tiergarten.com - The online-shop of Schüling Buchkurier
www.tiergarten.com – Der Online-Shop des Schüling Buchkuriers

tiergarten.com forum
Schüling Buchkurier - Dr. rer. nat. Klaus Schüling
Forum

    Forum unterwegs: Das nächste Treffen im Tierpark Bad Pyrmont Anfang Oktober

    -> alle Kategorien

    Beitrag hinzufügen
      
    Name: (= Nachname)  
    Passwort: (= Kundennummer)
    Sie haben noch keine Login-Daten? Hier können Sie sich anmelden!
    Beitrag: Bei längeren Beiträgen empfehlen wir, den Text in einem Textprogramm zu verfassen und aus der Zwischenablage einzukopieren.
    Foto: (gif/jpg/png)

    (Dateigröße max. 2MB)

    Flusspferde

    Carsten Horn:   In Berlin ist am 09.08. ein weibliches Flußpferd geboren...
    (25.08.2010)
    Ronald Masell:   @michael, ich bin immer davon ausgegangen, das der fotoatandpunktder weg zwischen Flussprferd-und Elefantenanlage war. in dem von dir eingestellten Plan links oben sehr gut sichtbar(grün) dann hat man den blick auf den grössten Landteil, auf dem zwei ausgewachsene Flusspferde nebeneinander passen. (vor der Anlage stehend rechts)
    Aber... nur meine annahme.
    (10.08.2010)
    Michael Mettler:   Ich hatte den Baum wegen der Distanz zum rückwärtigen Zaun eher vor als auf der Giraffenanlage vermutet. Und ich denke auch, dass der Fotograf eher auf dem Besucherweg als auf der Elefantenanlage stand, denn die Wegführung war laut Zooplan damals die gleiche wie heute. Hätte er auf der Elefantenanlage gestanden (oder auch nur auf dem Pflanzstreifen zwischen dieser und dem Hippogehege), dürfte m.E. nicht das nach links ansteigende Gitter der Nachbaranlage der Hippos (hinter deren Gehegezaun) zu sehen sein, weil dieser Bereich dann durch das Haus verdeckt wäre - siehe Zooplanausschnitt unten (alles nach wie vor in der Annahme, es handele sich um Köln).
    (10.08.2010)
    Carsten Horn:   Und wenn der Fotostandpunkt auf dem heutigen (und damaligem?) Besucherweg liegt, da hätte ich ihn nämlich vermutet, dann wäre das Blockhaus nicht mit drauf?
    (09.08.2010)
    Ronald Masell:   Die gestrige Führung mit Dr. Behlert war die beste die ich persönlich bisher mitgenacht habe. Sehr informativ. Sehr kurzweilig, und zum Schluss wurden auch noch vier Alpakas gechipt.
    Zum Flusspferdfoto:auf der ehem. Elefantenfreianlage kann man ungefähr den Standpunkt des Fotografen vor 40 Jahren einnehmen. Kamera hatte ich natürlich vergessen! Ja, ja das Alter.ich würde jetzt sagen Köln war es nicht!das querstehendeBlockhaus, in dem auch die Impalas untergebracht sind müsste mit auf dem foto sein, das stand doch schon vor 40 Jahren oder...und der Baum ist nicht der Baum auf der Giraffen freianlage.das müsste der Baum sein, der rechts des runden Stallgebäudes der ehemaligen Wasserbockanlage( das jetzige Marabugehege) steht. Ich denke wir müssen die Bestimmung neu vornehmen. eine schöne Woche für Alle!

    (09.08.2010)
    Ronald Masell:   wir sind Sonntag zur Zoofreundeführung in Köln, da werde ich mal nachschauen.
    mittlerweile bin ich auch fast für Köln. auch wegen des Baumes den michael erwähnt hat. meine Frau meinte das die Impalas auf der Giraffenanlage sich sehr oft im Schatten des Baumes ablegen.
    (04.08.2010)
    Michael Mettler:   Und hier noch mal in Echtperspektive, bei dieser Weitwinkelaufnahme von 2007 stand ich zufällig an der Ecke, die ich auch für Dolders früheren Standplatz halte. Das Hippo-Paar müsste noch rechts vom weißen Pfeil gestanden haben. Der Hintergrund sieht zwangsläufig anders aus, denn in den 70ern bestand ja noch nicht die Bahnschwellen-Umzäunung des Nashorngeheges.
    (02.08.2010)
    Michael Mettler:   Ich kann meine Beweisführung in punkto Köln weiter untermauern.

    @Ronald Masell, die Backsteinmauer stimmt, aber das ist die Außenmauer des Zoos hinter dem Giraffengehege, und die über die Mauer hinausragenden Gebäude im Hintergrund stehen außerhalb des Zoos. Nach der Perspektive wurde das Hippopaar diagonal über das Becken hinweg aufgenommen, also - vor dem Außengehege stehend - von dessen linker vorderer Ecke aus. Das dafür benutzte Teleobjektiv ließ nicht nur die Tiere, sondern auch deren Hintergrund näher heranrücken, so dass die Distanzen sehr viel kürzer wirken.

    Vor der Beckenkante, an der das Paar steht, verläuft der rechte Einstieg ins Becken, die Hippos stehen also näher am Haus an als der Besucherseite. Das helle Gitter mit SENKRECHTEN Stangen hinter dem Hippo-Gitter gehört zum Nachbargehege am Elefantenhaus. Rechts hinten im Bild, beim Baum, sieht man aber im Hintergrund noch ein Gitter mit drei WAAGRECHTEN Stangen, und das ist der rückwärtige Zaun der Giraffenanlage. Dahinter verläuft deren Versorgungsweg, und dann kommt die Zoomauer. Der Baum steht wahrscheinlich noch heute an der Giraffenanlage...?

    Zur besseren Verdeutlichung anbei ein Scan aus dem Plan des Zooführers von 1975 (der nächste erschien 1980, der Plan ist aber der gleiche). Die Hippos stehen unterhalb der Vorderfüße der Hippo-Grafik. Der helle Senkrechtzaun des Geheges darunter verläuft parallel zum dunkleren Hippo-Zaun. Der Baum steht vermutlich dort am Giraffengraben, wo der Hals der Giraffengrafik über den Graben hinausragt, denn sein Standort würde dann auch den Knick im Grabenverlauf erklären (Graben um den Baum herum gebaut). Das Giraffenhaus ist nicht zu sehen, weil es knapp außerhalb des linken Bildrandes stünde, die Rinderblockhäuser nicht, weil sie entsprechend rechts außerhalb stünden.

    Nach dem Schattenfall und der Himmelsrichtung des Hauses zu urteilen muss das Foto an einem frühen Sommernachmittag entstanden sein, vielleicht hilft das Herrn Dolder bei der Erinnerung :-) Aber mal im Ernst: Als professionelle Tierfotografen haben die Dolders mit Sicherheit Hunderttausende von Fotos gemacht, und vermutlich war ihnen die Tierart oft oder meistens wichtiger als der Aufnahmeort. Ich wundere mich jedenfalls nicht so sehr, dass Willi Dolder sich unter solchen Umständen nicht auf Anhieb der Herkunft eines vor mindestens 32 Jahren aufgenommenen Bildes erinnern kann.
    (02.08.2010)
    Oliver Jahn:   @Liz, ich habe mich wohl selber verwirrt. :-)
    In diesem Buch werden etliche Zoos vorgestellt. Bei genauerem Hinsehen musste ich aber jetzt feststellen, dass es mehrere Bilder von Zoos gibt, die im Buch nicht beschrieben werden. Von daher war dein Herangehen völlig in Ordnung, die Autoren haben nur das Buch mit Fotos aus etlichen Zoos zusätzlich gefüllt, die im Text gar nicht weiter auftauchen. Also bleibt Köln weiterhin im Rennen!
    Beschrieben werden noch
    Amsterdam
    Antwerpen
    Basel
    Berlin West
    Bristol
    Chester
    Frankfurt
    Hamburg Stellingen
    London und Whipsnade
    Mulhouse
    Rotterdam
    Slimbridge
    Stuttgart
    Zürich.
    Fotos sind aber unter anderem auch von Münster drin und in der Beschreibung heißt es nur, dass die Dolders Tierfotos aus den führenden Tiergärten Europas darstellen.
    (02.08.2010)
    Liz Thieme:   Ich wollte bei dir keine Verwirrung stiften, sondern nur logisch vorgehen. Es ist natürlich problematisch, wenn man von extern an etwas knobelt, wenn die möglichen Zoos einem nicht bekannt sind.
    Aber es amüsiert mich, dass bei Herrn Dolder innerhalb kurzer Zeit zwei mal wegen des Buchs und Bildes angefragt wurde und beide Male die Auskunft kam, dass er sich nicht erinnern könne :)

    Aber wozu hat man nicht Spezialisten! Welche anderen Zoos sind denn im Buch noch aufgeführt, vlt ist noch ein Zoo von denen möglich - nur theoretisch gesehen.
    (02.08.2010)
    Oliver Jahn:   Vielen Dank an alle! Auch ich habe mir die Frage von Ronald gestellt, da sie mich ebenfalls zweifeln ließ. Aber anhand meiner eigenen Fotos sprechen Zaun und Beckenrand absolut für Köln. Und da auf Michaels Bild sogar etwas Grün zu erkennen ist, und auch ich meine, dass es sich um das gleiche Tier handelt, gehe auch ich von Köln aus. Das war ja auch mein erster Gedanke, verwirrt hat mich nach der Frage von Liz nur, dass das Ehepaar Dolder diesen Zoo im Buch gar nicht erwähnte. Dennoch finde ich die bisherigen Erklärungen sehr schlüssig und die anderen möglichen Zoos lassen sich relativ eindeutig ausschließen. Und wenn dann auch noch unser "Hippoexperte" Carsten als erstes auf Köln tippt, dann wird es schon stimmen. ;-)
    (02.08.2010)
    Sacha:   So, lieber Oliver, natürlich habe ich keine Kosten und Mühen gescheut, um Deine Frage zu beantworten:) und mich auch an den Fotografen direkt gewendet (via Email).

    Herr Dolder hat dann auch gleich geantwortet. Leider kann er sich nicht mehr an den Aufnahmeort erinnern, hält es jedoch durchaus für möglich, dass es Köln ist, da er sich zu dieser Zeit in Düsseldorf aufhielt und in den Zoos der näheren Umgebung fotografierte.

    Leider nicht ganz die erhoffte Antwort, ich weiss, aber anhand anderer Beiträge (v.a. von Michael Mettler), deutet doch alles mit grosser Wahrscheinlichkeit auf Köln hin. Frage: Hast Du dort schon jemanden angepeilt?
    (02.08.2010)
    Sven P. Peter:   Nur als kleiner Gedanke: Sehr viele alte Fotos aus Zoos sind in Zooführern oder Büchern gespiegelt abgedruckt, was schnell zur verwirrung führen kann. Passt der Blickwinkel vielleicht wenn man das ganze spiegelt?
    (02.08.2010)
    Ronald Masell:   wenn es köln wäre, müsste doch bei Blickrichtung Giraffenhaus eines der Rinder blockhäuser zu sehen sein.auf dem foto ist aber durchgängig eine Ziegelmauer zu sehen.und die andere Richtung geht auch nicht, da steht das Direktorenwohnhaus. ich würde gegen Köln sprechen.
    (02.08.2010)
    Michael Mettler:   Es spricht noch mehr für Köln, nämlich der dunkle Bulle rechts im Bild. Von 1955 bis 1992 lebte in Köln der Bulle Toni. Den habe ich zufällig 1991 an einer anderen Stelle im Gehege, aber in fast gleicher Körperhaltung fotografiert (siehe anbei). Dunkle Färbung ohne großflächige rosa abgesetzte Bereiche, die Form des Nackens und des Schädels, die Größe und Anordnung der "Noppen" neben dem von uns aus gesehen linken Ohr - passt alles. Dazu der Zaun, der Beckenrand und eine zumindest rudimentäre Grasnarbe. Auf dem Dolder-Foto ist zudem zu sehen, dass der hellere Zaun des hinterliegenden Geheges von links nach rechts abfällt, und die Stalltüren des Kölner Hauses befinden sich über Gehegebodenniveau - es führen Rampen zu ihnen hinauf. Die Hippos - die Kuh links muss demnach Änne II sein - stehen also rechts außerhalb ihres alten Beckens, außerhalb des linken Bildrandes steht das Haus.
    (31.07.2010)
    Oliver Jahn:   Also für mich ist Köln auch noch immer der Favorit. Die Gitter passen auf jeden Fall und auch die Beckenkante. Den Hintergrund kann ich nicht gut ausmachen, da er recht verschwommen ist, außerdem ist das Bild ja aus den 70er Jahren. Hat denn jemand in früheren Jahren die Anlage mal begrünt gesehen?
    (31.07.2010)
    Liz Thieme:   So, Antwort erhalten, aber leider wusste es die Hauptquelle selber nicht aus dem Kopf. Müsste wohl sein ganzes Archiv durchwühlen... Tut mir Leid. Aber vlt. findet von uns doch noch einer den entsprechenden Zoo.
    (31.07.2010)
    Liz Thieme:   Das Buch zeigt doch nur bestimmte Zoos, oder?
    Frankfurt ist es auf jeden Fall nicht. Aber ich bin an der Lösung dran. Drück die Daumen, dann erfahr ich es vlt schon dieses WE.
    (31.07.2010)
    Carsten Horn:   Antwerpen passt nicht, im alten Gehege (vor 1978) war das Wasserbecken vorne, der Landteil dahinter und keine "Kante" zwischen Land- und Wasserteil.

    Irgendwie denke ich bei dem Bild an Köln, Blickrichtung Giraffenhaus, aber der Hintergrund passt mir irgendwie nicht dazu, aber ist ja schon über dreißig Jahre her, kann sich ja verändert haben...
    (31.07.2010)
    Sacha:   Von der Zeit her könnte es Antwerpen sein. Frankfurt hatte ich auch im Sinn, aber da passen m.E. Abschrankung mit dahinterliegenden Gebäuden nicht zusammen. Ich habe das Buch auch. Wenn ich heute nach Hause komme, dann schaue ich mal nach. Vielleicht entdecke ich ein wegweisendes Detail:)
    (30.07.2010)
    Oliver Jahn:   Willi und Ursula Dolder
    "Wunderland Zoo"
    1978
    (30.07.2010)
    Sacha:   Wie heisst denn das Buch und wann wurde es veröffentlicht? Könnte ggf. weiterhelfen.
    (30.07.2010)
    Oliver Jahn:   Ich habe in einem Bildband, den ich neulich erstanden habe, folgendes Foto gefunden. Leider stand nicht dabei, wo es entstanden ist. Ich habe als erstes an Köln gedacht, kenne diese Anlage allerdings nicht begrünt. Das muss ja aber nicht heißen, dass sie das nie gewesen ist.
    (30.07.2010)
    WolfDrei:   Der Botaniker in mir: an Birken würde ich mich nicht "festbeißen" wollen. Bei der Sonnenstellung reflektieren auch andere glatte Stämme ähnlich.
    (01.07.2010)
    Carsten Horn:   Groß-Gerau hab ich nicht aufgeführt, da gab es nach meinem Kenntnisstand nur ein Hippo, welches im Alter von drei Jahren wieder abgegeben wurde. Tüddern kann man lt. Elephant.se auch auschließen, da es Elefanten dort erst ab 1981 gab.

    Was eventuell auch noch in Frage käme wäre Reserva Africana, zwar nicht deutschprachiger Raum, aber ein Betrieb des Ruhe-Imperiums... Wobei ich mir nicht so schlüssig bin, ob es auf Mallorca auch Birken gibt, g...

    Tallinn hatte meines Wissens nie Hippos, es sei denn, es ist ein Leihtier, wie es das früher auch in manchen Zoos im deutschprachigen Raum gab...
    (01.07.2010)
    Oliver Jahn:   Ich habe so eben freundlicher Weise per Mail einen Auszug aus dem Zuchtbuch der Flusspferde erhalten.
    Ralf, dein Ausschluß war hier absolut richtig. Bambezi (M) (Budapester Nachzucht) kam 01/1955 und verstarb 07/1993 in Poznan, er lebte nur im alten Zoo. Man sollte sich eben doch nicht zu sehr auf die Zootierliste verlassen! ;-)
    (30.06.2010)
    Michael Mettler:   Das Buch ist von 1979 - ob Familie Barisch da wirklich im damaligen Ostblock zum Fotografieren unterwegs war...? Ist zwar nicht unmöglich, aber die Wahrscheinlichkeit halte ich für recht gering.
    (30.06.2010)
    Oliver Jahn:   Ich habe Poznan Nowe Zoo hier angeführt, weil sie Flusspferd/e gehalten haben sollen, zumindest gibt das Zuchtbuch für die Flusspferde von 2007 das so an und ich habe es der Zootierliste entnommen.
    (30.06.2010)
    Ralf Seidel:   Poznan, Nove Zoo würde ich auch ausschließen, da wurden von den
    klassischen "Dickhäutern" bislang nur
    Breitmaulnashörner gehalten. Sollten dort Flusspferde gehalten worden sein, könnten die aber auch im riesigen See im Zentrum des Zoos abgetaucht sein...)
    (30.06.2010)
    Oliver Jahn:   Drei einrichtungen habe ich noch, die ich nicht kenne, und bei der evtl. ein Ausschlußverfahren helfen könnte.
    Groß-Gerau (Safariland - geschlossen 1985)
    Tüddern (Safaripark - geschlossen 1990)
    Poznan (Nowe Zoo)
    Den alten Zoo in Poznan (ebenfalls Flusspferd- und Elefantenhalter) kenne ich und den kann ich ausschließen.
    (30.06.2010)
    Oliver Jahn:   Ich habe die ganze Zeit beim Betrachten des Bildes überlegt, an welchen Zoo mich der Gesamteindruck erinnert. Auch wegen der Birken und der einfachen und geraden Zäune. Jetzt bin ich drauf gekommen. Das Bild erinnert mich an Tallinn. Also ich habe kein direktes Gehege in Tallinn vor Augen, denn das passt auch gar nicht zum derzeitigen Tierbestand, aber wenn man in Tallinn im Zoo ist (und ich gehe davon aus, dass beide Zoos sehr ähnlich waren, denn die Landschaft ist ja die gleiche) dann passt dieses Bild hier absolut in die Gesamterscheinung. Auch diese Aussage ist natürlich völlig ohne Gewähr und entspringt viel mehr einem Empfinden als einem Wissen.
    (30.06.2010)
    Michael Mettler:   @Oliver: Die Ruhe-Zoos z.B. hatten Gebäude, die für die vorübergehende oder sogar längere Aufnahme von Dickhäutern geeignet waren. Deshalb kam ich auf Gänserndorf, denn auch das war ein zeitweilig ein Ruhe-Standort. Und wir wissen doch aus historischen Zootagen bis hin zu Magdeburg oder Cottbus, wie simpel selbst erwachsene Elefantenkühe dauerhaft untergebracht wurden. Vielleicht reichte auch für ein Hippo vorübergehend ein (ehemaliger) Kuhstall, wenn es im Sommer vielleicht sogar nachts draußen blieb und im Winter gar nicht (mehr) da war. Um mal andere Beispiele zu nehmen: Die für Hodenhagen importierten Breitmaulnashörner trafen damals schon lange vor Eröffnung des Parks ein, ihr Stall war noch nicht fertig, und so wurden sie kurzerhand auf umliegenden Bauernhöfen einquartiert (!), auf denen sie wahrscheinlich normale Stallboxen bekamen. Und selbst ein Zoo wie Halle steckte solche Nashörner in ein für Antilopen gebautes Haus, und der Bulle brauchte trotzdem eine längere Zeit, um es auseinanderzunehmen ;-)
    (30.06.2010)
    Oliver Jahn:   Michael, denkbar ist alles. Ich versuche nur ein wenig einzugrenzen. Und zu deinen Möglichkeiten, die natürlich alle sein können, fehlen mir Beispiele, die ebenfalls möglich sind. In Helmsbach habe ich zumindest Bilder von der Innenanlage der Hippos, zu der auch diese hier abgebildete Außenanlage passen würde. Welcher Handelszoo aber hatte einen stabilen Elefantenstall und ein dazugehöriges Außengehege mit Wasserbecken?
    (30.06.2010)
    Michael Mettler:   Die flache "Planschmulde" und der große Landbereich sprechen m.E. eher für ein Elefantengehege. Das typische Flusspferdgehege der Nachkriegszeit (und älter schätze ich die gezeigte Anlage nicht ein, dafür wirkt mir der Beton zu "neu") bestand nun mal aus einem ca. 1,5 m tiefen Becken mit senkrechten Wänden, steilem Einstieg und einem Landteil, der oft nicht größer war als ein liegendes Hippo-Paar Platz braucht.

    Oliver, der umgekehrte Fall ist doch genauso denkbar: Ein Handelszoo hatte einen stabilen Elefantenstall, ein Gehege mit dickhäutersicherem Zaun und zumindest außen ein Wasserbecken und musste statt der sonst üblichen Jungtiere vorübergehend ein adultes Tier unterbringen. Könnte übrigens auch ein eingestelltes Circus-Hippo sein.

    Oder aber ein Zoo hatte eine für die Zucht zu kleine Hippo-Anlage, in der es gerade Nachwuchs gab, und man musste den Vater vorübergehend ins Elefantengehege ausquartieren....
    (30.06.2010)
    Oliver Jahn:   Es stellt sich ja auch die Frage, ist hier ein Flusspferd im Elefantengehege oder zwei Elefanten im Flusspferdgehege? Gehe ich von der zweiten Variante aus, dann wäre Hemsbach noch stärker im Rennen, denn es war ein Handelszoo, der garantiert auch immer mal wieder Elefanten hatte, neben anderen Tieren aber eine feste Flusspferdhaltung mit eigenem kleinen Tropenhaus für die Innenstallungen mit Wasserbecken. Wenn hier der Zoo plötzlich zwei Elefanten auf Lager bekommt, dann ist es schon gar nicht so unlogisch, die beiden Rüsselträger einfach mal mit ins Flusspferdgehege zu stellen, dem einzigen Gehege, welches sicher etwas stärker abgesichert war, als der Rest.
    (30.06.2010)
    Carsten Horn:   Auf dem Weg hab ich es auch schon versucht, aber da bleibt so einiges über, an "zoologischen Einrichtungen" der Safaripark Gänserndorf und der Safaripark Welzheim, an Handelszoos bzw. Tierhändler Raak oder Sensen. Oder theoretisch könnte die Aufnahme ja auch mit Zirkustieren entstanden sein, dann käme z. B. Althoff, Frankello oder Williams in Frage.

    Inwieweit die Elefanten hatten, weiß ich allerdings nicht, vielleicht läßt sich darüber der ein oder andere ausschließen. Immer vorausgesetzt, es ist wirklich im deutschsprachigen Raum aufgenommen und ein Bulle, g...

    Die Autorin des Buches ist Baujahr 1913, falls der genannte Bildautor Klaus Barisch ihr Gemahl war, also in ähnlichem Alter (weiß ich nicht), kann das Bild natürlich in einem großem Zeitraum entstanden sein, macht die Suche auch nicht gerade einfacher...
    (30.06.2010)
    Michael Mettler:   @Carsten Horn: Gesetzt den Fall, es wäre aus dem deutschsprachigen Raum, was gäbe denn deine Datenbank per Ausschlussverfahren überhaupt an möglichen Haltern vor 1979 her? Das Flusspferd scheint mir ein adulter Bulle zu sein, und die großen Zoos kommen eindeutig nicht in Frage. Bei Safariparks scheiden Hodenhagen und Stukenbrock m.E. aus. Ersterer hatte m.W. nie Asiatische Elefanten, letzterer hat ein zu flaches Gelände für das von mir vorhin angeführte, tiefer liegende Nebengehege.
    (29.06.2010)
    Carsten Horn:   Über die Autorin läßt sich leider auch nichts mehr rausbekommen, die ist 1992 verstorben.

    Den Bildautor kenn ich noch, Klaus Barisch, das steht im Buch drin, mehr aber leider nicht, :-(
    (29.06.2010)
    Jennifer Weilguni:   Dass da aber auch keine Angabe über die Herkunft in dem Buch steht .. :-((
    (29.06.2010)
    Carsten Horn:   Das es sich nicht gerade um eine leichte Aufgabe handelt und deshalb nicht Massen an Antworten kommen, ist mir auch klar, ich hab mir auch schon ergebnislos den Kopf zerbrochen, wo das sein könnte, zumal es ja nicht mal eine regionale Eingrenzung gibt...

    Neuwied kann man eventuell ausschließen, da das Buch von 1979 ist und Hippos dort von ca. 1980-1985 gehalten wurden
    (29.06.2010)
    Michael Mettler:   Oder Neuwied, was ja auch zeitweise ein Händlerzoo war.
    (29.06.2010)
    Oliver Jahn:   Es könnte natürlich auch ein "Handelszoo" sein, der die Tiere nicht lange hatte und sie deshalb auch nur bis zur Abgabe zusammen hielt. Dann käme evtl. noch Hemsbach in Frage.
    (29.06.2010)
    Michael Mettler:   Fakt ist, dass es sich um ein hügeliges Gelände handeln muss. Hinter dem Gehegezaun der Dickhäuter ist ein Zaun mit Überhang zu sehen, der entweder ein benachbartes Gehege umschließt oder die Außengrenze des Zoos/Safariparks darstellt. Solche Zäune sind normalerweise recht hoch, man sieht aber nur das obere Stück - das Gelände hinter den Dickhäutern dürfte also wesentlich tiefer liegen.

    Falls aus dem deutschsprachigen Raum stammend, tippe ich vom Gesamteindruck her auf einen der längst geschlossenen Safariparks wie Gänserndorf. Den Birkenwald würde ich dabei nicht so sehr für die Region als Indiz betrachten; Safariparks entstanden m.W. vor allem auf Geländestücken, die land- und forstwirtschaftlich nicht lohnenswert waren, und genau auf solchem Boden wachsen eben auch häufig Birkenbestände.
    (29.06.2010)
    Oliver Jahn:   @Carsten, glaube bitte nicht, an deiner Frage hier bestünde kein Interesse, daher kommt auch keine Reaktion...auf gar keinen Fall ist das so, es ist nur ein wirklich harte Nuss.
    Die deutschen Haltungen möchte ich weitestgehend ausschließen, denn die bin ich alle mal durchgegangen, da kommt keine in Frage, zumindest von denen, die ich kenne.
    Einige kenne ich nicht, da bliebe also z.B. Düsseldorf als Möglichkeit, es gab ein Dickhäuterhaus und es wurden Elefanten und Flusspferde gehalten.
    Die alte Anlage in Dresden kenne ich nicht, auch wurden hier gern die Elefanten im Zoo herum geführt und die durften sogar im Seehundteich mal badeb, also möglich wäre das auch, allerdings schätze ich von alten Bildern und Zeichnungen her, die Dresdener Anlage als kleiner ein.
    Auf Grund des Birkenwäldchens tippe ich ja auf Osteuropa, leider kenne ich mich da zu wenig aus.
    (29.06.2010)
    Carsten Horn:   Eine Frage an das geballte Zoowissen hier im Forum, g, ich hab im Buch "Mit wilden Tieren leben" von Hilde Barisch dieses Bild gefunden, aber keine Ahnung, wo das aufgenommen ist?

    Und der am 22.05. in Antwerpen geborene Flußpferdbulle heißt Lambiki.
    (28.06.2010)
    Carsten Horn:   Ich hab noch ein Flußpferd unterschlagen in der Liste, eine gebürtige Frankfurterin, Olga (in Frankfurt) bzw. Deka ( in Tokio), geboren am 25.04.1952, lebt im Tokio Ueno Zoo, ist also Nr. 2 in der Liste.


    (13.02.2010)
    Gudrun Bardowicks:   Beekse Bergen hält weiterhin an dem Wunsch nach einer Flußpferdhaltung fest, wie ein niederländischer Teilnehmer im Zooforum berichtete. Die Tiere sollen jetzt allerdings erst 2011 kommen, da es wohl noch Probleme mit der Genehmigung der zukünftigen Flußpferdanlage gibt und man daher erst einmal für Kaffernbüffel baut, die bereits im Sommer 2010 zu sehen sein sollen.
    (28.01.2010)
    Carsten Horn:   Man sollte um die Zeit nichts mehr schreiben, Donna ist ca. 1951 geboren und Bertie lebt natürlich noch...
    (28.01.2010)
    Carsten Horn:   Wegen einer Anfrage hab ich heute mal die ältesten Flußpferde der Welt herausgesucht:

    1. Donna, geboren ca. 1961 in Memphis, lebt in Mesker Park Zoo Evansville

    2. Blackie, geboren ca. 1954 in Tansania, lebte in Cleveland

    3. Bubbles, geboren 29.10.1954 in Philadelphia, lebt in Toledo

    4. Bertie, geboren 21.08.1956 in New York Central Park, lebt in Denver

    5. Mary, geboren ca. 07.1957 Geburtsort unbekannt, lebt in St. Petersburg

    6. Bresta, geboren 15.12.1958 in St. Petersburg, lebt in Kiev

    7. Rosl, geboren 28.12.1958 in Karlsruhe, lebt in Gelsenkirchen

    8. Tammy, geboren ca. 1959 Geburtsort unbekannt, lebt in Jerusalem

    9. Snorkel, geboren 14.10.1959 in Auckland, lebt noch da

    10. Lu, geboren 26.01.1960 in San Diego, lebt in Homossa Springs

    Die letzten Kontakte zu den Zoos waren allerdings teilweise im letzten Jahr, wäre also möglich, das das ein oder andere Flußpferd mittlerweile gestorben ist... Möglich ist auch, das irgendwo noch ein altes Tier lebt, welches mir nicht bekannt ist.


    (28.01.2010)
    Sacha:   @Michael Mettler: Wenn ich mich recht erinnere, waren Flusspferde, also H. amphibius, ursprünglich mal für den neuen Afrikabereich Rotterdams geplant. Zumindest habe ich so etwas im Konkurrenzforum (zoochat) gelesen. Ich nehme aber an, dass dies die erste Version war, denn damals wären auch die Giraffen an eine ganz andere Stelle gekommen. Vielleicht weiss ja ein niederländischer Forumsteilnehmer mehr...
    (28.12.2009)
    Carsten Horn:   Soweit ich weiß, hält Emmen an der Flußpferdhaltung fest...

    Mit Tanjas Tod dürfte auch die längste Flußpferdhaltung im Zoo beendet sein, im nächsten Jahr hätte man neben Tanjas fünfzigstem Geburtstag auch 150 Jahre Flußpferdhaltung feiern können...
    (26.12.2009)
    Michael Mettler:   Hoffen wir erst mal, dass Emmen auch nach dem Umzug auf das neue Gelände noch Hippos halten wird!

    Ansonsten finde ich noch schade, dass Rotterdam keine in seinen Masterplan aufgenommen hat. Die alte Giraffenanlage hätte zusammen mit den Anlagen für Zwergflusspferde und Warzenschweine eine gute Außenfläche abgegeben, und innen ist ja das alte Hippobecken noch vorhanden (von den Zwergen genutzt) und die Landbereiche könnten ebenfalls mindestens um die alten Giraffenställe erweitert werden.
    (26.12.2009)
    Carsten Horn:   Vielleicht bekommt Beekse Bergen ja doch noch mal die Kurve, dann wären es wieder zwei Halter, obwohl ich schon lange nichts mehr gehört habe, das sich dort irgendwas bewegt in Sachen Flußpferdhaltung...
    (26.12.2009)
    Michael Mettler:   ...und damit ist nun Emmen der letzte Flusspferdhalter in den Niederlanden.
    (25.12.2009)
    Carsten Horn:   Flußpferd Tanja in Artis ist heute morgen eingeschläfert worden, :-)
    (25.12.2009)
    Michael Mettler:   @Henry Merker: Die durch Flusspferde in Afrika zu Tode gekommenen Menschen wurden aber m.W. nicht von den Tieren verzehrt... Laut Literatur lassen sich viele diese Fälle dadurch erklären, dass Menschen in Booten zu nahe an Revierbullen herankamen oder Menschen an Land zwischen ein dort befindliches Hippo und das Wasser gerieten, so dass das Tier seinen Fluchtweg versperrt sah.

    Übrigens ist auch der Kaffernbüffel als eines der gefährlichsten Tiere Afrikas bekannt, und ich würde ihn dennoch nicht zum "Raubrind" abstempeln...
    (21.07.2009)
    André Haubrich:   Ich glaube auch, dass der Tod durch Flusspferde mehr wegen Revierverteidigung als wegen Lust auf Fleisch.
    Gerade in Zoos dürfte es kaum dazu kommen. Ich würde sie mit Huftieren (z.B. Mrs. Grays Wasserböcke und Rothalsgazellen zum Thema Sudan) oder Impalas und Naylas vergesellschaften.
    (21.07.2009)
    Henry Merker:   @Holger Wientjes:
    Das mag sein; aber bei einem Tier, das als das gefährlichste ganz Afrikas bekannt ist, glaube ich nicht, dass alle Opfer nur wegen Revierverteidigung getötet werden.
    Ansonsten sei vermerkt, dass sich ähnliches auch auf die echten Schweine übertragen ließe. Und dass diese auch nicht so ohne weiteres mit anderen Huftieren zu vergesellschaften sind, wurde innerhalb dieses Forums diskutiert.
    (21.07.2009)
    Holger Wientjes:   Die Agression der Flusspferde in den Freilandfilmbeiträgen scheint mir eher auf Revierverteidigung hinauszulaufen. Weniger auf aktiven Beutefang !
    Ausserdem wird an den Kadavern wohl, so scheint es zumindest, am Mageninhalt der toten Tiere genascht, der ja aus Pflanzen(resten) besteht.
    Also ganz so weit gehen und sie als "Riesenraubschweine" bezeichnen würde ich nicht.
    (21.07.2009)
    Michael Mettler:   Foto vergessen...
    (21.07.2009)
    Michael Mettler:   Ein Bild aus einer ganzen Serie des spielenden "Paares", die ich im Berliner Zoo aufgenommen habe.
    (21.07.2009)
    Henry Merker:   Da Herr Amend auf die problemlose Vergesellschaftung von Grevyzebras und Breitmaulnashörnern hinwies (siehe Grevyzebrathread), ließ sich über eine Vergesellschaftung von Nilpferden und Breitmaulnashörner nachdenken...
    Ansonsten: siehe vorhergehenden Beitrag.
    (21.07.2009)
    Henry Merker:   @Niedersachse:
    Dann scheinen also alle Flusspferdarten sehr gefährlich zu sein; man könnte sie vielleicht als "Riesenraubschweine" ansehen. Jedenfalls ist, wie schon erwähnt, eine Anlage wie sie etwa für Kopenhagen erwähnt wird vorzuziehen, wenn man schon nicht auf eine Gemeinschaftshaltung verzichten möchte. Ansonsten wäre also eine reine Flusspferdanlage (entweder für Zwerg- oder Nilpferde) vorzuziehen, da mit den geringsten Risiken verbunden.
    (21.07.2009)
    Michael Amend:   @Ralf Sommerlad. Das hätte mich mit den Pavianen auch sehr gewundert, nicht nur, das die Flußpferd-Anlage einfach zu klein ist, um dort noch eine derart aktive Art wie Paviane zu halten,die Anlage war auch nicht "Pavian-Sicher". In der Nachbar-Anlage, getrennt von den Flußpferden, waren bei meinem Besuch Kattas untergebracht.
    (21.07.2009)
    Ralf Sommerlad:   @MA: Sie haben Recht hinsichtlich Busch, ich werd eben älter.Aber Lemuren sind da
    (Eulemur rufifrons)...,meine Fotos sind aber von sehr schlechter Qualität
    (21.07.2009)
    Holger Wientjes:   Bei den Vergesellschaftungen mit Mandrills und Mangaben in Halle lag die "Schuld" am Scheitern somit wohl nicht allein bei den Zwergflusspferden.
    (21.07.2009)
    IP66:   Interessanterweise gelten die Hartlaubenten als anderem Wassergeflügel gegenüber recht aggressiv - insofern sehen sie ihre berliner Mitbewohner wohl nicht als solches an oder sind zu beweglich, um von diesen attakiert zu werden.
    (21.07.2009)
    IP66:   Interessanterweise gelten die Hartlaubenten als anderem Wassergeflügel gegenüber recht aggressiv - insofern sehen sie ihre berliner Mitbewohner wohl nicht als solches an oder sind zu beweglich, um von diesen attakiert zu werden.
    (21.07.2009)
    Michael Mettler:   @Niedersachse: Der Unterschied zwischen den Sakis und ihren Vorgängen dürfte sein, dass die Sakis angeblich nie den Boden der Anlage aufsuchen, während Mandrills und Rotscheitelmangaben natürlicherweise den Zwerghippos häufiger auf dem Boden begegnen. Mit dem Imponierverhalten von Mangaben bin ich nicht vertraut, aber Mandrill und Zwergflusspferd nutzen mit dem Drohgähnen eine annähernd identische Geste, die vielleicht von beiden Seiten als Frechheit empfunden wurde....
    (21.07.2009)
    Niedersachse:   @MM: Hab genau zwischen diesen beiden Zoos geschwankt. Gehegetechnisch hat Halle aber gute Voraussetzungen, immerhin ist die Anlage sehr groß.

    @Holger Wientjes: Wie Michael Mettler aber auch schon sagt sind die Sakis bereits der 3. Besatz nach Mandrills und Rotscheitelmangaben. Die Sakis sind ja wesentlich kleiner und ruhigere Tiere. Und laut Pfleger-Aussage hat man ne sehr zahme Gruppe, was normalerweise nicht die Regel ist, grade Weißgesichtssaki-Männer sind oftmals nicht ohne.

    Trotz schönsten Wetter habe ich letzt in Halle beide Tierarten in ihren Ställen gesehen habe. Die Außenanlage schien auch nicht sehr belebt.
    (21.07.2009)
    Holger Wientjes:   Zumindest in Arnheim scheint die Vergesellschaftung mit Blauduckern zu funktionieren und in Berlin sind Hartlaubenten mit im Gehege, in Halle Sakis.
    (21.07.2009)
    Michael Mettler:   @Niedersachse: Das war Halle, nicht Chemnitz. Und vorher war es schon im selben Gehege mit Mandrills gescheitert.

    Kopenhagen hat m.W. seine neue Flusspferdanlage so gebaut, dass sie Teil einer Afrika-Anlage ist und die Steppentiere (Zebras, Gnus usw.) den Flusspferdbereich besuchen können, während die Hippos auf diesen beschränkt sind.
    (21.07.2009)
    Niedersachse:   Aber komischerweise gehen die Pfleger meist zu Zwergflusspferden nicht so häufig rein und gehen auf Körperkontakt wie bei den großen Flusspferden.
    Weil diese ja als aggressiver und unberechenbarer gelten als die großen.

    Bei den Vergesellschaftungen die ich bisher gesehen habe, habe ich nie aggressionen der Flusspferde gegenüber ihren Mitbewohnern gesehen.
    Bei zwergflussis konnte ich miterleben wie eine Kuh im Jaderpark 2 Enten platt gemacht hat.

    Und ist in Chemnitz (?) nicht die Vergesellschaftung mit Mangaben (?) gescheitert, weil die Arten sich miteinander angelegt haben?
    (21.07.2009)
    Henry Merker:   Zu den großen Hippos:
    Meine Beiträge im Zoo-Köln-Thread sollen nicht so verstanden werden, dass diese Tiere nun gar nicht gesellschaftsfähig seien. Es wird jediglich darauf hingewiesen, dass sie Allesfresser sind, die nicht nur Aas fressen, sondern eben auch selber durchaus Beute schlagen. Darum habe ich zwar geschrieben, dass ich Vergesellschaftungen von den großen Hippos mit anderen Huftieren mittlerweile doch skeptisch gegenüber stehe, dies dennoch praktiziert werden könne, wenn die entsprechende Art die Möglichkeit erhält, sich vollständig von den Flusspferden zurückziehen zu können. Bestenfalls wäre auch eine Anlage mit Separationsmöglichkeiten vorzuziehen, für den Fall, dass es einfach nicht klappen möchte.
    Nur dann würde ich jedenfalls eine Vergesellschaftung ohne Bedenken ansehen, da mir auch aufgefallen ist, dass im Zoo Berlin die Nyalas zumeist dann im Hippoteil zu sehen waren, wenn die Hippos sich im Innenbereich aufhielten.

    Ich nehme an, dass Nilpferde ähnliche Geschwindigkeiten erreichen können wie Nashörner und Elefanten...


    Was die Zwergflusspferde betrifft, glaube ich hier nicht, dass diese so problematisch sind, wie ihre großen Vettern.
    (20.07.2009)
    Liz Thieme:   Juli 1862
    Fortpflanzung der Nilpferde. In dem Amsterdamer zoologischen Garten wurde am Mittwoch (den 16. Juli [1862]) ein Nilpferd geboren. Anfänglich ließ es sich ansehen, als ob man das junge Thier am Leben erhalten können, da es breits nach wenigen Stunden im Stalle herum lief, und die Mutter es sorgsam pflegte und jede seiner Bewegungen beobachtete. Das Männchen, welches schon seit einigen Tagen vom Weibchen getrennt war, wurde inzwischen von Stunde zu Stunde unruhiger, so dass man es für nöthig fand, die aus eisernen Stäben bestehende Scheidewand noch durch hölzerne Bohlen zu verstärken, da die Sorge der Mutter für ihr Junges immer zunahm, und sie wiederholentlich das Junge, das sich zuweilen spielend der Scheidewand näherte, ziemlich unsanft zurückwarf.
    Am Abend und den folgenden Tag weigerte sich das Männchen die geringste Nahrung zu sich zu nehmen, seine Unruhe ging in Wut über, so dass es sich anstrengte, über die ca sieben Fuß [ca 2,13m] hohe Scheidewand zu klettern. Mit seiner Wuth steigerte sich auch kenntlich die Angst der Mutter und sobald das Junge nur Miene machte aufzustehen, warf sie es mit Gewalt gegen die wand des Stalles, so dass die einzige Hoffnung, das Junge am leben zu erhalten, darin bestand, dasselbe zu entfernen, worauf die Alten gleich zu Ruhe kamen und das ihnen vorgeworfene Futter gemeinschaftlich verzehrten. Das Junge starb jedoch am folgenden Abend, obschon alle Mühe angewandt wurde, es durch frische Milch zu nähren. Es war zu bedauern, dass man keine Gelegenheit hatte, das männliche Thier mit mehr Sicherheit von dem Weibchen zu trennen, was um so weniger geschehen konnte, als sie Beide nur ein Bassin hatten.
    September 1862
    Fortpflanzung der Nilpferde. Nach neuerdings eingezogenen Erkundigungen über den kürzlich in Amsterdam vorgekommenen Fall einer Fortpflanzung der Nilpferde können wir den früher gegebenen Notizen Folgendes beifügen:
    Die Thiere, deren Alter wir auf etwa 5 Jahre schätzen, wurden brünstig im September 1861. Die Begattung wurde in der Mitte September zwei Tage lang, häufig, beobachtet. Sie wird im Wasser vollzogen und dauert wie bei dem Pferde nur einen Augenblick. Nachher ließ das Weibchen das Männchen nicht mehr zu.
    Die Geburt erfolgte ganz unerwartet schon am 16. Juli 1862, also nach einer Trächtigkeitsdauer von nur 10 Monaten. Diese Periode ist auffallend kurz, wenn wir bedenken, dass das weit weniger voluminöse Pferd 11 Monate trägt.
    Das Junge war vollkommen reif, munter und gesund, wurde aber von der Mutter von der ersten Stunde an roh und hart behandelt. Sie warf es hin und her, ließ es nicht saugen und trotz aller Versuche mit künstlicher Ernährung starb es schon 2 mal 24 Stunden nach der Geburt.
    Einen Tag nach dem Tode des Jungen, drei Tage nach der Geburt nahm die Mutter schon wieder auf.

    (20.07.2009)
    Ralf Sommerlad:   Da waren aber welche...ich such das mal raus, müsste Fotos haben..
    (20.07.2009)
    Michael Amend:   @Ralf Sommerlad.Ich habe keine Paviane bei den Flußpferden gesehen,dazu ist auch der Landteil der Anlage viel zu klein...Dafür aber viele, viele Buntbarsche.

    In den Usa sind Vergesllschaftungen von Zwergflußpferden mit anderen Arten, z.B Duckern und Meerkatzen, nicht ungewöhnlich, San Diego hat alle drei Formen zusammen.
    (20.07.2009)
    Ralf Sommerlad:   Busch Gardens, Tampa: Mit Pavianen und Fischen, soweit ich hingeguckt hab...
    (20.07.2009)
    Holger Wientjes:   Flusspferde sind zwar keine Geparden. Aber können trotzdem ganz schön flott werden. Zumindest das sollte man in die Überlegungen mit einbeziehen !
    (20.07.2009)
    Anna Lena Stephan:   Aber welche Geminschaftshaltungen gibt es? Ich kann mir nicht vorstellen, dass Flusspferde, die ja nicht so pfeilschnell sind, nicht in kleine Durchgänge passen und auch nicht klettern, überhaupt nicht "gesellschaftsfähig" sind.
    (20.07.2009)
    André Haubrich:   Also die Statatungs kommen bei Paavianen nicht mehr in Frage. Spätestens beim ersten Kalb, vllt attakieren die Paviane aber sogar ausgewachsene, bzw andersrum.
    Die Erdmännchen müssten sich dann massiv vor dem Platttrampeln in Acht nehmen.
    (19.07.2009)
    Anna Lena Stephan:   Ich verlege mal die Überlegungen zu Flusspferd-Gemeinschaftshaltungen hier hin. Welche Gemeinschaftshaltungen mit Flusspferden gibt es? Welche gibt es nicht, wären aber machbar?
    (19.07.2009)
    Petra Schneider:   kennt jemand den aktuellen Bestand der Flußpferde aus Bussolengo/Italien?
    Dort ist 1/09 das Flußpferd Pippo verstorben, weiß jemand ob seither dort ein neues angekommen ist? Oder kommt da jemand demnächst vorbei, der mal nach einem Flußpferd dort schauen könnte.
    Suche Hannibal aus dem Zirkus Barelli, der 08 illegal von Frankreich mit gefälschter Cites importiert wurde
    (dort bereits im Zirkus Zavatta-Prein Beschlagnahmung ausgesprochen war und an Barelli transferiert wurde). Er soll 2/09 nun nach Bussolengo transferiert worden sein, aber auf der homepage ist nichts zu finden über eine Neuankunft.
    (08.05.2009)
    Oliver Jahn:   @Andreas, das Ausklammern des Antwerpener Backsteinbaus war ja auch richtig, schließlich steht das gesuchte Flusspferd in Amsterdam! ;-)
    Schade, dass auf dem Zwergflusspferdbild von Halle nicht mehr drauf ist. Das ist sicher noch aus der alten Anlage, in der heute das Uraltweibchen steht.
    (16.11.2008)
    Andreas:   Habe dabei diesen Schnappschuß im Net gefunden.Quelle: Zoo Halle !
    (16.11.2008)
    Andreas:   Ich hatte gestern Antwerpen ausgeklammert, weil ich nur den Backsteinbau von Fotos kannte. Aber die "Nachsuche" war dank Oliver`s Tipp doch erfolgreich
    (16.11.2008)
    Michael Mettler:   @Andreas: Dieses "Pärchen" wurde anscheinend von allen Seiten fotografiert... Wenn jetzt noch mehr Fotos davon auftauchen, hätten wir eine hundert Jahre alte Zoo-Dokusoap :-)
    (16.11.2008)
    Andreas:   @Michael Mettler:@Oliver Jahn: Da war ich wohl 1/2 Tag zu langsam :-)))
    (16.11.2008)
    Michael Mettler:   @Onca: Jepp, das (Postkarten-)Bild kenne ich. Der Tierkinderzoo wurde 1932 eröffnet, es könnte sich also um das 1931 in Hannover geborene Jungtier handeln. Sehr "kinderzoofreundlich" auch die schon recht stattliche Oryxantilope, die rechts hinter dem Futterverkaufsstand (?) von hinten zu sehen ist....

    Wenn nur männliche Flusspferde Hauer hätten, hätten wir in Hannover eine Bullengruppe :-) Auch die Kühe können recht beträchtliches Elfenbein tragen. Mag sein, dass das Amsterdamer Tier eine Zahnfehlstellung hatte (seitlich aus dem Maul wachsende Hauer sind ja auch nicht so selten bei Zoo-Hippos gewesen, vielleicht bestehen da sogar familiäre Zusammenhänge?) und die Zähne deshalb gekürzt wurden.
    (15.11.2008)
    Onca:   Diese Pfleger-Flusspferdbilder haben mich an eine Postkarte erinnert. Aus dem Streichelzoo in Hannover früher.
    (15.11.2008)
    Onca:   Ist ja interessant. Aber dann kann es sich auf dem Bild ja im Grunde nur um Betsy II handeln, da das Flusspferd keine Hauer hat. Oder wurden die vielleicht aus Sicherheitsgründen gekürzt?
    (15.11.2008)
    Michael Mettler:   @Tina: Greco hatte ich weiter unten schon als sehr unwahrscheinlich bezeichnet. Übrigens sind weiße Füße bei Flusspferden gar nicht mal so selten.

    Aber das Rätsel ist seit heute gelöst, Oliver Jahn fand den Zoo heraus (und gleichzeitig, dass ich mit einem Ausschluss-Grund auf dem Holzweg war): Das Foto stammt aus Amsterdam! Als ich Oliver heute das Buch "Het Boek van Artis" zeigte, entdeckte er beim Blättern zuerst ein doppeltes Rundbogentor hinter dem historischen Hippo-Innengehege, bewies mir dann anhand eines Fotos, dass es dort DOCH ein Außengehege gab (in einem alten "Zoologischen Garten" hatte ich das Gegenteil gelesen und deshalb gar nicht erst ins Artis-Buch geschaut, vermutlich ist die Anlage also erst nach dem Erscheinen des betreffenden ZG entstanden) und und tippte dann ein paar Seiten weiter auf das nebenstehend zu sehende Foto: "Da isser doch..." Das gleiche Gitter, ein weißfüßiges, "zahmens" Hippo und vor allem der gleiche Pfleger - bessere Beweise gibt es nun wirklich nicht. Im fraglichen Zeitraum hatte Artis zwei Flusspferde, ein Paar namens Cyrus und Betsy II.

