod eines Tieres haben wir ein Mutter-Kind-Gehege gebaut. Am kam am 5. September 2007 0,1 hinzu.
    Das alte Elefantenhaus wird sicher nicht zeitgleich mit der Erstellung des neuen Hauses abgerissen. Als Elefantenhaus ist es aber definitiv nicht mehr nutzbar - einen Elefanten abseits der Gruppe aufzustallen wäre auch falsch. Irgendwann wird es wahrscheinlich abgerissen werden. Nicht für die Tierhaltung nutzbare Altgebäude können wir uns in einem der flächenmäßig kleinsten Zoos in Deutschland nur beschränkt leisten. Die Akzeptanz des Erhaltes der Bärenanalge aus der Gründerzeit und die Zustimmung zu unseren Plänen daraus mal ein Zoomuseum zu machen sind längst nicht überwältigend. Das neue Elefantenhaus wird aber auch bei Haltung einer Kuhgruppe durchaus sehr innovativ werden. Auf der Aussenanlage zeigen unsere Pfleger wie man mit viel Engagement ein tolles Eeschäftigungsprogramm für Elefanten aufbauen kann. In dieser Hinsicht haben wir uns für das neue haus viel vorgenommen und es wird mit den besten Häusern in Deutschland mithalten können.
    (11.02.2008)
    Oliver Jahn:   Weiß denn jemand, warum Heidelberg mit den Schabrackentapiren nicht weiter macht? Ich verstehe das nicht. Da baut man um für Riesenotter. Sicher eine interessante und seltene Art. Aber beides ist der Schabrackentapir auch und für ihn ist alles da! Und Heidelberg hat doch auch bei diesen Tieren Zuchterfahrung. Ich kann so etwas immer nicht verstehen. Die Außenanlage taugt so überhaupt nicht für Riesenotter. Außerdem hat Heidelberg einen nagelneuen Parkteil mit wunderschöner Wasserfläche, nur leider komplett ohne Tiere. Warum wertet man diesen Bereich nicht endlich mal mit Tieren auf (schließlich ist man doch ein Zoo) und setzt hier die Otter ein und versucht in vorhandener Anlage wieder mit Tapiren zu züchten. Ich weiß dass der See Nordamerika abbilden soll. Aber so ganz ohne Tiere finde ich ihn nicht so berauschend, von daher wären mir da Südamerikaner an einem nordamerikanischen See lieber, als nichts.
    (10.02.2008)
    IP66:   Der Leerstand des Tapirgeheges ist in der Tat ungewöhnlich - und hat bei mir schon die Hoffnung geweckt, daß man die Haltung vielleicht doch noch fortsetzt. Das Elefantenhaus könnte man durchaus noch als Stall für ein Tier nutzen, der dann einen ähnliche Unterbringung wie die Einzelboxen im alten Haus bieten würde. Jeden Altbau erhalten zu wollen, ist sicher illusorisch, doch finde ich, daß bei der Fülle von Informationstafeln in Zoos vielleicht die ein oder andere zur Geschichte der Anlage vernünftig wäre, vor allem dann, wenn Denkmäler der Zoogeschichte greifbar vor den Besuchern stehen. Ich weiß nicht, ob sich da nicht mancher Besucher eher für das alte kölner Großtierhaus als für die Bedrohung der Madagaskar-Ente interessiert.
    (10.02.2008)
    Jennifer Weilguni:   @IP66
    Natürlich ist es schade um jeden historischen Zoobau, der nicht erhalten werden kann, andererseits muss eben ein erhaltener Bau auch weiterhin eine Funktion erfüllen können um für den Zoo erhaltenswert zu sein. Leider interessieren sich eben die wenigsten Zoobesucher für Architektur. Und nicht überall gibt es derart geglückte Lösungen wie etwa die Entdecker Arche in Leipzig oder das kleine Zoomuseum in Duisburg.
    @Oliver Jahn
    Ja, zur Zeit steht die alte Tapir-Anlage in der Tat vollkommen leer. Bin mal gespannt, ob aus der Riesenotterhaltung wirklich was wird, freuen würde es mich auf jeden Fall. Aber noch hat Heidelberg sich nicht daran gemacht irgendwelche baulichen Veränderungen vorzunehmen.
    (10.02.2008)
    Oliver Jahn:   Und die nicht gerade kleine Aussenanlage steht völlig leer?
    Was für eine Verschwendung. Das kenne ich ja sonst aus keinem anderen Zoo. Selbst als in Heidelberg die Breitmaulnashörner gingen hat man wenigstens ein Paar Emus in ihr Gehege gesetzt, Aber Leerstand, das ist echt ungewöhnlich.
    (09.02.2008)
    IP66:   Die Schabrackentapire hatte ich vergessen - hier besteht die einzige Änderung in einem Schild, daß an die Scheibe des leergeräumten Stalls gehängt wird und das einen Umbau zur Haltung von Riesenottern verheißt.
    (09.02.2008)
    IP66:   Es handelt sich bei dem heidelberger Elefantenhaus mitnichten um irgendeinen Stall, sondern um das erste begehbare Tierhaus des Zoos, daß dort überhaupt errichtet wurde, aufgrund zahlreicher Spenden aus der Bevölkerung. Zudem würde es keinerlei Probleme bereiten, diesen mittlerweile ein halbes Jahrhundert alten Bau zu erhalten, da hinreichend Fläche vorhanden ist. Insofern würde ein - kostspieliger - Abriß eher einen Akt der Geschichtsvergessenheit dokumentieren, eine Nichtachtung für die Leistungen der zoologischen Vorgänger. Haltungstechnisch wird sich ohnedies nicht viel ändern, da ein Bullenstall nicht geplant ist - in Hinblick auf die Elefantenkalbschwemme der letzten Jahre eine sicherlich weise Entscheidung, die allerdings jenseits etwas größerer Ställe und einer Innenlauffläche mir so revolutionär nicht erscheinen will.
    (09.02.2008)
    Oliver Jahn:   Nach dem es ja leider keine Schabrackentapire mehr gibt, steht deren Gehege jetzt leer??
    Sie hatten ja ein Haus mit Eiblick in die Ställe. Oder gibt es dort andere Tiere heute und wenn ja, welche?
    (08.02.2008)
    Jennifer Weilguni:   Der Abriss der Vogelanglagen fand auch bei mir alles andere als Zustimmung. Dennoch freue ich mich natürlich darüber, dass die Elefanten ein neues, schöneres Domizil bekommen werden, denn das alte Haus ist (zumindest für seine jetzigen Bewohner) alles andere als tragbar. Die Bärengrube mag alles andere als schön sein, jedoch bietet sie den Waschbären und Stachelschweinen ein akzeptables Zuhause. Als Architekturfreund ist es sicherlich ein unangenehmer Gedanke wenn Gebäude wie etwa das Elefantenhaus abgerissen werden, aber wenn man alle "Altlasten" erhalten würde, gäbe es bald gar keinen Platz mehr für neue Bauten und aus jedem Alten Stallgebäude ein Zoomuseum machen zu machen wird wohl auch kaum machbar sein. Immerhin wollen auch historische Bauten (unt)erhakten werden, was Geld kostet und bei allem Respekt vor Architektur - ist es dann nicht vernünftiger, wenn die Zoos ihre ohnehin schon knappen Mittel lieber zum Wohl ihrer lebenden Bewohner einsetzen ?
    (08.02.2008)
    IP66:   Ich war 2006 das letzte Mal in Heidelberg und scheine die Hirsche da verpaßt zu haben. Nach den mäßigen Haltungserfolgen in Friedrichsfelde und Wuppertal freut es mich jedenfalls, daß ein anderer Zoo einen weiteren Versuch wagt. Seinerzeit war ich enttäuscht vom Abriß des Vogelquartiers zugunsten der Elefanten, ich finde aber, daß jenseits dieser Entwicklung der Zoo einen recht interessanten Bestand aufweisen kann - Riesenseeadler, Gürtelvaris, Streifenmungos und Roloway-Meekratzen findet man ja nicht überall. Generell finde ich den Umgang mit den Altanlagen etwas zwiespältig - dem Erhalt der Bärengrube steht der Abriß des erwähnten Vogelquartiers und der Eulenanlagen gegenüber, und man scheint auch das alte Elefantenhaus nicht erhalten zu wollen, obgleich man in seinen Publikationen darauf hinweist, mit wie viel Mühen und Bürgerbeteiligung es errichtet wurde.
    (08.02.2008)
    Jennifer Weilguni:   @IP66
    Also ich kann zwar nicht genau sagen, seit wann die Schopfhirsche bei den Pandas leben, aber ich besuche den Zoo Heidelberg nun seit ein paar Jahren oft und regelmäßig und seitdem sind auch die Schopfhirsche dort. Übrigens leben im selben Gehege auch noch Landschildkröten.
    (08.02.2008)
    Johannes Pfleiderer:   @IP66
    Die Schopfhirsche werden seit 2006 im Tiergarten Heidelberg gehalten und ersetzten den letzten Indischen Muntjak.
    Ich nehme mal an, dass sie aus Rotterdam stammen, denn im Tierpark Berlin war zu der Zeit ja schon nur noch ein Tier im Bestand.
    (08.02.2008)
    IP66:   Ich war überrascht, in Heidelberg als Unterbesatz bei den Pandas ein Paar Schopfhirsche vorzufinden, von denen ich hier im Forum noch nichts gehört habe. Weiß jemand, wie lange die Tiere schon dort und woher sie gekommen sind?
    (07.02.2008)
    Zoo Heidelberg:   Süße Träume im Heidelberger Zoo

    „Mit diesem Geschenk können wir alle besser schlafen“, freut sich Kerstin Jurczynski, Tierärztin des Heidelberger Zoos, über ein modernes Inhalationsnarkosegerät, das der Verein der Tiergartenfreunde dem Zoo heute geschenkt hat. Das knapp 3.000 Euro teure Gerät ist für die tiermedizinische Ausstattung des Zoos unentbehrlich und kann künftig bei jeder Narkose eingesetzt werden. „Für unsere Tiere bedeutet dies einen großen Fortschritt und wir möchten uns ganz herzlich bei den Tiergartenfreunden bedanken“.
    „Die Inhalationsanästhesie gilt seit ihrem Einzug in die Veterinärmedizin als eine der sichersten Narkoseformen, da der Tierarzt die Tiefe und Länge der Narkose selbst steuern und den Patienten, nach Bedarf, beatmen kann“, erklärt Dr. Dietrich Lorenz, Vorstandsmitglied der Tiergartenfreunde. Bei der Inhalationsnarkose wird das Tier an ein Narkosegerät angeschlossen. Das Tier atmet dabei ein Gemisch aus Sauerstoff und dem Narkosegas ein. Dieses Gemisch kann ganz genau dosiert werden und wird vom Tier dann in der Regel über eine Art Gummischlauch eingeatmet.
    „Gerade für unsere wertvollen, vom Aussterben bedrohten, Tiere ist diese Möglichkeit der Narkose sehr wichtig", betont Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. Bei kleineren Prozeduren können nun die Tiere viel schneller einschlafen und aufwachen und längere Operationen können damit viel sicherer kontrolliert werden. Es gibt Tierarten, die nur mit einer Inhalationsnarkose sicher ins Reich der Träume geschickt werden können. Dazu gehören viele Vögel und Robben.

    (29.01.2008)
    Zoo Heidelberg:   Besucherrekord im Heidelberger Zoo

    585.000 Menschen besuchten im vergangenen Jahr den Zoo Heidelberg. Der Besucherrekord bedeutet eine neue Höchstmarke im Tiergarten. „Während in früheren Jahren 400.000 Besucher ein sehr gutes Ergebnis darstellten, haben wir seit dem letzten Jahr die Schallmauer der halben Million durchbrochen,“ freut sich Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann.
    Ausschlaggebend für den ungebrochenen Besucherzuspruch war neben dem guten Zoowetter im Frühjahr die steigende Attraktivität des Zoos in den letzten Jahren. 2007 zogen zwei Spezialisten der Gemächlichkeit an den Neckar: Faultier „Wilma“ und „Chamäleon „Sandro“ haben sich gut eingelebt. Die beiden Gorilla-Babies Banjoko und Kiki dürften manche Besucher zusätzlich angelockt haben. Auch die im Sommer geborenen Sumatra-Tiger Chandra und Tibor brachten den Besuchern viel Freude. „Das Ziel für die nächsten Jahre ist, uns auf diesem hohen Niveau zu etablieren. Wenn das Elefantenhaus in diesem Jahr gebaut sein wird, könnte es dann auch gerne weiterhin nach oben gehen,“ umreißt der Zoodirektor seine Wünsche für die Zukunft.
    Im Trend liegt dabei mehr denn je das Jahresticket, berichtet Wünnemann. Unter den Besuchern sind mehr als 2.000 Familien der Region, die eine solche Dauerkarte erworben haben. Der Verkauf der Tageskarten ist im letzten Jahr ebenfalls gestiegen, was ein Indiz dafür ist, dass der Heidelberger zahlreiche neue Kunden gewinnen konnte.
    Den Besuchern wird in diesem Jahr im Zoo viel geboten: Auf der Wiese am Zooeingang wollen die Tierpfleger des Vogelreviers im Frühjahr faszinierende Tiere den Besuchern nahe bringen.
    Auch im Jahr 2008 macht sich der Heidelberger Zoo für den Natur- und Artenschutz stark. Neu im Programm ist der „Froschtag“, der im Rahmen einer weltweiten Kampagne für die Rettung der stark bedrohten Amphibien werben wird. Was die meisten nicht wissen: Frösche gehören zu jenen Wirbeltieren, die von den Auswirkungen des Klimawandels ganz besonders stark betroffen sind. Hunderte von Froscharten werden in den nächsten Jahren aussterben, wenn nicht unverzüglich gehandelt wird.
    Die Zooschule bietet Ferien- und Winterkurse, Führungen - auch für Erwachsene - , Kindergeburtstage im Zoo und vieles mehr. Neben diesen zahlreichen Angeboten kommen auch Kunstfreunde wieder auf Ihre Kosten. Die diesjährigen Ausstellungen reichen von Kunst- und Fotoausstellungen bis zu einer hoch interessanten Ausstellung über das Pantanal, das wegen seines Artenreichtums auch die Serengeti Südamerikas genannt wird.
    Im Sommer wird es wieder ein großes Fest zugunsten der Elefanten geben. Die Riesenseeadler erhalten eine neue Voliere. Und dann soll in diesem Jahr auch der erste Spatenstich für das neue Elefantenhaus erfolgen.

    Es bleibt spannend im Zoo Heidelberg!

    (05.01.2008)
    Zoo Heildelberg:   Zoo-Kalender in limitierter Auflage erschienen

    Die Idee entstand während des Benefizabends für das Elefantenhaus auf Heidelberger Schloss. Colordruck Leimen wollte sich für den Zoo engagieren – wie ginge das besser als mit einem hochwertigen Druckerzeugnis?
    In Kooperation vom Sponsor Colordruck mit dem Zoo und dem Verein der Tiergartenfreunde e.V. ist ein Kalender entstanden, der jeden Raum schmückt: Die besten Tier-Aufnahmen von Rose von Selasinsky und Heidrun Knigge, die Hunderte von Stunden mit ihren Kameras im Zoo verbracht haben, perfekt gedruckt, ergeben eine Augenweide, die gleichermaßen ins Wohnzimmer, Büro oder das Wartezimmer der Arztpraxis passt.

    Das Titelbild ziert eine eindrucksvolle Charakterstudie von Nogger, dem würdevollen Patriarchen der Orang-Utans, der in diesem Jahr gestorben ist.

    Der Zoodirektor hat zwei Lieblingsmotive: Das Erdmännchen, das eine Wespe fixiert, die direkt vor seiner Nase fliegt. „Ein Wahnsinnsmotiv, dass nur gelingt, wenn man wirklich Stunden vor dem Gehege mit der Kamera im Anschlag lauert.“ schwärmt Klaus Wünnemann. Und das Bild mit der Elefantendame „Jenny“, die sich ganz lang macht um eine im Heu verborgene Karotte aus luftiger Höhe mit der Rüsselspitze zu greifen. „Dieses Motiv sagt so viel über das Engagement unserer Tierpfleger aus jeden Tag für die Tiere besonders zu machen.“ Der Kalender ist für 9,95 Euro im Zooshop, bei Büro Knoblauch und der Tourist Information am Hauptbahnhof erhältlich. Der gesamte Erlös wird für den Bau des neuen Elefantenhauses verwendet.

    Als besonderes Bonbon liegen dem Kalender noch die zwölf Monatsmotive als Postkarten bei, damit kann jeder mit den schönsten Aufnahmen aus dem Zoo Heidelberg seine Freunde in der ganzen Welt grüßen.

    (23.11.2007)
    Zoo Heidelberg:   „Wir taufen Euch auf den Namen Chandra und Tibor...“

    Die Entscheidung ist gefallen, die beiden im Juli geborenen Tiger im Zoo Heidelberg bekommen die Namen Chandra und Tibor. Gemeinsam mit der Rhein-Neckar-Zeitung hatte der Tiergarten alle Zoofreunde aufgerufen Namensvorschläge für die beiden gestreiften Samtpfoten abzugeben.
    Der Rücklauf war enorm. Fast 1500 Namen wurden vorgeschlagen, altdeutsche, asiatische oder auch reine Phantasienamen – die Auswahl war nicht einfach. Die Jury bestehend aus der Rhein-Neckar-Zeitung, dem Zoodirektor und dem Raubtierpfleger verbrachte Stunden mit der Sichtung der Namen, doch dann war man sich einig. Asiatisch klingend, leicht aussprechbar, aber trotzdem selten sollten die Namen sein – die Wahl fiel auf Chandra für das Weibchen und Tibor für den männlichen Tiger. Am Mittwoch, den 24. Oktober um 15.00 Uhr werden die kleinen Tiger offiziell getauft. Mittlerweile sind sie schon zu groß und wehrhaft, um sie auf dem Arm über ein Taufbecken zu halten, doch der Anlass ist es wert mit einem kleinen Umtrunk vor dem Tigergehege gefeiert zu werden. Die zehn Gewinner des Namenswettbewerbes sind eingeladen mit dem Zooteam am Mittwoch Nachmittag auf Chandra und Tibor anzustoßen.
    Das freudige Ereignis nutzt Zoofotografin Rose von Selasinsky, um Zoodirektor Dr. Wünnemann einen Scheck für den Bau des neuen Elefantenhauses zu überreichen. Stunden, Tage und Wochen hat Frau von Selasinsky gemeinsam mit ihrem Mann York vor dem Tigergehege verbracht und die Aufzucht der Jungtiere fotografisch dokumentiert. Ihre schönsten Bilder lässt sie als Postkarten drucken und verkauft sie zu Gunsten des Elefantenhauses an die Zoobesucher. Viele Stammbesucher kennen den kleinen Stand der Selasinskys am Raubtierhaus bereits und freuen sich über jedes neue Bild, das entstanden und zu erwerben ist. Allein in den letzten Monaten hat der Bilderverkauf eine Summe von 2.600,- Euro ergeben, die nun überreicht werden können. Damit hat das unglaubliche Engagement der Fotografen insgesamt schon 5.800,- Euro für das Elefantenhaus eingebracht.