    Das Rätsel wäre nun nur noch, wann die Fotos entstanden (auch das im Buch ist undatiert) und ob man dem Hippo die Eckzähne abgesägt hatte :-)
    (15.11.2008)
    Tina:   Nachtrag... ausserdem wird auf der HP ein Transfer von Hagenbeck nach Rom angegeben für dieses Tier...
    (15.11.2008)
    Tina:   Würde vielleicht doch nochmals Richtung Rom blicken... lt HP hipposworld gab es zur angegebenen Zeit einen Bullen namens Greco der als weissfüssig eingetragen ist. Vielleicht waren auch die weissen Pigmentierungen an den Beinen damit gemeint??
    Und wenn Hagenbeck mit diesem Zoo zu tun hatte, könnte sich doch auch erklären, warum auf der Postkarte die deutsche Sprache gleich nach der italienischen angeordnet ist??
    (15.11.2008)
    Michael Mettler:   @Oliver: Es gibt kaum Bildmaterial vom Nürnberger Warmhaus, aber ich gehe noch mal auf Säulensuche. Übrigens: Die Rückseite der Hippo-Karte ist wie bei heutigen Postkarten in der Mitte geteilt (links Raum für Text, rechts Anschriftfeld). Laut Wikipedia wurde diese Aufteilung bei Postkarten im deutschsprachigen Raum zwischen 1904 und 1907 festgelegt, vorher gab es auf der Rückseite nur ein großes Anschriftfeld und Texte mussten auf die Bildseite geschrieben werden. Älter als 1904 dürfte also wenigstens die Karte nicht sein - ob das für das verwendete Foto auch gilt, weiß ich natürlich nicht.
    (14.11.2008)
    Oliver Jahn:   Das Tier auf dem Bild von Andreas ist Obaysch, das erste Flusspferd in London. Das kann das Tier auf Michaels Bild nicht sein, es ging ja auch bei Andreas Bild mehr um das Haus.
    (14.11.2008)
    Tina:   Gesuchtes Tier von MM hat an beiden Vorderbeinen helle (weisse?) Pigmentflecken... beim Bild von Andreas nicht...
    (14.11.2008)
    Oliver Jahn:   @Jana, Wuppertal ist auch auszuschließen, die Hippos kamen erst 1927 und das Haus hat zwar Türen mit Rundbögen, aber keine zwei Türen so dicht nebeneinander.
    @Michael, das Haus in Nürnberg sieht mir etwas schlicht aus. Passt das irgendwo eine Säule hin?
    (14.11.2008)
    Michael Mettler:   @Jana, mit Nürnberg hast du eventuell einen ganz heißen Tipp geliefert! Wie schon gesagt war das Warmhaus weiß bzw. wenigstens auf den Schwarzweißfotos sehr hell. Leider gibt es in der Chronik weder Fotos von den Hippos noch vom Gehege, aber das nebenstehende Bild eines Zebras, das zur Räudebehandlung in eine Kiste gesteckt wurde, entstand mit großer Wahrscheinlichkeit am Warmhaus. Und wir sehen darauf ein mannshohes Stalltor mit schmucklosem Rundbogen, ganz wie auf unserem Rätselfotos. Auch die Arbeitskleidung des Pflegers rechts (die Person links ist der Tiergarteninspektor) ist zumindest ähnlich, könnte aber natürlich auch einen weit verbreiteten Kleidungstyp darstellen.
    (14.11.2008)
    Michael Mettler:   Wien hatte zu dieser Zeit andere Zäune am Flusspferdgehege (quer verlaufende Gitterstangen). Leipzig bekam erstmals 1926 Hippos, und die lebten ab dann im noch heute stehenden Dickhäuterhaus, einem Klinkerbau - scheidet also auch aus. Nürnberg hatte ab 1913 welche und hielt sie im Warmhaus, einem weißen (!) Gebäude; da wäre vielleicht noch ein Blick in die Chronik des alten Tiergartens interessant.
    (14.11.2008)
    Jana:   Dann ist Budapest warscheinlich nicht das gesuchte Ort. Wien (hier noch nicht erwähnt) scheidet glaube ich auch aus, kann mich an keine rundliche Tür dort errinnern.
    Wenn ich es systematisch versuchen wuerde, und ein List von Zoos, die vor dem 1.Weltkrieg gegründet sind, hier noch nicht ausgeschlossen wurden, und man sie als "bedeutend" bezeichnete (ich hab gerade in Hand das kleine Buch Zoologicke zahrady von Dobroruka), kommt dieses raus:
    Deutschpraechiges Raum (Deutschland, Osterreich-Ungarn und Schweiz) - Stuttgart, Posen, Leipzig, Wuppertal, Neurenberg und Riga.
    Andere europaeische Zoos - Paris (JDP und Vincennes), Dublin, Bristol, Manchester, Rotterdam, Kobenhaven, Moskau, Leningrad, Lisabon, Sofia und Edinburgh.
    (14.11.2008)
    Oliver Jahn:   Hier noch einmal der Blick auf die gesamte Wand. Wenn dort früher zwei Türen gewesen wären, hätten diese keinen Sinn gemacht, da das Innengehege dahinter so klein ist, dass man es nicht noch einmal hätte trennen können. Und die Tür scheint auch nie früher oben rund gewesen zu sein, da sie sonst an die Fenster darüber gestoßen wäre, und die sind auch von der Verglasung her recht original.
    (14.11.2008)
    Oliver Jahn:   @Jana, Budapest hat nur eine Tür zu den Flusspferden, und diese ist eckig. Das Bild ist nicht sehr gut, aber ich erkenne darauf zwei Türen mit Bogen oben und dazwischen eine Säule. Das passt dann nicht zu Budapest. Denn an keiner Seite gibt es zwei so eng neben einander liegende Türen und gar keine Säule. Vielleicht sehe ich aber das Bild auch falsch, es lies sich leider nicht digital optimieren.
    (14.11.2008)
    Michael Mettler:   Was das Gitter betrifft, so zeigt das auf dem nebenstehenden Foto auffallende Ähnlichkeit (z.B. den Rhythmus von jeweils vier dünnen senkrechten Stäben und einem dicken Pfosten). Dieses Foto ist allerdings ein Postkartenmotiv der Zwischenkriegszeit aus dem Kölner Zoo, und der kommt wegen der nicht passenden Türeingänge doch eigentlich nicht in Betracht für das Rätselbild?
    (14.11.2008)
    Jana:   Ich dachte auch an Budapest. Der Elefantenhaus dort wurde 1912 gebaut, was passen könnte. Diese Bilder habe ich im Netz gefunden.
    aktuelles: http://www.flickr.com/photos/furiosity/77406249/
    historisches: http://allati.virtus.hu/?id=detailed_article&aid=57153
    (14.11.2008)
    IP66:   Die Gitterstäbe sind durch dickere Elemente rhymthisiert, anders als auf dem londoner Bild. Das Gebäude wirkt für 1910 recht modern, noch in den 1890ern hätte ich eine dekorierte Türöffnung erwartet, ebenso irgend eine Dekoration an der in das Bild ragenden Gebäudeecke. Insofern würde ich von einem zwischen 1890 und 1910, eher unmittelbar vor 1910 errichteten Neubau ausgehen.
    (14.11.2008)
    Shensi-Takin:   Budapest?
    (14.11.2008)
    Oliver Jahn:   Ich habe mit Michael schon einige Stunden drüber gegrübel, daher hier noch einige Zoos, die wohl nicht in Frage kommen. Dresden, Frankfurt, Halle und auch Breslau, erst mein ganz heißer Favorit, scheidet aus.
    (13.11.2008)
    Michael Mettler:   OK, mit DEM Trick hätten wir natürlich noch diverse Möglichkeiten :-)
    (13.11.2008)
    Andreas:   @Michael Mettler: Ich trau mich noch mal, ganz zaghaft :-)
    Vorschlag: nebenstehendes Haus leicht umbauen, Zaun erneuern :-)
    (13.11.2008)
    Michael Mettler:   @Andreas: Das besagte Buch "London Zoo from Old Photographs" habe ich, und darin sind diverse Fotos von Obaysch und anderen Hippos in der Anlage am Giraffenhaus - die mit den Backsteinwänden.
    (13.11.2008)
    Andreas:   Grund meiner Annahme, oder aber, mein Englisch ist zu schlecht :-)
    The origin and conclusion of zoos in London started with the Edward Cross's Menagerie (1773-1829), proceeded to the Surrey Zoological Gardens (1831-1877), and culminated with the Zoological Gardens in Regent's Park (1828-present).


    (13.11.2008)
    Andreas:   Zaun könnte stimmen, Bilduntertitel:
    The hippopatamus named Obaysch arrived at the London Zoo in May 1850 and was an instant star.
    Source: Count of Montizon. Obaysch, London Zoo's first hippopotamus, 1852. in Edwards J. London Zoo from Old Photographs, 1852-1914,

    (13.11.2008)
    Andreas:   @Michael Mettler Tschuldigung :-) Das Backsteinhaus kenne ich natürlich von alten AK, ich nahm aber an, das in London 2 Zoo`s existierten.
    (13.11.2008)
    Michael Mettler:   @Andreas: Passt leider auch nicht, das Londoner Hippo-Haus hatte Backsteinwände.

    Wenn das Alter stimmt, fällt auch Rom flach: Laut dem in den 20er Jahren erschienenen Buch "Tiere im Zoo" des damaligen deutschen Zoodirektors von Rom (Knottnerus-Meyer) hatte der Zoo zwar einen einzelnen Flusspferdbullen namens Greco, doch hatte dieser einen Körper voller Narben und galt von Anfang an als bösartig und angriffslustig - danach sieht das Postkartenmotiv nun wirklich nicht aus.
    (13.11.2008)
    Andreas:   @Michael Mettler Wie wäre es mit Regents Park? Die zu erahnende Ornamente ? über der Tür erinnern mich an den Viktorianischen Stil. Anbei Kartenausschnitt von 1853.
    (13.11.2008)
    Michael Mettler:   Ich hatte mal auf meinen historischen Karten des hannoverschen Zoos nachgesehen, ob eine davon einen ähnlich mehrsprachigen Aufdruck hatte: nein. Aber die beiden einzigen Karten, auf denen neben "Postkarte" auch "Weltpostverein" in Deutsch und Französisch gedruckt ist, sind von (geschätzt) 1900 und (gestempelt) 1906. Die Nennung des Weltpostvereins könnte also zur geschätzten Datierung der fraglichen Flusspferdkarte geführt haben, falls man diesen Vermerk später nirgends mehr verwendete.

    Genf bekam 1935 einen adulten Bullen aus München; das wäre vermutlich für diese Karte zu spät. Über eventuelle vorherige Hippos dort weiß ich leider nichts. Auf jeden Fall zeigt das Bild keine provisorische Unterbringung (es sei denn, dass vorher Tapire oder - vom Datum her unwahrscheinlich - Zwergflusspferde dort lebten).
    (13.11.2008)
    Sacha:   @MM: Wie Du selber schreibst, ist die Jahreszahl nicht fix. Demzufolge könnte Genf immer noch passen. Ebenso der Jardin d'acclimation in Paris (was ich wegen der hervorgehobenen deutschen Bezeichnung auf der Karte jedoch nach wie vor für etwas unwahrscheinlich - nicht jedoch unmöglich - halte.)
    Zu Rom: Wurde der Zoo von Hagenbeck nur umgebaut und nicht neu geschaffen? Laut Wikipedia wurde er erst 1911 eröffnet und von Carl Hagenbeck gestaltet. Nach meinen Erinnerungen würde ich den Zoo resp. dessen Dickhäuterhaus keinesfalls als Kandidaten ausschliessen.
    (13.11.2008)
    Michael Mettler:   P.S. Habe mir das Baseler Elefantenhaus im Thread "Elefantenhaltung im 19.Jh." eben angesehen, das ja noch bis in die 1950er Jahre stand; das kommt m.E. auch nicht in Frage, die Türen sehen ganz anders aus. Der Zoo in Genf ist für mich eine "große Unbekannte", aber mindestens ein Flusspferd gab es dort tatsächlich (wenn auch erst nach 1910). Für Paris käme auch noch der Jardin d'Acclimatation in Frage, der um 1900 herum ebenfalls Halter gewesen sein muss. Oder Rom?
    (13.11.2008)
    Sacha:   @MM: Ja, ist italienisch. Aus meiner Sicht erhärtet sich damit der "Schweiz-Verdacht". Für eine deutsche Ansichtskarte ist italienisch zu prominent platziert (und holländisch zu wenig). Die Franzosen hätten damals (vor allem kurz vor dem I. Weltkrieg) Deutsch kaum halbfett abgedruckt. Basel ist m. E. nach ein ganz heisser Kandidat. Leider fehlt mir der Zugang zu alten Bildern des Zoos (resp. dessen alte Gebäude).
    (13.11.2008)
    Michael Mettler:   Doch, auch in Kyrillisch - siehe Scan. Dass Französisch an erster Stelle steht, würde ich nicht überbewerten, da dies m.W. die "offizielle Postverkehrssprache" ist/war. Aber falls "Cartolina postale" Italienisch ist, stehen tatsächlich die drei Schweizer Sprachen an vorderster Stelle der Auflistung.
    (13.11.2008)
    Sacha:   @MM: Auch in kyrillisch? Falls nein, könnten wir u. a. Russland, Bulgarien und Serbien ausschliessen.
    Welches sind die drei ersten Sprachen? Das könnte nämlich auch einen Hinweis geben. Ich denke da an die Schweiz, im speziellen an den ehemaligen Zoo in Genf oder ggf. Basel.

    (13.11.2008)
    Michael Mettler:   @Jana: In elf weiteren Sprachen, quer durch Europa... Dazu kommt noch "Weltpostverein" in Deutsch und Französisch, und neben "Postkarte" steht auch noch ebenfalls auf Deutsch "Correspondenzkarte". Hilft wahrscheinlich nicht sonderlich weiter.
    (13.11.2008)
    Sacha:   @MM: Ist mir bewusst. Habe den Punkt nur erwähnt, weil er mit dem Bild übereinstimmt.
    (13.11.2008)
    Jana:   In welchen anderen Sprachen steht das Wort "Postkarte" an der Ansichtskarte? Das könnte vielleicht helfen.
    (13.11.2008)
    Michael Mettler:   @Sacha: Eisengitter als Gehegebegrenzung für Hippos waren zu dieser Zeit vielleicht eher die Regel als die Ausnahme... Ich war noch nie in Paris - kann jemand Sachas Verdacht bestätigen?
    (13.11.2008)
    Sacha:   Könnte es der Jardin des Plantes in Paris sein? Dort gab es früher Flusspferde in einem rundbauartigen Dickhäuterhaus und die Anlage war meines Wissens mit Eisengitter umfasst. Vielleicht liege ich aber auch total daneben...
    (13.11.2008)
    Michael Mettler:   :-) Nach dem unter "Dickhäuterhäuser" zu sehenden Bild aus dem Hamburger Zoo zu urteilen würde ich diesen ebenfalls als Bildquelle ausschließen.
    (12.11.2008)
    Michael Mettler:   Anbei eine Knobelei, die aber für unser Spielchen nicht taugt, da die Lösung (noch) unbekannt ist: Wo könnte dieses Foto entstanden sein? Es handelt sich um eine Ansichtskarte unbekannten Datums, vermutlich um 1910. Das Wort "Postkarte" steht in -zig verschiedenen Sprachen auf der Rückseite, aber in Deutsch mittig und deutlich größer gedruckt. KANN also aus Deutschland sein, MUSS es aber nicht - immerhin steht auch nur der wissenschaftliche Name im Bild. Bislang komme ich nur auf Zoos, aus denen das Foto NICHT stammen kann, weil das Gebäude im Hintergrund nicht passt: z.B. Berlin, Hannover, München, Köln, Antwerpen - und Amsterdam, wo die Hippos m.W. damals nicht mal ein Außengehege hatten.
    (12.11.2008)
    Michael Amend:   @Sacha. Bingo, du erhälst 100 Punkte...Ich glaube mich erinnern zu könenn,das da wirklich auch ein Seehund mit herumgeplätschert ist, wie dem auch sei, die alte Hippo-Anlage in SF wird nun von Robben genutzt.Falls das noch so ist.
    (29.10.2008)
    Sacha:   @Michael Amend: ... und ein Rotducker ist auch ein Streifengnu, weil beide Pflanzen fressen und Hörner tragen, oder?...:)(Scherz)
    (29.10.2008)
    Sven P. Peter:   Seltsam, wo stand denn bloß das mit den Zwergen dann?! In dem Faltplan? Werde die Tage mal suchen!
    (28.10.2008)
    Michael Mettler:   @Sven: Ich habe im besagten Parkführer nachgeschlagen. Die Formulierung lautete "Ganz neu: Nilpferde!" Und zwar noch vor Verlassen des Safaribereiches, also nicht etwa im Abenteuerbereich mit Plastik-Vulkan usw. Ich könnte mir vorstellen, dass die ursprünglich den Teich besiedeln sollten, in dem sich die Klammeraffeninsel befindet (erste Afrikasektion).
    (28.10.2008)
    Sven P. Peter:   Eben, und ich meine mich zu erinnern, dass just in dem Führer die ZWERGflusspferde für diesen neuen Abenteuer-Trail angepriesen wurden!
    (28.10.2008)
    Michael Amend:   @Sacha. Es schwimmt im Wasser, hat vier Flossen, also ist es ein Seehund,Schluß,Punkt Um. Du hast Recht, Grey Seal ist die Kegelrobbe, die ist aber praktisch auch ein Seehund, nur mit kegelförmiger Schnauze,also,who cares ?
    (28.10.2008)
    Michael Mettler:   @Sven: Nee, die waren ja wirklich mal da, im längst wieder aufgelösten Parkteil "Wasserland". Die Ankündigung, die ich meine, ist wesentlich jüngeren Datums und stand meiner Erinnerung nach sogar im Parkführer. Muss mal nachschauen, welcher das war - ich glaube, der mit dem Amurleoparden als Titelmotiv.
    (28.10.2008)
    Sven P. Peter:   @MM: Waren das nicht damals die ZWERGflusspferde, welche als Highlight angepriesen wurden?
    (28.10.2008)
    Sacha:   @Michael Amend: Kleine Korrektur zur Besetzung des alten Flusspferd-Geheges in SF. Darin schwimmen Kegelrobben, nicht Seehunde (oder sonst ist die Beschilderung Grey Seal falsch).
    (28.10.2008)
    Michael Mettler:   Das Hannoveraner Bübchen kann aber im Gegensatz zu den anderen keinen Ärger mit Papa bekommen, weil der in Frankfurt wohnt :-) Zudem gibt es hier ein separates Innenbecken, in dem man Fridolin notfalls noch für lange Zeit halten könnte; diese Möglichkeit hat zumindest Köln nicht (die Berliner Verhältnisse hinter den Kulissen des Hauses kenne ich nicht).

    Dass Hodenhagen noch nicht eingestiegen ist, wundert mich allerdings auch, denn Flusspferde wurden vor ein paar Jahren sogar schon mal als Saison-Neuigkeit angekündigt. Vielleicht kam der Ausbau der Elefantenhaltung dann als Kostenfaktor dazwischen.
    (28.10.2008)
    Michael Amend:   Nicht nur Klön hat einen Jungbullen zur Abgabe, in Berlin müssten es sogar zwei sein, und auch Hannover hat ein, wenn auch noch kleines, Hippo-Bübchen im Becken schwimmen...Es käme auf einen Versuch an, ob eien reien Bulelngruppe funktioneren würde(warum auch nicht ? ), und sich vielleicht ein Park wie Hodenhagen,der den Tieren wirklich eine große Fläche zur Verfügung stellen könnte(muß ja kein durchfahrbares Gehege sein)eine schöne, große Bullenherde hält.
    (28.10.2008)
    Michael Amend:   Blick in die reine Indoor-Anlage für Zwergflußpferde,Mandrills,Guereza sund Rotscheitelmangaben in der "Tropic World"im Borkkfield-Zoo Chicago. Damit halten beide Chicagoer Zoos ihre Zwergflußpferde in Indoor-Anlagen.Nun gut, wenn die Tiere dort geboren sind, kennen sie ja nichts anderes, komemn sie aber aus einem anderen Zoo wie z.b San Diego-Oh,Oh.... Da bekommt der Titel einer Us-Serie"Unter der Sonne Kalifornines"eine ganz neue Bedeutung für die armen Kerle. Und andersrum erst,wenn ein Chicagoer Zwerghippo nach San Diego kommt, das kriegt erstmal eine Sonnebrille verpasst...Chicago ist zoologisch betrachtet überholt und verbesserungsbedürftig.
    (26.10.2008)
    Michael Amend:   Laut Hippo-Zuchtbuch war Ende 2007 noch das 1953 in FFM geborene Flußpferd " Bembel" am Leben und dürfte damit eines der ältesten Exempalre seiner Art sein...
    (25.10.2008)
    Michael Amend:   Den im Hintergrund zu sehen Speilball sieht man recht häufig in Us-Hippo-Anlagen, in San Diego hat sich der Bulle " Jabba" ausgiebig damit beschäftigt. Hierzulande ist Behaviour Enrichment für Flußpferde eher selten.
    (25.10.2008)
    Michael Amend:   Hurra, es hat geklappt.Und hier nun das Bild der neuen Hippo-Anlage, ich weiß nicht, wann diese entstanden ist. Sie sit im gegensatz zur alten badewanne schon eien erhebliche Verbesserung für die Tiere, ist aber ebenfalls längst veraltet. Im 2008 er Plan ista n deren Stelel eine Future Hippo Exhibit eingezeichnet, also plant SF auch neu mit Hippos, unter Garantie mit Unterwasserbeobachtung, ohne gibt es ja keine neuen Hippo-Anlagen. Der Stall ist nicht begehbar, leider war ich auch nicht drin.
    (25.10.2008)
    Michael Amend:   @IP66. An keinem von Beiden, denn begehbare Flußpferdhäuser gibt es ind en USA nicht, mir ist keiens bekannt.Nur wo es eben noch die klassischen Dickhäuterhäuser gibt, kann man als Besucher noch Hippos in Innenanlagen sehen. In San Diego spielt es keine Rolle bei dem Klima,die Hippos komemna ber nahcts ind en Stall, aber erst nach Schließung des Zoos. In Toledo und Saint Louis sieht die Sache schon anders aus, dort gibt es kalte Winter, somit sind die Tiere eine lange Zeit nicht sichtbar.

    Zweiter Versuch Bildd er alten Hippo-Anlage SF.
    (25.10.2008)
    IP66:   Woran orientieren sich denn die Neubauten in den USA? An den Inselhäusern nach berliner oder kopenhagener Muster oder an den unseren Bauten der 60er und 70er Jahre?
    (25.10.2008)
    Michael Amend:   Tja, kein Foto...Ich probier's heut Abend nochmal.
    (25.10.2008)
    Michael Amend:   Alte Flußpferd-Anlage am Dickhäuterhaus in San Francisco. Nachmieter jetzt : Seehunde.

    Und Hippos haben doch eine Zukunft in den Staaten, in den nächsten Jahren planen folgende Zoos Neuanlagen:

    Houston
    Wichtita
    Little Rock
    Dallas
    Cleveland
    Birmingham
    Memphis
    Milwaukee
    Seattle
    Columbus

    Die Wahrscheinlichkeit aber,das diese mehr als 3-4 Tiere halten werden, ist äuerst gering.Also auch dort, wie in Europa, veraltete"Neukonzeptionen"für Flußpferd-Haltung.
    (25.10.2008)
    Michael Amend:   Von einer neuen Flußpferd-Anlage in L.a weiß ich nichts,aber im neuen Plan vom Zoo Birmingham,den ich 2005 besucht habe, ist ein riesiger Afrika Komplex in Planung,"Africa Trails" das sollen wohl auch wieder Elefanten rein, wahrscheinlich auch die Hippos. Entweder reissen die dann das alte Pachyderm House ab, oder nutzen es für Nashörner oder Hippos...
    (23.10.2008)
    Sacha:   @Michael Amend: Sollte in LA nicht zusammen (oder direkt danach) mit der neuen Elefantenanlage auch eine neue Hippoanlage entstehen? Ich meinte, ich hätte mal irgendwo derartige Pläne gesehen. Wahrscheinlich sind diese aber überholt, denn auf der Zoo-Homepage werden für den künftigen "Pachyderm Forest" nur (noch) die Asiat. Elefanten erwähnt.
    (23.10.2008)
    Michael Amend:   Auch Fort Worth verfüght nur über eien herkömmliche, kleine Anlage für Flußpferde.Die Haltung soll dort auslaufen, zu L.A habe ich diesbezüglich keine Informationen.

    In Dallas werden schon seit Jahren keine Flußpferde mehr gehalten,Nachmieter der Anlage wurden erst Tapire, dann Nilkrokodile.
    (22.10.2008)
    Michael Amend:   IP66 hat in Teilen recht, was die Flußpferd-haltung ind en USA angeht. Viele Zoso dort halten ihre Tiere in veralteten Anlagen und lassen zum Grössen Teil die Haltung auslaufen, z.B Detroit, wo ich nur noch ein Tier gesehen habe.Die Außenanlage ist recht groß, aber das Haus, das früher begehbar war, ist baufällig und muß restauriert werden. Das Flußpferd soll nach seinem tod nicht ersetzt werden,stattdessen soll die Tapir-Anlage vergrößert werden.
    Nur wenigen Zoos ist es den Aufwand wert, für Flußpferde neu zu bauen, Besipeiel sind San Diego,Toledo und Saint Louis.Fotos dieser Anlagen folgen.
    Der alte Zoo San Antonio hat kürzlich den ersten Bauabschnitt einer neuen Afrika-Abteilung eröffnet, und zwar für Flußpferde, mit Unterwasserbeobachtung,Nilkrokodile und Buntbarsche, dafür mußten aber einige Antilopenarten abgegeben werden. Die wurden aber,das muß man sagen,sehr schlecht gehalten.

    Anbei das Foto der kleinen Flußpferd-Anlage in L.A.

    (22.10.2008)
    Michael Amend:   Auf den Fotos wirkt sowohl die Außenanlage als auchd as Außenbecken relativ klein.

    Da ja wohl die nashörner in einer getrennten Anlage untergebracht sind, gibt es eigentlich keinen Grund,warum die Flußpferde nicht die gesamte Anlage nutzen können ggf. mit Rückzugs-Anlagen für die Gnus und Zebras.
    (22.10.2008)
    Michael Mettler:   Ich weiß nicht, ob es irgendwann Vorgänger gab, aber mir ist eine Flusspferdhaltung in Lissabon ab 1953 bekannt.
    (22.10.2008)
    IP66:   Der kopenhagener Bau scheint sich in der Konzeption eng am berliner Haus zu orientieren, auch wenn durch einige Maßnahmen die Außenwirkung des Großgebäudes zu reduzieren versucht. Die Inselkonstruktion hat ja selbst das erheblich weniger ambitionierte gelsenkirchner Haus geprägt - offensichtlich scheint sie derzeit für die Bauherren unverzichtbar zu sein.
    Ohne eine Baudatum scheint es schwierig, den lissaboner Bau einzuordnen - das macht es auch schwer, die Größe des Landteils zu beurteilen.
    (22.10.2008)
    Sacha:   @Michael Amend: Bei meinem Besuch in San Diego war im WAP wegen des Monorail/Safarizug-Umbaus nur eine Teil des Afrikageländes für die Besucher (resp. die Durchfahrt) zugänglich. Der Asienteil war zu, sollte jedoch gemäss Auskunft im San Diego Zoo Office "demnächst" wieder zugänglich sein.
    Aber vielleicht hast Du ja aktuellere Infos. Dann würde mich aber interessieren, warum man die Ostafrika-Anlage verkleinert, da der Asienbereich (Asien Plains plus Asien Waterhole) ja eigentlich gross genug ist.
    (22.10.2008)
    Ingo Rossi:   Na gut...ich frage nicht nochmal ,-)
    Glaube ist gut zu erkennen, das Haus von aussen, die "Gemeinschaftsanlage" mit der einseitig durchlässigen Absperrung, der seitliche Publikumseingang und das Innengehege. Letzters war wie in Berlin durch eine grosse Panoramascheibe abgetrennt.
    (21.10.2008)
    Ingo Rossi:   @Oliver: Danke, aber woran lag es denn?
    (21.10.2008)
    Oliver Jahn:   und ein letztes. Erläutern musst du sie bitte Ingo und rag mich jetzt nicht, warum es bei mir geklappt hat.
    (21.10.2008)
    Oliver Jahn:   und dieses
    (21.10.2008)
    Oliver Jahn:   und jetzt
    (21.10.2008)
    Oliver Jahn:   die Bilder von Ingo Rossi, jetzt versuche ich es nochmal.
    (21.10.2008)
    Oliver Jahn:   Ingo, schick mir über meinen Namen hier mal bitte eine ganz kurze Mail. Ich natworte dann sofort und dann hast du meine Adresse und kannst mir das Bild mal per Mail zusenden und ich versuche es dann noch mal.
    (21.10.2008)
    Ingo Rossi:   Noch einmal ein Versuch, das angekündigte Foto hier einzustellen!
    (21.10.2008)
    Michael Mettler:   @MA, nochmal zur Flusspferdanlage in ZOOM: Alle Gehegebereiche zusammengerechnet haben die Hippos dort außen in etwa so viel Platz wie die Elefanten in Hannover (inkl. deren Bullen- und Mutter-Kind-Gehege). Das erlaubt einen ganz guten Vergleich.
    (21.10.2008)
    Michael Amend:   @sacha.
    @Sacha.
    Stimmt, aber aus dem Beifahrerfenster eines von Nashörnern ramponierten Jeeps ist das noch viiiel geiler....Ungefähr so, wie "Kuscheln mit einer Sumatranashorn-Kuh.Ätsch !" Zurück zum Thema.

    Was meinst du eigentlich mit" wenn der Asienteil freigegeben wird ?" Soweit mir mitgeteilt wurde, soll die Ostafrika-Anlage verkleinert werden um ein neues Asiengehege einzurichten.

    Ich will ja nicht, das die Besucher bei den Hippos aussteigen, und wie gesagt, Flußpferde mit Antilopen und Giraffen zu vergesellschaften in einer 10 ha großen Anlage sehe ich eigentlich als recht unproblematisch an...
    (21.10.2008)
    Sacha:   @Michael Amend: Das meinte ich ja mit "Andererseits könnte die Konfrontation mit einem Kaffernbüffel oder (wenn der Asienteil freigegeben wird) mit einem Gaur oder Panzernashorn auch ungemütlich werden." Es könnte (wir machen ja hier nur Vermutungen) an der Risikoabschätzung der Verantwortlichen liegen. Und wenn ich richtig informiert bin, dann geschehen in Afrika mit Flusspferden (Konfrontation mit Mensch) noch mehr Unfälle als mit Kaffernbüffeln oder Nashörnern.

    PS: Panzernashörner vom Caravan zu füttern ist echt geil.

    @IP66: An diesem Gedanken könnte durchaus etwas dran sein, wenn ich mir die von mir besuchten US-Zoos mit Hippos in Erinnerung rufe.
    (21.10.2008)
    Michael Amend:   Hier das Foto zu unten stehender Erklärung.
    (20.10.2008)
    Michael Amend:   Flußpferd-Anlage im Zoo Lissabon. Der Landteil ist ungewöhnlich groß für eine Anlage diesen Alters, noch dazu in einem südeuropäischen Zoo. Dafür ist sie optisch wenig ansprechend und weist keinerlei Struktur oder Gehegeinrichtung für das Komfortverhalten auf. Auch die beiden Becken sind recht klein. Pluspunkt der Haltung könnte sein,das die Tiere nicht im Stall eingesperrt werden müssen.
    (20.10.2008)
    Michael Amend:   Hier die Ansicht in die andere Richtung, im Hintergrund ist die zweite, etwas kleinere Anlage erkennbar.
    (20.10.2008)
    Michael Mettler:   Ergänzung zu Olivers Fotos: Das Außenbecken ist komplett mindestens vier- bis fünfmal so groß wie der auf dem Bild zu sehende Ausschnitt.
    (20.10.2008)
    Michael Amend:   @Sacha. Ich hab dich schon richtig verstanden mitdem durch die Anlage fahrenden Zug, warum aber soll ein Flußpferd agriffslustiger sein als Nashörner, Kaffernbüffel und Gaure, durch deren Anlagen ja auch die Caravan-Tours fahren und die Besucher teilweise diese Tierarten auch füttern dürfen ?

    Zur Zebra-Problematik habe ich ichs chon einige sin anderen Threads geschrieben, näher kann ich mich dazu nicht äußern, aber es gibt natürlich erhebliche individuelle Unterschiede. Vergiss aber eiens nciht, wie groß ist die Gemeinschaftsanlage mit den Zebras im WAP im Gegensatz zu anderen ? Ich kenne Bergzebras, die auch erwachsene, große Antilopenarten getötet haben.

    @MM. Jetzt liegte s ziemlich auf der hand,das Berlin die Zwerghippos aus wirtschaftlichen Gründen abgegeben hat. In einer älteren Bongo-Ausgabe gibt es auch einen Artikel zur Vorkriges-Haltung der Art in Berlin. Das Zuchtpaar wurde am 22.09.1922 nach Philadelphia abgegeben. Das erstgeborene Kalb ging am 19.06.22 nach Hamburg, das zweitgeborene war bereits am 05.Mai 22 nach Hamburg gereist. Dort starben sie am 15.06.1944. Das Zuchtpaar ging übrigens über Hagenbeck nach USA.
    (20.10.2008)
    Oliver Jahn:   und außen
    (20.10.2008)
    Oliver Jahn:   Jetzt versuche ich es auch noch mal.
    Antwerpen innen
    (20.10.2008)
    IP66:   Da im Dickhäuterhausthread auch einige traditionelle Bauten aus den USA gemeldet wurden, habe ich den Eindruck, daß sich dort das europäische Flußpferdproblem wiederholt: Die Haltungsmode verbietet derzeit die traditionellen Becken und wünscht große Häuser mit Wassereinblick und tropischer Vegetation, und für solche Bauten fehlt das Geld. Und da viele der alten Flußpferdbauten das Alter erreicht haben, in dem man sie als besonders altmodisch empfindet, werden sie mit Auslauftieren besetzt oder ganz aufgegeben.
    (20.10.2008)
    Michael Mettler:   @Michael Amend: Ich habe zwischenzeitlich die Flächen der ZOOM-Flusspferdaußenanlage herausfinden können. Der Wasserteil hat gesamt (in drei Bereiche teilbar) 715 qm, die ebenfalls teilbare Landfläche 2.700 qm (davon dient allerdings ein Teilbereich als den Hippos nicht zugängliche Rückzugsfläche für die Sitatungas).
    (20.10.2008)
    Sacha:   @Michael Amend: Ich glaube, wir reden aneinander vorbei. Im WAP plant man, künftig wieder alle Gebiete befahrbar zu machen, nur eben nicht mehr mit der Monorail, sondern mit dem Wagenzug. Gefahr sehe ich in erster Linie für die Besucher, wenn z.B. ein wütender Flusspferdbulle den Geländewagenzug angreift. Um DERARTIGE Unfälle zu vermeiden, müsste man das trockene Gelände Flusspferd-sicher machen, also Abschrankungen zwischen dem See und dem Trockengelände erstellen. Natürlich mit einem Landteil für die Hippos. Dabei wäre es zumindest bautechnisch immer noch möglich, mit dem Wagenzug direkt um den See herum zu fahren, die Flusspferde also gefahrlos im Wasser zu bestaunen. Allerdings müsste die Fahrspur so beschaffen (erhöht) sein, dass sie nicht von den Hippos betreten werden kann.
    Unfälle UNTER TIEREN bei einer Gemeinschaftshaltung kommen immer wieder vor, das ist klar. Wie Du aus einem anderen Beitrag sehen kannst, bin ich grundsätzlich trotzdem ein Befürworter dieser Haltung. Ich habe nur versucht, mich in die Lage der WAP-Verantwortlichen hineinzuversetzen und glaube, dass die eben wegen einer zu erwartenden höheren Zahl an Unfällen das Risiko mit dem Hippos scheuen. Ausserdem dürfte man auch hier wie in Berlin zwischen Zoo und WAP auf sich ergänzende Tierbestände achten. Und der Zoo San Diego hat ja schon eine schöne, wenn auch nicht gerade riesige und reich besetzte Hippo-Anlage.

    PS: Ist doch irgendwie erstaunlich, wie sich Individuen gewisser Tierarten völlig unterschiedlich verhalten. Und demzufolge eine Tierart einen ganz anderen Ruf erhält. Die einen halten Bergzebras für Teufel in Streifengestalt (warst das nicht sogar Du?), wogegen sie sich in einigen Zoos (WAP, München) als RELATIV umgänglich erweisen (sonst hätte man sie ja längst ausgetauscht, oder?). Im WAP waren die Böhms-Steppenzebras zu aggressiv, im Kinderzoo in Rapperswil lassen sie sich geduldig streicheln, in vielen Zoos sind sie die Standardtiere auf Gemeinschaftsanlagen.
    (20.10.2008)
    Michael Mettler:   @MA: Ja, ich habe Fotos aus Antwerpen, aber vermutlich werde ich die derzeit genausowenig in diesen Thread bekommen wie Ingo Rossi die seinen... Innen scheint sich die Anlage nicht weiter geändert zu haben. Ich erinnere mich von früher her nicht an sie (mich haben damals in Antwerpen andere Tiere mehr interessiert....), aber in der Antwerpener Beeldbank gibt es alte Abbildungen, nach denen das Haus innen vorher nicht viel anders aussah.

    Ich habe übrigens noch mal wegen deiner Infos zu den Berliner Vorkriegs-Zwergflusspferden bei Klös nachgeschlagen und meinen Verdacht bestätigt gefunden: Dem Berliner Zoo ging es 1922/23 wirtschaftlich so schlecht, dass er um Futterspenden aus der Bevölkerung bitten musste, öffentlich Gelder für ihn gesammelt wurden und er vom 1. Oktober 1922 bis 30. März 1923 seine Pforten für Besucher schloss (das Aquarium blieb geöffnet). "Tiere wurden zusammengelegt, so dass die Heizung für neun Tierhäuser eingespart werden konnte. Ein Drittel der Belegschaft musste entlassen werden." Unter diesen Bedingungen erscheint die Abgabe von vier von fünf Zwergflusspferden nachvollziehbar - hast du genaue Daten für die Abgaben? 1924 ging es mit dem Zoo wieder aufwärts, was dann auch die sofortige Wiederbeschaffung eines Partners für das verbliebene Tier erklärt.
    (20.10.2008)
    Michael Amend:   @Sacha. In der Ostafrika-Anlage gibt es aber keine"gefährlichen"Arten, Rhinos und Cape Buffalos sind beide in der Südafrika-Anlage, und Unfälle mit anderen Arten gibt es immer wieder, ich nenne nur das Beispiel Zebra/Elenantilope . Auch durch Giraffen kamen schon etliche andere Gehegemitbewohner ums Leben.

    Du meinst jetzt eine Abschrankung zu der Monorail-Schiene ? Da gibt es doch eine(wird die Schiene eigentlich abmontiert ? In Toronto gibt es die Schienen noch, obwohl die Monorail nach einem Unfall dort schon seit Jahren außer Betrieb ist ) Ich sehe also keinen Grund,der gegen eine Hippo-Haltung dort spricht. Die Zebra-Frage kann ich dir gleich beantworten, sowohl die östlichen Steppenzebras als auch die Grevy-Zebras haben einfach zuviele Antilopen gekillt.
    Die Steppenzebars kamen zu den Black Rhinos(sind aber nicht mehr da), die Gevy's bezogen eine eigene Anlage im Nord-Afrika Komplex, der jetzt, nachdem die Monorail ja nicht mehr fährt, wohl nicht mehr für die Besucher zu sehen ist, oder ? Die Bergzebras sind friedfertiger und deswegen noch in der Südafrika-Anlage.
    (20.10.2008)
    Sacha:   @Michael Amend: Zu Deiner Frage bez. Hippos im WAP: Weil man vermutlich Unfälle mit den nicht gerade als ungefährlich geltenden Tieren vermeiden will. Die Monorail (auf erhöhter Position) um das Areal gibt es ja nicht mehr, nun fährt man mit einem Wagenzug durchs Gelände. Die Huftiere können zurzeit ohne Abschrankung an den See/Weiher. Kämen Hippos rein, bräuchte es eine Abschrankung und der Eindruck des "Freigeheges" wäre dahin. Auch erinnere ich an die Unfälle zwischen Strauss und Hippo und zwischen Hippo und Zebra in Basel.

    Andererseits könnte die Konfrontation mit einem Kaffernbüffel oder (wenn der Asienteil freigegeben wird) mit einem Gaur oder Panzernashorn auch ungemütlich werden. Was zudem für die vorgeschlagene Hippo-Haltung sprechen könnte: Früher wurde auf der grossen Insel EIN Zwergflusspferd gehalten, dass eigentlich auch das grosse Huftiergelände hätte erreichen können. Wenn Du mal wieder da bist, frag doch mal nach, warum sie die Z.-Haltung dort aufgegeben haben. Würde mich nämlich auch interessieren.
    (20.10.2008)
    Ingo Rossi:   @Michael Amend: Flusspferde und Zebras/Gnus/Strausse haben einen gemeinsamen Teil, abgegenzt durch Baumstämme, die den Flusspferde kein durch kommen ermöglichen. Foto folgt vielleicht nochmal...
    (20.10.2008)
    Michael Amend:   @Ingo Rossi.Aber andersrum können die Hippos nicht auf die Zebra/Gnu-Anlage ? Hatte Kopenhagen die Gnus nicht mit den Breitmaulnashörnern zuammen, oder sind die noch mit auf der Anlage ? Dann kann ich verstehen, das sie die Flußpferde nicht rüberlassen. Wie groß ist der Teil für die Flußpferde ?
    (20.10.2008)
    Ingo Rossi:   @Michael Amend: Ja, der Innenraum ist ähnlich wie in Berlin.Ebenfalls mit einer grossen Panoramascheibe mit Über- und Unterwassereinblick. Die Aussenanlage lässt aber den Besuch von Zebras und Gnus der benachbarten Afrikaanlage zu.
    (20.10.2008)
    Michael Amend:   Wenn man sich so den Flußpferd-bestan din den USA betrachtet, sieht e sdort ja recht traurig aus, züchten tut dort keiner,und in etlichen Zoos gibt es entweder nur Einzeltiere oder gleichgeschlechtliche Tiere. Kein Wunder,das Disney vor über1 0 Jahren ganz Europa anch Flußpferden abgegrast hat, in den USA waren ja keien Tiere verfügbar. Die werdend eisbzüglich bald in die gleiche Situation geraten wie bei den elefanten,aber das Zauberwort heißt ja A.I.Wird garantiert bei Hippos bald erprobt werden. Es werden ja sogar schon Seeotter künstlich besamt,allerdings in Europa.
    (20.10.2008)
    Michael Amend:   Das Kopenhagener Flußpferdhaus ist eine verkleinerte Ausgabe von Berlin, zumindestens Innen verfügt es wohl ebenfalls nur über ein winziges Inselchen als Landteil.

    Ich frage mich, warum der San Diego WAP in seiner Ostafrika-Anlage mit dem gigantischen See keine Flußpferde hält, dort könnten locker 30-40 Tiere gehalten werden, Ställe brauchen die ja nicht, und einfache Absperrmöglichkeiten sind schnell gebaut....

    @MM. Hast du zufällig Bilder von Hippotopia in Antwerpen gemacht, von innen und Außen ? Würde mich interessieren,wie die die Anlage umgestaltet haben.
    (20.10.2008)
    Ingo Rossi:   Geht leider nicht, warum auch immer.
    (19.10.2008)
    Michael Amend:   @MM. Ich kenne die Anlage im Ruhr-Zoo nicht, aber die Anlage in Toronto ist schon sehr groß.Wie geschrieben,das Becken ist erheblich größer, auf dem Foto ist nur ein Teil davon zu sehen.
    (19.10.2008)
    Ingo Rossi:   Hier mal Eindrücke des neuen Flusspferdhauses in Kopenhagen. Der Eingang...
    (19.10.2008)
    Michael Mettler:   P.S. ...und wahrscheinlich auch mehr Landfläche. Da die ZOOM-Anlage unterteilt ist und das Foto aus Toronto mit Weitwinkel aufgenommen (was immer größere Weite vortäuscht), wage ich die Landfläche aber nicht aufs Genaue zu vergleichen. Das Wasserbecken im Vordergrund lässt aber eine Einschätzung ganz gut zu.
    (19.10.2008)
    Michael Mettler:   @MA, da du sie noch nicht kennst: So ähnlich ist auch die Anlage in Gelsenkirchen strukturiert - nur haben die Hippos dort mehr Beckenvolumen zur Verfügung.
    (19.10.2008)
    Michael Amend:   Was mir an der Anlage gut gefällt, die Tiere müssen die ganze Anlage durchlaufen, um zum Becken zu kommen.Außerdem ist sie gut strukturiert,eine Schlammsuhle wäre noch toll. Das Becken ist etwas größer als auf dem Foto zu sehen, es geht rechts noch etwas rum.
    (19.10.2008)
    Michael Amend:   Die beiden Hippos ererichen das Haus über einen Treibgang, im Hintergrund des Fotos zu erkennen.
    (19.10.2008)
    Michael Amend:   Eine der wenigen Flußpferd-Anlagen, die ich kenne, die über einen einigermaßen geräumigen Landteil verfügen, dafür ist das Becken nicht allzu groß ausgefallen. Entstanden istd as Foto im Zoo Toronto, dort herscht das gleiche Klima wie in Mitteleuropa, und trotzdem waren die Flußpferde bei meinem Besuch Mitte Oktober 2005 noch in der Außenanlage !
    (19.10.2008)
    Michael Amend:   Das könnte ich mir auch gut vorstellen.
    (18.10.2008)
    Michael Mettler:   @MA: Die Abgabe der Berliner Zwergflusspferde 1922 könnte schlichtweg wirtschaftliche Gründe gehabt haben. Anfang der 20er Jahre, kurz nach Ende des 1. Weltkrieges, hatten immerhin auch andere deutsche Zoos finanzielle Probleme bzw. mussten teilweise sogar vorübergehend geschlossen werden (siehe Hagenbeck oder Hannover). Wenn da ein finanzkräftiger Interessent mit Geldscheinen wedelte.... Immerhin behielt der Zoo ein Exemplar, so dass keine Lücke in die systematische Sammlung gerissen wurde.
    (18.10.2008)
    Ralf Sommerlad:   @Michael Amend: Ich denke, ich kann bei Disney unterstützen..
    (17.10.2008)
    Michael Amend:   @Sacha. Disney hat seine Flußpferd-Gruppe gesplittet ? Schade, hatte gehofft, eine wirklich große Flußpferd-Herde zu sehen.
    Wieviele Tiere umfassten die beiden Gruppen, oder konntets du etwa beim Vorbeibrausen die Köpfe bzw. Luftbläschen nicht zählen ? Ich garantiere dir, ichw erde nicht daran vorbeibrausen,habe auch schon zwei volle Tage vor den Park eingeplant bekommen, one before the scenes, one behind....Was bei Disney nicht einfach ist....
    (17.10.2008)
    IP66:   Von diesen Erfolgen bei Zwergflußpferden wußte ich bislang nichts. Demnach ist die Tierart auch nie ganz aus den Zoos verschwunden.
    (17.10.2008)
    Sacha:   @Michael Amend: Ja, Disneys Animal Kingdom hat auch eine Flusspferd-Anlage mit UW-Einblick, und zwar die, die man zu Fuss erreicht (Pangani Forest Trail, wenn ich es richtig im Kopf habe). Die zweite, wesentlich grössere und stärker besetzte Anlage kann man auf der Safari-Fahrt sehen (besser gesagt, man braust daran vorbei).
    (17.10.2008)
    Michael Amend:   Es gab außer Berlin noch gute Vorkriegs-Zuchten von Zwergflußpferden in Basel,München und Leipzig, international waren London,New York und Philadelphia ( mit dem berliner Paar ) sehr erfolgreich mit den Zwergflußpferden.
    (16.10.2008)
    IP66:   Da scheinen in Berlin in der Zwischenkriegszeit ja deutlich mehr Zwergflußpferde groß geworten zu sein als nach 1945, und das bei mehreren Zuchtpaaren und einer Reihe von Abgaben! Allerdings war die Anlage in der Elefantenpagode ja relativ geräumig, vielleicht sogar geräumiger als die Unterbringung in Frau Heinroths Nachkriegsflußpferdhaus.
    (16.10.2008)
    Michael Amend:   Einen treffenderen Namen für den Flußpferd-Bullen"Jabba"im Zoo San Diego hätte man wohl kaum finden können, er wurde 1983 kurz nach der Us-Premiere von"Die Rückkehr der Jedi-Ritter"geboren, war denn da schon abzusehen, das er so fett wie Jabba the Hutt wird ?

    Was an Us-Flußpferd-Anlagen mit Unterwasser-Einsicht angeht ( hat das eigentlich das Diyney Wild Animal Kingdom ? ), ich kenne die in San Diego,Toledo und Saint Louis, so verwenden die Amerikaner definitiv die effektiveren und leistungsfäherigen Filter-Anlagen, in allen drei Anlagen gibt es den "vollen ,kristallklaren Durchblick"
    (16.10.2008)
    Michael Amend:   Berlin hatte eine gut gehende Vorkriegs-Zucht von Zwergflußpferden, das zweite Kalb in berlin folgte im Dezember 1921, der Bulle deckte beide Weibchen. Seltsamerweise gab der Zoo 1922 den Zuchtbullen und das zweite Importweibchen 1922 nach Philadelphia ab und bekam 1924 einen neuen wildfangbullen. Die beiden nachzuchten, beide weiblich, wurden 1922 nach Hamburg abgegeben. Damit hatte der zoo nur noch das 1913 importierte Weibchen. Dieses neue Paar hatte erst 1929 sein erstes kalb,das aufgezogen wurde. Dem folgten bis 1943 fünf weitere, dieses Kalb starb in einer Bombennacht im November, genauswo wie ein zweites 43 geborenes Kalb, das der Bulle mit seiner 1934 geborenen Tochter zeugte. Im November 43 starben vier Zwergflußpferde,der Bulle wurde im Juni 1944 getötet.
    (16.10.2008)
    IP66:   demnach hat man die Zwergflußpferde in Berlin "benutzt", um das überlieferte, aber nach einem Unfall nicht mehr genutzte Flußpferdgehege zu besetzen. Wenn allerdings die von Herrn Amend genannten Zuchterfolge die einzigen waren, kann man nicht von einer richtigen Erhaltungszucht, aber doch schönen Haltungserfolgen sprechen.
    (16.10.2008)
    Michael Amend:   Zum Vergleich mit der unten gezeigten Zwergflußpferd-Anlage in San Diego, hier das Gegenbeispel,eine reine Indoor-Haltung im Lincoln Park Chicago. Die Anlage ist ja nicht schlecht, Boxen befinden sich dahinter, aber dafür, das die Tiere ganzjährig ohne Außenanlage gehalten werden,finde ich sie einfach zu klein. zwergflußpferde werden unnötigerweis eauch noch im zweiten Zoo Chicagos, in Brookfield gehalten,in einer klassischen Doppel-Anlage außen und Innen.
    (16.10.2008)
    Michael Amend:   Einer der besten Anlagen für Zwergflußpferde befindet sich im Zoo..Jawohl !-San Diego. Bewohnt wird sie neben den namnesgegebenden Zwerghippos auch von Blauduckern,Rotflankenduckern und Wolfsmeerkatzen ! Sie ist Teil des 2004 oder 5 eröffneten"Heart of the Zoo"Komplexes, in dem einige Seltenheiten gepflegt werden.
    (16.10.2008)
    Michael Amend:   Detailblick in die Anlage, drei der vier Arten sind aufd em bild zu sehen.. Hinter der Lehmwand, hinterd em Asthaufen rechts etwas erkennbar, befindet sich ein großer, üppig bepflanzter Bereich, der den Duckern und Meerkatzen vorbehalten ist. Dieser ist von einem Steg aus auch für die Besucher einsehbar. Einer meiner Lieblingsanlagen in San Diego ( Grins )
    (16.10.2008)
    Michael Amend:   IP66. Zu dem 1913 importierten Weibchen erhielt der Zoo Berlin 1920 ein Paar, das im September 1921 fuer die Europa/Erstzucht sorgte, nachdem im Januar des gleichen Jahres der Bronx/Zoo die Welterstzucht hatte. Dort war war zwar schon 1919 ein Kalb geboren worden, das wurde aber nur ein Tag alt.
    (15.10.2008)
    Mel:   und ja es gab auch Zuchterfolge.
    (15.10.2008)
    Michael Mettler:   Sie waren in der Pagode untergebracht. (siehe "Der Berliner Zoo im Spiegel seiner Bauten")
    (15.10.2008)
    IP66:   Gab es in dieser Zeit nicht auch Zuchterfolge bei den berliner Zwergflußpferden. Wo waren sie eigentlich untergebracht: Im Flußpferdhaus oder im alten Flußpferdgehege in der Elefantenpagode?
    (15.10.2008)
    Mel:   Zu den Zwergflußpferden und Berlin das erste Tier welches im SB erwähnt wird traf in Berlin am 08.08.1913 ein es handelte sich um ein Weibchen welches bis zum 01.11.43 lebte (der Zoo hatte im September dieses Jahres sein Rekord Besatz von 5 Tieren).
    (15.10.2008)
    Michael Amend:   Da wird einem doch gleich wieder der tödliche Unfall mit dem Zebrahengst in Basel ins Gedächnis gerufen.
    (10.10.2008)
    Sacha:   Am Mittwoch hat ein Flusspferd im Zoo Basel einen Jungstrauss, der ins Aussenbecken gerutscht war, getötet.

    Ein bedauerlicher Zwischenfall. Gemeinschaftshaltung birgt eben auch Risiken. Trotzdem sollte diese Art der Haltung noch stärker gefördert werden.
    (10.10.2008)
    WolfDrei:   @IP66: Da gibt es keine Lücke sondern ein richtiges Loch:nämlich bis Schomburgk 1911-12 im Auftrag von Hagenbeck die Tiere aus Liberia holte. Und dann dauerte es im Zoo wohl auch noch bis zur Zucht - und blühend war die auch nicht unbedingt(siehe Neue Brehmbücherei 481 von Prof. Ersnt Lang, ehemals Basel)
    (10.10.2008)
    IP66:   Gab es nicht um die Jahrhundertwende in Berlin eine blühende Zwergflußpferdzucht - da wäre ja nur noch die Lücke zwischen dem irischen Erstimport und dem Zuchporgramm von Herrn Heck zu schließen (beides im übrigen Dinge, die man in diesem Land und bei diesem Herrn nicht unbedingt erwartet hätte).
    (10.10.2008)
    Michael Mettler:   Tja, wenn alle Zoos und Händler penibel Buch geführt hätten und diese Daten noch vorlägen (und es keine Kriegszerstörungen gegeben hätte), dann sähe die Datenlage in Zuchtbüchern sicherlich besser aus. Aber wer dachte früher schon daran, dass es mal solche zentralen Datensammlungen geben würde. Selbst noch aus den 1970er Jahren lässt sich nicht mehr alles rekonstruieren.
    (10.10.2008)
    Michael Amend:   Das nenne ich aber Datenverfälschung. Spielt vielleicht bei einem Tier, das vor über 130 jahren lebte, aber keine große Rolle mehr....
    (10.10.2008)
    Michael Mettler:   P.S. Der Absender des Briefes schätzte das Alter des Kalbes zu diesem Zeitpunkt auf etwa acht Wochen und das aktuelle Gewicht auf 25 Pfund.
    (09.10.2008)
    Michael Mettler:   Besagter Brief wurde am 11.3.1873 aus dem Hotel Royal Liverpool abgeschickt; der Dampfer war in Liverpool angelandet. Zum Zeitpunkt der Niederschrift war das Tier laut Brief noch gesund. In dem vorangehenden, kurzen Artikel heißt es. "Es bekam aber nach der landung in Liverpool doppelte Pneumonie und lebte in dem Dubliner Garten nur noch einige Stunden."

    Daten mit einem "1." voran sind in Zuchtbüchern und ARKS-Berichten mit Vorsicht zu genießen, das gilt manchmal nicht nur für den Tag, sondern auch für den Monat. Da das Programm kein "ca." kennt (bzw. kannte, m.W. sollte daran was geändert werden), musste man ein Datum eingeben, auch wenn keins bekannt war. "1.1.1956" kann also schlimmstenfalls bedeuten, dass das betreffende Tier irgendwann im Laufe des Jahres eingetroffen war, sich das genaue Datum aber nicht rekonstruieren ließ. Sowas vermute ich auch für die Angabe zu besagtem Zwerghippo.
    (09.10.2008)
    Michael Amend:   Laut Zuchtbuch lebte dieses Tier aber vom 1.Feb. bis zum 1.März im Zoo Dublin.
    (09.10.2008)
    Michael Mettler:   Ich reihe jetzt mal die Zwergflusspferde in diesen Thread ein: Wir hatten doch mal unter den Knobeleien die Frage nach der Ersthaltung des Zwergflusspferdes mit der Auflösung Dublin. Ich kannte bisher nur die Version, dass man dort ein vermeintliches Nilpferdkalb erhalten hatte, das nicht recht wachsen wollte und nach seinem Tod als Zwergflusspferd erkannt wurde. Nun fand ich beim Stöbern in meinem 1875er "Zoologischen Garten" doch tatsächlich einen Artikel, der sich mit diesem Tier befasst, enthaltend einen Brief vom 11. März 1873 des "Fängers" John M. Price. Demnach wusste man schon zu Lebzeiten des Tieres sehr wohl, dass es sich um ein "Hippopotamus liberiensis" und damit um ein "noch so wenig bekanntes Thier" handelte. Das Jungtier war in Sierra Leone von einem Eingeborenen "sofort nach seiner Geburt dem Muttertier geraubt" worden und gelangte mit einem Gewicht von nur 16 Pfund in die Hände von Price, der es mit Kuhmilch aufzog. Zwar überlebte das Jungtier die Dampferfahrt mit Pope Henessy noch, zog sich dabei aber eine Lungenentzündung zu und lebte im Dubliner Zoo "nur noch einige Stunden". Price ließ das Tier fotografieren; fragt sich nur, ob irgendwo ein Bild überliefert ist.
    (09.10.2008)
    Oliver Jahn:   @MA, bleiben wir dabei, das lässt alles offen. Ich habe mich in diesem ganzen Forum seit der ersten Stunde nicht ein einziges mal als Experte bezeichnet.
    Du hingegen tust das uns Laien gegenüber in unzähligen Beiträgen. Wie wirst du das morgen zwischen uns ganzen Stümpern und Laien nur aushalten? Oder möchtest du, wie in Frankfurt, wieder gern inkognito bleiben?
    Ich habe allen deinen Thesen zur Flusspferdhaltung zugestimmt. Anschließend deinen Mut gewürdigt. Was willst du denn noch? Du bist aber auch wirklich mit nichts zufrieden zustellen!! :-)
    (03.10.2008)
    Michael Amend:   @MM Ich stelle hiermit klar, das ich zu keinem Zeitpunkt "Futter" für Tierrechtler geliefert habe, die haben genügend andere Quellen, außerdem ist das ein Vorwurf, den man hier sehr vielen Teilnehmern machen könnte,verwertbare Infos werden hier reichlich eingestellt.

    Eigentlich hatte ich das mit dem 95 % Quatsch geschrieben, damit wieder Ruhe eingekehrt, leider habe ich wohl damit das genaue Gegenteil erreicht. Falls es möglich ist, nehme das zurück und stelle klar,das ich meine Beiträge im Thread "Unhaltbare Tiere"für absoluten Quatsch halte, okay ? Sind sie ja auch, ohne Frage.(hoffentlich lesen DAS jetzt keine "Zoo-Offziellen")Ich wollte einfach nicht, das wegen dem Thema"Flußpferd-Haltung" ein Streit entfacht wird, Sorry, aber das scheint daneben gegangen zu sein. Also, belassen wir es dabei.

    Übrigens, mit Flußpferden habe ich schon gearbeitet.
    (03.10.2008)
    Michael Mettler:   @Michael Amend: Deine Meinungen über Flusspferdhaltungen und über die Beiträge in "Unhaltbare Tiere" sind für mich zwei paar Stiefel. An besagtem Thread haben sich - dich eingeschlossen - zwanzig Forummitglieder beteiligt, deren Beiträge von dir als "zu 95% absoluter Quatsch" abqualifiziert werden, was zudem noch "Jedem hier klar sein sollte". Da würde mich doch eine ausführliche Begründung von deiner professionellen Ebene herab sehr interessieren; schließlich möchte ich vermeiden, als dummer Laie womöglich den selben Quatsch noch mal bei anderer Gelegenheit zu wiederholen und damit sogar noch mangelnde Lernfähigkeit unter Beweis zu stellen.

    Deine persönlichen Erfahrungen mit der Haltung von Pelzflatterern, Tschirus oder Riesengürteltieren dürften sich in Grenzen halten, somit verdankst du dein Wissen darüber ähnlichen Quellen wie die Nicht-Profis. Um Angaben aus Fachliteratur, Zooführern, Jahresberichten usw. zusammenzusuchen, benötigt man keine Tierpflegerausbildung. Die "Unhaltbarkeit" eines Großteils verbreiteter Zoosäuger, mit denen du im Gegensatz zu o.g. Beispielen z.T. schon eigene Haltungserfahrungen gemacht hast, hast du selbst behauptet. Falls du speziell diese Beiträge mit "absolutem Quatsch" meinst und sie bewusst als solchen platziert hast, empfehle ich Nachhilfe in Prozentrechnung. Zudem mögen Zoo-Offizielle vielleicht eine Ironie in besagten Beiträgen verstehen, mit der sich andere Leute schwer tun, aber sich vielleicht auch dafür "bedanken", dass du der Argumentation von Tierrechtlern in Sachen "unhaltbarer" Tiere mit besagten Beiträgen umfangreiches Futter geliefert hast. Denn die verstehen die Ironie womöglich auch nicht.

    In punkto moderner Flusspferdhaltung - um das Thema DIESES Threads nicht aus den Augen zu verlieren - teile ich allerdings deine Meinung. Der "kleine" Landteil in den Außenanlagen in ZOOM ist allerdings eine Fehleinschätzung; bezeichnenderweise verlässt m.W. eine der Flusspferdkühe das Haus nicht mehr, weil ihr der (Land-)Weg zum Außenbecken zu weit ist... Die Ausdehnung des Landbereiches (Naturboden!) ist bereits aus der ersten veröffentlichten Version des später mehrfach veränderten ZOOM-Masterplans ersichtlich.
    (03.10.2008)
    Drac:   Touche Herr Amend.
    Nun, ich hatte extra "unhaltbar" in Anführungszeichen gesetzt, und Leser von Eure Planungen können wohl sagen, dass die von mir genannten Arten nicht meiner Auffassung von unhaltbar gilt.
    In dem besagten Thread geht es um Arten von denen es _heißt_ dass sie unhaltbar werden, wie das definiert ist, wird nicht gesagt.
    OB nur mit riesigen Aufwand unhaltbar ist oder eine stagnierende/gleich bleibende Anzahl, schlechte Aufzuchtquoten etc.
    (03.10.2008)
    Michael Amend:   @MM. Nein, das ist bezogen auf alle Beiträge in besagten Thread. Ich halte Flußpferd keineswegs für eine"unhaltbare"Art, ich habe geschrieben,das ich keine gute Flußpferd-Haltung in Deutschland kenne, habe das begründet, aber diese Aussage passt Herrn Jahn eben nicht. Darf ich als Tierpfleger eine Tierhaltung etwa nicht kritisch hinterfragen ? Ich finde es eben nicht in Ordnung, wie diese Tiere z.Zt in deutschen, bzw. generell vielen europäischen
    Zoos gehalten werden und bei der Haltung dieser Art, natürlich auch anderen Arten wie z.b Nashörnern, ein erheblicher Verbesserunsbedarf besteht, was vor allem die Winterunterbringung angeht. Natürlich betrifft das alle Huftierarten,aber immerhin können Antilopen,Rinder und Einhufer im Winter stundenweise raus, das können Flußpferde nicht. Warum also nicht für diese Tiere, die mittlerweile bedrohter sind als afrikanische Elefanten !,mal eine große Halle mit großen Landteil und Becken,bauen, z.B in Versellschaftung mit Primaten ? Und für den Sommer eben eine große Wiese mit Naturteich anbieten ? Kann doch nicht so schwer sein.Es muß nicht immer mit"Unterwassereinblick"sein,da stimme ich IP66 zu.
    (03.10.2008)
    Michael Mettler:   @Michael Amend: Interessante Einschätzung des besagten Threads durch einen Experten für Zootierhaltung. Ich nehme an, mit den "95% absoluten Quatsches" meinst du alle Beiträge außer deinen eigenen?
    (03.10.2008)
    IP66:   Jetzt verstehe ich gar nichts mehr: Erst wird lange erläutert, weshalb Flußpferde, Bergzebras und Zwergziegen empirisch nachweisbar unhaltbare Arten darstellen, und dann heißt es "alles Quatsch"?
    (03.10.2008)
    Michael Amend:   @Oliver Jahn. Oder soll ich liber Oliver Grizmek schreiben, schließlich bezeichnest du mich ja auch als Michael Albrecht, und bist ja schließlich ein Experte,was Zootier-Haltung anbelangt, nicht wahr ?

    Ach Ja, Zoo-Offizielle, wie du sie bezeichnest, verstehen Ironie, damit tust du dich ja schwer.

    Und jetzt sollten wir dieses leidige Thema beenden,okay ? Jedem hier sollte ja klar sein, das 95% der Beiträge im Thread"Unhaltbare Tierarten" absoluter Quatsch sind.
    (03.10.2008)
    IP66:   Ich denke, daß bei den Flußpferdhaltungen eine gewisse Zurückhaltung beim Beschreiten neuer Wege bestand und besteht, weil die Tiere fast zu erfolgreich züchten und sehr alt werden, und zwar auch in Anlagen, die derzeit nicht in Mode sind. Das war und ist bei Nashörnern und Elefanten ein wenig anders, und da kann ich schon verstehen, weshalb man bei diesen Arten eher geneigt ist, Großbauten zu errichten. Interessant ist nur, daß das Flußpferd trotz dieser guten Haltbarkeit aus vielen Zoos verschwunden ist.
    (03.10.2008)
    Oliver Jahn:   @Michael Albrecht, wenn ich überlege, wieviel Zoo-Offizielle hier mitlesen, dann muss man dir zumindestens einen gewissen Mut attestieren. Wobei es zu Mut ja auch unterschiedliche Ansichten gibt.
    Aber zurück zum Thema, ich habe gerade erfahren, dass es in den 50er Jahren mal vorübergehend ein Flusspferd in Heidelberg gab. Weiß jemand, wo das Tier da gehalten wurde?
    (03.10.2008)
    Michael Amend:   Stimmt. Aber mit irgendwas muß man nunmal seine Brötchen verdienen, von Luft und Liebe allein wird Niemand satt. Peta zahlt leider zu schlecht....
    (02.10.2008)
    Oliver Jahn:   Es muss schlimm sein, mit diesem Wissen um all die unhaltbaren Tiere dann noch als Tierpfleger all dieser Arten arbeiten zu müssen. Das ist sicher nicht immer ganz leicht, in einem solchen Zwist zu stehen.
    (02.10.2008)
    Michael Amend:   Traurig, aber so ist es.
    (02.10.2008)
    Oliver Jahn:   Darum sag ich es ja, faktisch gesehen alles unhaltbare Arten.
    (02.10.2008)
    Michael Mettler:   Nicht nur mit Flusspferden bzw. anderen Riesentieren. Winterlichen Boxenaufenthalt mit Minimal-Außengehegenutzung gibt es schließlich auch bei Antilopen, Okapis, tropischen Rindern usw. - dazu kommen noch eventuelle Wechselschichten im Sommer zwischen den männlichen Zuchttieren und dem Rest der Gruppe/Herde sowie im Extremfall zusätzlich abgesonderten Weibchen mit frischem Nachwuchs; da sind selbst die Hippos in den neueren Anlagen noch besser dran. Von Möglichkeiten wie in neueren Elefanten- und Giraffenanlagen können besagte Huftiere nur träumen. Wer baut den ersten "Banteng-Park"...?
    (02.10.2008)
    Michael Amend:   Wenn man sich aml überlegt, wie lange die Hippos in ihren winzigen Boxen gehalten werden, von Oktober bis Ende April ! Und im Sommer werden sie auch noch über Nacht eingesperrt !

    So sieht es doch aus, mit der deutschen Flußpferd-Haltung !
    (02.10.2008)
    Ralf Sommerlad:   Stimmt Herr Amend: Um so schlimmer, dass selbst neuere Flusspferdanlagen mehr Wert auf "underwater viewing" legen denn auf eine artgerechte Haltung.
    (02.10.2008)
    Michael Amend:   @MM. Im Juli sind die Nyala-Antilopen noch munter im Hippo-Vorgarten rumgesprungen.

    Wie groß sind die Landteile bzw. Becken ind en Stallungen sämtlicher Hippos in Geramny, wo sie doch den größten teild es Jahres untergebracht sind,Hmm ? In berlin ist es eien winzige Insel und die Boxe, die die Tieer unter Tags aber nicht nutzen dürfen,w eil sie dann für die Besucher nicht sichtbar wären, das Gleiche Speilchen in hannover, wo die Hippos in einem "Canyon"rumplantschen dürfen und nicht einmal ein Inselchen ahben, ja, das nennt man ja dann wohl"großzügige Anlagen"für das drittgrößte Landsäugetier, das nachts einige Kilometer zus eienn weidegründen zurücklegt.Die Haltung im Ruhr-Zoo kenne cih nur von den Plannungsskizzen,a uchd a wird den Tieern nur ein kleienr landteil im Winter angeboten(in den Außenanalgend as Gleiche, Hauptsache, die Besucheroptik stimmt)Schlammbäder gönnt man den Tieren nur in Frankreich.

    Über Frankfurt,Köln,Kronberg,Karlsruhe und Stuttgart brauche cihw ohl kaum Worte zu verlieern.

    Ja, überalls chießen riesige Inennlaufhalle für Elefanten und Giraffen aus dem Boden, für Flußpferde und Nashörner ist es der aufwand wohl nicht wert. oder kennt Jemand hier eienn Grund,warum diesen beiden Großsäugern das nicht gönnen sollte, sie stattdessen in den gewöhnlichen, alten Boxen sperrt ? Es gibt auch keine Gründe, im Sommer Flußpferde über nacht einzusperren. Nein, eine gute Flußpferd-Haltung gibt es hier nicht.

    Ich beurteile aber auch eine Tierhaltung aus einem anderen Blickwinkel.
    (02.10.2008)
    Michael Mettler:   P.S. Zur Entwarnung für alle Amphibienfreunde: Die ehemaligen Amsterdamer Seekuhbecken wurden nicht nur zusammen-, sondern auch "trockengelegt". Es werden also keine Kröten zu 24-stündigem Dauerpaddeln gezwungen :-)
    (01.10.2008)
    Michael Mettler:   @Oliver: Und in zwanzig Jahren werden dann Zwergotter drin gehalten (falls die dann inzwischen haltbar sein sollten), weil die Gehege als zu klein für Flusspferde gelten :-) Falls das jemandem zu extrem erscheint: Die beiden ehemaligen Becken für Seekühe in Amsterdam wurden zwischenzeitlich zusammengefasst und beherbergen jetzt - Agakröten!! In die vom letzten Amsterdamer Flusspferd bewohnte Anlage werden dann vermutlich nach seinem Tod Feuerbauchunken einziehen - und dann nach weiteren zwanzig Jahren... (scherz)

    Mal im Ernst: Wenn die Kronberger Dauer-Außenhaltung tatsächlich problemlos ist, dann gäbe es theoretisch doch wunderbare Möglichkeiten, Flusspferdbecken neben nachts ohnehin leer stehende Großanlagen für andere Großtiere zu bauen. (Hatte ich ja im Planungs-Thread schon mal für Frankfurt und die künftige Gorilla-Außenanlage zusammengesponnen.) Dann hätten die Hippos nachts reichlich Platz und wären nur tagsüber auf ihren Pool (natürlich trotzdem mit Landbereich) beschränkt.

    Im neuen Zooführer des Berliner Zoos wird übrigens formuliert, dass die Nyalas NEBEN den Flusspferden untergebracht sind - wurde die Gemeinschaftshaltung beendet?
    (01.10.2008)
    Oliver Jahn:   Alexander, da hast du dich verguckt. Die ist ganz winzig, wie die in Kronberg. Man gerade ein Vorgarten. Aber was solls, wozu auch große Anlagen, wenn die Tiere darin doch eh alle unhaltbar sind.
    (01.10.2008)
    Alexander Fuchs:   Die größte Anlage die ich persönlich für Flußpferde gesehen habe, war in Gelsenkirchen. Ich meine nur den Naturbodenbereich. Der sah für mich eher aus wie eine Küstenimitation, als ein Weidebereich.
    (01.10.2008)
    Michael Amend:   Doch, ein paar gibt es !
    (01.10.2008)
    Oliver Jahn:   Eigentlich gibt es doch gar keine guten bzw. großzügigen Tieranlagen in Deutschland.
    (01.10.2008)
    Michael Amend:   Wenn Sie immer noch vond en Kronberegr Flußpferden sprechen, und davon gehe ich aus, muß ich annehem, das e snoch ein zweiets Kronberg mit Flußpferdhaltung gibt, denn im hessichen Kronberg wüßte ich nciht, wo die Tieer eine GROSSZÜGIGE Weidefläche haben sollen. Die Tiere haben ein kleeisn Stückchen natirboden-Anlägchen erhalten, ein teild es Privatgartens der dazugehörigen Villa, aber deutlcih kleiner als z.B die neeu Kölner Erdmännchen-Anlage. Aber immerin haben sie damit mehr Naturboden als z.B in Stuttagrt oder FFM. Gute, bzw großzügige Flußpferd-Anlagen gibt es in Deutschland nicht.
    (01.10.2008)
    IP66:   Ich möchte angesichts der Außengehege nicht nur auf die neuen Anlagen in Gelsenkirchen, sondern auch auf Kronberg verweisen, wo sehr früh große Weideflächen für die Tiere eingezäunt wurden. Gelsenkirchen spiegelt den Wunsch, den Besuchern als weiträumig empfundene Panoramen zu bieten, so wie die Nachrkiegsanlagen für die Überlegung stehen, daß man auch mit technischem Ersatz den Tieren optimale Anlagen bieten kann. Ich halte beides für zeitgebunden und kann immerhin feststellen, daß die Aufzuchtsraten und Altersredkorde in beiden Anlagentypen vergleichbar sind. Interessant wäre es, wenn man wüßte, wie sich die entsprechenden Anlagen in 20 Jahren gestalten ...
    (01.10.2008)
    Shensi-Takin:   @MA: "Alter Hut"...;)S. "Zoos in den USA", 1.8.2007... Die beiden Maedels haben mWn keine Aussenanlage.
    (30.09.2008)
    Michael Amend:   Im Adventure Aquarium in den USA werden Flußpferde gehalten ! Das dürfte ja wohl das Einzige Aquarium der Welt sein,das Flußpferde hält, mir ist jedenfalls kein zweites bekannt. Ich weiß nicht, ob die Tiere eine Außenanlage haben, so wie ich die Zoos und Aquarien drüben kenne, fürchte ich das Schlimmste.
    (30.09.2008)
    Michael Amend:   Geräumige Landflächen in der Kronberger Flußpferd-Anlage, wo ? Kein deutscher Zoo bietet seinen Flußpferden geräumige Landflächen an, wie es eigentlich sein sollte. Von daher gibt es in unserem schönen Land auch keine gute Flußpferdhaltung, sondern nur durchschnittliche, bis schlechte. Recht gebe ich Ihnen,
    das die Flußpferdanlagen nach dem 2.Weltkrieg wirklich immer kleiner wurden. Und sieht man sich die unglaublich bescheidenen Landteile in den neueren Anlagen Hannover und Berlin(die Anlage im Ruhr-Zoo kenne ich noch nicht)an, so haben sich die Flußpferde noch immer nicht in ihren Lebensbedigungen verbessert.Nur für den Besucher wurden die Anlagen eben optisch reizvoller.
    (23.09.2008)
    IP66:   Wenn ich mich richtig erinnere, verfügen die kronberger Außengehege über recht geräumige Landflächen, die zwar im 19. Jahrhundert üblich waren, aber im 20. in den meisten Zoos je später desto kleiner dimensioniert wurden.
    (23.09.2008)
    Michael Amend:   Auseinandersetzung zwischen tana(links)und George, die, wie das jetzige Paar Tana und Max auch, die emiste Zeit über getrennt war. Die naturboden-Anlage, wirklich nichts ehr groß, kann man nicht fotografieren,d a sie hinter Büschen verborgen ist und kaum eisnehbar ist. Sie schließt sich rechts an die Bullenanlage an und ist nicht für die Kuh nutzbar, da sie durch dei Bullenanlage laufen müßte.
    (23.09.2008)
    Michael Amend:   Blick ins linke Abteil für die Kuh Tana. Ganz links ist der stets offene Zugang zum Stall zu sehen.
    (23.09.2008)
    Michael Amend:   Gier wie geünscht Bilder der Kronberger Hippo-Anlage. Das Gitter auf der Mauerw urde nachd em tod des Bullen George angebarcht, damit die Besucher nicht mehr füttern können. Es beeinträchtigte natürlich ganz erheblich die Einsichtmöglichkeiten in die Anlage, die vor ein paar Jahren noch um ein kleines Naturbodenstück erweitert wurde.
    (23.09.2008)
    Michael Mettler:   Von den nur vier in Kronberg geborenen Kälbern kam lediglich eines im Winter (November) zur Welt (und starb), eines wuchs wie erwähnt auf, zwei weiteren nützte auch die Geburt in der warmen Jahreshälfte nichts: Eins starb genau wie die Wintergeburt nach wenigen Tagen, das andere wurde vom ins Nebenabteil eingedrungenen Bullen getötet. Kronberg hat zwar sehr widerstandsfähige Hippos, aber fast unglaubliches Pech mit der Zucht und der Verträglichkeit der Tiere.

    Das "Winterkalb" war übrigens ein ausgesprochenes Inzuchtprodukt: Tana selbst entsprang einer Mutter-Sohn-Verpaarung in Leipzig, und der Vater des Novemberkalbes war ihr eigener Sohn.
    (22.09.2008)
    Hannes Lüke:   Hat evtl. jemand Fotos von der Anlage. Ich kann mir das optisch irgendwie nicht vorstellen
    (22.09.2008)
    Michael Amend:   Nachteile hat es insofern gebracht, das wenn Kälber im Herbst oder Winter zur Welt gekommen sind,das diese nicht überlebt haben. Soweit ichw eiß, wurd etatsächlich nur ein einziges Kalb gro0gezogen, Tanas Sohn George, der 1996 durch einen Fremdkörper, der ihm von Besuchern ins Maul geworfen wurde, ums Leben kam. Ansonsten sind die Kronberger Hippos unglaublich widerstandsfähig und waren noch nie krank. Ich denke aber,d as im Zuge des neubaues einer Flußpferd-Anlage auch ein neues Huas gebuat wird. Es gibt ja einen Stall,d er jetzt durch die Trennung der Tiere aber nur für die Kuh Tana nutzbar ist. Die Tiere benutzen diesen aber sowieso so gut wie nie.
    (22.09.2008)
    Hannes Lüke:   Wie sind denn die Erfahrungen von Kronberg mit dieser Haltungsmethode? Hat das irgendwelche Nachteile mit sich gebracht bislang?
    (22.09.2008)
    Michael Amend:   Welche deutschen Zoos halten ihre Hippos im Sommer eigenlich nachts draußen ? Frankfurt weiß ich, Hannover glaube ich auch, Berlin und Stuttgart nein, Kronberg hält seine konsequent durchgehend seit 50 Jahren ! draußen, die waren noch NIE über Nacht eingesperrt, Ruhr-Zoo weiß ich nicht, denke aber,das sie eingesperrt werden, Kölnweiß ich auch nicht.Karlsruhe sperrt sie ,glaube ich, auch ein.
    (22.09.2008)
    Michael Amend:   Für Hippofans:Auf der Homepage des Zoo Ostrava kann man sich das Flußpferd-Zuchtbuch 2007 "Downloaden".
    (22.09.2008)
    Michael Mettler:   Trotz mehrerer Anläufe hatte ich noch nicht das Glück, die Wirkung der neuen Panoramascheibe im hannoverschen Hippo-Canyon selbst fotografieren zu können. Entweder war die Scheibe frei, aber kein Flusspferde unmittelbar dahinter, oder es gab etwas zu sehen - nämlich die Rücken von in Doppelreihe gedrängten Besuchern. Deshalb erlaube ich mir jetzt einfach, das vor dem Zoo aufgestellte Großplakat zur Demonstration des optischen Effektes zu entlehnen...
    (15.12.2007)
    Klaus Schüling:   Folgendes Buch ist ab sofort über den Schüling Buchkurier erhältlich:
    „Haltung, Zucht, Verhalten und Krankheiten der Flusspferde – Hippopotamus amphibius Linné, 1758 und Choeropsis liberiensis Morton, 1844“
    von Wolfram Bell, 86 Seiten, 16,8 x 23,8 cm, 10 Farbfotos, 1 Farbzeichnung, broschiert, Schüling Verlag, ISBN 978-3-86523-086-7, 24,80 Euro.

    (15.11.2007)
    Michael Mettler:   @Tina: Völlig richtig, nur geben die Jahresberichte usw. darüber wenig Aufschluss. Ich habe unten gesagt "ich werde das Gefühl nicht los", denn beweisen kann ich es nicht. Aber da sich z.B. in München, Berlin oder Leipzig der entsprechenden Zeiträume haltungstechnisch nichts bis sehr wenig verändert haben dürfte, die Zuchtergebnisse aber nach und nach schlechter wurden (und sich in Berlin und Leipzig nach Einführung von "Frischblut" bzw. Neuaufbau schlagartig wieder verbesserten), liegt mein Verdacht nahe.
    (22.09.2007)
    Tina:   Ist denn bekannt, warum die Jungtiere nicht aufgezogen wurden, bzw. früh verstarben?? Eigentlich müsste erörtert werden, an was jedes einzelne starb, um eine genaue Linie feststellen zu können. Ob sich die Todesursachen häuften, die auf bauliche Zusammenhänge schliessen lassen (zuwenig Platz, kein Abtrennen vom Bullen möglich), bzw. erblich bedingt sein können...
    (22.09.2007)
    Carsten Horn:   Flußpferd in Emmen geboren am 15. 09. 07, Geschlecht noch nicht bekannt, Mutter Louise...

    Der Durchgangsreisende scheint also doch gut zugeschlagen zu haben, g...
    (22.09.2007)
    IP66:   Ich frage mich nur, ob das budapester Außengehege wirklich so alt ist - das Gebäude ist aber in der Tat eine wundervolle Secessions-Moschee!
    Leipzig wäre ja noch ein Vorkriegsbau, der allerdings schon stark durch das Substitutionsprinzip geprägt ist. In Magdeburg scheint mir der Architekt so wenig Zwischenwände oder - gitter gewollt zu haben wie möglich, während es im ersten berliner Nachkriegsbau für Flußpferde doch Absperrabteile gab, ebenso im Altbau in Gelsenkirchen. Die Neubauten mit beschränkten Landteile wären demnach Hannover, Stuttgart und Karlsruhe, wobei die ersteren Bauten architektonisch sehr anspruchsvoll geraten sind. Vielleicht lag darin das Problem: Wenn kein Zoologe die Bedürfnisse der Tiere hinreichend benannte, wurden die Entwerfer durch die Möglichkeit, in einem Gebäude ein Großtier mit Wasser und Baustrukturen auszustellen, so mitgerissen, daß kein Bewegungsraum für das Tier übrig blieb. Großanlagen sind ja wenig geeignet, ein Tier zu rahmen, Gitter waren, besonders bei Herrn Dittrich, ebenfalls nicht erwünscht, und so blieb nur die Möglichkeit für einen Sockel mit einer lebendigen Flußpferdskuptur oder eines spanned in das Gebäude integriertes Beckens.
    (21.09.2007)
    Michael Mettler:   @Oliver Jahn: In Magdeburg gab es eine ganze Reihe von Frühgeburten. Nach der "baulichen" Theorie müssten die demnach durch Stress mangels Trennungsmöglichkeit ausgelöst worden sein.

    Zwar habe ich mir noch nie alle Haltungssysteme für Flusspferde im direkten Vergleich vor Augen gehalten, aber für die Vorkriegszeit fiel mir schon mal auf, dass zumindest einige Außenanlagen über deutlich größere Landflächen verfügten als modernere Einrichtungen, in denen man die Tiere beinahe wie Robben hielt (viel Wasser, wenig Land) - übrigens m.E. eine analoge Entwicklung zur Eisbärenhaltung.
    (21.09.2007)
    Oliver Jahn:   @IP 66, auf Ihren Beitrag möchte ich gern noch einmal etwas näher eingehen, werde das aber unter "historische Anlagen" tun, da es nur bedingt etwas mit Flusspferden zu tun hat und eher eine bauliche Sache ist.
    @Michael Mettler, auch wenn ich irgendwann der Ahnenreihe kaum noch folgen konnte, so hatten wir telef. das Thema schon mal angerissen und das sieht wirklich so aus, als ob da was dran wäre. Allerdings habe ich in Budapest trotz des historischen Hauses festgestellt, dass man vor dem Krieg fast sinnvoller für Flusspferde gebaut hat, als nach dem Krieg. Im historischen Haus auf dem Bild haben die Flusspferde ein längliches Wasserbecken, welches auf beiden Schmalseiten jeweils ein Landabteil hat, und das Wasserbecken lässt sich auch noch in der Mitte teilen. Somit können nach Bedarf Kuh und Kalb vom Bullen separiert werden. Das war z.B. in Halle und in Magdeburg nicht möglich und in Leipzig nur bedingt. Eventuell hatte auch das Einfluss auf die hohe Rate an nicht aufgewachsenen Jungtieren?
    (20.09.2007)
    Oliver Jahn:   Die Budapester leben in einem der schönsten historischen Dickhäuterhäuser, die ich kenne.
    (20.09.2007)
    IP66:   @Oliver Jahn: Interessant ist, daß da, wo für Dickhäuter gebaut wurde, auch Flußpferde auftauchten, nämlich in Magdeburg. Der Fall der cotbusser Elefanten ist für mich aber besonders aufschlußreich: Während selbst Heidelberg ein Elefantenhaus zuwegebrachte, gab es in den Großzoos der DDR kaum neue Tierhäuser, während in den Westzoos sowohl in Altanlagen wie Köln oder Wuppertal wie auch in Neuanlagen wie Duisburg oder Krefeld gerade für Dickhäuter aufwendig gebaut wurde. Das hat die Gestalt der Zoos geprägt, heißt aber sicher nicht, daß die "hausarmen" Zoos uninteressanter gewesen wären als jene im Westen. Ich frage mich nur, ob das im restlichen Ostblock ähnlich war - Tschechien hat doch relativ aufwendige Tierhäuser gebaut, und in Polen mußte man in den zerstörten Zoos mancher Städte doch bestimmt auch neu bauen. Damit kämen dann auch die budapester Flußpferde zur Geltung - liegen sie in einem alten oder in einem neuen Becken?
    (20.09.2007)
    Michael Mettler:   P.S. zur Erläuterung: Die von mir verdächtigte Grete war die Mutter von Tanga (München), Bulette (Berlin), Negus (Magdeburg), Tana (Kronberg, hatte aber vorher schon in Leipzig zwei nicht überlebende Kälber) und Schwabbel (Leipzig). Außerdem somit die Großmutter von Lutz II und Rosa III in München, von Nante und Polly in Berlin und von Berolina (Tochter von Bulette) in Magdeburg.... Das sollte meinen Gedankengang ausreichend erklären.

    Die Pechserie des Paares Scheeks und Ische II in Halle (10 Kälber, davon nur 2 erfolgreich aufgezogen) war aber wohl "eigenständig". Die Herkunft beider kann zwar, da von Ruhe kommend, nur erraten werden (eventuell Rotterdam bzw. Stuttgart), aber die Datenlage lässt im Moment keinen Verdacht auf Herkunft aus der Dresden-Leipzig-Berlin-Linie zu.
    (19.09.2007)
    Michael Mettler:   @Oliver Jahn: Na ja, Zoos wie Zürich oder Hannover hatten auch ohne Thermalquelle gute Zuchterfolge....

    Wenn ich mir die züchterischen Pechserien mancher Zoos anschaue (z.B. Leipzig, zeitweise Berlin, München, Magdeburg), werde ich allerdings das Gefühl nicht los, dass da in der berühmten alten Leipziger Linie ein Erbfehler gesteckt haben könnte, der mit den überlebenden Nachzuchten in andere Zoos gebracht wurde. Und in solchen Fällen macht sich Inzucht dann halt doch mal negativ bemerkbar bzw. deckt einen solchen Fehler schonungslos auf. Wie gesagt: Ist nur eine Vermutung. Aber z.B. sind von 11 Kälbern des Münchener Paares Lutz II x Rosa III 8 innerhalb der ersten zwei Wochen gestorben; beide Elterntiere waren Geschwister und Kinder der in Leipzig geborenen Tanga, Rosa III entstand zudem aus der Sohn-Mutter-Verpaarung Lutz II x Tanga.

    Leipzig selbst hatte in der Nachkriegszeit mit seiner alten Zuchtlinie (also vor dem Neubeginn mit Akos und Brandy) 24 Kälber, von denen ganze 6 heranwuchsen; davon taten sich der in Leipzig verbliebene Schwabbel, der spätere Magdeburger Negus und die spätere Kronbergerin Tana auch nicht gerade als Eltern vitaler Jungtiere hervor. Und Berlin hatte eine Pechsträhne, als mit Nante und Polly eine ähnliche Konstellation wie die Münchener entstand: Beide waren Kinder der in Leipzig geborenen Bulette und Polly zudem gleichzeitig Nantes Schwester und Tochter. Ergebnis: 5 gemeinsame Kälber, keines aufgewachsen.

    Man müsste die Theorie noch mal ganz gezielt durchleuchten, aber der gemeinsame Nenner aller dieser Probleme scheint mir die Ex-Leipzigerin Grete zu sein - und die wurde in Dresden von einem Wildfangpaar aus Tansania (Wakene und Wally) geboren, das ebenfalls diverse nicht aufgezogene Jungtiere zu verbuchen hatte. Falls denn wirklich ein Erbfehler im Spiel gewesen sein sollte, wurde er also eventuell schon aus der Wildbahn "eingeschleppt".
    (19.09.2007)
    Oliver Jahn:   Gibts eine Höchstgröße der datei?
    (19.09.2007)
    Oliver Jahn:   Ich wollte mal die neue Bildfunktion testen. Die Budapester Flusspferde.
    (19.09.2007)
    Oliver Jahn:   Drei, oder? Breslau, Posen und Königsberg.
    (19.09.2007)
    Carsten Horn:   Waren nicht im Tierpark Berlin Flußpferde zumindest in der Planung?

    Kriegsbedingt sind 1945 auch noch zwei Halter verloren gegangen nach der neuen Grenzziehung...
    (19.09.2007)
    Oliver Jahn:   Nun ja, wenn ich so nachdenke, es stimmt schon, bis auf Magdeburg hat kein einziger Zoo der DDR sich für Flusspferde interesiert. Lediglich von den drei historischen Zoos sind zwei als Flusspferdhalter geblieben. Davon allerdings hatte Halle nun keine wirklich gute Flusspferdhaltung und auch die Leipziger Anlage war etwas in die Jahre gekommen. Auf der anderen Seite aber hatte ja die ganze DDR nur 9 Großzoos. Darunter Themen-Zoos wie Rostock, in dessen nordische Tierwelt Flusspferde nicht passten (Elefanten waren da eben noch eher ein MUSS)und Zoos wie Cottbus, in denen es nicht mal ein Haus für die Elefanten gab. Und dann gab es eben noch 3 Flusspferdhalter, von 9!! Prozentual ist das gar nicht mal so wenig.
    In diesem Zusammenhang fand ich noch erwähnenswert, dass die Flusspferde in Budapest sehr gute Zuchterfolge hatten, über viele Jahre. Der Zoo begründet das damit, dass ihre Becken mit dem Wasser einer ungarischen Thermalquelle gespeist werden, welches den Tieren wohl sau gut bekommen soll.
    (19.09.2007)
    Carsten Horn:   Ich vermute mal, die Flußpferdhaltung dürfte deutlich teuerer sein als die von Nashörnern oder Tapieren aufgrund der Wasserkosten sowie ggf. der Beheizung der Wasserbecken...

    Und die Verkaufschancen des Nachwuchses dürften auch deutlich gesunken sein, also keine zusätzlichen Einkünfte aus der Haltung...

    Vielleicht auch Gründe, im Entscheidungsfall die Haltung aufzugeben...
    (19.09.2007)
    IP66:   Interessnt finde ich trotzdem, daß in der DDR kein einziger Neubau für Flußpferde entstand, während die Bundesrepublik doch eine ganze Reihe von Neubauten aufweisen konnte, von Großbauten wie Berlin oder Stuttgart über kombinierte Dickhäuterhäuser wie in Karlsruhe bis zudem Schuppen in Kronberg - zumindest den hätte ein FDJ-Einsatz ja auch zustandebringen können.
    Richtig ist aber, daß die Tendenz, bei Neubauten von Dickhäuterhäusern auf Flußpferde zu verzichten oder sie bei Rationalisierungen aufzugeben, recht groß war - obgleich es sich ja um Publikumslieblinge gehandelt hat und auch heute noch handelt.
    (19.09.2007)
    WolfDrei:   @Herr Mettler: Das Flusspferdhaus lag direkt am Elefantenhaus-gegenüber waren (sind) die Pferdantilopenanlagen.
    (18.09.2007)
    Michael Mettler:   @Oliver Jahn: Willkommen zurück!!

    Frage an die Tschechien-Kenner: Wo waren früher in Dvur Kralove die Flusspferde untergebracht - ich nehme an, das Haus existiert nicht mehr? Sehr schade, dass ausgerechnet ein Zoo mit so viel Platz und einer Spezialisierung auf afrikanische Großtiere die Haltung aufgegeben hat.
    (18.09.2007)
    Oliver Jahn:   erst einmal möchte ich mich ganz kurz wieder zurück melden. Und zum Thema an IP66, Halle hatte die Flusspferde im Anthropoidenhaus von 1904. Der Umbau zum Flusspferdhaus erfolgte 1920.
    Zu den neueren Dickhäuterhäusern der ehemaligen DDR würde ich (wenn auch nur für Elefanten)auch noch das Haus in Rostock zählen. Letztlich aber sind die historischen Flusspferdhaltungen oft weitergeführt, neue Halter sind in Ost und West nur wenige hinzugekommen. Sicher liegt das an der bereits schon erwähnten Kostenfrage, in Ost und West.
    (18.09.2007)
    Uakari:   Vor allem der Zustand besser Stillstand des Karlsruher Zoos
    wird kritisch betrachtet, darunter leiden die anderen erwähnten Zoos zum Glück nicht.
    (15.09.2007)
    IP66:   Meine Einordnung bezog sich auf den Zustand vor dem Umbau. Ganz verstehen kann ich nicht, weshalb die karlruher Bauten in Vergleich mit ihren Parallelen in Stuttgart, Wuppertal oder Münster so kritisch beurteilt werden.
    (14.09.2007)
    Carsten Horn:   Wobei das Dickhäuterhaus in Karlsruhe ja in den 80er Jahren schon einen großen Umbau hinter sich hat, nachdem der Elefant die Flußpferde "gekocht" hat, ursprünglich waren die Flußpferde neben den Elefanten untergebracht...
    (13.09.2007)
    Uakari:   Alles in allem sind die Karlsruher Affenhäuser, das Dickäuterhaus, die Löwenanlage, die relativ kleine Giraffenaussenanlage eher Paradebeispiele für verunglückte Zooarchitektur.
    (13.09.2007)
    IP66:   Das Giraffenhaus ist durchaus auf der Höhe der Zeit, das Elefantenhaus wirkte sicher neben Erfurt oder Basel etwas unambitioniert, ich würde es aber nicht einmal provinziell nennen.
    (13.09.2007)
    Uakari:   Dann muss in Karlsruhe aber ein wenig talentierter Architekt zu Gange gewesen sein.
    (13.09.2007)
    IP66:   Wie sahen die Bauten denn in Halle aus? Karlruhe habe ich deshalb als Beispiel gewählt, weil hier ein mittelgroßer Zoo wegen einer Bundesgartenschau in kurzer Zeit neu gebaut wurde.
    (13.09.2007)
    Uakari:   Krefeld, Erfurt, Berlin hatten zumindest Zwergflusspferde.
    Die tiergärtnerischen Anlagen von Karlsruhe als repräsentativ zu bezeichnen ist aber schon etwas abenteuerlich.
    (12.09.2007)
    IP66:   Ich versuche einmal, zu differenzieren: In Leipzig gab es ein überliefertes Dickhäuterhaus mit Flußpferdabteil, daß bis 1989 beibehalten wurde - also eine Köln vergleichbare Situation. Friedrichsfelde hat sein Haus kurz vor Toresschluß fertigstellen können, aber ohne Flußpferde - wollte man da extra bauen oder nimmt das Entwicklungen vorweg, wie sie sich in Münster, München, Leipzig vollzogen haben? Interessant ist aber, daß man im großen neuen Zoo der DDR, nämlich in Friedrichsfelde, lange Zeit kein entsprechendes Dickhäuterhaus gebaut hat, während in repräsentativen Nebauanlagen im Westen - Münster, Stuttgart, Karlsruhe - solche Häuser errichtet wurden. Magdeburg dagegen hat mit seinem Dickhäuterhaus das erste große neue Tierhaus der DDR eröffnet und gleichzeitig einen wichtigen Schritt in Richtung Großzoo getan - das würde ich mit dem Haus in Krefeld vergleichen, in dem es allerdings keine Flußpferde gab, und mit dem kleinen Nachkriegsbau in Heidelberg, der sich allerdings vom architektonischen Anspruch mit dem magdeburger Bau nicht vergleichen läßt. Dresden stand nach dem Krieg wohl ohne Flußpferbleibe da und hatte doch auch kein richtiges Dickhäuterhaus, sondern nur den Bau für Elefanten? Erfurt, einer der neuen Zoos der DDR, hat dagegen ein Elefantenhaus nach westberliner Muster gebaut (wenn auch architektonisch ungleich qualitätvoller), allerdings, anders als dort, erst nach der Wende ein eigenes Nashornhaus und überhaupt kein Flußpferdhaus. In Halle kenne ich die Situation nur schlecht und weiß nicht, ob das Flußpferd-Kleinsäugerhaus, das ich nie richtig kennengelernt habe, zum überlieferten Bestand gehörte.
    Einmal fällt auf, daß der repräsentative Großzoo der "Hauptstadt" mit erheblich weniger Tierhäusern auskommen mußte als die Beubauten in der Bundesrepublik und daß mehr Altbauten weitergenutzt wurden. Zum zweiten, und das finde ich in der Tat interessant, haben sich aber auch zwei Zoos durch Dickhäuterneubauten profiliert.
    (12.09.2007)
    Uakari:   Das nicht nur ostdeutsche Haltungen beendet wurden, sondern jede zweite in Europa, hab ich ja selber hinreichend betont. Aber der These DDR-Zoos
    hätten kaum Dickhäuterhäuser gehabt,
    musste leider widersprochen werden,
    denn da existierte nunmal kein Ost-West-Unterschied. Und im Mangel an Hippos gibt es heute auch keinen.
    (11.09.2007)
    th.oma.s:   der neubau unterblieb aus den ddr-typischen kapaztätsgründen in anbetracht der ufwendigen haltung. interessant ist, dass in den sechziger jahren eine fertigteilhalle zur flusspferdhalle vorgesehen war die dann aber als vereinsgebäude der dsc-ruderer
    in dd- laubegast an die elbe gestellt wurde (habe ich so gehört).
    (11.09.2007)
    Michael Mettler:   @Uakari: Wende hin oder her, nicht nur ostdeutsche Haltungen wurden beendet - siehe München oder Münster, in Nachbarländern auch Zürich oder Rotterdam.

    @IP66: Laut Schilderungen war der Dresdener Flusspferd-Anbau am Aquarium zerbombt und seine Bewohner sämtlich tot. Warum hinterher kein Neustart gemacht wurde, weiß ich allerdings auch nicht.
    (11.09.2007)
    Uakari:   Jedenfalls sind die ostdeutschen Hippos erst nach der Wende auf der Strecke geblieben. Abgesehen davon das die DDR weniger grosse Zoos als die BRD hatte, waren/sind Dickäuterhäuser in Leipzig, Berlin, Magdeburg, Dresden, Erfurt. Halle hatte beide Flusspferde, Elefanten und Nashörner.
    Also in den DDR-Grosszoos waren Dickhäuter und deren Häuser flächendeckend vertreten, keineswegs weniger als im deutschen Ausland.
    (11.09.2007)
    IP66:   Ich würde es so formulieren, daß es in der DDR sehr viele Zooneugründungen gab, die auch recht bald recht gut ausgestattet waren, daß aber doch die Zahl der Großbauten sehr überschaubar geblieben ist, und dabei die besonders aufwendigen Flußpferde halt auf der Strecke geblieben sind. Weshalb hat man denn die Haltung in Dresden aufgegeben? War das Haus zu stark zerstört?
    (11.09.2007)
    Uakari:   Die Einschätzung mit den Dickhäuterhäusern in der DDR würd ich so nicht teilen. Und weil gerade Karlsruhe angesprochen wurde, dort herrscht ja nun seit Jahren Stillstand.
    Da muss ich mich als Ossi ja schon
    fast dafür entschuldigen, das wir den Westen scheinbar so ruiniert haben.
    (10.09.2007)
    Carsten Horn:   Dresden könnte man evtl. noch dazu nehmen, die Haltung sowohl im Zoo wie auch bei Sarrasani wurde allerdings im II. Weltkrieg beendet.

    Für so gering würde ich die Flußpferddichte aber gar nicht halten, wenn man bedenkt daß die DDR auch deutlich kleiner als die damalige BRD war...

    Für den Tierpark Berlin kam ja leider die Wende zu früh, g...
    (10.09.2007)
    IP66:   Was den Herrschaftsbereich des Ampelmännchens angeht, so stellte der aber doch nie einen sehr dicht bevölkerten Flußpferdbiotop vor - ich erinnrere mich an Haltungen in Halle, Magdeburg und Leipzig, wobei nur die magdeburger einem Neubau zu danken war. Ich würde sogar die These wagen, daß der Mangel an großen begehbaren Tierhausneubauten in der DDR den jetzigen Zustand bewirkt hat, da die vielen neuen Zoogründungen ohne die Dickhäuterhäuser auskommen mußten, die selbst kleinere bundesdeutsche Anlagen wir Karlsruhe erhielten.
    (10.09.2007)
    Carsten Horn:   Nicht nur Bayern ist flußpferdlos, auch in der gesamten "SBZ" gibt es keine Großflußpferde mehr...
    (08.09.2007)
    Marco Smeets:   z.B. hier: http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/19393309

    Von Freilassung und "Dschungel" kann nach dem Bericht aber keine Rede sein. Klingt für mich nach "Wir sollten die Tiere bald abschießen, sonst werden sie zur Gefahr."
    (08.09.2007)
    Sebbu:   passt nicht 100% auf das Thema Flusspferdhaltung in Deutschl., aber auf das Thema Flusspferde im Allgemeinen.

    Ich bin sicher, gelesen zu haben (finde aber die Quelle nicht mehr), dass der inzwischen getötete kolumbianische Drogenboss Pablo Escobar einen Privatzoo unterhielt. Besatz: u.a. Flusspferde. Als der Privatzoo verwaiste, wurde die Tiere in den Dschungel getrieben und sollen dort in Südamerika als kleine Kolonie interessanterweise gut gedeihen. Klimatisch ist ja auch kein riesiger Unterschied spürbar.
    Weiß jemand von dieser kol. Flusspferdpopulation Genaueres?
    (08.09.2007)
    Uakari:   Na so gross ist die Neubauwelle in Bezug auf Flusspferdhaltungen nun auch wieder nicht, da findet schon eher eine Abschaffungswelle statt, und zwar beide Arten betreffend. Bayern ist derzeit ganz flusspferdlos.
    (08.09.2007)
    Michael Mettler:   Ich habe gerade eine merkwürdige Entdeckung gemacht, und zwar in einem antiquarisch erworbenen "Zoologischen Garten" (Bd. 18, Heft 3/4 von 1951). Darin fand ich einen kurzen Jahresbericht des Berliner Zoos für 1943 (!), in dem sehr detalliert die Nachzuchten des Zoos angeführt werden. Aber interessanterweise wird der 1943 geborene und später berühmt gewordene Flusspferdbulle Knautschke mit keinem Wort erwähnt, nicht mal die Art Flusspferd als solche (die Geburt eines Zwergflusspferdes bekam dagegen einen eigenen Absatz).

    Der Bericht endet übrigens mit den Sätzen: "Am 22. und 23.XI.1943 hatte der Garten schwer unter Fliegerangriffen zu leiden, bei denen Tier- und Gebäudeschäden eintraten. Außer dem schweren Verluste von 7 Elefanten, einem afrikanischen Nashorn und den meisten Großkatzen waren die Schäden an Großtieren aber gering."
    (07.09.2007)
    Carsten Horn:   Letzen Montag ist in Emmen ein kleines Flußpferd geboren, welches leider am Mittwoch gestorben ist...
    (07.09.2007)
    Tina:   @ Uakari: In Kharkov funktioniert das Vater-Sohn-Verhältnis, weil keine Kuh dabei ist und daher keine Konkurrenz nötig ist. Würde ein Weibchen dazu kommen, würde es auch dort zu Rangkämpfen kommen.
    Es gibt reine Bullengruppen, zumindest aus dem Animal Kingdom ist mir dies bekannt
    (25.08.2007)
    IP66:   Wir erleben, wie mir scheint, bei den Flußpferden eine der Elefantenhaltung vergleichbare Entwicklung: Da man von der gängigen Paarhaltung abkommen möchte und sich auch von den klassischen Ausstellungsarchitekturen verabschieden möchte, entsteht ein Neubaubedarf, der viel Gelände kostet, und zugleich ein Geburtenüberschuß, der trotz der vergrößerten Herden nicht aufgefangen werden kann. Gleichzeitig entwickelt sich auf die Halter, die an den überlieferten Systemen festhalten, ein ganz erheblicher Druck, die Haltung umzugestalten oder aufzugeben, obgleich die dortigen Planstellen dringend gebraucht werden. Ausgangspunkt der Bewegung war wohl das jüngeste Flußpferdhaus in Berlin. Der Unterschied zur Elefantenhaltung liegt wohl darin, daß in den traditionellen Haltungen kaum Jungtiere geboren wurden, während sich bei Flußpferden schon in der Zwischenkriegszeit ein Überschuß angebahnt hat. Insofern fällt der moralische Druck, durch Neubauten Nachzuchten generieren zu müssen, eigentlich weg. Interessant ist, daß trotzdem eine große Neubauwelle über das Land schwappt.
    (25.08.2007)
    Michael Mettler:   Möglicherweise gäbe es bei der Eingliederung älterer Bullen (z.B. verwitweter alter Tiere) große Probleme, während Jungbullen untereinander oder die genannte Vater-Sohn-Kombination "gefühlt" machbarer erscheinen. Derlei ist ja von Tierart zu Tierart verschieden. Während sich z.B. bei der Impala entmachtete Revierböcke ungeachtet ihres Alters wieder einer Junggesellengruppe anschließen, werden entmachtete Herdenbullen bei der Pferdeantilope zu Einzelgängern (während Jungbullen bis zur Übernahme einer eigenen Herde in Junggesellengruppen leben). Falls der Unterschied zwischen den beiden Arten darin liegt, dass adulte Pferdeantilopenbullen dank geringeren Feinddrucks nicht unbedingt auf den Schutz einer Herde angewiesen sind, ließe der Umkehrschluss für die Vergesellschaftung alter Flusspferdbullen nichts Gutes erwarten...
    (25.08.2007)
    Uakari:   Einen Versuch wäre es wohl wert, aber ich befürchte da ein Scheitern. Evtl. kastrierte Tiere, aber das wäre ja auch wenig sinnvoll. Junggesellengruppen in dem Sinne gibt es ja auch in Afrika nicht.
    Ein interessanter Hinweis mit Kharkov,
    offenbar ordnet sich da eines der Tiere(noch)brav unter.
    (25.08.2007)
    Carsten Horn:   Vielleicht sollte auch mal einfach versucht werden, reine Bullengruppen zu halten, falls das funktioniert, hätte man die Möglichkeit natürlicher Verhütung und ganz andere Möglichkeiten...

    Mir ist eigentlich nur die Haltung in Kharkov bekannt, wo Vater und Sohn ohne Kuh recht harmonisch zusammenleben...
    (25.08.2007)
    Uakari:   Man muss derzeit schon froh sein, wenn Frankfurt als Zoo erhalten bleibt. Von mir aus kann jeder Zoo der Welt Flusspferde halten. Da Frankfurt/Kronberg
    ähnlich Berlin eine "Zooregion" bilden, wäre die Ergänzung nur sinnvoll: Gruppe Flusspferde in Kronberg, womöglich Zwergflusspferde in Frankfurt.
    Die lobenswerte Hallenser Gemeinschatfshaltung mit Mangaben könnte zB. noch öfters kopiert werden.
    Um nicht falsch verstanden zu werden: Ich wünsche Maikel keineswegs ein frühes Ableben und auch keinen Ringkampf. Das Maikel und Max Vater und Sohn sind haben beide wahrscheinlich vergessen. Das die derzeitigen Hippos dieser Region alle vereinigt werden, ist unmöglich und wird von mir auch nicht gefordert. Ausserdem soll es immer noch bullenlose Haltungen geben...
    Die Frage der Verträglichkeit kastrierter bzw. sterilisierter Bullen intressiert mich auch brennend, dazu wird aber sicher nichts bekannt sein, die Haltung erfolgte üblicherweise ja als Zuchtpaar. Kopenhagen wird seinen anfallenden Hipponachwuchs vermutlich verfüttern.

    (25.08.2007)
    Michael Mettler:   Gibt es eigentlich außerhalb von Emmen schon Erfahrungen mit der Kastration von Flusspferdbullen? Oder steht der Beweis noch aus, dass sich auch ein in fortgeschrittenem Alter kastrierter Bulle zu einem frommen Herdenmitläufer entwickelt? Die Emmener Bullen waren m.W. noch jung beim Eingriff und damit vielleicht kein Maßstab.

    Zudem wäre ja auch Sterilisation statt Kastration des Bullen eine Möglichkeit, unerwünschten Nachwuchs zu verhindern. Oder scheut man das Risiko, dass nach einem solchen Eingriff "zusammenwächst, was zusammengehört"...? Ist ja bei anderen Tieren schon vorgekommen (m.W. bei Kölner Pavianen).
    (24.08.2007)
    Carsten Horn:   Wollte Frankfurt nicht schon mal die Flußpferdhaltung aufgeben und selbiges ist von der Stadt untersagt worden?

    Maikel in Frankfurt ist 32, hoffen wir mal das ihm noch viele Jahre beschieden sind, Max in Kronberg wird dieses Jahr noch 12...

    Und die Hoffnung, daß sich zwei Bullen vertragen, würde ich nicht haben, auch wenn es sich um Vater und Sohn handelt (siehe Knautschke und Nante in Berlin). Auch wäre es wohl nicht unbedingt wünschenswert, wenn Max dann seine Mutter Petra bespringt, falls es zu einer Zusammenlegung in einem Zoo kommen sollte...
    (24.08.2007)
    Uakari:   Das Konzept Kronberg bezog sich auf die Zukunft, und ich nehme an, das die Planungen auch so verlaufen. Im engen Frankfurter Zoo wird man bestimmt nicht am Flusspferd festhalten.
    Beide Zoos ergänzen sich ja sichtlich mehr und mehr, was vollkommen richtig ist. Das ewige Leben haben selbst Hippos nicht gepachtet, also könnte es sein, das bis zum etwaigen Neubau nur noch ein Bulle vorhanden ist. Ansonsten wird es freilich schwierig.
    Das im geliebten Zoo Kopenhagen ein neues Flusspferdhaus baut, vermerke ich ausgesprochen positiv !!!, zumal dort mit Bullenhaltung geplant wird.