    Für die kleinen Tiger Chandra und Tibor beginnt derweil eine aufregende Zeit. Seit einigen Tagen dürfen sie bei schönem Wetter in die Außenanlage und neuerdings wird auch Tigervater Sabu unter Aufsicht zu Mutter und Jungtieren gelassen. Während die kleinen Tiger ihre Scheu schnell verloren haben, passt Mutter Kim immer noch genau auf, dass Sabu den Kleinen nicht zu nahe kommt. Die Sorge der Mutter wird sich in den nächsten Tagen legen, denn Kater Sabu ist erfahren im Umgang mit kleinen Tigern und sehr friedlich. Die Situation wird immer entspannter werden, bis die ganze Familie in wenigen Wochen gemeinsam den ganzen Tag durch die beiden Außengehege toben kann.

    (22.10.2007)
    IP66:   Das Fontänchen, das man "Geysir" nennt, ist aber nur ein äußerst erheiterndes Seitenstück zum wörlitzer Vulkan, den selbst der Bauherr mit fortgeschrittenem Alter albern fand. Gabelböcke wären mir da lieber, auch wenn das illusorisch ist und man über den heidelberger Tierbestand ja nicht klagen kann.
    (18.10.2007)
    Sacha:   @Jennifer: Vielen Dank. Das muss ich während meines letzten Besuches wohl verpasst haben. Aber ganz ehrlich: Hätte es Gabelböcke gehabt und ich hätte die verpasst, würde mich das mehr wurmen....:)
    (18.10.2007)
    Jennifer Weilguni:   @Sacha
    Also Gabelböcke gibt es zwar in Heidelberg noch nicht, aber dafür sehr wohl einen Yellowstone Bereich. Da bricht sogar mehrmals am Tag ein Geysir aus :-)))))
    (18.10.2007)
    Sacha:   @Klaus Wünnemann: Vor ein paar Jahren war in einem Heidelberg-Zooführer mal die Rede von einem "Yellowstone"-Bereich, der u.a. als Besatz Gabelböcke vorsah. Ist dieses Vorhaben für längere Zeit auf Eis gelegt oder sogar "gestorben". Und woher hätte Heidelberg die Gabelböcke bekommen?

    PS: Generell vielen Dank für Ihre Informationen hier in diesem Forum (da spreche ich wohl nicht nur für mich). Beiträge von direktbetroffenen Fachpersonen werten diese Plattform nicht nur auf, sondern lassen gewisse Handlungsweisen auch aus einem anderen Licht erscheinen.
    (17.10.2007)
    Klaus Wünnemann:   @IP66: Der Zoo Heidelberg liegt in einem Universitätsgebiet wo nicht einmal für jeden Dritten dort arbeitenden Nenschen ein Parkplatz zur Verfügung steht. Patienten, Patientenbesucher, eine fünfstellige Studentenzahl und die Zoobesucher erhöhen den Druck auf die Parkplätze. Seit dem 1.10. sind alle Parkplätze um den Zoo herum kostenpflichtig. Wenn die wenigen Zoo Parkplätze nichts kosten geschieht folgendes: Schon die Zoo-Mitarbeiter finden morgens vor 7:30 Uhr keine Platz mehr auf den kostenlosen Zoo-Parkplätzen (in den letzten Tagen beobachtet). Die Zoobesucher, die erst um 9:00 uhr oder gar am Nachmittag kommen, sind dann gänzlich chancenlos. Deshalb müssen wir uns an der Bewirtschaftung der Parkplätze beteiligen. Und dem Rabatt für Zoobesucher sind auch Grenzen gesetzt. Sonst kaufen sich pfiffige Menschen eine Zoo-Eintrittskarte um kostengünstig parken zu können. Die, die dann nur auf Parkplatz aus sind, können wir gar nicht mehr für Tiere, Naturschutz etc. begeistern. Leider hat die Universität bei ihren Weiterentwicklung die Investition in den Verkehr vergessen und in den letzten Jahren auch den Bau einer Straßenbahn in das Universitätsgebiet blockiert. Wir hoffen auf Besserung.
    (17.10.2007)
    Zoo Heidelberg:   Runter vom Holzweg –
    Ausstellung zum Thema Holz und Schutz der Wälder im Zoo Heidelberg

    Wussten Sie, dass jeder fünfte Baum, der weltweit eingeschlagen wird, in einer Papiermühle endet? Jeder Deutsche verbraucht durchschnittlich 225 kg Papier im Jahr, Tendenz steigend. Damit gehören wir zu den Spitzenreitern in Sachen Papierkonsum. Lösungen wie wir das ändern und den Wäldern helfen können, werden in der äußerst spannenden Ausstellung „Runter vom Holzweg“ im Zoo Heidelberg vorgestellt. Große Baumscheiben „erzählen“ ihre Geschichte, praktische Beispiele aus unserem Alltag zeigen „gutes“ und „schlechtes“ Holz im Vergleich und ein interessanter Videofilm berichtet direkt aus den Urwäldern der Welt. Die Arbeitsgemeinschaft Regenwald und Artenschutz e.V. (ARA) hat diese moderne Wanderausstellung konzipiert. „Runter vom Holzweg“ ist eine Ausstellung, die nicht nur wachrüttelt und informiert, sondern die auch spannende interaktive Elemente und Spiele enthält und die vor allem dem Besucher direkte Lösungen anbietet, wie jeder von uns dem Raubbau an unseren Wäldern entgegenwirken kann.
    Wir alle haben es in der Hand, welches Holz auf den Markt kommt, die Nachfrage bestimmt das Angebot. Noch wird relativ wenig Holz oder Holzwaren angeboten, die aus nachhaltiger Nutzung stammen. Mit dem FSC-Gütesiegel und dem Naturland–Siegel existieren verlässliche und geprüfte Gütesiegel – fragen Sie Ihren Anbieter!
    Leider sieht man z.B. den billigen Tropenholz-Gartenmöbeln nicht an, dass sie aus Raubbau aus Urwäldern stammen – und ebenso wenig, dass sie mit unverantwortbarer Kinderarbeit hergestellt wurden. In Ländern wie Indonesien schreckt der illegale Holzeinschlag selbst vor Naturschutzgebieten nicht mehr zurück. Dort sind die letzten Rückzugsgebiete von Tiger, Sumatra-Nashorn und Orang-Utan bedroht. Wer sich daran nicht mitschuldig machen will, sollte konsequent auf den Kauf von Holz- und Holzprodukten verzichten, die keine geprüften Gütesiegel tragen. Mit „Teakholz aus Plantagen“ versuchen die Gartenmöbel-Hersteller umweltbewusste Kunden zu beruhigen. Doch auch Plantagen brauchen Platz und sind als reine Monokulturen nicht gerade umweltfreundlich. Außerdem ist Plantagenholz weniger dauerhaft als das kaum verfügbare Teak von Naturstandorten. Grund ist der Weißfäulepilz, der sich in Plantagen wesentlich schneller ausbreitet als in Naturwäldern.
    Je kürzer die Wege eines Produktes sind, desto leichter ist die Kontrolle der Herkunft und desto geringer ist der Energieaufwand für den Transport. Deshalb sollte bevorzugt auf Holz aus der Region zurück gegriffen werden. Zwei bei uns angebaute Holzarten können sich in ihrer Formstabilität und Widerstandsfähigkeit durchaus mit den Tropenhölzern messen: Edelkastanie und Robinie sind in hohem Maß resistent gegen Wasser, Säure, Pilz- und Insektenbefall. Auch wegen Ihrer hohen Elastizität und Festigkeit sind diese beiden Hölzer ohne chemischen Holzschutz für den Außenbereich hervorragend geeignet. Übrigens bewirtschaftet die Stadt Heidelberg ihre Wälder nach FSC-Kriterien und besitzt seit 2005 das FSC-Gütesiegel. Ein Vorbild direkt vor unserer Haustür!

    Die Ausstellung ist bis zum 29. Januar 2008 in der Heuscheune und im Afrikahaus des Zoo Heidelberg zu sehen. Zu zahlen ist nur der Zooeintritt.
    Nähere Infos beim Zoo oder unter: www.araonline.de

    (16.10.2007)
    IP66:   Ich finde es peinlich, daß ein so weit außerhalb der Innenstadt gelegener Zoo unbedingt Parkgebühren einnehmen muß bzw. eine kommerzielle Vermietung von in öffentlichem Besitz stehenden Flächen von der Stadt nicht verhindert wird. Auf längere Sicht machen sich Städte durch eine derartige Politik unattraktiv, verlieren Besucher und Touristen und müssen sich nicht wundern, wenn Ihre Anziehungskraft abnimmt, selbst wenn sie Heidelberg heißen und auch auf amerikanischen Europaschnellbesuchprogrammen auftauchen.
    (15.10.2007)
    Zoo Heidelberg:   Pressemeldung:

    Zoobesucher parken günstiger

    Die meisten Zoobesucher kommen mit dem eigenen Fahrzeug zum Zoobesuch. Das bisher kostenlose Parken verträgt sich mit der eingeführten Parkraumbewirtschaftung im Neuenheimer Feld nicht. Deshalb ist klar: Auch die Parkplätze am Zoo müssen gebührenpflichtig verwaltet (bewirtschaftet) werden.

    Für die Parkplätze entlang der Tiergartenstrasse werden die Arbeiten zur Installation eines Parkscheinautomaten und eines Geldwechslers in dieser Woche abgeschlossen. Dort gilt der allgemeine Parktarif: 1,20 pro Stunde. Wer jedoch als Zoobesucher ein Langzeitticket für 5 € löst erhält davon 3 Euro an der Zookasse zurück. Dafür legen sie einen Abschnitt des Parkscheins an der Kasse vor. „Wir haben uns für einen günstigen Pauschaltarif entschieden, damit jeder in Ruhe den Zoo besuchen kann, ohne auf die Uhr schauen zu müssen, ob die Parkuhr abgelaufen ist,“ erläutert die Geschäftsführung des Zoos.

    Der größere provisorische Zoo-Parkplatz wird künftig von der Servicegesellschaft der Universität mitbewirtschaftet und ist nur noch über die Zufahrt am Parkautomaten zu erreichen. Zoobesucher ziehen bei der Einfahrt ein Parkticket, das sie an der Zookasse vorlegen. Gegen Entrichtung der Pauschalgebühr von 2,- € wird das Ticket zur freien Ausfahrt codiert. Mit diesem Parkticket können die Zoobesucher dann in den nächsten fünf Stunden den Parkplatz verlassen; ein Zahlvorgang am Kassenautomaten ist nicht mehr erforderlich. Wer jedoch länger bleibt, der muss dann am Kassenautomat der Servicegesellschaft nachzahlen.
    „Wir sind sehr froh, diese praktische Lösung gemeinsam mit der Servicegesellschaft des Klinikums der Universität gefunden zu haben. Damit können alle Besucherparkplätze im Neuenheimer Feld durch Zoobesucher zu dem günstigen Einheitstarif von 2 € für 5 Std. genutzt werden.“

    Mittelfristig muss sich das Kontingent an Parkplätzen aber erhöhen. Bald schon wird die Kinderklinik Mitarbeiter, Patienten und Besucher ins südliche Neuenheimer Feld ziehen und dann soll – nach Wunsch des Klinikums – die Frauenklinik so schnell wir möglich folgen. Auch der Zoo wird immer beliebter: In diesem Jahr wird der Besucherrekord aus dem letzten Jahr wohl geknackt werden. Es wäre der fünfte Rekord in Folge!

    (15.10.2007)
    Michael Mettler:   Mir fällt zwar gerade nicht ein, wo ich das gelesen hatte (Zoomagazin?), aber m.W. ist eine Zuchtanlage das eigentliche Ziel des Neubaues; da das Projekt aber nicht so schnell zu realisieren war, hat der Zoo erst mal die Funktion eines "Elefanten-Altersheimes" übernommen.

    Auch hier kam mir gerade der Gedanke, warum es eigentlich zunehmend "Elefanten ODER andere Tiere" heißen muss. Wäre nicht in und an einem Bau dieser Größe auch Platz für neue Vogelvolieren? Wenn ich mir manche (auch neuere) Bauten anschaue, entdecke ich da immer wieder mal "Ecken", die geradezu nach Nutzung für kleinere Tierarten schreien, ohne dass es wie "reingeklatscht" aussähe.
    (02.08.2007)
    Daniel Hagist:   Interessant in diesem Zusammenhang ist ja auch ein Satz aus der Stellenauschreibung des Zoos bezüglich eines Revierleiters im Elefantenrevier wo zu lesen ist:

    "Noch in diesem Jahr beginnen wir mit dem Bau eines neuen Elefantenhauses (im 1. Schritt nur für Elefantenkühe)..."

    Ging ich bisher immer davon aus, dass sich Heidelberg dauerhaft ausschließlich auf ältere und für die Zucht nicht geeignete Kühe beschränken will, hält man sich offenbar die Option offen, langfristig doch auch in die Zucht einzusteigen.

    Für die Vogelfans unter euch ist dieser Bestandsabbau allerdings wirklich sehr schade, da die Vogelsammlung in Heidelberg ja eine lange Tradition hat.
    (02.08.2007)
    IP66:   Ich bin nicht sehr glücklich über diesen Volierenabriß. Wenn ich daran denke, wie wichtig unter Poley und eigentlich auch noch bei den letzten Besuchen die Vogelsammlung war und welche Arten man dort zu sehen bekam, kann ich nicht recht nachvollziehen, daß ausgrechnet in diesen Bereich hinein gebaut werden mußte. Ich fürchte, daß einige alte Elefantinnen die Vogelsammlung nicht werden ersetzen können.
    (02.08.2007)
    Jennifer Weilguni:   Mit dem Bau des Elefantenhauses wird es jetzt "ernst". Dort, wo das neue Elefantenhaus stehen soll, sind die alten Vogelvolieren schon größtenteils abgerissen worden um Platz zu schaffen, einige Volieren werden wohl aber dem Besucher erhalten bleiben.
    Sagt mal.. hatte Heidelberg eigentlich schon immer ein Faultier, dass mir vorher nur nie aufgefallen ist .. oder ist das neu ?
    Die beiden Tigerbabys waren bei meinem Besuch äusserst aktiv, was wohl unter anderem daran liegen mag, dass die Pfleger mit Futter unterwegs waren und die Tigermutter entsprechend aufgeregt war. Scheinen beide putzmunter und kerngesund zu sein.


    (02.08.2007)
    Marco:   Am Tapirgehege steht nach wie vor ein Schild, welches besagt, dass die Anlage voraussichtlich für Riesenotter umgebaut werden soll.
    (18.07.2007)
    Jennifer Weilguni:   Ah, ich hatte mich schon gewundert. Denn bei meinem letzten Besuch war er noch da, das war allerdings auch VOR dem 24. April. Danke für die Info !
    (03.05.2007)
    Niedersachse:   Der letzte Tapir Colinn ist am 24. April diesen Jahres nach Twycross abgegeben worden
    (03.05.2007)
    Jennifer Weilguni:   @Aguti
    Ehemalige Schabrackentapiranlage..? Heisst das, dass es den Tapir in Heidelberg nicht mehr gibt, oder bewohnte er vorher eine andere Anlage ?
    (03.05.2007)
    Aguti:   In der ehemaligen Schabrackentapiranlage sollen wohl nach größeren Umbauten eventuell Riesenotter einziehen???
    Kann das jemand bestätigen????
    (02.05.2007)
    ZooFanKarlsruhe:   Über die geplanten Veränderungen am Aussengehege der Schimpansen konnte ich nun mehr in Erfahrung bringen:

    Es wird der Graben zugeschüttet und die Begrenzung zu den Besuchern wird mittels Zaun, der mit Holz verkleidet wird, realisiert. In diese Begrenzung werden große Scheiben als Sichtmöglichkeit eingearbeitet. Das Gehege wird nach oben hin mit Drahtnetz abgesichert (wie im Innengehege).
    (02.04.2007)
    Jennifer Weilguni:   @Michael Mettler
    Du hat natürlich vollkommen recht und ich sehe es in der tat generell mit sehr gemischten Gefühlen, wenn alte Elefanten in eine neue Umgebung kommen. Aber in den Fällen, wo sie nicht in ihrem alten Zuhause bleiben können finde ich es dann schön, wenn es überhaupt noch einen angenehmen Platz für sie gibt. Natürlich soll das auch nicht so rüberkommen, als gönne ich unseren vier Ladies keine neue Anlage, ich frage mich nur, wie schnell und gut sie sich dann einleben. An neue Elefanten in Stuttgart möchte ich zur Zeit ehrlich gesagt noch gar nicht denken und hoffe, dass wir noch gaaaaaanz lange Freude an den vier Dicken haben.
    (25.03.2007)
    IP66:   Ich fürchte, daß sich der Trubel um Elefantenjungtiere ein wenig legt, wenn es derer viele gibt - in Berlin ist ja der Knut-Wahn auch eine Folge der Tatsache, daß man junge Elefanten im Halbdutzend vorweisen kann.
    (24.03.2007)
    ?:   Darauf wird es wohl hinauslaufen, welcher zoo möchte sich schon zusätzliche Einnahmen durch Elefantenbabies entgehen lassen ? Der Berliner Zoo macht Knut sei Dank (WIR sind KNUT!!!)einen ordentlichen Reibach mit Knut-Souveniers.
    (23.03.2007)
    Michael Mettler:   @Jennifer: Mit dem gleichen Argument dürfte man dann aber auch keine alten Elefanten von sonstwoher nach Heidelberg bringen.... Schließlich dürfte die Umstellung für einen einzelnen Elefanten noch viel schwerer sein, während von der Wilhelma-Gruppe immerhin drei der vier Tiere berechtigte Chancen haben, noch zusammen ein neues Zuhause beziehen zu können.