    (24.08.2007)
    Michael Mettler:   @Tina: Ich denke, dass Hannover mit mehreren Kälbern zu gleicher Zeit ein Platzproblem bekommen würde - und zwar nicht erst, wenn sie halbwüchsig wären. Ein Grund mehr für mich, die Version mit dem Einzelkalb zu glauben. Zudem wäre ansonsten neben den Fehlversuchen mit Kiboko und Habari genug Zeit gewesen, Maikel auch mit den jüngsten Kühen Cherry und Himba zu verpaaren, die dafür bereits alt genug waren. Denn auch bei Viktoria wusste man ja lange Zeit nicht, ob sie überhaupt trächtig war. Die sechste Kuh, Zora, stand aus Altersgründen gar nicht erst zur Debatte.

    Das Emmener Konzept scheint ja zu beinhalten, die Gruppe nach Anwachsen durch Abgabe einer Teilgruppe (nicht durch Einzelabgabe) wieder auf das Ausgangslevel zu bringen. Da macht dann das "Ansetzen" mehrerer Kälber gleichzeitig natürlich Sinn. So sollte der Pariser Bulle m.W. in Emmen für Nachwuchs sorgen und dann später zusammen mit zwei Kühen nach Kopenhagen gehen, um die dortige neue Anlage zu besetzen.
    (24.08.2007)
    Tina:   @Michael Mettler: Hab nochmals in meinen Unterlagen gegraben. Vielleicht hat sich bei mir alles gedanklich etwas vermischt... bei Emmen war von mehreren erwünschten Jungtieren die Rede. Bei Hannover stand nur Nachwuchs (ohne Mengenangabe).
    @Uakari: Kronberg und Frankfurt zusammenlegen schön und gut... dann wären es aber zwei Bullen. Und dann??
    Dann wäre es wieder die unerwünschte "Getrennthaltung" oder wie soll man sich das sonst vorstellen??
    (24.08.2007)
    Uakari:   Ich könnte mir im grossen Wassergraben der Münsteraner Afrikanalage auch sehr gut Flusspferde vorstellen, fehlt "nur" noch das Haus.
    Wie schön wäre es gewesen, wenn die ZooSoap aus Münster gekoppelt gewesen wäre mit der Suche nach Sponsoren für einen derartigen Bau.
    Bei soviel Aufmerksamkeit wie sie die Zoosendungen derzeit auf die Zoos lenken, werden meiner Meinung nach im Moment Chancen vertan.
    Also ran an die Tasten und Emails an die Fernsehredakteuere und Zoodirektoren schicken !!!
    Der WDR könnte ein Maskottchen mit grosser Klappe auch gut vertragen,
    warum nicht ein Hippo?, da muss doch was gehn !
    (24.08.2007)
    Michael Mettler:   @Tina: Vielleicht war ja deine Informationsquelle korrekter als meine...? Auch ich kann nur wiedergeben, was ich gehört und gelesen habe, und da war immer nur von einem "Wunschkalb" die Rede. Aber vielleicht war das ja nur die offizielle Version? Gerade WEGEN der Absatzschwierigkeiten kann ich mir allerdings nur schlecht vorstellen, dass man sich über mehr als ein Kalb wirklich gefreut hätte...
    (23.08.2007)
    Uakari:   Das beste wäre wenn Kronberg sein neues Fluspferdhaus baut, Frankfurt die Haltung beendet, und statt 2 und 2
    Tiere wie derzeit, in dieser Region
    an einem Standort eine 4-5 Tiere leben.
    (23.08.2007)
    Tina:   Entschuldigung, aber meiner Information nach war mehr als ein Jungtier geplant. Wenn dies eine Fehlinformation war, tut es mir leid.
    Trotz allem bleibt der Tatbestand relevant, dass nicht Bulle + Kuh = Baby bedeutet. Mit Sicherheit gibt es viele erfolgreiche Gegenbeispiele und ich freue mich über jedes einzelne. Ich wollte damit sagen, man darf es nicht als Voraussetzung sehen, dass sich die Tiere verstehen, sondern der Grundgedanke sollte heissen "wir versuchen es und freuen uns, wenn es dann klappt".
    Dass es früher mit Berlin/Leipzig äusserst erfolgreich verlief ist mir bekannt, demnach verstanden sich die Tiere und man war zum damaligen Zeitpunkt richtig froh, dass man damit den aktuellen Tierbestand auffüllen konnte.
    Ob es nicht besser für Kronberg wäre, den Bullen auszutauschen, sollte sich mal überlegt werden. Tana sollte aufgrund ihres Alters das Heimrecht gewährt werden. Auch in Berlin war lange Zeit Polly als Unfriedenfaktor mittendrin und jetzt, da sie abgegeben wurde, funktioniert es mit der Gruppe wieder recht gut. Pfleger Fritzmann sagte, sie sind zwar keine dicken Freunde, aber sie akzeptieren sich.
    (23.08.2007)
    Michael Mettler:   @Tina: In Hannover war nur EIN Flusspferdkalb geplant. Allerdings kam es erst mit der dritten Kuh zur gewünschten Trächtigkeit, denn vor Viktoria hatte der Leihbulle Maikel bereits friedliche, aber erfolglose Tete-a-tetes mit den ihm nacheinander einzeln zugeführten Kühen Kiboko und Habari. Die erste Begegnung von Maikel und Kiboko wurde damals in einer TV-Doku gezeigt.

    Für den Emmener Vorfall wäre es interessant zu wissen, ob der Bulle - im Gegensatz zu Hannover - mit mehreren oder gar allen Kühen gleichzeitig zusammengebracht wurde. Denn es gibt ja auch diverse Gegenbeispiele von Erstkontakten, die ohne größeres "Abtasten" gleich in die achtmonatige Tragzeit mündeten; allerdings trafen die Bullen dabei m.W. immer auf eine einzelne Kuh. Wer dabei das "Heimspiel" hatte, scheint weniger wichtig gewesen zu sein; in der schon erwähnten Nachkriegszeit wurden dem Berliner Bullen Knautschke die Kühe ins Haus gebracht, während der in Ruhe-Besitz befindliche Bulle Otto/Nauke mehrere Jahre lang auf "Deck-Tournee" war (Hannover, Gelsenkirchen, Wuppertal, Köln).

    Andererseits ist nicht mal ein langjähriges Kennen eine Garantie für Verträglichkeit, wie das Beispiel des wegen Unverträglichkeit dauerhaft getrennt gehaltenen Kronberger Paares zeigt.
    (23.08.2007)
    Uakari:   Das hab ich auch gehört, das Hannover mehr als ein Jungtier wollte. Man stelle sich vor es wären da noch weitere Männchen geboren wurden.
    Aber wahrscheinlich waren für diesen
    Fall die Flugkarten nach Afrika
    schon gebucht.
    (23.08.2007)
    Tina:   Dass die Wirklichkeit nicht der Theorie entspricht belegen die jüngsten Einsätze von Leihbullen.
    Wer sagt denn, dass sich der Bulle auf Anhieb mit den Kühen versteht?? Nur weil schlaue Leute ihre Planungen durchbringen wollen, heisst das noch lange nicht, dass die Tiere "mitspielen"...
    Hannover wollte angeblich mehr als ein Jungtier, aber nur mit Victoria hat dies geklappt.
    Die Tötung des Emmener Bullen zeigt, dass es auch hier keineswegs selbstverständlich ist, dass er eingesetzt wird und ein paar Jungtiere zeugt. Man muss da wohl etwas sensibler vorgehen und die Paarung nicht mit dem Terminbuch planen, sondern mehr auf die Tiergruppe selbst eingehen und behutsamer mit der Zusammenführung vorgehen...
    Man kann bei Flusspferden keine Jungtiere "auf Bestellung" vorsehen, sondern muss die Zeit für sich arbeiten lassen...
    (23.08.2007)
    Uakari:   Ich spreche mich trotzdem nocheinmal ganz entschieden gegen bullenlose Haltung aus und die Praxis Leihbullen zu Zuchtzwecken einzusetzen. Das war nach dem Krieg nötig und ist heute ein überflüssiges Unterfangen. Wie wir wissen gibt es mehr als genug Nachzuchtbullen. Die Geburtenreglung sollte deshalb anders gelöst werden.
    Die dankenswerterweise von Ihnen aufgeführten Haltungen sind in der Zoowelt sicher keine Ruhmesblätter, da wird die Flusspferdeinzelhatung nicht der einzige Mangel sein.
    Einzelhaltung bei auslaufenden Haltungen ist natürlich verständlich und bedauerlich zu gleich.
    (23.08.2007)
    Michael Mettler:   Laut ESB-Bestand per 31.12.2006 gab es in Europa zu diesem Zeitpunkt acht definitive Einzelhaltungen. Davon hatten mindestens vier früher mehr als ein Tier bzw. haben gezüchtet: Almaty (1,0), Amsterdam (0,1), Tbilisi/Georgien (1,0) und Warschau (0,1). Sieht dort also ein wenig nach Auslaufenlassen aus.

    Die vier anderen sind Falconara/Italien (0,1), Jerusalem (0,1), Kazan (0,1) und das schon erwähnte Pecs (1,0, lebt anscheinend bereits seit 1994 allein dort).

    Für fünf weitere Haltungen sind zwar ebenfalls nur Einzeltiere aufgeführt, doch antworteten diese nicht auf Anfragen bzw. waren gar nicht erst zu kontaktieren, und die Angaben können folglich ungenau bzw. unaktuell sein (Tier gestorben, abgegeben oder mehr als eins vorhanden). Das wären dann noch Arcachon/Frankreich (1,0), Ekaterinenburg (1,0), Mallorca (0,1), Maubeuge (0,1, haben aber früher gezüchtet) und Pombia/Italien (1,0).
    (23.08.2007)
    Michael Mettler:   Dass Emmen in Bezug auf Geburtenkontrolle eine sinnvolle Lösung gefunden haben soll, ist eigentlich das Produkt einer Notsituation. So weit mir bekannt ist, verfolgte Emmen ursprünglich das gleiche Konzept wie Hannover (bzw. sogar schon vorher), mit bullenloser Haltung und gelegentlichem Leihbullen. Nur hat ein daraus entstandener, frühreifer Jungbulle das Konzept durchkreuzt und ungeplant mehrere Kühe erfolgreich gedeckt, und der männliche Nachwuchs stieß auf die bekannten Abgabeprobleme. Das war m.W. der Anlass für die Kastration. Ob man darüber in Emmen glücklich ist, wäre eine interessante Frage.

    Emmen belegt übrigens auch, dass die Umsiedelung eines erwachsenen Bullen zu fremden Artgenossen letztlich ein Risiko bedeutet, ob er nun als Leihbulle kommt oder für eine dauerhafte Unterbringung, denn der aus Paris geholte Bulle soll schon nach wenigen Tagen an den Verletzungen gestorben sein, die ihm die Emmener Kühe zugefügt hatten. (Gab es bei Kühen untereinander auch schon, z.B. vor Jahrzehnten in Leipzig - kurioserweise ebenfalls mit einem Zugang aus Paris.)

    Für einen hinzu geholten kastrierten Bullen ist im hannoverschen Konzept bei der derzeitigen Besetzung schlichtweg keine Planstelle frei. Würde man ihn im Bullenabteil der Innenanlage halten, würde er den Raum für einen zu gelegentlicher Zucht geholten Bullen blockieren. Zudem besteht die Möglichkeit, dass der Zoo nicht schnell genug einen Abnehmer für den jetzigen Jungbullen findet (Köln als warnendes Beispiel) und das Bullenabteil möglicherweise in zwei, drei Jahren für IHN mehr oder weniger lange nutzen muss, damit er nicht die Kühe beglückt.
    (23.08.2007)
    Uakari:   Bei der Kastration und Verfütterung stimme ich voll und ganz zu, bei der wünschenswerten Gruppenhaltung ebenfalls. Leider muss man sich am Machbaren orientieren und es scheint derzeit so zu sein, das man schon froh sein mus, wenn wenigstens 2 Tiere gehalten werden. Mir wären grössere Herdenverbände und die Verfütterung überzähliger Bullen auch das Liebste. Zwei Flusspferde sind aber etwas anderes als nur ein einzelnes Tier, denn das hat gar keinen Sozialpartner; also da widerspreche ich Ihnen entschieden. Welches Konzept der Haltung zB. in USA Mode ist, offenbart der ISIS-Report.
    (23.08.2007)
    Carsten Horn:   Ein kastrierter Flußpferdbulle hat aber für die weitere Haltung der Tierart überhaupt keinen Wert mehr und blockiert für 30 bis 40 Jahre eine Planstelle, die besser genutzt werden könnte.

    Vor einer Kastration würde ich lieber darüber nachdenken, ob eine Verfütterung nicht sinnvoller ist, falls sich keine Abgabemöglichkeiten finden...

    Und ob ein oder zwei Flußpferde gehalten werden, ist doch wohl gleich, da beides unnatürlich ist, da Flußpferde in Gruppen leben und nicht einzeln oder paarweise...
    (23.08.2007)
    Uakari:   Ein schlechtes Beispiel, denn das aufgenommne Weibchen sprengt die Junggesellengruppe, ein kastriertes Männchen den Weibchenverband hingegen nicht.
    Wo es überall Einzelhaltungen gibt und wie die begründet werden, kann ich freilich nicht sagen, der Zuchtbuch-koordinator müsste das besser wissen. Mir hat kürzlich der Anblick eines Flusspferds in Pecs gelangt, das Aussengehege ist wie die meisten Grosstieranlagen dort neueren Baudatums, den Innenbereich konnte man nicht einsehen. Aber wo ein Flusspferd lebt können und müssen letzlich auch 2 untergebracht werden. Oder eben gar keines.
    Wenn wir ISIS glauben würden, dann hätten wir eine Einzelhaltung auch in Deutschland:
    Copyright ISIS 17 Aug 2007
    LEIPZIG 1 0 0 0
    (23.08.2007)
    Michael Mettler:   @Uakari: Mich auch. Zudem würde mich interessieren, wo es überall Einzelhaltungen geben soll und warum sich diese Zoos nicht um weitere Tiere bemühen bzw. welche Ferntransfers auf diese Weise hätten verhindert werden können. Letztere wurden von mir übrigens nur angeführt, nicht bejubelt.

    Tatsache ist, dass sich in den letzten Jahren einige Zoos dazu entschlossen haben, ihre Flusspferdhaltung ganz oder vorübergehend aufzugeben (zu Gunsten anderer Arten), statt für die Tiere neu zu bauen und damit eventuell sogar Platz für weitere Artgenossen zu schaffen. Die Verantwortung für den dadurch entstandenen Ressourcenschwund bei gleichzeitigem Absatzproblem liegt also zuallererst bei genau diesen Zoos. Mir erschließt sich nicht so ganz, was das hannoversche Konzept damit zu tun haben soll. Wenn von einer anderen Tierart irgendwo eine Junggesellengruppe gehalten wird, nimmt man dort auch nicht einfach zusätzlich ein weibliches Tier auf, nur weil ein anderer Zoos es gerade gern loswerden möchte.
    (23.08.2007)
    Uakari:   Ich weiss, es ist Ihr bewundernswertes Steckenpferd jedes einzele Zootier ganz persönlich und exakt aufzulisten.
    Mich hingegen würden hier eher sinnvolle Vorschläge interessieren, was mit überzähligen Bullen bzw. Einzelhaltungen geschehen sollte.
    (23.08.2007)
    Michael Mettler:   @Ralf Seidel: Wenn wir bis zum Hallenser Bullen zurück gehen (Abgabe 1997), kommen noch einige Flusspferde mehr auf die Interkontinentalliste. Darunter dann auch ein hannoverscher Jungbulle, der 1997 (da war die neue Anlage noch nicht gebaut) nach Bangkok kam. Nach der Argumentation von Uakari, dass "Flusspferde meistens miteinander verwandt sind", hätte man auch DEN dann gleich behalten können, und damit wäre die von Uakari angedachte Planstelle für Stenek ebenfalls vorab besetzt gewesen.

    In meiner Aufzählung fehlte übrigens noch eine erwachsene Kuh, die 2002 aus dem Berliner Zoo via Händler nach China ging.
    (23.08.2007)
    Uakari:   Flusspferde fallen nicht einfach so an, sondern werden mehr oder minder kontrolliert gezüchtet. Dabei weiss jeder das es schwieriger ist Bullen unterzubringen als Kühe, bullenlose Haltung wie Hannover kann dieses Problem nur verschärfen. Dazu höre ich hier von Ihnen gar nichts. Bei der angeführten Liste von Transfers handelt sich im wesentlichen darum,
    überwiegend ältere Tiere "loszuwerden"
    für die wegen Aufgabe der Haltung kein Platz mehr wahr. Und gleichzeitig dümpeln mitten in Europa einsame Flusspferde in ihhren Becken herum.
    Aber das finden Sie scheinbar alles in Ordnung, denn auch dazu höre ich nichts. Ein Nachwuchstier nach Indonesien zu schicken um eine neue Haltung zu begründen, ist wunderbar,
    denn es ist und bleibt etwas ganz anderes als ein Rentnerpaar nach Afrika zu verfrachten. Nur dumm von mir mir da überhaupt Gedanken zu machen, wenn bei teuren Transporten
    Geld scheinbar keine Rolle spielt
    und Haltungen wegen Geldmangel stattdessen einzeln erfolgen bzw. dem Trend folgend komplett aufgegeben werden.
    (23.08.2007)
    Ralf Seidel:   @Uakari, um die "Abgabeliste" von Michael Mettler noch zu komplettieren -
    auch Halle mußte seinen letzten verwitweten Zuchtbullen abgeben - in ein Reservat in Südafrika.
    Vorher hat man überall nach "näherliegenden" (im wahrsten Sinne des Wortes)Lösungen gesucht, aber eben nicht gefunden.
    Nach meinen Informationen ist der Gute "da unten" noch mal richtig aufgeblüht und erlebt zwischen all den
    Hippo-Mädels noch mal seinen 2. Frühling.
    Bitte immer daran denken: Flußpferde sind nicht Ohne - und das nicht nur was Größe und Gewicht betrifft...
    (23.08.2007)
    Michael Mettler:   @Uakari: Wenn ein Zoo Platz für sechs Flusspferde hat, macht es wenig Unterschied, ob das nun sechs Kühe sind oder z.B. drei kastrierte Bullen und drei Kühe: Das nächste irgendwo anfallende Tier ist auch dann "überzählig", und zwar ungeachtet seines Geschlechts. Ob dann ein Bulle oder eine Kuh nach Indonesien oder sonstwohin geflogen wird, macht vom Endergebnis und von den von Ihnen immer wieder beklagten Kosten her wenig Unterschied.
    (23.08.2007)
    Uakari:   Der Unterschied zwischen einer bullenlosen Haltung und einer mit
    kastrierten Bullen ist der, das dann auch die Bullen - und die werden
    nun im Zoo einmal auch reichlich geboren - einen Platz finden.
    Bei reinen Weibchenhaltungen weicht man dem Problem einfach feige aus.
    Das Verhütungsmethoden gemeinhin alle unbefriedigend sind, ist hinreichend bekannt, aber Sie haben da ganz sicher intelligente Lösungsvorschläge parat.
    Wenn Sie den Unterschied nicht erkennen wollen, das es zweierlei Sachen sind ein junges Flusspferd von Afrika nach Europa zu schicken, als ein altes wieder zurück, dann kann ich dazu auch nichts weiter sagen. In den Sand gesetzt wurde das Geld trotzdem.
    Bei den Flusspferden ist Unterartenvermischung auch ärgerlich,
    sofern man von Unterarten ausgeht.
    Da man dann aber den Zoobestand komplett neu aufbauen müsste,
    rege ich mich über die unreine Flusspferdzucht einmal nicht auf.
    Da ist die Lage eben anders als zu den Giraffen wo es Alternativen gibt in Europa. Emmen hat in bezug auf das Geburtenproblem im Vergleich zu Hannover sicher die sinnvollere Variante gewählt, aber man muss ja schon froh sein das der Erlebniszoo
    die Hippos nicht etwa wie Barasinghas oder Meharis sang und klanglos wegrationalisiert hat.

    (23.08.2007)
    Michael Mettler:   P.S. Und mit ihrem vorangegangenen Zuchtpartner Akos ebenfalls schon...
    (23.08.2007)
    Michael Mettler:   @Uakari: Einerseits nennen Sie die Geburtenkontrolle als Problem, andererseits bezeichnen Sie bullenlose Haltung als "Fehler" - blieben folglich als Möglichkeiten nur die konsequente Separathaltung eines Bullen (das widerspricht aber ebenfalls dem Wunsch nach einem natürlichen Sozialsystem), die "chemische Keule" - sprich Pille - mit ihren möglichen oder bekannten negativen Nebenwirkungen oder die Kastration des Bullen à la Emmen - aber dann könnte man auch gleich wieder ausschließlich Kühe halten.

    Zitat Uakari: "Jetz wird es Unsinn, das Flusspferde irgendwann aus Afrika kommen mussten,
    ist nun wirklich logisch." Dieses "irgendwann" betrifft aber bei Brandy nicht den Zuchtstamm, sondern das Individuum selbst. Wenn ich Ihre Transportkosten-Argumentation aufgreife, hätte man sich den "Zwischenaufenthalt" von Brandy in Leipzig folglich komplett sparen sollen, denn Brandy wurde in Pretoria geboren und 1972 um den halben Globus geflogen, um in Leipzig - da zeige ich mal eine Parallele zur Diskussion im Giraffen-Thread auf - mit Stenek munter Unterartmischlinge zu erzeugen.
    (23.08.2007)
    Uakari:   Bei dem Finanzvolumen das der Leipziger Zoo derzeit hat, und bei der Aufmerksamkeit durch die TV-Soap wäre eine Initiative gut gewesen "Rettet die
    Hippos für Leipzig". Hätte vielleicht was gebracht, aber das ist eben gelaufen und nicht zu ändern. Für die Zukunft bleiben genug Probleme zu lösen, etwa überzählige Bullen und Geburtenkontrolle.
    (22.08.2007)
    Tina:   Für diese Zoos sind das wohl die "letzten" Kosten und damit ist für die das Thema Flusspferdhaltung beendet und somit auch die laufenden Kosten (Futter, Unterkunftskosten).
    Vorbildlich ist Gelsenkirchen zu sehen, die ihre Flusspferde im alten Haus behielten, bis die neue Anlage fertig war.
    Wenn die neue Anlage auf den alten Platz gebaut werden soll, somit ein Erneuerungs-oder Erweiterungsbau, sollte vielleicht eher überlegt werden, ob es nicht im eigenen Zoo möglich ist, eine Not-/Übergangslösung zu schaffen, um die Tiere dazubehalten...
    (22.08.2007)
    Uakari:   Genauso so ist, es bleiben lediglich die Futterkosten. Und scheinbar haben manche Zoos in Europa für 2 Flusspferde nicht die Mittel, wohingegen Transporte um die Welt
    finanziert werden können.
    Da läuft was schief.
    (22.08.2007)
    Tina:   Wenn genügend Platz vorhanden ist, müsste es finanziell machbar sein. Meist scheitert es finanziell an den Kosten für einen Ausbau, bzw der Vergrösserung der bestehenden Anlage. Wasser muss für ein oder zwei Tiere wohl nicht öfters gewechselt werden, als bleiben die Wasserkosten stabil. Flusspferde sind gesundheitlich recht stabil, dass der Tierarzt recht selten anrücken muss (nicht so wie bei Affen, wo ständig mal einer genäht werden muss nach einer Auseinandersetzung). Bleiben die Futterkosten als einzig akteptabler Grund.
    Der Ankaufspreis kann es auch nicht mehr sein, da es immer wieder genug Zoos gibt, die Flusspferde abgeben möchten und eher froh sind, wenn ein Tier plaziert ist, als auf einen guten Preis zu achten.
    (22.08.2007)
    Uakari:   Wenn damit solche bedenklichen Haltungen legitimiert werden, muss man mal nachdenken ob gesetzliche Richtlinien sich nur an den Quadratmeterzahlen ereifern sollen,
    oder ob auch Sozialstrukturen erfüllt werden müssen. Entweder mind. Flusspferde oder gar nicht. Das sollte jedem Tiergärtner auch ohne Nachhilfe klar sein. Bliebe das Finanzproblem
    als einzige Entschuldigung, aber gelten kann man das nicht lassen.
    (22.08.2007)
    Tina:   Eine Auswilderung im ursprünglichen Sinn dürfte recht schwierig werden, vor allem bei den Bullen. Im Zoo werden sie in einem Familienverband gross und sind in keinster Weise kampferprobt. Bei der ersten Auseinandersetzung mit einem erfahrenen Leitbullen würden sie erbärmlich untergehen. Dafür kann man dem Tier den Transport dann auch ersparen. Kühe sind da wohl etwas einfacher in eine Herde zu integrieren...
    (22.08.2007)
    Tina:   @uakari: Mach das erstmal den Zoos klar, die Einzelhaltungen haben. Wenn sie sagen, sie hätten keinen Bedarf, bzw. wollen einfach nicht, kannst Du denen auch kein Tier aufzwingen.

    (22.08.2007)
    Uakari:   So hab ich das auch verstanden, keine Auswilderung in dem Sinne. Trotzdem bleibt die Situation pervers, wir verschicken Tiere um den Globus, und haben in Europa Einzelhaltungen in neuen Gehegen. Das kann es doch wohl nich sein.
    (22.08.2007)
    Niedersachse:   Aber war das bei Brandy und Stenek wirklich ne Auswilderung? So weit ich weiß sind die doch zu ner Farm gekommen wo schon mehrere Flusspferde leben. Also keine komplette auswilderung.
    (22.08.2007)
    Uakari:   Jetz wird es Unsinn, das Flusspferde irgendwann aus Afrika kommen mussten,
    ist nun wirklich logisch. Wer die Kosten für ein derartig nutzloses Unterfangen wie den Rücktransport Brandys nach Südafrika trägt, ist relativ egal. Und das Problem Flusspferdbullen unterzubringen,
    wird ganz bestimmzt nicht dadurch gelöst wenn das Hannoversche Beispiel Schule macht.
    (22.08.2007)
    Michael Mettler:   @Uakari: Fragt sich, wer die Kosten getragen hat - Absender oder Empfänger? Aber wenn es darum geht, hätte Brandy erst gar nicht nach Leipzig kommen dürfen. Die stammte nämlich aus Südafrika.
    (22.08.2007)
    Uakari:   Dann kann Leipzig ja bei etwaiger Neuaufnahme der Haltung, auf brasilianische oder chinesische Tiere zurückgreifen. Vielleicht haben sie auch Informationen über Kostenpunkt dieser Transfers, ob die Summe schon gereicht hätte für einen Flusspferdhausneubau.
    (22.08.2007)
    Michael Mettler:   @Uakari: Wenn Hannover eine ständige Bullenhaltung geplant hätte, wäre vermutlich trotzdem kein Platz mehr für Stenek gewesen. Denn schon vor ihm suchten seit Eröffnung der hannoverschen Anlage der verwitwete Bulle Rico aus Magdeburg und das erwachsene Paar Gurbe und Rosa aus München ein neues Zuhause, außerdem Jungbullen aus Berlin und Stuttgart oder auch - um mal über Deutschland hinaus zu schauen - der ebenfalls verwitwete Altbulle Heini in Dvur Kralove, wohin Hannover seit Jahrzehnten gute Beziehungen hat.

    Stenek und Brandy waren ja mit ihrer Transkontinentalabgabe kein Einzelfall, was zeigt, wie schwierig die Abgabe in näher gelegene Zoos ist (mal sehen, wo der hannoversche Jungbulle Fridolin eines Tages landet). Der Frankfurter Jungbulle ging nach Thailand, der Magdeburger Altbulle nach China, das Münchener Altpaar nach Brasilien, der Stuttgarter Jungbulle nach Indonesien, und für den Kölner war m.W. mal Algerien im Gespräch...
    (22.08.2007)
    Uakari:   Auswilderung von Flusspferden mit jungen Tieren geht ganz bestimmt und wird hoffentlich nie nötig sein.
    (22.08.2007)
    Uakari:   Die Frage nach dem Zustand ist schwer beantwortbar, solang man nich weiss
    wie es dann ist.
    Aber ganz genau, Niedersachse, nur der nötige Umbau hätte sich verschoben. Voi Nam war bekanntlich schon vor der Flusspferdabgabe auf der Welt.
    Hannover und Gelsenkirchen waren ja auch nur Beispiele, und zumindest Brandy hätte das geholfen. Ich finde es halt einfach nur eine finanzielle
    Verschwendung relativ betagte Flusspferde nach Afrika zu schicken. Und die einzige Möglichkeit war das ganz sicher nicht. Im ungarischen Pecs lebt zb:
    ein Flusspferd allein in einer erneuerten Anlage. Aber das Ding ist leider gelaufen. Dafür wird Köln ja richtig loslegen mit seinen Flusspferden, und hoffentlich doch noch eine tiergärnterische Lösung für das alte Haus finden.

    (22.08.2007)
    Carsten Horn:   @Sacha: Hab mir nix gedacht bei dem Bild, wollte nur wissen, ob das funktioniert.

    Könnte aber auch das andere Extrem von Zürich sein, den auf dem Bild ist nur ein Bruchteil des Beckens zu sehen.

    Die probeweise Auswilderung von Brandy, leider mit fatalem Ausgang, läßt hoffentlich Schlüsse auf die Zukunft zu, wenn Flußpferde in ihrer Heimat mal seltener sind und ein solcher Verlust viel mehr schmerzt...
    (22.08.2007)
    Niedersachse:   Jeder Zustand als Tod ist besser, oder?

    Ich sehe beides nicht als Fehler. Zudem plant ja Leipzig noch mit Flusspferden.
    Hannover verhindert somit zum einen das Problem das Jungtier los zu werden, zum anderen das Auftreten der Nebenwirkungen der Pille. Bspw. wird die Frankfurter Kuh immer extrem fett dadurch.
    Und wenn man Brandy nach Gelsenkirchen gebracht hätte, hätte man immer noch das Problem mit Stenek und das man den Umbau des Leipziger Elefantenhauses hätte nicht beginnen können. Das hätte sich alles um ca. 2 Jahre verschoben.
    (22.08.2007)
    Uakari:   Im Flusspferdinnenbecken haben sich die Leipziger Elefanten nicht fortgepflanzt. Es ist einfach unsinnig das gegeneinander auszuspielen.
    Ein Jahr nur im Haus zu verbringen und dann in den ZOOM zu ziehen, wäre für Brandy besser gewesen als ihr jetziger
    Zustand. Fluspferde sind meistens miteinander verwandt, auch in Afrika besteigt der Bulle schonmal seine Töchter. Der Transport nach Afrika
    war trotzdem ein Fehler genauso wie die bullenlose Haltung in Hannover.

    (22.08.2007)
    Michael Mettler:   P.S. Übrigens hatte auch Frankfurt seinerzeit ein Platzproblem und war froh, Maikel auf diese Weise vorübergehend nach Hannover auslagern zu können...
    (22.08.2007)
    Michael Mettler:   @Uakari: Wenn wir schon beim "Hätte" sind, hätte der Zoo Leipzig lediglich verhindern müssen, dass sich die Elefanten schon fortpflanzen, bevor die geplante neue Hippo-Anlage fertig war... :-) Abgesehen davon ist Maikel mit keiner der hannoverschen Kühe verwandt, Stenek hingegen schon.
    (22.08.2007)
    Uakari:   Genau das ist der Punkt, Hannover hätte sich nicht Maikel sondern Stenek leihen und besser noch behalten sollen.
    Und Brandy hätte gut und gerne in irgendeinem europäischen Zoo Unterkunft gefunden. Aber der Transport nach Afrika ist vermutlich viel billiger als das Futter für ein Flusspferd mehr.
    (22.08.2007)
    Michael Mettler:   @Uakari: Zumindest für die beiden vorgeschlagenen Zoos lässt sich das leicht erklären. Als die letzten Leipziger Tiere Stenek und Brandy ihr Gehege mehr oder weniger dringend (wegen bevorstehender Elefantengeburt und dadurch bedingter Platzprobleme) räumen mussten, war die neue hannoversche Anlage bereits voll (u.a. mit den beiden letzten Leipziger Nachzuchten Cherry und Himba, zudem ist auf absehbare Zeit keine dauerhafte Bullenhaltung vorgesehen) und die neue in Gelsenkirchen noch nicht gebaut. Und in der alten dort hätte man zusätzliche Tiere allenfalls hochkant unterbringen können... (Vom Nebeneinander zweier erwachsener Bullen ganz zu schweigen.)

    Der Leipziger Zoo hat sich nicht etwa leichten Herzens von seinen Hippos getrennt, denn eigentlich war die weitere Haltung geplant. Und statt das Paar umständlich nach Afrika zu verschicken, hätte man es mit Sicherheit lieber irgendwo in der Nähe untergebracht - vielleicht sogar nur eingestellt, um es später zurück holen zu können. Aber was tun, wenn niemand mal eben schnell ein ausgewachsenes Paar Flusspferde unterbringen kann...?
    (22.08.2007)
    Uakari:   In Friedrichsfelde wurden nicht nur Zwergflusspferde, Schabracken- und Flachlandtapire sondern auch 4 Flusspferde gehalten, letztere allerdings nur auf Zwischenstation für
    je 2 Tage 1960 und 1965.
    Schade nur das die Leipziger Tiere mit viel Aufwand und wenig Erfolg nach Afrika transportiert wurden, statt in neuen Haltungen wie Hannover oder Gelsenkirchen Unterkunft zu finden.
    (22.08.2007)
    Sacha:   @Carsten Horn: Ich glaube, ich hab heute was auf den Augen. Komme leider nicht drauf, was Du mit dem Bild sagen willst.
    (21.08.2007)
    Carsten Horn:   Tja, so kann man auch Wasser sparen, g, ist die Frage was billiger ist, Wasser oder Futter
    (20.08.2007)
    Michael Mettler:   Ich habe eben nach einem Vergleich gesucht: Laut Thread "Größter Elefantenbulle" soll der bekannte Circus-Asiate Shenka 4,5 Tonnen wiegen. Der Züricher Flusspferdbulle lag dann also in einer vergleichbaren Gewichtsklasse, seine Kuh dürfte einer durchschnittlichen Elefantenkuh nahe gekommen sein... Wahnsinn. Da brauchten sie wohl in der winzigen Züricher Innenanlage nicht mehr viel Wasser für eine randvolle Beckenfüllung, wenn so viele Bruttoregistertonnen eintauchten :-)
    (20.08.2007)
    Carsten Horn:   Das war ja dann ein wahrer Schwertransport nach Sofia, g...
    (20.08.2007)
    Michael Mettler:   Ich hatte gerade den Züricher Jahresbericht in der Hand, in dem von der Abgabe der Flusspferde nach Sofia berichtet wurde. Bei der Gelegenheit wurde das alte Zuchtpaar Kiboko und Hippa auch gewogen, und bei der Angabe der Gewichte bin ich beim Lesen fast vom Stuhl gekippt. Nur mal als Vergleich aus TV-Dokus, die sich mit Flusspferdtransporten befassten: Für die jetzt in Gelsenkirchen lebenden Kühe Suze und Lisa wurden beim Einpacken in Emmen meiner Erinnerung nach je knapp drei Tonnen ermittelt; allerdings waren beide auch ziemlich fett. Den Frankfurter Bullen Maikel wog man bei seiner Abfahrt nach Hannover, und der brachte rund zwei Tonnen auf die Waage. So, und jetzt kommt Zürich: Die Kuh Hippa hatte damals knapp 3,7 Tonnen, der Bulle Kiboko 4,3 Tonnen - mehr als doppelt so viel wie Maikel!! Das müssen ja wahre Monster gewesen sein! Zwar kenne ich Fotos von beiden an Land aus den frühen 80ern, aber ohne Größenvergleich lassen die sich schlecht beurteilen. Und ich habe schon fettere Hippos gesehen...
    (19.08.2007)
    Shensi-Takin:   Bzgl. Entdeckungsgeschichte des Zwergflusspferds s.a.:
    http://www.kryptozoologie-online.de/content/view/291/46/
    (03.08.2007)
    Tina:   @Jana: Ich war überzeugt, dass ich mich bei Dir schon bedankt hätte für diesen Hinweis, aber irgendwie hat es diesen Eintrag wohl nicht angenommen. Deshalb nun nochmals...
    (30.07.2007)
    Jana:   @Tina Ich habe nur gefragt, ob ich das Zuchtbuch bekommen konnte. Du wirst es auch bekommen, meine ich.
    (25.07.2007)
    Tina:   Ist ja super. Kann das denn jeder aus Ostrava bekommen?? Oder muss man bestimmte Voraussetzungen erfüllen?? Hast Du nur gefragt, ob Du das Zuchtbuch bekommen kannst oder was sollte man schreiben??

    (24.07.2007)
    Jana:   @Ronald Masell
    Ich kann das Zuchtbuch nicht einstellen, da ich es nicht veröffentlichen kann. Ich bekam aber den Erlaubniss, es an Bekannte zu geben. Wenn Herr Schüling so nett wäre um dir mein e-mail zu geben, werde ich es dir schicken.
    Ansonsten ist sie über den Herr Pluhacek aus Zoo Ostrava zu bekommen. Auf der Seite www.zoo-ostrava.cz unter Kontakten ist seine Adresse zu finden.
    (24.07.2007)
    Ronald Masell:   @Jana,
    kannst Du das Zuchtbuch auf Deiner Fotoseite einstellen? Zum runterladen.
    Oder darfst Du es nicht witergeben?
    (24.07.2007)
    Jana:   @Tina Ich habe die Antwort von dem ESB-Führer bekommen, zusammen mit Zuchtbuch in PDF.
    (24.07.2007)
    Tina:   @Jana: Melde Dich doch bitte wieder, wenn Du eine Antwort erhalten hast, bzw. genaueres weist...
    (20.07.2007)
    Jana:   @Tina Ob man sie so einfach bestellen kann, versuche ich gerade rauszufinden.
    (19.07.2007)
    Tina:   @Jana: Kann man dieses ESB einfach so bestellen??
    Wohin muss man sich wenden, wenn man sich dafür interessiert??
    (19.07.2007)
    Sacha Beuth:   @Jana und MM: Vielen Dank. Jetzt ist alles klar. Und Jana, Du brauchst Dich nicht zu entschuldigen. Ich wünschte, ich könnte so gut tschechisch wie Du Deutsch. An dieser Stelle auch gleich ein Dankeschön für die vielen interessanten Zoo-Infos aus Deinem Land.
    (18.07.2007)
    Jana:   @Sacha Beuth Ich habe es so gemeint, wie Michael M. schreibt. Am Ende letztes Jahres lebten in Europa 211 Nilflusspferden, in der Zuchtbuch sind jetzt ingesamt +1200 Tiere beschrieben, die in den letzten 160 Jahren in europäischen Zoos gelebt haben. Entschildigung fuer das Verwirrung.
    (18.07.2007)
    Michael Mettler:   @Sacha Beuth: Soll wohl bedeuten, dass der europäische Ist-Bestand 2006 bei 211 Stück lag und der erfasste Bestand inklusive der "historischen" Tiere bei 1200.
    (18.07.2007)
    Sacha Beuth:   @Jana: Bin kein Flusspferdspezialist, trotzdem erstaunt mich die Angabe für Europa: Nur 211 Stück im letzten Jahr???? Und jetzt 1200??. Sind denn in der Zwischenzeit so viele Nachmeldungen eingegangen oder habe ich hier etwas falsch verstanden?
    (18.07.2007)
    Jana:   Heute morgen habe ich in lokal-Zeitung die Nachricht gefunden, dass die erste ESB für Flusspferde fertig ist. Sie soll über 1200 Tiere umfassen, aber immernoch auch viele Luecken haben. Der Bestand in Europa im letztem Jahr war 211 Stueck.
    Ich habe mich schon bei Herr Pluhacen in Ostrava um sie beworben und warte gespannt auf die Antwort.
    (18.07.2007)
    IP66:   Vielen Dank! Ich werde mir die Seite ansehen.
    (23.06.2007)
    Carsten:   Ich wollte den Link nicht schon wieder nennen, dauernde Eigenwerbung macht ja nicht den besten Eindruck, g...

    Und nicht schlagen, einiges funktioniert noch nicht so richtig, vor einem guten halben Jahr war mein Wissen in puncto Website und Datenbank noch null...

    Über Ergänzungen oder Anregungen sowie Fotos würde ich mich natürlich sehr freuen
    (22.06.2007)
    Hajo:   Hallo Stefan, Antwort zu deiner Tapir-Frage siehe Tapir-Thread.
    (22.06.2007)
    Inge:   @IP66: Den Link seiner HP hat Carsten weiter unten genannt: www.hipposworld.de
    (22.06.2007)
    Michael Mettler:   @IP66: Die Antwort auf diese Frage wurde im Forum schon mal gegeben - womöglich weiter unten in diesem Thread - denn es war ursprünglich ein weiteres Haus für quasi "Wasserdickhäuter" geplant, das nie gebaut wurde.
    (22.06.2007)
    IP66:   Die Frage, warum man bei dem so großzügig dimensionierten Dickhäuterhaus in Friedrichsfelde keine Flußpferde einplante - zumal sie jenseits der Mauer ja ausgesprochene berliner Spezialitäten waren - darf man aber wohl stellen, und die Antwort könnte interessant sein.
    Wenn Carsten so schöne Flußpferdendatenbanken aufgebaut hat, wäre es doch interessant, sie auf einer Website zugänglich zu machen. Zum einen würde sich vielleicht die ein oder andere Ergänzung ergeben, zum anderen würden auch die Zoos, die keine Unterlagen mehr haben, das ein oder andere rekonstruieren können. Hier im Forum gab es ja die lange Diskussion um den Besatz und die Baugeschichte des kölner Großtierhauses, der zeigte, daß manch' vor einem halben Jahrhundert gedruckte Gewißheit der Prüfung nicht standhält. Zudem sind die Flußpferdhäuser aufgrund der Lebensweise der Tiere eigentlich immer eine architektonische Herausforderung gewesen, und auch hier könnte man noch manche Kuriosität, aber sicher auch einige interessante Gebäude finden.
    (22.06.2007)
    Stefan:   Bis vor wenigen Jahren bewohnten die Zwergflusspferde das "Panzernashorn-Wasserbecken" im Inneren des Dickhäuterhauses. Man hat sich richtigerweise für die Einstellung dieser Haltung entschieden.
    @Michael: Der TP Berlin besaß übrigens vor langer Zeit einmal Schabrackentapire (erstmals 1963 im Bestand), die auch züchteten. Wo die aber genau untergebracht waren, entzieht sich meiner Kenntnis und wird in der 50-Jahre-Chronik verschwiegen.
    (22.06.2007)
    Michael Mettler:   Im Dickhäuterhaus des Tierparks lebten immer nur ZWERGflusspferde.
    (22.06.2007)
    Michael:   Dass es in Friedrichsfelde keine Flusspferde gibt, kann ich bestätigen, allerdings bin ich mir auch nicht sicher, ob es dort jemals welche gab. Für Tapire kann ich jedoch sicher sagen, dass es keine gab. Diese waren zwar geplant, sogar mit eigenem Tapirhaus, die Pläne wurden aber nie verwirklicht.
    (22.06.2007)
    Inge:   @ Carsten: Ich war vorletztes WE im TP, habe aber keine Flußpferde gesehen.

    Auf www.tiergaerten.de/berlin-tierpark.html
    steht u. a. "Im üppig bewachsenen Haus leben neben indischen und afrikanischen Elefanten auch Panzernashörner, Tapire und Flusspferde."


    Dann auf http://www.morgenpost.de/content/2003/12/11/berlin/646962.html?redirID gefunden:
    "Geplant ist nach Angaben von Klös, den Tierbestand zu entflechten - Flusspferde aus dem Tierpark herauszunehmen und im Zoo nur noch asiatische Elefanten zu zeigen."



    (22.06.2007)
    Carsten:   Stimmt, das ist das größte Problem, wobei ich irgendwo schon verstehen kann, daß die Zoos nicht den Aufwand treiben können, jeder Privatperson irgendwelche Daten herauszusuchen, sonst kommt der erste mit Flußpferden, der zweite mit Löwen der dritte mit...

    Vielleicht hilft das bald erscheinende ESB weiter, evtl. bekommt der Zuchtbuchführer eher Auskunft.

    In meiner Datenbank sind mittlerweile über 1300 Flußpferde in menschlicher Obhut eingetragen, und ich hab noch einiges an Daten liegen.

    Gab es eigentlich im TP Berlin mal Flußpferde? Meines Wissens nicht, aber ich hab gestern mit Erstaunen in "Tiere um uns" von Pilz und Puschmann gelesen, daß es welche gab bzw. genau stand dort, daß das Badebecken der Flußpferde auch von den Elefanten genutzt werden konnte...
    (22.06.2007)
    Michael Mettler:   @IP66: "Europäisch" war gar nicht mein Anspruch, ich habe nur für die deutschsprachigen Länder gezielt gesammelt und andere nur als "Beifang" mitgenommen. Da ist die Sammlung von Carsten sehr viel umfangreicher und weitreichender. Leider mangelt es uns beiden aber daran, dass einige Zoos keine Daten zur Verfügung stellen bzw. anscheinend nicht mal vollständige Unterlagen (mehr) besitzen...
    (21.06.2007)
    IP66:   Das ist bei Wikipedia halt das entscheidende Problem: Irrtümer werden abgeschrieben und massiv verbreitet. Auf der anderen Seite hat Herr Mettler seine Kenntnisse zum europäischen Flußpferdbestand ja noch nicht publiziert. Vielleicht wäre eine in die Vergangenhgeit gerichtete Liste nach dem Muster der Piranho-Datenbank bis dahin nicht die schlechteste Lösung.
    (21.06.2007)
    Carsten:   Gerade bei wikipedia entdeckt.

    Knautschke war das einzige den II. Weltkrieg überlebende Flußpferd in Deutschland, soviel zum Thema Wikipedia als zuverlässige Quelle...

    http://de.wikipedia.org/wiki/Bulette_(Flusspferd)
    (20.06.2007)
    Carsten:   @Michael: Beide Hippos wirkten ziemlich dunkel, allerdings waren beide nass, Hein die ganze Zeit im Außenbecken und Hermien plus Baby beide im Innenbecken. Die Nässe macht die Tiere ja sowieso etwas dunkler.

    Erst zum Fressen kamen sie an Land bzw. ins Haus, Hein war allerdings ganz links in der Ecke, wo es recht dunkel war, das täuscht vielleicht noch zusätzlich. Das Kleine wird vermutlich mal weißfüssig, sah zumindest an den Vorderbeinen so aus...
    (29.05.2007)
    Michael Mettler:   @Carsten: Ist dir etwas an der Färbung der Antwerpener Flusspferde aufgefallen? Hermien wurde früher im Vergleich zum damaligen Bullen Gino als "dunkelhäutig" beschrieben; Hein ist ja ein Vollbruder von ihr (beide geboren in Zürich), ist der auch so dunkel gefärbt?

    Ich komme darauf, weil ich gerade versuche, Unterscheidungsmerkmale der hannoverschen Kühe zu finden. In einer TV-Doku über die Hochzeitsreise von Maikel nach Hannover wurde dessen Zusammenführung mit der hannoverschen Kuh Kiboko gezeigt, und auch die ist ziemlich dunkel. Während z.B. bei fast allen Hippos die Augenumgebung rosa "leuchtet", kontrastiert dieser Bereich bei ihr kaum zur Körperfarbe. Und Kiboko hatte eine in Zürich geborene Mutter (Toni/Tina).

    In der besagten Doku wurde auch sehr schön gezeigt, dass das große Innenbecken wie von Matthias unten erwähnt nochmals unterteilt werden kann (ca. 1/3 und 2/3 der Gesamtfläche). Das dafür nötige Tor ist eine schwenkbare Kunstfels-Barriere, weshalb es in geöffnetem Normalzustand auch nicht auffällt. Es wurde auch erwähnt, dass man alle Flusspferde innerhalb des Stallgebäudes über den Treibgang beliebig umsperren kann. Und: Die beiden aus Plock gekommenen Kühe Kiboko und Habari (Mutter und Tochter) waren seinerzeit zusammen untergebracht, ebenso Zora und Cherry - folglich müssten also die zuletzt eingetroffenen Viktoria und Himba die dritte Zweier-Einheit bilden. Ich nehme an, dass diese "Paare" bei der üblichen Vier-plus-zwei-Lösung (vier Kühe auf der Freianlage, zwei im "Canyon") jeweils zusammen bleiben.
    (29.05.2007)
    Carsten:   Dann hat Hermien wohl die halbjährige Luftveränderung in Plankendael gutgetan, g...
    (21.05.2007)
    Michael Mettler:   Laut zwei Online-Meldungen zur Nilpferdgeburt in Antwerpen hat die Mutter Hermien außer zwei Fehlgeburten 2003/2005 schon 1985 und 1986 "zwei Töchter" aufgezogen. Eine dieser "Töchter" lebt allerdings in Stuttgart und ist der dortige Bulle Mike alias Nilson :-)
    (20.05.2007)
    Karsten Vick:   @Carsten: mit "noch nicht da" meinte ich natürlich Kopenhagen...
    @Michael: In all den Drucksachen, die ich aus K. mitgebracht habe, steht nichts über die geplante Herkunft der neuen Hippos.
    (20.05.2007)
    Michael Mettler:   Die Flusspferde für Kopenhagen sollten doch eigentlich aus Emmen kommen: zwei dortige Kühe und ein aus Paris in Emmen eingestellter Bulle. Aber der soll doch in Emmen gestorben sein - weiß jemand, wie die Planung nun aussieht? Vielleicht gibt es ja in Kopenhagen eine Planstelle für Klein-Fridolin aus Hannover :-)
    (20.05.2007)
    Carsten:   @Karsten: Na da bin ich aber schon gespannt und freue mich... In Kopenhagen war ich noch gar nicht, bei ausländischen Zoos besuche ich in der Regel nur Flußpferdhalter (Ausnahmen bestätigen die Regel, g)

    In Antwerpen war ich schon, aber nicht in den letzten neun Tagen...
    (20.05.2007)
    Karsten Vick:   @Carsten: Du warst noch nicht da? Ist ja prima, ich hab dir nämlich was mitgebracht. Musst aber noch paar Tage warten, bis ich den Film entwickelt habe, bin auch noch konservativer Analog-Fotograf. Hoffentlich hab ich jetzt nicht zuviel versprochen;-)
    (20.05.2007)
    Carsten:   Also für nächstes Jahr mal einplanen, dann wird wohl fertig sein´...

    Hermien in Antwerpen hat ein Bullkalb geboren, Vater Hein. Ist in Belgien Pfingstmontag Feiertag? Sonst wäre das ja ne gute Gelegenheit für einen Besuch
    (20.05.2007)
    Karsten Vick:   Flusspferd-News aus Kopenhagen: Dass es dort noch bis Mitte der 90er, also auch bei meinem Besuch 1993 Flusspferde gab, war mir überhaupt nicht mehr bewusst. Das jetzige tapir-søløve-Haus war früher Flusspferdhaus. Jetzt wird am südlichen Zipfel des Zoos in Verbindung mit einer großen Savannenanlage ein neues Hippohaus gebaut, das sehr spannend aussieht. Eine gläserne Bauhülle mit angrenzendem Besucherraum, innen viel Wasser mit Unterwasserblick für die Besucher. Außen gar nicht so viel Wasser, sondern eine große Grasfläche, die dem Anschein nach von der Restsavanne nur durch einen Palisadenzaun, also Poller abgegrenzt ist. Wenn sie den Termin Herbst 07 für die Eröffnung halten wollen, müssen sie sich etwas beeilen. Zumindest vom Bauzaun aus sah das Ganze noch etwas chaotisch aus. Es sollen dann 1,2 Hippos einziehen. Als Besatz der Grassavanne sind Giraffe, Zebra, Strauß, Blessbock, Impala geplant sowie (abgetrennt) Breitmaulnashorn und Gnu.
    (20.05.2007)
    Alexander:   Eigentlich nichts und doch sehr viel! habe hier keinen anderen Platz gefunden, sorry.
    (19.05.2007)
    ?:   Was hat denn diese Frage mit Flußpferden zutun ?
    (17.05.2007)
    Alexander:   Hi Leute,
    hat vielleicht einer von euch Ahnung was derzeit mit dem "weltweit berüchtigte Tierhändler Walter Sensen" oder seinem Sohn los ist?
    Machen die noch Geschäfte über die ist im Netz nichts zu finden.

    (17.05.2007)
    Carsten:   Da wär ich mir nicht so sicher mit der zweiten Außenanlage, die wäre ja vom Zwergflußpferdgehege nur über das Wasserbecken und das Innengehege zugänglich
    (15.05.2007)
    IP66:   Von Hause aus war das zweite Außenbecken für Zwergflußpferde bestimmt und wurde manchmal auch entsprechend genutzt. Die Innenanlage bestand aus dem später mit Schildkröten ebsetzten Becken.
    (06.05.2007)
    Carsten:   Gelsenkirchen hatte früher zwei Außenbecken, aber dafür innen nur eins, g...

    Hannover war eigentlich für nächste Woche geplant, aber da ich jetzt nach Nürnberg muß, wird das wohl nix...
    (04.05.2007)
    Matthias:   Das grosse Innenbecken in Hannover ist auch nochmal mittels eines Tores teilbar. Also waeren theoretisch drei Becken mit seperaten Staellen moeglich.
    (04.05.2007)
    Michael Mettler:   @Carsten: Die hannoversche Außenanlage ist nicht teilbar. Aber welche Flusspferd-Außenanlage ist bzw. war das schon? Ging ja sonst auch ohne diese Möglichkeit, selbst bei Haltung von mehr als 1,1 (siehe Berlin oder München)...

    Innen gibt es allerdings neben dem großen Herdenbecken ein völlig separiertes (aber für den Besucher einsehbares) kleineres Becken, das wahlweise für einen Leihbullen oder für Mutter/Kind genutzt werden kann. Hätte man bei Paarhaltung vielleicht nicht mal gebaut, aber ein Leihbulle muss ja erstens vorsichtig eingewöhnt werden und soll zweitens nicht gleich ALLE Kühe beglücken.

    Übrigens: Falls du mal wieder ein Hippo-Baby sehen willst - so weit ist Hannover gar nicht :-)
    (04.05.2007)
    Carsten:   Zumindest die Anlage spricht durch die Teilungsmöglichkeiten dafür, daß Nachwuchs erwünscht ist. Wenn ich mich recht erinner, gibt es diese Möglichkeit in Hannover außen nicht, innen weiß ich nicht, ob da mehrere Schaugehege sind...