    Aber wer weiß, vielleicht wird es ja in Stuttgart die Kölner Lösung geben: Neue Anlage mit neuen Elefanten, und die alten Tiere bleiben im alten Gehege?
    (23.03.2007)
    Jennifer Weilguni:   @? Na, dann freue ich mich natürlich, wenn es wirklich endlich los geht.
    @IP66
    Ich frage mich manchmal, ob es überhaupt gut wäre, den betagten Wilhelma Elefanten ein neues Haus samt Anlage hinzustellen. Sind ja auch irgendwie Gewohnheitstiere und alte Bäume soll man bekanntlich nicht verpflanzen auch wenn die alte Anlage als nicht mehr ganz zeitgemäß gilt.
    (23.03.2007)
    ?:   Baugebinn ist DEFINITIV dieses Jahr, woran die Pfleger GLAUBEN ist deren Privatsache.
    Wenn Herr Dr. Wünnemann mal wieder ins Forum kommt, wird er es bestimmt bestätigen.
    (22.03.2007)
    IP66:   Da sieht man die unterschiedlichen Ansichten, wobei Heidelberg eben aus meiner rheinischen Perspektive halt anders aussieht als aus einer baden-württembergischen. Das Senioren-Konzept gefällt mir auch, ich weiß aber nicht, ob es sich in etwas geräumigeren Altbauten wie Krefeld, Magdeburg oder Augsburg ohne Neubau realisierbar wäre. Vielleicht würde sogar ein Schuh daraus, wenn man sich in Stuttgart nicht vom Altbau trennen würde - ich finde ihn architektonisch sehr schön - und dort das Altenasyl einrichtet, während Heidelberg dann doch etwas ganz funkelnagelneues für eine Herde mit Bullen bekäme. So unterschiedlich sind halt persönliche Wünsche - wobei ich mich schon wundere, daß sich niemand für das so nierentischige kleine alte Elefantenhaus in Heidelberg stark macht.
    (22.03.2007)
    ZooFanKarlsruhe:   Und wie Jennifer schon erwähnte, ist es absolut zu begrüssen, dass in Heidelberg eine Unterkunftsmöglichkeit für Elefantenkühe geschaffen wird, die entweder im Zirkus beschlagnahmt wurden oder aus Zuchtgruppen herausgenommen werden müssen.
    (22.03.2007)
    ZooFanKarlsruhe:   Also ich will das Elefantenhaus unbedingt. Lieber heute als morgen. Gerade Baden-Württemberg ist nicht verwöhnt mit modernen Elefantenhäusern. Die Heidelberger Aussenanlage für Elefanten ist ja bereits die attraktivste in BW.
    (22.03.2007)
    Jennifer Weilguni:   Naja das Elefantenhaus in Heidelberg ist schon sehr sehr klein und da der Zoo Heidelberg vorhat, noch mehr Elefantensenioren aufzunehmen, muss auf jeden Fall ein neues Haus her.
    (22.03.2007)
    IP66:   Ich würde ja nach der Finanzierung fragen ... die ist ja meist der Grund für Bauen oder Nichtbauen. Für meine Person brauche ich nicht zwingend ein neues Elefantenhaus in Heidelberg und mag den Zoo auch da ohne, aber es gibt sicher eine Reihe von Besuchern, die das anders sehen.
    (22.03.2007)
    Jennifer Weilguni:   @? GEPLANTER Baubeginn ist im Sommer 2007, aber wie gesagt nicht einmal die Pfleger glauben da wirklich fest daran.
    (21.03.2007)
    ?:   Baubeginn Elefantenhaus ca Sommer / Herbst 2007.
    (21.03.2007)
    Carsten:   Und prominente Unterstützer hat das Elefantenhaus, Hans-Dietrich Genscher...
    (21.03.2007)
    ZooFanKarlsruhe:   @Jennifer: Ohje das kommt mir sehr bekannt vor :-( Allerdings gibt es zum geplanten Elefantenhaus wenigstens schon einen Plan, damit sich auch der Besucher vorstellen kann wie es nach Fertigstellung aussehen soll.
    (21.03.2007)
    Jennifer Weilguni:   Laut Aussage einer Pflegerin im Zoo glaubt sie erst dann an den Umbau der Anlage wenn der erste Spatenstich getan ist. Einen wirklich festen Termin scheint es also nicht wirklich zu geben.Ähnlich "optimistisch" äusserste sie sich zum Neubau des Elefantenhauses :-)
    (21.03.2007)
    ZooFanKarlsruhe:   Der Zoo Heidelberg möchte ja dieses Jahr unter anderem das Schimpansenaussengehege umbauen. Mich interessiert sehr was dort konkret verändert wird bzw. wie die Anlage nach Fertigstellung aussehen soll. Gibt es dazu denn einen Plan im Netz oder kann ein Heidelberg-Kenner konkrete Angaben machen ?

    Und wann sind die Aussengehege der Orang-Utans sowie Gorillas dran ?
    (20.03.2007)
    Jennifer Weilguni:   War heute mal wieder im Zoo Heidelberg, vor allem, um mir die Ausstellung von Rose von Selasinsky anzuschauen. Trotz großem Andrang war es mal wieder ein schöner Zootag, allerdings stösst mir ein Erlebnis doch recht bitter auf. An der Rhesusaffenanlage warf ein Besucher ganze händevoll Erdnüsse zu den Tieren runter. Eine darauf aufmerksam gemachte Mitarbeiterin des Zoos meinte darauf hin recht genervt " Na, eigentlich bin ich dafür aber nicht zuständig!" Also ich war echt baff ! Seit wann sind Zoomitarbeiter nicht für die Gesundheit der Zootiere verantwortlich ???? Schlimm genug, dass andere Besucher einfach wegsehen, oder sich gar noch an sowas belustigen, aber wenn nichtmal die Mitarbeiter "Lust" haben, jemanden auf sein Fehlverhalten aufmerksam zu machen ?
    (11.03.2007)
    IP66:   Ich finde den Haltungserfolg in Heidelberg überaus beachtlich, kenne aber zumindest zwei Orang-Männer, die älter sind, in Krefeld und Duisburg, wobei letzterer vor kurzem sogar noch ein Jungtier gezeugt hat.
    (23.02.2007)
    Sascha M.:   Mittwoch morgen ist der alte Orang-Utan „Nogger“ im Zoo Heidelberg gestorben. Mit über 40 Jahren war er einer der ältesten Orang- Utans in Menschenobhut. „Nogger“ war ein herrlicher Orang-Utan Mann mit wallender Behaarung und einem sehr ausdrucksvollen Gesicht – eine der prägenden Tierpersönlichkeiten im Zoo. Viele Zoobesucher, die Mitarbeiter des Zoos und vor allem die Pfleger des Affenrevieres werden ihn sehr vermissen. Nun ist es an seinen Töchtern „Grisella“ und „Puan“ sowie dem jungen Mann „Uijan“, der aus Hagenbecks Tierpark an den Neckar kam, die lange Tradition der Orang-Utan Haltung und Zucht in Heidelberg fortzusetzen.


    Als die Tierpfleger morgens um kurz nach sieben Uhr das Menschenaffenhaus betraten, war „Nogger“ wach und munter. Als er auf eine erhöhte Plattform klettern wollte, fiel er plötzlich kraftlos in sich zusammen. Es war ein schneller Tod.



    „Nogger“ war 1972 in jugendlichem Alter aus Sumatra in den Zoo gekommen. Sein Geburtsjahr wird auf 1966 geschätzt. Er war eines von sehr wenigen Tieren im Zoo, die noch in freier Wildbahn geboren sind. Mit der etwa gleichaltrigen „Munna“ hatte er sieben Kinder, die zum Teil in anderen Zoos (z.Bsp. Moskau) neue Zuchtgruppen begründeten. Da es unsicher war, ob „Munna“ ihre Jungen selbst aufziehen würde, wuchsen die Tiere in der Wohnung des früheren Zoodirektors Dr. Dieter Poley auf. „Nogger“ zeichnete sich – neben seiner Schönheit – durch einen ruhigen aber sehr selbstbewussten Charakter aus. Er versäumte es nie gegenüber anderen Orang-Utan Männern im Haus seine Position als ranghöchstes Männchen durch lautstarke Rufe zu demonstrieren.