    Falls Ernie keine Abneigung gegen Holländer hat und von seiner früheren Fleißigkeit nichts eingebüßt hat, müßte man das ja bald wissen, g... Notstand dürfte auf jeden Fall vorgeherrscht haben, da er ja die letzten Monate im alten Haus von Rosl getrennt war, g...

    Geh jetzt mal den Nashorncheck machen, vielleicht fällt dabei ja auch ein kleines Hippo ins Auge...
    (04.05.2007)
    Michael Mettler:   Ist die Frage, ob ZOOM überhaupt Hippo-Nachwuchs haben möchte.... Wer weiß, ob nicht eines Tages nach Ernies Ableben auch dort nur noch Kühe (wie in Hannover) oder allenfalls zusätzlich Kastraten (wie in Emmen) gehalten werden. Für die Ausnahmesituation eines Kalbes lassen sich ja vorübergehend provisorische Maßnahmen einrichten; z.B. Absenken des Wasserspiegels im Außenbecken, kniehohe Zusatzabsperrungen in den Stallungen - und man wartet eben wie in Hannover, bis das Kalb zu dick für die Poller ist :-)
    (04.05.2007)
    Carsten:   Die Poller haben genau aus dem genannten Grund Sitatungabreite.

    Auch im Innenstall sind die Stäbe, da könnte ein Kalb in den Plegergang und die anderen Gegege, ein Mensch paßt dort jedenfalls durch. Und auch die Tore von der Innenanlage, wo ein Pleger durch die Stäbe paßt, könnte ein Kalb evtl überwinden, auf den Boten gepreßt kommt es vielleicht auch unter dem Tor durch...

    Obwohl man in GE schon vor Jahrzehnten Probleme mit zu weitem Gitterabstand hatte, sind diese Erfahrungen wohl leider nicht in den Neubau eingeflossen...
    (03.05.2007)
    Michael Mettler:   Da mir das mögliche Problem erst jetzt bewusst wurde, habe ich in Gelsenkirchen seinerzeit nicht so genau auf die dortigen Verhältnisse geachtet. Aber meiner Erinnerung nach stehen die Metallpoller dort sehr viel weiter auseinander als die Betonpoller in Hannover (vielleicht, damit eine schwimmende Sitatunga hindurchpasst, um nicht von einem Hippo "festgenagelt" werden zu können?). Somit könnte eventuell ein dahinter geratenes Hippo-Kalb problemlos wieder zurück gelangen - nämlich in beliebiger Wassertiefe dazwischen hindurch und nicht nur drüber weg wie in Hannover? Und die schmale und glatte Betonmauer könnte ein schwierigeres Hindernis für ein Nilpferdkalb darstellen als der strukturierte, "griffige" und breite Kunstfelsriegel in Hannover.
    (03.05.2007)
    IP66:   Das selbe Problem wird sich in Gelsenkirchen stellen - wenn das Kalb dort nicht auch zwischen den Betonpfeilern hindurchpaßt - Eleganz hat ihren Preis.
    (03.05.2007)
    Michael Mettler:   Habe heute in Hannover Kalb Fridolin mit vier Kühen auf der Außenanlage gesehen; zwei Kühe hatten "Innendienst". Ob wegen Unverträglichkeit oder um den Besuchern keinen leeren "Hippo-Canyon" zu bieten, weiß ich nicht - vermute aber letzteres...

    Ich habe nun auch einen Verdacht, warum das Kalb nicht früher raus durfte. Die Absperrung des Außenbeckens zum "Sambesi-Flusslauf" besteht aus einer Betonwand, die von nur wenig über die Wasserlinie ragenden Kunstfelsen kaschiert wird. Parallel dazu verlaufen gehegeseitig Poller (senkrechte "Baumstämme" aus Beton), die verhindern, dass die Hippos bis an diese Grenzmauer herankommen können; die Poller werden geschätzte 20 cm vom Wasser überspült. Ein kleines Hippo-Kalb könnte möglicherweise nicht nur über diese Poller hinweg gelangen (ob aktiv oder nach "Unterheben" durch einen Artgenossen), sondern vielleicht sogar über die Grenzmauer in den "Sambesi". Immerhin sind Nilpferdbabys in der Lage, ihrer Mutter im Wasser auf den Rücken zu klettern, da dürfte ein flacher Kunstfels erst recht kein Hindernis sein. Vielleicht muss man deswegen schlichtweg warten, bis ein Kalb zu schwer und voluminös für solche Aktionen ist.
    (28.04.2007)
    Foto:   Daran soll's nicht scheitern:
    http://img240.imageshack.us/img240/6842/hannoverrb3.jpg
    (20.04.2007)
    Michael Mettler:   Ich war schon lange nicht mehr im Zoo, meine das Kalb aber in diesem Jahr schon mit mindestens zwei Kühen zusammen gesehen zu haben. Zum Stall kann ich nichts sagen, habe ihn noch nie von innen gesehen (außer einer kurzen Szene im Fernsehen). Dass es aber zwei Schieber ins Außengehege gibt, dürfte ein Hinweis darauf sein, dass es drinnen eine passende "Verkehrsführung" gibt.
    (20.04.2007)
    Carsten:   War Fridolin denn innen schon mit anderen Kühen zusammen, oder nur mit seiner Mutter?
    (20.04.2007)
    IP66:   Könnte es an irgendwelchen Problemen bei der Konzeption des Innenstalls liegen, die ein Umsperren erschweren?
    (20.04.2007)
    Michael Mettler:   Laut heutigem Zeitungsbericht durfte Kalb Fridolin in Hannover gestern erstmals mit seiner Mutter ins Außengehege. Im Alter von neun Monaten (!).... Ist mir ein Rätsel, warum erst jetzt.
    (20.04.2007)
    Michael Mettler:   Prima. Für Ernie würde ich dann als Zweitnamen Bert vorschlagen, das käme bestimmt bei den Kindern gut an und würde gleichzeitig herrliche Verwirrung stiften... (Und für den Schimpansenmann Sepp-Toni wäre doch z.B. Jan-Hendrik eine hübsche Namensergänzung.)
    (12.04.2007)
    Carsten:   Das Gelsenkirchener Flußpferd Rosl hat einen Paten, den Gelsenkirchener Oberbürgermeister Frank Baranowski.

    Im Rahmen der Partnerschaft durfte Herr Baranowski Rosl auch einen weiteren Namen geben, so daß sie jetzt mit Zweitnamen Martha heißt.

    Da freut sich der Datensammler, g...
    (12.04.2007)
    Jonny:   @? Da macht uns Werner ein so tolles Angebot , chinesisch wollte ich schon immer mal lernen , weil es eine Weltsprache ist , und man sich endlich mit den Pandas in Berlin unterhalten kann,und du verulkst ihn. Ob er sich nochmal meldet ?
    (25.03.2007)
    ?:   @ Werner du gäben auch Nachhilf in deitsch ?
    (25.03.2007)
    Werner:   hallo, ich bin der Werner!
    ich wollte nur fragen brauch jemand von euch nachhilfe in biologie,spanisch,latein,englisch,chinesisch oder in französisch? stehe in allem 11 AMLDET EUCH
    (25.03.2007)
    Carsten:   Wasserschwein war halt als Name schon besetzt, g, das hätte auf jeden Fall besser gepasst...
    (11.03.2007)
    Michael Mettler:   P.S. "Flusspferd" ist ohnehin nicht sonderlich richtiger als "Nilpferd". Ein Pferd ist es auch nach den neueren systematischen Erkenntnissen (Verwandter der Wale) nicht, und außerdem lebt es nicht nur in Flüssen, sondern auch in Seen... :-)
    (11.03.2007)
    Michael Mettler:   Seit ich die alten Quellen nach Flusspferd-Daten durchforstet habe, neige ich immer mehr dazu, den Namen Nilpferd wieder zu verwenden. Schließlich gibt es Nilwarane und Nilgänse auch nicht nur am Nil, von widersinnigen Wortschöpfungen wie Regenwald-Nilwaran (für die westliche Form) mal ganz zu schweigen...
    (11.03.2007)
    Carsten:   Im Albert-Nil und Akagera-Nil dürften ggf. auch noch Flußpferde leben.

    Die Bezeichnung "Nil" wird eigentlich nur für den Unterlauf verwendet, so etwa vom Assuan Staudamm bis zum Mittelmeer.
    (11.03.2007)
    Sebastian Dahl:   In gewissen Gebieten (Viktoria-Nil) leben sie doch auch heute noch?
    (11.03.2007)
    Carsten:   1910 sind in Ägypten auf jeden Fall noch Flußpferde gefangen worden, das grenzt den Zeitraum schon mal ein bissel ein...
    (11.03.2007)
    Okapi:   Weiß eigentlich jemand bis wann Flusspferde am Nil lebten?

    Dort gibt es sie ja nicht mehr. Den Namen Nilpferd haben sie ja da her. Bis wann gab es sie dort?
    Bei vielen Seiten steht nur: "bis in historische Zeitenbewohnte...das Nil-Gebiet"
    Kann mir das jemand sagen?

    (11.03.2007)
    Kahuna:   Ich bin nicht 100% sicher, aber ich glaube nicht das sie in Safari beekse bergen flusspferden hatten. (Zwergen haben sie niemals gehat, da bin ich sicher)
    (27.01.2007)
    Michael Mettler:   @Paul: Auch wenn sich meine Hippo-Recherche hauptsächlich auf die deutschsprachigen Länder bezog, haben sich nebenher reichlich Daten über Flusspferde in den Niederlanden angesammelt - aber laut denen spricht nichts dafür, dass Beekse Bergen jemals Flusspferde hatte. Zu Zwergflusspferden kann ich allerdings nichts sagen.
    (25.01.2007)
    Paul:   Und in der Vergangenheit?
    Hatte Beekse Bergen Flusspferde?
    Zwergflusspferde?
    (24.01.2007)
    Kahuna:   Beekse bergen hat definitiv keine flusspferden.
    Natürlich sind das schöne tieren für ein grosses safaripark, aber das bauen eine naturnähe(?) anlage ist (jetzt) zu teuer für das park. Vielleicht in der zukunft (jetzt investieren sie noch viel in die neue menschaffen-anlagen uzw.)
    (24.01.2007)
    Ingo Rossi:   Ich war im Oktober noch in Beekse Bergen, und habe weder Grosse noch Kleinen entdeckt... (ausgeschildert waren auch keine)
    (24.01.2007)
    Ronald Masell:   @M.M.
    Zwerge gibbet da auch nicht.
    (24.01.2007)
    Carsten:   Mir ist auch nichts von einer dortigen Flußpferdhaltung bekannt, aber wer weiß, vielleicht findet sich ja auch mal nicht nur ein bislang unbekanntes Flußpferd, sondern gleich ein ganzer Halter, g.
    (24.01.2007)
    Michael Mettler:   Könnten es auch ZWERGflusspferde sein?
    (24.01.2007)
    Ronald Masell:   Wir waren im Oktober in Beekse Bergen,
    da gab es keine Flusspferde.
    (24.01.2007)
    Michael Mettler:   Für mich ist das eine neue Info, bisher wusste ich nicht, dass dort nun auch Flusspferde gehalten werden!
    (24.01.2007)
    Paul:   Wer weiß was für Flusspferde Beekse Bergen hält und seit wann?

    Sind dort eigentlich jetzt schon neue Besitzer?

    Paul
    (23.01.2007)
    Carsten:   @ZooFanKarlsruhe: Ich weiß, die leidvolle Erfahrung hab ich auch schon gemacht.
    (18.01.2007)
    ZooFanKarlsruhe:   @Carsten:

    Mit "von Zoo-Seite" meinte ich auch nur den Karlsruher Zoo. Das sollte keinesfalls eine Pauschalwertung für die Zoobranche sein.
    (17.01.2007)
    Carsten:   Wobei man glücklicherweise sagen muß, daß die meisten Zoos da recht kooperativ sind und nur Ausnahmen keine Antwort geben oder nur die aktuellen Haltungsdaten.
    (17.01.2007)
    ZooFanKarlsruhe:   Ja es ist wirklich sehr schade, dass man von Zoo-Seite diesbezüglich keine Informationen erhält. Habe auch schon nach Archivmaterial angefragt. Muss man sich leider so mühsam erarbeiten. Dennoch an dieser Stelle ein großes Kompliment für deine Recherchearbeit Michael !
    (17.01.2007)
    Michael Mettler:   Einspruch, dazwischen liegt ein zu großer zeitlicher Abstand: Falls Zürich Rosi/Rosl für das 1965 eröffnete AFRIKAhaus haben wollte und sich dann anders entschloss, wäre sie nicht erst 1981 (20 Jahre nach der Anfrage!) deswegen nach Gelsenkirchen gekommen.... Das Züricher Paar Kiboko und Hippa kam übrigens 1965 aus dem Ruhrzoo.
    (17.01.2007)
    IP66:   qZoofanKarlsruhe: In Zürich ist doch nie ein Flußpferdhaus gebaut worden - vielleicht plante man ein solches, entschloß sich dann für etwas anderes, und da kam das Flußpferd dann nach Gelsenkirchen.
    (17.01.2007)
    ZooFanKarlsruhe:   Hallo Michael,

    ok dann hab ich das wohl falsch interpretiert. Kann noch nachreichen dass der 1964 geborene Nachwuchs von "Rosi", den Namen "Otto" bekam.
    (16.01.2007)
    Michael Mettler:   Nach meinem Kenntnisstand ist die noch immer in Gelsenkirchen lebende Rosl tatsächlich das Erstgeborene aus Karlsruhe (geb. 1958) und hatte auch dort schon Nachwuchs. Sie kam trächtig in GE an, war also längst kein Jungtier mehr! Spräche dafür, dass alle drei genannten Rosis das selbe Tier sind. Allerdings waren keine genaueren Daten aus Karlsruhe zu bekommen, nicht mal über eine "offiziellere" Schiene - was eventuell daran liegt, dass gar keine vollständigen Unterlagen (mehr) vorhanden sind.

    Der Zoo Karlsruhe hat sich in seinen alten Zooführern dazu bekannt, Flusspferde auch aus finanziellen Gründen zu züchten. Somit wäre in meinen Augen nicht verwunderlich, wenn man Rosi/Rosl behalten hat, um auf breiterer Basis für noch mehr gut verkäuflichen Nachwuchs zu sorgen.
    (16.01.2007)
    ZooFanKarlsruhe:   Habe heute in Erfahrung gebracht, dass der Zürcher Zoo 1961 daran interessiert war den ersten Karlsruher Flusspferdnachwuchs "Rosi" zu kaufen, sobald dort das Flusspferdhaus fertiggestellt war.

    1964 hatte dann eine "Rosi" ihren ersten Nachwuchs mit dem Namen "Otto". Stellt sich die Frage warum der Transfer nacn Zürich nicht zustande kam oder war das vielleicht sogar wieder eine andere "Rosi" ???

    Und 1981 wurde ja eine "Rosi" als Jungtier an den Zoo Gelsenkirchen abgegeben.

    Sehr verwirrend und ärgerlich dass es damals offenbar üblich war an die Nachfolgetiere die gleichen Namen zu vergeben...

    (16.01.2007)
    Carsten:   Lt. Bestandsliste Zoo Sofia ist 2003 eine Flußpferdkuh gestorben. Weiß da zufällig jemand was näheres? Kann eigentlich nur Hippa gewesen sein...
    (16.01.2007)
    Michael Mettler:   Ich nehme an, dass die Wilderer kaum auf 150 Hippos in der Woche kämen, wenn diese unter "Dauerbeobachtung" stünden - jedenfalls nicht, wenn der Gesamtbestand ohnehin nur noch kläglich niedrig ist.
    (07.01.2007)
    Sebastian Dahl:   Werden die Flußpferde des Parks eigentlich auch so besonders geschützt und beobachtet wie die Berggorillas? Beim Berggorilla soll der Bestand ja sogar wieder etwas gestiegen sein - oder liegt das nur daran, dass Flußpferde viel leichter für Wilderer aufzuspüren sind als Gorillas?
    (07.01.2007)
    Carsten:   Traurig, traurig.

    Sollen sie den Rest auch noch abschießen und die Berggorillas dazu, den Nationalpark auflösen und dann werden sie schon sehen, was sie davon haben, wenn durch die Wilderei keine Einnahmen mehr entstehen und keine Touristen mehr kommen, weil es nichts mehr zu sehen gibt. Sehr effektiv!!!
    (07.01.2007)
    Michael Mettler:   Gefunden auf der HP der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt:

    "Am 23. Oktober führte die Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF) mit Unterstützung des US Fish and Wildlife Service eine Zählung der Flusspferde im Virunga Nationalpark durch. Der Park liegt im Osten der demokratischen Republik Kongo, ist UNESCO Weltnaturerbe und Heimat der seltenen Berggorillas. Die Zählungen aus der Luft bestätigten, was die seit längerem anhaltende Wildereiwelle befürchten ließ. Nur noch 629 Flusspferde sind übrig von einem Bestand, der Anfang der 70er Jahre bei rund 30.000 lag. Dies entspricht einem Bestandsrückgang von 98 Prozent. Allein in den ersten beiden Oktoberwochen hatten Wilderer mehr als 400 Flusspferde getötet."

    Das war vor zweieinhalb Monaten. Wenn die Wilderer den im Rest des Artikels erwähnten Schnitt von rund 150 getöteten Flusspferden pro Woche (!) halten konnten, wäre das Flusspferd dort noch im alten Jahr ausgerottet worden.
    (07.01.2007)
    Oliver Jahn:   Bei Stuttgart bin ich mir nicht mal sicher, ob die nicht auch nur eine Sondergenehmigung haben, welche die EU-Haltungsrichtlinien zeitlich begrenzt aussetzt, ähnlich wie Magdeburg mit dem Dickhäuterhaus. Und an der Spekulation zu Frankfurt beteiligen sich sehr viele, nicht zuletzt durch den Zootest im Stern wurde immer wieder die Beendigung der Flusspferdhaltung gefordert. Da man nun einiges baulich in Frankfurt umgesetzt hat, an die Hippos aber überhaupt kein einziger Gedanke verschwendet wurde, liegt die Vermutung nahe, dass ihre Tage dort gezählt sind. Mir werden sie in Frankfurt fehlen.
    Ihre Ansicht zum Großen Weiher teile ich voll und ganz. Bereits in einem anderen Thread schrieb ich ja, dass auch ich den Blick über den Weiher als einmalig empfinde und auch als absolut schützenswert.
    (05.01.2007)
    Mulan:   Wer sagt denn, das Stuttgart und Frankfurt die Haltung beenden ? Im Fall von Frankfurt ist es nur eine Spekulation von mir, das unter der kommenden neuen Zooleitung die Flußpferde verschwinden werden , falls die Stadt Frankfurt da mitmacht.
    @ Michael Mettler. Ja, Kronberg hat das nötige Kleingeld für eine Hippo-Anlage. Ja, es müßen Tierarten dafür weichen, und zwar die, die sowieso laut dem Masterplan nicht mehr in das Konzept passen und ohnehin abgegeben werden müßen.
    (05.01.2007)
    Oliver Jahn:   Einige Zoos haben die Haltung aufgegeben? Es gibt noch genügend? In den letzten 15 Jahren sind die Hälfte, 50% der Halter weggebrochen. Wenn das Aus für Frankfurt und in naher Zukunft auch für Stuttgart kommt, dann gibt es man gerade noch 6 Halter in ganz Deutschland, und das in einem Land mit der höchsten Zoodichte. Aber das hatten wir ja schon mal alles, und zwar genau am Anfang dieses Threads im Oktober 2005.
    (05.01.2007)
    Michael Mettler:   Kronberg hat also das nötige Kleingeld für eine Hippo-Anlage, und dort müssen dafür keine anderen Tierarten weichen? Und was soll der Opelzoo mit zwei adulten Bullen? Max hat schließlich noch einige Jährchen mehr vor sich als die Frankfurter (seine Eltern!).
    (05.01.2007)
    Mulan:   Der große Weiher in Frankfurt ist historisch, ihn gibt es bereits seit 1874. Da der Weiher unter Denkmalschutz steht, darf auch keine Tier-Anlage daraus gemacht werden , Gott sei Dank.Es ist die letzte große Freifläche in diesem kleinem Zoo und der Blick über den Weiher zum Aquarium ist der gleiche wie 1874 !
    @Oliver Jahn. Klar kennt das Flußpferd-Paar sein " Gehege ", verlaufen kan man sich darin wohl kaum. Warum sollte man die Tiere nicht abgeben ? Die letzte Elefantenkuh Baroda hat man ja auch abgeben, obwohl sie ihr Gehege kannte, weil sie 25 Jahre darin lebte. Mit dieser Argumentation hätte man ja auch für Baroda Gesellschaft besorgen können.Die Frankfurter Hippos können noch gut und gerne 30 Jahre leben. Die Münchner Hippos wurden ja auch, bis auf eine Ausnahme ( zurückzuführen auf die Unfähigkeit des Tierarztes )erfolgreich nach Brasilien abgegeben, und den Tieren gehts blendend dort. Soweit muß man die Frankfurter ja nicht schicken, sobald in Kronberg die neue Anlage fertig ist, einfach dorthin schicken. Es ist nicht notwendig, das zwei Zoos im Umkreis von 30 km Flußpferde halten, zumal eine der Haltungen untragbar ist. Ist Kronberg auch noch, aber dort wird es geändert. Die Frankfurter Flußpferde innerhalb des Zoos umzusetzen, bedeutet die Abgabe einiger Tierarten, und das für eine Tierart, die im Nachbarzoo gehalten wird. Außerdem ist das mit einem enormen finanziellen Aufwand verbunden, und das Geld hat der Zoo nicht, die Stadt sowieso nicht.Es stimmt zwar, das einige Zoos mit der Flußpferd-Haltung aufgehört haben, aber es gibt noch genügend Zoos in Deutschland, wo Flußpferde gehalten werden. Es muß nicht jeder Zoo Hippos halten.
    (05.01.2007)
    Klaus Schwarz:   Der Wasserwechsel ist mit Sicherheit eines der größten Hippoprobleme. Bei der Anlage in Basel wird auch ein Bach für die Durchspülung des "Badebereiches" genutzt. Der Landbereich wird allerdings fast immer, wenn nicht sogar immer, durch einen kleine Elektrozaun von den anderen Afrikabewohnern abgetrennt.

    Bei dem tödlichen Unfall in Basel zwischen Flußpferdbullen und Zebrahengst muss man allerdings bedenken, dass diese beiden Tiere einen sehr engen Umgang gepflegt haben und der Zebrahengst regelmäßig dem Flusspferd am Maul herumgeknabbert hat. Ohne diese enge Männerfreundschaft hätte es wahrscheinlich nicht zu dem tragischen Unfalltod kommen können.
    (05.01.2007)
    Michael Mettler:   Der Teich ist zwar sicherlich optisch und raummäßig nett für Hippos, aber ich bitte doch zu bedenken, dass es irgendeine Möglichkeit des Wasserwechsels bzw. der Wasseraufbereitung geben muss. Eine Naturkläranlage (Schilf) wäre zwar vielleicht machbar, müsste aber wiederum so groß sein, dass vom eigentlichen Teich nicht viel übrig bliebe. Das zeigt jedenfalls der Blick auf Schilfflächen, die in Gelsenkirchen (neben dem Alaskadorf) und im Zoo Berlin (gegenüber der Flusspferd-Außenanlage) zu solchen Zwecken angelegt wurden. Also käme eigentlich nur in Frage, ein in sich geschlossenes Becken in den Teich zu integrieren - ähnlich wie in ZOOM, wo ja ein durchgehendes Gewässer vorgetäuscht werden soll.
    (05.01.2007)
    Stefan:   @Carsten: Danke, dass jemand die Diskussion wieder auf das Ziel meines "Planspiels" lenkt: Ich habe mit meiner Idee ausdrücklich eine Lösung für den Erhalt BEIDER Tierarten im Zoo anregen wollen. Once again and for all: Für die Flusspferde könnte man m.E. mit gutem Willen (und dem nötigen Geld...) eine qualitativ bessere Lösung an anderer Stelle im Zoo anbieten - Weiher oder Integration in die Afrika-Anlage.
    @Oliver Jahn: Keine Sorge, auch ich bin bekennender Nashorn- UND Hippo-Fan und kann gut nachvollziehen, wie man sich fühlt, wenn wieder mal ein weiterer Zoo die Flusspferdhaltung einstellt...
    (05.01.2007)
    Stefan Schubert:   Lebt in diesem Teich nicht ein Löffelstör, der seinem Aquarium entwachsen ist? Solch eine Info fand ich im Exotarium und seither halte ich die Augen offen- bislang erfolglos!
    (05.01.2007)
    Carsten:   Vielleicht sollte Frankfurt mal einen Umzug der Flußpferde innerhalb des Zoos erwägen, so wie unten schon mal angeregt. Dann hätten die Nashörner das ganze Haus für sich, und mit den Flußpferden ließe sich ein neues Highlight schaffen...
    Auch wenn die Freunde von Wassergeflügel mich jetzt schlagen, der in meinen Augen recht langweilige Teich hinter dem Gesellschaftshaus würde sich dafür geradezu anbieten.
    (05.01.2007)
    Oliver Jahn:   Ich weiß, dass ich jetzt wieder mal Schläge riskiere, aber ich bin sehr froh, dass Frankfurt noch beide Arten hat und ich wünsche mir, es möge noch recht lange so bleiben. So lange das Flusspferdpaar lebt, sollte man es da belassen, denn es kennt sein Gehege und ist daran gewöhnt. Was hat denn der Leipziger Kuh die ach so goldene Freiheit gebracht? Einen schnellen und aus meiner Sicht unnötigen, stressbedingten Tod.
    Außerdem finde ich, es sind schon viel zu viel Flusspferdhaltunge in den letzten Jahren beendet worden.
    (04.01.2007)
    Mulan:   Es wurden zwar mehr Flußpferde in Frankfurt geboren als Nashörner , dafür wurden aber mehr Nashörner als Hippos gehalten. Und während es sogar ein Frankfurter Nashorn in das Senckenberg-Museum geschafft hat, ist dies den Flußpferden bis heute nicht gelungen. Flußpferde kann man in Kronberg besser halten.( in einer neuen Anlage )
    (04.01.2007)
    Carsten:   Hab gerade bei der Eingabe der Flußpferddaten gesehen, daß in Frankfurt sogar zeitweise mal 4 Flußpferde gleichzeitig gelebt haben, 2 Alt- und 2 Jungtiere, die wurden dann vermutlich gestapelt gehalten, g.
    (04.01.2007)
    Michael Mettler:   @Mulan: Flusspferde sind auch eine Traditionsart in Frankfurt, ich erinnere an Lieschen.... (Und mehr Nachzucht hatten sie auch.)

    Auf die Frage nach der Hippo-Sitatunga-Kombi in Hannover bekam ich umgehend Antwort: Speziell die Sitatunga-Geiß fühlte sich in Gegenwart der Flusspferde überhaupt nicht wohl und zog sich dann aufgrund der kaum strukturierten Landfläche in eine Pflanzung zurück - und zwar in die OBERHALB des Geheges, also den Grünstreifen auf der "Mauerkrone" zwischen Hippo- und Addax-Anlage! Deshalb wurden die Tiere ins Antilopenrevier umgesetzt. Es scheint sich aber ohnehin um sehr turnfreudige Sitatungas gehandelt zu haben, denn im dortigen Gehege (heute mit Kleinen Kudus und Rotduckern besetzt) nutzten sie den Trockengraben als bevorzugte Ruhezone. Also: Es kam keine Sitatunga durch Flusspferde zu Schaden.

    In einer TV-Doku auf Arte ("Limpopo - Afrikas Friedenspark") sah ich heute ein Hippo, das möglicherweise melanistisch war! Auch wenn man nur den Kopf sah, war die Färbung sehr viel dunkler als bei seinen Artgenossen nebendran (etwa wie Zartbitterschokolade), und es fehlten ihm die rosafarbenen Hautpartien um die Augen, an der Basis der Ohren und an der Kopfunterseite.
    (04.01.2007)
    Mulan:   Die Nashörner in Frankfurt müßen bleiben, es ist eine Traditionsart für Frankfurt. Ob sie beliebter sind als Flußpferde , läßt sich schwer sagen , in Frankfurt sind es wohl die Nashörner , da sie auch etwas artgerechter gehalten werden als die Hippos. Die erwecken bei den Frankfurtern eigentlich nur Mitleid. Nun, die Frankfurter Nashorn-Zucht mag zwar für die Zoopopulation unwichtig erscheinen, für die Freilandpopulation ist sie es nicht.Die Auswilderung der Frankfurter Nashörner fördert auch ungemein das Ansehen des Frankfurter Zoos und von Zoos im Allgemeinen in der Öffentlichkeit. Darauf will man in Frankfurt auch nicht verzichten, diese zusätzliche Werbung verschafft nämlich auch noch zusätzliche Besucher , und davon profitieren alle Tiere in Frankfurt.Das gleiche könnte man natürlich auch mit den Hippos machen, deren Freilandbestände zusehends schrumpfen. Aber deren Haltung ist nunmal teuerer als die von Nashörnern.
    (04.01.2007)
    Carsten:   Das es gerade im Falle Kronberg / Frankfurt nicht einfach ist, ist mir auch klar, aber mit gutem Willen sicher zu schaffen. Die alternative Einrichtung eines Frankfurter Außenzoos wäre in meinen Augen die schlechtere Lösung, da damit zum einen unnötige Konkurrenz geschaffen würden in einem beschränkten Raum bzw. Gelder abgezogen würden, die an anderer Stelle besser eingesetzt wären.
    (04.01.2007)
    Saya:   Wobei man in Plankendahl und Antwerpen gerade dabei ist, die strikte Aufteilung wieder abzuschaffen und attraktive Großtiere in beiden Parks zu halten, vor allem um Plankendahl aufzuwerten. So kriegt Plankendahl zB 2007 Giraffen, die dann in beiden Paks gehalten werden. Okapis sollen gerüchteweise in der Zukunft auch in beiden Parks gehalten werden. Elefanten siedeln irgendwann nach Plankendahl, es wird aber überlegt die Antwerpener Anlage für ältere, zuchtunfähige Kühe weiter zu nutzen, um ein Highlight für den Zoo zu erhalten. Ob das auch im besten Interesse der Tiere ist, sei mal dahingestellt.
    (04.01.2007)
    Michael Mettler:   @Carsten: Planckendael ist eine Außenstelle des Antwerpener Zoos, da ist es wenig verwunderlich, dass die Koordination funktioniert. Organisatorisch ist das also nicht mit Frankfurt/Kronberg vergleichbar - für den Besuchereindruck ist das allerdings unerheblich.

    Wenn die Nashornzucht in Frankfurt aber ohnehin für die Zoopopulation unbedeutend ist, wäre es m.E. eher eine Überlegung wert, die Rhinos abzugeben und die Fläche für die Hippos zu nutzen. Frankfurt hat im Gegensatz zu Kronberg wenigstens ein harmonierendes Paar, und ich könnte mir vorstellen, dass Flusspferde beim Publikum beliebter sind als Nashörner. Eine weitere Alternative wäre, Nashörner UND Flusspferde abzugeben und das Haus stattdessen für Zwergflusspferde zu nutzen - würde thematisch gut zum benachbarten Bonoboland passen.
    (04.01.2007)
    Carsten:   Vielleicht kommt ja auch zuvor im Jahre 2188 mal jemand dahinter, daß eine Kooperation zwischen Frankfurt und Kronberg mehr Vor- als Nachteile hat. Woanders funktioniert sowas ja auch, z. B. Antwerpen & Plankendael. Bei einer entsprechenden Aufteilung der Tierarten, wobei jeder der beteiligten Zoos einige Highlights bekommt, sollte das klappen. Frankfurt könnte sich dadurch mehr zum "Spezialitätenzoo" mit überwiegend kleinen und mittleren Tierarten entwickeln und Kronberg eher die größeren Tiere in vernünftiger Kopfstärke halten. Kostbare Tiere, wie z. B. Okapis, könnten ggf. auch in beiden Zoos gehalten werden, so schaft man eine Sicherheitsreserve für Notfälle wie Krankheiten o. ä.
    (04.01.2007)
    Mulan:   Flußpferde und Rappenantilopen zu versellschaften ist keine gute Idee, da wären tödliche Unfälle an der Tagesordnung. Sobald der Außenzoo Frankfurts im Jahr 2189 eröffnet wird , soll aus der Savannen-Anlage eine Australien-Anlage gebaut werden. Also wird das keiner von uns mehr erleben. Warum muß Frankfurt mit aller Gewalt Flußpferde halten ? Die Haltung von Flußpferden sollte Kronberg überlassen werden, dort wird in naher Zukunft eine neue Anlage gebaut. Frankfurt soll sich auf die Nashörner beschränken. Deren Zucht auszubauen ist Quatsch , da erstens das Haus samt Außennanlagen gerade so für ein Paar ausreicht und es keine Abnehmer für den Nachwuchs gibt, der nur aus diesem Grund nach Afrika geschickt wird. Im Gegenzug sollte Kronberg keine Nashörner anschaffen,da es die in Frankfurt gibt und beide Zoos so ihre Traditionsarten behalten würden.
    Im bin mir sehr sicher, das wenn ab 2008 ein neuer Zoodirektor die Geschicke des Frankfurter Zoos bestimmt, die Flußpferde verschwinden werden.Ich hoffe es im Interesse der Tiere, denn die Flußpferdhaltung in Frankfurt ist meiner Meinung nach der größte Kritikpunkt in diesem Zoo. Eine Möglichkeit wäre gewesen, aus Bonoboland ein Afrikahaus zu machen, mit Flußpferden und Gorillas / oder Bonobos.
    (04.01.2007)
    Michael Mettler:   Südafrikanische Spitzmaulnashörner könnten allerdings über US- oder australische Zoos zu bekommen sein, da ist minor recht verbreitet - und Australien ist ohnehin in die EEPs involviert.

    WAS letztendlich dazu führte, die Sitatungas in Hannover schon nach kurzer Zeit wieder von den Flusspferden zu trennen, weiß ich leider auch nicht - danach habe ich übrigens auch nie gefragt, das werde ich mal nachholen. Fotos von den Sitatungas auf der Flusspferdanlage in der Tagespresse waren mein einziger Beleg für diesen Versuch, selbst gesehen habe ich die Kombi nicht. Es scheint aber keinen Tierverlust dabei gegeben zu haben, denn m.W. kamen 1,1 Sitatungas nach Hannover und genau so viele Tiere siedelten dann ins Antilopenrevier um (was natürlich nichts heißen muss).

    Im neuen Baseler Zooführer heißt es zu dem tödlichen Zwischenfall im Zolli, dass der Zebrahengst eines Tages am Rand des Wassergrabens ausgerutscht sei und sich der Flusspferdbulle daraufhin auf ihn gestürzt habe. Klingt nicht mal unwahrscheinlich; auch bei Angriffen von Tieren auf Menschen war nicht selten ein Hinfallen des Menschen der Auslöser.

    Übrigens: Seitdem ich jede Menge alte Literatur über Zoo-Hippos durchforstet habe, muss ich mich richtig bremsen, nicht wieder von "Nilpferden" zu sprechen und zu schreiben, der Name war halt früher weit verbreitet. Und eigentlich ist ja auch nicht einzusehen, warum ich da "political correct" sein muss, wenn ich in anderen Fällen auch weiterhin von AmeisenBÄREN usw. spreche :-)
    (04.01.2007)
    Carsten:   Flußpferdgemeinschaftshaltung ist eine reizvolle Sache, allerdings gibt es nur wenige Halter, die das praktizieren. In Basel hat es schon einen tödlichen Unfall gegeben, in Hannover ist aus der Vergesellschaftung meines Wissens nichts geworden, warum weiß ich leider nicht und ob die Gemeinschaft mit den Sitatungas im ZOOM klappt, bleibt abzuwarten, bislang waren die Tiere noch nicht zusammen.

    Eine Umgestaltung des Weihers würde ich vorziehen, machbar ist sowas sicher, die Kölner Elefanten leben ja auch in einem "ehemaligen Teich".
    (04.01.2007)
    Saya:   Soweit ich weiß gibt es von der Nashorn-Unterart, die in Frankfurt gehalten wird, keine weiteren Tiere in Europa, mit der Erhöhung der Nachzuchtquote würde es also wohl nichts werden. Für eine Herde Flusspferde neu zu bauen fände ich aber super.
    (03.01.2007)
    Stefan:   Eine Frage an die Experten zur Frankfurter Flusspferdhaltung, die ja immer wieder (zu Recht) stark kritisiert wird. Ist eigentlich eher ein Planspiel: Wie wäre es, wenn man die Flusspferde auf die Afrikawiese verlegte und durch Umbaumaßnahmen eine ähnliche Lösung wie in Basel erreichen könnte mit entsprechender Vergesellschaftung der bisherigen Bewohner. Mich interessiert vor allem die platzmäßige Machbarkeit in diesem Bereich des Zoos. Der Flusspferdteil im Nashornhaus könnte dann vollends den Nashörnern zugeschlagen und ggf. auch eine zweite Nashornkuh gehalten werden unter Neuaufteilung der bisherigen Kuhaußenanlage. Nebeneffekt: Damit könnten die Zuchtquoten bei den Spitzmäulern erhöht werden. Und: Frankfurt müsste keine weitere attraktive Großtierart abgeben. Alternative b: Der Große Weiher wird für die Flusspferde umgestaltet (ist ja eh viel umgewälzt worden für den Katzendschungel und jetzt wohl neu eine Gibbon-Insel). Diese Lösung wäre m.E. schwieriger durchführbar, oder sieht jemand am Rande des Weihers eine Möglichkeit für ein Flusspferdhaus?
    (03.01.2007)
    Okapi:   @Mulan: Danke. "Coca", "Cola" und "Fanta"- den Scherzkeks möchte ich gerne mal kennen lernen! ;-)
    Dann lebte ein Weibchen 7 Jahre lang ganz allein im Nbg Tiergarten?
    Habe auf der Seite http://www.zoonews.ws/Heute/Archive/2003/2003-2.htm (->letzter Bericht, ->4ter Absatz) gelesen (Bericht von 22.1.2003) das die Tiere erst vor kurzem Abgegeben wurden. Also so rund um 2000. Kann das sein? Oder wurde das letzte wirklich 1996 abgegeben? Das glaube ich mehr.
    Schade das Nürnberg keine Zwergflussferde mehr hält.

    @Michael Mettler: Manati und die "normalen" jahresberichte kenne ich. Leider nicht sehr Informatif. Vielen Dank für die rasche Antwort.
    (02.01.2007)
    Mulan:   @Okapi. Gern geschehen, macht mir doch Spaß, wenn ich Jemanden helfen kann. Eines der Jungtiere von Coca würde übrigens Cola getauft. Zu den Nürnberger Zwergflußpferden :
    Das Paar traf Ende November 1976 in Nürnberg ein. Geboren wurden beide in München, das Weibchen 1974 ( Mutter Fanta ), der Bulle 1975 ( Mutter Coca ) Gezüchtet haben die beiden in Nürnberg nie,der Bulle wurde 1989 nach Krechting, von dort nach Serranova verkauft. Der weitere Verbleib ist unbekannt.Das Weibchen wurde 1996 nach Fuengirola abgegeben, weiterer Verbleib auch in diesem Fall unbekannt.
    Zu den Münchner Schabrackentapiren :
    Diese lebten bis 1990 im Tropenhaus und zogen anschließend in das neuerbaute Nashorn-Ufo um. Dort leben sie heute noch.In die Tapir-Anlage zogen die Okapis ein. Nach deren Ableben lebten in deren Anlage Hirscheber , Trampeltiere und Elenantilopen.

    (02.01.2007)
    Michael Mettler:   @Okapi: Nürnberger Jahresberichte gab es überhaupt nur bis etwa Ende der 60er Jahre. Dann folgte eine große Lücke, und ab Mitte der 80er erschien eine Zeitschrift der Tiergartenfreunde, in der einige wenige Bestandsveränderungen angeführt wurden. Aus dieser Zeitschrift wurde später die heutige MANATI, und die ist neben den Zooführern nach wie vor das einzige gedruckte Belegmaterial über den Tiergarten.
    (02.01.2007)
    Shensi-Takin:   @Okapi: Das erste Abteil, das heute im Münchner Elefantenhaus die Pinselohrschweine beherbergt, war früher das Domizil der Zwergflußpferde; im Abteil rechts gegenüber waren die Okapis und zeitweilig auch die Schabrakentapire untergebracht. Anstelle des heutigen Paludariums waren Kurzschnabeligel vorzufinden.
    (02.01.2007)
    Okapi:   Danke Michael Mettler. Mit der Suchfunktion findet man einfach zu viel, da Ruhe in unzähligen Worten und Formen vorkommt. Aber diese Information genügt schon.

    Zum Thema Zwergflusspferde: Sind diese 1977 mit dem Bau des Tropenhauses in Nürnberg eingezogen? Wie viele? habe eine unzuverlässige Quelle gefunden, in der steht, dass sie 2003 zu Gunsten der Seekühe abgeschfft wurden. Erst 2003 stimmt das? Wohin wurden diese abgegeben?
    Gibt es Geschäftsberichte, wo Gründe, Todesursachen, Neuzugänge usw. vermerkt sind vom Tiergarten Nürnberg? Habe einige Geschäftsberichte vom Tierpark Hellabrunn und bin begeistert über den Informationsgehalt dieser.
    (02.01.2007)
    Michael Mettler:   @Okapi: Nein, Ruhe war ein Tierhändler, und zwar einer der größten überhaupt. Die Firma ist schon seit über zehn Jahren erloschen. Such einfach mal unter dem Suchbegriff "Ruhe" im Forum, hatten wir schon öfter zum Thema.
    (02.01.2007)
    Okapi:   Ich hoffe niemand verübelt es mir, aber ich muss jetzt einfach nachfragen. Habe das Internet schon durchforstet, aber bin zu keinem Ziel geommen. Ich habe hier schon mehrfach gelesen: Tier XY wurde nach Ruhe abgegeben? Ist "Ruhe" ein Tierpark? Wo? Kann mir jemand deren Internetseite nennen?

    Vielen Dank.
    (02.01.2007)
    Wolf Drei:   @Zoochitect: Schon etwas alt, aber informativ zum Thema Zwergflußpferd: in der "Neuen Brehm Bücherei " (vormals DDR) gab es eine Monographie von Prof. Lang, dem damaligen Leiter des Baseler Zoos und erstem Zuchtbuchführer mit der gesamten Historie der Entdeckung und Zoohaltung
    (02.01.2007)
    Okapi:   @Shensi-Takin: Vielen Dank. Ja typisch Schweine halt, aber sie haben das bestimmt vorraussgesehen.

    Die Schabrackentapire kamen doch schon vor 1979 (ab da an habe ich Tierbestandsaufnahmen) nach München und die Okapis erst 1990. War es dann nicht andersrum? Oder lebten sie zusamen dort?

    Da das jetzt ja eigentlich total vom Thema hier abweicht, frage ich mich ob es möglich wäre, dass ich wie Zoochitect einen Thread eröffne? Da die Veränderung der einen Art gleich eine Veränderung bei anderen Tieren hervorruft. Wenn nicht bitte ich mir zu verzeihen und ihn einfach direkt zu löschen.
    (02.01.2007)
    Shensi-Takin:   @Okapi: Die Pinselohrschweine in Hellabrunn sind idT auf die ehemalige Zwergflußanlage gesetzt worden-mit dem Resultat, dass von der zuvor intakten Grasnarbe nicht viel übrig geblieben ist-typisch Schweine halt...;)
    Die Okapi-Anlage(auf der kurzfristig auch die Schabrakentapire & später ein Kamel untergebracht worden waren) wurde ins Elefantenbullengehege integriert.
    (02.01.2007)
    Okapi:   @Mulan: Vielen lieben Dank. Das sind ja super tolle Infos, die ich sehr gut brauchen kann! Sind wohl die Pinselohrschweine in das Gehege der Zwergflusspferde gekommen? Also sozusagen aus Platzgründen mussten/durften sie weichen?

    @Carsten: Die Arbeit handelt von den Huftieren(Paarhufer, Unpaarhufer) Im Tierpark München und im Nürnberger Tiergarten. Vergleich welche Tiere wie, wo gehalten werden. Welche werden in München gehalten und in NBG nicht- Gründe und umgekehrt. Und ganz wichtig: Welche Huftiere werden aus attraktivität und welche aus Zuchtgründen gehalten.
    Für Tips, Literaturhinweiße, Infos usw. bin ich sehr Dankbar.
    (01.01.2007)
    Hongabonga:   Ich hatte den Tierpark in Ströhen mal angeschrieben und wegen der Zwergflusspferde gefragt. Ströhen hält keine mehr. Das letzte Weibchen wurde verkauft.

    MfG
    Hongabonga
    (30.12.2006)
    Mel:   @Zoochitect: Möchte mich den meisten anschließen, Zwergflußpferde sind eine gute Idee für einen Zoo wie Hamm, und wenn man mal das Problem mit der verträglichkeit ausser acht läßt auch zuchtfreudig wenn es passt. Allerdings würde ich auch wenn der finanzielle Aufwand größer ist zu einem Warmhaus raten das begehbar ist. Da die Mittel Europäischen Klimaverhältnisse die zeit der zur Schaustellung auf Aussenanlagen sehr begrenzt. Und somit die Tiere bei schlechtem bzw kühleren Wetter für die besucher nicht sichtbar wären.
    (30.12.2006)
    Mulan:   @Okapi. München erhielt bereits 1931 1,2 Zwergflußpferde, wobei eine der beiden Kühe im Ankunfstjahr starb, die beiden anderen starben 1944 während der Bombenangriffe auf München. 1936 wurde das erste Kalb geboren, das nach Dresden verkauft wurde. 1939 wurde ein zweites Kalb geboren, das den Krieg ebenfalls nicht überlebte.Erst 25 Jahre später kamen im April 69 wieder Zwergflußpferde nach München, zwei Weibchen aus der Basler Zucht, die eine starb 1991, das zweite Tier wurde 1992 an Ruhe abgegeben und starb 1996 in Wingst. Die beiden Mädels hörten auf die wohlklingenden namen " Coca " und " Fanta ". Wäre Coca ein Bulle gewesen, kann man sich ja denken, wie das erste Kalb der Beiden genannt worden wäre.1970 kam ebenfalls aus Basel ein Bulle, der Vollbruder von Fanta, und Halbbruder von Coca war. Er wurde 1992 mit Fanta über Ruhe nach Wingst verkauft und lebt dort noch , 37 jährig. 1974 hatte Coca ihr erstes Kalb, das aber am gleichen Tag starb,Fanta hatte ebenfalls 1974 ihr erstes Jungtier, das sie aufzog. Coca hatte bis 1987 8 Kälber , davon eine Totgeburt. Fanta hatte bis 1987 ebenfalls 8 Kälber und auch eine Totgeburt. Alle Kälber wurden verkauft,zwei leben heute noch in Deutschland, eines in Halle , das andere in Thüle.In Wingst hatte das Zuchtpaar noch ein Kalb und eine Totgeburt.München hat die Zwergflußpferde zu Gunsten von Pinselohrschweinen abgegeben, die waren 1992 wesentlich seltener im Zoo zu sehen als Zwergflußpferde.
    (30.12.2006)
    Carsten:   @ Marco: Ich hab seit 1998 diverse Daten privat gesammelt, dann es eine zeitlang ein bißchen ruhiger angehen lassen, und dadurch, das ich auf das Forum gestoßen bin, hat sich das wieder intensiviert. Zufällig hat Michael in dieser Zeit auch intensiv recherchiert, so daß zumindest der deutschsprachige Bestand recht aktuell ist, bei den anderen Haltern muß ich für die aktuellsten Daten nocheinmal Kontakt aufnehmen.
    Nachdem ich mir dann in letzter Zeit html, mysql und php in Grundzügen beigebracht habe, habe ich angefangen, eine solche Flußpferddatenbank zu erstellen und ins Web zu bringen. Ist allerdings alles ein bissel aufwendig, mittlerweile sind ca. 30 Tiere drin, werden aber fast jeden Tag mehr. Wieviele Tiere ich gesamt kenne, weiß ich nicht genau, sind aber bestimmt über 1000.

    @Okapi: Was hat die Arbeit denn für ein Thema?
    (30.12.2006)
    Michael Mettler:   @Zoochitect: Die Zwerge sind sogar "gesellschaftsfähig", in einigen Zoos werden sie mit Affen oder Duckern zusammen gehalten - nur mal so als Tipp für die Aufwertung des Tierbestandes in Hamm :-)
    (30.12.2006)
    Michael Mettler:   @Carsten: Hannover hat einen "Dauerbestand" von sogar 6 Tieren (0,6) sowie einen "Jokerplatz", der für einen eingestellten Bullen bzw. danach als Mutter-Kind-Innengehege genutzt wird (wie derzeit).

    @Marco: Bezüglich der Datenbank verweise ich auf Carstens Beitrag, ansonsten lohnt es sich für dich vielleicht, im Thread bis ca. Anfang August zurück zu gehen und von da an zu lesen.

    @Zoochitect: Zwergflusspferde dürften einen kleinen Tierpark nicht vor große Probleme stellen. Die Tierparks Ströhen und Thüle halten z.B. schon sehr lange welche, beide ohne einsehbare Innenanlagen (wobei es sich ohnehin um ausgesprochene "Sommerparks" handelt). Thüle ist ohnehin einen Besuch wert, wenn man sehen will, wie man mit einfachen Mitteln und einem Hamm in der "Sortierung" nicht unähnlichen Tierbestand einen sehr ansehnlichen "kleinen" Tierpark (der Fläche nach ist es ein großer) erstellen kann!
    (30.12.2006)
    Jana:   @Okapi Die europäische Zuchtbuch ist in Zoo Ostrava geführt. Und ich würde den Gewicht von ausgewachsenen Flusspferd auf ehe 2 Tonnen schätzen, mehr nicht.

    @Zoochitect Ich finde die Zwergpflusspferde für einen kleineren Zoopark sehr passend, die Tiere sind leicht zu bekommen und sind nicht platzintensiv. Das einzige kospielige ist ein warme Haus, aber wenn man es für Besucher nicht einsehbar macht, kann man drin auf "naturnahe" Gestaltung verzichten und viel Geld sparen. Für Begrenzung von Aussengehege kann man zB die ausgemusterte Eisenbahn-Schwellen nutzen, die lassen sich dann mit Grünhecke gut tarnen. Bei den Einzelgänger kann man vorher nie wissen, ob sie sich vertragen, somit sind Einzelboxen notwendig, oder könnte man vielleicht nur 1 Tier halten. Im EEP herscht grosse Weibchenüberschuss (es sind etwa 2mal so viel Weibchen geboren in Zoos als Mänchen), also wäre dass kein Problem für den Koordinator, glaube ich mindestens.
    (30.12.2006)
    Marco:   Zum Thema leichte Flusspferdzucht: Das letzte Jungtier in Köln wuchs heran, obwohl die Mutter Jenny über ein halbes Jahr lang während der Schwangerschaft die Pille bekommen hat! Also auch hormonell scheinen Flusspferde eher unkompliziert zu sein. Die Geburt kam dann auch entsprechend überraschend und unerwartet.

    Was mich noch interessiert: Einige Forennutzer können hier Namen, Geburtsdaten etc. von diversen Flusspferden nennen. Gibt es dazu irgendwo eine Datenbank (wie für Elefanten), oder habt ihr das privat zusammengetragen?
    (30.12.2006)
    Okapi:   Vielen lieben Dank Carsten.
    Genauso wie Zoochiteht schreibe ich auch eine Arbeit, allerdings Zulassungsarbeit und hoffe auch nicht all zu sehr zu nerven. Die Fragen werden wahrscheinlich noch mehr werden.
    Hoffe es kann mir noch jemand Infos über Verbleib und Ankunft der Zwergflusspferde in München geben.Danke.
    (30.12.2006)
    Carsten:   @Okapi: Kati ist im Zoo Katowice als Himba geboren, von dort ging sie am 20. 04. 1977 nach Nürnberg und ging am 04. 08. 1997 in den Berliner Zoo.
    (30.12.2006)
    Carsten:   @ Zoochiteht: Das nervt nicht, die Diplomarbeit ist spannend und ich denke für das Forum fällt dabei auch was ab.
    Zwergflußpferde sind etwas schwieriger zu halten, da sie von Natur aus Einzelgänger sind und eine entsprechende Unterbringung mit Einzelgehegen vorhanden sein muß.
    Wenn Zwergflußperde sich riechen können, ist die Nachzucht recht einfach und sie können als Familiengruppe gehalten werden. Manche vertragen sich aber auch nicht, z. B. in Krefeld, wo zwischen den alten Tieren nur "Ehekrach" herrschte und an ein Zusammenlassen nicht zu denken war und es dementsprechend keinen Nachwuchs gab. Ans Gehege selber stellen sie keine allzugroßen Ansprüche, da sie nicht so wassergebunden wie das Großflußpferd sind. Schatten und ein Wasserbecken reichen völlig. Schön wäre natürlich ein Unterwassereinblick in selbiges, treibt aber die Kosten vermutlich hoch und verlangt eine leistungsfähige Filtertechnik.
    Für Zwergflußpferde gibt es ein internationales Zuchtbuch, welches vom Zoo Basel geführt wird, vielleicht da einfach mal unverbindlich anfragen, wie die Chancen auf Zwergflußpferde stehen.
    Als Flußpferdfan würde ich es sehr begrüßen, wenn in meiner näheren Umgebung ein weiterer Halter dazu käme, allerdings wären mir die großen Flußpferde noch lieber, vielleicht können die Planungen da noch entsprechend geändert werden, g, oder sprengt das raum- und geldmäßig den Rahmen?
    Evtl. könnte man nur ein oder zwei Bullen halten, welche dann zur Inzuchtvermeidung häufiger mit anderen Zoos getauscht werden, weiß aber nicht, ob eine solche Idee realistisch ist.
    (30.12.2006)
    Okapi:   Manchmal sieht man den Wald vor lauter bäumen nicht. Entschuldigung.
    Wann kam Kati in den Nürnberger Tiergarten und von wo? Oder wurde sie dort geboren? Heute lebt sie im Berliner Zoo.
    Und dann noch eine Frage: Ab wann hielt der Münchner Tiergarten Zwergflusspferde? Habe nur gefunden, dass 1979 schon 4 Individuen dort lebten. Dort hielt man sie bis 1992. Was geschah dann mit ihnen? Wohin wurden sie und warum abgegeben?
    (30.12.2006)
    Carsten:   @ Okapi: Ein fast fünf Tonnen Flußpferd hab ich selbst im Zoo noch nicht gesehen, ich befürchte, da müßte es völlig überfüttert sein und die Zoos müßten ihre Gehege umbauen, da es sonst nicht mehr durch die Türen passt, falls es überhaupt noch laufen kann. Ich denke, ein Gewicht so um die 3 Tonnen dürfte realistisch sein.
    Flußpferdzucht ist einfach. In Gelsenkirchen brauchte man früher Rosl und Ernie nur zusammenlassen, und konnte 8 Monate später mit Nachwuchs rechnen. Viele Flußpferddamen, werden auf die Pille gesetzt, da der Nachwuchs, besonders männlicher, schwer loszuwerden ist, z. B. ist in Köln immer noch der Sohn in der Gruppe.
    Mit den 2-3 Tieren stimmt zum Glück nicht mehr so, in früheren Zeiten war das so üblich, siehe z. B. die Haltung im Zoo Frankfurt, wo noch ein altes Gehege ist. Bei Neubauten in jüngeren Jahren werden die Gehege aber für mehr Tiere ausgelegt, so habe ich z. B. in Berlin 4, Köln 4 (allerdings im alten Gehege) in Hannover 5, in Gelsenkirchen 5 und in Emmen, NL, sogar über 10 Flußpferde gesehen. Auch der Neubau in Köln (2008) ist für mehr Tiere geplant.
    Die 48 kmh/h werden auf der Flucht oder in Panik erzielt, ansonsten geht es etwas gemütlicher zu.
    Seit 2006 steht das Flußpferd auf der Roten Liste der IUCN, zum einen gibt es eine Menge Fleisch, zum anderen sind die Hauer (Elfenbein) begehrt. In manchen Lebensräumen nehmen die Flußpferdpopulationen erschreckend ab, nördlich der Sahara ist es komplett ausgerottet, weswegen eigentlich auch der Name Nilpferd verschwinden könnte.
    Ein weltweites Zuchtbuch für Flußpferde gibt es nicht, daß amerikanische wird vom Zoo Columbus (nicht ganz sicher, bin nicht zuhause und kann nicht nachsehen) und daß europäische (seit diesem Jahr) führt ein Zoo in Tschechien, welcher ist mir entfallen, entweder können Michael oder Jana hier aushelfen. oder ich muß zuhause nachsehen.
    Wenn ich jetzt hier alle Tierparks, welcher keine Flußpferde hält, aufführen wollte, erschlägt mich der H. Schüling wegen Überfüllung in der Datenbank. Einfach mal den Thread lesen, da stehen viele Halter drin und Du kannst den Umkehrschluß ziehen, oder Du guckst auf www.hipposworld.de, allerdings ist die Seite noch im Aufbau, so daß dort nicht alle Halter aufgeführt sind.
    (30.12.2006)
    Zoochitect:   Mich würde persönlich interessieren, ob z.B. Zwergflußpferde schwierige Pfleglinge sind, bzw. ob die Nachzuchten häufig genug vorkommen, dass man auch als kleinerer Park an solche Tiere herankommt. (Grund ist natürlich wieder meine Dipl.Arbeit *nerv* :-))
    (30.12.2006)
    Oliver Jahn:   Ich habe mal den Beitrag umsortiert und hoffe, dieser Thread ist aussagekräftig genug. Mit 512 Beiträgen gehört er hier im Forum mit zu den Giganten!
    (30.12.2006)
    Okapi:   Da ich noch keinen Flusspferde Thread gefunden habe, fühle ich mich mal so frei und eröffne hier einen.
    Die bis zu 4800 kg schweren Flusspferde gehören bekanntermaßen zu den Paarhufern.
    Ich habe im "Zooführer Säugetiere" gelesen, das die Nachzucht dieser Tiere so gut funktioniert, dass es bereits zu "Absatzschwierigkeiten" kam. Da kein Zoo mehr als 2 maximal 3 Tiere aufnehmen kann.
    In freier Wildbahn sind diese schwerfelligen Tiere, die bis zu 48 km/h schnell sein können, teilweise ausgerottet.
    Zählen Flusspferde zu den gefährdeten Arten? Wer hat das Zuchtbuch? Welcher Tiergarten hält keine Flusspferde?

    (30.12.2006)
    Michael Mettler:   @Niedersachse: Nein, sie war nie woanders. Da die zweite erwachsene Kuh Olga 1962 starb, war auch genug Platz, um Tana zu behalten. Sie hatte in Leipzig schon zwei Kälber (von ihrem Vater), die aber beide noch am Tag ihrer Geburt starben. Vermutlich hat man Tana deswegen abgegeben und nach Frischblut Ausschau gehalten.
    (29.12.2006)
    Niedersachse:   Dann war Tana ja ganz schön lange noch in Leipzig, oder war sie auch noch woanders?
    (29.12.2006)
    Michael Mettler:   @Niedersachse: Tana war das 25. in Leipzig geborene Flusspferd, davon das 10. aufgezogene. Geboren 25.8.1960, Eltern Schwabbel und Grete. Seit dem 18.5.1971 in Kronberg.
    (28.12.2006)
    Niedersachse:   Tana eine Leipzigerin?? Kannst jemand noch bissen was dazu sagen??
    (28.12.2006)
    Michael Mettler:   Und sie ist seit dem Tod der Berliner Kuh Bulette vor einem Jahr die letzte Überlebende der alten Leipziger Zuchtlinie.
    (28.12.2006)
    Niedersachse:   Okay, dann zählen wir Tana einfach ZU den ältesten ihrer Art.
    (28.12.2006)
    Marco:   Zoopresseschau vom 8. Juni 2006: Tanjas 46. Geburtstag.
    (28.12.2006)
    Marco:   @Michael Mettler: Ist Tanja nicht kürzlich gestorben? Oder hatte sie nur Geburtstag? Sie war jedenfalls in der Presse.
    (28.12.2006)
    Michael Mettler:   @Niedersachse: Tana ist Jahrgang 1960 und somit zwei Jahre jünger als die Gelsenkirchener Rosl. Wenn sie noch leben sollte, ist Hippa in Sofia noch älter, denn sie traf bereits im April 1958 in Gelsenkirchen ein. Auch Tanja in Amsterdam ist älter als Tana, wenn auch nur um zwei Monate. Und möglicherweise gibt es auch im Osten und Süden Europas noch sehr alte Flusspferde.
    (28.12.2006)
    Niedersachse:   Die Kuh "Tana" ist aber auch schon sehr alt und gilt als ältestes Flußpferd in Europa
    (28.12.2006)
    Michael Mettler:   In Kronberg besteht allerdings auch die für Hippos eher ungewöhnliche Situation, dass Bulle und Kuh ständig getrennt gehalten werden, weil sie sich nicht bzw. nicht ausreichend vertragen. Meines Wissens wurde das zweite Außenbecken/-gehege nachträglich an das seit den 50er Jahren bestehende angebaut.
    (28.12.2006)
    Carsten:   In Kronberg war ich auch schon ewig nicht mehr, aber wenn ich das recht in Erinnerung habe, sind da zwei Aussenbecken und eine Art Schuppen für die Tiere, allerdings in einer Größe daß man sich fragt, ob zwei Flussis reinpassen.
    (28.12.2006)
    Marco:   Ja, Gelsenkirchen hat diese Möglichkeiten. Aus Kronberg blieb mir nur ein kleines Flusspferdaußenbecken (und kein Haus) in Erinnerung, dort war ich aber ewig nicht mehr.
    Im Plan für das Kölner Projekt war übrigens auch nur je ein (Flusspferd-)Becken (innen / außen) zu sehen - weiß jemand genaueres?
    (28.12.2006)
    Carsten:   Gibt es eigentlich Zoos, welche mindestens zwei wirklich komplette Gehege haben, ich meine also zwei getrennte Außenbecken, Innenbecken sowie Innen- und Aussengehege zweimal.

    Spontan würde mir da nur der ZOOM einfallen, wo diese Gegebenheiten sind, da das Innenbecken teilbar ist.
    Und evtl. noch Kronberg, falls mein Wissensstand richtig ist, daß die Flußpferde ganzjährig draußen gehalten werden.
    (28.12.2006)
    Marco:   ...und dass es Ärger zwischen Albert und Kavango geben müsste, wird schon seit Jahren erwartet. Albert hat gelegentlich seine "5 Minuten", in denen Kavango besser in Deckung geht, ansonsten geht es aber (noch).
    Auch wenn sich Flusspferde erfahrungsgemäß mit den einfachsten Gehegen zufrieden geben, zeigen solche Situationen doch die Grenzen der "einfachen Flusspferdhaltung" auf. Meiner Meinung nach sind auch für Flusspferde separate Bullengehege / vollwertige Zweitgehege notwendig.
    (28.12.2006)
    Marco:   Für Kavango gab es schon diverse Kontakte, die sich aber alle zerschlagen haben. Es ist wohl schon länger ein Tierhändler mit der Vermittlung betraut (erfolglos).

    Für die afrikanische Flusslandschaft (= Flußpferd-Kroko-Sitatunga-Vogel-Haus) sind 1,4/5 Flusspferde vorgesehen.
    (28.12.2006)
    Michael Mettler:   Ich habe irgendwo gelesen, dass Kavango eigentlich längst im Zoo von Algier leben sollte - ich glaube, es war ein Online-Artikel einer NRW-Zeitung. Weiß jemand, warum es (noch) nicht dazu kam?
    (28.12.2006)
    Carsten:   Der Beitrag @Niedersachse ist natürlich von mir, war ich mit den Gedanken schon woanders.

    Kavango müßte eigentlich auch irgendwann abgegeben werden, ansonsten gibt es Ärger mit Papa... Oder die Bullen müssen getrennt gehalten werden, was in der jetzigen Anlage im Winter nur mit Schichtbetrieb im Badebecken geht bzw. im Sommer im Schichtbetrieb im Aussengehege
    (27.12.2006)
    Michael Mettler:   Na, ich möchte nicht wissen, wie die Verwandtschaftsverhältnisse in manchem Hirschrudel und auf manchem Affenfelsen aussehen....

    Ich weiß leider nichts über die Kölner Planspiele, aber wenn die Gruppe aus sich heraus anwachsen soll und man Inzucht vermeiden will, müssten Alberts künftige Töchter konsequent "auf Pille" gesetzt werden. Ist also nicht mal unwahrscheinlich, denn es müsste ja ohnehin Geburtenkontrolle durchgeführt werden.
    (27.12.2006)
    Frank-Walter Büschner:   @Michael Mettler: Na das nenn ich doch mal verwirrung.Ist ja schon bemerkenswert...soviel zum Thema Flaschenhals, oder wie nanntest du das noch gleich?! Na jedenfalls, scheint keines der Tiere irgendeinen Schaden zu haben.Weißt du oder jmd anders vllt. ob bei dem geplanten Flußpferdhaus in Köln "frischblut" kommen soll, oder sich die gruppe von selbst in köln erweitern soll?!
    (27.12.2006)
    Michael Mettler:   @Frank-Walter Büschner: Ja, und da kann ich noch eins draufsetzen. Jennys Wiener Mutter Atbara war selbst schon eine Tochter des noch immer dort lebenden Bullen Ali. Ali ist also für Afro-Aurora gleichzeitig Vater, Großvater und Urgroßvater. Und um das Ganze noch verrückter zu machen: Da Atbara, Jenny und Afro-Aurora trotz Generationenfolge eigentlich Schwestern sind, ist Afro also gleichzeitig die Tante ihrer eigenen Mutter :-)

    Ob Albert in irgendeiner Weise mit der Wiener Zucht verwandt ist, konnte ich nicht klären, da die Wiener Stammeltern Ali und Abei aus dem Tierhandel bezogen wurden und ihre Abstammung unbekannt ist. Theoretisch könnte natürlich eine Verbindung zur Budapester Zucht bestehen, aus der Alberts Großeltern väterlicherseits stammten - obwohl sein Großvater auch ein gebürtiger Karlsruher gewesen sein könnte, da widersprechen sich die Informationen...
    (27.12.2006)
    @Niedersachse:   Mit den Eltern hast Du recht, geboren ist Albert am 28. 08. 1993 in Leipzig und in Köln lebt er seit dem 14. 04. 1997. In Kürze können diese Infos auch über meine Website www.hipposworld.de abgerufen werden, ich hoffe, heute noch die Fehler zu beseitigen und dann beginne ich mit der Dateneingabe.
    (27.12.2006)
    Niedersachse:   @Carsten: weißt du noch bisschen was über Albert, wann er geboren worden ist und wann er nach Köln kam. Eltern müssten ja eigentl Zdenek und Brandy sein
    (27.12.2006)
    Frank-Walter Büschner:   Danke Carsten, aber verstehe ich das richtig, das also Jenny und Afro den selben Vater haben, allerdings Afro die Tochter & die Schwester von Jenny ist?!
    (27.12.2006)
    Carsten:   @Frank-Walter Büschner: In Köln leben derzeit 4 Flußpferde, Albert aus Leipzig, Jenny aus Wien mit ihrer Tochter Afro, welche auch von Jennys Vater gezeugt wurde und Kavango, der Sohn von Albert und Jenny.
    (27.12.2006)
    Frank-Walter Büschner:   @Michael Mettler udn alle anderen die das wissen: Wie viele Hippos leben in Köln, und in welcher Verwandtschaft stehen sie zueinander?!
    (27.12.2006)
    Roland Schneider, Dresden:   Frage an Michael Mettler
    Könntest Du mir die ganzen Daten der
    Dresdener Nilpferdzucht mitteilen die dir vom Dresdener Zoo übermittelt wurden?
    (17.12.2006)
    ZooFanKarlsruhe:   Ein herzliches Dankeschön an euch beide :-)
    (15.12.2006)
    Michael Mettler:   @ZooFanKarlsruhe & Langhals: Ich bestätige hiermit :-)
    Die nach Platsch folgenden Jungtiere wurden übrigens Plums und Plitsch getauft.... Plitsch, eine Kuh, könnte noch in Barcelona leben (1994 dorthin abgegeben). Plums ging an Ruhe und von dort an einen belgischen Händler. Boni/Max war dann das vierte Kalb von Maikel und Petra, und Kiboko das fünfte und momentan letzte (im Januar nach Thailand abgegeben).
    (14.12.2006)
    Langhals:   "Platsch" ist 1986 in Frankfurt geboren, seine Eltern heißen Maikel und Petra. Ich bin zwar nicht Michael Mettler, aber er wird die Angaben sicher bestätigen können.Ich habe noch einige Baby-Fotos von Platsch, weil er das erste Flußpferdbaby nach einer 11 jährigen Zuchtpause war und deshalb in Frankfurt groß gefeiert wurde. Seine nachfolgenden Geschwister dann nicht mehr, da war es dann vorbei mit der Euphorie. Platsch's Bruder Boni " ( Max )lebt in Kronberg.
    (14.12.2006)
    ZooFanKarlsruhe:   Frage an Michael Mettler:

    Ist der Frankfurter Flusspferdbulle "Maikel" der Vater des Karlsruher Bullen "Platsch" und wie heisst die Mutter von "Platsch" ?
    (14.12.2006)
    Langhals:   Habe heute den neuen "Zoofreund" aus Hannover bekommen, mit Michael Mettlers Hannoveraner Flußpferd-Chronik ! Respekt, mit Abstand der beste Artikel des Heftes ! Sehr interessant zu lesen, man macht sich als Zoobesucher gar keine Gedanken über den Stammbaum solcher Tiere ! Leider ist der zweite Teil des Rundbau-Artikels auf das nächste Heft verschoben worden und der Rest des Heftes hat mich nicht umgehauen.
    (08.12.2006)
    Jana:   Wüsste hier jemand zufällig, wie sieht es jetzt mit Flusspferden in Zoo Lahore (Pakistan)? Die junge Kuh Adelka aus Ostrava war nach Lahore geschickt, und die hatten (das hab ich glaube vorher irgentwo gelesen) schon einen älteren Bullen. Gibts da mehrere Tieren? Und wie alt ist deren Bulle?
    (02.12.2006)
    Michael Mettler:   @Carsten: Macht ja nix. Bleibt trotzdem die Frage, warum ein für Flusspferd-Verhältnisse relativ junges Tier auf einen erfahrenen Pfleger einen "sehr alten" Eindruck machen kann.
    (12.11.2006)
    Carsten:   @Michael: Ups, hätte ich lieber mal nachsehen sollen vorher und nicht aus dem Kopf antworten...
    (12.11.2006)
    Michael Mettler:   @Carsten, als Antwort auf die Frage nach den Flusspferden in Sofia im Elefantenbullen-Thread: Dass der alte Züricher Bulle nicht mehr lebt (gestorben 1997), entnahm ich deiner Datensammlung... Und der Bulle Norman aus Warschau ist/war sogar noch einen Jahrgang jünger als Zura. Aber auch ich habe keine aktuelleren Infos über die dortigen Hippos. Mit den "deutschen" habe ich noch immer Arbeit genug :-)
    (12.11.2006)
    Michael Mettler:   Da fällt mir ein: Ist eigentlich der Kölner Jungbulle Kavango noch "im Lande", oder hat der Zoo inzwischen einen Abnehmer gefunden? In einem Online-Artikel fand ich beschrieben, dass sein Vater ihn schon ziemlich scheel angucken soll...
    (09.11.2006)
    Michael Mettler:   @cajun: Wundert mich nicht. Wenn da jedes Hippo zwei bis drei Namen bekommt, ist das auch eine teure Angelegenheit.... :-)
    (09.11.2006)
    cajun:   @Michael Mettler: 1,0 von 2003 in Schönbrunn noch vorhanden. Letzte Woche dort besucht :-)
    Übrigens fielen mir auch keine Namensschilder am Gehege auf.
    (09.11.2006)
    Michael Mettler:   Zur Klärung, da ich mich missverständlich ausgedrückt habe: Die 2,0 Wiener Jungtiere von 1998 waren KEINE Zwillinge. Das "möglicherweise" bezieht sich darauf, dass einer der Jungbullen im März geboren wurde und mir seine Mutter bekannt ist, während ich vom zweiten nur den Jahrgang weiß und zu dieser Zeit zwei fortpflanzungsfähige Kühe in Wien gehalten wurden. Bei einer Tragzeit von acht Monaten wäre es aber auch möglich, dass beide Kälber innerhalb des selben Jahres vom selben Muttertier stammten.
    (09.11.2006)
    Michael Mettler:   Wien ist eines mehrerer Beispiele dafür, dass ein Zoo, der einen sehr guten Ruf genießt, nicht gerade zuverlässige Datensammlungen zu pflegen scheint.... Meine Quelle ist der dortige, sehr hilfsbereite und engagierte Archivar. Selbst aus neuerer Zeit kommen aber kurioserweise noch immer Ergänzungen zu Tage!

    Daher ohne Gewähr, ob vollständig, die mir bisher bekannten Nachzuchten seit 1997 in Schönbrunn:
    - 1997 0,1; hieß bei den Pflegern Pupperl, wurde von einer Schulklasse auf Cilli (abgeleitet von Cäcilie) getauft und von einer Patin dann auf Afro-Aurora (solche Fälle liebe ich bei den Nachforschungen...). Lebt seit 1998 in Köln.
    - 1998 2,0 (möglicherweise von verschiedenen Müttern); 1,0 ging 1999 an den Tierhändler Bode, 1,0 2002 nach Belgrad.
    - 1999 1,0 Artus oder Attila; etwa 2002/2003 abgegeben, über den Verbleib weiß ich noch nichts.
    - 2000 1,0; nicht aufgewachsen.
    - 2003 1,0 Kimbuku oder Timbuku (je nach Quelle; selbst auf den zoobezogenen Homepages finden sich beide Varianten); müsste sich noch in Schönbrunn befinden.
    - 2005 0,1 Zuma, nicht aufgewachsen. Der Name Zuma ist angeblich im Tiergarten unbekannt, taucht aber in Presseberichten auf (bei Internetrecherche gefunden).

    (09.11.2006)
    Zoofan:   Im Tiergarten Schönbrunn hatten sie in den letzten Jahren immer wieder Jungtiere. Kann mir jemand Informationen geben , wo diese Jungtiere untergebracht wurden.
    (09.11.2006)
    Stefan Schubert:   Nachtrag zum zweiten Amsterdamer Kalb (Herman II): Laut Alfred Brehm: "Man verkaufte es später nach Nordamerika; es verunglückte jedoch beim Brande des Kristallpalastes, in dem es eine Zeitlang ausgestellt war."

    (31.10.2006)
    Michael Mettler:   In Paris scheint nach bisheriger Datenlage trotz zahlreicher Geburten bis nach dem zweiten Weltkrieg kein Flusspferd aufgewachsen zu sein.

    Das genannte Amsterdamer Paar hieß Herman und Marguetta (= Betsy) und hatte insgesamt 14 Kälber, von denen jedoch nur zwei aufgezogen wurden. Beide kamen nach England; das erste (Herman II) kam bei einer Brandkatastophe im Londoner Crystal Palace ums Leben, das zweite (Anthony) lebte - je nach Version - neun oder zehn Jahre im Londoner Zoo.

    Der Londoner Aufzuchterfolg war das dritte Kalb des Paares Obaysch und Adhela (= Dil), auch das im selben Jahr geborene zweite Kalb hatte nicht überlebt.

    Das erste "richtig erfolgreiche" Zuchtpaar lebte in Antwerpen; der Nachwuchs von Broek und Julie versorgte um die vorletzte Jahrhundertwende mehrere europäische Zoos mit Flusspferden, so Breslau, Berlin, London und Frankfurt.
    (31.10.2006)
    Stefan Schubert:   Ich habe einmal geschmöckert und möchte die Erwartungen nicht zu hoch ansetzen. Herr Brehm hat dem Behemot oder Flusspferd gewidmet, doch sind sehr blumig Myhten, Freilandbeobachtungen und Jagdgeschichten erzählt. Zum Thema Zoo fand ich in etwa folgendes: "Ich sah das erste gefangene Flusspferd, das in der Neuzeit wieder nach Europa kam, in Kairo. Es hatte sich dort so an seinen Pfleger gewöhnt, dass es ihm wie ein Hund überall nachlief und sich mit Leichtigkeit behandeln liess. Ein Gemengsel von Milch, Reis und Kleie bildete seine Nahrung; später nahm es mit frischen Pflanzenstoffen vorlieb. Man baute zur Überfahrt einen eigenen Kasten für das Tier und führte mehrere Fässer Nilwasser mit sich, um dem Flussbewohner täglich mehrere Bäder geben zu können, brachte ihn auch glücklich nach London. Später gelangten zwei Nilpferde nach Paris und im Jahre 1859 die ersten beiden nach Deutschland,wo sie überall umhergeführt und zur Schau gestellt wurden."
    Diese beiden Wandermenagerie-Tiere gelangten später nach Amsterdam und brachten am 16.07.1862 ein erstes Kalb zur Welt, was von der Mutter verstossen wurde und es starb trotz künstlicher Aufzuchtsversuche zwei Tage später. Erst beim vierten Kalb im August 1865 gelang die künstliche Ernährung! Erwähnt wird, das auch am 21.02.1871 in London eine erste Gebvurt erfolgte und zwar an Land. Doch trotz der Annahme des Jungtieres durch die Mutter starb es zwei Tage später an Unterernährung, doch im Folgejahr gelang auch hier die Naturaufzucht!
    (31.10.2006)
    Hannes:   Ich muss meiner Oma gleich mal vorbi fahrn und der ihr abluchsen, dann werf ich sofort mal nen Blick rein. Ich selbst hab auch nur Brems schönste Tiergeschichten.
    (29.10.2006)
    Michael Mettler:   Hat jemand zufällig alte Ausgaben von "Brehms Tierleben", in denen angeblich hie und da Informationen über Zoohaltungen bei verschiedenen Tieren zu finden waren, und könnte mal beim Flusspferd nach Infos nachschlagen? Das ist eine echte Lücke in meiner sonst gut sortierten Bibliothek, ich habe nur aus Kindertagen noch ein paar "Spätabkömmlinge" wie "Das neue Tierreich nach Brehm" usw. - aber die haben mit dem Originalwerk bis auf den Namen Brehm wohl nichts gemeinsam.

    Zum Beginn der Flusspferdhaltung in Gelsenkirchen bekam ich gerade neue Infos von dort: Bei Eröffnung des Ruhrzoos stand dort nur ein provisorisches Elefantenhaus für einen Elefanten. Dieses wurde 1950 wesentlich erweitert: Der zuletzt für die Flusspferde benutzte Innenstall (Landteil) entspricht dem Elefantenstall von 1949, also quasi der Keimzelle des Gebäudes! Im September 1950 wurde das erweiterte Haus mit den Außenanlagen für Elefanten und Flusspferde eröffnet und war zum Start gleich mit einem Flusspferdpaar besetzt. Beim Bullen kann es sich nur um Otto gehandelt haben, der zusammen mit seiner Partnerin Mimi bereits eine bewegte Geschichte hinter sich hatte: ca. 1939 in Afrika geboren, zu einem noch unbekannten Zeitpunkt zu Ruhe und nach Hannover gekommen, 1947 nach London (Reparation?), von dort nach Whipsnade und 1949 wieder zurück nach Hannover. Sein weiterer Werdegang offenbart sich nun nach neuen Infos aus Gelsenkirchen und Wuppertal: Er wurde zum Dauerreisenden, um im Westen Deutschlands allein lebende Flusspferdkühe zu beglücken! Zwei Monate nach der Ankunft der Kuh Lina in Wuppertal traf Otto dort als Leihgabe ein und blieb bis September im Zoo; dann kam er nach Gelsenkirchen. Hier muss dann eine Umbenennung in Nauke stattgefunden haben, denn in Wuppertal trug er in der Kartei noch den Namen Otto. Ob die 1950 nach Gelsenkirchen gekommene Kuh seine langjährige Partnerin Mimi war, ist noch nicht eindeutig belegbar, aber sehr wahrscheinlich - schließlich gab es nicht allzu viele verfügbare Flusspferdkühe. 1951 kam Nauke auch auf Hochzeitsreise nach Köln, wo er Vater des späteren Zuchtbullen Toni wurde. Wohl aufgrund des ähnlich klingenden Namens entstand dadurch das Gerücht, dass der Berliner Knautschke kurzzeitig in Köln gewesen sei. Naukes letzte (und sehr lebendige) Spur ist im Moment sein 1953 im Ruhrzoo geborener Sohn. Was danach aus Nauke/Otto wurde, ließ sich bis jetzt noch nicht rekonstruieren, zumal er in der Gelsenkirchener Kartei kurioserweise fehlt.

    Aus der Wuppertaler Kartei ließ sich auch der Aufenthalt eines zweiten Leihbullen bestätigen, der 1956 aus dem Circus Williams kam und 1957 nach Gelsenkirchen weitergegeben wurde. Von dort soll er über Ruhe nach Indien verkauft worden sein. Die Herkunft des Bullen liegt noch im Dunkeln, möglicherweise wurde er 1952 in München geboren und im folgenden Jahr ebenfalls kurzzeitig in Köln eingestellt, von wo aus er zum Circus kam. Da auch Münster 1954/55 ein Leih-Flusspferd vom Circus Williams gehabt haben soll, könnten sich damit die Lücken im Lebenslauf allmählich füllen. Weil aber ein Ex-Williams-Hippo 1959 nach zweiwöchigem Aufenthalt im Kölner Zoo gestorben ist, besteht die Möglichkeit, dass es ZWEI Flusspferde bei Williams gegeben hat. Diese Frage können wohl nur Circus-Archive lösen (gegoogelt habe ich schon vergeblich danach).

    Fest steht jedenfalls, dass beide Bullenaufenthalte in Wuppertal keinen Nachwuchs brachten. Lina soll übrigens vor ihrer Ankunft aus München dort von einem zweijährigen Kalb getrennt worden sein - folglich war sie bei Ankunft in Wuppertal mindestens sechs Jahre alt. Leider stimmen diese Fakten (aus den Aufzeichnungen einer zeitgenössischen Journalistin) nicht mit denen überein, die ich aus externer Quelle über die Münchener Zucht habe (der Tierpark selbst hat mir nicht geantwortet); nicht auszuschließen, dass Lina und Kalb gar nicht Hellabrunn gehörten, sondern dort nur auf Durchreise eingestellt waren.
    (28.10.2006)
    Michael Mettler:   Knapp daneben: Mit 28 belegbaren Geburten rangiert Hannover auf Platz 7 der Charts. Kann sein, dass es mehr gab, aber die Aufzeichnungen aus der Ruhe-Ära - die immerhin in der Zwischenkriegszeit begann - sind bis zum Eintreten des späteren Zoodirektors Dittrich in die Dienste der Firma (Anfang der 60er) nicht lückenlos, z.B. hinsichtlich des Verbleibs der Tiere. So tauchten z.B. bei meiner Recherche in den Karteien anderer Zoos noch Abgaben nach Hannover auf, die in der hiesigen Kartei fehlten.

    Kann sein, dass Hannover auch aus anderem Grund noch um einen Platz in der Züchterliste hochrutscht: Davor liegt nämlich mit Karlsruhe ein Zoo auf Platz 6, der mir bislang keine Daten zur Verfügung stellte - alles, was ich über Karlsruhe weiß, stammt aus externen Quellen. In der Karlsruher Chronik ist zu lesen, dass das erste Zuchtpaar bei seinem Unfalltod gerade das 25. Kalb aufzog; für den selben Zeitraum habe ich Hinweise auf 27 Kälber. Dabei sind aber "Dopplungen" durchaus möglich - nur kann ich die mangels exakterer Daten nicht entdecken. Deshalb habe ich alle 27 gewertet und die beiden mir bekannten des zweiten Zuchtpaares dazu gerechnet. Sollten tatsächlich zwei Doppler dabei sein, würden Karlsruhe und Hannover die Plätze tauschen.

    Dass 25 Kälber in Karlsruhe vom selben Paar stammten, glaube ich allerdings nicht, allenfalls vom selben Vater. Denn der Zoo behielt gleich das erste, 1958 dort geborene Jungtier weiblichen Geschlechts, und diese Kuh blieb bis 1981 in Karlsruhe. Geht man von einer Geschlechtsreife mit vier Jahren aus, hätte sie also 19 fortpflanzungsfähige Jahre in Karlsruhe verbracht. Und da der Zoo früher auf die Lukrativität seiner Flusspferdzucht hinwies, wird sie mit Sicherheit als Zuchttier ihren Beitrag zum Kindersegen geleistet haben.

    Diese Kuh lebt übrigens noch: Es ist die Gelsenkirchener Rosl, die somit im Dezember 48 Jahre alt wird. Und da ihr jüngerer Partner Ernie ebenfalls aus Karlsruhe stammt, ist Rosl entweder seine Schwester oder sogar seine Mutter.

    Neben Karlsruhe haben übrigens nur Magdeburg, Halle, Stuttgart und München nicht auf die Anfrage reagiert, auch hier verfüge ich nur über externes - wenn auch schon sehr detailliertes - Material, das im Falle Magdeburg eigentlich sogar ausreicht. Falls jemand einen heißen Tipp hat, wie man die restlichen Zoos animieren könnte: Ich nehme gern Anregungen entgegen :-)

    Im nächsten ZOOFREUND (erscheint im Dezember) gibts einen Flusspferd-Artikel von mir, darin verfolge ich den Stammbaum von Klein-Fridolin rückwärts bis zu seiner 1910/11 aus Afrika importierten Ur-Ur-Ur-Urgroßmutter Rosa im alten Hamburger Zoo.
    (25.10.2006)
    Oliver Jahn:   Hannover hätte ich aber auch unter den ersten 5 erwartet!!!
    (25.10.2006)
    Michael Mettler:   Zeit, mal wieder eine nette Zahl in den Ring zu werfen: Habe meine inzwischen sehr umfangreiche Datensammlung eben genutzt, um die Gesamtzahl der in Deutschland (in seinen heutigen Grenzen), Österreich und der Schweiz geborenen Flusspferde zu ermitteln. "Startsignal" war die deutsche Erstzucht in Berlin 1907 - wir feiern also nächstes Jahr 100 Jahre Flusspferdzucht in Deutschland! Seit diesem Datum sind im genannten Gebiet (mit nur wenigen Unklarheiten bezüglich der Stückzahl) bei 19 Haltern sage und schreibe 445 Hippos gezüchtet worden!! (Wovon allerdings ein nicht zu unterschätzender Teil nicht aufgezogen wurde, Tot- und Frühgeburten sind ebenfalls mitgezählt.)

    Spitzenreiter in der Statistik ist Berlin (56 Kälber) vor Leipzig (47), Wien (43), Köln (38) und München (34) - allein diese fünf Zoos machen also mit zusammen 218 Nachzuchten fast die Hälfte der Gesamtzahl aus.
    (25.10.2006)
    Michael Mettler:   @Jana: Nicht auszuschließen, dass Kludsky mehr als ein Flusspferd hatte. Es muss ein großer Circus gewesen sein, in dem es sogar Elefantennachzucht gegeben haben soll - mehrere Bullen wurden gehalten.

    Von Herrn Pluhacek habe ich über den Zoo Hannover die Mailadresse bekommen, will in Kürze Kontakt mit ihm aufnehmen. Bei einigen Zoos dürfte er sich darüber freuen, dass sie wegen meiner Anfrage ohnehin schon ganz tief ins Archiv gegriffen haben (z.B. Köln und Gelsenkirchen) - beste Vorarbeit für ihn...
    (22.10.2006)
    Jana:   @Michael M. Ich habe über Petr noch was - er sollte bei seiner Ankunft nach Prag nur 6-Jahren alt sein. So steht es auf eine Tafel im Elefantenhaus, wo jetzt eine Aufstellung über die Zoo-Historie zu sehen ist. Ich habe keine Ahnung, wie zuverlässig diese Info ist, aber mindestens die Leute im Zoo glauben es.

    Und noch was. Der Mann in Ostrava, der die Flusspferd-Zuchtbuch vorbereitet, heisst Herr Pluhacek, und die Buch könnte etwa nächste August fertig sein.
    (22.10.2006)
    Jana:   Hallo Michael. Schon wieder was neues, danke!

    Der Petr kam wirklich im Jahr 1933 von Cirkus Kludsky. Als damals der Cirkus seine Tiere verkaufte, kamen neben Flusspferd auch ein junge asiatische Elefantbulle Baby und Spitzmaulnashorn Max ins prager Zoo.
    (22.10.2006)
    Michael Mettler:   @Jana: Zwar wieder nur ein Verdacht, aber möglicherweise kenne ich die Herkunft des ersten Prager Flusspferdbullen Petr: 1909 kam ein männliches Flusspferd namens Hans aus Deutsch-Ostafrika in den Tiergarten Wien-Schönbrunn. Ein Jahr später folgte ein zweiter Bulle namens Peter, und danach noch weitere Flusspferde. Wegen Überfüllung des Flusspferdhauses wurde 1914 der Bulle Hans an den tschechischen Circus Kludsky verkauft. Dieser Circus wurde 1933 aufgelöst, also genau in dem Jahr, in dem Petr nach Prag kam.

    Es liegt natürlich wegen des Namens nahe zu vermuten, dass Petr mit dem zweiten Bullen Peter identisch war, aber nach den Unterlagen in Wien war es tatsächlich Hans, der abgegeben wurde. Für Peter gibt es hingegen keinen Hinweis, was aus ihm wurde.
    (21.10.2006)
    Michael Mettler:   @Jana: Noch eine Lücke weniger! Meine Vermutung hat sich bewahrheitet, jetzt habe ich es schwarz auf weiß - und zwar aus der Züricher Kartei: Heini (früher Dvur Kralove) ist tatsächlich identisch mit Etho aus Zürich. Er wurde am 21.9.1965 in Zürich geboren, wurde aber noch in Gelsenkirchen gezeugt. Am 27.6.1967 wurde er an den Händler Künzler abgegeben, das Ziel Dvur Kralove steht in der Züricher Karteikarte!

    Damit steht nun auch unwiderlegbar fest, dass Heini nach der Abgabe nach Antwerpen mit seiner eigenen Schwester (Hermien, geboren 10.10.1980 in Zürich) zusammen lebt.
    (20.10.2006)
    Jana:   @Michael M. Danke für die Neuigkeiten, langsam füllen sich die weisse Lücken.

    (19.10.2006)
    Michael Mettler:   @Jana: Viele Neuigkeiten für dich! Dank der Daten von Carsten und des Gelsenkirchener Zoos lassen sich für die tschechischen Flusspferde viele genaue Geburts- und Abgabedaten und teilweise auch der spätere Verbleib rekonstruieren.

    Ostrava:
    Dita und Ostep wurden an van den Brink verkauft, weiterer Verbleib noch unklar.
    Das Jungtier von 1979 sowie das Paar Alenka und Benda ging an den deutschen Tierhändler Müller, Krechting - weiteres Ziel noch unbekannt.
    Das Jungtier von 1987 wurde verkauft an Slotta (ebenfalls Tierhandel), kam von dort umgehend zu Ruhe in Gelsenkirchen und wurde am 29.11.1988 an eine Wildfarm in Südafrika verkauft.
    Rambo und Snehulka übernahm der belgische Händler Amosafari.
    Herr Simek, der das weibliche Kalb von 1991 und Arnold kaufte, war ein Circusbesitzer in Prag.
    Jitous landete beim Circus Alex, ebenfalls Prag.

    Dvur Kralove:
    Buchta wurde an Slotta verkauft, Dan ging an van den Brink - über beide weiß ich noch nicht mehr.
    Betty, Hilda und Cecilka wurden am 6.11.1985 an Ruhe verkauft, kamen am 8.11.1985 in Gelsenkirchen an und wurden am 19.1.1986 nach Djakarta abgeschickt (meines Wissens hat Ruhe dort einen neu eröffneten Safaripark beliefert).
    Delly kam über Slotta ebenfalls zu Ruhe nach Gelsenkirchen und ging zusammen mit dem Jungtier aus Ostrava an die schon erwähnte Wildfarm in Südafrika.
    Dita wurde zwar auch an Ruhe verkauft, landete aber wohl nicht mehr in Gelsenkirchen - da bin ich noch nicht weitergekommen.

    Prag:
    Die Zwillinge Kibo und Kivu wurden an van den Brink verkauft, weiteres Ziel noch unbekannt.
    Das Jungtier von 1983 ging an Ruhe/Gelsenkirchen und wurde am 23.5.1985 nach Tripolis verkauft.

    Und auch zu den 2,2 mysteriösen Flusspferden, die Ruhe nach Dvur Kralove geschickt haben soll, habe ich einen Verdacht: Nicht lange danach kamen nämlich ebenfalls 2,2 Hippos aus dem Safaripark Gänserndorf bei Wien (gehörte damals ebenfalls Ruhe) nach Gelsenkirchen. Bei Rückfrage in Gelsenkirchen, ob es sich zufällig um die selben Tiere gehandelt haben könnte und diese nie in Dvur Kralove angekommen seien, kam die Antwort: Gut möglich! Wenn Ruhe in Gelsenkirchen Transporte zusammenstellte, erfuhr der Zoo manchmal nur das Endziel - aber nicht, ob unterwegs Tiere an anderen Stellen ausgeladen wurden. Möglicherweise hat Ruhe also die beiden Paare nur aus Platzmangel ausgelagert und dabei einen Transport nach Dvur Kralove als "Mitfahrgelegenheit" genutzt. Immerhin war kurz vorher sein Pachtvertrag in Hannover ausgelaufen, so dass ihm der dortige Zoo als "Lager" nunmehr fehlte. Und gerade in diesen Jahren (Anfang der 70er) herrschte ein reger Flusspferd-Durchlauf bei Ruhe!
    (18.10.2006)
    Michael Mettler:   Das hannoversche Hippo-Baby hat jetzt einen offiziellen Namen. Als Pate fand sich eine Frauenzeitschrift, die einen Leserwettbewerb zur Namensfindung ausschrieb. Gewonnen hat nichts Modisch-Exotisches, der Kleine heißt ab sofort Fridolin!
    (15.10.2006)
    Carsten:   @Michael Mettler: Können wir gerne machen, am besten einfach mal eine Mail an info@hipposworld.de senden, dann hab ich die e-mail adresse und kann die Dateien mailen.
    (14.10.2006)
    Michael Mettler:   @Carsten: Da sollten wir wohl mal zusammenschmeißen - einiges davon dürfte auch für das im Entstehen begriffene European Studbook interessant sein, das in Ostrava geführt werden wird!
    (14.10.2006)
    Carsten:   @ Michael Mettler: Da kann ich nur zustimmen, die reinste Sysiphusarbeit ich hab gerade mal in meine angefangene Datenbank gesehen, 1430 Datensätze sprich Flußperde weltweit kenn ich bis jetzt, Doppelnennungen nicht ausgeschlossen, leider teilweise mit dem selben Problem, Eltern unbekannt, Abgabeort unbekannt etc. Und da es teilweise 100 Jahre zurückgeht auch geschlossene Halter, Daten verloren oder mangelnde Auskunftsbereitschaft.

    Aber Spaß macht die Sache trotzdem, vor allem wenn man mal wieder ein Steinchen findet.

    Leider hab ich da zeitlich bedingt in den letzten zwei Jahren nicht allzuviel gemacht, aber spätestens im neuen Jahr dürfte es bei mir wieder besser aussehen, dann werde ich das Sammelsorium mal durcharbeiten und eine zeitgemäße Datenbank (momentan Access97 und Excel) erstellen.
    (14.10.2006)
    Michael Mettler:   Um euch mal einen Eindruck davon zu geben, welch nette Puzzle-Arbeit das Zusammensuchen von Tierdateien ist: Wenn ich alle Flusspferde zusammenzähle, von denen ich mittlerweile weiß, dass sie irgendwann in Händen von Fa. Ruhe waren (Standorte: Alfeld, Zoo Hannover, Ruhrzoo Gelsenkirchen, Autosafari Mallorca, Autosafari San Roque/Cadiz, Safaripark Gänserndorf - Babyzoo Wingst hatte ich bisher noch nicht), dann komme ich auf derzeit 188 Tiere. Doppelnennungen nicht ausgeschlossen, da manche Tiere zwischen den Firmensitzen hin und her transferiert wurden. Dafür fehlen aber auch definitiv noch welche, denn wenn z.B. in San Roque mal ein Kalb geboren wurde, muss das logischerweise Eltern gehabt haben - und die kenne ich noch nicht (das wird auch schwierig, die rauszufinden, den Park gibts längst nicht mehr). Und da die Alfelder Kartei von Ruhe nach Auflösung der Firma im Altpapier gelandet ist, werden viele Lebensläufe ungeklärt oder Spekulation bleiben.
    (14.10.2006)
    IP66:   In Köln hat der Bulle sein letztes Jungtier ja auch getötet, weil man "vergessen" hatte, ihn vor der Geburt abzusperren. Man redet nicht gerne darüber, hatte aber das Jungtier schon der Presse vorgeführt, da es den ersten Angriff wohl - ziemlich ramponiert - überlebt hatte, dann aber doch den Verletzungen erlegen ist.
    (13.10.2006)
    Michael Mettler:   @Hannes: Animal Record Keeping System, eine Software zur Führung einer Tierkartei. Davon habe ich allerdings auch nur einen Ausdruck aufs Fax bekommen. Nur ist das inhaltlich - wie gesagt - mehr als dürftig, zumal anscheinend noch die beiden Zuchtkühe zu einem einzigen Tier verschmolzen wurden..... Bin noch auf weiterer Datensuche für Münster.


    (12.10.2006)
    Hannes:   Michael, was ist ARKS?
    Wenn du die Münster Daten auf dem PC hast, kannste mir die auch wohl zukommen lassen?
    (12.10.2006)
    Dirk K:   Okaaaaay, also wurden der Bulle mit Weibchen und Sohn in einem Gehege zusammengehalten?
    (12.10.2006)
    Frankfurter:   @Dirk K.
    Du kannst mir ruhig glauben, ich arbeite in Frankfurt. Noch'n Tipp: Nicht immer alles glauben, was im Fernsehen oder in der Presse gesagt wird, okay ?
    (12.10.2006)
    Dirk K:   @ Frankfurter: Also wurde in einer Sendung im SWR vor einigen Monaten gelogen bezüglich Maikel? Versteh ich jetzt nicht.
    (11.10.2006)
    Michael Mettler:   Münster hat sich seinerzeit beim Wechsel von Karteikarten auf Computer anscheinend auch gleich von seiner Vergangenheit getrennt - jedenfalls sind die Karten unauffindbar, und ARKS gibt nur noch zwei Flusspferde her (obwohl der Taxon Report das Startdatum 1.1.1900 trägt...). Die übrigen müssen wohl verdunstet sein, denn es gab zu Zeiten des Allwetterzoos immerhin 1,2 Zuchttiere und 5 Kälber. Auch in den erst ab 1980 erschienenen Jahresberichten finden sich zwar noch zwei Geburten, aber außer dem letzten Paar (den beiden oben genannten Tieren) keinerlei Abgaben oder Verluste. Komisch, wie leicht man doch Flusspferde übersehen kann....

    Als "Ausgleich" schickte mir der Zoos noch ein paar Kopien von damaligen Pressemitteilungen mit, aus denen man die eine oder andere Info zu Geburtsdaten und Elternschaften entnehmen kann. Na, immerhin. Mal sehen, ob ich aus anderen Quellen noch Informationen über die Münsteraner Hippos auftreiben kann.

    Ist ja schön, wenn sich ein Zoo intensiv um den Artenschutz in situ bemüht, aber seine "Hausaufgaben" sollte er dabei eigentlich nicht vergessen. Wenn das mit den Flusspferden repräsentativ für die Karteiführung sein sollte, dann freuen sich sämtliche Datensammler neu einzurichtender Zuchtbücher bestimmt über die Ergebnisse ihrer Anfragen...
    (11.10.2006)
    Frankfurter:   Maikel hat noch nie eines seiner Kälber angegriffen, auch das letzte Kalb Kiboko nicht. Er wurde einfach aus Platzgründen nach Hannover geschickt. Natürlich hätte man ihn mit zunehmendem Alter des Jungbullen nicht mit diesem zusammenhalten können, deswegen blieb Maikel solange in Hannover, bis Kiboko nach Thailand abgegeben wurde. Aber solange die Bullkälber klein sind, ist es überhaupt kein Problem, Maikel mit seinen Babies zusammenzulassen. Gefährlich wird es für Flußpferdkälber, wenn die Mutter wieder hitzig ist und der Bulle decken will und ihm das Kalb dabei im Weg ist.
    (11.10.2006)
    Stefan:   @Dirk K:
    Jetzt fällt mir der Titel wieder ein: Die Hippos von Mzima, gelaufen im ZDF November 2005. Anbei der Link für Interessierte, war wirklich eine klasse Sendung, die absolut wiederholenswert wäre...
    http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/18/0,1872,2025714,00.html

    (11.10.2006)
    Michael Mettler:   Es gab auch in Zoos Fälle, wo Jungtiere von Artgenossen angegriffen und getötet wurden. Und zwar sowohl durch Bullen (z.B. in Kronberg) als auch durch andere Kühe (z.B. in Rotterdam). In weiteren Fällen konnten Kälber gerade noch gerettet werden.
    (11.10.2006)
    Stefan:   @Dirk K: Leider weiß ich nichts über die Frankfurter Geschichte, allerdings gab es vor ca. 2 oder drei Jahren in ARD (oder ZDF) eine interessante Flusspferd-Doku mit erschreckend-beeindruckenden Bildern zum Thema: Eine Flusspferdkuh hatte sich zur Geburt von ihrer Herde in den Mzima-Quellen abgesondert und wollte den Nachwuchs nach der üblichen Karenzzeit mit in die Herde integrieren. Fatal für das Jungtier: Der Leitbulle griff das ahnungslose Baby ohne Vorwarnung an, biss mehrfach zu und schleuderte es in hohem Bogen durch die Quellen. Da diese durch ihr kristallklares Wasser dem Filmteam ungehinderte Sicht ermöglichten, entstanden schaurig intensive Aufnahmen. Bedauerlicherweise ist mir der Titel dieser Doku entfallen.
    (11.10.2006)
    Dirk K:   Kleine Zwischenfrage: In Frankfurt konnte man den Bullen Maikel nicht mit dem Weibchen und Jungtier zusammenführen, da der Bulle das Jungtier wohl vorsätzlich angegriffen hat. Ich wusste zwar, das Flusspferdbullen ziemlich rücksichtslos agieren können, aber nicht unbedingt aus Absicht Jungtiere gefährden. Weiß jemand was über die Story?
    (11.10.2006)
    Jana:   @Michael M. Ich fürchte ich werde nicht herausfinden, was mit diesen 4 Flusspferden geschah, aber ich werde es versuchen.
    Ich vermute aber, sie waren gleich weiter verkauft, 2 Paaren sehen als Bestellung von 2 Zoos, die mit Zucht anfangen wollen. Auch grosse Teil der Afrika-Importen war nach einem Angewöhnungszeit verkauft, zB gerade im Jahr 1972 gingen 4 Elefantenkühe nach Poland, für mindestens 2 davon war es aber nicht die Ziel-Adresse, sie gingen weiter (warscheinlich irgentwo nach Sovietunion).
    (11.10.2006)
    Michael Mettler:   Also müsste das Haus mitsamt Flusspferdanlage zwischen 1949 und 1951 entstanden sein. Wenn 1950 das erste Flusspferd eintraf, dürfte das ja wohl das Eröffnungsjahr des Hauses gewesen sein - schließlich eröffnete man damals bestimmt keine Flusspferdanlage ohne Besatz, wenn ein Tierhändler den Zoo betrieb.

    @Jana: Ich habe schon wieder etwas Neues, was dich interessieren dürfte - und mich natürlich auch, nämlich was daraus wurde. Laut Gelsenkirchener Kartei schickte Ruhe am 15.5.1972 und am 15.12.1972 jeweils 1,1 Flusspferde nach Dvur Kralove. Da es nach deinen Angaben dort schon 1,2 erwachsene Tiere gab, halte ich es für möglich, dass die beiden zusätzlichen Paare nur Zwischenstation in Dvur Kralove machten und von dort aus an andere Zoos gingen. Kannst du darüber etwas herausbekommen?
    (09.10.2006)
    Mulan:   Ich habe den Zooführer Gelsenkirchen von ca. 1951, das Titelbild zeigt aber 2 Tukane ( Swainson-Tukan und Cuvier-Tukan )Das Dickhäuterhaus ist im Plan eingezeichnet und der Text erwähnt Elefanten, Flußpferde und Zwergflußpferde.
    (09.10.2006)
    Jana:   @Michael M. Ich habe leider bisher keine Bilder von Zulu und Zaira vom Zeit kurz nach deren Ankunft nach Prag gesehen. Übrigens - danke für die neue Daten über Honza.
    (09.10.2006)
    Michael Mettler:   @Saya: So viel zum Thema Zuchtplanung.
    (09.10.2006)
    Saya:   Poupouille ist in Emmen leider an Verletzungen (verursacht durch die Kühe) verstorben.
    (09.10.2006)
    Michael Mettler:   Habe mal in meinen ältesten Ruhrzoo-Zooführer (Titelmotiv Löwenfoto, s/w)geschaut, der im Eröffnungsjahr 1949 erschienen sein müsste. Darin gab es noch keinerlei Hinweis auf eine zukünftige Flusspferdhaltung. Im Plan ist unter "Elefant" (im Gegensatz zu anderen Tieren wohlgemerkt in Einzahl!) ein Haus mit einem Außengehege an der späteren Flusspferd-Seite eingezeichnet. Mein zweitältester Zooführer (Titelmotiv gezeichnete Giraffe), erschienen ca. 1953, enthält allerdings schon das Elefanten-Flusspferde-Haus. Dazwischen, ca. 1951, soll ein weiterer Zooführer (Titelmotiv Tukan) erschienen sein, den ich jedoch nicht in der Sammlung habe. Vielleicht liest dies ein anderer Sammler, der ihn hat, und kann mal reinschauen??

    Emmen hat übrigens inzwischen den angekündigten Zuchtbullen namens Poupouille aus Paris erhalten, der im Noorder Dierenpark die Kühe decken und später mit zwei von ihnen nach Kopenhagen umziehen soll.
    (09.10.2006)
    Michael Mettler:   @Carsten: Hm. Laut Ruhrzoo-Kartei traf das erste Flusspferd (eine Kuh) 1950 in Gelsenkirchen ein und lebte bis April 1954 im Ruhrzoo, wo es am 3. Juli 1953 ein männliches Kalb bekam, das bis Juni 1954 im Ruhrzoo blieb. Beide Flusspferde kamen dann nach Hannover, wo sich (bislang) ihre Spur verliert. Dafür kamen Anfang Juni 1954 1,2 Wildfänge aus Hannover in den Ruhrzoo, von denen eine Kuh im Mai 1955 nach Hannover zurückkehrte und das übrige Paar im September 1955 in die USA verfrachtet wurde.

    Es muss also bereits vor 1955 im Ruhrzoo eine Unterkunft für Flusspferde gegeben haben, wenn es auch vielleicht nicht das bis vor kurzem genutzte Gehege im/am Elefantenhaus war (oder erst nur ein Innenbecken?). Und diese Unterkunft muss die Haltung eines erwachsenen Tieres ermöglicht haben.

    Die fünf genannten Flusspferde haben in der Ruhrzoo-Kartei die laufenden Nummern 1 bis 5 - da ist also keine Lücke, in die der Vater des Gelsenkirchener Kalbes bzw. der genannte Bulle Nauke passen würde.

    Andererseits gibt es eine Information, nach der ein im Juni 1950 in Wuppertal eingetroffener Bulle (der in der Wuppertaler Zoo-Chronik nicht verzeichnet ist) im September 1950 nach Gelsenkirchen kam. In der dortigen Kartei taucht er allerdings nicht auf, und über seine Herkunft und sein weiteres Leben weiß ich bisher auch nichts. Zeitlich würde das zu Nauke passen. Hatte Ruhe möglicherweise einen geschlechtsreifen Bullen, der in NRW auf Rundreise zum Decken "mannsloser" Kühe geschickt wurde? Davon gab es 1950 immerhin je eine in Wuppertal, Köln und Gelsenkirchen. Sollte Nauke wirklich der Vater des Kölner Bullen Toni sein, müsste er bei seinem Kölner Aufenthalt mindestens vier Jahre alt gewesen sein, also Jahrgang 1947 oder früher.