    (16.02.2007)
    Jennifer Weilguni:   War heute endlich mal wieder in Heidelberg. Der Löwe Josef ist leider noch immer vom Rudel abgetrennt, allerdings sieht seine Mähne mittlerweile sehr schütter aus, wird wohl nicht mehr lange dauern, bis er dann gar keine mehr hat. Würde mich wirklich freuen, wenn er sich wieder ins Rudel integrieren ließe.
    Bei den Gorillas gibt es Nachwuchs, ZsaZsa hat vor 10 Tagen ein Baby bekommen.
    Elefantendame Jenny hat sich augenscheinlich sehr gut eingelebt, es macht richtig Spaß ihr zuzusehen, wie sie die Außenanlage zu ihrem Spielplatz macht. Über die Anlage würde ein starkes Seil mit Heunetzen gespannt, so, dass die Elefanten grade mit dem Rüssel rankommen und Jenny hat sich sehr intensiv damit beschäftigt. Scheinbar ist es auch notwendig, dass die Pfleger sie mit immer neuem Erfindergeist verwöhnen, dennJenny scheint ein echter Quirl zu sein, der immer beschäftigt und gefordert sein will. Und Ilona beobachtet aufmerksam, was ihre junge Artgenossin sich so alles einfallen lässt. War ein Bild für die Götter !
    Die Mähnenrobben sind derzeit mir Brustgeschirren ausgerüstet, an denen sich Meßgeräte befinden. Durch diese soll das Verhalten der Tiere besser erforscht werden, um die Haltungsbedingungen von Mähnenrobben im Zoo noch mehr zu verbessern.
    (26.12.2006)
    klaus Wünnemann:   Die Tiergarten Heidelberg gGmbH ist der offizielle Name, der erstmals vor über 40 Jahren in das einfachere Zoo Heidelberg umgewandelt wurde. Seitdem wird in der Öfentlichkeit der Name Zoo Heidelberg verwendet(s.auch Zoo aktuell als Organ der Tiergartenfreunde). Die Situation von Joseph ist auch für uns unbefriedigend. Allerdings hat er durch den Zugang zum Außengehege während der kompletten Nacht mehr Bewegungraum als es scheint. Sein unverändertes Streben die Gruppenführung zurückzuerobern, ist der Auslöser des Problems- sein "Stolz" ist also ungebrochen. Die Kastration ist wahrscheinlich die einzige Chance ihn wieder in ein Löwenrudel zu integrieren. Der Tapir hat kein Badebecken weil wir die Haltung von Tapiren aufgeben wollen, da wir die Vorausetzung für eine optimale Haltung auf absehbare Zeit nicht bieten können. Das EEP sucht bereits nach einem geeigneten Zoo. In der letzten Besucherumfrage hat die Freundlichkeit unserer Tierpfleger eine erstklassige Benotung erhalten. Die negativ Erfahrung war in etwa als einige Mitarbeiter - auch im privaten Bereich - sehr belastet waren - vielleicht hing es damit zusammen.
    (24.09.2006)
    th.oma.s:   bekommt sie keine, ist das auch eine
    (23.09.2006)
    Karsten Vick:   Ich bin kein Heidelberg-Insider, aber ich finde, Stefanie Cramer hat eine Antwort verdient.
    (23.09.2006)
    Michael Mettler:   Sieht nach "Unentschieden" aus. Wenn man die Homepage www.tiergarten-heidelberg.de aufruft, erscheint das Logo "Zoo Heidelberg".... Aber die offizielle Firmierung lautet laut HP "Tiergarten Heidelberg GmbH".
    (22.09.2006)
    Ollo:   Heißt die zoologische Einrichtung in Heidelberg eigentlich "Tiergarten" oder "Zoo"? Beide Namen hört und liest man in etwa gleich oft.
    (22.09.2006)
    Stefanie Cramer:   Kurz vorweg: Ich bin kein wirklicher Freund von Zoo-Tierhaltung. Wäre mein Lebensgefährte nicht passionierter Hobby-Zoologe und engagierter Besucher, würde ich heute noch immer einen weiten Bogen um Gehege machen, um nicht hinsehen zu müssen.
    Das hat sich im Allgemeinen geändert!

    Sicher, sicher, auch der Zoo Heidelberg hat, aus Sicht der tiergerechten Haltung, in den letzten Jahren bestimmt eine Menge hinzugelernt…

    Aber warum ich überhaupt hier gelandet bin ist die Tatsache, dass ich gestern seit langer Zeit weinend aus einem Zoo gegangen bin.
    "Josef" laut brüllend, in einem kleinen Gehege in exponierter Lage, in Armlänge lärmender und schreiender Kinder. Hospitalismus, wie bei so vielen Zootieren und Verzweiflung in den Augen (so interpretiere ich es). Wenn man einem solchen Tier schon den Stolz gebrochen hat, es eingesperrt, kastriert und vom Rudel trennen musste, warum dann in so ein erniedrigendes, wenn auch sehr gepflegtes, kleines Innenräumchen ? Ich konnte es kaum ertragen.
    Auch eine anschliessende Diskussion mit meinem Lebensgefährten über die Notwendigkeit der Zoos die "Big 5" zu zeigen, um Besucher zu locken, machte mich wieder ein Mal wütend über Zoohaltung, explizit von Grosstieren. Ich bin aber natürlich gar kein Experte und kann, wie Jennifer, nicht annähernd erkennen, ob es einem Tier gut geht, oder nicht.
    Mir hat der Heidelberger Zoo gefallen, besonders all die Vögel. Aber ich bin sicher, man wird mich kritisieren, weil ich mich aufrege, ohne Ahnung zu haben. Aber genau deshalb bin ich hier: Haltet mich auf dem Laufenden über das Schicksal von „Josef“ – es geht mir näher als ich möchte.
    Herzlichst aus Köln
    Die Steffi
    (11.09.2006)
    Jennifer Weilguni:   Also, ich war heute in Heidelberg und zum Thema Josef kann ich nur sagen, dass es ihm augenscheinlich gut geht, auch wenn er noch von der restlichen Gruppe getrennt ist. Die Aussenanlage darf er abends und nachts nutzen, wenn das Rudel sich innen befindet. Die Vermittlung von Josef in einen anderen Zoo scheiterte wohl unter anderem daran, dass die Heidelberger Löwen keine reinblütigen löwen sind, sondern Mischlinge aus asiatischen und afrikanischen Löwen, weshalb man Josef schlecht zur Reinzucht in ein neues Rudel integrieren kann.
    Die neugestaltete Mähnenrobbenanlage ist wirklich sehr schön gestaltet und für mich ein guter Beweis, das man auch mit wenig Mitteln und Aufwand viel Wirkung erzielen kann. Die Beton-Optik ist jetzt geschickt hinter Kunstfelsen verschwunden, ein eingebautes Fenster ermöglicht neue Einblicke in die Robbenanlage und ein "Whirlpool" bringt Abwechslung in den Alltag der Mähnenrobben.
    Neu in Heidelberg gestaltet ist auch der Eingang zur Vogelanlage, die man nun durch eine begehbare Südamerika-Voliere betritt. Neben einem gläsernen Teich, der den Besuchern erlaubt, die Argentinischen Ruderenten auch UNTER Wasser beim Schwimmen zu beobachten, leben in dieser schön gestaltenen Anlage Grunarassaris, Helmhokkos, Rotschnabeltinamus, Perutriele und Weissgesichtsseidenäffchen.
    Also Kopf hoch, es tut sich eben DOCH was in Heidelberg :-)
    (03.09.2006)
    Jennifer Weilguni:   @Sven P. Peter
    Naja der Serengeti Park Hodenhagen hat zumindest einen kastrierten Junglöwen nebst seiner drei Schwestern aus dem Allwetter Zoo Münster aufgenommen. Allerdings muss man dazu sagen, dass die ja auch schon einen "bemähnten" Löwen haben. Glaube für einen Laien ist ein unbemähnter Löwenmann gar nicht als solcher zu erkennen und wenn ich ehrlich bin, den Kastraten aus Heidelberg hatte ich auf den ersten Blick auch für eine etwas zu gut beleibte Löwin gehalten.
    (02.09.2006)
    Sven P. Peter:   Wenn das nun nicht klappt, werden sie ihn nie mehr los, welcher zoo will schon einen Löwen ohne mähne...
    (02.09.2006)
    Jennifer Weilguni:   @ZooFanKarlsruhe
    Ehrlich gesagt habe ich mich ja selber schon gefragt, warum er nicht schon früher kastriert wurde, immerhin lebt ja noch ein zweites kastriertes Löwenmännchen in der Heidelberger Gruppe und hat sich dort prima integriert. Kann man nur hoffen, dass es bei Josef genauso gut funktioniert, auch wenn ihn der Eingriff dann ebenso seine wunderschöne Mähne kostet. Aber Löwen sind ja zum Glück nicht so eitel wie wir Menschen .. Toi Toi Toi für Josef.. und danke für die Info !
    (02.09.2006)
    ZooFanKarlsruhe:   Ich kann etwas Licht in die Situation um Josef bringen. Nach Auskunft von Frau Figura, Zoo Heidelberg, wurde "Josef" inzwischen kastriert und sobald sich sein Hormonspiegel neu eingestellt hat, wird erneut versucht "Josef" wieder in die Heidelberger Löwengruppe zu integrieren.Ich freue mich, dass so wieder Hoffnung für "Josef" besteht und drücke fest die Daumen dass es funktioniert. Es konnte nämlich kein Platz in einem anderen Zoo für ihn gefunden werden.


    (02.09.2006)
    Jennifer Weilguni:   @ZooFanKarlsruhe
    Leider steht auf dem Infoschild an Josefs Innenkäfig auch nichts genaues, daher weiss ich nicht wie intensiv wirklich nach einem neuen Zuhause für ihn gesucht wird. Werde aber voraussichtlich mirgen den heidelberger Zoo wieder besuchen und wenn ich einen Pfleger "erwische" frage ich gerne mal nach.