    Die Gelsenkirchener und Kölner Zeitschriften habe ich auf meiner Suche ebenfalls durchgewühlt, allerdings fehlen mir ein Heft der Ersteren und die ersten vier Jahrgänge der Letzteren. Da bin ich nirgends auf diesen Hinweis gestoßen (wobei ich eine Kurzbemerkung natürlich auch schlichtweg überlesen haben kann).

    Nach 55 Jahren ist es leider auch sehr unwahrscheinlich, per Zufall einen Zeitzeugen zu finden...
    (09.10.2006)
    Carsten:   @Michael Mettler: Wenn ich mich richtig erinner, gab es 1951 noch kein Flußpferdgehege in GE, dürfte erst so um 1955 gebaut worden sein. Spricht also eher für einen Ruhe Durchgang. Ich hab leider im Moment nur eine Tabelle, wo ich alle Daten, welche ich irgendwo gefunden habe, eingetragen hab, unordentlicherweise ohne Quellenangaben, und da steht der Bulle Nauke drin. Ich vermute, die Angabe kommt entweder aus einer Gelsenkirchener oder Kölner Zoozeitung. Da ich erst kürzlich umgezogen bin, hab ich auch noch nicht wieder alle Unterlagen ordentlich sortiert, schäm. Wenn ich mit meiner Wohnung fertig bin und beruflich ein bißchen weniger Streß habe, muß ich das alles noch mal sichten und möchte dann auch eine Website über Flußpferde machen, wo diese Daten präsentiert werden.
    (08.10.2006)
    Michael Mettler:   @Carsten: Das müsste dann also der Vater des späteren Zuchtbullen Toni gewesen sein, der im Juni 1952 geboren wurde? Interessant. Gibt es darüber noch mehr Informationen?

    In Gelsenkirchen gab es laut dortiger Kartei zu dieser Zeit keinen Bullen, aber 1953 ebenfalls eine "vaterlose" Geburt. Scheint also, als habe Ruhe irgendwo einen zuchtfähigen Bullen in der Hinterhand gehabt. Der Vermerk "Gelsenkirchen" in Zookarteien - ob als Herkunft oder Abgabeziel - kann irreführend sein, da manche Tiere nur in ihrer Transportkiste dort Zwischenstation machten - solche Fälle tauchen in der Ruhrzookartei leider gar nicht erst auf.
    (08.10.2006)
    Carsten:   In Köln gab es 1951 leihweise aus Gelsenkirchen (Ruhe ???) einen Bullen namens Nauke.
    (08.10.2006)
    Michael Mettler:   Und noch was Historisches, gleich zwei Überraschungen - gefunden in einem Artikel von Prof. Schneider in den Leipziger "Mitteilungen" von 1950.

    Erstens: Es gab ZWEI Hamburger Flusspferdbullen namens Bachit! Jenes Tier, das die Hamburger Zucht begründete und später mit seiner Partnerin Rosa nach München wechselte, war bereits Bachit II, importiert etwa 1913 aus Deutsch-Ostafrika. Dieser Bulle muss beim Import bereits mindestens fast erwachsen gewesen sein, denn das erste von ihm gezeugte Kalb kam schon im Dezember 1914 zur Welt. Sein Vorgänger Bachit I kam vermutlich 1910/11 an und lebte nicht lange.

    Zweitens: Ein weiteres Leipziger Flusspferd ist aufgetaucht! Aus der dortigen Nachzucht war ein Bulle (Julius) nach Paris gegangen, im Gegenzug traf im Mai 1939 eine junge Kuh (geboren im Niger) aus Paris ein, die Fränzi genannt wurde. Zwar verstand sich der Bulle Yumbo gut mit ihr, doch die beiden Kühe Grete und Olga attackierten die Neue immer wieder und brachten ihr erhebliche Verletzungen bei, deren Spätfolgen wahrscheinlich auch die Ursache für Fränzis Tod ein paar Monate später waren. In der schon mehrfach angeführten Leipziger Flusspferd-Chronik in der PANTHERA 1978 wird diese Kuh mit keiner Silbe erwähnt.
    (07.10.2006)
    Michael Mettler:   Weit unten im Thread hatten wir mal das Thema, wieviele Flusspferde deutscher Zoos eigentlich den 2. Weltkrieg überlebten - unter anderem aufgehängt an der Legende, die "Grenzhochzeit" von Knautschke (Berlin) und Grete (Leipzig) habe so zu sagen die Flusspferdhaltung in Deutschland gerettet.

    Nach dem Datenmaterial, was ich inzwischen zusammentragen konnte, muss ich diese romatische Geschichte leider als Märchen enttarnen. Erstens haben nicht wenige Flusspferde den Krieg überstanden, und zweitens wurden mit Berliner Nachzuchten kaum andere Haltungen in Deutschland "beglückt". Die meisten gingen in den Tierhandel (wo sich ihre Spuren vorerst noch teilweise verlieren), mehrere nach Gelsenkirchen (was man zum Handel hinzu zählen muss), wo sie ziemlich bald nach der Ankunft starben (und einen schlechten Eindruck bezüglich der Vitalität Berliner Nachzuchttiere hinterließen), und womöglich nur zwei (!) fanden eine Endstation in einem deutschen Zoo: Molle/Berolina in Magdeburg - ebenfalls nicht gerade ein Paradebeispiel für ein gutes Zuchttier - und Käty in Karlsruhe.

    Zurück zu den Kriegsveteranen: Die folgende Aufzählung ist möglicherweise unvollständig, da auch zu Kriegszeiten noch Flusspferde an Tierhändler abgegeben wurden und möglicherweise irgendwo außerhalb von Zoos überlebt haben könnten. Dazu zählt wahrscheinlich auch die Wuppertaler Kuh Lina, deren Herkunft ich noch immer nicht klären konnte (zur offiziellen Version Hellabrunn finde ich bisher keine bestätigenden Münchener Daten), die aber "mitten im Krieg" geboren sein sollte. Per 1.1.1946 gab es jedoch definitiv folgende Flusspferde in deutschen Zoos:

    Berlin: 1,0 Knautschke

    Frankfurt: 1,0 Toni

    Leipzig: 1,3 Yumbo, Grete, Olga, Lotte

    München: 1,2 Lutz, Rosa, Tanga

    Nürnberg: 0,1 Gretel

    Wuppertal: 0,1 Rosa

    Köln: mindestens 0,2 Änne I + namenlos, vielleicht sogar noch eine dritte Kuh

    Hannover: 1,1 Otto, Mimi mit großem Fragezeichen (beide 1939 geboren - Geburtsort unbekannt - und 1947 nach London "abgegeben")

    Düsseldorf: 1,1 fraglich - vielleicht waren das ja die Hannoveraner Tiere?

    Macht 4,9 sichere und 2,3 mögliche plus Lina - im Optimalfall also 19 Flusspferde. Dazu kommt noch 1,0 Circus-Flusspferd Oedipus, der eigentlich Sarrasani gehörte, aber zu Kriegzeiten gerade im Engagement in der Schweiz (Knie) weilte, 1946 kurzzeitig im Zoo Basel eingestellt war und dann verkauft wurde - Empfänger unbekannt.

    Weiterhin gab es in Prag 0,1 Zuzana (aus Berlin evakuiert); in Königsberg/Kaliningrad jenes Tier, das zumindest namensmäßig zwischenzeitlich eine Geschlechtsumwandlung durchmachte; in Wien 1,1 Schurl und Rosl; in Kopenhagen 1,1 August und Maren; in Amsterdam 1,1 Willy und Bibi II; in Rotterdam 1,2 Bob, Coba und Jule; in Emmen 1,0 mir unbekannten Namens (möglicherweise der selbe Bulle, der unter dem Namen Winston von 1953 bis 1956 in Köln eingestellt war?).

    Macht also alles in allem in Mitteleuropa einen Kriegsveteranen-Bestand von bis zu 32 Flusspferden - eine beachtliche Zahl, das hätte ich zu Beginn der Spurensuche nicht mal entfernt vermutet.

    Und die Hochzeitsreisen der Leipziger Kühe Grete und Olga zum Berliner Bullen Knautschke sind zwar populär, dürften aber nicht die einzigen gewesen sein. Sowohl in Köln als auch in Gelsenkirchen gab es 1952 bzw. 1953 Nachzuchten von schon länger gehaltenen Kühen, obwohl zur fraglichen Zeit der Zeugung kein Bulle im Bestand war bzw. in der Kartei nichts auf einen solchen hinweist. Da sich Flusspferde nicht durch Jungfernzeugung vermehren können, könnte es also auch hier Hochzeitsbesuche gegeben haben, möglicherweise ebenfalls grenzüberschreitend (Niederlande?) oder durch Leihtiere von Händlern.
    (07.10.2006)
    Michael Mettler:   @Jana: Ich habe jetzt auch das genaue Geburtsdatum des Bullen Honza in Ostrava: 20.7.1967 in Köln.
    (07.10.2006)
    Kahuna:   Ich habe Tanja vor kurzem noch gesehen. Also wenn sie nicht im letzte monat gestorben ist lebt sie noch immer ;)
    (07.10.2006)
    Michael Mettler:   @Sventje: Das kann nicht stimmen. Zwar habe ich mich unten mit dem Alter verschrieben (muss 46 Jahre heißen, geboren 1960), aber im Internet fand ich mehrere Hinweise, dass am 2. Juni 2006 (also in DIESEM Jahr) Tanjas 46. Geburtstag gefeiert wurde. Z.B. auch in der Zeitschrift ARTIS - siehe http://www.artis.nl/main.php?pagina=paginas/a/tijdschrift_artis/tijdschrift.php?tijdschrift_id=24
    (07.10.2006)
    Sventje:   Die Flußpferd Tanja in Artis ist gestorben in 2005. Ich weiß nicht warum.
    (07.10.2006)
    IP66:   Die Gemeinschatfshaltung von Goliathreihern und Zwergflußpferden lief in Gelsenkirchen über Jahrzehnte. Die Reiher hatten einen kleinen Winterraum hinter der Anlage. Das Paar hat meines Wissens aber nie gebrütet, was angesichts der Zuchterfolge bei der Art in Friedrichsfelde und neuerdings in Köln überrascht. Was die Nutzung von Landteilen betrifft, so ist die kölner Flußpferdherde dort recht aktiv, auch wenn der Landteil weder groß noch besonders gestaltet ist. Liegt das daran, daß die Tiere aus Haltungen kommen, die geräumigere Landteile bieten?
    (07.10.2006)
    Michael Mettler:   @Michael Amend: Auf der Amsterdam-Homepage findet sich keine Meldung über den Tod der Flusspferdkuh Tanja, wohl aber ein Foto aus neuerer Zeit - scheint also, als würde sie noch leben. Tanja ist übrigens in Amsterdam geboren, genau 40 Jahre alt und lebt nach dem Tod des Bullen Joop seit zehn Jahren allein.
    (07.10.2006)
    Michael Mettler:   Folgt man externen Aufzeichnungen, muss es nach dem Krieg mehr als ein Flusspferd in Wuppertal gegeben haben - auch wenn die Kuh Lina wohl das einzige dauerhaft gehaltene Tier in dieser Zeit war.

    So soll ein Bulle am 2.6.1950 (also zwei Monate nach Lina) in Wuppertal eingetroffen, aber schon am 18.9.1950 nach Gelsenkirchen weitergegangen sein. In der dortigen Kartei taucht er allerdings nicht auf. Eine mögliche Erklärung könnte sein, dass das Tier entweder von Ruhe in Wuppertal zwischengelagert wurde oder - entsprechendes Alter vorausgesetzt - auf Hochzeitsreise dort war und lediglich via Gelsenkirchen nach Hannover oder Alfeld (oder direkt zu einem Käufer) reiste. Tiere, die in Gelsenkirchen nur für Sammeltransporte zusammengestellt wurden und ihre Kisten nicht verließen, wurden in die dortige Zookartei nicht aufgenommen.

    Ein weiterer Bulle IST allerdings in der Kartei enthalten: Am 15.4.1957 kam ein 3/4 erwachsener Jungbulle aus Wuppertal im Ruhrzoo an und blieb dort bis zum 26.3.1958; dann ging er via Ruhe nach Indien. Konnte man beim ersten fraglichen Tier noch eine Leihgabe an Wuppertal für die Sommersaison vermuten, kommt dies für das zweite datumsmäßig nicht in Frage. Zur fraglichen Zeit gab es auch keine anderen Flusspferde im Ruhrzoo; eine Auslagerung nach Wuppertal wegen Überfüllung ist also ebenfalls unwahrscheinlich.

    Bin gespannt, ob sich diese Geschichten noch rekonstruieren lassen.
    (07.10.2006)
    Michael Mettler:   @Jana: Das dürfte kaum noch zu klären sein - falls nicht zufälligerweise in der Budapester Kartei etwas über den weiteren Verbleib der Tiere zu finden ist. Da ich meine Umfrage nur in den deutschsprachigen Ländern gemacht habe, hatte ich zwangsläufig noch keinen Kontakt mit Budapest.

    Nach der Kartei in Gelsenkirchen muss der Karlsruher Bulle 1969 geboren sein (bei Eintreffen etwa einjährig). Wenn ER zusammen mit Viktoria/Zaira nach Prag kam, muss er also bei dortiger Ankunft sehr viel größer als die Kuh gewesen sein (weil er etwa ein halbes Jahr älter war), während der Budapester Bulle fast exakt gleichaltrig (und somit wohl gleich groß) war. Vielleicht lässt sich ja mit diesem Hinweis noch etwas herausfinden, falls es ein altes Foto von der Ankunft gibt oder sich ein Pfleger erinnern kann?
    (06.10.2006)
    Jana:   @Michael M.
    Ich hatte meine Information über die Abstammung von Victoria und Jonasz aus HP von prager Zoo übernohmen, wo ich lesen konnte "..Am Anfang hat sie (Zuzana) allein gelebt und erst im Jahr 1971 bekam sie die Gesellschaft von einem Paar von 1-jährigen Tieren aus Zoo Budapest. Die genannten Flusspferde waren Mänchen Jonasz und Weibchen Victoria. In Prag waren sie aber als Zulu und Zaira genannt und sie waren die Gründer der prager Flusspferden-Zucht geworden."
    Von einem Bekannten, der in prager Zoo fragte, habe ich noch diese Daten bekommen: Victoria *31.1.1970, Jonasz *11.2.1970, Ankunf in Prag: 25.6.1971 zusammen. Diese passt perfekt zu deinem Datum 22.6.1971, mit +3 Tagen für den Transport.
    Ich wage mich aber nicht zu sagen (nachdem ich deinen letzten Posting gelesen habe), dass der Bulle (der nach Prag kam) wirklich Jonasz war, oder das Karlsruhe-Tier unter seinem Namen. Auf der HP von Zoo Budapest habe ich das Name "Victoria/Zajra" und Prag zusammen gesehen, kein Jonasz war da erwähnt, was aber nichts bedeuten muss. Ich bin ratlos, wie könnte man die "wahre Identität" von Zulu erkennen, vieleicht durch Vergleich von alte Fotos? (die wir aber nicht zur Verfügung haben)
    (06.10.2006)
    Michael Mettler:   @Jana: Ich habe neue Angaben zu Prager Flusspferden, und zwar aus Gelsenkirchen. Laut dortiger Kartei kamen am 5.11.1970 1,1 Flusspferde von Ruhe/Alfeld an, die vermutlich aus Budapest stammten. Die Kuh ging am 22.6.1971 nach Prag, der Bulle am 6.11.1972 nach Singapur. Bereits am 10.6.1970 war allerdings ein etwa einjähriger Bulle aus Karlsruhe in Gelsenkirchen eingetroffen, der zusammen mit der (vermutlich) Budapester Kuh nach Prag abgegeben wurde.

    In deiner Prag-Historie weit unten im Thread schreibst du, dass Jonas/Zulu und Viktoria/Zaira aus Budapest nach Prag kamen. Ist es möglich, dass es den Umweg über Ruhe gab? Das Ankunftsjahr 1971 würde tatsächlich passen, und mehr als zwei überschüssige Flusspferde im selben Jahr dürfte Budapest kaum gehabt haben. Bliebe nur das Rätsel um die Herkunft des Bullen. Der Name Jonas spricht sehr für Budapest, denn er wurde dort wohl häufig für männliche Flusspferde verwendet (es gab z.B. einen Jonas VII). Vielleicht sind in Gelsenkirchen auch zwei gleichzeitig vorhandene Tiere verwechselt worden, und der Karlsruher Bulle ging nach Singapur.

    Etwas sehr Interessantes ergab sich auch über das Züricher Zuchtpaar Kiboko und Hippa. Nach der Datenlage ist es fast sicher, dass diese beiden von Ruhe erworbenen Tiere vor ihrem Umzug schon in Gelsenkirchen 3 Kälber hatten und Kiboko auch der Erzeuger des ersten, kurz nach der Ankunft in Zürich geborenen Kalbes Etho war, das vermutlich unter dem Namen Hein/Heini später in Dvur Kralove lebte und heute in Antwerpen (mit seiner Schwester!). Insgesamt hatten Kiboko und Hippa demnach mindestens 30 (!) Kälber, das dürfte Weltrekord sein. Mit der Abgabe beider (und ihres letzten Kalbes) nach Sofia 1993 verliert sich für mich leider die Spur - weiß jemand etwas über ihr weiteres Leben und ob sie womöglich noch mehr Nachwuchs hatten?

    Bei Kiboko sprechen die Indizien dafür, dass er ein geborener Leipziger war, denn er müsste tatsächlich identisch mit Specker sein, dem einzigen überlebenden Nachkommen der Leipziger Kuh Olga. Für Hippa ist die Abstammung bisher noch ungeklärt.

    Die beiden jüngst aus Emmen nach Gelsenkirchen umgesiedelten Kühe zählen übrigens zu den Nachkommen von Specker/Kiboko und Hippa: Liza ist ihre Tochter, Suze (geboren in Antwerpen) ihre Enkelin. Suzes Mutter Hermien ist Lizas Schwester - also ist Liza die Tante von Suze.... Ist schon alles ziemlich verwickelt in der Hippo-Historie.
    (05.10.2006)
    Carsten:   Faszinierend, insbesondere die Geschichte der einzelnen Flußpferde. Ich hab auch vor ein paar Jahren angefangen, Daten über Flußpferde in Zoos zu sammeln und wenn die Zeit es mal erlaubt, möchte ich da gerne eine Website draus basteln.

    Im Juli hab ich in Köln eine Bauankündigung für ein neues Flußpferdhaus gesehen, Fertigstellung 2008?
    (04.10.2006)
    Mel:   Das wird sicher eine Interessante und optisch schöne Vergesellschaftung bei entsprechernder Gestaltung.
    (01.10.2006)
    Mel:   Treffer und Versenkt: Genau das war der artikel oder die Info die ich meinte. Der Vergleich mit der Katze ist gut. :-) Wenn es danach geht muß ich jeden Morgen sterben. *fg* Nach meinem Verständniss würd ich es auch eher als "Versehen" bezeichnen wollen, immerhin hat es ja Jahre lang funktioniert. Und ich denkemal das die Interaktion der Arten untereinander zu wesentlich mehr Aktivität führt und somit bei weitem mehr Attraktivität für die Besucher bietet und auch Aktivität und Beschäftigung bzw. Ablenkung der Tiere ist um ein vielfaches höher als in Einzelarthaltung.
    (01.10.2006)
    Michael Mettler:   P.S. Flusspferde/Sitatungas wird es demnächst auch auf der Gelsenkirchener Außenanlage geben. Der Landbereich ist dort allerdings sehr viel größer als in Hannover, begrünt und bietet mehr Strukturierungsmöglichkeiten.
    (01.10.2006)
    Michael Mettler:   @Mel: Flusspferde mit Böhmzebras und Straußen gibts in Basel. Wobei es wahrscheinlich wieder zwei Ansichten darüber gibt, ob die Vergesellschaftung gelungen ist oder nicht, denn immerhin hat der Flusspferdbulle nach langjähriger Wohngemeinschaft und unzähligen friedlich verlaufenen Spielkämpfen eines Tages den Zebrahengst getötet. Aber das kann natürlich auch ein "Versehen" gewesen sein: Warum soll ein Flusspferd nicht auch mal vergessen, dass sein Gegenüber ihm kräftemäßig unterlegen und "zerbrechlicher" ist? Jede gewöhnliche Hauskatze vergisst schließlich auch mal, dass menschliche Haut ihren Krallen nicht standhält (auch wenn sie das eigentlich längst gelernt hat). Nur hat DAS dann eben keine tödlichen Folgen.

    In Hannover waren ursprünglich Sitatungas bei den Flusspferden geplant. Ich weiß nicht, woran es gescheitert ist, aber die Antilopen bezogen sehr schnell eine eigene Anlage (und wurden später wieder abgegeben). Hätte es damals keine Fotos von den Sitatungas in der Flusspferdanlage in der Zeitung gegeben, hätte ich von dem Versuch gar nichts mitbekommen.
    (01.10.2006)
    Mel:   Stimmt, die Interaktionen mit den Nyala´s bringen auch ab und zu Leben in "die Bude" passieren aber meist nur aus dem Spieltrieb der jungtiere. Die alttiere ignorieren die Nayala´s hauptsachlich. Diese kombination beruht aber auf der Möglichkeit des Rückzugs in den für die Flußpferde nicht erreichbaren Teil der Außenanlage.

    Vergesellschaftungen mit Flußpferden sind, und da gebe ich Dir recht aber eher selten, kann mich erinnern mal von einem Zoo gehört zu haben (weiß nicht mehr welcher, leider) bei dem sich Flußpferde mit einer Antilopen und zebraart die Aussenanlage teilen.
    (01.10.2006)
    Michael Mettler:   Ich habe in Berlin mal ein Flusspferd auf der Steinplattenfläche der Außenanlage aufgeschüttetes Grünfutter fressen sehen. Aber mehr als Abfütterung ist das ja auch nicht, die Beschäftigung durch Suchen entfällt. Dafür bringen die spielerischen Rangeleien mit dem Nyalabock Schwung in die Anlage. Habe ich selbst mal eine halbe Stunde lang beobachten dürfen und war ganz fasziniert, dass die Antilope es gestattete, dass das (jüngere) Flusspferd sogar sachte ihren Hals zwischen die Kiefer nahm! Aber auch diese Möglichkeit gibt es ja nun mal in kaum einem Zoo.
    (01.10.2006)
    Mel:   Die Idee mit dem "verstreuten" Futter ist, gut. Ab und an im Sommer sieht man auf der außenanlage im Berliner Zoo die Flußpferde etwas grasen, das lockt wesentlich mehr Besucher an (und sorgt für eine längere Verweildauer)als das hauptsächliche im flachen Wasser dösen. Selbst wenn eines derr Tiere nur kurz über den Landteil schlendert herrscht größeres Interesse.

    (01.10.2006)
    Michael Amend:   Lbet die einsame Flußpferdkuh in Amsterdam noch ? Ich ahbe heute den 2006er Führer von Artis bekommen, darin ist sie nciht mehr verzeichnet. Tod oder abgegeben ?
    (01.10.2006)
    Michael Mettler:   @Stefan: Wir sollten einfach alle bei unseren Zoobesuchen einen "Forum"-Button tragen. Dann kann man aufeinander zu (oder in Deckung) gehen, wenn man einen virtuellen Bekannten trifft :-)

    Die Wunde bei Asita ist mir nicht aufgefallen. Sie schlief an der Rückwand des Landteils, Rosl lag vorn links im Wasser. Wobei ich erst im Gespräch mit Herrn Gürtler erfahren habe, dass das Rosl war, die hätte ich nämlich nicht erkennen können (Asita war eindeutig, da noch nicht ausgewachsen).

    Übrigens finde ich, dass die Flächenverhältnisse der neuen Außenanlagen (großer Landteil, kleiner Wasserteil) den natürlichen Lebensverhältnissen der Hippos näher kommen als manch andere Zooanlage. Vielleicht ist es auch einfach eine Frage fehlender Anreize, wenn viele Zoo-Hippos ihren Landbereich wenig nutzen. Eine nackte Sandfläche bietet den Tieren eben nichts außer einem bequemen Liegeplatz. Verstreut irgendein Zoo bei seinen Hippos mal Obst und Gemüse auf der Landfläche, um die Tiere zum Suchen anzuregen? Ich kenne nur Fütterungen, bei denen den Tieren das Futter direkt ins Maul geworfen wird.
    (01.10.2006)
    Stefan:   @Was für ein Zufall: War am gleichen Tag (für mich erstmalig) in ZOOM und vermutete im Innenbereich bei den Flusspferden in jedem Objektivjäger bzw. -träger Michael Mettler... Wahrscheinlich standen wir bei Asita und Rosl direkt nebeneinander ohne es zu wissen. Asita hatte übrigens eine kleine Wunde hinter ihrem Ohr... Das Gehege ist sehr schön geworden. Die Außenanlage erinnert mich sehr an Hannover, allerdings ist man dort den Tieren insgesamt etwas näher als bei ZOOM, wo zwischen Zaun und Landbereich noch ein üppiger Grünstreifen für Distanz sorgt. Dafür fährt man in ZOOM mit dem Boot insgesamt länger an den Flusspferdanlagen (an allen drei Becken) entlang und nicht nur wenige Sekunden wie in Hannover.
    (01.10.2006)
    Michael Mettler:   In Gelsenkirchen ist inzwischen der Bulle Ernie mit den beiden Emmener Kühen Liza und Suze zusammen, alle drei heute auf einer der Außenanlagen. Recht aktiv an Land, wobei Ernie (wie auch die alte Gelsenkirchener Kuh Rosl) Gehprobleme hat: Beide haben noch nie in ihrem Leben Naturboden unter den Füßen gehabt und solche Strecken zu Fuß zurückgelegt.... Rosl war zusammen mit der Baseler Kuh Asita in einem der Innengehege. Laut Herrn Gürtler lieben sie sich noch nicht, aber sie vertragen sich. Und Ernie soll gegenüber den wesentlich jüngeren Kühen aus Emmen recht schüchtern sein....

    Ziel ist ganz klar, alle fünf Flusspferde zu einer Herde zusammen zu gewöhnen, die Strukturen ermöglichen aber innen wie außen jederzeit eine getrennte Haltung, ohne dass eine Teilgruppe dadurch irgendwelche Nachteile hätte.

    ZOOM ist übrigens mehrfach darauf angesprochen worden, warum man an den Flusspferden festhalte und nicht auf Zwergflusspferde umsteige. Das kam aber auf keinen Fall in Frage: Ernie und Rosl sind in Gelsenkirchen Publikumslieblinge und "Kultfiguren" und sollten bei der Umgestaltung zu ZOOM in jedem Fall ein artgerechtes Zuhause bekommen.
    (30.09.2006)
    Zoosammler:   Also einen gewissen Witz kann man dieser Äußerung ja, bei aller Liebe zum Ernst des Artenlisten-Erstellens, nicht absprechen...
    (26.09.2006)
    Tim:   Tut mir Leid, da kann ich nicht helfen. Aber ich habe alle Namen und Geburtsdaten von den Meerschweinchen bei Hagenbeck . Interesse ?
    (26.09.2006)
    steffi:   weiß jemand über den Flusspferdbestand in emmen Bescheid? (eventuell mit Namen und Daten? Ich weiß nur von einem neuen Bullen und von den beiden weiblichen Abgängen nach Gelsenkirchen.
    (26.09.2006)
    ?:   Sollten nicht in Berlin die Natal-Rotducker zu den Flußpferden auf die anlage ? Hab ich mal irgendwo gelesen. Flußpferde könnte man ja auch gut vergesellschaften, und es wird kaum getan. hat Basel nach dem Unfall eigentlich immer noch zebras und flußpferde zusammen ?
    (26.09.2006)
    Mulan:   Wäre es in der Tat, aber das Risiko mit den wertvollen Zebraduckern würde kaum ein Zoo eingehen, obwohl weder San Diego noch Houston irgendwelche Probleme mit der Kombination Zwergflußpferd / Ducker hatten. Schade eigentlich, das Ducker kaum in Deutschland gehalten werden, sie eignen sich hervorragend für Vergesellschaftungen.
    (26.09.2006)
    Shensi-Takin:   Wenn ich mich recht erinnere, Blauducker und zeitweise auch Rotflankenducker.
    Zwergflußpferde und Zebrasducker-das wäre doch mal eine schöne(und zoogeographisch passende) Kombination...
    (26.09.2006)
    Mulan:   @Shensi-Takin Welche Duckerart lebt in Singapur bei den Zwergflußpferden ? In San Diego werden Blaurückenducker und Blauducker, sowie Wolffs-Meerkatzen mit den Zwergflußpferden zusammengehalten. Hab es leider selbst noch nicht gesehen, aber ein Freund von mir war im Mai dort und hat tolle Fotos gemacht, je einer der beiden Duckerarten und ein Zwergflußpferd haben gemeinsam gefressen und im Hintergrund sitzt der Meerkatzen-Mann. Tolles Bild, und die Anlage ist super. Schön für die Tiere, das die niemals in einen engen Stall eingesperrt werden müßen.
    (26.09.2006)
    Dirk K:   In Krefeld sollen mal die Goliath-Reiher mit auf der Außenanlage der Zwergflusspferde gelebt haben. Das Außengehege ist auch ganz in Ordnung, die beiden Innenanlagen jedoch zu eng. Es lebt auch nur noch das alte Weibchen "Sophie" in Krefeld. Es ist zu befürchten, dass die Haltung ausläuft.
    (25.09.2006)
    IP66:   Trist würde ich die duisburger Zwergflußpferdaußenanlage nicht nennen wollen. Der Übergang zum Weg ist ja recht gut gestaltet, es gibt Bäume, natürlichen Boden, das Gebäude ist mit der Anlage vernetzt. Problematisch finde ich, daß jeweils nur eine Außen und Innenanlage zur Verfügung steht. Wenn man Tiere abtrennt, müssen sie in die Boxen hinter dem Innenraum - das war das krefelder Großsäugerhaus fortschrittlicher.
    (25.09.2006)
    Stefan Schubert:   In Chemnitz überwiegt ebenfalls der Wasserteil sowohl innen, als auch aussen. Die Anlage kann unterteilt werden, doch da die Tiere sehr verträglich sind, sind sie meistens zusammen!
    (25.09.2006)
    Jana:   In Jihlava leben mit Zwergflusspferden in Aussenanlage die Nilgänse zusammen.
    (25.09.2006)
    Dortmunder:   Also, in Duisburg finde ich die Innenanlage recht gelungen, die Außenanlage erscheint mir immer wieder ein bisschen eng und trist... Zu Chemnitz kann ich leider nichts sagen...
    (25.09.2006)
    Shensi-Takin:   Was Entenvögel in Zwergflußpferdgehegen angeht, fallen mir u.a. auch Afrikan. Zwergglanzenten ein.
    Wie sehen eigentlich die Zwergflußpferdanlagen in Duisburg und Chemnitz aus?
    (25.09.2006)
    Michael Mettler:   In Berlin leben afrikanische Entenarten (Rotaugen- und Hartlaubente) in der Innenanlage der Zwergflusspferde. Beide immerhin relativ kostbare Arten.
    (25.09.2006)
    Shensi-Takin:   Weitläufigkeit ist das Stichwort-in den meisten Zwergflußanlagen kommt der Landteil meist zu kurz.
    Zoolex beschreibt eine ansprechende Anlage in Melbourne, AUS. War jemand zufällig schon dort?
    http://www.zoolex.org/zoolexcgi/view.py?id=428
    Woraus sich dei nächste Frage ergiebt: welche "Mixed-Species"-Gehege mit Zwergflußpferden sind bislnag bekannt? Nebst einiger Duckerarten(z.B. Singapur), Mandrills(die in Halle ja scheiterte), Meerkatzen(San Diego) diversen Vögeln(Turakos, Kuhreiher etc) und Fischen (meist Tilapia) fielen mir da noch Bongos (in einem Artenschutzprojekt in BC, CDN) ein. Weitere Bspe.?
    Die Innenanlage in Dvur Kralove(kein großes Wasserbecken, Panoramascheiben) ist recht interessant; der Säuberungsbedarf der Scheibe dürfte aber dank "Kotversrühung" eher hoch sein...;)
    (24.09.2006)
    Shensi-Takin:   @Mulan: Versuchen Sie mal, in einer Bibliothek oder im Antiquariat Schomburgks "Pulsschlag der Wildnis" zu erwerben; darin wird anschaulich und interessant beschrieben, welche Mühen Schomburgk auf sich nahm, um das als ausgestorben bzw. nonexistent geltende Zwergflußpferd aufzuspüren. Mit dem bloßen Export bzw. Import war das nicht getan. Schomburgk musste mehrmals zw. 1911/1912 ins damals kaum erforschte Liberia reisen, um erst überhaupt die Existenz der Art zu beweisen-und konnte dann erst nach einigen Versuchen erfolgreich Exemplare fangen und nach D transportieren.
    Seine Situation damals war in etwa vergleichbar mit der eines heutigen Abenteurers, der aufbricht, einen Yeti/Nessie/etc. zu fangen-und dabei noch Erfolg hat. Schomburgks Leben und Laufbahn(Pony-Express, Elefantenjäger, Tierfänger, Tierfilmer, Abenteurer, Autor...) an sich ist schon hochinteressant und würde sich gut als Film machen;); nur schade, dass man ihn heute kaum noch kennt.
    Wie bereits MM erwähnte: ein bißchen "historscher Hintergrund"(etwa dass das Grevy-Zebra oder das Zwerg-Mara im "Zoo entdeckt wurde, wie die Neonsalmer entdeckt wurden usw.) wäre durchaus auch für den Normalbesucher lesenswert.
    (23.09.2006)
    Michael Mettler:   Wenn ich mich recht erinnere, ist auch am Onagergehege bei Hagenbeck etwas über den damaligen Import zu lesen. Und zur Historie einzelner Häuser, Gehegekomplexe usw. gibt es sehr schöne Tafeln in Wien, aber auch im Berliner Zoo.
    (21.09.2006)
    IP66:   In Berlin gibt es Schilder, die beim passenden Tier an etwelche zoologische Perönlichkeiten erinnern - unaufdringlich, aber gut lesbar. Es ist ein wenig wie bei dieser Diskussion, denn man zeigt dort, daß Zoologie und Kulturgeschichte im Zoo manifest und lebendig werden. Ich halte davon mehr als von den interaktiven Großtafeln, wie sie an der Rückseite des Innenraumes des berliner Flußpferdhauses angebracht sind. Grzimek hat dergleichen auch in Frankfurt versucht, natürlich mit den Mitteln der 50er, und die Tafeln wurden immer da gelesen, wo sich eine Verbindung zu einem Tier, einer Behausung oder einer Pflanze ergaben.
    (21.09.2006)
    Michael Mettler:   Unabhängig vom Zwergflusspferd finde ich die Idee gar nicht schlecht, an einem Gehege auch mal über die Personen zu informieren, die mit einer bestimmten Tierart in enger Verbindung stehen. Das muss ja nicht konsequent an jedem Gehege gemacht werden, dann würde es vermutlich für den Besucher schnell langweilig. Aber schon allein mal mit zwei, drei Sätzen zu erklären, nach wem ein bestimmtes Tier benannt ist, könnte ich mir interessant vorstellen. Ich habe da gerade die Zebras im Hinterkopf: Grevy, Grant, Böhm, Chapman, Hartmann - daraus ließe sich doch etwas Unterhaltsam-Informatives stricken. Und Geschichten wie die um die "Entdeckung" des Zwergflusspferdes oder den Hagenbeckschen Onager-Import usw. dürften auch in einem Zoo durchaus Leser finden.
    (21.09.2006)
    Mulan:   Warum muß denn ein Zoo, der Zwergflußpferde hält, unbedingt auf Schomburgk hinweisen ? Nur weil er die Tiere zum ersten Mal importiert hat ? Das interessiert wohl die wenigsten Zoobesucher, und außerdem müßte man ja auch dann auch bei allen anderen Tierarten auf deren Entdecker bzw. Erstimporteur hinweisen...Der Erstimporteur für das Panzernashorn war z. B Kaiser Augustus, der auch die erste Giraffe nach Europa brachte, und das ist doch nun wohl mit Abstand der bedeutendere Name als Hans Schomburgk, trotzdem liest man ihn auf keinem Gehegeschild.
    (21.09.2006)
    Shensi-Takin:   Nein, mit Pech hat dies nicht zu tun; ich habe einfach nur höflich darauf hingewiesen, dass mir derlei Wortanalysen mißfallen. Somit habe ich ebenso meine Meinung dazu kundgetan
    wie Sie im darauffolgenden Beitrag. Punkt.aus. Immer sachlich würde ich z.B. die letztgenannten Äußerungen seinerseits in von Ihnen genannten "Kindergarten"-Thread nicht wirklich nennen. Doch nun Schluß damit.
    Dank an Sven P. Peter für die humorvolle Auflockerung;)
    Schomburgk hat bislang keiner groß erwähnt gesehen? Sehr bedauerlich...ich weiß nur von einer Randnotiz am Wilhelma-Zooschild zum Thema "Zwergflußpferd".
    (21.09.2006)
    Michael Mettler:   Erstens umgebende Bäume, zweitens befindet sich auf dem Landteil Buschwerk (ohne eine genauere botanische Angabe machen zu können) - wenigstens war das noch bei meinem Besuch im September 2005 so. Ich habe jedenfalls die Zwergflusspferde (Kuh mit Kalb) unter, vor und neben besagtem Gehölz ausgiebig fotografiert.
    Ich finde die Anlage optisch ansprechend, sie ist in einen systematischen Kontext eingebettet (Flusspferd und Warzenschwein als mehr und weniger nahe Verwandte in der Nachbarschaft, sie ist besucherfreundlich und hat bei mir allgemein einen positiven Eindruck hinterlassen. Was das Tier-/Artgerechte betrifft, so dürfte der Landbereich wahrscheinlich durchaus größer sein - ich sah in einem schmucklosen, aber sehr viel größeren Außengehege im Tierpark Thüle, wie aktiv ein Zwergflusspferd eine große Fläche ausnutzen KANN (wie oft es das wirklich TUT, kann ich nicht beurteilen).

    Einfach genug beantwortet?
    (21.09.2006)
    Frank-Walter Büschner:   Sorry für´s Off Topic ;-)
    (21.09.2006)
    Frank-Walter Büschner:   @ Shensi-Takin: Ich will jetzt niemandem zu nahe treten, oder was weiß ich was, aber Ich finde, wenn ihnen die Art und weise von Michael Mettler oder sonst wem nicht passt, dann ist das ihr pech. MM, gibt immer sachliche und sehr gute/informative beiträge un keines falls irgendwas anderes. Genauso wir im Thread "Eure Planung"...wir sind hier doch nicht im Kindergarten. Nun, ob Michael Mettler ein Wort analysiert, sollte doch nicht ihr Problem sein. Immerhin, haben sie was gefragt, und sollten mit dem klar kommen, was geantwortet wurde, und keine "Sonderwünsche"
    (21.09.2006)
    Sven P. Peter:   Also wirklich, Michael, einfach klauben (das hier ist im Sinne des Humors ;) )...

    Zu der Anlage: Ich finde sie recht nett angelegt und für die Besucher ansprechend gestaltet, doch ich habe immer nur ein Tier aussen gesehen, die anderen waren in dem nicht so schönen Innengehege.
    (20.09.2006)
    Shensi-Takin:   Geht es auch ohne Wortklauberei?
    Mitt "schön" war sowohl optisch ansprechend, im Kontext gut eingebettet, zugleich sinnvoll, tier/artgerecht, besucherfreundlich, allgemein einen positiven Eindruck hinterlassend gemeint.
    Könnten Sie bitte einfach die Wortanalyse unterlassen und sich einfach nur der einfachen Beantwortung der Frage widmen? Dann wäre allen geholfen.
    Danke.
    Berlins Außengehege(dem Urteil über das Innengehege kann ich mich anschließen)erschien mir bei meinen letzten Besuch(anno April 2006) etwas karg. Inwieweit ist der "Waldcharakter" zu verstehen-angrenzende Bäume?
    (20.09.2006)
    Michael Mettler:   Was den optischen Eindruck betrifft (im Sinne von "schön") gefällt mir das Zwergflusspferd-Außengehege im Berliner Zoo (das Innengehege hingegen nicht), vor allem, weil es im Gegensatz zu manch anderer Anlage wenigstens ansatzweise "Waldcharakter" hat. Zu Frage zwei: Ist mir noch nirgends bewusst aufgefallen.
    (20.09.2006)
    Shensi-Takin:   Mal eine etwas andere Frage: welches ist das schönste bzw. gelungenste Zwergflußgehege in einem Zoo, das Euch bislang unter die Augen gekommen ist? Des weiteren: hat irgendjemand in einen (dt) Zoo in Bezug zum Zwergflußpferd eine ausführlichere Referenz hinsichtl. Hans Schomburgk gesehen?
    (20.09.2006)
    Michael Mettler:   Sowas nennt man wohl "es entwickelt sich Eigendynamik"....
    (20.09.2006)
    Oliver Jahn:   Dieser Thread beinhaltet schon derart viele Informationen zu den Tieren und ihrer Unterbringung, dass es da schon bald für meihr als einen Artikel reichen würde. Die Unterbringung der Vorkriegszeit haben wir ja fast durch! Auch einige Nachkriegshäuser sind bereits beleuchtet. Da steck so viel in diesen Beiträgen, dass es sicher wertvoll wäre, das mal zu bündeln! Ich habe so oft gerade in diesem Thread nachgelesen, leider wird er langsam unübersichtlich. Dennoch, Michael, du weißt, wenn es was zu tun gibt, bin ich dabei! Vor allem wenn es dann auch um die fotografische Ausgestaltung einer solchen Datenbank geht! Wir bleiben da in Kontakt!
    (20.09.2006)
    Michael Mettler:   Ich habe schon mal halb im Scherz, halb im Ernst geäußert, dass man zum Thema Flusspferde eigentlich etwas Ähnliches auf die Beine stellen könnte wie die Dokumentationen der European Elephant Group - es scheint ausreichend an der Materie Interessierte zu geben, die das Thema Flusspferd jeweils unter einem ganz speziellen Blickwinkel betrachten, das würde sich prima ergänzen....
    (20.09.2006)
    IP66:   Vielleicht kann man Ihren Artikel nutzen, um eine Bautypologie zu erstellen - kulturgeschichtlich würde die Sache allerdings richtig interessant, wenn man die Dinge miteinander verbindet.
    (20.09.2006)
    Michael Mettler:   @IP66: Was die Zuchtgeschichte betrifft, so hat meine Umfrage ja tatsächlich den Grund, daraus einen Artikel machen zu wollen. Das Bauliche bliebe in diesem allerdings außen vor, mein Interesse gilt nun mal nach wie vor hauptsächlich den Tieren - und von Architektur habe ich keine Ahnung.
    (19.09.2006)
    IP66:   Hier findet sich mittlerweile dergestalt viel spannnendes Material, daß sich daraus ein schöner Artikel bauen ließe. Dabei ist einmal der Bestand von großem Interesse, zum anderen aber auch die Unterbringung, da für Flußpferde ja oft aufwändig gebaut wurde und bis heute gebaut wird.
    (19.09.2006)
    Michael Mettler:   Kleine Korrektur zu meinem Beitrag über Dresden: Es gibt doch von allen 12 Kälbern des Ursprungspaares Daten, ich habe eins in der Auflistung überlesen - es wurde nur einen Tag alt, erhöht also leider noch die Zahl der Misserfolge.
    (19.09.2006)
    @Michael M.:   Leider habe ich keine "feste Beweisse" = Literatur, die sich mit den ersten Jahren von Flusspferd-Haltung in Dvur Kralove befasst. Ich habe meine Daten durch Erinnungen von einem ehemaligen Tierpfleger in DK, somit nicht 100% sicher. Ich werde jetzt lieber weiter nach irgenteine Literatur suchen, entschuldigee bitte das Verwirrung.
    (18.09.2006)
    Michael Mettler:   @Jana: Nach deinen Angaben weiter unten im Thread traf übrigens Heini erst über ein Jahr nach Dora und Rosa in Dvur Kralove ein! Du nanntest da sogar ein genaues Ankunftsdatum für Heini - hat sich an der Sachlage tatsächlich etwas geändert?
    (17.09.2006)
    Michael Mettler:   Nach momentanem Wissensstand habe ich in meiner Datensammlung überhaupt kein Münchener Nachzuchttier für 1965. München gehört aber wie Zürich zu den Zoos, die bisher nicht geantwortet haben, so dass meine Infos noch Lücken haben. Aber kann es sein, dass Heini einerseits sowie Dora und Rosa andererseits nur über den selben Händler (Künzler) nach Dvur Kralove kamen?
    (17.09.2006)
    Jana:   @Michael M. Ich habe eine Frage - wie sah nach deinen jetzigen Kenntnissen die Lebensgeschichte von einem Bullen, der 21.8.1965 in Muenchen geboren war? Ich habe (aus 3.Hand) erfahren, das er zusammen mit Dora und Rosa nach Dvur Kralove kamm, so dass ER identisch mit Heini ist.
    (17.09.2006)
    W. Kriha:   Hallo Forum Leser ….
    Ich mache zur Zeit meinen Zivildienst im Tiergarten … und interessiere mich sehr für Flusspferde … leider haben wir keine Flusspferde … ich wollte euch mal nachfragen ob jemand Bilder von Flusspferde ( z.b. Anlagen, Becken, Haus …. ) besitzt und mir diese zur privaten zwecke zur Verfügung stellt …

    Wäre sehr nett ..wenn jemand Bilder für mich hat ... meine emal-Adresse ist : w.kriha@gmx.de

    Gruß aus Hessen …. W.Kriha …

    w.kriha@gmx.de

    (17.09.2006)
    Michael Mettler:   Nachdem mir nun Unterlagen aus den entsprechenden Zoos vorliegen, würde ich behaupten, dass der Artikel "Flusspferde an der Pleiße" in der Leipziger PANTHERA von 1978 einen kleinen, aber gravierenden Fehler enthält. In der dortigen Flusspferdchronik heißt es: "Zwei am 30. März 1926 aus Dresden bzw. Hamburg gekommene, achteinhalb und neuneinhalb Jahre alte Tiere..." Der Bulle starb 1928, die Kuh wurde 1927 nach Elberfeld (heute Wuppertal) verkauft.

    Es sprechen alle Indizien dafür, dass es nicht JAHRE, sondern MONATE heißen muss:

    1) Aus dem alten Hamburger Zoo wurde ein am 21.6.1925 geborenes, weibliches Nachzuchttier nach Leipzig abgegeben. Bei Ankunft dort war es also rund 9,5 Monate alt.

    2) In der gerade erschienenen Jubiläumschronik des Wuppertaler Zoos finden sich Fotos der beiden Neuankömmlinge von 1927, und beide sind noch jung. Das größere Tier auf den Fotos dürfte demnach die zu diesem Zeitpunkt zweijährige Kuh aus Hamburg (via Leipzig) gewesen sein, die in Wuppertal Rosa genannt wurde (so hieß auch ihre Mutter in Hamburg). Auf keinen Fall ist eines der Wuppertaler Tiere auf den Fotos 9,5 bis 10,5 JAHRE alt.

    3) In den vom Zoo aus verschiedenen Quellen rekonstruierten Dresdener Daten ist für 1925 ein aufgezogenes Jungtier (Geschlecht fraglich) angeführt, das 1926 mit unbekanntem Ziel abgegeben wurde. Das würde gut zum Ankunftsdatum des zweiten Tieres in Leipzig passen, womit auch dieses unter einem Jahr alt gewesen sein könnte.

    4) Woher auch immer der in der PANTHERA erwähnte Bulle gekommen wäre - die Formulierung ist ja nicht eindeutig, welches Tier woher kam: Er hätte in seinem Ursprungszoo 8,5 bzw. 9,5 Jahre, also auch als ausgewachsenes, geschlechtsreifes Tier, neben dem dortigen Zuchtbullen leben müssen. Schon aus Gründen der Unterbringung sehr unwahrscheinlich, zudem scheint es zur fraglichen Zeit keinerlei Abgabeprobleme mit überzähligen Flusspferden gegeben zu haben.

    Genauere Leipziger Daten liegen mir noch nicht vor, aber ich denke, die Lücke zwischen zwei Tieren mit fraglichem Verbleib und zwei Tieren mit fraglicher Herkunft kann auf diese Weise durch Zusammenfassen geschlossen werden.
    (17.09.2006)
    Michael Mettler:   Wer sagt's denn - heute hat ein weiterer Zoo auf meine Anfrage geantwortet: Dresden - ausschließlich Vorkriegsdaten, da seitdem keine Hippos mehr gehalten wurden. Dass der Zoo bis zur Zerbombung eine "gute Flusspferdzucht" hatte, wie ich mal irgendwo aufgeschnappt habe, relativiert sich allerdings beim Anblick der Gesamtbilanz: Das Wildfangpaar Wakene und Wally hatte insgesamt 12 Kälber, über 11 davon gibt es Daten. 4 davon wurden nicht aufgezogen, 2 (Zwillinge!) waren eine Totgeburt. Bei einem Kalb ist zwar das Geburtsdatum bekannt, aber nicht, was aus ihm wurde. Das letzte Kalb des Paares (Tanga) blieb im Zoo, drei andere aufgezogene Kälber wurden abgegeben: eins nach Amerika, eins (Gretel) nach Leipzig, eins nach Unbekannt.

    Nach dem Tod von Wakene (1940) kam 1941 als Nachfolger der Bulle Steppke aus Breslau (ca. 4,5 Jahre alt) und wurde noch Vater von zwei Kälbern (je eins mit Wally und Tanga), die beide nicht aufwuchsen.

    Am 13.2.1945 zerstörte ein Bombenangriff das Flusspferdhaus. Nach Bericht eines Augenzeugen sollen zwei der drei Flusspferde am nächsten Morgen noch gelebt haben; sie waren aber schwer verletzt und durch die herabgestürzte Dachkonstruktion im Wasserbecken "festgenagelt", weshalb sie erschossen wurden.
    (17.09.2006)
    Werner Weyler:   Mein Kommentar zur Elefantenhaltung im ehemaligen westfälischen Zoo scheint wohl hier nicht so recht passen.

    Zum Thema Flußpferde kann ich allerdings auch was sagen. Der Düsseldorfer Zoo wurde Anfang November 1944 völlig zerstört. Neben einigen Tieren überlebte ein Flußpferdpaar. Wohin die Tiere gingen- keine Ahnung.

    Der damalige Direktor Dr. Weber hatte sehr gute Kontakte zu zoologischen Einrichtungen im Osten des " sogenannten Vaterlandes ". Als für den rheinischen Raum die Order erging, alle gefährlichen und seltene Tiere woanders unter zu bringen ( oder zu erschießen ), sind viele Tiere nach Breslau, Königsberg, Posen, etc. gegangen.

    Mich würde auch mal interessieren, wohin ging dieses Flußpferdpaar, dass den zweiten Weltkrieg überlebt hat?
    (16.09.2006)
    Werner Weyler:   @ Michael Mettler
    Wenn ich recht informiert bin, gab es in Münster bis vor dem zweiten Weltkrieg nur Einzelhaltung eines Elefanten. Im Zooführer von 1930 ist demzufolge auch zu lesen, dass die gehaltenen indische Elefantenkuh 1899, als 12jähriges Tier eintraf. Einen Ansichtskartenhändler habe ich mal damit etwas verunsichert, dass ich eine alte Karte von Münster damit kommentierte, dass der Elefant " August " sein müßte. Tja, in Münster hießen die Elefanten halt immer August.
    (16.09.2006)
    Michael Mettler:   @Jana: Leider noch nicht. Nach meinem bisherigen Wissenstand kaufte sie der Berliner Zoo 1932 von Fa. Ruhe. Das Rätsel um die Berliner "Kriegsflusspferde" (wieviele erwachsene Kühe, wer war die Mutter von Knautschke usw.) ist noch immer nicht gelöst, da sich verschiedene Bücher in ihren Angaben widersprechen. Aber ich stehe noch in Kontakt zum Berliner Zoo und man hat mir angeboten bzw. zugesagt, der Sache nochmal nachzugehen.

    Da in der fraglichen Zeit in mehreren Zoos Flusspferde gezüchtet wurden, halte ich es für wahrscheinlich, dass Zuzana zoogeboren war. Aber ich habe noch keinen konkreten Verdacht, wo.

    (15.09.2006)
    Jana:   @Michael M. Danke fuer das Info, da habe ich warscheinlich was verwechselt. Gibst was neues ueber den Herkunft von Zuzana (Wildfang/Zoo-geboren)?
    (15.09.2006)
    Michael Mettler:   Kleine Zwischenbilanz meiner Hippo-Umfrage: 18 Zoos in Deutschland, Österreich und der Schweiz angeschrieben, bis jetzt (knapp vier Wochen nach Anfrage) hat genau die Hälfte davon geantwortet und größtenteils sehr detailliertes Datenmaterial zur Verfügung gestellt. Mal sehen, ob vom Rest noch was kommt - immerhin kann ja die eine oder andere entscheidende Person zufällig in Urlaub gewesen sein. Schaun mer mal.
    (14.09.2006)
    Michael Mettler:   @Jana: Laut Auskunft aus Wien hat die aus Ostrava geholte Kuh Arka dort immer diesen Namen behalten, und der Name Jenny bezog sich ausschließlich auf die in Wien 1990 geborene Kuh, die jetzt in Köln lebt.
    (14.09.2006)
    Michael Mettler:   Keine Ahnung. Da man das Geschlecht des Jungtieres nicht planen kann, dürfte es keine "Zucht auf Bestellung" gewesen sein.

    Es gibt aber in der Innenanlage ein Bullenabteil, in dem der Frankfurter Maikel fast anderthalb Jahre lang untergebracht war (und das lange Zeit nur mit Fischen und Wasserschildkröten besetzt war. Sollte "Korken" also so lange in Hannover bleiben müssen, dass er zwischenzeitlich sogar geschlechtsreif würde, wäre die getrennte Unterbringung kein Problem.