    (02.09.2006)
    ZooFanKarlsruhe:   Ja ich freue mich sehr für Twiggy und Menelaos, zumal sie ja im Gegensatz zu ihren Vorgängern auch noch die benachbarte ehemalige Java-Leoparden Anlage als zusätzlichen Raum zur Verfügung haben. Um auf Josef zurückzukommen: Zur Zeit kommt er ja nur Nachmittags bis Abends auf die Freianlage, wenn die restliche Gruppe drinnen ist. Aber so ein Schichtbetrieb für eine Anlage kann weder für Josef noch für seine Artgenossen dauerhaft zufriedenstellend sein. Wie läuft das denn ab, wenn der Zoo Heidelberg schreibt, es wird versucht Josef in einem anderen Zoo unterzubringen.Frägt Heidelberg da eher sporadisch bei verschiedenen Einrichtungen an ? Einen zuständigen EEP-Koordinator gibts ja für dieses Tier nicht.
    (02.09.2006)
    Jennifer Weilguni:   @ZooFanKarlsruhe
    Naja es könnten sich ja andere Zoos ein Beispiel an "Deinem" Zoo nehmen, Menelaos und Twiggy sind ja auch "Löwensenioren" aus Hodenhagen und dürfen jetzt bei Euch die Rente geniessen. Hoffentlich findet auch Josef bald einen schönen Altersruhesitz. Schlimm ist ja nicht mal, dass er alleine sitzt, immerhin ist er in einem Alter in dem auch in der freien Natur meistens kein Rudel mehr haben und alleine umherstreifen. Das Problem ist meiner Ansicht nach eher, dass er eben kein eigenes Aussengehege hat und darum so viel Zeit drinnen verbringen muss. Vieleicht sollten wir uns mit Josef mal bei "Herrchen gesucht" bewerben ? (Kleiner Scherz am Rande).
    (01.09.2006)
    Sven P. Peter:   Da bist ja nich mehr auf dem Laufenden:

    Babsi is schon lange tot. Zwei Berberlöwinnen aus Neuwied und der Kater Paule sind da. Platz wäre für den Josef dort auch, wenn die Uralt Hyäne oder der Uralt Puma mal den Löffel abgibt.
    (01.09.2006)
    Hannes:   Sollen nicht nach berlin neue Löwen wenn das älteste Weib gestorben ist?
    (01.09.2006)
    Sven P. Peter:   Viele Zoos haben freie Plätze für Großkatzen, doch überflüssige Löwen will niemand. Im Berliner Zoo haben die Löwen 5 riesen Innengehe, für 3 Löwen. Da könnte Josef super rein. Aber auf uns Zoofans hört ja keiner...
    (01.09.2006)
    ZooFanKarlsruhe:   Josefs Situation besteht ja schon mindestens seit Mai diesen Jahres. Ich hätte vermutet, dass er eher eine neue Bleibe findet. Sind die Plätze für Zoolöwen derzeit so eingeschränkt, dass sich für Josef kein Abnehmer findet ?
    (01.09.2006)
    Jennifer Weilguni:   @Dennis
    Ja, es ist in der Tat nicht schön, von einem Pfleger angeschnauzt zu werden, wenn man eine Frage hat. Ist mir selber allerdings im Zoo Heidelberg noch nie passiert.
    Der gute Josef war früher Rudelführer bei den Heidelberger Löwen, nachdem er aber wegen Krankheit einige Zeit vom Rudel separiert werden musst, übernahm zwischenzeitlich ein anderes Männchen ( mir fällt sein Name grade nicht ein) die Führung. Leider konnte sich Josef nicht mehr integrieren und muss deshalb seperat gehalten werden, soweit ich weiß, darf er die Außenanlage aber trotzdem nutzen, nur eben im Wechsel mit dem Rudel. Laut Schild am Innenkäfig wird für Josef ein neues Zuhause in einem anderen Zoo gesucht, drücken wir ihm mal die Daumen, dass das klappt.
    Und versteh das auch bitte nicht als Angriff, ich finde es gut, wenn Du Dir Gedanken über das Wohlbefinden der Zootiere machst, wäre ja schlimm, wenn man als Besucher alles hinnehmen würde/müsste, ohne sich seine Gedanken darüber machen zu dürfen. Aber mir persönlich gefällt der Zoo Heidelberg eben sehr gut, es tut sich immer was und ich bin gerne dort. Aber das ist eben nur MEIN eigene subjektives Empfinden. Gibt ja auch genug Menschen, die generell gegen die Zootierhaltung sind, auch das muss man akzeptieren.
    (01.09.2006)
    Dennis:   Ich weiß das es 2,0 Schopfhirsche sind..
    Das Löwenmännchen Josef war in einem winzigen Innenkäfig, aber erst, nachdem er sich mit dem anderen Männchen gefetzt hat..
    Ich habe auch nicht geschrieben das der zoo katastropal war, nur stark verbesserungswürdig in mehreren Bereichen. und gerade solche Sachen wie mit dem Tapir-wasserbecken, wo mich der Pfleger so abgefertigt hat, machen auch einen Teil eines eher schlechten Gesamtbilds aus..
    (01.09.2006)
    Konstantin Ruske:   Wenn Kritik so impulsiv geäußert wird, wie gleichzeitig an anderer Stelle gegebene Informationen ( siehe Schopfhirsche) übersehen werden, sagt das viel über die Fundierung der getroffenen Beanstandungen aus. Ich wünschte mir manchmal gerade von den " Jungen Wilden" etwas mehr Bedacht und Selbstprüfung, auch in deren eigenem Interesse,als respektabler Diskursteilnehmer wahrgenommen zu werden.
    (01.09.2006)
    Jennifer Weilguni:   @cajun
    Schön, dass Du meiner Meinung bist, auch ich besuche den Zoo Heidelberg gerne und oft und freue mich, dass sich von Besuch zu Besuch immer mehr zum Positiven verändert. Die meisten zoologischen Einrichtungen sind ja in ständiger Bewegung und vor allem Heidelberg zählt dabei zu meinen persönlichen Favoriten.
    @Karsten Vick
    Ja, auch bei der neuen Tigeranlage, die an den alten Aussenkäfig angeschlossen ist, lässt sich prima vorher/nacher vergleichen. Ich persönlich finde die neue Tigeraussenanlage mit ihren zahlreichen Versteckmöglichkeiten wirklich sehr gelungen und tiergerecht gestaltet.

    Übrigens, mir ist doch noch ein Zoo mit optisch ansprechenden Raubkatzen-Innengehegen eingefallen, zumindest finde ich persönlich die im Katzendschungel des Frankfurter Zoos sehr schön.