    Was ich mir durchaus vorstellen könnte (das ist aber eigene Spinnerei und nichts, worüber ich irgendwas gehört hätte): Leipzig plant doch zukünftig wieder mit Flusspferden (wann auch immer), und die in Hannover lebende Kuh Himba ist von Leipzig nur eingestellt, nicht abgegeben. Vielleicht darf "Korken" sie ja eines Tages nach Leipzig begleiten? Verwandt sind die beiden nämlich nicht.
    (08.09.2006)
    Jennifer Weilguni:   @Michael Mettler
    Um nochmal auf den "Korken" ( wie das junge Flusspferd in hannover ja bi jetzt heisst) zurückzukommen: Ist denn schon bekannt, wo er später hin kommt ? Plätze für Flusspferde, vor allem für Bullen scheinen ja zumindest in Deutschland sehr rar zu sein oder täusche ich mich da ?
    (08.09.2006)
    Michael Mettler:   @IP66: Die Frage schient sich doch eher auf den Landois-Zoo zu beziehen? Ich kenne ihn nicht mehr aus eigener Anschauung und habe deshalb im Zooführer von 1954 nachgeschlagen, meines Wissens der erste Nachkriegs-Zooführer. Dort heißt es für das Elefantenhaus sinngemäß, dass in einem Seitenflügel ein Paar Siam-Panther untergrbacht war und sich gegenüber das verwaiste Flusspferdbecken befand, das sich für die Haltung als ungeeignet erwiesen hatte. Also muss es zeitweise besetzt gewesen sein, sonst hätte man das ja nicht festgestellt. Dieses Becken scheint später verfüllt und die Fläche anderweitig genutzt worden zu sein. Denn als das für den Allwetterzoo gedachte Paar noch vor dessen Fertigstellung eintraf, musste man es im alten Zoo kurzzeitig "trocken" - also ohne Becken - unterbringen.

    Auch das Flusspferdkapitel des Allwetterzoos war relativ kurz. Das besagte Paar traf bereits im Oktober 1973 ein. Der in Stuttgart geborene Jungbulle (hieß bis dahin Jockele und war das erste in Stuttgart aufgezogene Jungtier) war halbjährig, seine künftige Partnerin, geboren in Zürich, einjährig. In Münster wurden sie auf Knabbel und Toni getauft. Die beiden hatten in Münster anscheinend fünf Kälber (über die ich noch nichts Genaueres weiß) und wurden im Mai 1982 nach Wroclaw (Breslau) abgegeben, wo sie auch weiterhin züchteten. Toni hieß dort Tina und zog 1996 nach Kairo um. Ob Knabbel auch einen neuen Namen bekam und was aus ihm wurde, weiß ich nicht. Die beiden Ex-Münsteraner hatten 1983 in Wroclaw eine Tochter namens Pysa, die 1984 in den Zoo Plock kam und zusammen mit ihrer dort geborenen Tochter Magotka 1998 nach Hannover. Hier wurden sie auf Kiboko und Habari umgetauft und gehören noch heute zur "Damenriege" des Zoos.
    (08.09.2006)
    ulli:   Es gab zu Anfangszeiten des Allwetterzoos ein kleines Becken für Flußpferde. Später hat man es dann zeitweilig für Zwergflusspferde und Riesenschildkröten, ich glaube sogar kurzzeitig für Robben, genutzt. Im Zuge von Umbauten wurde es innen in den Nashornbereich integriert. Die Außenanlage befand sich etwa dort, wo laut Internetplan Schakale und Pelikane untergebracht sind.

    (08.09.2006)
    IP66:   Wo brachte man denn in Münster die Flußpferde unter? Gab es am alten Elefantenhaus ein Flußpferdbecken?
    (08.09.2006)
    Michael Mettler:   Es ist noch nichts darüber durch die Presse gegangen. Vielleicht wartet man aber auch nur auf den günstigsten Zeitpunkt für das Marketing, sprich auf eine Zeit, wo man mit der Meldung (oder einem Namenswettbewerb) zusätzliche Besucher anlocken kann. Im August war das ja nicht nötig (siehe "Pressemeldungen der Zoos"), der war angeblich der bestbesuchte Monat in der Geschichte des Zoos.

    Übrigens hat sich meine Vermutung bestätigt, dass das Kalb als Saisonhöhepunkt "geplant" wurde, um die zeitliche Lücke zwischen bereits erfolgten und weiteren erhofften Elefantengeburten zu überbrücken. Dass das dritte Elefantenbaby bereits "im Enstehen" war, wusste man damals noch nicht, weil man nicht mit so schneller Geburtenfolge des Muttertieres rechnete... So gesehen recht praktisch für den Zoo, dass der Frankfurter Flusspferdbulle nicht gleich zu Beginn erfolgreich gedeckt hat.
    (08.09.2006)
    Jennifer Weilguni:   @Michael Mettler
    Hat Hannover denn mittlerweile auch schon einen Paten gefunden, b.z.w. steht schon ein Name fest?
    (08.09.2006)
    Michael Mettler:   Hatte ich schon erwähnt, dass das hannoversche Flusspferdkalb sich inzwischen als kleiner Bulle entpuppt hat? Falls nicht: Das hannoversche Flusspferdkalb hat sich inzwischen als kleiner Bulle entpuppt.
    (07.09.2006)
    Michael Mettler:   Ich nehme das auf jeden Fall in meine Datensammlung auf, mal sehen, was zum Schluss dabei rauskommt. Karlsruhe HATTE jedenfalls 1962 Nachzucht (lt. International Zoo Yearbook), von der allerdings kein Geschlecht angegeben ist. Da mir wie gesagt noch genaue Auskünfte vom Karlsruher Zoo fehlen, lässt sich die Frage auch noch nicht weiter klären.
    (07.09.2006)
    ZooFanKarlsruhe:   @Michael Mettler:

    Meine Quelle bezüglich "Popääs" Geburtsdatum ist Frau Dr.Matzenau vom Zirkus Krone. Ich hatte dort per email angefragt.
    (07.09.2006)
    Michael Mettler:   Kuriosum am Rande: Bei der Durchsicht aus Wien erhaltener Daten stieß ich auf ein weibliches Nachzuchttier, das 1989 an den Zoo DUISBURG abgegeben wurde! Da dort nie "richtige" Flusspferde, sondern nur Zwergflusspferde gehalten wurden, wollte ich schon rückfragen - doch dann habe ich erst mal im entsprechenden Duisburger Jahresbericht nachgeschlagen. Und siehe da: Der Zoo stellte in jenem Jahr einen größeren Tiertransport für seine chinesische Partnerstadt Wuhan zusammen, für den eben auch ein Flusspferd eingeplant war.

    Im Jahresbericht heißt es dazu, dass sich die Vorbereitungen für den Transport so sehr in die Länge zogen, "dass das für den Wuhaner Zoo bestimmte Jung-Flusspferd darüber zu dick wurde und nicht mehr durch die Flugzeugtür passte. Es musste durch ein schlankeres, in aller Eile aus Wien-Schönbrunn beschafftes Zweit-Exemplar ersetzt werden..."

    Liest sich übrigens nett, so als hätte man das Tier ohne Kiste einzuladen versucht - frei nach Hape Kerkelings Klassiker mit "Hannileins Meerschweinchen", das durch den Briefschlitz gesteckt werden sollte: "Aber das ging da nicht richtig rein..." :-)
    (07.09.2006)
    Michael Mettler:   Nicht ist auszuschließen (wobei ich nicht glaube, dass ein Flusspferd schon in Karlsruhe Poppäa genannt wurde). Andererseits kann die Verwendung eines immer gleichen Namens statt Vertuschung genausogut Tradition sein, denn sowas kennt man ja auch aus Zoos: Walrosse heißen bei Hagenbeck traditionell Antje, Raudi oder Nickelmann, in Münster gab es anscheinend mehrere Elefanten namens August und in Karlsruhe mindestens drei Flusspferdkälber namens Rosi. Und bei "privaten" Wellensittichen, Katzen, Meerschweinchen oder Papageien ist es doch oft genauso....
    (07.09.2006)
    Jennifer Weilguni:   Also das ist jetzt nur eine Vermutung, aber kann es vieleicht sein, dass der Zirkus seinen Flußpferden immer die gleichen Namen gibt, um darüber hinwegzutäuschen, dass es sich um verschiedene Tiere handelt ? Oder hiessen die jeweils schon so, als sie zum Zirkus kamen, das wäre dann doch schon ein eher merkwürdiger Zufall.
    (07.09.2006)
    Michael Mettler:   @ZooFanKarlsruhe: *stutz* Das wird ja immer bunter mit den diversen Poppäas... Ich habe die Kopie eines Artikels aus einer Circus-Zeitschrift "Nilpferde im Circus Krone", in dem drei Tiere gleichen Namens erwähnt werden, die nacheinander im Circus gehalten wurden. Die erste Poppäa(Herkunft nicht erwähnt) von 1950 bis 1963, die zweite (geboren im Zoo Berlin) von 1965 bis 1969 (Verbleib nicht erwähnt) und nach einer Pause dann die dritte Poppäa ab 1972. Und das soll laut Artikel die heutige sein, geboren am 24.9.1971 in Karlsruhe....

    Leider habe ich aus Karlsruhe noch keine Antwort erhalten, und es kann natürlich auch sein, dass ein Tier über einen Händler in den Circus kam. Da im Artikel zwischen 1963 und 1965 eine Lücke klafft, ist nicht auszuschließen, dass es noch mehr Poppäas gab und für ein nur kurzzeitig gehaltenes Tier schnell Ersatz beschafft wurde....
    (07.09.2006)
    ZooFanKarlsruhe:   Das Geburtsjahr der Flusspferdkuh "Popää" aus dem Zirkus Krone ist übrigens 1962. Seit 1964 lebt sie im Zirkus Krone. Vielleicht wurde das hier ja noch nicht gepostet ;-)
    (07.09.2006)
    Michael Mettler:   @Jana: Danke für die Infos! Wahrscheinlich wundert man sich in Zürich so langsam, warum plötzlich alle Welt etwas über ihre Flusspferde wissen will - ich habe per Fax vor anderthalb Wochen angefragt (aber noch keine Antwort), und für das neu einzurichtende Zuchtbuch in Ostrava laufen ja auch schon Anfragen....

    Somit hätten also beide Flusspferde in Antwerpen wenigstens die selbe Mutter (Hippa), denn auch die dortige Kuh Hermien wurde in Zürich geboren. Da Etho/Heini aber kurz nach dem Eintreffen von Hippa in Zürich geboren wurde, weiß ich seinen Vater noch nicht.

    @Andreas Hartung: Von Tüddern habe ich schon ein paar Infos. Der Park übernahm zwei junge Flusspferde aus dem Schweizer Plättli-Zoo (nicht dort geboren), die schon dort dazu trainiert worden waren, Kinder auf sich reiten zu lassen.... Davon gibt es sogar ein Postkartenmotiv! Außerdem erhielt der Park etwa 1976 über den Händler Sensen eine ausgewachsene Kuh aus Nürnberg (Nanni, geb. 1967), die in Nürnberg mit ihrem Vater Webbi zusammen vier Kälber hatte, die alle nicht aufwuchsen.

    (06.09.2006)
    Jana:   Noch einmal ich - ich habe in Zürich gefragt, und wirklich, der HEINI ist identisch mit ETHO und nach Dvur kam er durch den Tierhändler Künzler.

    Ich habe noch die genauen Geburtsdaten von in Budapest geborenen Victoria/Zaira 31.1.1970 und Jonas/Zulu 11.2.1970 und demnach sind deren Eltern Bulle Nairobi und Kühe Mombasa und Kincsem, aber ich weiss nicht, wer hatte welche Mutter.
    (06.09.2006)
    Jana:   @Michel M. Ich hab etwas über Flusspferde in Budapest gefunden, leider kenne ich nicht dieser Sprache. Hier der Link:http://www.sulinet.hu/eletestudomany/archiv/1997/9714/jonas/jonas.html
    (06.09.2006)
    Andreas Hartung:   @Michael Mettler: Der ehemalige Safaripark in Tüddern hatte auch mal Flusspferde! Bilder gibt´s hier: http://www.zoo-ag.de/ZooAG-Safariparks.htm
    Vielleicht hilft´s dir ja weiter.
    (06.09.2006)
    Michael Mettler:   Im gerade erhaltenen Buch "Hagenbeck" von Günter H.W. Niemeyer (erschienen 1972) beschreibt der Autor, dass er 1948 zusammen mit Lorenz Hagenbeck den ehemaligen zoologischen Mitarbeiter Zukowsky besuchte, der inzwischen den Zoo Münster leitete. Bei diesem Besuch wurde Niemeyer im Flusspferdhaus Zeuge einer Flusspferdgeburt! Das wäre mein erster Hinweis darauf, dass es schon vor dem späteren Zuchtpaar im Allwetterzoo in Münster Nachwuchs gegeben haben soll. Weiß jemand etwas darüber?

    Bisher erhielt ich überhaupt nur Kenntnis darüber, dass es vor dem Krieg ca. 1934/36 kurzzeitig ein Flusspferd in Münster gab, dass 1954/55 ein Leih-Flusspferd aus dem Circus Williams im Münsteraner Zoo gestanden haben soll, und dass noch nach dem Eintreffen des späteren Zuchtpaares am 9.4.1974 eine zweite Kuh namens Fefi - vermutlich aus Lissabon - im Allwetterzoo eingetroffen sein soll, übere deren weiteren Verbleib ich allerdings nichts weiß (und aus Münster auch noch keine Antwort auf meine Anfrage bekommen habe).

    Ebenso überraschend für mich war (aus anderer Quelle) ein zweites Nachkriegs-Flusspferd in Wuppertal! Wenn auch nur kurzzeitig: Im Juni 1950 - also nach dem Eintreffen von Lina - soll im Zoo ein männliches Tier angekommen sein, das im September in den Ruhrzoo weiterreiste; weiterer Verbleib noch unbekannt. Da dieses Tier nirgends in den Wuppertaler Chroniken erwähnt wird, nehme ich an, dass es sich nur um ein kurzfristig eingestelltes Tier von bzw. für Ruhe handelte.
    (06.09.2006)
    Jana:   Danke Michael :-)
    (06.09.2006)
    Michael Mettler:   Für Honza habe ich ein Geburtsdatum 20. Juli 1967 (wobei er in Köln - wenn überhaupt - sicherlich einen anderen Namen hatte, den ich nicht weiß). Seine Eltern waren der Bulle Toni und die Kuh Änne bzw. Aenne. Genaugenommen Änne II, denn es gab vorher schon ein Flusspferd dieses Namens in Köln (falls es nicht noch mehr waren, so weit reichen meine Informationen noch nicht zurück). Änne II wurde aus Antwerpen angekauft, wo sie den Namen Gilde trug. Über Toni forsche ich noch; im Kölner ARKS sind Flusspferde erst ab 1979 eingetragen, und da steht bei ihm unter Herkunft usw. "unknown". Also stand er wohl eines Morgens plötzlich im Gehege (Ironie).
    (06.09.2006)
    Jana:   @Michael M. Ich hätte eine Bitte, weiss du nicht genaue Geburtsdatum von HONZA? (geboren im Jahr 1967 in Köln)

    Übrigens habe ich immer noch nichts über die JULE gefunden, aber jetzt im August läuft eine Ausstellung über Geschichte von prager Zoo, vielleicht finde ich da was.
    (06.09.2006)
    Michael Mettler:   Nachdem ich zwischenzeitlich eine Anfrage per Fax an die größeren Zoos im deutschsprachigen Raum geschickt hatte, die aktuell Hippos halten oder früher hielten, trudeln nach und nach Infos ein.

    Von der früheren Nürnberger und dann langjährigen Frankfurter Kuh Gretel existiert in den Nürnberger Unterlagen ein genaues Geburtsdatum, offensichtlich war sie kein Wildfang. Allerdings weiß ich noch keinen Geburtszoo, da sie über Ruhe in den Tiergarten kam. Noch überraschender war allerdings für mich, dass Gretel laut der Frankfurter Kartei bereits vor dem Krieg in Nürnberg ein Kalb gehabt hatte. Die Nürnberger Daten (kurz danach erhalten) toppten diese Info sogar noch: Grete und die zweite Nürnberger Kuh hatten ab 1941 insgesamt 4 Kälber, von denen 2 aufgezogen und abgegeben wurden! Eine Zuordnung der Kälber ist allerdings aus den vorhandenen Daten nicht zu ersehen.

    Kuriosum am Rande: Das erste Kronberger Flusspferd Auguste wurde nach Auskunft des Zoos bei seiner Ankunft 1955 in den lokalen Medien als "Nashorn" gefeiert....
    (05.09.2006)
    ZooFanKarlsruhe:   Ja Zirkusfreund Zeeb hat das Verfasst. Dennoch ist es zumindest fragwürdig, ob ein Wissenschaftler solche Aussagen tätigen sollte, wenn sie nachweislich falsch sind. Würde mich auch sehr interessieren, welches Ansehen Dr.Zeeb in der Zoobranche hat.
    (30.08.2006)
    Hannes:   Interessant finde ich das hier das das ein Zitat von Dr. Zeeb(?) sein dürfte.
    Was hält man sonst so von diesem Mann?
    Er hat doch mindestens ein Buch über Zirkustierdressur geschreieben.
    (30.08.2006)
    Frankfurter:   Was Krone da schreibt, ist absoluter Quatsch. Selbst einzeln lebende wie Tiger zeigen ein hohes Maß an Sozialverhalten !
    Das gilt auch für Flußpferde. Unsere beiden Tiere zeigen sehr viel Sozialverhalten, Flußpferde einzeln zu halten, ist nicht artgerecht. Passiert aber oft auch in Zoos, siehe Wuppertal.
    (30.08.2006)
    Dirk K:   Spielt wohl darauf an, dass bei Rivalkämpfen zwischen Bullen oftmals zertrampelte Jungtiere auf der Strecke bleiben... Trotzdem würde ich das auch nicht unbedingt als richtig einstufen.
    (30.08.2006)
    ZooFanKarlsruhe:   Folgendes fand ich auf der Zirkus Krone HP:

    "Denn wer weiß schon, dass Flußpferde in ihrer Heimat herdenartig anzutreffen sind, aber so gut wie keinen Herdenzusammenhalt kennen. Sie sind Einzelgänger und besitzen deshalb auch so gut wie kein angeborenes Sozialverhalten."

    Zirkuspropaganda um die Einzelhaltung eines Flusspferds zu rechtfertigen ?

    Dass Flusspferde kein angeborenes Sozialverhalten besitzen sollen bezweifel ich stark und konnte auch nirgends sonst etwas finden, was diese Aussage bestätigt. Bin gespannt was die Spezialisten hier meinen.
    (30.08.2006)
    Michael Mettler:   Das Ankunftsjahr von Sambo würde übrigens zusammenpassen mit dem ersten im Tierpark Berlin in Quarantäne befindlichen Flusspferd, für das leider kein Geschlecht genannt wurde....

    Auch für eines der drei Quarantänetiere von 1965 hätte ich eine mögliche Lösung: Ein ebenfalls nicht geschlechtlich definiertes Nachzuchttier aus Karlsruhe wurde nach Polen abgegeben.
    (26.08.2006)
    Karsten Vick:   noch mehr Flusspferd-Splitter aus dem Osten.
    Jekaterinburg (ehem. Swerdlowsk) hat als einziges Huftier(!) 1,0 Flusspferd "Almas" seit 1975.
    Tschimkent (Kasachstan) kriegt 8-jährigen Bullen aus Danzig. Der Altbulle Sultan war 2004 gestorben, es lebte nur die Kuh Lambada (scheint noch nicht alt zu sein) und ihr 2-jähriger Sohn Tursun.
    Am 5.3.05 wurde in Bolscheretschje das erste Flusspferd in Sibirien geboren. Bolscheretschje ist eigentlich nicht mehr als ein Dorf, liegt einige Meilen flussabwärts von Omsk am Irtysch. Dort gibt es einen kleinen Zoo, in dem seit 1989 das Flusspferdpaar Kening und Malwina aus Kaliningrad lebt. Das erste Kalb ist weiblich und heißt Magija.
    Vorher ist die Hippozucht in Russland nur den Zoos Moskau, Leningrad und Kaliningrad gelungen.
    (26.08.2006)
    Karsten Vick:   900-tägige Blockade muss es natürlich heißen. Das war eine wirklich schlimme Zeit für die Leningrader. Einige Tiere des Zoos waren vorher nach Kasan ausgelagert worden, andere starben bei den Bombardierungen. Außer dem Flusspferd hielten eine Nilgauantilope, ein Braunbär und ein Mönchsgeier, auch alle namentlich bekannt, die Blockade aus.
    (25.08.2006)
    Karsten Vick:   Charkow: Als erstes Flusspferd kam der Bulle Sambo Ende 1960 in den Zoo. Er lebte die ersten Jahre in einem Vogelteich oder so, da das Flusspferdhaus (="Begemotnik") noch nicht fertig war. Im April 1964 kam ein 5-jähriges Weibchen aus Holland, das von den Matrosen den Namen Krasawiza erhielt. Das ist nun kein typischer russischer Nilpferdname, eigentlich ist das gar kein Name. Ich vermute eher, dass die Matrosen Leningrader waren, die das Tier nach ihrem alten Begemot nannten. Durch das Überleben der 900-tätigen Blockade hatte Krasawiza wohl einen ähnlichen Kultstatus in Leningrad wie Knautschke in Berlin. Den Arbeitern am Begemotnik gefiel der Name nicht, sie plädierten für Mascha. Letztendlich bliebs aber bei Krasawiza. Sie verstand sich gut mit Sambo und 1965 wurde das 1. Bullkalb namens Granit geboren. 5 Jahre danach starb der Bulle und es kam ein neuer mit Namen Sindi. Mit dem vertrug sich die Kuh zuerst nicht, aber das renkte sich ein. Insgesamt brachte Krasawiza 15 Junge zur Welt, die an die Zoos der SU verteilt wurden. Den letzten Sohn Stepan, geb. 1992 wurden sie in Zeiten der Marktwirtschaft nicht mehr los. Krasawiza starb am 19. Juni 2005.
    (25.08.2006)
    Michael Mettler:   @Jana: Habe Neuigkeiten zu den Ursprungs-Flusspferden in Dvur Kralove. Beide Kühe stammten aus München und kamen zusammen am 26.5.1966 in Dvur Kralove an. Sie hatten auch die selben Eltern (Lutz II x Tanga). Die jüngere Kuh, geboren am 26.6.1963, hieß auch in München Dora. Die ältere Kuh, geboren am 20.6.1961, hieß allerdings schon in München Rosa (II), der Name wurde wohl nur auf die tschechische Schreibweise geändert.

    Und eine weitere Neuigkeit: Ganz aktuell wurde ein Europäisches Zuchtbuch für das Flusspferd gegründet, es wird in Ostrava geführt werden! Der frisch gebackene Zuchtbuchführer hat sich gestern oder heute im Zoo Hannover nach Daten erkundigt.

    Ich mach aber trotzdem erstmal weiter, macht mir einfach viel Spaß :-) Und auf das "richtige" Zuchtbuch zu warten, kann auch eine Geduldsprobe sein, bei den Pferdeantilopen hat das sechs oder sieben Jahre gedauert....
    (25.08.2006)
    Michael Mettler:   @Sven: Ich habe bewusst BISHER geschrieben, es ist also nichts ausgeschlossen. Immerhin habe ich aus vielen Zoos noch fast gar keine Infos über die Herkunft und den Verbleib, sondern nur Nachzuchtzahlen. Ich würde mich auch wundern, wenn Hagenbeck weitgehend hippo-freie Zone geblieben wäre.
    (25.08.2006)
    Karsten Vick:   Auf der Alma-Ata-HP krieg ich keine vernünftigen Buchstaben. Ein Tier auf dem Lageplan würd ich als Flusspferd deuten, aber bei den "Bewohnern" (die Überschriften sind lesbar) ist kein Flusspferd abgebildet.
    (25.08.2006)
    Karsten Vick:   @Michael: Das mit dem Behemoth war bei mir ein gedanklicher Link zur Kryptozoologie, denn in einem dieser Bücher wird das biblische Ungetüm Behemoth als Flusspferd erklärt.
    Ergänzungen: Krasawiza kam (natürlich) von Hagenbeck, im gleichen Jahr noch 2 Indische Elefanten und ein Spitzmaulnashorn.
    Und das genannte Weibchen Bresta lebt womöglich noch in Kiew! Die haben gerade eine neue HP, da steht noch nicht allzuviel drin, aber Bresta (Jg. 58) wird als ältestes Säugetier erwähnt.
    (25.08.2006)
    Sven P. Peter:   @Michael: Komisch, habe aber devinitiv Bilder von denen gesehen. Vieleicht jeweils eingestellte Zirkustiere?
    AUf einem Bild sind zwei fast ausgewachsene Tiere zu sehen.
    (25.08.2006)
    Michael Mettler:   @Karsten: Danke, das war schon wieder hilfreich. Zwischen 1910 und 1912 mus es ja eine wahre Importschwemme an Flusspferden gegeben haben...

    Bin zwar nicht bibelfest, aber ich glaube, es ist genau umgekehrt: In der Bibel wird ein Tier namens Behemoth erwähnt und aufgrund der Schilderung wurde gemutmaßt, es müsse sich um das Flusspferd (und ein Vorkommen im Jordan!) gehandelt haben. Aber schlecht gewählt ist die russische Namensgebung nicht, wenn man unsere (und das griechisch-lateinische Original) dagegen setzt.
    (25.08.2006)
    Karsten Vick:   @Michael: Ein bisschen Russisch ging noch. In Leningrad hat ein Flusspferd namens Krasawiza den Krieg und die Blockade überlebt und starb im Dezember 1951 (Ankunft 1911). Eine Art Tierbestandsliste enthielt für 1951 nur dieses eine Tier. 1952 bekamen sie ein Männchen Jussi und 1960 ein Weibchen Bresta. Dann ist da noch von einem Männchen namens Bembi die Rede, das 1946 in Moskau geboren wurde, 48 nach Leningrad kam(?) und 60 nach Peking ging (?). Bisher kein Wort von Wally.
    Der Zoo Ischewsk (Ustinow) wurde lt. der EARAZA-Liste 1992 gegründet. Entweder er hatte einen Vorgänger, oder Ischewsk ist nicht gleich Tschewsk, obwohl die Ähnlichkeit so in deutscher Lautschrift doch frappierend ist.
    Interessant finde ich, dass Flusspferd auf russisch Begemot heißt. Als Behemot wird es doch in der Bibel erwähnt, oder?
    @Werner Weyler: Ich würde Ihnen den selben Weg wie Michael zur Bestimmung der russischen Zooführer anbieten. Russisch sprechen und verstehen sieht zwar schlecht aus bei mir, lesen und bisschen übersetzen geht grad noch so.
    (25.08.2006)
    IP66:   In Wuppertal erzählt man, daß der Gummibaum hinter der - wirklich historischen - Felsdekoration an der Rückseite des Flußpferdbeckens noch aus der Vorkriegszeit stammt. Wenn das so ist, kann eigentlich kein Flußpferd erfroren sein, denn dann hätte auch er Gummibaum noch überlebt. Ich habe mir allerdings vor ein paar Tagen einen Vorkriegsgummibaum in der Wilhelma angesehen, und dessen Stamm ist um einiges beeindruckender als der in Wuppertal - allerdings könnte er schon zum Erstbestand des Hauses um 1860 gehören. Sicher ist aber, daß das wuppertaler Haus keinerlei Kriegsschäden erfuhr - die Türen sind die alten, selbst die Fenster im Windfang für die Besucher. Ich kann mir auch nur geringfügige Schäden am dach vorstellen, da auch alle Gesimse unterhalb der Dachkante noch im Vorkriegszustand sind.
    (25.08.2006)
    Jana:   @Michael M. Leider kann ich dir mit der Kuh Jule nicht weiter helfen, ich hab über die noch nie was gehört.
    Aber in den 50.Jahren diente Zoo Prag als Mittler zwischen Westeuropa und SSSR, wo Prag die Tiere gekauft hat, und dann nach die Firma Zoocentrum Moskau (Ein Lieferant von Tieren in sovietische Zoos) weiter verkauft hat, aber die Tiere selbst haben normaleweisse nicht das prager Banhof verlassen. Sie blieben da einige Tage, biss ein weiteres Transport nach Ost organisiert war und die Pfleger haben sie wehrend diese Zeit versorgt. So gingen zB in den 50. Jahren etwa 15 Elefanten durch Zoo-Buchhaltung, die hier kein Besucher je gesehen hat.

    Auch mit Azbuka kann ich dir nicht helfen. Vielleicht noch ein Text in Polnisch oder Kroatisch, mit viel Fantasie wäre ich fähig es zu übersetzen.
    (25.08.2006)
    Michael Mettler:   @Werner Weyler: Bezüglich des chinesischen Zooführers kann ich vielleicht helfen, mein Chef ist mit einer Chinesin verheiratet. Wenn Sie einen Scan oder ein Digitalfoto vom Titel und/oder Impressum (soweit als solches erkennbar) mailen (meine Kontaktdaten sind bei Klaus Schüling hinterlegt) oder eine Fotokopie nach München mitbringen, kann ich gern versuchen, das Rätsel zu lösen. Mit Russisch bin ich ebenfalls völlig aufgeschmissen und habe auch niemand im Umfeld, der die Sprache beherrscht.
    (25.08.2006)
    Werner Weyler:   Nein, möchte ich nicht.
    Habe derzeit drei Zooführer aus Russland und einen aus China hier liegen und kriege partout nicht raus wohin sie gehören.
    (25.08.2006)
    Michael Mettler:   ...und hat jemand Lust, sich durch weitere russische Websites zu "fressen"?

    http://www.zoo.ru/zoose.asp

    Kaliningrad, Kharkov und Almaty (Alma-Ata) sind oder waren Hippo-Halter. Und könnte sich hinter Izhevsk das unten gesuchte Tschewsk verbergen? Wikipedia liefert leider nur die Info, dass die Stadt auch schon mal Ustinov hieß und dass dort ein gewisser Herr Kalashnikov eine weltbewegende Entwicklung machte...
    (25.08.2006)
    Michael Mettler:   Wer kann Russisch? (Karsten?) Ich war gerade auf der Leningrad-HP http://www.spbzoo.ru/
    Aber ich kenne die kyrilische Schrift nicht. Auf einer Site über Sehenswürdigkeiten fand ich den Hinweis, dass der Zoo 1944 wiedereröffnet wurde und bald danach u.a. ein Hippo enthielt. Das letzte Sarrasani-Flusspferd Wally war ja nach Leningrad gekommen. Findet sich auf der HP irgendein Hinweis über Flusspferdhaltung dort?
    (25.08.2006)
    Michael Mettler:   Okay, ihr habt es so gewollt....

    @Sven: Trotz der Datenflut, die ich mittlerweile durchforstet habe (und immer noch durchforste), habe ich erst EIN Flusspferd gefunden, das nach dem 2. Weltkrieg durch Hagenbecks Hände ging. Das war ein Nürnberger Nachzuchttier, und es war ganze zwei Tage bei Hagenbeck, bevor es nach Polen weiterging.... Alle anderen Hagenbeck-Hippos bisher waren (teilweise weit) vor dem Krieg.

    @Zoosammler: Du ahnst gar nicht, was mir noch alles an Daten fehlt.... Die aus den International Zoo Yearbooks entnommenen Nachzuchtangaben sind ja z.B. bloß reine Zahlen, daraus geht nichts über die Abstammung usw. hervor. Und die interessiert mich ja auch! Falls jemand gute Kontakte nach Osteuropa haben sollte: Da habe ich noch groooße Wissenslücken....

    Apropos Abstammung: Die väterliche Linie des Hannoveraner Kalbes bekomme ich inzwischen auch zusammen. Sein Urvater war ein Bulle namens Jan, der aus Johannesburg nach Amsterdam kam - noch weiß ich nicht, ob als Wildfang oder bereits zoogeboren. Seine Partnerin wurde eine Wildfangkuh aus Tansania namens Ans. Eine Tochter der beiden ist die noch heute im Amsterdam (allein) lebende Tanja, die mit ihrem Vater verpaart den heutigen Frankfurter Maikel hervorbrachte. Und der ist bekanntlich der Vater des Hannover-Hippos.
    (25.08.2006)
    Karsten Vick:   Zwar wurden in meinen Heimat-Zoos nie Flusspferde gehalten, aber es ist trotzdem interessant, die Spuren der Tiere zu verfolgen. Mach nur weiter.
    (24.08.2006)
    Zoosammler:   Schleimer ;)
    Nein, ich lese auch sehr interessiert, aber was soll man dazu noch beisteuern? *g*
    (24.08.2006)
    Sven P. Peter:   Ich lese fleißig jedes Posting in diesem Thread mit :)
    (24.08.2006)
    Michael Mettler:   Interessieren Hippo-News überhaupt noch jemand? Werde hier langsam zum Alleinunterhalter... Deswegen nur kurz was für Jana und ZooFanKarlsruhe.

    Jana, ich habe von einem weiteren Flusspferd in Prag Kenntnis bekommen. Die Kuh Jule, geboren 1938 in Leipzig, wurde 1941 nach Rotterdam abgegeben und ging von dort am 12.11.1954 nach Prag. Über ihr weiteres Leben weiß ich nichts.

    ZooFanKarlsruhe: Das erste überhaupt in Karlsruhe geborene Flusspferd (28.12.1958) lebt noch und hat gerade ein schöneres Zuhause bekommen: Es handelt sich um die Gelsenkirchener Kuh Rosl, die in Karlsruhe noch Rosi hieß und dort auch schon Nachwuchs hatte, bevor sie 1981 (trächtig) in den Ruhrzoo kam. Rosl wird also zum Jahresende 48! Ebenfalls aus Karlsruhe stammt die 1967 geborene Stuttgarter Kuh Rosi, die in Karlsruhe noch Rosl hieß (wer jetzt über die Namen den Kopf schüttelt: es gab noch mindestens ein drittes Kalb namens Rosi in Karlsruhe, das zusammen mit seinen Eltern 1984 den Unfalltod starb - besonders einfallsreich war der Zoo also nicht).

    Die 1988 aus Halle nach Karlsruhe geholte Martha starb schon nach drei Monaten (Februar 1989), im März 1989 kam dafür Käty/Käti aus Berlin. Und die scheint man ja wenigstens NICHT in Rosi oder so umgetauft zu haben :-)

    (24.08.2006)
    Michael Mettler:   @ZooFanKarlsruhe + Michl: Die jetzige Flusspferdkuh Poppäa im Circus Krone ist schon das dritte Flusspferd dieses Namens hintereinander. Das erste - die herkunft weiß ich (noch) nicht - lebte von 1950 bis 1963 bei Krone. 1965 bekam man vom Zoo Berlin die dort geborene Auguste, die erst in Berolina und dann doch wieder in Poppäa (II) umgetauft wurde und deren Spur sich zwischen 1969 und 1972 verliert. Die heutige Poppäa (III) wurde am 24.9.1971 tatsächlich im Zoo Karlsruhe geboren.
    In der Vorkriegszeit gab es vier weitere Flusspferde mehr oder weniger lange bei Krone: 0,1 Therese, 0,1 Nora, 1,0 Noah und 1,0 Jonas. Keines von ihnen trat allerdings in der Manege auf, sie fuhren alle nur in der Tierschau mit. Das änderte sich erst mit Poppäa I, die ab 1952 vorgeführt wurde.
    (20.08.2006)
    Michael Mettler:   @Werner Weyler, Frage an den Düsseldorf-Spezialisten: Geben Druckwerke des früheren Düsseldorfer Zoos etwas über die dortigen Hippos her? Da ich selbst nur Zoomaterial aus der Nachkriegszeit sammele, habe ich über Düsseldorf zwangsläufig gar nichts.
    (20.08.2006)
    Michael Mettler:   Zu Bubi und Rosa in Wuppertal liegen mir bislang folgende Infos vor: Ankunft beider Tiere am 27. Mai 1927. Die Herkunft von Bubi ist mir noch unbekannt, Rosa kam aus Leipzig und stammte ursprünglich aus Hamburg (Hagenbeck? Alter Zoo?). Ihren Namen dürfte sie erst in Wuppertal erhalten haben, denn in Leipzig gab es noch eine andere Rosa.
    Bubi starb im September 1945 im Zoo, für Rosa habe ich zwei unterschiedliche Todesdaten: 24.4.1945 oder 23.4.1946, letzteres aus der 100-Jahre-Chronik. Als Todesursachen werden Splitter des Glasdaches und der Ausfall der Heizung angegeben (Chronik).

    Mein Vertrauen in Fotos als Dokumente eines Zoo-Jahrgangs ist übrigens seit Beginn der Recherche nicht mehr sehr groß. In den Hellabrunner Zooführern wird z.B. das selbe Foto einer Flusspferdkuh mit Kalb mit unterschiedlichen Bildunterschriften für zwei verschiedene Nachzuchten verwendet....
    (20.08.2006)
    Michael Mettler:   @Werner Weyler: Zu Lina habe ich aus den Wuppertaler Druckwerken folgende Informationen entnommen:

    Mein ältester Zooführer dürfte von 1951 sein, denn er trägt die Aufschrift "70 Jahre Zoo Wuppertal" (und der wurde 1881 eröffnet), Titelmotov ist ein junger Kragenbär. Zwar ist auf dem Zooplan am Elefantenhaus kein Flusspferd eingezeichnet, aber auf S. 31 gibt es ein Schwarzweißfoto "Nilpferdkuh Lina".

    In der zum 100-jährigen Bestehen vom Zoo herausgegebenen Chronik steht unter 1950: "1. April: Ankunft der Flusspferdkuh Lina als ausgewachsenes Tier, das im Tierpark Hellabrunn, München, geboren ist. Sie ist heute die älteste Zoobewohnerin." Wohlgemerkt: Da steht nicht "AUS München erhalten" oder so, kann also sein, dass sie aus einem ganz anderen Zoo (bzw. von einem Händler) kam.

    Im Wuppertaler Jahresbericht von 1991 heißt es unter "Huftiere": "Bedauerlicherweise mussten wir das über 50-jährige Flusspferdweibchen Lina wegen Altersschwäche einschläfern." Das würde auf einen Geburtsjahrgang vor 1941 hindeuten.

    Leider habe ich keine Vorkriegs-Zooführer aus Leipzig und München, so dass ich meinen Verdacht, Lina könnte identisch mit Wally gewesen sein, ohne fremde Hilfe nicht weiter verfolgen kann.


    (20.08.2006)
    Werner Weyler:   Zu Lina aus Wuppertal kann ich folgende Angaben machen: in dem Zooführer von 1953 wird sie als recht jugendlich wirkendes Tier abgebildet. In dem Kurzführer von 1951 findet sich kein Hinweis auf die Haltung von Flußpferden und ich gehe deshalb davon aus, dass Lina erst nach 1951 nach Wuppertal gekommen ist. Sie wurde als Einzeltier gehalten und wurde meines Wissens nach 47 Jahre alt.

    Hinweise auf ein Flußpferdpaar ergeben sich aus den Führer von 1936. Zu dem Zeitpunkt wurden Bubi und Rosa in Wuppertal gehalten.
    (20.08.2006)
    Michael Mettler:   Pardon, eine kleine Korrektur: Die Kuh Lisl blieb nicht in München, sondern wurde 1928 nach Berlin abgegeben und starb DORT 1932. Bei dem Start-Kuddelmuddel in München fällt es schon schwer, nichts durcheinander zu bringen...
    (19.08.2006)
    Michael Mettler:   Dank eines hilfsbereiten Biologen im Zoo Hannover, der auf Unterlagen des verstorbenen Zoo-Datensammlers Marvin Jones Zugriff hat, konnte ich heute die besagte "Münchener Lücke" füllen - und kann jetzt den Stammbaum des kürzlich in Hannover geborenen Kalbes in mütterlicher Linie über sechs Generationen bis zu den Wildfang-Eltern zurückverfolgen!!

    Und meine Vermutung einer Berlin-München-Connection in der Vorkriegszeit hat sich bestätigt. Also:

    1928 begann Hellabrunn mit der Flusspferdhaltung. Man erwarb zwei Wildfangkühe Gizeh und Lisl, wahrscheinlich beide von Hagenbeck. Dazu kam eine Woche später ein Wildfangbulle vom Londoner Händler Chapman und ein halbes Jahr später einer der drei Jungbullen, die Lutz Heck im Mai 1928 aus Ostafrika nach Berlin gebracht hatte. Das Wechselspiel fing aber damit erst an: Im April 1929 kam ein weiterer dieser drei Heck-Bullen aus Berlin und wurde in München Lutz getauft. Drei Tage danach wurden sein "Importbruder" und die Kuh Gizeh an Hagenbeck abgegeben, und drei Monate später auch der Chapman-Bulle. Somit blieben also ab Juli 1929 nur noch Lutz und Lisl übrig, beide wahrscheinlich noch nicht geschlechtsreif.

    Im Mai 1930 übernahm Hellabrunn das erwachsene Wildfangpaar Bachit und Rosa, das ab 1910 bzw. 1911 im alten Hamburger Zoo gelebt und gezüchtet hatte; ob das letzte in Hamburg gezeugte Kalb noch dort oder schon in München geboren wurde, muss ich noch herausfinden. Jedenfalls gab es in Hellabrunn noch drei Kälber diese Paares. Lisl starb 1932, Bachit wurde 1935 abgegeben, und Lutz nahm die Stelle des Zuchtbullen ein. Sein erster Nachkomme war Toni, der später in Frankfurt lebte. Sein letzter Nachkomme - zusammen mit der aus Leipzig geholten Tanga - war sein 1948 geborener Sohn Lutz II, der die Nachfolge seines Vaters antrat und bis 1996 in München lebte.

    Lutz und Rosa waren also wie gesagt die Eltern von Toni (Frankfurt), dieser war der Vater von Amema (Karlsruhe), diese die Mutter von Zora (Hannover), diese die Mutter von Wilhelm (Basel), dieser der Vater von Victoria (Hannover), und letztere ist die Mutter des aktuellen Kalbes.

    So, und jetzt wird es RICHTIG spannend: Die 1991 in Wuppertal gestorbene, seit 1950 gehaltene Kuh Lina soll bei ihrem Tod "über 50" gewesen sein. Es heißt im Jahresbericht 1991, das genaue Geburtsdatum sei unbekannt, aber sie sei "während des Krieges" in München geboren worden. Nun gab es zwischen 1930 (Zuchtbeginn in München) und 1946 nur drei weibliche Kälber. Vom Alter her würde Gretl (geb. 1941) perfekt passen, aber die wurde nur zehn Tage alt. Wilka (geb. 1946) kam über Fockelmann nach Turin. Bliebe also nur Wally (geb. 1935) - wenn DIE mit Lina identisch war, wurde sie also 56 Jahre alt! Nun hatte Wally 1939-1941 mit Lutz drei männliche Kälber, die alle höchstens eine Woche alt wurden, und kam dann wahrscheinlich im April/Mai 1941 nach Leipzig, wo sie vom dortigen Bullen Yumbo am 23.1.1942 ein Kalb hatte, das ebenfalls nicht aufwuchs. Und hier verliert sich Wallys Spur. In der Nachzuchtenliste in PANTHERA 1978 ist ihr Kalb erwähnt, aber im gesamten dazu gehörenden Artikel taucht keine Kuh Wally auf, obwohl sämtliche anderen Flusspferde mit Zu- und Abgangsdaten belegt werden. Es liegt nahe, Wally und Lina als identisch zu vermuten, denn irgendwo muss Lina schließlich herkommen und den Krieg überlebt haben. Und dass man eine erwachsene Kuh, die sich als "nicht zuchtfähig" erwiesen hat, in einen Zoo wie Wuppertal abgibt, der ohnehin nur ein Einzeltier halten wollte, wäre ebenfalls nachvollziehbar. Kann jemand meine Vermutung bestätigen oder widerlegen?

    Und zum Schluss noch ein Schmankerl: Nach den Aufzeichnungen von Marvin Jones war Zuzana, die aus Berlin nach Prag umgesiedelte Kuh, die Mutter von Knautschke! Sein Vater war demnach ebenfalls schon gebürtiger Berliner, so dass der dritte Heck-Importbulle allenfalls als Knautschkes Großvater in Frage kommt. Aber vielleicht weiß ich darüber auch bald mehr....
    (19.08.2006)
    Michael Mettler:   @Karsten Vick: Nein, leider nicht. Noch immer weiß ich nur, dass Knautschkes Vater einer von den drei 1927/28 aus Ostafrika importierten Jungbullen gewesen sein muss. Vor 1925 muss es zudem eine blinde Flusspferdkuh in Berlin gegeben haben, die Knottnerus-Meyer in seinem 1925 erschienenen Buch "Tiere im Zoo" erwähnt.

    Aufgrund der familiären Bande zwischen Berlin und München (Gebrüder Heck) liegt der Verdacht nahe, dass auch die Flusspferdzuchten beider Zoos in der Vorkriegszeit "Kontakt" hatten. Aber für München habe ich ebenfalls eine Informationslücke zwischen 1930 und 1948, also bleibt es vorerst bei der Vermutung.

    Was Tschewsk betrifft, hatte ich als Nicht-Kenner slawischer Sprachen die stille Hoffnung, dass es sich einfach als anderer Name für Kiew herausstellen könnte, aber auch unter dem Stichwort fand ich nichts Passendes. Auf die Idee kam ich auch nur, weil ein anderer Zielort der aus Berlin via Mohr abgegebenen Tiere Lugansk war, und das habe ich in der Ukraine gefunden - auch wenn es für längere Zeit Woroschilowgrad hieß....
    (19.08.2006)
    Karsten Vick:   "Tschewsk" bleibt rätselhaft. Bei google gibt es da nur einen Eintrag (hast du sicher auch probiert) eine lange Liste mit Sterbedaten und -orten, was darauf hindeutet, das es wirklich ein Ort ist. Aber zu diesem Ort gibt es nichts im Internet, auch nicht in internationaler Lautschrift oder in kyrillischen Buchstaben. In Rosl Kirchshofers "Zoologische Gärten der Welt" wird Tschewsk auch nicht erwähnt (und ist auch kein alter Name einer dort genannten Stadt). Muss ich also passen. Vielleicht ist es ein Stadtteil oder ein Zirkus oder ein Schreibfehler (-tschewsk als Endung von Ortsnamen gibt es).

    Dathes Tiergeschichten enthalten nur eine Flusspferdnachricht, allerdings eine handfeste: Das Leipziger Kalb von 1939 (Yumbo x Tanga lt. "Panthera" siehe unten) starb am 28. Juli im Alter von 1 Woche an einer Nabelinfektion.

    Hast du auch schon was neues über die alte Berliner Zucht, über Knautschkes Eltern und Zuzana die nach Prag kam, erfahren?
    (18.08.2006)
    Michael Mettler:   So, jetzt mal ein wenig Statistik anhand meiner letzten Erhebungen in den International Zoo Yearbooks von 1959-1984. Die Zahlen beschränken sich auf Europa in seinen "damaligen Grenzen" (also mit kompletter Sowjetunion), und ich habe nur jene Zoos gezählt, die eine gewisse Stückzahl an Nachzuchten hatten (also keine Einzelerfolge), Minimum 7 Kälber. Ausgeschlossen habe ich nur Whisnade und München, weil ich dort zuviele Informationslücken habe. Bleiben 30 Zoos, die in diesem Zeitraum zusammen 400 (!!) junge Flusspferde verbuchen konnten. Diese verteilen sich auf 198 Bullen, 158 Kühe und 44 Unbestimmte (darunter viele aus den ersten Jahren des IZYB, als noch keine Geschlechter genannt wurden). Definitiv als nicht aufgezogen wurden davon 38,44,10 = 92 Kälber angegeben - immerhin fast ein Viertel. Und da nicht jeder Zoo Misserfolge meldete oder derartige Geburten gar nicht erst mitzählte, mag die Zahl noch höher sein.

    In 23 von 30 Zoos (!) gab es mehr männliche als weibliche Nachkommen, wobei die Unbestimmten natürlich einen unbekannten Faktor enthalten. Ein Zoo (Rhenen) war exakt ausgeglichen, nur 6 Zoos hatten weiblichen Überhang, am deutlichsten Hannover (5,10), Berlin (10,16,1), Lissabon (10,14,3) und Leipzig (6,10). Extrem ungünstig war das Verhältnis in Amsterdam (11,3), Frankfurt (8,1) und Kaliningrad (9,1). Nimmt man die Aufzuchtergebnisse hinzu, zählen zu den "Pechvögeln" auch noch Longleat (6,4 Kälber, davon 0,4 nicht aufgezogen) und Prag (5,4, davon ebenfalls alle Kühe nicht aufgezogen).

    Insgesamt schlechte Aufzuchtraten hatten vor allem Rhenen (3,3,1 geboren, davon wuchs nur 1,0 auf), Leipzig (6,10 geboren, davon 3,7 nicht aufgezogen) und Lissabon (10,14,3 geboren, 8,8 nicht aufgezogen - alle 13 Kälber von 1976-1984 wuchsen nicht auf!). In diesen Zahlen sind Früh- und Totgeburten eingerechnet, soweit sie überhaupt von den Zoos angegeben wurden.

    VIERHUNDERT Flusspferdkälber in 25 Jahren zwischen 1959 und 1984 - auch wenn in den letzten mindestens zehn Jahren die Fortpflanzung gebremst wurde, dürften da noch etliche nach 1984 hinzukommen. Aber wie gesagt, da habe ich bisher nur für einzelne Zoos Daten.
    (18.08.2006)
    Michael Mettler:   Ein Berliner Nachzuchttier ging früher über die Tierhandlung Mohr nach Tschewsk. Kann mir jemand sagen, wo das ist bzw. wie die Stadt sonst noch heißt bzw. sich schreibt - ich finde sie nirgends!
    (18.08.2006)
    Michael Mettler:   @Jana: Ich habe noch ein Jungtier für Dvur Kralove entdeckt bzw. beim ersten Anlauf übersehen: 0,1 geboren 1979.
    (18.08.2006)
    Michael Mettler:   Für Warszawa fand ich bei meiner Suche Nachwuchs in 1959 und 1962, danach bis 1984 nicht mehr. Leider wurde bis 1964 in den Yearbooks nur angegeben, welche Zoos Nachzucht hatten, aber nichts über die Anzahl und das Geschlecht der Jungtiere.

    Für die ehemals sozialistischen Länder fand ich zudem noch Nachzuchtangaben aus Opole, Budapest, Charkov, Kaliningrad, Riga, Alma-Ata, Katowice, Kazan und Karaganda.
    (17.08.2006)
    Jana:   @Michael M. Sehr interesant, was alles hast du noch gefunden, meine Datas hatten weit mehr Lücken als ich dachte.

    BENDA ist eine tsch. mänliche Name, somit war er ein 1,0-Nachwuchs.

    Und gestern hab ich zufälling ein Hippo-Bild in eine ältere Encyklopedie gefunden (sie war 1965 gedrückt) wo nach Text eine 7-jährige Küh mit einem 2-wochigem Nachwuchs in Warszawa-Zoo zu sehen war. Es könnte auch eine interesante Zucht sein, aber ich weiss nichts mehr über ihm.
    (17.08.2006)
    Michael Mettler:   @Jana: Ich habe gestern meine International Zoo Yearbooks nach Flusspferden durchsucht und dort noch ein paar Daten zu Dvur Kralove und Ostrava gefunden.

    Nach diesen Angaben hat es die lange Zuchtpause in Dvur Kralove, über die wir uns gewundert haben, gar nicht gegeben, denn ich habe folgende Geburten gefunden: 1971 (1,0), 1975 (0,1), 1976 (1,0), 1977 (0,1), 1978 (1,0), 1980 (1,0). Davon ist nur das Jungtier von 1978 als "nicht aufgezogen" gemeldet. Bei dem Kalb von 1980 nehme ich an, dass es sich um Dan handelt?

    Für Ostrava fand ich eine Ergänzung: 1981 1,0 geboren, nicht aufgezogen. Für 1984 sind als Geburten 2,0 erwähnt, davon 1,0 nicht aufgezogen - war Benda ein Bulle? Und für 1991 ist nur EIN Jungtier erwähnt (1,0).

    Ich habe noch nicht alle Daten aus den Yearbooks ausgewertet, aber es sieht ganz danach aus, dass zwischen 1965 und 1984 (für die Jahrgänge danach habe ich mit einer Ausnahme keine Yearbooks mehr) wesentlich mehr männliche als weibliche Kälber in den europäischen Zoos geboren wurden!
    (17.08.2006)
    Michael Mettler:   Zu diesen Zeiten waren ja auch die Berührungsängste zwischen Zoo und Circus nicht vorhanden, da die Circusse und die Wildtierhaltung allgemein längst nicht so in der Kritik standen wie heute. Und an Zuchtstopps dachte auch noch keiner, da die Fortpflanzung von Tieren allgemein als Beweis für optimale Haltung im Zoo angesehen wurde. Würde mich nicht wundern, wenn es sehr viel mehr Circus-Flusspferde gegeben hat als wir denken.

    Angesichts der Nachzuchtzahlen mancher Zoos, die sich langsam herauskristallisieren, frage ich mich ohnehin, wie man Jahrzehnte lang noch Flusspferde irgendwo unterbringen konnte. Denn sie sind bekanntlich langlebig und vermehrungsfreudig, und die wenigsten Zoos konnten (oder wollten) mehr als ein ausgewachsenes Paar unterbringen. Mein Verdacht, dass Hippos ein begehrter Exportartikel waren, erhärtet sich jedenfalls immer mehr.
    (15.08.2006)
    ZooFanKarlsruhe:   Gut möglich, dass Popää aus Karlsruhe stammt, wenn ich bedenke, dass Tigernachwuchs sowie Eisbärjungtiere und zumindest eine Flusspferd-Nachzucht namens Katharina vom Karlsruher Zoo an den Zirkus Barum verkauft wurden. Noch dazu die Übernahme der Elefantenkuh Piccolo aus dem Zirkus Roland-Busch am 11.07.1969. Damit will ich nur Aufzeigen, dass es viele Kontakte zwischen dem Karlsruher Zoo und diversen Zirkussen gab. Also ich würde sagen, es ist sehr wahrscheinlich dass die Aussage von Krone zutrifft.
    (15.08.2006)
    michl:   also die jetztige poppäa muss so zwischen 30 und 40 jahren alt sein
    (14.08.2006)
    Michael Mettler:   @Michl: Das würde für die Vermutung sprechen, dass es mehrere bzw. mindestens zwei Krone-Fluspferde namens Poppäa gab. Denn als die erste Poppäa in die Manege kam (1952), gab es in Karlsruhe noch gar keine Flusspferde!
    (14.08.2006)
    Michael Mettler:   Heute abend habe ich mir noch