    (01.09.2006)
    Karsten Vick:   Ich war bisher nur 1x in Heidelberg, habe also nur eine Momentaufnahme mitgekriegt und kann über die Entwicklungsgeschwindigkeit nichts sagen. Auf jeden Fall gab es nebeneinander alte runtergekommene Anlagen, wo teilweise wirklich der Putz bröckelte, und ganz nett gemachte neue Gehege. Am besten fand ich die neuen Kleinkatzengehege, die um die alten herumgebaut wurden, wo die alten Käfigwände ganz toll mit integriert waren. Da hatte man den direkten Vergleich der alten und neuen Platzverhältnisse. Damals war für mich besonders der Vogelbestand interessant, heute würden mich wohl die seltenen Kleinraubtiere begeistern.
    (31.08.2006)
    cajun:   Vielleicht (fänd ich gut) steigt *Dennis* ja noch in die Diskussion ein?
    Dann könnte er noch mal differenzierter berichten.
    (31.08.2006)
    Stefan Schubert:   Sicherlich hat Heidelberg noch Schwachstellen, aber die Mannschaft ist sichtlich bemüht diese zu beseitigen und wenn manche Aktion nur eine Zwischenlösung oder ein Behelf ist, aber es tut sich was!!!! Nur in wenigen Zoos im Süden bekommt man (als Auswertiger) so viel neues geboten wie hier zwischen zwei Besuchen. In den letzten Jahren wurde die Innenhaltung im Menschenaffenhaus verbessert, die Anlagen der Kleinkatzen, einigen Vögeln und der Eulen vergrössert und verbessert, sowie ein neues Tigerfreigehege erstellt. Seit meinem letzten Besuch im Juni erstellte man hier eine überarbeitete Robbenanlage quasi über Nacht. Klar ist, dass die Mitarbeiter nun den grössten Teil ihrer Energie in die Erstellung eines neuen Elefantenhauses stecken und umso bedauerlicher ist der Rückschritt dieses Engagements durch den Tod von Maya. Ich bin kein grosser Elefantennarr, aber ich würdige die hiesigen Bemühungen! Parallel zum Elefantenhaus laufen auch noch Planungen zur Schaffung grösserer Aussenanlagen am Menschenaffenhaus und einer Art Tropenhalle für bedrohter Inselformen! Doch ist hier wie in jedem anderen Zoo auch das Geld ein grosses Problem! Ein Tropenhaus war früher bereits anstelle der heutigen Waschbär-Stachelschwein-Anlage angedacht, deren Graben ursprünglich einmal die Petze beherbergte! Auch die Lösung bei den Tieraffen gefällt mir, unter Einbezug grosser Teile des Publikumsbereiches den Tieren mehr Innenfläche zu geben! Die Aussenkäfige lassen sicherlich noch Wünsche offen, doch die Tiere haben scheinbar weniger Probleme damit wie wir!
    Alles in allem breche ich eine Lanze für Heidelberg und der Zoo hier ist für mich meine persönliche Nr.1 in BW! Aber das hatten wir schon in einem anderen Threat...;-)
    Dennoch Danke Dennis für die Anlassgebung dieser Diskussion, soll kein Genörgel sein!
    (31.08.2006)
    ZooFanKarlsruhe:   Also ich besuche sehr gerne den Zoo in Heidelberg. Diese Einrichtung macht einen sehr engagierten Eindruck auf mich. Am 29.07.2006 war ein sogenannter "Elefantentag" in diesem Zoo und da sammelte Direktor Dr. Wünnemann sogar persönlich unter den Zoobesuchern für das geplante neue Elefantenhaus. Ich kann zwar nicht für alle Pfleger dort sprechen aber die Elefantenpfleger sind sehr nett dort und haben stets Freude daran über ihre Arbeit mit den Tieren zu sprechen, wenn es die Zeit zulässt.
    Dass man Tiere mal nicht sieht, ist völlig normal in Zoos und für mich absolut in Ordnung, da sich nach meiner Einstellung der Besucher nach den Tieren zu richten hat und ich keine "Präsentiertellerplattformen" sehen will. Sicher kann man in Heidelberg wie überall sonst auch Schwachstellen finden, wenn man sie sucht aber Insgesamt ist diese Einrichtung für mich auf dem Weg nach oben im nationalen Zoovergleich.
    (31.08.2006)
    cajun:   @Jennifer Weilguni: Ich finde Heidelberg ist ein netter Zoo, in dem man spürt, dass viele Mitarbeiter versuchen die Haltung der Tiere zu verbessern. Ich war selbst letztes Jahr im Dezember das erste Mal dort und hatte positive wie negative Eindrücke von der dortigen Tierhaltung.
    Besonders beeindruckt hat mich das Engagement im Falle "Maya". Habe damals lange mit einer Pflegerin über die Elefantenkuh und den Einsatz der Feuerwehr gesprochen.Alle Mitarbeiter mit denen ich zu tun hatte, waren sehr freundlich und auskunftsbereit.
    Und da ich hier viele Meinungen Platz haben: Ich komme auf jeden Fall gern mal wieder und begutachte die weitere Entwicklung :-)
    (31.08.2006)
    Jennifer Weilguni:   @Dirk K Oh, entschuldigung, stimmt, in München halten sie ja auch ein Pärchen zusammen.. da bin ich wohl einfach zu Wilhelme fixiert gewesen, aber weil ich mir nicht 100 % sicher war auch das Fragezeichen hinter meiner Aussage. Danke für die Berichtigung.
    @ Hannes
    Doch, natürlich darf der Zoo Heidelberg kritisiert werden, aber wie gesagt eben nicht NUR, denn hier werden Punkte angesprochen, die ja nicht nur speziell den Heidelberger Zoo betreffen, sondern auch in vielen anderen Zoos so gehandhabt werden. Ich finde es eben schade, wenn es so rüberkommt, als seien z.B. kleine und optisch wenig ansprechende Raubkatzen- Innenkäfige ein reines Heidelberger Problem, wie gesagt ich persönlich habe noch in keinem Zoo ein wirklich schönes Raubkatzenhaus gefunden. Wie gesagt JEDER Zoo hat eben auch ein paar "Mangel" die noch zu beheben sind, aber zum Glück arbeiten ja die meisten Zoos daran.
    (31.08.2006)
    Zoosammler:   Ich war zwar noch nie in Heidelberg, aber Folgendes:
    1.) Nicht alle Tiere zu Gesicht zu bekommen, ist weder grundsätzlich positiv noch negativ zu bewerten. Das kann die verschiedensten Gründe haben - negative wie positive.
    2.) Vielgelobt? "Vielkritisiert" ist das einzige, was mir zu allem einfällt, was ich bis jetzt über das Heidelberger Menschenaffenhaus gehört habe.
    3.) Das mit dem Rosinenkasten ist natürlich ein ausgesprochen frustrierendes Erlebnis. So können die schönsten Ideen, manchmal das Gegenteil dessen bewirken, was sie sollen.
    (31.08.2006)
    Hannes:   Wieso darf man den Zoo Heidelberg nicht ins Kreuzfeuer nehmen? Immer nur Berlin und Zoom kritisieren find ich langweilig. außerdem hab ich heidelberg noch nicht gesehen und ich will nicht nur positive dinge hören.
    (31.08.2006)
    Dirk K:   Tapire werden meistens in Paaren, manchmal auch in kleinen Gruppen gezeigt. Die Wilhelma z.B. hat noch einen einzelnen Schabrackentapirmann.
    (31.08.2006)
    Jennifer Weilguni:   Huch, der Fehlerteufel. AN einem neuen Elefantenhaus wird natürlich nicht gespart, sondern FÜR das neue Elefantenhaus :-)
    (31.08.2006)
    Jennifer Weilguni:   Also, ich weiss nicht, ob man den Heidelberger Zoo drmaßen angehen sollte. Zugegeben, die Behausung der Waschbären und Stachelschweine ist optisch nicht grade ansprechend, aber "klein" ?? Also klein kommt mir die eher nicht vor. Und dass man nicht bei jedem Zoobesuch immer alle Tiere zu sehen bekommt, ist doch gerade ein Plus, zeugt es doch von guten Versteckmöglichkeiten für die Tiere. Und was die Löwen und Tiger angeht .. also der einsame Löwenkater Josef tut mir ja schon ein bisschen leid, aber was die Innenkäfige angeht, so fällt mir jetzt spontan kein anderer Zoo ein, der jetzt besonders größere oder schöner gestaltete Innenkäfige hat. Wie schon richtig bemerkt, an einem neen Elefantenhaus wird ja fleissig gespart, die Aussenanlage finde ich super. Ich glaube jeder Zoo/Tierpark hat seine "Schandflecken" aber grade darum wird ja immer weiter fleissig gebastelt und geplant. Und werden Tapire nicht in den meisten Zoos einzeln gehalten, da Einzelgänger? Was die doch eher subjektive Meinung der Mutter zum Thema Schimpansenverhalten anging zeugt ja auch eher von deren Unwissenheit, als über die Haltungsbedigungen im Zoo. Bitte nicht falsch verstehen, finde Kritik an Zoos nicht generell schlecht, nur so können sie sich weiter entwickeln, aber jetzt speziell den Zoo Heidelberg ins Kreuzfeuer zu nehmen..?
    (31.08.2006)
    Sven P. Peter:   Ach ja: Die Waschbären und Stachelschweine haben einen Teich im Gehege.
    (31.08.2006)
    Sven P. Peter:   Alle Löwen zusammen? Ich denk der Josef ist nun dauerhaft von denen getrennt.
    (31.08.2006)
    Dirk K:   Waren es nicht 2,0 Schopfhirsche?

    Maya ist schon tot, seit neuestem ist Jenny aus Hagenbeck da, könnte der Grund sein, warum Ilona drinnen war.
    (31.08.2006)
    Dennis:   Dem könnten wir einen eigenen Thread machen:
    Mein Besuchsbericht:

    Insgesamt fand ich den Zoo mehr schlecht als recht. Viele anlagen sind auf jedenfall in nächsten Jahren zu verbessern!
    Ich fing mit der Watvogelvoliere an, ganz in Ordnung, dann kamen die Anlagen der Mähnenwölfe und Kleinraubtiere, wo ich bis auf die Rohrkatzen und die Mauswiesel kein Tier sah!
    Das Afrikahaus ist nun neu gestaltet worden und es werden gerade zwei Terrarien zusätzlich zu der Tigerphython eingerichtet.
    Die Wasservogelteiche waren in Ordnung. Die Tigeraußenanlage fand ich auch hübsch aber dann das Haus! Ewig viele elende kleine Käfige, die mit Naturboden und Bambusstangen wenigstens ein bisschen Natürlichkeit erwecken. Dann noch luchse in einem verglasten rundkäfig und 5 Löwen auf winziger Außenanlage. Die neue Elefantenanlage dagegen gut, das Haus nicht, aber man baut ja schon kräftig.
    Weiß jemand warum Ilona nicht raus darf? Sie stand den ganzen Tag nur im Haus, während Maya draußen mit zwei Axishirschen im Schlepptau rumzog.
    Dann die Stachelschwein-Waschbäranlage: Ein kleines Betonloch ohne jegliches Wasserbecken, Felsen oder Bepflanzung.
    Dann die Mähnenrobbenanlage war eines der besten dinge. Danach ein einzelnes Schabrackentapirmännchen in einer kleinen, dunklen Anlage ohne Wasserbecken. Ich fragte den Tapirpfleger, ob das Tier eine Partnerin bekommen würde, er sagte vermutlich nicht, auf meine Frage: "Warum hat das Tier den kein Wasserbecken", schnäuzte er nur: "Braucht der nicht" und lief dann weg...
    Am besten waren die Schopfhirsche!
    Ein prachtpärchen, ich verweilte fast eine halbe Stunde dort und konnte neben einem Deckversuch! auch beobachten, wie sich das Männchen auf die Hinterbeine aufrichtete und Holunderbeeren vom Gehegerand pflückte. das vielgelobte Menschenaffenhaus war in Ordnung, aber ich finde die Aussenanlagen schlecht.
    ein Schimpane trommelte gegen einen Rosinenkasten, und eine Mutter erzählte ihrem kind, das er das täte, weil er so scghlecht gehalten würde!
    Auch das kleine affenhaus war furchtbar. Die Gayale haben ein jungtier.
    Achja und eas sind 6 Gürtelvaris und nicht vier.
    Es gäbe noch mehr zu erzählen, aber jetzt reichts erstmal, denke ich.
    (31.08.2006)

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    Klaus Schüling, 10. Feb 2009



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